11x02 - Invasion of the Dinosaurs

  • Was für eine positive Überraschung! Eine Folge, die auf mehreren Ebenen funktioniert und auf einer völlig versagt (die Effekt-Ebene).


    Aber trotz schlechter Dinos hat die Story hier einiges zu bieten. Atmosphäre, Spionage, Verschwörung, der Verrat eines beliebten UNIT Charakters, Sarah Jane auf einem Fake-Spaceship, uvm.


    Hat mir sehr gut gefallen. Daher ein "super" von mir.

  • Was für eine positive Überraschung! Eine Folge, die auf mehreren Ebenen funktioniert und auf einer völlig versagt (die Effekt-Ebene).


    Aber trotz schlechter Dinos hat die Story hier einiges zu bieten. Atmosphäre, Spionage, Verschwörung, der Verrat eines beliebten UNIT Charakters, Sarah Jane auf einem Fake-Spaceship, uvm.


    Hat mir sehr gut gefallen. Daher ein "super" von mir.

    Das Schönste ist vor allem, weil man am Anfang, als der Doctor und Sarah Jane im verlassenen London landen und unter die Plünderer geraten, noch gar nicht weiß, was eigentlich los ist. Ein echter Invasion-Anfang eben. Und auch der weitere Verlauf ist sehr interessant und wendungsreich, z. B. als sich Sarah Jane auf dem Raumschiff wiederfindet oder wenn offenbart wird, wer so alles zum Verrat gehört.

  • Das ist eine der Folgen, zu denen ich auch die Novelisation gelesen habe, geschrieben von Malcom Hulke. Kann ich sehr empfehlen. Spannend geschrieben.
    (Auch wenn natürlich eine der großen Stärken der Story ja die unvorhergesehenen Wendungen sind, die man alle schon kennt, wenn man die Folge gesehen hat. ;) Bleibt trotzdem spannend.)

  • Funfact zum Whomobile



    Wie dem Making of People, Power and Puppetry zu entnehmen ist, entstammt das Whomobile nicht der Designerabteilung der BBC, sondern Jon Pertwee hat sich das Ding für sich selbst privat anfertigen lassen, ohne irgendjemandem aus dem Produktionsteam darüber Bescheid zu sagen. Dann hat er bei einem Rehearsal zu Barry Letts gesagt, schau mal aus dem Fenster, was da auf dem Parkplatz steht.
    Barry: "Good god, what's that?"
    Jon: "That's the Whomobile."
    Barry: "Can we use it for the show?"
    Jon: "It would break my heart, if not. I paid a fortune for it."


    Viel gefahren ist er damit aber nicht, da gab's immer zwei Probleme:


    Erstens wurde er immer von der Polizei rausgewunken. Nachdem der das Dach hochgeklappt hatte sagten die natürlich immer: "Oh my god, it's you!"
    Jon: "So, what's wrong?"
    Polizist: "You can't drive a hoovercraft on the streets!"
    "It's not a hoovercraft."
    (Polizist guckt unters Auto)
    Polizist: "Right, it's got three wheels. But it's to wide!"
    Jon: "Take your tape measure..."
    (War natürlich nicht zu breit)
    Polizist: "But the lamps are to low!"


    Waren sie dann natürlich auch nicht, alles in allem war es nach den damaligen Richtlinien voll verkehrstüchtig. Etwas über 90 Meilen pro Stunde ist es gefahren, also so knapp 150 km/h, wenn ich richtig umgerechnet habe.


    Zweites Problem war, dass es andere Autofahrer verblüfft und vom Verkehr abgelenkt hat, so dass diese häufig Auffahrunfälle verursacht haben. "We caused mayhem wherever we went."


    ***


    Auch ganz unabhängig von dieser Anekdote finde ich dieses Making Of ausgesprochen gut. Andere bestehen nur aus solchen Geschichtchen oder technischen Details, hier wird hingegen richtig auf den Plot im Zusammenhang mit den damaligen politisch-gesellschafltlichen Hintergründen eingegangen, insbesondere auch auf die von Drehbuchautor Malcom Hulke.


