Ein weiblicher Doctor: ja oder nein?

  • Zitat


    ihr traut Frauen wirklich gar nichts zu, das ist sehr sehr schade.

    Schwachsinn.

    Zitat

    Ohja, wäre ja mal ganz neues, das eine Veränderung Einfluss auf etwas hat.


    Ich dachte immer, Veränderungen würden alles beim alten belassen

    Wow. Mal wieder ein hervorragender Beitrag, der wirklich etwas zur Diskussion beiträgt. -.-


    Und nein, es gibt auch Veränderungen, die gar nichts bewirken und die einfach getätigt werden, um etwas zu verändern, ohne Sinn, Verstand oder irgendeinen Grund.

  • Schön für dich Tichy, aber dann hinterfrage mal, was es für einen Sinn hätte. Da habe ich lieber Lara Croft als eine Art weibliche Indiana Jones als Indiana Jane, oder einen eigenen selbstständigen weiblichen Charakter, der als Geheimagent arbeitet, als eine Jane Bond, wo das Umfeld aber eigentlich komplett gleich bleibt. Es gibt auch Mrs. Marple als Frau, die eigenständig Krimifälle löst und Sherlock Holmes, und Holmes ist älter. Anstatt eine Sherly Holmes zu erschaffen, hat man einen eigenständigen Charakter erschaffen. Ich habe nichts gegen ein weibliches Gegenstück, aber doch nicht den selben Charakter nur im anderen Geschlecht, das ist Schwachsinn und eine Vergewaltigung des Charakters, egal ob im Original Frau oder Mann.

  • Wir hatten auch schon einen männlichen Doctor (David Tennant) und der war furchtbar*.


    moffat macht das so ungefähr in jeder folge, von den companions mal ganz zu schweigen. wie war das noch mit den starken frauen-charakteren, die mittlerweile überhand nehmen?


    ein ziemlich schwaches argument.


    Was macht er in jeder Folge? Starke weibliche Charaktere erfinden? Wen denn? River und Amy? Jein. Ich meine, gut, manchmal landet er auch Glücktreffer, wie Rita (-- wobei, die kannten wir nur eine Folge lang ... ), aberMoffats Verständnis von starken weiblichen Charakteren ist eher dieses (und das).


    Er sollte sich eher darauf konzentrieren starke (=interessante, vielschichtige Charaktere. Nicht unbedingt physisch oder seelisch starke) Charaktere egal welchen Geschlechts zu schreiben, und es unterlassen irgendwelchen imaginären oder vielleicht sogar real existierenden dummen Strohkopf-Weibchen irgendwie gönnerhaft Honig ums Maul schmieren zu wollen, mit so Hirnkrämpfen wie "Frauen sind stärker als Männer weil sie Mütter sind, seht wie feministisch ich schreibe!!1!". Sowas könnt auch ihr Männer nicht ernsthaft super toll gefunden haben.



    *ich möchte keinen weiblichen Doctor. Wie gesagt, neue Charaktere sind mir lieber. Davon ab traue ich Moffat nicht zu einen weiblichen Doctor so zu schreiben, dass außer dem Geschlecht nicht auch noch den Charakter umkrempelt.


    ETA: Nein, anderen Autoren traue ich das auch nicht zu. Und auch keinen Autorinnen.

  • Ich glaube, dass ein Geschlechterwechsel so kurz vor dem Ende der Regenerationen verspätet wäre. Selbst wenn Time Lords ihr Geschlecht ändern könnten (wie in der Gaiman-Folge ja angedeutet wurde), frage ich mich, warum ausgerechnet die vorletzte oder letzte Regeneration dann ein Wechsel sein muss. Außerdem stellt sich mir die Frage, welche Plot relevanten Unterschiede es macht. Denn ein derart starker Eingriff in das etablierte Whoniversum muss auf jeden Fall einen triftigen Grund für die story aufweisen können, da er ansonsten nur für Comedy-Zwecke gut ist (The Curse of Fatal Death: Wow, my Sonic Screwdriver has THREE settings!).



