The Creature From The Pit

  • Bewertung der Folge 16

    1. Super (6) 38%
    2. Gut (6) 38%
    3. Durchschnitt (3) 19%
    4. Ausreichend (1) 6%
    5. Schlecht (0) 0%


    Der vierte Doctor und Romana II folgen einem Notruf zum Planeten Chloris, wo sie schnell in die erbitterten Kämpfe der Bewohner um das seltenste und kostbarste Gut dieser Welt geraten - Metalle! Als ob die Auseinandersetzungen zwischen Herrscherin Adrasta und den beuteversessenen Wegelagerern noch nicht genug Problem mit sich bringen würden, muss sich der Doctor auch noch seinem bislang mit Abstand größten Gegner stellen - einer riesigen mysteriösen Kreatur, die tief unter der Oberfläche ihr Unwesen treibt...


    Eine sehr angenehme Überraschung. Die Folge ist ziemlich verschrien, sie taucht regelmäßig in den diversen "Worst of Doctor Who"-Listen auf. Was ich nicht mal ansatzweise nachvollziehen kann, mir hat das richtig gut gefallen. Sicher, die Kreatur selbst sieht einfach nur wie ein großer grüner Haufen aus, und auch die "epische" Beseitigung der Gefahr aus dem All am Ende ist weder optisch noch inhaltlich ein Ruhmesblatt. (Riesenpflanzenraumschiffe, die Spinnweben um Sterne weben und sie damit vom Kurs abbringen, sind selbst für Doctor Who etwas zuviel des Guten. ;))


    Aber abgesehen davon ist das alles eine ziemlich runde Sache. Die Geschichte selbst ist zwar recht geradlinig und schnörkellos, aber das ist durchaus kein Nachteil. Chloris ist reich an Vegetation, aber arm an allen sonstigen Rohstoffen, weshalb die Welt von Armut und Rückständigkeit gekennzeichnet ist. Die Tythonians stehen vor dem genau umgekehrten Problem, und so macht es mehr als Sinn, dass ihr Gesandter Erato der grünen Welt einen Handel vorschlagen will. Sein Pech, dass er dabei auf die habgierige Lady Adrasta trifft, die die wenigen Metallreserven von Chloris - und somit auch die Macht über den Planeten - kontrolliert und nicht im Traum daran denkt, ihre Monopolstellung zu Gunsten ihrer Welt aufzugeben und den Botschafter kaltlächelnd in die Minen befördert, wo er - seines Übersetzungsgerätes beraubt - als vermeintlich todbringende Kreatur sein Unwesen treiben muss, bis der Doctor endlich für Ordnung sorgt und somit beiden Welten Hoffnung bringt (und nebenbei die Bösewichte ihrer verdienten Strafe zuführt).


    Das alles ist sehr unterhaltsam, bis zur dritten Folge kann man gut rumrätseln, was es nun eigentlich mit der Kreatur auf sich hat und danach gibt´s noch mal eine richtig schöne Wende, als sich rausstellt, dass Erato doch nicht ganz so ungefährlich und friedfertig ist, als er/sie/es es zunächst darstellen wollte. Außerdem sieht die Folge - abgesehen vom Monster selbst - sehr gut aus, der Dschungel, die Mine und Adrastas Herrschersitz sind - wie auch die Kostüme - 1A für Classic Who-Verhältnisse. Lady Adrasta selbst - wie auch ihre rechte Hand - ist eine herrlich überzeichnete Schurkin, der man einfach gern zusieht, wenn sie den armen K-9 beschimpft oder Romana eine runterhaut. Absolut liebenswert ist dafür der sich durchs Leben tricksende Astrologe Organon, der auch einen guten Companion abgeben würde. Immerhin scheint er es am Ende der Folge mit ziemlich billigen Tricks geschafft zu haben, sich auch in der neuen Weltordnung gleich eine wichtige Position zu sichern. :)


    Lalla Ward sucht hier zwar sichtlich noch etwas nach "ihrer" Romana, aber trotzdem machen ihre Szenen recht viel Spaß, etwa als sie in bester Timelady-Manier ihre Entführer runterputzt, bis die alle verschüchtert vor ihr Platz nehmen. Und natürlich sieht sie - wie immer - einfach sehr hübsch aus. :)


