Pilotprojekt: die alte Serie sehen und zeitnah kommentieren

  • Hallo Leute,


    ich lese hier schon etwas länger mit, habe mich aber erst jetzt überwunden, mich anzumelden. Ich habe die neue Serie (ab Christopher Eccleston) und Torchwood gesehen und mich dazu entschlossen, jetzt ein Mammutprojekt zu starten: Doctor von Anfang an. Das an sich ist noch nicht wirklich spannend, zugegeben. Aber ich habe vor, die Serials zeitnah zu kommentierten und zu bewerten. Klingt auf den ersten Blick auch nicht besonders, Rezensionen und Abstimmungen gibt es zuhauf, allerdings sind die zur alten Serie verklärend aus der Retrospektive geschrieben. Ich hingegen möchte den Eindruck abbilden, den die Folge direkt nach dem Schauen hinterlässt. Wichtiger Gradmesser dabei wird sein, wie gut ich durchkomme. Ich bin mit Science Fiction der 60er vertraut, schließlich habe ich Raumschiff Orion gesehen. Aber ich habe schon gemerkt, dass es Serials gibt, die sich ziehen, die man auch mehrmals sehen muss, weil man dauernd einschläft, und es gibt Serials, die einen Zug entwickeln, dass man gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht. Kurzum, ich werde schreiben, wie es war und eine Bewertung im Schulnotensystem abgeben. Dies stellt natürlich nur meinen persönlichen Eindruck dar; es ist erlaubt, aufs Heftigste zu widersprechen. So, nun gegeht es aber los mit Staffel 1:


    An Unearthly Child:
    Es dauert ein wenig, sich ans Setting zu gewöhnen. Der Doctor ist ein wunderlicher alter Kauz mit Verwandtschaft. Er reist mit seiner Enkelin durch die Zeit und kommt insgesamt eher kalt rüber. Die Story ist eher banal: es gibt eine Intrige unter Höhlenmenschen, den wer das Feuer hat, hat die Macht. Die Reisenden geraten in Gefangenschaft und müssen sich befreien etc. Insgesamt war es etwas zäh, ich habe mehrere Anläufe gebraucht, und wüsste ich nicht, was danach noch alles kommen sollte, hätte ich die Serie bereits nach einer Folge ad acta gelegt.
    Gesamtnote: 4


    The Daleks:
    Die Tardis landet irgendwo, und der Doctor hat keinen Plan, gibt aber vor, alles unter Kontrolle zu haben. Ein Verhalten, das sich als für den 1. Doctor typisch herausstellen soll. Er entwickelt sich nach der anfänglichen Kühle zu einer Art Vaterfigur für die Reisenden. Ähnlich wie Gandalf, nur mit dem Unterschied, dass er eigentlich nie einen Plan hat, aber selbstgefällig immer behauptet, alles im Griff zu haben. Er scheut nicht dafür zurück, die anderen anzulügen, um seinen Willen durchzusetzen und bringt die Gruppe dabei prompt in Gefahr. Die Daleks in der allerersten Folge benutzen noch nicht ihr klassisches "EXTERMINATE", besitzen aber schon die typisch faschistoid-metallische Sprechweise. Insgesamt wirken sie im Vergleich zu späteren Exemplaren als sehr harmlos. Das Serial ist sehr amüsant und erklärt gut, warum sich die Daleks bis heute ihrer Beliebtheit erfreuen. Ich habe die Salzstreuer jedenfalls sofort in mein Herz geschlossen.
    Gesamtnote: 2


    The Edge of Destruction:
    Eine Folge, die sofort als Lückenfüller erkannt werden kann. Die Krise, die zwischen den Charakteren entsteht, ist gut ausgearbeitet, und auch das hitzige Wesen des Doctors kommt gut rüber, ebenso seine Schwierigkeit, sich für seine forsche Art zu entschuldigen. Für eine Innenfolge echt unterhaltsam.
    Gesamtnote:2


    Marco Polo:
    Ehrlich gesagt habe ich noch nicht die Muße gefunden, mir ein mit Standbildern untermaltes Hörspiel reinzuziehen, vor allem, weil es 7 Folgen sind. Deshalb keine Beurteilung.


