Lieblingscompanion

  • Ich muss ja sagen, nachdem ich sie bisher als Companion gar nicht auf dem Schirm hatte, hat mich Leela überrascht. Die Frau ist klasse! Ein super Companion. Hart im Nehmen, aber sehr neugierig und mit dem vierten Doktor ein perfektes Team.


    Ja, und dann noch die wechselnde Augenfarbe, weil Louise Jameson mit den braunen Kontaktlinsen nichts gesehen hat. ;)
    Leela wird wegen Romana leider gern vergessen, dabei ist sie die erste Mistress von K-9, mit einem hervorragenden Zusammenspiel. Und Talons of Weng-Chiang ist sowieso mein absoluter Fovorit.

  • Um hier auch noch meinen Senf dazuzugeben :rolleyes:


    Classic Who:
    Sarah Jane
    Romana II
    Sir Alistair


    New Who:
    Clara Oswald
    Rory Williams
    Donna Noble



    Von Clara Oswald war ich am Anfang ziemlich genervt. Na ja, was heißt ziemlich, ich fand sie einfach nicht sonderlich sympathisch und ein kleines bisschen langweilig. Von ihrem Story Arc an sich war ich aber doch recht beeindruckt, auch wenn es natürlich einige offene Lücken gibt. Aber wie ein Vorredner schon gesagt hat, ist es wirklich überraschend wie ein Companion sich durch eine Regeneration verändern kann. Der elfte Doctor war für mich einfach der Pond-Doctor. Die hatten einfach dieses Familienband und Clara kam danach einfach ein bisschen zu schnell. Die Eleven/Clara Zeit ist deshalb auch nicht so meins und ich habe eigentlich schon ab "Hide" auf einen neuen Doctor spekuliert (Schande über mich). Die Capaldi-Clara hat mich mittlerweile aber auf ganzer Linie überzeugt, ob Moffat das mit Absicht gemacht hat – keine Ahnung. Clara ist unabhängig und zeigt das auch, aber in kleinen Gesten und Handlungen. Mir gefällt ihre Art, den Doctor zu manipulieren und zurechtzuweisen, denn das lässt sie ebenbürtig wirken und ich finde so etwas ist wichtig. Derzeit bange ich aber doch ein bisschen um sie, immerhin wurden uns im letzten Special ja mehrere Ausstiegsmöglichkeiten präsentiert und keine davon wurde genutzt. Ich hoffe einfach, dass Clara einen guten Abgang hat und nicht schwer im Magen liegen bleibt. Aber ja, Charakterentwicklung und Umsetzung sind bei ihr einfach Top und deshalb ist sie mein Liebling.


    Rory Williams ist für mich der Star der Pond-Ära. Zuerst hatte ich Angst, dass man uns einen zweiten Mickey vor die Nase setzt, aber glücklicherweise haben sie ihn dann dauerhaft an Bord geholt und ich glaube, dass hat so einige Folgen in Staffel 6 gerettet. Rory wirkt zwar auf den ersten Blick etwas blass und wird von vielen als das fünfte Rad am Wagen bezeichnet, aber für mich ist er einer der stärksten Charaktere der Serie. Er ist ein Ruhepol und diplomatisch veranlagt, scheut sich aber nicht dem Doctor die Meinung zu sagen ("Vampires of Venice" – wie lange habe ich darauf gewartet?). Tatsächlich war ich über Rorys Abgang trauriger als bei Amy, aber das ist einfach mein Empfinden. Für mich war Rory jedenfalls ein ganz toller Companion.


    In der Mitte von Staffel 4 hat mir Donna Noble am besten gefallen. Am Anfang war sie ja recht gewöhnungsbedürftig, aber eine erfrischende Abwechslung zu dem Gesülze das man sich zuvor hatte anhören müssen. Ich hatte zunächst Angst das sie zu wenig Empathie haben oder fehl am Platz wirken würde, was bei einem anderen Doctor sicher auch der Fall gewesen wäre. Ohne Donna hätte ich Ten nicht ertragen und der hat wiederum für meine Sympathien gegenüber ihr gesorgt. Bei Donna fand ich einfach die Charakterentwicklung schön anzusehen und das man mit viel Lärm um nichts auch etwas tun kann. Schrecklich fand ich dann allerdings das Ende, denn das hatte mehr was von einer schlechten Fanfiction und meiner Meinung nach absolut nichts mit einem richtigen Drehbuch zu tun. Lücken ohne Ende, das kleinste Fitzelchen an Charakterentwicklung weg, nur um dann noch mal die uralte Heiratsgeschichte aufzuwärmen. Aber Davies war ja Fan von aufgewärmten Dingen, deshalb gebe ich ihm einfach mal getrost die volle Schuld.



