Man sollte nie in die Falle tappen und meinen, dass die Tat alleine reicht um sich ein Bild zu machen und ein Urteil zu fällen. Schon gar nicht, wenn man sie nur vom Hörensagen und der Bild beschrieben bekommt.
Genau das ist das Problem mit Selbstjustiz. Man hört ne Schlagzeile die verstörend ist, bezieht es auf sich, sein Umfeld, seine Liebenden und zack sieht man rot und bringt solche Parolen vor. Motiv, geistiger Zustand, Zurechnungsfähigkeit, Umstände und eventuelle weitere Ereignisse werden komplett ignoriert, nur um einer Emotion Platz zu machen. Und deswegen ist es gut, dass wir einen Rechtsstaat haben, der versucht, die richtige Konsequenz aus allen Fakten zu ziehen und nicht nur emotionale Schlachtrufe von sich zu geben.
Als konsequenter Gegner der Todesstrafe sehe ich die Einweisung in die geschlossene als Definitiv das beste Urteil an, was man bei dem mir bekannten Infos hätte wählen können. Warum man so einen Rotz von sich geben muss, als wäre er freigesprochen worden, kommt mir nicht in den Sinn...