    Ganz große Klasse ist hier der Doctor. Tom Bakers ist zwar voll in seiner absolut durchgedrehten Phase, aber im Gegensatz zu anderen Folgen dieser Ära versteht er es auch, ab und zu mal einen Gang runterzuschalten und ein bisschen auf ernst zu schalten. Und dadurch sind insbesondere seine ersten Begegnungen mit Erato um so effektiver, weil man auch beim Doctor merkt, dass er die Hosen voll hat. Im Gegenzug stechen auch seine absurden Verrückheiten durch diesen Wechsel noch witziger hervor, etwa wenn er unter Lebensgefahr im Minenschacht erst mal "How to climb the Mount Everest" und dann - mangels Tibetisch-Kenntnis - "Tibetian in eight easy steps" studiert. :D


    Summa summarum also meines Erachtens eine völlig unterbewertete Folge. Und allein schon aus Trotz gegen diesen Unverstand des Fandoms muss ich ihr ein "Super" geben. Wobei ja eigentlich schon die extrem gefährlichen "Wolf Weeds" oder die mit Abstand schmutzigste Szene der Who-Historie allein die Höchstnote wert wären. Glaube jedenfalls nicht, dass es viele andere Folgen geben wird, in denen der Doctor wildfremde Aliens gleich bei der ersten Begegnung oral erfreut. Und da regen sich die Leute auf, dass Captain Jack umtriebig wäre...;)

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


    5thdoc2nddoc8thdoc11thdoc9thdoc4thdoc10thdoc1stdoc6thdoc3rddoc7thdoc

  • Wieso diese Folge in den "Worst of Doctor Who"-Listen auftaucht kann ich nicht verstehen, ich finde, sie sollte vielmehr in die "Best of Doctor Who"-Listen aufgenommen werden.


    Dass es in der Folge "zur Sache" geht, wird schon in der ersten Folge deutlich, als ein armer Tropf in ein tiefes Loch geworfen wird. Aber quasi um dieser bedrhlichen Szene entgegen zu wirken, wird in die Tardis umgeblendet, wo Romana typisch weibliche Charakteristika offenbart (nicht, was ihr schon wieder denkt!) und dem Aufräumfimmel verfällt, womit sie dem Doctor den ganzen Spaß verdirbt, sich von K-9 die Abenteuer von Roger Rabbit vorlesen zu lassen.


    Aber auch ihre Entführer auf Chloris (doch leicht tumbe Gesellen) haben nicht viel Freude an ihr, die Szene, als sie, noch gefesselt, diesen zeigt, wer hier der Boss ist, ist einfach zum Niederknien.


    Später zeigt der Doctor taktisches Geschick, als er sich selbst in die Grube stürzt, um Romana für Lady Adrasta (eine herrlich fiese Schurkin, allerdings war ihre erste Dienerin noch "besser") nicht entbehrlich werden zu lassen. Gut, dass er die "passende"Lektüre dabei hatte …


    Organon ist in der Tat ein weiterer Charakter, den ich gerne als Companion erlebt hätte, aber immerhin hatte er zum Schluss der Folge seinen sozialen Status ziemlich verbessert.


    Wobei ja eigentlich schon die extrem gefährlichen "Wolf Weeds" oder die mit Abstand schmutzigste Szene der Who-Historie allein die Höchstnote wert wären. Glaube jedenfalls nicht, dass es viele andere Folgen geben wird, in denen der Doctor wildfremde Aliens gleich bei der ersten Begegnung oral erfreut. Und da regen sich die Leute auf, dass Captain Jack umtriebig wäre...;)


    Ich muss zugeben, als die Kreatur, von der man ja noch nicht wissen konnte dass es sich dabei um einen höchst ehrenvollen Botschafter handelt (was ein bisschen an Horta aus TOS erinnerte), dass erste Mal auftauchte, dachte ich, dass es sich dabei um ein Requisit aus einem Laden für "erwachsenen Spaß" handelt ...
    Und ich dachte immer, Captain Kirk hätte den "größten":


    Auch ich kann nicht anders, als ein SUPER zu geben!

  • Ich stimme den beiden Vorpostern insoweit zu, dass The Creature from the Pit einen offenbar unverdient schlechten Ruf hat. Ich vermute, dass könnte am Erscheinungsbild der Kreatur liegen, die auf der nach unten offenen Richterskala der Peinlichkeit sehr locker einen Wert von drei Myrka erreicht.


    Als ich Erato das erste Mal sah, dachte ich: "Verdammt, was würde Freud jetzt dazu sagen." Und dann dachte ich: Das muss den Machern doch aufgefallen sein, dass das Monster bei seinem ersten Auftritt wie ein großer, grüner schlaffer Luftballon mit Phallus aussieht."


