• Bewertung der Folge 11

    1. Super (2) 18%
    2. Gut (3) 27%
    3. Durchschnitt (4) 36%
    4. Ausreichend (1) 9%
    5. Schlecht (1) 9%

    Auf dem Planeten Tigella ist die gesamte Zivilisation abhängig von einer Energiequelle unbekannter herkunft, dem ominösen Dodecahedron, über dessen Urprung sich zwei Gruppierungen streiten, die religiösen Deons und die mehr wissenschaftlich orientierten Savants. Als der Streit zwischen diesen beiden Parteien zu eskalieren droht, ruft der Führer des Planeten, Zastor, seinen alten Freund den vierten Doctor zu Hilfe. Dieser ist auch sofort bereit zu helfen und macht sich zusammen mit Romana II und K-9 auf den Weg - gerät aber in eine Zeitfalle, die Meglos, seines Zeichens letzter Überlebender des PlanetenZolfa-Thura ihm gestellt hat, um in der Zwischenzeit in der Gestalt des Doctors besagte Energiequelle zu stehlen ...

    Meglos war die zweite Folge der 18. Staffel "Doctor Who" und bestand aus vier Einzelepisoden zu je 25 min, welche zwischen dem 27. September und dem 18. Oktober 1980 erstmals ausgetrahlt und dabei von 4.7 Mio bis 5.0 Mio Zuschauern verfolgt wurden.



    ***


    Eine Episode mit einer Mischung aus Anspruch und relativ hohem Trah-Faktor.


    Wenn die Tardis in die "chronic hysteresis" (eine Art Zeitschleife) gerät, und sich alles wiederholt - wie können der Doctor und Romana sich dessen bewusst werden und innerhalb der Zeitschleife Handlungen vornehmen, um sich aus ihr zu befreien? ... Dazu muss man wohl ein Timelord bzw. eine Timelady sein :schulter:


    Die Raumpiraten, die Meglos bei seinen gar üblen Machenschaften unterstützen tragen Kostüme, die noch aus dem Fundus der "Flash Gordon"-Serials zu stammen scheinen und zeichnen sich durch einen derart niedrigen IQ aus, dass man sich fragt, wie sie ohne fremde Hilfe in ihre Stiefel kommen ... wie sie in der Lage sind ein Raumschiff zu steuern, darüber denkt man lieber erst gar nicht nach


    Romana muss sich im "wilden Dschungel" des Planeten des Angriffs einer carnivoren Riesentulpe erwehren und lockt später Piratenkapitän Grugger und seine tmben Toren in das Blumenbeet des Todes ... (Ich muss mir unbedingt mal wieder "Day of the Triffids"/"Blumen des Schreckens" ansehen)
    Da man anscheinend kein passendes Monsterkostüm für den eigentlichen Körper von meglos zur Verfügung hatte, verwndete man einen ... KAKTUS! Einen echten, kleinen Kaktus von der Sorte, wie auch ich einen auf der Fensterbank stehen habe. (Noch jedenfalls, der sieht mich in letzter Zeit so verdächtig an ...)


    Das klingt jetzt vielleicht eher abschreckend - aber es macht großen Spaß, sich die Folge anzussehen und sie bekommt von mir ein starkes GUT (Immerhin kann man Tom Baker in einer Dppelrolle bewundern, einmal als Doctor und einmal als sein böses Double)


    PS: Die beste Szene hat am Schluss der arme auf dem Weg zur rbeit entführte Erdling, der zwischenzeitlich Megls seinen Körper zur Verfügung stellen musste und sich nach all den überstandenen Schrecken fragt, wie er das seiner Frau erklären soll - und es dann sehr erleichtert zur Kenntnis nimmt, als der Doctor ihm erklärt, er könne ihn zu einem Zeitpunkt zurück bringen, bevor er entführt wurde.


  • Dieser Folge sieht man es ganz klar an, das sie ursprünglich zur eher albernen 17. Staffel zugehören sollte. In die seriöse 18. Staffel passt sie einfach nicht rein, wodurch das Ganze umso mehr wie eine Parodie herüberkommt. Der sprechende Kaktus gehört wohl zu den peinlichsten Sachen, die die Serie jemals anbot. Dazu die übertrieben blöden Piraten, die ganze Rumrennerei...


    Ironischerweise wurde Meglos jedoch eventuell die Folge, die am längsten im allgemeinen Gedächtnis blieb von dieser Staffel: Bei Madame Tussaud's gab's nicht nur den 4. Doctor, K9 und die TARDIS zu bestaunen, sondern auch der Doctor mit Kaktus-Kopf.

  • Ausreichend. Die Sache mit dem bösen Doppelgänger hatten wir erheblich besser in "Enemy of the World" (mit Patrick Troughton). "Meglos" ist weder richtig spannend, noch richtig witzig, noch sonst was. Die Charaktere sind alle ziemlich platt, ob nun die Piraten, Savants oder Deons. Und ein sprechender Kaktus ist sogar mir zu trashig :rolleyes:

  • Och, ich fand's jetzt nicht so schlecht. Der grössenwahnsinnige Kaktus als Gegner hatte was. Natürlich war auch sein Plan zur Übernahme der Herrschaft über das Universum grandios bescheuert, aber das ist man bei Doctor Who mittlerweile gewöhnt.


