• Bewertung der Folge 14

    1. Super (2) 14%
    2. Gut (4) 29%
    3. Durchschnitt (7) 50%
    4. Ausreichend (1) 7%
    5. Schlecht (0) 0%


    Nachdem sie ein paar erholsame Tage bei Tegans Großvater verbracht haben, brechen der fünfte Doctor, Tegan und Turlough wieder zu neuen Reisen mit der Tardis auf. Und diesmal landen sie in einer weit, weit entfernten Zukunft, wo sie auf dem Planeten Frontios - wo die letzten Vertreter der Spezies Mensch leben, die dem heimatlichen Sonnensystem entflohen, als die Erde in die Sonne stürzte - eine Notlandung bauen. Auf Frontios sehen sich der Doctor und seine Begleiter nicht nur mit dem Misstrauen der dortigen Führer und einer geheimnisvollen Bedrohung aus dem Untergrund konfrontiert, sondern müssen auch mit dem verlust der TARDIS fertig werden, nachdem diese in einem der regelmäßigen dort niedergehenden Meteoritenrgen zerstört wurde ...


    Frontios ist die dritte Folge der 21. Doctor Who-Staffel und besteht aus vier Einzelepisoden, die vom 26. Januar bis 03. Februar 1984 erstmals gesendet und dabei von 8.0 Mio, 5.8 Mio, 7.8 Mio und 5.6 Mio Zuschauern gesehen wurden.


    ***


    SUPER!


    Frontios fesselt von der ersten bis zur letzten Minute und die Schwankungen in der Sehbeteiligung bei den einzelnen Episoden ist mir unbegreiflich ...


    Es gibt herrliche Interaktionsszenen zwischen der Tardiscrew, so zB am Anfang, als Turlough genüsslich Tegans emotionale Reaktion auf das Schicksal der Menschheit auskostet und es nicht lassen kann, ihr die Fakten haarklein unter die nase zu reiben.


    Später macht er diese gemeinheit aber wieder gut, wenn er den Hutständer aus der TARDIS-Zentrale (dieser hatte die Vernichtung seltsamerweise unbeschadet überstanden) als Geheimwaffe nutzt, um damit die Soldaten von Frontios in Schach zu halten und die Exekution des Doctors zu verhindern ...


    Der Anführer der Menschen, Plantagenet (der dieses Amt von seinem Vater, Captain Revere, übernahm) - interessante Namensgebungen übrigens - und sein oberster Militär Brazen schienen am Anfang typische Vertreter der Sorte "ignorante Besserwisser" zu sein, erwisen sich dann aber als lernfähig und wurden sogar sympathisch, Brazen sogar charismatisch.
    Von Anfang an so ziemlich auf Seiten des Doctors stehend waren der Chefwissenschaftler Range und seine Tochter Norna.
    Ich fände es ja schön, wenn zur Abwechslung mal dieses Klischee von Soldaten und Wissenschaftlern unterbrochen worden wäre, aber man kann ja nicht alles haben.


    Die gesellschaft auf Frontios wurde auch relativ realistisch gezichnet, so gab es neben den unter der herrschaft von Plantagenet an Bord des Raumschiffwracks lebenden Menschen auch solche, die die Sinnhaftigkeit des Systems verneinten und ihr Heil in einem anrchistischen Leben in der Wildnis suchten - und dabei viel von ihrer Menschlichkeit verloren.


    Die eigentlichen Gegner der Menschen waren dann die Tractators mit ihrem Anführer Gravis, die vom Aussehen und besonders von der Kostümqualität irgendwie an die Optera erinnerten. Diese hatten im 20. Jahrhundert bereits die heimatwelt Turloughs heimgesucht, was bei der bevölkerung in tiefes Trauma verursachte, unter dem auch Turlough leidet. Ein interessanter Aspekt dieser Rasse ist es, dass ihre Vertreter eigentlich unintelligent sind, außer in der Präsenz und unter der Kontrolle ihres Anführers Gravis ... ein Fakt, den der Doctor natürlich zu nutzen weiß


    Natürlich gibt es auch bei Frontios einiges Hin und Her durch diverse Tunnel, aber es ist nie ohne Sinn und Zweck und es kommen keine Längen auf.