    Dem Bonusmaterial durfte ich dann entnehmen, dass es den Machern sogar sehr aufgefallen ist. Es wird von hysterischen Kicher- und Lachanfällen berichtet. Und meine Hochachtung gilt hier Tom Baker, dem vermutlich übermenschliche Selbstbeherrschung abverlangt wurde, als er bei diesem Anblick den Satz "Hello, my friend!" liefern musste. Und ich weiß nicht, ob er noch in der Rolle war, wenn er dabei über das ganze Gesicht strahlte.


    Später wurde Erato optisch überarbeitet, er bekam noch eine Klaue und noch ein paar Rüssel verpasst. Optisch war er damit immer noch ein einziger Betriebsunfall, aber ich vermute, damit wurde die Produktion gerettet, weil keiner mehr pubertäre Lachanfälle bekam. Die arme Frau, die das ganze Ungetüm von innen bedienen musste, erzählt im Bonusmaterial, dass sie Erato nach Abschluss der Arbeiten noch einmal besonders liebevoll zu Leibe gerückt ist, und zwar mit einer großen Schere.


    Bei all dieser unfreiwilligen Komik gerät dann natürlich in den Hintergrund, dass es sich hier um eine runde und gelungene Geschichte handelt mit sehr viel freiwilliger und vergnüglicher Komik. Herr Duck und Michael_Who haben da ja bereits alles gesagt. Wie Adastra ihr Monopol erhalten will, und dabei die Existenz ihres eigenen Planeten und das Wohlergehen ihres Volkes riskiert, das hat sich hier schön aufgefaltet. Und es zwar klar, dass das Monster hier gar nicht das Monster ist, aber das ändert nichts daran, dass die Geschichte dann doch mit ein paar schönen Wendungen aufbot. Ein Wermutstropfen ist dabei das Ende, das etwas herangepappt wirkte. Und ich habe meine Probleme, was das Aluminium mit dem Ablenken des Sterns zu tun haben soll. Aber was solls?


    Schauspielerisch ließ diesmal ließ der Gastcast nichts anbrennen: Das absolute Glanzlicht war hier für mich auch Organon, der Seher. Jeder Satz von ihm war ein Fest. Es war unbezahlbar, wie er dem Doctor von seinem Beruf erzählte und wie sehr er sich vor Adastra fürchtet. In der dritten Episode bewies er dann schlagartig Mut und gesunden Menschenverstand. In der vierten Episode lieferte er wieder Komikglanzlichter: Er beschwert sich lautstark darüber, dass der Doctor ihn hätte über die Klinge springen lassen würde und liefert wieder eine Probe seines prophetischen Könnens. Großartig!


    Auch Lady Adastra wusste zu überzeugen als machtgierige Bösewichtin ohne Weitblick, der immer mehr die Situation entgleitet und am Ende nur noch aggressiv und hysterisch ist. Ich fand es unbezahlbar, wie sie versuchte, in der Höhle die Kontrolle zu behalten, und sie von der Situation im wahrsten Sinne des Wortes überrollt wird. "Ziele mit K9 an die Wand" ist von unüberbietbarer Komik.


    Die Wilden Kerle und Karela fand ich eher überflüssig, was besonders für Karela gilt, die nichts zur Geschichte beitrug. Die wilden Kerle waren da noch interessanter, die stellten einen Gegenpol zu Adastra und ihrem Machtanspruch dar. Und während Adastra komfortabel residiert, hausen die primitiv im Wald. Da sind der Doctor und Romana wohl in einer matriarchalen Gesellschaft gelandet, immerhin hält Adastra Romana ja zuerst für die Chefin vom Doctor. Abgesehen von den Machtverhältnissen sind die Unterschiede aber nicht so groß. An Gewaltbereitschaft und Gier und Dummheit geben die sich nichts.


    Und überhaupt Matriarchat, was war da denn noch? Zuerst staucht Romana den Doctor zusammen, weil der nicht aufräumen will. Und Adastra läßt ja wirklich nur Männer in die Grube werfen und grüne Phallusluftballons. Romana staucht später die wilden Kerle zusammen, weil die keine Manieren haben. Alles nur Ansätze, gemacht wurde nichts daraus. Aber was soll man davon halten, und was würde Freud dazu sagen? Bevor ich weiter darüber nachdenke, gebe ich der Folgelieber ganz schnell ein Gut.


    Zum Abschluss noch eine kleine Anmerkung: Herr Duck erwähnte, dass der Doctor K9 aus Roger Rabbit vorliest. Da hat sich Herr Duck sicher nur vertan und meinte in Wirklichkeit Peter Rabbit von Beatrix Potter.