    The Keys of Marinus:
    Eine Schnitzeljagd, die zu ziemlich verschiedenen Orten führt. Die Insel im Säureozean ist sehr phantasievoll, der Prozess gegen Ian ist klasse. Die erste richtig gute Folge, wie ich denke. Ich habe nachts am Stück verschlungen.
    Gesamtnote: 1


    The Aztecs:
    Ein weiteres Historical-Serial. diesmal auch in Motion. Auch hier spielen wieder Verrat und Intrige eine Rolle. Insgesamt schön anzusehen.
    Gesamtnote: 2


    The Sensorites:
    Am Anfang etwas lahm, aber ich weiß wenigstens jetzt, woher die Ood kommen. Der zweite Teil auf dem Planeten mit den diplomatischen Verwicklungen, der Intrige und der Bekämpfung der Seuche hingegen war klasse. Deshalb
    Gesamtnote: 2


    The Reign of Terror:
    Die Zeitreisenden landen in den Wirren der französischen Revolution und fast auf dem Schafott. Und auch hier wieder ein großes Plus für den Doctor, der sich als ländlicher Bürgermeister verkleidet und sogar eine AUdienz bei Robespierre hat. Der Kerkermeister, der Barbara zweideutige Angebote macht, ist auch klasse.
    Gesamtnote: 2


    Staffel 2:
    Planet of Giants:
    Durch eine Betriebsstörung der TARDIS werden alle auf 1 Zoll Größe geschrumpft und müssen auf der Erde mit den Tücken der heimischen Fauna fertig werden und nebenbei noch einen Mordfall lösen. Sehr kurzweilig.
    Gesamtnote: 1


    The Dalek Invasion of Earth:
    Die Daleks sind zurück! Sie haben die Erde übernommen und entvölkert. die wenigen Überlebenden kämpfen einen verzweifelten Kampf. Hübsches Endzeitszenario, in dem erstmals klar wird, wozu die Daleks fähig sind. Am Ende gibt es den Abschied von Susan, womit ein Logikfehler im Whoniversum entsteht.
    Gesamtnote: 1


    The Rescue:
    Eine Brückenfolge, die Vicky als Nachfolgerin von Susan einführt. Ansonsten nicht sehr besonders und vorhersagbar.
    Gesamtnote: 3


    The Romans:
    Ich dachte erst: habe ich eine seltene Ausgabe von Quo vadis vor mir? Dieses Serial ist das genialste, was ich bisher gesehen habe: die Zeitreisenden machen sich ein paar vergnügte Tage in einer Villa nahe Rom. Während der Doctor und Vicky sich in die Stadt aufmachen und er für eine berühmten Lyraspieler gehalten wird, werden Ian und Barbara von Sklavenjägern verschleppt. Über Nero wird kein Klischee ausgelassen, vor allem, wie der Doctor ihn darauf bringt, die Stadt niederzubrennen (was historisch naürlich nicht korrekt ist), ist der Brüller. Und während sich die vier in Neros Palast immer wieder beinahe begegnen, endet das Chaos letztlich damit, dass sich alle vier wieder ind er Villa treffen und weiterreisen. Genial.
    Gesamtnote: 1 mit Sternchen