  • Frontios fesselt von der ersten bis zur letzten Minute und die Schwankungen in der Sehbeteiligung bei den einzelnen Episoden ist mir unbegreiflich ...


    Mittwochs vs. Donnerstags, vielleicht? Ich weiß leider nicht auf Anhieb, was damals Donnerstags auf ITV lief.

  • Ich glaube, das ist die Folge, bei der ich momentan am Meisten auf die DVD-Veröffentlichung warte. Ich weiß nur noch, dass ich sie super fand, aber für eine detaillierte Bewertung möchte ich wirklich erst die DVD sehen... oder jemand muss mir dazu die VHS ausleihen. Mark Stricksons Schauspiel ging an ein paar Stellen mal so gar nicht, das weiß ich noch, aber das ist ja auch nichts neues oder Einzigartiges an der Folge. Dafür weiß ich, dass mir hier Tegan (die mal kurzfristig wie ein Kamel als Androide verscherbelt wird) und der Dcotor gut gefielen, und der Doctor vor allem verstärkt seine sarkastische Seite gezeigt hat. Oh, und die Brille kam mal wieder zum Einsatz, was mich recht gefreut hat (und da ich eh schon als Fangirl verschrien bin: Seine Haare waren hier extrem flauschig :love: );), aber vom konkreten Plot weiß ich wirklich noch wenig, außer, dass der "der Boden frisst Menschen!"-Plot spannend und diese Maschine, in die die Schnecken die Minenarbeiter reinstecken, wirklich gruselig (im guten Sinne) war. War daher wohl eher die Atmosphäre und einige Detailszenen, die mich überzeugt haben.


    Bitte schnell die DVD! :D

  • War jetzt ehrlich gesagt von der Folge nicht so begeistert. Ich hatte sie "damals" in dem VHS Doppelpack mit "The Awakening" gesehen und fand letztere schon besser. Highlight für mich war bei Frontios das Peter Gillmore (Onedin Line-schaut einfach bei Google nach) mitspielt.


    Auch das der "Tronfolger" Plantegenet heißt finde ich eine sehr hübsche Anspielung hier (Schaut doch mal bei Shakespeare nach- Richard III). Anscheinend hatte der Autor eine Schwäche für "klassische" Namen, der Kapitän des Schiffes heißt Revere (siehe Paul Revere)

    Das entspricht nicht Ihrer Sicherheitsstufe, Bürger. Melden Sie sich umgehend zur Terminierung. Einen schönen Tag, der Computer ist Ihr Freund.


    Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn

  • Die Benutzung der Brille kommt davon, dass diese Folge, wie Castrovalva, von Christopher H. Bidmead geschrieben wurde. Er sah den 5. Doctor immer als "an old man in a zoung man's body".

  • Die DVD ist inzwischen da, und "Frontios" finde ich GUT. Der eng begrenzte Ort in der Kolonie unterhalb des gecrashten Raumschiffs mit den Tunneln sieht überdurchschnittlich glaubhaft aus und hat Atmosphäre. Da nur wenig Energie zur Verfügung steht, ist die Beleuchtung trübe, alles wirkt etwas älter und abgenutzt. Die unterirdisch wohnenden dicken Insekten sehen halt aus, wie damals so etwas dargestellt werden konnte, aber innerhalb einer ernst zu nehmenden Geschichte ruinieren sie diese keineswegs. Ihre Strategie ist sehr langfristig angelegt, aber nachvollziehbarer als manch anderer Invasionsplan. Etwas überzogen ist hingegen die Darstellung Turloghs, der erst wie eine Marionette mit gerissenen Strippen die Glieder von sich streckt, starren Blicks vor sich hin sabbert, aber 5 Minuten wieder einsatzbereit ist - ich hätte gedacht, er verbringt den Rest der Episode in der Gummizelle :D

  • So richtig Spass gemacht hat mir das nicht. Ich kann zwar wenig wirklich Schlechtes an der Folge finden, aber auch nichts herausragend Gutes.


    Irgendwie plätschert das Ganze so vor sich hin, ist nicht besonders interessant und auch nicht grossartig spannend.