    Sarah Jane Smith’s Auftritt in New Who hat mir eigentlich gar nicht gefallen und das nervt mich immer noch ein bisschen. Wer glaubt dass die Sarah Jane in "School Reunion" mit der richtigen zu vergleichen ist, der verpasst leider viel zu viel. Für mich war sie immer die perfekte Mischung aus Neugier und Tatendrang. Sie hat sich perfekt anpassen können und grundsätzlich diese aufmerksame Offenheit gehabt, die man sich von einem Companion wünscht (ich zumindest). Sie und Pertwee hatten ja schon einen wunderbaren Auftakt, aber Sladen und Baker waren eines der besten TARDIS Dreamteams. Vermutlich hat sie mir auch so gut gefallen, weil sie diesen zurückhaltenden Charme hatte und nicht einfach so in einen Raum gewälzt kam. Das Sladen dann ihre eigene Serie bekommen hat, fand ich deshalb auch angebracht.


    Romana II ist mir ein kleines bisschen sympathischer als die erste Romana. Zwar hat mir bei der die kalte Art besser gefallen, aber die ist ja glücklicherweise nicht gänzlich verloren gegangen. Neben dem Doctor und dem Master hat man einfach noch einen weiteren Vertreter der Spezies intensiver beleuchtet und das was da so beleuchtet worden ist, hat mir ziemlich gut gefallen. Sie war nicht so groß im Menschen lieben wie der Doctor, hat sich dann aber doch darum bemüht sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Mehr von ihr wäre sicher nicht schlecht gewesen, vor allem weil auch sie und Baker wunderbar harmoniert haben.


    Sir Alistair ist und bleibt einer der besten und wichtigsten Companions. Er kam mir immer wie die menschliche Version des Doctors vor. Das irdische Gegenstück zu Gallifrey und ein besseres hätte man auch nicht finden können. Seine Art zu Handeln und das Reden anderen zu überlassen, war einfach super. Ganz anders als andere Companions hat er sich dabei aber keineswegs dumm angestellt oder die Meinung anderer weniger respektiert. Bei ihm hatte man es einfach mit einem Erwachsenen zu tun, der eigene Ansichten und Werte hatte und diese auch gegenüber dem Doctor vertreten hat.




    Aber um mich auch mal zu der Rose/Martha Thematik zu äußern: Kann ich eigentlich nicht wirklich verstehen.


    Mit Rose hat man uns einen der schlimmsten, wenn nicht sogar den schlimmsten, Companion in Doctor Who vorgesetzt. Zwar war sie auch mein erster Companion, einen Sonderstatus hat sie deshalb aber nicht. Natürlich war sie jung und durchschnittlich – genau darauf war Davies ja aus, denn mit einer solchen Taktik fängt man die junge Generation ein. Wäre das zwischen ihr und dem Doctor auf väterlicher Ebene geblieben, dann hätte ich sie akzeptiert. Vielleicht hätte sie sich dadurch sogar auch nur ansatzweise entwickeln können. Mit dieser borderline Pädophilie konnte ich leider überhaupt nichts anfangen. Grundsätzlich war sie ja recht überflüssig (ob das jemand in der Dalek Folge nicht genauso gemacht hätte?) und hat im Doctor das schlimmste hervorgebracht. Über ihren ersten Abgang war ich deshalb auch unglaublich froh, aber natürlich hat Davies seinen Liebling jedem noch ein paar hundert Mal ins Gesicht klatschen müssen. Rose = ganz fürchterlich und ohne Charakterentwicklung (zudem austauschbar, denn Davies hätte statt Donna ja noch mal eine junge Kellnerin ins Rennen geschickt, die sich auch in den Doctor verliebt hätte).