    ***


    Noch eins zu Sarah Smith's Rolle, was hier im Thread, glaube ich, noch gar nicht erwähnt wurde: In dieser Episode wird auch mal die Arroganz vom Doktor und vom Brigadier ihr gegenüber abgewatscht. Sie allein kommt nämlich auf die logische und völlig richtige Spur, dass man doch der Energiequelle mal nachgehen sollte, um den Übeltäter zu finden. Der Brig sagt darauf zwar, er hätte das schon als erstes berücksichtigt, aber bei keinem Nuklearreaktor etwas finden können – und damit war die Sache für ihn und den Doktor erledigt. "Ruh dich mal aus, Kindchen." anstatt dass sie der Spur weiter nachgegangen wären. Sarah hat ja völlig recht, irgenwoher muss die Energie für die Zeitmaschine ja kommen. Großer Pluspunkt für die Rolle und auch fürs Schauspiel von Sladen.

  • Ein eher enttäuschendes Serial. Die Idee, dass irgendjemand Dinosaurier in die Gegenwart bringt und auf London loslässt, ist ja ganz nett, aber es ist mal wieder eine Geschichte, die in den 70er Jahren einfach nicht erzählt werden konnte und sie haben es trotzdem gemacht. Die Effekte sind einfach lächerlich - und dazu kommt, dass die Folge damalige Vorurteile gegenüber Dinosaurien aufgegriffen hat, während sich unter Paläontologen damals bereits die Dinosaurier-Revolution abspielte und man diese Vorurteilte immer schärfer und kritischer hinterfragte.


    Aber die Effekte sind nicht das einzige Problem des Serials. Dinosaurier tauchen also auf einmal mitten in London auf. Wie können diese ganzen Ereignisse spätestens jetzt noch irgendwie geheim sein? Eine der größten Städte der Welt musste evakuiert werden. Da gibt es nichts mehr geheimzuhalten. Anders als bei The Web of Fear kann man hier auch nicht irgendeine Cover-Story erfinden, die vielleicht mit biologischen Waffen zu tun hat. Welche Coverstory stoll es denn hier bitte geben, die auch nur Ansatzweise glaubwürdig ist?


    Und dann ist da die eigentliche Handlung. Werden die Dinosaurier von irgendwelchen Zeitreisenden in die Gegenwart gebracht? Sind sie aus einem Zoo der Silurians ausgebrochen? Nein, es sind Menschen aus der Gegenwart, die irgendwie die Möglichkeit haben, Wesen aus der Vergangenheit Millionen von Jahre in die Zukunft zu holen.:18:Und warum machen sie das? Weil sie die Menschheit ausrotten wollen, außer eine Gruppe von Auserwählten, die sie in einen Bunker gesperrt haben - dazu gleich mehr - und um dies zu erreichen, wolllen sie die Zeit zurückdrehen. Woher haben die diese Technologie? Das ist ziemlich fortgeschritten - zu fortgeschritten für Menschen des 20. Jahrhundert, selbst in Doctor Who. Und diese Auserwählten scheinen dann auch nicht die schlausten zu sein, wenn die so einfach darauf hereinfallen, dass ihr Bunker ein Raumschiff sei.


    Ebenfalls nicht der Schlauste ist Mike Yates, der sich der Operation Golden Age angeschlossen hat. Er ist gegen Mord, aber unterstützt die Ausrottung der Menschheit.|8 So viel kann ich gar nicht den Augen rollen. Auch das irgendwie jeder in dieser Folge mit dieser Operation unter einer Decke steckt ist lächerlich, gleichzeitig aber auch absolut vorhersehbar.


    Es gibt aber auch durchaus sehr positive Aspekte. Die Verfolgungsjagden waren gut, insgesamt hat Paddy Russell eine gute Arbeit abgeliefert. Jon Pertwee hat mir wie eigentlich immer gefallen, auch Elisabeth Sladen fand ich recht gut. Sarah Jane ist zwar nicht mehr ganz so resolut wie noch in The Time Warrior, aber sie hat eindeutig ihren eigenen Kopf und verlässt sich nicht nur auf den Doctor, sondern nimmt die Dinge auch mal selbst in die Hand. Ein klarer Unterschied zu ihrer Vorgängerin, die höchstens Dinge auf eigene Faust getan hat, um sich dem Doctor und UNIT gegenüber zu beweisen, nicht weil sie es so oder so getan hätte. Apropro UNIT, so wenig mir Mike Yates hier gefallen hat - weil seine Charakterentwicklung absolut erzwungen war - so gut haben mir der Brigadier und Benton gefallen. Beide zeigen wieder ihr Vertrauen in den Doctor und wie loyal sie ihm gegenüber sind.