  • river
    amy
    die königin in "beast below"
    die frau in "hungry earth"
    das mädel in "christmas charol"
    die tardis in "doctors wife"
    die anführerin in "rebel flesh"
    die soldatin in "demons run"
    (ich könnte jetzt mels anführen, aber die gehört ja zu river)
    die ärztin in "god complex"


    soll ich weiter machen?



    ich hab nie behauptet, dass er sie besonders geschickt einbringt, noch dass du sie als charaktere mögen sollst oder sie besonders toll sind, nur dass er sie andauernd reinbaut und das ist halt so!


    deswegen muss ich dir natürlich für den 2. teil absolut recht geben. ein guter charakter ist ein guter charakter und gerade die "starken" frauen-charaktere werden oftmals so dermaßen ins gesicht geklatscht, dass es schon fast lächerlich ist(deswegen werde ich mir auf keinen fall "merida" antun, ich weiss jetzt schon, dass ich nur am maulen sein werde). hat halt meistens was von disney-prinzessin...(und da dass wieder zu "merida" passt, bin ich jetzt einfach mal stolz auf mich^^)


    deswegen auch die kritik, dass wir das gerade momentan schon genug haben und nicht noch einen "starken" weiblichen hauptdarsteller brauchen.




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    Ich schreibe lediglich meine meinung. diese ist nicht allgemeingültig!


    wenn man sich beim Versilbern des eigenen Arsches aus Doofheit selbst die Rosette zulötet,
    ist es ja doch ganz lustig!

    3 Mal editiert, zuletzt von Guy ()

  • ich hab nie behauptet, dass er sie besonders geschickt einbringt, noch dass du sie als charaktere mögen sollst oder sie besonders toll sind, nur dass er sie andauernd reinbaut und das ist halt so!


    Aber darum geht es doch. Diese Charaktere sind nicht toll! Anstatt eine Jungfrau in Nöten ohne eigene Agenda einzubauen, hat man irgendwelche Actionbarbies, die aber letztlich genauso hohl sind wie das ältere Klischee. Man ist inzwischen leider darzu übergegangen, sowas als "starker Charakter" zu bezeichnen, und Moffat und seine Kollegen scheinen leider drauf zu stehen.


    (Merida werde ich mir übrigens ansehen. Ich dachte erste genauso wie du: noch so eine völlig anachronistische, rebellische Prinzessin, mir tut unsere Jugend Leid, etc. Mitlerweile bin ich da aber neugierig drauf, da mir jemand erzählt hat, dass der Film diese Art "starker Frauencharakter" dekonstruiert. D. h. es gibt ausnahmsweise mal Konsequenzen für ihr abnormales Verhalten, und am Ende lernt und akzeptiert sie, dass sie ihrer Familie gegenüber Pflichten hat und sie lernt, dass es verschiedene Arten von Frauenrollen gibt, die alle ihren Sinn und Zweck haben. Und das wichtigste: Keine Liebesgeschichte!)




    @Engelskrieger: Untiefen? Ach, die Geschichten, die ich dir erzählen könnte, über die Mädchen die sich als siebter Doctor verkleiden um dann mit ihren als Turlough verkleideten Freunden zu schlafen ... (ich wünschte, ich würde scherzen)

  • Ich denke, das Problem von Moffat ist, dass er immer wieder versucht neue starke Frauencharaktere zu erschaffen und dabei regelmäßig versagt, weil diese Charaktere natürlich nicht so stark sein dürfen, dass sie Amy in den Schatten stellen, die neben ihnen ja immer noch gut aussehen soll. Daher kommt dabei immer so eine halbseidene Sache heraus, wie diese Frau in "A Christmas Carol", die König in "The Beast Below", die TARDIS in "The Doctor's Wife", diese Soldatin aus dem Gemma Forest aus "A Good Man Goes To War", teilweise sogar River Song. Moffat will da zwei unvereinbare Dinge vereinbaren und das kann nur schief gehen. Das ist die Schwäche des Moff-Meisters sowie es RTDs Schwäche war, in jeder seiner Folge irgendetwas einzubauen, was aussagte wie normal und toll doch Homosexualität sei.

  • Ich denke, es ist ein Gemisch aus beidem.


    Amy ist für mich zB. ein hervorragender Charakter. Bleibt passiv, wenn sie keine Ahnung hat, aber tut auch mal was. Ist aber keine Lara Croft wie River. SIe finde ich sehr natürlich.


