• Bewertung der Folge 14

    1. super (3) 21%
    2. gut (4) 29%
    3. Durchschnitt (4) 29%
    4. mäßig (3) 21%
    5. schlecht (0) 0%


    Der Doktor landet mit seiner überbevölkerten Tardis auf dem paradiesischen Planeten Deva Loka. Die bisher streng den Vorschriften folgende Crew eines Beobachtungspostens gerät durch die "Wilden" des Planeten ziemlich aus dem Konzept. Tegan schläft unter einem Freistil-Xylophon ein und träumt sonderbare Dinge. Über sie schleicht sich eine Schlange (Mara) ins Paradies ein und wechselt auf den Eingeborenen Aris über, der fröhlich verkündet: "I have voice!" - doch die alte Seherin seines Volkes weiß, dass es nur Probleme bringt, wenn Männer das Maul aufmachen ;)


    Wir befinden uns offensichtlich in der Mitte zwischen den bunt-trashigen Tom-Baker-Jahren und den problematischen Mc-Coy-Episoden; "Kinda" ist beeinflusst vom Zeitgeist der frühen 80er. Wenig später zogen die Grünen in den Bundestag ein, und Werner Herzog drehte "Wo die grünen Ameisen träumen". Im Hintergrund ließ der Autor viel Buddhismus einfließen. So interessant die ganze Chose auch ist - sie fügt sich nicht optimal in die Serie ein. Die Companions kommen schlecht weg: Nyssa verschläft die ganze Geschichte in der Tardis, Tegan ist ein leichtes Opfer für Mara, und Adric ist... typisch Adric. Hätte der Doktor nicht die zündende Idee, wie die große Plastikschlange gefangen werden könnte, hätte dies ein ziemliches Desaster für seine Begleiter werden können.


    Loben muss man die Gastdarsteller; der alte Schnauzbart-Kolonialoffizier ist ebenso perfekt gespielt wie sein überforderter Stellvertreter Hindle, der bald völlig durchdreht. "A little too green for me", befindet Davison über diese Welt, und trollt sich mit der Tardis. "Originell, ungewöhnlich, aber problembehaftet", lautet mein Fazit.

  • Loben muss man die Gastdarsteller; der alte Schnauzbart-Kolonialoffizier ist ebenso perfekt gespielt wie sein überforderter Stellvertreter Hindle, der bald völlig durchdreht.


    Die beiden waren für mich die einzigen Elemente, die mir an "Kinda" gefielen ...


    Ansonsten erinnere ich mich nicht an allzu viel positives, außer der Idee des Doctors, wie die Schlange besiegt werden kann. Keiner der Companions glänzte, eher das gegenteil war der Fall und Mystizismus, das Zurück-zur-Natur-Gedankengut waren einfach nicht mein Fall (was aber eine Frage der persönliche Vorlieben ist).


    Aufgrund der vorhandenen positiven Elemente schrammt die Folge für mich soeben noch an einem "mäßig" vorbei

  • Jetzt habe ich auch "Kinda" gesehen und fand sie eigentlich gar nicht so schlecht. Ich bin zwar sicherlich weiterhin kein großer Fan von Peter Davison oder generell von 80s Who, aber die Folge war recht angenehm anzusehen. Das mag auch daran liegen, weil ich zuvor der Reihe nach "Earthshock", "Ressurection of the Daleks" und "Vengeance on Varos" gesehen hatte und doch irgendwie übersättigt war mit Gewalt, Folter, sich stapelnden Leichen und Charakteren, die mit ein paar Sätzen eingeführt und nach wenigen Minuten eliminiert und exterminiert werden. Verglichen mit der oft grellen Effekthascherei dieser Folgen möchte man "Kinda" trotz diverser Defizite fast als spirituelles Aufatmen bezeichnen.


    Der Guide auf der BBC-Webseite greift gleich ganz tief in die Lobeskiste und sagt "The trees have no mercy. One of the best Doctor Who stories ever, astonishingly directed and written as a theatrical piece brimming with allusions and parallels..." Soweit möchte ich nun doch nicht gehen, denn einige Schwächen sind vorhanden.Die Mischung aus christlichen, buddhistischen, feministischen, kolonialkritischen etc. Motiven ist gut gemeint, aber doch etwas halbgar vermengt oder mit zuvielen Klischees gewürzt. Wobei gerade letzteres Motiv auch wieder schön britische Skurrilität zeigt, wenn der Kolonialgeist des eigenen Empires persifliert wird und britische Offiziere mit Tropenhelm in einem low-budget-armoursuit rumstampfen, "by the book" arbeiten und erst einmal Geiseln bei den "Primitiven" nehmen, um abgesichert zu sein. Nette Schärfe am Rande.


