8x05 - The Daemons

  • Ohne auf die Aussagen Pascals einzugehen, auch wenn es mir schwer fällt, hier einfach mein Review zur Folge. ;)



    Ich fand "The Daemons" großartig.
    Die Folge hat alles, was man verlangen kann. Sie bietet großartige Unterhaltung, viel Humor, den Master und das Dreamteam Pertwee/ Manning.


    Völlig überzeugt hatte mich der Witz in der Folge, als der Doctor Jo auf eine Frage zur Bedeutung des Masters Deckungsnamen hin angeht: "So you failed in Latin as well as in Science?"
    Generell hat mir der Lobgesang auf rationale Erklärungen natürlich zugesagt und es würde bestimmt auch heute nicht schaden, den Kindern zu vermitteln, dass man auch bei komplexen Dingen seinen Verstand einschalten und nach einer wissenschaftlichen Erklärung suchen sollte. Beeindruckend, dass so eine Folge vor 42 Jahren lief und heute gerne Märchen-Erklärungen gebracht werden.

  • Mhhhfff. Mich hat's nicht so begeistert zurückgelassen. Beim Schauen der ersten drei Teile dachte ich noch: "Wow, das ist ja richtig schön atmosphärisch und gruselig! Warum bloss hatte ich die Geschichte als nicht so wirklich gut in Erinnerung?!" Die Erklärung kam dann als Teil 4 und 5 über den Fernseher huschten um alles wieder in die pertwee'sche Geplänkel-Suppe herabzuziehen. Wirklich schade.


    Aber ich will mal nicht ganz so sein. Es wundervolle Nachaufnahmen in einem verwunschenen englischen Dorf mit Uraltkirche und RegenBlitzUndDonner, satanistische Gruselrituale die Delgado in einer Art intoniert die Christopher Lee auch nicht sehr viel besser hinbekommen können, possierliche Gargoyles die großartige BBC Workshop-Terrorsounds von sich geben, eine sehr einfallsreiche Regie mit toller Kameraarbeit... und zwischendrin steckt noch ein kleiner persönlicher Nostalgiebonus. Als wir '92 in Holland lebten hatten wir damals im Familienkreis Teil 3 auf BBC 2 gesehen, und ich kann mich noch sehr lebendig daran erinnern wie mein kleiner Bruder zum Cliffhanger in verängstigte Tränen ausgebrochen ist. Wunderbar. :D


    Spätestens mit dem Beginn der Maibaumparade fliegt jedoch jeder Sinn und Verstand (mitsamt Spannung) aus dem Fenster. Der böse Scherge des Masters nimmt den Doctor gefangen und will ihn als Hexe (statt eines HEXERS, aber schwammdrüber :rolleyes: ) auf dem Scheiterhaufen verbrennen und bringt die Dorfbewohner gegen ihn auf, aber dann kommt die (tierisch nervtötende) Dorfhexe und überzeugt sie dass er keine Hexe ist indem er eine Hexe ist und wird freigelassen und beweist dass er doch eine Hexe ist, was aber keinen mehr zu stören scheint und... AAAAAAHHHHH!!!


    Teil 5 ist dann nur noch von unterirdischer Qualität. Und ein blendendes Negetivbeispiel für pertwee'sche Zeitschinderei, denn die knappe Hälfte der Folge besteht nur aus einem auf der Stelle tretenden Hin und Her.


    Master: "Azal! Töte den Doctor! Ich befehle es dir!"
    Azal: "Brawr! Brawr! Brawr!"
    Doctor: "Nein, halte ein!"
    Jo: "Schluchz. Heul."


    Schnitt. UNIT-Soldaten schießen auf den Gargoyle.


    Doctor: "Azal, höre meiner Hinhaltetaktik zu!"
    Master: "Nein, tu es nicht! Töte den Doctor! Hier, ich zeige mit dem Finger auf ihn!!!"
    Azal: "Brawr! Brawr! Brawr!"


    Zurück zu UNIT. Peng peng peng.


    Jo: "Schnief. Grein."
    Master: "Töte ihn, Azal! Töte den Doctor!"
    Azal: "Brawr! Brawr! Brawr!"
    Doctor: "Und dann sage ich auch nochmal was."
    Azal: "Brawr, unwürdige Wesen, Brawr!"


    Dann wieder UNIT mit Gewehren.