  • Zum Abschluss noch eine kleine Anmerkung: Herr Duck erwähnte, dass der Doctor K9 aus Roger Rabbit vorliest. Da hat sich Herr Duck sicher nur vertan und meinte in Wirklichkeit Peter Rabbit von Beatrix Potter.


    Herr Duck schämt sich ... (er hatte sich ein paar Tage zuvor "Roger Rabbit" angesehen ... was man ihm ja nicht verdenken kann, dass er ihn sich immer wieder mal ansieht, schließlich hat er ja großzügigerweise den Film dadurch veredelt, dass er in einer Szene mitspielt - und zwar ohne Gage dafür verlangt zu haben)


    Die arme Frau, die das ganze Ungetüm von innen bedienen musste, erzählt im Bonusmaterial, dass sie Erato nach Abschluss der Arbeiten noch einmal besonders liebevoll zu Leibe gerückt ist, und zwar mit einer großen Schere.


    Was würde Freud wohl DAZU sagen? :whistling:


    Und ich habe meine Probleme, was das Aluminium mit dem Ablenken des Sterns zu tun haben soll. Aber was solls?


    Fällt wohl unter die Kategorie "Technobabble". Aber wie du sagtest, was solls? Wer Wert auf wissenschaftliche Exaktheit legt, wird bei 99.9% aller SF-Serien enttäuscht :D

    Einmal editiert, zuletzt von Herr Duck ()

  • Ich vermute, dass könnte am Erscheinungsbild der Kreatur liegen, die auf der nach unten offenen Richterskala der Peinlichkeit sehr locker einen Wert von drei Myrka erreicht.


    Einspruch! Ein Lächerlichkeits-Wert von drei Myrka ist völlig unmöglich, weil nichts und niemand lächerlicher als ein Myrka sein kann:



    Der/die/das arme Erato kriegt also maximal 0,8 Myrka von mir. Eindeutig unlächerlicher:


    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


    5thdoc2nddoc8thdoc11thdoc9thdoc4thdoc10thdoc1stdoc6thdoc3rddoc7thdoc

  • Da gibt es eine Grube ("we call it The Pit") und eine Kreatur ("we call it The Creature"), und jegliche weiterführende Neugier verbietet sich, wie Lady Adrasta dem Doktor erklärt, denn es gebe nur zwei Arten von Menschen: diejenigen, die wissen, wie die Kreatur aussieht, und die, die noch leben... Komische Geräusche und grünes Licht sind anfangs alles, was WIR von der Kreatur Erato sehen, und das war auch besser so. Der grüne Wabbelball ist mehr monströs als Monster, ich errechne hier exakt 0,99 Myrka, also ganz dicht am nicht zu übertreffenden Grenzwert ;) Etwas ärgerlich ist erstens, dass K9 hier eigentlich nur als tragbare Waffe benutzt wird, statt auch mal ein Problem pfiffig lösen zu dürfen, und zweitens diese "Schubs-den-Stern-weg"-Gigantomanie - eher für New Who typisch als für Classic Who, ist am Schluß sowieso unnötig angehängt, als im Prinzip alle Fronten geklärt sind. Trotzdem muss ich für soviel Spaß mindestens ein "Gut" vergeben. Die Darsteller sind durch die Bank klasse: der schummelnde Astrologe, die allzu machtgierige Lady Adrasta, der Peitschenaugust mit dem rollenden Kampfgrünzeug, eine wirklich hinreißend aussehende Romana, die in überzeugender Art und Weise die verdatterten Räuber an die Wand redet, und selbstverständlich Tom Baker, der sich kopfüber in die Grube stürzt, wie es nur ein Serienheld mit Vertrag für die Fortsetzung vermag ("Have you got a plan?" - "Plan?").

  • Zitat

    grüne Wabbelball ist mehr monströs als Monster, ich errechne hier exakt 0,99 Myrka, also ganz dicht am nicht zu übertreffenden Grenzwert


    Dass ein Wert von 1 Myrka nicht übertroffen werden kann, behauptet nur Michael_Who. Und seine Begründung war: Weil das eben nicht geht. Ich dagegen bin der Meinung, dass es durchaus möglich (wenn auch schwierig) ist, den Wert von 1 Myrka zu übertreffen. Und der grüne Wabbelball mit Sonderausstattung hat für mich den Wert von 1 Myrka getoppt. Eindeutig lächerlicher als der Myrka mit seinen Stiefeln... Wobei ich mich ja frage, wieviel Myrka wohl die Schaumstofftüren bei Warriors of the Deep bekommen.