    Die visuellen Umsetzungen sind mit einigen Ausnahmen gut gelungen, gerade auch die surrealen und niemals wirklich erklärten Szenen mit dem Mara in Tegans Bewußtsein. Hier tragen auch "Dunkelheit" und Beleuchtung zur Atmosphäre bei, was man bei manchen "Freiluftszenen" leider nicht sagen kann. Letztlich fehlt dem Mara aber ein wenig Profil und nach guten und mysteriösen Szenen wird er ein wenig zu sehr zum üblichen Who-Schurken des Schemas "Let me into your universe, so that I may rule/feed/have my revenge". Die guten schauspielerischen Leistungen der Gäste fallen positiv auf, die Companions wirken aber dezent nutzlos: Nyssa verschläft die Folge (war Sarah Sutton nicht verfügbar für den Dreh oder gab es einfach im Skript keinerlei Funktion für sie?), Tegan hat zumindest einige nette Szenen und Adric...naja, Adric tut das, was ein Adric zu tun hat - Blödsinn reden, sich mit der Gegenseite "verbünden", glauben, schlauer zu sein, als alle andere und jammernd auf die Schnauze fallen, das Ganze garniert mit mauer Schauspielkunst. Meh.


    Zwei Kritikpunkte an der Folge: sie ist an vielen Stellen allzu hell beleuchtet, scheinbar dachte JNT, daß die Zuschauer der 80er Jahre viele bunte und helle Farben sehen wollen. Was aber bei Who zumeist auf Kosten der Atmosphäre geht. Der Dschungel wäre ein wichtiger Darsteller der Handlung, aber es kommt nie so recht ein Gefühl für eine fremde und bedrohliche Ökologie auf, wie z.B. bei Spiridon in "Planet of the Daleks". Hier hätten Licht und Schatten geholfen. Das Problem gilt natürlich besonders für die finale Inkarnation des Mara als Riesenschlange. Man muß den Mut loben, die Figur trotz geringem Budget körperlich zeigen zu wollen, aber hier wäre weniger mehr gewesen, also z.B. mehr Spiel mit Licht und Schatten, ungewöhnliche Kamerawinkel etc. In der hellen Frontalansicht entsteht trotz etwas Verfremdung am Mischpult doch eher ein Eindruck von Rummelplatz und Kindergeburtstag. Schade.


    Zweiter Kritikpunkt ist Peter Davisons Doktor. Er ist mir einfach zu nett und freundlich. Er lächelt freundlich, wenn ihm gesagt wird, was er zu tun hat. Er lächelt freundlich, wenn er eingesperrt wird. Er lächelt freundlich, wenn er mehrfach als Idiot tituliert wird. Was hätten hier wohl Jon Pertwee oder Tom Baker als Antwort gegeben? Ich stelle mir gerade vor, was der vierte Doktor wohl auf die Frage gesagt hätte, ob man den Kinda helfen soll:


    Vierter Doktor: [laut, verärgert] "BAH. I mean...come on. It´s just some silly, pretentious load of pseudo-religious, pseudo-buddhistic, pseudo-feministic hogwash..." [grinsend] "Of course we are going to help them..."


    Und diese Abruptheit bzw. Ecken und Kanten im Charakter gehen mir bei Peter Davison einfach ab. Er lächelt und hilft und man möchte bisweilen fast zum Wort duckmäuserisch greifen. Das mag in späteren Folgen anders werden, aber es ist irgendwie ein genereller Aspekt seines Charakters. Wohl Geschmackssache. Abgesehen davon ist "Kinda" aber eine durchaus gut gelungene Folge und zählt für mich unter den 80er Folgen wohl noch mit zu den Besten. Verglichen mit den 60er und 70er Jahren ist es aber doch bereits ein merklicher Rückschritt.


    Chris

  • Nyssa verschläft die Folge (war Sarah Sutton nicht verfügbar für den Dreh oder gab es einfach im Skript keinerlei Funktion für sie?)