    Tegan finde ich sowieso grauenvoll, und Turlough, den ich ja sonst sehr gerne mag, ging mir hier ziemlich auf den Zeiger. Das Overacting war einfach zu krass. Schön waren dagegen die Nebencharaktere. Ich mochte vor allem den Chief Scientist (obwohl ich seinen Namen schon wieder vergessen habe), aber auch Plantegenet. Und der Cliffhanger, bei dem die fiese Maschine auftaucht, war gut.


    Aber sonst... wirklich nicht überzeugend.


    Eigentlich habe ich dazu tendiert, 5 Punkte zu geben, weil die Folge so fürchterlich durchschnittlich ist. Aber für die netten Nebencharaktere und den Cliffhanger leg ich noch einen Punkt drauf. Also insgesamt 6 Punkte.

  • Puh, war das wieder anstrengend.
    Ein paar gute Szene waren ja dabei, aber insgesamt...
    Und dann sieht man sich die Extras an und erfährt, welche Hindernisse der Produktion wieder mal im Weg standen und wie man unter Zeitdruck auch die schlechtesten Szenen noch akzeptiert hat...
    Und natürlich hat auch niemand mal Stop gerufen, als es jemandem hätte auffallen müssen, dass das Drehbuch doch etwas zu ambitioniert für die Produktion sein könnte...


    Okay, vielleicht hätte es auch geholfen, die Geschichte nicht in zwei Sitzungen sondern in vier wie es gedacht war, zu sehen.
    Dann wäre einem zumindest die in endlos Schleife laufende grässliche Hintergrundmusik nicht so sehr auf die Nerven gegangen.

    "We eat Gods for breakfast!" - Egon Spengler - Ghostbusters, the Video-Game


    "People shouldn't be afraid of their government. Governments should be afraid of their people."
    — Alan Moore (V for Vendetta)

  • Im Großen und Ganzen hat mir Frontios gefallen.


    Negativ: Dazu muss ich allerdings auch sagen, gegen Ende verliert die Geschichte ne Menge Qualität, es wirkt alles sehr... chaotisch? Was zu erwarten ist, wenn jeder glaubt die Obrigkeit wäre tot, der Teil ist sogar noch nachvollziehbar. Was nicht so viel Sinn macht sind die Tractators, bei denen weder irgendwann mal erklärt wird, warum sie Menschen in ihre Technologie stecken müssen, noch wo ihre scheinbar telepatischen Kräfte und der Gravity Stuff herkommen. Über das Aussehen von Gravis und Co. hülle ich lieber den Mantel des Schweigens... (The Web Planet lässt grüßen). Und es geht mal wieder fröhlich hin und her, und wieder zurück, dann hat einer ne fixe Idee, also nochmal dahin... klassisch, aber nicht gut. Turlough war mal wieder ne Zumutung, der Junge kann einfach nich schauspielern, da liefert selbst Liz Sladen bessere "Besessen/Irre/Trauma/[...]"-Szenen ab.


    Positiv: Der Doctor und Tegan. Allein die Szene als der Doctor sie als fehlerhaften Androiden verkaufen will: Herrlich! Aber auch insgesamt wirkt der Davison-Doctor in dieser Folge erstaunlich "souverän" verglichen mit seinen letzten Auftritten und Tegan kann nicht nur böse gucken ( 5thdoc 'and then there is the accent, of course') sondern weiß sich auch in schwierigen Situationen gut zu helfen. Die Nebencharaktere waren erstaunlich nett gemacht, LERNFÄHIGE Leader, wann sieht man denn sowas mal in Doctor Who? Auch wenn das klassische Militär vs. Scientist-Schema einen noch besseren Eindruck verhindert, sowohl schauspielerisch als auch in Sachen Charakterisierung gute Arbeit.


    FAZIT: Frontios fängt gut an, lässt aber leider auch stark nach
    5/10 Pkt. - 'DURCHSCHNITT'
    PS: Wann verschwindet Turlough endlich? Adric war ja ein Witz dagegen.