    FAZIT: Für mich mit Abstand die schlechteste Pertwee-Folge. 3/10


    EDIT: Also Nikioko , wenn ich gewusst hätte, dass du so eine emotionale Bindung zu dieser Folge aufgebaut hast, dass du weinen musst, wenn jemand ein negatives Review dazu abgibt, dann hätte ich mich mit meiner Kritik definitiv zurückgehalten. Ich hoffe du nimmst diese Entschuldigung an.

  • Haben wir dieselbe Geschichte gesehen? Invasion of the Dinosaurs ist grandios und eine det Top 5 Pertwee-Geschichten. Das Highlight von Staffel 11 sowieso.

    Gerade die erste Folge, in der der Doctor und Sarah Jane in London landen und alles ist wie ausgestorben, ist genial. Und auch als sie dann als Plünderer verhaftet werden und in ein Lager interniert werden sollen, ist einfach nur großartig. Aber auch der perfide Plot mit den vielen Twists: Sarah Jane wacht auf einmal auf einem Generationenschiff auf und man denkt: WTF? Und die Tatsache, dass wirklich alle mit drin stecken, ist eben nicht offensichtlich. Beim General kann man es sich denken, aber nicht beim Minister. Und was Yates angeht: zunächst mal weiß ich nicht, wie tief er überhaupt eingeweiht war und was die anderen ihm erzählt haben. Zum anderen wird ja immer wieder betont, dass es kein Mord ist, weil die Menschen nie existiert haben werden. Eine interessante philosophische Fragestellung. Wenn man alles zusammen nimmt, spannende Story mit vielen Twists, das geniale Zusammenspiel zwischen Doctor und Sarah Jane, die vielen Aha-Momente und über die scheußlichen Effekte hinwegsieht, ist das Ding eine klare 8.

  • Die erste Folge fand ich auch noch am besten, aber danach geht es für mich rapide Bergab. Ich fand es schon relativ klar, dass der Minister ebenfalls involviert war. War es nicht Grover, der wusste wer Prof. Whitaker war? Das ist schon ein ziemlicher Wink mit dem Zaunpfahl.


    Und die Sache mit "Raumschiff" ist für mich ebenfalls kein toller Twist. In dem Moment wissen wir bereits, dass die Gruppe Dinosaurier nach London gebracht hat. Wenn es ihr Plan gewesen wäre, eine Gruppe Auserwählte umzusiedeln, dann würden sie niemals so etwas machen, da es ihnen nicht helfen würde. Im Endeffekt gibt es nur einen Grund dafür und zwar, dass sie London evakuieren wollen. Und das bedeutet, dass dieses Raumschiff entweder im Erdorbit sein muss oder ein Fake ist.


    Und dann zum Plan, bei dem ich mich auch frage, warum sie London überhaupt evakuiert haben wollten. Wollen sie nur in London und Umgebung die Zeit zurückdrehen? Was würde das bitte bringen? Oder für den ganzen Planeten? Wenn ja, dann hätte man dieses Aufsehen in London gar nicht erst generieren müssen. Man sollte also ja nicht über den Plan nachdenken, weil er bei der ersten Nachfrage zusammenbricht.


    Zu guter Letzt zu der philosophischen Frage: Ist es Mord, die Existenz der gesamten Menschheit auszulöschen, auch wenn diese Billiarden von Menschen nie existiert haben werden? Ich würde sagen, ja. Diese Leben sind wissentlich und vorsetzlich ausgelöscht werden. Im Endeffekt fällt dieses Argument "aber sie haben ja nie existiert" für mich in die gleiche Kategorie wie das Argument, warum die Amerikaner Gift für die Todesstrafe verwenden - die Leute schlafen wenn sie sterben und es sieht weniger brutal für den Zuschauer aus, während es medizinisch bewiesen ist, dass sämtliche Nerven im Körper des Sterbenden brennen. Es dient dazu sich selbst besser zu fühlen, die Tat, die man da begeht, irgendwie humaner erscheinen zu lassen. Nicht mehr und nicht weniger.

  • Ein weiterer Rewatch in der Rubrik "gruselige" Monster (nach "Morbius"), bei dem die Story doch ziemlich gut ist. Mir hat es über alles gesehen gefallen, daher mit gut abgestimmt, einzig die Verfolgungsjagd mit den Autos und Hubschrauber war zu lang und für die Handlung überflüssig. Die Extras auf der zweiten DVD sind ausgesprochen sehenswert. Alles andere wurde hier ja schon gesagt.