    Das Drehbuch zu KInda lag schon fertig vor, als man kurzfristig entschied, Nyssa als vollzeitige Begleiterin in die TARDIS-Besatzung aufzunehmen. Es gab keine Zeit, um alles umzuschreiben.


    sie ist an vielen Stellen allzu hell beleuchtet, scheinbar dachte JNT, daß die Zuschauer der 80er Jahre viele bunte und helle Farben sehen wollen.


    Das ist ein typishes Merkmal aller Folgen der 80er-Jahren und wohl viel damit zu tun, dass man die ganze ARbeit, die man in den Kulissen gesteckt hatte, schön zeigen musste.


    Der tieferer Sinn der Folge ist an mir als 9-Jähriger vorbei gegangen, aber 10 Jahre später auf Video fand ich sie absolut großartig.

  • Der tiefere Sinn der Folge bleibt mir auch als 35-jähriger verborgen - meiner Meinung nach werden all die Äpfel, Schlangen, Seelenwanderungen und Wiederholungszyklen nur eingesetzt, um so zu tun, als ob Kinda irgendwelche hochphilosophischen Botschaften vermitteln würde. Tut es nicht, oder ich jedenfalls bin zu blöd, um sie zu verstehen. Und warum Frauen locker in die Wunderkiste schauen können, und Männer dabei auf der Stelle verblöden, will ich gar nicht verstehen - das ist purer Sexismus. ;)


    Ändert aber nichts daran, dass das Ganze höchst unterhaltsam und stellenweise auch ziemlich innovativ gedreht ist. Eine Episode, in der man bis gut in den vierten Teil immer wieder grübelt, was eigentlich los ist, und die viele coole Sprüche wie "An apple a day keeps ... Ah, never mind" zu bieten hat, erfüllt ihre Aufgabe ziemlich gut. Gleich der Anfang stimmte mich positiv: Meint man zunächst, dass man in eine unheimliche Szenerie geholt wird, in der was richtig Schlimmes passiert ist, stellt sich gleich heraus, dass der vermeintlich Bewusslose einfach nur pennt und der Kerl mit der Maske ihm nur einen Streich spielen will. :)


    Anfangs nerven Kommandant Sanders und der allzu dienstbeflissene Handle etwas, zu stereotyp, zu klischeehaft ist der erste Eindruck. Aber nachdem Sanders so markige Sätze wie "I never think twice. Wastes too much time" loslässt, wird klar, dass das reine Absicht ist. Hat fast schon Robert Holmes-Stil. Und spätestens mit seinem niedlichen "Mummy make him go away", dem "We must proceed at once! Sit down." oder der "Fire & Acid"-Begeisterung sind auch die Szenen des völlig durchgedrehten Security Chiefs ein reines Vergnügen. Herrlich, wie er mit größtem Eifer und Ernsthaftigkeit die ultimative Selbstverteidigungsstrategie entwirft - Selbstzerstörung. 8) Sein "I don´t want to understand everything, I want to work out things for myself" ist übrigens wahrscheinlich der wirklich tiefsinnigste Kern der ganzen Folge.


    Auch mit Wissenschaftlerin Todd wird eine überzeugende Figur eingeführt - clever, sympathisch, willensstark und intelligent. Kein Wunder, dass der Doctor wieder mal erkennt, wie unnütz sein Companion-Haufen ist und sich daher die ganze Folge lang lieber mit dieser wohl nicht unabsichtlich sehr an Sarah Jane erinnernden Dame rumtreibt. Recht hat er, denn Sarah Sutton offenbart in ihren zwei Minuten Screentime wieder mal ihr ganzes schauspielerisches "Talent" und Adric ist ... nun ja, Adric eben, will heißen, er nervt, frisst, quiekt, verrät den Doctor, wechselt die Seiten und stellt dumme Fragen. Und ist Adric.


    Besser läuft´s diesmal für Tegan. Ja, Janet Fieldings Schauspielerei hat manchmal die Subtilität von ...Tegan ;), aber in Summe sind ihre surrealistischen Szenen im Mara-Traumland das klare Highlight dieser Folge. Ihre Begegung mit dem alten Schachpaar ist einfach nur im guten Sinn bizarr und gruselig, ihre Vervielfältigung in ca. 12 Tegans auch für geneigte Fans von ihr wie mich eine reine Horrorvorstellung und ihre letztendliche Kapitulation ist ziemlich nachvollziehbar. Fand auch recht überzeugend, als sie dann als Mara-Tegan die Augen aufschlug und ganz klar war: Das ist nicht unsere "Mouth on legs"-Nervensäge.