    I have a new destination. My journey's the same as yours, the same as anyone's.
    It's taken me so many years, so many lifetimes but at last I know where I'm going... Where I've always been going:
    Home... The long way 'round


    1stdoc 2nddoc 3rddoc 4thdoc 5thdoc 6thdoc 7thdoc 8thdoc Wardoc 9thdoc 10thdoc 11thdoc 2_1Doc

  • Eine interessante Geschichte mit interessanten Wendungen. Eine bzw. die letzte Erdkolonie, die aus einem unbekannten Grund auf einen wenig gastlichen Planeten notlanden muss, von einem Minderjährigen angeführt wird in einer monarchichen Tradition und unter direkter Militärherrschaft steht. Ein unbekannter Gegner, mit dem die Menschen im Krieg sind. Ein gutes Setting für das Auftreten des Doctors also ;) Die Wendungen zu den Assel-Wesen ist unerwartet und die Spannung wird von jeder Episode gehalten.


    Man sieht der Geschichte auch nicht zwingend an, dass die eigentliche Geschichte wohl über das Budget ging laut Bidmead. Turlough hatte einen etwas größeren Part als Companion, wobei ich seine platte Rolle da nun nicht so interessant fand, Tegan hingegen war sehr gut für ihre Rolle eingesetzt, auch und vermutlich weil sie im Hintergrund stand. Auch die Idee, dass die TARDIS mal nicht so schnell erreichbar ist und der Doctor sich mit dem Verlust abfinden muss, war interessant und gut geschrieben. Die


    Was ich jetzt nicht so gut an der Geschichte war, die doch recht simple Auflösung: Ah, die Assel-Wesen sind harmlos, wenn nicht der Anführer körperliche Nähe zu ihnen hat? Super, dann setzen wir den Anführer mal woanders aus (und lassen ihn dort verhungern?). Auch dass Turlough dieses Geheimnis grad mal so einfach einfällt, ist dann doch etwas schade, weil es zu billig rüberkommt. Den gleichen billigen Trick sieht man auch im Zusammenhang mit dem Wiederfinden der TARDIS. Nungut, es war die 4. Episode und es musste schnell gehen, aber etwas glaubwürdiger hätte es dann doch geschrieben werden können.


    Insgesamt für mich trotz des nicht so gut geschriebenen Endes eine gute Geschichte für mich. Vermutlich ist das von der Idee der Geschichte her zu gut bewertet, aber mir hat die Anlage der Geschichte gut gefallen und sie ist durchgängig unterhaltsam und spannend.



    Im Special gibt es noch paar interessante Informationen, etwa zum Ausstieg von Bidmead, zum Mord eines Schauspielers, der dann schnell ersetzt werden musste, usw. Unter anderem wird da auch erzählt, dass JNT die TARDIS los werden wollte genau wie K-9 oder den Screwdriver. Davison sagt zwar, dass es nur ein PR-Gag war, aber die Aussage von Saward klang da irgendwie anders... naja. Auch interessant, dass die Geschichte, also 4 Episoden, in 6 Tagen in den Studios abgedreht wurde. Das war wirklich schnell.


    "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
    Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
    Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.


    Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
    It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."

  • Ich muss sagen, ich liebe solche Endzeitszenarien. Und auch bei Doctor Who finde ich es immer große klasse, wenn die Menschheit in ferner Zukunft in einer Art postapokalyptischen Trauma besucht werden. Die Story ist klasse, und William Lucas in der Rolle als Range erinnerte mich vom Aussehen, aber auch von seiner Handlungsweise, an Edward Olmos als Adama in Battlestar Galactica. Vielleicht lag es aber auch nur an der Uniform.
    Auf jeden Fall gibt es ein Super von meiner Seite, wobei der Schwachpunkt diesmal nicht Tegan oder Turlough, sondern der Doctor ist. Tut dem Gesamteindruc aber keinen Abbruch.

  • Als letzte vollständige Klassik-Folge die ich noch nie gesehen hatte hätte ich mir irgendwie was gewünscht, dass nach wenigen Minuten nicht nur noch nebenher lief, während ich sinnlose aber dennoch interessantere Twitter-Beiträge lese.

    Injustice is the rule, but I want justice. Suffering is the rule, but I want to end it. Despair accords with reality, but I insist on hope. I don't accept it because it is unacceptable. I say no.

    - der achte Doctor, Camera Obscura