    River ist halt eben die Actionfrau. Obs einem jetzt gefällt oder nicht, sie ist in dem Team aber auch die einzige, die so ist. Und mir fallen jetzt spontan auch keine anderen Actionbarbies ein. Und auch wenn ich River jetzt auch nicht mag (eben aus dem Grund, dass ich so Chars nicht mag), seh ich nicht, dass es noch dutzende weitere davon gibt.


    Die Königin in der Walfolge zB. hatte ja denke ich, eine Actionszene, da kann sie nicht gerade protzen. Mofffats Frauenbild sehe ich mehr als Bossin, als als Actionheldin. Bei ihm sind Frauen generell in hohen Positionen (wie gesagt: Die Königin, Frau Korain... kowal... die Augenklappenfrau) oder aber sollen die höchste Stellung in der Geschichte einnehmen (Die Mutter aus dem Christmas Special 2011).
    Was einmal okay wäre, würde er es nicht strapazieren und in jeder Folge zelebrieren.


    Das Problem entsteht dadurch, dass durch die permanente Wiederholung er sich trotz des Vorsatzes sich zwischen diesen zwei Extremen zu bewegen (Heulsuse und Lara Croft), er sich diesen Extremen immer mehr annähern muss, um sich nicht in seinen Charakteren zu wiederholen.


    Zum Beispiel werden für mich die zwei besten Frauenbilder seiner FOlgen <irgendwie> Nightingale aus Blink und Amy bleiben. Beide verhalten sich sehr natürlich und aktiv. Frau Blink will eben in dem Haus Bilder machen und gerät in die Geschichte, will aber eigentlich raus, muss dafür aber etwas tun und Amy macht auch keine riskanten Sachen, wenn sie keinen Grund hat.


    Denn das fehlt mir bei den meisten solchen Geschichten und deshalb stört mich das dann auch, die meisten Actionfrauen (wie River auch) haben keinen Grund so zu handeln wie sie handeln. Aber Moffat gibt ihnen einen, weshalb es auffällt, wenn er es nicht tut (wie zB. dass nur eine Frau die Krone benutzen kann in Widow and the wardrobe). Nur mit zunehmender Folgenzahl gehen ihm die Ideen aus, weshalb ich mir wünschen würde, dass er nicht mehr darauf achtet, auch ja einen starken weiblichen Charakter in der Folge zu haben, sondern funktionierende Charaktere.

  • Also wenn es einen weiblichen Doctor geben sollte, dann bitte ne genaue Erklärung warum und nicht "weil, halt, is so" und dann auch nur für ein oder zwei Folgen, denn ich glaube, dann würde die ganze Rolle des Doctors komplett vor die Hunde gehen. 50 Jahre fast waren es Männer und das sollte auch so bleiben.

  • Hab gerade mit meinem Freund darüber diskutiert, und bin zu dem Schluss gekommen, dass es zwar durchaus interessant sein könnte, aber einiges von der "collness" verlieren würde, wenn sich der Doktor bzw die Doktorin (da fängste ja schon an) vorstellt.
    Es würde im deutschen einfach zu holperig klingen: "Hallo, ich bin die Doktorin" :cursing: In englisch kein Problem, aber in Deutsch gehts iwie garnicht. Und der Satz ist nunmal DER Satz aus der Serie.


    Mag jetzt völlig banal klingen, wahrscheinlich sehen viele die Serie auf englisch, und machen sich darüber keinen Kopf. Aber das ist für mich das Argument GEGEN einen weiblichen Doktor.


    Ausserdem sah man, als der Doktor von der Akademi auf Galifrey erzählte auch nur Jungen. (Muss nichts heissen, aber ist mir gerade in den Sinn gekommen)....

  • Ich bin ja nun auch eine Frau - aber nein, bitte nicht, bloß nicht!
    Ich kann mir das nun so gar nicht vorstellen, sehe auch Sinn, den Grund dahinter nicht.
    Warum sollte man?
    Der Doctor ist nun mal ein Mann - und das ist gut so!

    "So... all of time and space, everything that ever happened or ever will - where do you want to start?"


    "There's no point in being grown up if you can't be childish sometimes."

  • Doch - sogar viel. Hey, ich bin selber eine Frau.
    Aber ich will einen Mann als Doctor!

    "So... all of time and space, everything that ever happened or ever will - where do you want to start?"


    "There's no point in being grown up if you can't be childish sometimes."