    Und so weiter und so weiter. Nach drei Minuten wurde ich ungeduldig, nach fünf Minuten war ich genervt... und dann ging es noch mehrere Minuten so weiter. Himmelarschundzwirn.


    Häufig kritisiert wird ja das Ende, und selbst Terrance Dicks rügt es auf den DVD-Extras nochmal tüchtig. Inhaltlich habe ich damit weniger ein Problem, denn mir wäre wohl auch das Hirn implodiert wenn sich vor meinen Füßen Jo für den Doctor opfern will nachdem dieser ganze fünf Episoden lang nichts anderes gemacht hat als jeden Satz von ihr zu korrigieren und ihr zu sagen wie dämlich sie sei. Azals selbstzerstörische Verwirrung finde ich daher komplett nachvollziehbar. Sehr viel mehr habe ich ein Problem damit dass dieser "defeat" urplötzlich kommt und in gerade mal 5 Sekunden abgehakt wird, nachdem wir uns stundenlang zuvor mit diesem Larifari aufgehalten haben! Ist das noch verhältnismässig?


    Uff. Also, dank den wirklich gelungenen ersten drei Teilen ringe ich mir noch gut und gerne ein "So mittel" ab. Aber wenn die Geschichte nach hinten raus nicht so in sich zusammengefallen wäre hätte ich ein begeistertes "Super!" in die Welt hinausgeschrien.

  • Schlecht kann die Folge nicht sein wenn sie zu einer wissenschafftlichen Diskussion führt.
    Auf alle Fälle hat sie wohl den Geist angeregt. :)


    Ich habe mit Gut gestimmt obwohl ich die letzte Folge recht enttäuschend und die Auflösung zu stark konstruiert fand.
    Da hätte mehr drin sein müssen.
    Aber Dr. Who Meets Schwarze Messe war mal was völlig anderes und auch wenn hier alles mit Alien und Technik erklärt wurde kam es doch meinem Naturell entgegen, das Gruselstimmung sehr mag und Satanskulte schätzt.
    Also auf der Leinwand versteht sich und nicht als Hobby.


    Eigentlich eine sehr gute Idee hier bei den damaligen Horrofilmen anzusetzen um Elemente da draus in die Handlung rein zu nehmen. Das trübt doch mein Urteilsvermögen nach oben.

  • Ich habe mit "Super" gestimmt, vermutlich auch weil es so ein wunderbarer Kontrast zu dem öden und langweiligen "Colony in Space" davor war.


    Düster, atmosphärisch, schön ausgearbeitete Charaktere und Dialoge mit Humor - das mag ich.


    Jon Pertwee selbst wird nie mein Lieblingsdoctor werden. Wie er hier Jo immer wieder niedermacht ist schon "beachtlich". Jo nervt hier aber auch besonders.


    Insgesamt aber das Highlight dieser achten Staffel.

  • Der Master hat in dieser Folge ein bisschen Voldemord gespielt, irgendeine Grabstätte wurde geöffnet wo natürlich ein UFO drin war das dazu gehörige Alien kam auch noch vor und wollte die ganze Menschheit vernichten.
    Anstatt das der Doctor den Tag rettet ist Jo diesmal die Heldin.
    Zum Schluss tanzen alle noch und freuen sich das der Master endlich gefangen wurde, und das alle gerettet wurden.


    Am Anfang fand ich die Folge noch ganz Spannend ich war sehr neugierig was sich in der Grabkammer befindet wo dann der Schneestrum kam und der Hitzschild war ja noch alles Ok.
    Aber ab da wo dann die Erklärung mit Azal kam und das vor 100000 Jahren öfters Aliens die Erde besucht haben um uns zu helfen dachte ich Zeitweiße was der Drehbuchautor genommen hat.
    Die Folge wurde ab da immer schlechter und der Schluss war ja mal sowas von daneben, der mächtige Azal der die macht hat die ganze Welt zu zerstören wird durch Jo vernichtet in dem sie bereit ist sich für den Doctor zu opfern.
    Ich finde es gut das mal ein Companion in Classic Who das böse Alien besiegt hat aber das hätte man besser hinbekommen können.
    Und die Tanzeinlage zum schluss hätten die ganz weglassen können, die hat mich an die Zelda spiele erinnert wo es jedes mal eine Party gibt wenn Link es mal wieder geschafft hat alle zu retten, nur das die Partys bei Zelda besser sind.


    Bevor ich es vergesse der eine Sergeant der die Maschiene für den Doctor bauen sollte hieß Osgood.


    Von mir bekommt die Folge ein Durchschnittlich gerade noch so.

  • Ich glaube, ich habe meine Lieblingsfolge mit dem dritten Doctor gefunden. Sorry, The Green Death, aber The Dæmons ist einfach großartig und hat den Master!


    An der Folge gibt es wirklich nicht viel auszusetzen. Die UNIT-Family ist einfach großartig. Die Interaktion von allen miteinander zeigt, warum man sie als "Family" bezeichnet. Aber auch die Gastcharaktere sind großartig, allen voran Miss Hawthorne und ihr Beharren darauf, dass es sich bei den seltsamen Vorkommnissen um Magie handelt, sorgte für tolle Interaktionen mit dem Doctor. "Magic!" "Science" "No, magic!" "Science, Miss Hawthorne, science!" :D Ingesamt ist der Humor der Folge einfach super. Die Interaktion zwischen dem Doctor und dem Brigadier durch die Hitzebarriere, die Reaktion des Doctors darauf, dass er angeblich fürs Fernsehe arbeite und eine Perücke trage, die Interaktion zwischen Professor Horner und dem BBC Report, die Reaktion des Brigadier darauf, dass Benton und Yates seinen Helikopter genommen haben, die beiden beim Rugby gucken, Benton und Miss Hawthorne und zu guter Letzt natürlich Yates Frage an den Brigadier, ob er nicht auch tanzen wolle.


    Trotz des Humors ist die Folge recht düster. Der Master will eine "dämonische" Macht heraufbeschwören, die ihm die Fähigkeit geben soll, die Welt sich Untertan zu machen. Daraus entwickelt sich auch der große Konflikt der Folge, Magie vs. Wissenschaft, womit haben wir es hier zu tun? Im Endeffekt mit Clarkes drittem Gesetz, "Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic". Die Dæmons sind eine Spezies, beinahe so mächtig wie die Time Lords, aber anders als diese, mischen sie sich ein und behandeln das Universum so ähnlich wie Rani, als ein Ort um ihre Experimente durchzuführen und die Menschheit ist so ein Experiment für sie. Dies macht sie natürlich sehr gefährlich. Da erwartet man eigentlich eine tolle und komplizierte Auflösung.


    Das gesamte Serial hinweg wird auf Azrael hingearbeitet. Seine Macht wird immer stärker und immer bedrohlicher dargestellt. Bok als des Masters Handlanger, der auch nur existiert wegen Azrael, wird als unzerstörbar gezeigt. Selbst der Master und der Doctor scheinen Angst vor Azrael zu haben und dann wird er vom Master relativ leicht manipuliert den Doctor zu töten, was Jo dazu bringt, sie selbst opfern zu wollen, was dann Azrael tötet. Äh? Ein Wesen, das angeblich die Menschheit seit Jahrtausenden beobachtet, wird durch die Unlogik getötet, die Selbstopferung für einen anderen darstellt? So etwas muss er schon unzählige Mal erlebt haben. Diese Auflösung ist einfach nur enttäuschend. Selbst die großartige Explosion der Kirche reißt es nicht wieder raus.


    FAZIT: 9,5/10 Punkte, das enttäuschende Ende hält mich davon ab 10 Punkte zu geben.

  • Endlich habe ich das Serial und damit Season 8 abgeschlossen.

    Ich habe mit GUT abgestimmt.


    Es war mal etwas anderes und untypisches das man sich mit dunkler Magie und Ritualen beschäftigt hat und der Wissenschaft etc.


    Der Master war wirklich das beste an dem Serial und alle Side Characters die mal ein wenig mehr zu sehen und involviert waren (Mike und Benton.)


    Die 2. Hälfte des Serials zog sich ein wenig und hat mich auch an manchen Stellen sehr gelangweilt und die Auflösung war OK.


    Alles in einem war es aber ein guter Abschluss der Season 8. Die 8.Season allgemein war für mich ein großer Step Up zur 7.Season. Trotzdem fehlt mir bei Pertwees Seasons ein wenig was von dem was ich an den ersten 2 Doctoren und den ersten 6 Seasons mochte. Aber immerhin hat mir Pertwees 2. Season besser gefallen, was natürlich auch an dem Master als Gegenspieler liegt.