    Die Kinda selbst sind in ihren lächerlichen 70er-SciFi-Stereotyp-Outfits natürlich ein bisschen problematisch, aber der rumhüpfende Harlekin, die stilechte alte Hexe Panna und die kleine Karuna mit so netten Dialogen wie "Why, how many fathers do you have? - Seven, and you - Erm, just one. - How sad" entlocken einem immer wieder ein Schmunzeln. Schön auch die Endzeit-Vision am Ende des dritten Teils, die ich in ihrer Abgedrehtheit wirklich überzeugend fand. Wirklich großer Wermutstropfen war allerdings, dass der Mara-Bösewicht, der in seiner grauen Traumversion noch richtig fies, unheimlich und bedrohlich wirkte, ausgerechnet in den schauspielerisch unfähigsten Klotz des ganzen Ensembles schlüpfen musste. Und von der Schlange reden wir besser gar nicht erst. Immer wieder verblüffend, warum die Serie so lächerliche Monster auch noch in ihrer ganzen "Pracht" zeigt und ausleuchtet, anstatt hier schamhaft und stilvoller dunklere Sets zu wählen. :)


    Und der Doctor? Keine Sternstunde, weder für Peter Davison noch seinen Charakter. Ja, gegen Ende kommt er langsam in die Gänge, entschärft ein paar Bomben und hat auch noch die zündende Spiegel-Idee. Trotzdem ist er selbst für Fivey-Verhältnisse furchtbar passiv, lässt sich ohne Widerrede einsperren, verhören und wieder einsperren und schaut sich halt sehr distanziert an, was so passiert. Kein Wunder, dass er immer wieder als "Idiot" abgestempelt wird. Ich mag die ruhige Gelassenheit sehr an diesem Doctor, aber in dieser Folge wird´s eindeutig übertrieben. Trotzdem natürlich sehr sympathisch, und gerade das kleine Würfelspiel fand ich sehr spaßig, wie auch sein "I´ll explain everything in great detail later". "He´ll be alright, he´s very resourceful" auf Todds besorgte Frage nach Adric ist natürlich eine klare (berechtigte) Lüge, und macht wieder mal klar, warum der Doctor später in Earthshock keinen Finger rühren sollte, um seinen kleinen furchtbaren Sternenfreund zu retten. :P


    Trotz aller Schwachpunkte sehr unterhaltsames Classic Who, und dafür gibt´s von mir ein "Super".

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • "Kinda" fand ich durchaus unterhaltsam, aber es krankt leider an demselben Problem wie sämtliche Folgen dieser Zeit: dem Tardis-Team. Hier tritt noch deutlicher als sonst zutage, was für schrecklich nervige Hohlfritten Adric und Tegan sind, da Nyssa als Ausgleich fehlt. Ich mochte die Ausgangssituation mit dem Kinda-Volk und den langsam durchdrehenden Forschern, und für meinen Geschmack hätte man den Mara-Handlungsstrang auch weglassen und irgendwas anderes Schönes mit der Situation anstellen können. Dann wäre auch mehr Platz gewesen, die philosophischen Aspekte stärker zu thematisieren und weiterzuentwickeln, so bleiben sie etwas oberflächlich.


    Dennoch, insgesamt eine sehr schöne Folge und daher ein "gut".

  • Ich fand die Folge gar nicht so kompliziert...
    und leider auch nicht so gut. Das kann aber durchaus daran liegen, dass ich leider mit Davisons passivem Doctor nicht wirklich viel anfangen kann. Hier hat es tatsächlich drei Folgen gedauert, bis er mal wirklich mal selbst aktiv wird. Den Rest der Folge lässt er sich den Mund verbieten und einsperren, während seine Companions sich tödlichen Gefahren aussetzen.


    Der einzige Lichtblick ist die Gast-Besetzung. Vor allem die Besatzung der Station war durchweg beeindruckend.


    Das reicht dann gerade noch für ein "Durchschnitt" und dafür, dass die Snakedance DVD erstmal wieder im Regal verschwindet.

  • Also ich fand die Folge richtig schlecht.
    Ich glaube das war die schlechteste Folge überhaupt aller Staffeln.
    Die ersten 3 Teile kam bei mir gar nichts an und rüber. Nur ein zögern weiter zu sehen, weils einfach nur langweilig war.
    Die 4te Folge bot dann doch wieder etwas unterhaltung aber da hat man sich schon auf die nächste Folge eingestellt.

  • Also ich fand die Folge richtig schlecht.
    Ich glaube das war die schlechteste Folge überhaupt aller Staffeln.
    Die ersten 3 Teile kam bei mir gar nichts an und rüber. Nur ein zögern weiter zu sehen, weils einfach nur langweilig war.
    Die 4te Folge bot dann doch wieder etwas unterhaltung aber da hat man sich schon auf die nächste Folge eingestellt.


    Nicht die schlechteste Folge, aber kurz davor. The Web Planet und The Horns of Nimon waren definitiv schlechter. Aber Kinda ist davon nicht weit entfernt. Und zu allem Überfluss kommt dann später noch Snakedance.

  • Nicht die schlechteste Folge, aber kurz davor. The Web Planet und The Horns of Nimon waren definitiv schlechter. Aber Kinda ist davon nicht weit entfernt. Und zu allem Überfluss kommt dann später noch Snakedance


    Horns of Nimon wird noch durch Baker / Romana II latent aufgewertet.
    Aber auch nur dadurch.
    Bei Web Planet stimme ich aber mal zu.
    Snakedance steht mir noch bevor.

  • Die Folge ist ein Highlight der Davison-Ära. Die Fortsetzung Snakedance hingegen ist 08/15-Mist, auch wenn Gott aka Rob Shearman dadrauf abgeht.

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • BluesmanBGM schrieb:
    sie ist an vielen Stellen allzu hell beleuchtet, scheinbar dachte JNT, daß die Zuschauer der 80er Jahre viele bunte und helle Farben sehen wollen.


    Das ist ein typishes Merkmal aller Folgen der 80er-Jahren und wohl viel damit zu tun, dass man die ganze ARbeit, die man in den Kulissen gesteckt hatte, schön zeigen musste.


    Es weicht ein wenig vom Topic ab, aber in dem Zusammenhang fällt mir ein, was ich gerade im Making-Of zu "The Ark in Space" gesehen habe:
    Um einen möglichst klinischen Eindruck der Raumstation zu erzeugen, hat man sich da dafür entscheiden, anstatt der vorher üblichen düsteren Lichtstimmungen eine möglichst flächendeckende, helle, alles perfekt erhellende Ausleuchtung vorzunehmen.
    Wobei man (ich weiß nicht mehr, wer das gesagt hat, der producer oder der director) noch Wert darauf gelegt hat, zu betonen, dass es mindestens so schwierig wäre, eine perfekt helle Ausleuchtung hinzukriegen (bei der nichts und niemand einen Schatten werfen darf, zB. die Tonangel mit dem Micro!), wie eine richtig schöne, wirksame stimmungsvolle, düstere Ausleuchtung.


    Mir war das in "Ark" auch gar nicht so negativ aufgefallen (vielleicht weil die Ausleuchtung da wirklich gut war, und sie nicht einfach nur die Lampen voll aufgedreht hatten!), aber auch bei "Ark" geht das auf Kosten der Glaubwürdigkeit der Aliens: die Wirrn sehen komplett künstlich aus, wie hier die Schlange!


    Kein Wunder, dass der Doctor wieder mal erkennt, wie unnütz sein Companion-Haufen ist


    Auch noch mal ein kurzer Exkurs in Richtung "Ark in Space": im Audiokommentar gehen Hinchcliff, Baker und Sladen darauf ein, dass zwei Companions zu viel sind für eine Weltallfolge, bei der weniger Rumgerenne und weniger verschiedene Handlungen an unterschiedlichen Orten stattfinden als in den davor üblichen UNIT-Invasion-of-Earth-Geschichten, und es einfach nicht genug zu tun gibt für alle.
    Und das trifft natürlich auf drei Companions umso mehr zu! Insgesamt vier Hauptcharakteren was zu tun zu geben, das kann ja nicht gut gehen, da muss wer auf der Strecke bleiben! Normalerweise war es dann in der Ära des 5. Doctors der Doctor selber, der einfach untergeht, hier hat man sich auf den Ausweg verlegt, Nyssa erst mal für einige Zeit schlafen zu legen und sie so aus der Folge rauszuschreiben. Ihr auch noch eine "echte" Rolle in der Geschichte zu geben, hätte wahrscheinlich sehr viel mehr Schreibarbeit gebraucht, als Zeit dafür war.