    Martha leidet unter dem post-Rose Syndrom und das hat sie wirklich nicht verdient. Dann können sich die jungen Leute eben nicht mit einer jungen, schwarzen, angehenden Ärztin identifizieren, die ihr Leben im Griff hat und Interesse an einem Typen zeigt, der ihr die Zunge in den Hals gesteckt hat. Man muss sich eben entscheiden – alte Fans halten oder Teenies bespaßen? Martha war tatsächlich wichtig für die Handlung und war in Staffel 3 mehr Doctor als der Doctor selbst. Trotz fürchterlicher Behandlung und üblen Umständen hat sie noch was auf die Beine gestellt und das rechne ich ihr auch hoch an. Natürlich war ich auch genervt von dieser Dreiecksgeschichte, aber bei einem guten Charakter kann ich das schon mal verkraften. Allerdings hat mir auch ihr Ende nicht besonders gut gefallen. Diese Davies Paarungen sind einfach nur Müll (jung + jung und schwarz + schwarz) und auch wenn ich früher zu denen gehört habe, die sich über Begriffe wie „Teenie-Who-Fans“ aufgeregt haben; es ist nun mal so das gerade diese Gruppe Piper und Tennant vergöttert und alles andere danach nur schlecht macht. Traurig aber leider wahr und natürlich ärgerlich für mich, weil ich ja leider auch noch nicht die 20 erreicht habe ||

  • Leela ist großartig! Wer was anderes sagt... siehe Video ;o)


    Hab damals bei BBC Prime (glaube 1996/1997 - war über Premiere empfangbar) zum ersten Mal den 4. Doctor erlebt ab Ende von Talons of Weng Chiang und dann Horror of Fang Rock als erste ganze Folge.
    War auch ein sehr klassisches Feeling, dass man dort nach einer 25-minütigen Folge eine auf Woche auf die Fortsetzung warten musste...


    Die beiden Folgen sind toll - Leela in Höchstform hat mich damals sofort "umgehauen", so wie die Dame im Leuchtturm... :D

    [Externes Medium: https://youtu.be/YKKvHxD_FmI]

    Ein schöner selbstreflektierender Seitenhieb auf die eigene Vergangenheit und die kreischenden Companions.
  • Die Szene ist immer wieder genial :-)
    Wenn man sich die erste Seite dieses Threads anguckt, ist Leela aber trotzdem arg weit hinten in der Abstimmung. Verdient hat sie das ganz sicher nicht!!!

    Gibt eben noch andere großartige Companions: Ian, Barbara, Jamie, Romana...

  • Bei mir kristallisiert sich zunehmend K9 als liebster Companion heraus. Tom Bakers Improvisations-Spiel im Kontext mit den beschränkten technischen Möglichkeiten des Modells ist kongenial und auch symbolisch für die Fähigkeit der Serie aus Nöten Tugenden zu machen.

  • Ich fand K-9 auch super. Leider war es JNTs zweite Aktion, ihn aus der Serie zu streichen, nachdem er den Doctor komplett in Rot eingekleidet und mit lächerlichen Fragezeichen am Hemdkragen versehen hat.
    Obwohl, war der erste Entschluss nicht, Shada nicht zu Ende zu drehen, weil die Serie düsterer werden sollte?

  • Wollte JNT das nicht sogar und man hat ihn nicht gelassen?!

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Als der Streik ab 1. Dezember vorbei war hatte die Aufzeichnung diverser anderer Serien höhere Priorität (unter anderem Weihnachtssendungen und die Fawlty-Towers-Folge "Basil the Rat"). JNT wollte das schon aufgezeichnete Material noch irgendwie retten (unter anderem als zweiteiliges Christmas Special), aber das gedrehte Material war halt größtenteils Gelaber bei Chronotis, der BBC Head of Serials Graeme McDonald hielt nicht viel von der Idee und da JNT auch dabei war K-9 und Romana rauszuschreiben hätte das Ganze sofort gemacht werden müssen, wofür keine Ressourcen da waren (eine Flashback-Folge wollte keiner).


    Quelle: About Time 4

    If someone asked me to write on the sex life of the Eskimo, I’d say ‘That’s always been a particular interest of mine

    -Terrance Dicks

  • Amy Pond und Rory Williams sind einfach unschlagbar! K-9 kommt schon sehr, sehr nah dran, jedoch kann ein Roboter Hund keine richtigen Schauspieler ersetzen... naja... jedenfalls sehr knapp nicht... :dogy9: