5x05 - The Web of Fear

  • Bewertung der Folge 16

    1. Super (15) 94%
    2. Gut (1) 6%
    3. Durchschnitt (0) 0%
    4. Mäßig (0) 0%
    5. Schlecht (0) 0%


    [1] Professor Travers hat vor über 30 Jahren einen künstlichen Yeti nach London mitgebracht (siehe „The Abominable Snowmen“ für die Vorgeschichte). Als er an der Kontrolleinheit bastelt, macht diese sich auf den Weg, um den Yeti zu reaktivieren. Später landen der Doktor, Jamie und Victoria in einer U-Bahnstation, die verlassen scheint; der Strom ist abgeschaltet, Soldaten bereiten eine Sprengung vor, aber die Yetis haben Spinnennetz-Kanonen, die die Explosion eindämmen können. Alles sehr merkwürdig...
    [2] Da nur die erste Episode erhalten geblieben ist, muss man sich für den Rest mit Rekonstruktion bemühen. Professor Travers stellt geschockt fest, dass Jamie und Victoria kein bißchen älter sind, als er sie damals in Tibet traf, während für ihn Jahrzehnte vergangen sind. Er besteht gegenüber dem Militär darauf, dass der Doktor gefunden werden muss, weil er der eine ist, der ihnen helfen kann. Obwohl die Atmosphäre großartig ist, richtig düster und unheimlich, macht sich ab jetzt eine gewisse Länge bemerkbar. Immer wieder gehen Leute in den Tunneln verloren und tauchen wieder auf...
    [3+4] Lethbridge-Stewart, hier noch Colonel statt Brigadier, tritt erstmals in der Serie auf. Er ist zunächst nur einer von mehreren Charakteren wie z.B. Evans, Arnold und Chorley, die auftreten, um die Geschichte undurchschaubarer zu machen, denn irgendwo muss jemand von der „Großen Intelligenz“ kontrolliert sein, die mit den Yetis in Verbindung steht, denn sie erfährt stets von des Doktors Plänen.
    [5+6] „Ich bin die Intelligenz. Ich spreche zu euch mit der Stimme dieses Mannes“, beginnt Travers wider Willen zu sprechen. So enthüllt die Große Intelligenz ihre Pläne in Bezug auf den Doktor. Nun stellt sich natürlich die Frage: wie kann man ihre Umsetzung verhindern? Es läuft nicht so, wie der Doktor sich vorstellt...


    Waren die Yetis bei ihrem ersten Auftritt eher drollig, fällt der zweite deutlich finsterer aus. "The Web of Fear" enthält eine typische Geschichte: die handelnden Personen sind eingeschlossen, und eine übermächtige Bedrohung mit Pelz rückt ihnen immer näher auf denselbigen. Eine spannende Sache, weil jeder verdächtigt werden kann, unfreiwillig Spion der Intelligenz geworden zu sein; Travers' Tochter verdächtigt sogar den Doktor selbst, da er wieder gerade dann auftaucht, als die Yetis aktiv werden. Zudem ist die Einführung von Lethbridge-Stewart einen Pluspunkt wert. Trotz etwas viel Herumlaufens in der U-Bahn und befremdlichen Ideen (Yetis in London? "The Dalek Invasion of Earth" war glaubhafter) daher noch "gut".

  • Ich bin jetzt erst bei Teil 4 (5&6 kommen nächstes WE dran) muss jetzt aber schon feststellen (wobei sich dieses Gefühl eigentlich schon nach Teil 1 einstellte) dass es eine echte Schande ist, dass es von dieser Folge nur noch Teil 1 gibt. Ich denke, wenn es die noch vollständig gäbe, würde sie mit zu den großen Folgen dieser Ära zählen, irgendwo zwischen Tombs of the Cybermen und The Invasion. (Wenn es die letzten beiden Folgen nicht verbocken.)

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • ...und diese Schande wird einem besonders bewusst wenn man sich durch die Rekonstruktionen der Teile 2 bis 6 guckt... oder sogar quält. "The Web of Fear" ist eine Geschichte die ihren Reiz aus der Action und der Regie zieht, und das ist etwas was keine Rekonstruktion der Welt annähernd gut wiedergeben kann. Neben "Fury From The Deep" gehört sie zu den Folgen bei denen ich mich am meisten über ihre Vernichtung geärgert habe, denn die wenigen bewegten Bilder die man von ihnen sehen kann sind wirklich ausserordentlich gut gemacht. Und in kompletter Form waren sie sicherlich auch sehr viel besser als "Tomb" und "Invasion".

  • Ich muss Kaoru absolut zustimmen. Schon die Recons zeigen, dass diese Folge eins der absoluten Highlights des zweiten Doctors darstellt. Wirklich schändlich, dass hier nur noch der erste Teil komplett vorliegt.


    Alleine der erste Auftritt von Brig.... äh, Colonel Lethbridge-Stewart ist Gold wert. Schon hier zeigt er was er als Führungspersönlichkeit drauf hat.


    Auch an Spannung und Action fehlt es nicht. Loose Cannon hat z.B. bei der großen Schießerei auf der Oberfläche gute Arbeit geleistet, den Kampf mit den wenigen bewegten Bildern und einigen Stills actionreich darzustellen. Hut ab!


    Das der Plan des Doctors am Ende nicht so richtig aufgeht ist sogar noch ein Sahnehäubchen auf dem Kuchen. Man hat zwar gesiegt, aber trotzdem bleibt ein unsicheres Gefühl zurück.