  • Beim Schauen dieser Folge fällt mir gerade wieder etwas auf: Kann es sein, dass der 4. Doctor in seinen späteren Staffeln zunehmend in seine Sätze gerne mal ein "Hmm?" einbaut, ähnlich wie es der 1. pflegte? ;) Sagt mir, wenn ich mir das einbilde, aber das kommt mir schon seit ein paar Folgen so vor...

  • Schon allein das der Doctor dem großen grünen Schwabbelsack mit seinem mächtigen, dicken langen Schniedel einen Blowjob verpasst bekommt die Folge satte 7 Punkte !!! Was hat sich der Autor David Fisher denn dabei bloß gedacht? :lach:


    Das aber The Creature from the Pit ein kleinwenig "versaut" daherkommt, hat manch ein YouTube-Künstler zu solchen Videos inspirieren lassen.


  • Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschliessen: eine völlig unterschätzte Folge!


    Ich habe mich durchweg köstlich amüsiert, und ob die Komik der Folge stellenweise gewollt war oder nicht, ist mir letztendlich ziemlich egal - so oder so, ich habe sehr gelacht.


    Insgesamt fand ich die Folge sehr Monty Python. Grandios, diese Sprüche wie "We call it... The Creature!" Das hatte was von "There are some who call me... Tim!" Super.


    Den Doctor fand ich herrlich schrullig, und Romana II finde ich sowieso super. Für mich ist sie ein idealer Companion: intellektuell mit dem Doctor auf Augenhöhe, aber unerfahren genug, damit der Doctor ihr noch etwas vom Universum zeigen kann. Und sie bekommt hier den total überlegenen Time Lord ganz toll hin, vor allem, als sie den Banditen befiehlt, sie frei zu lassen.


    Die Nebencharaktere waren durchweg gut besetzt, und sogar Adastra, die eigentlich wahnsinnig überzeichnet war, war in ihrer Klischeehaftigkeit schon wieder gut.


    Das Monster... naja. OK. Das ist ein Schwachpunkt. Wobei, ich mochte eigentlich auch den Myrka, eben WEIL er so trashig war. Aber als Erato das erste Mal auftauchte, war ich doch etwas irritiert. Und übrigens: der Wert von 1 Myrka kann durchaus überschritten werden. Erato ist mindestens 1,5 Myrka. Aber wie eben auch beim Myrka fand ich das so schlecht, dass es schon wieder witzig war.


    Dass die Folge bei mir trotz der durchaus offensichtlichen Schwächen gut weggkommt, hat damit zu tun, dass ich einfach die ganze Zeit den Eindruck hatte, dass sie sich selbst absolut nicht ernst nimmt. Und genau das liebe ich an Doctor Who!


    Richtige Abzüge gibt's nur für K9, dessen Stimme ich wirklich unerträglich fand.


    Aber ansonsten: super. 8,5 Punkte.

  • Eigentlich wollte ich gar nichts schreiben, da alles erwähnenswerte oben bereits angeführt ist, aber dann fiel mir doch auf, dass etwas wichtiges fehlt: Wieso hat hier denn noch niemand etwas über Romanas Kleid geschrieben? Dieses heiße Teil - vor allem als sie im Gegenlicht steht - ist durchaus eine extra Erwähnung wert! 8o


    Und ich mochte Erato... irgendwie hab ich ne Schwäche für diese trashigen Billigaliens. :whistling:


    Insgesamt gibts ein 'gut'.

  • Auch wenn das Ende seltsam war.
    Haben die da wirklich Aluminium um einen Neutronenstern gewickelt? Das müsste doch von der Masse aufgesaugt werden.
    Aber was solls.... die Folge war gut. :)


    Ich finde es nun nicht berechtigt sie zu den Worst Folgen zu zählen.
    Alleine schon die Idee das Dinge wie Eisen auf einem Planeten der kaum Metalle hat unglaublich wertvoll werden fand ich mal sehr gut. Zeigt es doch wie relativ alles ist.
    Würden bei uns Diamanten wie Kieselsteine überall im Boden rum liegen wären die ja auch nichts mehr wert.

  • Ihr habt ja hier schon alles gesagt. Super, eindeutig! Und damit besser als City of Death, vor allem kurzweiliger. Die Folge werde ich demnächst sicher mal Leuten vorführen, die Classic-Who noch nicht kennen (nicht irgendwem, sondern SchleFaZ-gestählten Spezialisten).

    "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)