Sneaky Pete Staffel 1 (Serie, Amazon Video, 2015)
In Sneaky Pete versucht der ausweglose Hochstapler Marius seiner Vergangenheit zu entkommen, indem er die Identität seines Zellennachbars Pete annimmt und ein „Wiedersehen“ mit Petes Familie feiert. Diese hat Pete jahrzehntelang nicht mehr gesehen und deshalb keinen Grund, Marius nicht für den verlorenen Familienangehörigen zu halten. Als ein Gangster seinen Bruder kidnappt, muss Marius einen Weg finden, ihn zu befreien und gleichzeitig sein Lügenkonstrukt aufrecht zu erhalten. Unterdessen entpuppen sich seine neuen „Verwandten“ als bunte Truppe. Sie bieten ihm einerseits das Familienleben, das er selber nie hatte. Andererseits haben sie selbst ebenfalls Geheimnisse und Lügen, die Marius ihn eine Welt zu ziehen drohen, die mindestens so gefährlich ist wie die, vor der er gerade flieht.
Auf dieser ziemlich interessanten Prämisse baut die Serie auf und schafft es dadurch eine recht spannende Geschichte über (vorerst) 10 Folgen aufzubauen. Die Nebencharaktere von Pete's Familie bleiben leider bis auf seine Großeltern ziemlich blass und auch Bryan Cranston ist in seiner Hauptrolle als Gangsterboss Vince, der lieber stundenlange Reden schwingt, anstatt tatsächlich einmal etwas zu tun, recht verschenkt. Von Folge 2-7 dümpelt die Geschichte so zwischen durchschnittlicher Kost und gutem Fernsehen vor sich hin, mal interessanter, mal weniger interessant, aber spätestens ab Folge 8 reisst es einen richtig mit. Das Staffelfinale und die Folgen davor sind grandiose Fernsehunterhaltung, die unglaublich viel Spaß machen. Bin mal auf Staffel 2 gespannt, die wohl wieder mit einer ganz anderen Prämisse startet. Der "Cliffhanger" am Ende der ersten Staffel wirkte aber bis jetzt sehr gewollt.