    Über den Durchschnitt gezogen wird die Folge vom tollen Zusammenspiel zwischen Doctor und Romana. Die beiden sind einfach das perfekte Team. Und wir sehen Jacqueline Hill wieder! Darüber habe ich mich besonders gefreut. Gut gefallen hat mir auch der Erdling, der sich am Ende Sorgen darüber macht, was die Frau wohl sagt, wenn er wieder nach Hause kommt.


    Der Rest war relativ unspektakulär, aber auch nicht schlecht.


    Klar war's keine Knaller-Folge, aber für ein "gut" reicht's immer noch.

  • Meiner Meinung sind die Geschehnisse in der Zeitschleife ganz "okay". Die Time Lords sind doch "sensible" für Zeitvorkommnisse (Bsp.: City Of Death bzw. Invasion Of The Dinosaurs). Verwunderlich ist aber, dass sie nichtsdestotrotz immer zuerst das gleiche sagen mussten?! Verwirrte mich am meisten, dass sie erst ihren Standarttext sagen mussten und DANN erst das tun konnten, was sie wollten. Doch im großen und ganzen fand ich Meglos wirklich nicht schlecht. Die Idee eines gelangweilten Kaktus das Universum zu regieren, weil er nichts zu tun hat, fand ich wirklich lustig. Zudem fand ich das Priestervolk mit unserer BARBARA ;( super - nur war ihr Tod seeeehhhhhhrrr plötzlich. Der Doctor in einer Doppelrolle! Sehr toll den Bösewicht gespielt. Obwohl ich es komisch fand, wie der Kaktus das alles Planen konnte - ohne Arme ... wie konnte er diese Räuber da kontaktieren? oO Von mir ein "GUT" und ich muss sagen, dass mir die Folge in Richtung Sehr Gut gefiel - ich weiß nicht warum xD

  • Diese Folge habe ich mir lange aufgespart, weil es die letzte Tom Baker Folge war die ich noch nicht gesehen hatte. Irgendwie hatte ich auch etwas Angst davor sie zu gucken, weil mich so ziemlich keine der anderen Folgen der 18. Staffel so richtig begeistern konnte. Umso überraschter war ich, dass mir Meglos ausgesprochen gut gefallen hat.


    Meglos selber fand ich schon mal so eine richtig gute Idee. Ich stelle mir vor, wie John Flanagan und Andrew McCulloch die Story präsentierten: "...und dann ist da dieser böse Typ, der sich verwandeln kann, aber am Anfang ist er einfach nur ein sprechender Kaktus!" :D
    Einfach absurd genial!


    Jeder Bösewicht braucht natürlich auch seine trotteligen Henchmen. Diesen Job haben die Piraten hervorragend erledigt.


    Auch die Ausstattung, die Kulissen, die Tricktechnik und die Masken (vielleicht mit Ausnahme der billigen blonden Kurzhaarperücken) haben mir sehr gut gefallen.


    Die Geschichte war an keiner Stelle langweilig und vollgepackt mit kleinen Details. Der Streit zwischen den religiösen Deons und den wissenschaftlichen Savants, war zwar größtenteils überflüssig, hat der Folge aber ein wenig mehr Tiefe verliehen.
    Einzig den Tod von Lexa (schön Jacqueline Hill wieder zu sehen) fand ich etwas konstruiert und unnötig.


    (Ach ja, und die Sache mit der Zeitschleife... Die Lösung war dann doch etwas arg blödsinnig. Was interessiert denn eine Zeitschleife was man sagt?)


    Tom Baker hat seine Sache als böser Doppelgänger auch sehr gut gemacht, auch wenn er natürlich nicht die Klasse eines Patrick Troughtons als Ramón Salamander erreicht.


    Insgesamt gibt es dafür mal ein glattes "Super" von mir.


    "Die Welt ist echt voll von Arschlöchern, rechtlich abgesicherten Arschlöchern."*
    *Das ist die Meinung des Kängurus und nicht notwendigerweise die Meinung des Autors. (Anm. des Autors)

  • Die Story ist wirklich nicht gut , die Dialoge sind teilweise so lächerlich komisch, dass sie schon wieder gut sind... Dieses ""Well observed, General Grugger! I'm a plant!" wird mir wohl immer im Gedächtnis bleiben :D


    Trotzdem ist sie bei vielen eine der Lieblingsepisoden der Tom Baker-Zeit, obwohl sie thematisch so gar nicht in die 18. (und letzte) Staffel von Tom Baker passte. Den Entropie-Gedanken finde ich durchaus interessant (auf der DVD ist eine kleine Erklärung für die Physik-Unwissenden übrigens), aber so richtig gut hat er eigentlich in keine Folge der 18. Staffel mit Ausnahme von Logopolis gepasst.