    Schade nur, dass man sich überhaupt dafür entscheiden hatte, Nyssa als festen Companion einzuplanen. Oder besser gesagt (da Nyssa als einzelne Figur wirklich sehr erträglich war - im Gegensatz zu ihren beiden damaligen Companionkollegen!) :
    Schade, dass man sich nicht dazu durchringen konnte, an ihrer Stelle wenigstens einen der anderen Companions aus der Serie zu nehmen! Ich denke nicht, dass irgendwer von den Zuschauer weder Tegan noch Adric eine Träne nachgeweint hätte!


    Der fünfte Doctor funktioniert ohnehin immer dann am besten, wenn er nicht gegen allzu viele Leute anspielen muss! Je weniger Mit-Charactere, desto besser kam Peter Davison rüber, desto souveräner und fähiger wirkte er. Am besten gefiel er mir immer noch, als er dann ganz zu Schluss nur mit Peri unterwegs war!

  • Die Folge ist ein Highlight der Davison-Ära. Die Fortsetzung Snakedance hingegen ist 08/15-Mist, auch wenn Gott aka Rob Shearman dadrauf abgeht.


    Wenn DU Kinda als Highlight bezeichnest, dann will ich nicht wissen, was Du als Lowlight bezeichnest. Die Folge war sogar für die Davison-Ära schlecht. Und auch wenn man ihr zugute hält, dass sie eigentlich nichts dafür kann, dass man ausgerechnet das Trio infernale Adric, Tegan und Nyssa (ergänzt durch den 5. Doctor) ertragen muss und diesen Umstand abzieht, so bleibt doch nichts Gutes übrig.

  • Vergessen dein Baldrian einzunehmen?!
    Lowlight der Davison-Ära: Schwer, das meiste läuft einfach so an einem vorbei ohne dass man sich groß erinnert. Ging mir auch so mit Time-Flight, was sonst genommen wird. Daher sage ich mal Warriors of The Deep, da kann ich mich zumindest erinnern, was daran schlecht war.
    (Hat vielleicht seinen Grund, das Nekromanteia mit dem fünften Doctor war.)

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • OK, sagen wir einfach mal, die Davison-Ära ist insgesamt ein Lowlight der Doctor-Who-Geschichte, insbesondere im Vergleich zu dem, was seine vier Vorgänger so getrieben haben.
    Insgesamt war Kinda für mich eine Art müder Abklatsch von Curse of Peladon, The Brain of Morbius und noch ein paar anderen Folgen und wenig spektakulär. Und der Doctor und seine Companions machen es nicht besser.
    Im Vergleich zu The Visitation, Black Orchid, Enlightenment oder The King's Demons (um nur ein paar zu nennen) fällt Kinda jedenfalls deutlich ab. Und zu allem Überfluss wird es mit Snakedance auch noch fortgesetzt...


  • Insgesamt war Kinda für mich eine Art müder Abklatsch von Curse of Peladon, The Brain of Morbius und noch ein paar anderen Folgen und wenig spektakulär.


    Abklatsch? Nenn' mir 1 Gemeinsamkeit außer, dass es auf einen außerirdischen Planeten spielt. Kinda ist mMn ein wirklich interessantes Serial, wenn man sich auch wirklich damit befasst - in etwa wie bei "Ghost Light". Es gibt viele Metaebenen und Andeutungen, die der Autor auch in den Extras der DVD erklärt. Das einzige, was ich dem Serial vorwerfen kann, ist, dass es an den schauspielerischen Leistungen der TARDIS Crew leidet.

  • So, ich habe mir gerade mal die 4. Folge von Kinda mit neuen Effekten angesehen. Und es ist soviel besser! Die Schlange sieht jetzt richtig gut aus und nicht wie das Plastikteil im Original. Ich hoffe, wenn die BBC Staffel 11 überarbeitet, wird Invasion of the Dinosaurs ein ähnliches Lifting erfahren. Zur Zeit wird diese brilliante Geschichte ja leider durch die lächerliche Darstellung der Dinosaurier verwässert.

  • So, ich habe mir gerade mal die 4. Folge von Kinda mit neuen Effekten angesehen. Und es ist soviel besser! Die Schlange sieht jetzt richtig gut aus und nicht wie das Plastikteil im Original. Ich hoffe, wenn die BBC Staffel 11 überarbeitet, wird Invasion of the Dinosaurs ein ähnliches Lifting erfahren. Zur Zeit wird diese brilliante Geschichte ja leider durch die lächerliche Darstellung der Dinosaurier verwässert.

    Das war auch mein Gedanke. Gerade wo die Talons Ratte ja auch erneuert wurde...