    "Die Welt ist echt voll von Arschlöchern, rechtlich abgesicherten Arschlöchern."*
    *Das ist die Meinung des Kängurus und nicht notwendigerweise die Meinung des Autors. (Anm. des Autors)

  • Den ersten Teil habe ich auch schon gesehen - und der hat mir sehr gut gefallen.

    "So... all of time and space, everything that ever happened or ever will - where do you want to start?"


    "There's no point in being grown up if you can't be childish sometimes."

  • Den ersten Teil habe ich auch schon gesehen - und der hat mir sehr gut gefallen.


    Hast du mal weitergeschaut? Ich bin jetzt bei Episode 4.


    Update:
    Heute zuende geschaut. Wirklich schlimm, dass uns diese Perle verlorengegangen ist. Allein die erhaltene Episode 1 zeugt schon von einer Regieführung, die für die klassische Serie einmalig war und eher an Hammerfilme aus der Zeit erinnert. Die Recons sind tatsächlich nicht immer leicht zu folgen, gerade weil so viel durch Action und Atmosphäre ausgesagt wird, aber dennoch schafft sie es ein Gefühl für die Episoden zu vermitteln, was ich sehr wertschätze. Neben "Evil of the Daleks" wohl DAS Highlight der Troughton-Ära, wenn nicht der gesamten Serie!

  • Ach so ein Mist - ich hatte eine lange Review zu dieser tollen Folge geschrieben, aber durch eine kleinen Aufhänger ist sie leider flöten gegangen. :( Kann und mag das jetzt nicht rekonstruieren, also in Kurzform: Die Folge ist toll - die Yetis diesmal deutlich unheimlicher als in ihrer ersten Folge - das Setting im Londoner Unterground ist schön beklemmend und düster. Außerdem noch die erste Begegnung mit Colonel Lethbridge-Stewart! :D


    Woher stammen die bewegten Bilder aus der Loose Cannon Recon? Sind das geschnittene Szenen oder Fehltakes?


    Wertung ist diesmal eindeutig ein super! :D

  • Teilweise Szenen aus Sendungen wie Blue Peter, teilweise Szenen die ausgerechnet von den Zensoren gerettet wurden und teilweise hat LC auch immer wieder ähnliche Szenen aus Teil 1 mit Variationen neu eingebaut, wenn es gepasst hat. Die beherrschen ihr Handwerk! :thumbup:

  • Nur die ersten vier Teile bisher. Ich muss gestehen, es ist etwas muehselig, aber nun mag ich auch wissen, wie es weitergeht.

    "So... all of time and space, everything that ever happened or ever will - where do you want to start?"


    "There's no point in being grown up if you can't be childish sometimes."

  • Nur die ersten vier Teile bisher. Ich muss gestehen, es ist etwas muehselig, aber nun mag ich auch wissen, wie es weitergeht.


    Hmm, für erste Recon-Erfahrungen würde ich auch andere Stories auswählen. Z.B. Evil of THE Daleks, Faceless ones, Daleks Master Plan, Marco Polo, The Highlanders Oder Power of the Daleks.

  • Keine Sorge, es hat mich nicht dauerhaft abgeschreckt. Da ich halt Troughton sehr gerne sehe und dann noch die GI auftaucht, war ich interessiert.
    Aber dafür brauche ich halt auch etwas RUhe, die ich leider zur Zeit selten habe.

    "So... all of time and space, everything that ever happened or ever will - where do you want to start?"


    "There's no point in being grown up if you can't be childish sometimes."

  • Mein Schatz hat bei der heutigen "Saint John"-Folge recht schnell gemeint, dass dies auch ein Plan der Great Intelligence sein könnte. Hat sich wohl gelohnt, gerade erst "Abominable Snowmen" und "Web of Fear" gesehen zu haben! :D

  • Die Monster im U-Bahn-System, und man weiß nicht, wo sie als nächstes auftauchen. Alles ist militärisches Sperrgebiet, und systematisch wird die Gefahr eingeengt - oder auch nicht. So banal die Idee ist, so genial ist sie. Alien oder die klassische Zombie-Apokalypse funktionieren nicht anders. Das Ungewisse eines Tunnelsystems, in dem das Böse lauert, ist schon spannend an sich, schade, dass nur so wenige bewegte Bilder übrig sind. Das Thema ist Paranoia pur, und es sträuben sich schon bei der Rekonstruktion vor Nervosität die Nackenhaare.

    Zitat

    Teilweise Szenen aus Sendungen wie Blue Peter, teilweise Szenen die
    ausgerechnet von den Zensoren gerettet wurden und teilweise hat LC auch
    immer wieder ähnliche Szenen aus Teil 1 mit Variationen neu eingebaut,
    wenn es gepasst hat. Die beherrschen ihr Handwerk!

    Wie ist denn die LC-Recon so? Ich habe hier nur die alte JV-Recon (mit den blauen Textfenstern) zur Verfügung und würde gern mal wissen, wie andere Recons im Vergleich dazu sind.

  • Wie ist denn die LC-Recon so? Ich habe hier nur die alte JV-Recon (mit den blauen Textfenstern) zur Verfügung und würde gern mal wissen, wie andere Recons im Vergleich dazu sind.


    Loose Cannon hat meiner Meinung nach die besten und professionellsten Recons.

  • Wie ist denn die LC-Recon so? Ich habe hier nur die alte JV-Recon (mit den blauen Textfenstern) zur Verfügung und würde gern mal wissen, wie andere Recons im Vergleich dazu sind.


    Auf dem youtube Channel 'ElDoctorio' kannst du mal einen Blick auf die Loose Cannon Recons werfen. Wenn sie dir gefallen, kannst du sie bei Loose Cannon direkt erwerben.