    So ganz hab ich das sowieso noch nicht verstanden, woher die Beliebtheit von Meglos bei vielen kommt. Vielleicht die Idee mit dem Kaktus einfach so originell, dass sie so einprägsam ist? Der Doctor als Doppelganger ist natürlich eine nie verkehrte Besetzung ;) Vermutlich liegts auch am eingängigen Namen... Meglos kennen so viele, obwohl sie viele andere Folgen von Baker nicht kennen. An den Quoten kanns auch nicht gelegen haben, die waren eher schlecht für Tom Baker ;)


    "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
    Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
    Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.


    Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
    It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."

    Einmal editiert, zuletzt von Zghuk ()

  • bin jetzt auch hier angelangt...(schaue chronologisch alle Folgen von Doctor Who).
    Normalerweise schreib ich zu Classics aus Zeitmangel (oder Faulheit) immer nur am Ende eine Gesamtbewertung zum jeweiligen Doctor/Ära.


    Aber hier muss ich jetzt mal meinen Senf dazugeben:
    Die ersten 2 Serials der 18 Staffel habe ich also jetzt gesehen.
    Die Folge kann ich nicht mal als richtig schlecht beschreiben. Sie ist schlicht und einfach, sehr langweilig.


    Ich hoffe inständig, dies zieht sich nicht durch die ganze, letzte, Staffel von Doctor No. 4.
    Zudem ist der Sound extrem nervig und aufdringlich, ganz anders als früher.

  • OK, da gehen unsere Meinungen (was ja nicht schlimm ist) auseinander.
    Ich mag eher wenn Doctdor Who "ernst" ist, mit einer Prise britischem Humor, aber nicht umgekehrt.


    Am besten wenn alles in einer Folge ist, was diese aber nicht schafft.

  • Die 18. Staffel ist leider ein Tiefpunkt der Doctor-Who-Geschichte. JNT übernimmt und verpasst dem Doctor dieses scheußliche weinrote Outfit und beginnt mit dieser Fragezeichen-Unsitte.
    Zusätzlich mustert er nach und nach K-9, Romana und schließlich den Doctor aus, womit die Ära der Langzeitdoctoren endet und die Ära der Kurzzeitdoctoren beginnt. Symptomatisch ist, dass die Staffeln immer kürzer werden und wir Companions mit einem hohen Nerv-Faktor bekommen, z. B. Adric. Leider wird es erst mit Sylvester McCoy wieder besser.

  • mh...dann hab ich wohl "schwere Jahre" vor mir.


    ......wobei die Doktoren 5 und 7 immerhin doch 3 Jahre haben? Das finde ich nicht wenig sondern "ok".
    Entspricht doch ungefähr den heutigen Doctoren (sowohl Jahre als auch reine Screentime).

  • mh...dann hab ich wohl "schwere Jahre" vor mir.


    ......wobei die Doktoren 5 und 7 immerhin doch 3 Jahre haben? Das finde ich nicht wenig sondern "ok".
    Entspricht doch ungefähr den heutigen Doctoren (sowohl Jahre als auch reine Screentime).


    Äh, nein. Bei 5thdoc stimmt das noch (der war etwas weniger als 10thdoc und 11thdoc in dieser Rolle), bei 7thdoc leider nicht, weil ab der 2. Staffel von 6thdoc die Screentime halbiert wurde. Und 14 Folgen à 25 Minuten sind weniger als heute. Zum Vergleich: bei 1stdoc und 2nddoc , die auch etwa 3 Jahre dabei waren, waren es um die 40 Episoden pro Staffel.
    Letztlich waren die ersten vier Doctoren deutlich länger auf dem Schirm als alle, die danach kamen.
    Grafisch sieht das so aus:

  • ah danke, sehr schöne Grafik.
    Wobei ja die Doctoren 8 und 9 noch weniger Sceentime haben/hatten.


    Aber stimmt schon......es sind deutlich weniger Stunden als die alten Doctoren.

  • langweilige Folge.....
    Man merkt das der Typische Humor der Vorstaffeln nicht mehr gefragt ist.
    Dadurch wird Tom Baker der Rolle nicht mehr gerecht. Es macht ihn langweiliger.


    Einzig gut fand ich "Kann mal bitte jemand ja sagen" (Als der Stein über den Doktor schwebte)
    und "Das hätte ich sein können". (Um dann genauso einen Schlag in den Magen zu bekommen wie sein Doppelgänger.


    Dieser Kaktusschleim hat mich irgendwie an das Ding aus "S.R.I. und die Unheimlichen Fälle" (Der Tote vom Berg Aso) erinnert. Bereitete mir aber nur in meiner Kindheit schlaflose Nächte.


    Das das Team Baker / Romana so gut funktioniert liegt wohl da dran, das sie im richtigen Leben verheiratet waren.