    The Web Planet:
    Nach der höhe kommt der tiefe Fall. Ich frage: was zum Teufel soll das? Da landet die TARDIS auf einem merkwürdigen Planeten, der von riesigen Ameisen bevölkert ist, deren vorderen Extremitäten insektoid aber völlig unbeweglich sind, während die Hinterbeine eindeutig menschlich und deutlich dicker sind. Und wer denkt, das sieht schon merkwürdig aus, der bekommt als nächstes komische Typen im Bienenkostüm präsentiert. Jetzt weiß ich endlich, woher die Simpsons das haben. Auch die komischen Kellerasseln sehen einfach nur... komisch aus. Die Story an sich ist auch ziemlich Banane: Die Bienen kommen zurück, nachdem sie von dem Planeten vertrieben wurden. Dieser wird beherrscht von einen telepathischen Spinnenwesen, das den Doctor für seine Dienste einspannen will. Ich habe echt mehrere Anläufe gebraucht, um mich durch diesen Schwachsinn zu quälen und kann dieses komische Geräusch, das die Ameisen von sich geben, nicht mehr hören. Um mir Platz nach unten zu lassen
    Gesamtnote: 5

  • Also wenn Du schon damit anfängst die alte Serie in Staffeln zu unterteilen, dann schau doch erst eine ganze Staffel, bevor Du deine Meinung zu einer postest. Staffel zwei hat noch vier weitere Folgen ("The Crusade", "The Space Museum", "The Chase" und "The Time Meddler"). Und bei zwei Folgen muss ich dir komplett widersprechen: "The Keys of Marinus" ist schnarchnassiger als alles was ich sonst gesehen habe und "Dalek Invasion of Earth" ist einfach nur doof, die Handlung zieht sich, es gibt massenhaft Patzer etc. Für näheres bitte mein Posting im entsprechenden Thread ansehen.


    PS: Willkommen im Forum und entschuldigung für die vielleicht etwas rau klingelnde Begrüßung.

  • Also wenn Du schon damit anfängst die alte Serie in Staffeln zu unterteilen, dann schau doch erst eine ganze Staffel, bevor Du deine Meinung zu einer postest. Staffel zwei hat noch vier weitere Folgen ("The Crusade", "The Space Museum", "The Chase" und "The Time Meddler"). Und bei zwei Folgen muss ich dir komplett widersprechen: "The Keys of Marinus" ist schnarchnassiger als alles was ich sonst gesehen habe und "Dalek Invasion of Earth" ist einfach nur doof, die Handlung zieht sich, es gibt massenhaft Patzer etc. Für näheres bitte mein Posting im entsprechenden Thread ansehen.


    PS: Willkommen im Forum und entschuldigung für die vielleicht etwas rau klingelnde Begrüßung.

    Der Sinn der Sache soll es ja sein, die einzelnen Serials direkt und zeitnah (und unvoreingenommen) zu beurteilen. Zugegeben, für die ersten paar Folgen mag das jetzt streng genommen nicht mehr hinhauen, aber ich erinnere mich noch an meinen Ersteindruck.


    Als erstes willkommen im Forum! Die Folgen nacheinander ansehen, hab ich mir auch gedacht, wird aber sehr schnell, sehr langweilig und ich hab das so ab Planet of Giants abgebrochen.


    Übrigens gibt es für jede Folge eigene Threads für Bewertungen und Rezensionen.

    Upps, hatte ich erst nicht gesehen. Dann werde ich den Text dort posten, hier aber die Liste mit den Noten aktuell halten. Wegen der Langweiligkeit: ich sehe das mehr als längerfristiges Projekt und habe nicht vor, möglichst schnell alles zu sehen, wobei es hier ja einige zu geben scheint, die genau das gemacht haben. Wie gesagt, die alte Serie unterscheidet sich deutlich von der neuen. Sie hat auch ihren Charme, ist aber ganz, ganz anders. Staffel-Storybögen gibt es gar nicht, dafür bilden die einzelnen Serials eine lange zusammenhängende Story. Und die Historicals spielen eine weit größere Rolle.

  • Ehrgeiziges Projekt...werd ich mir auch irgendwann antun, aber die DVDs dann komplett mit allen (noch so seltsamen) Extras anschauen.


    Aber auch ich muß Dir wiedersprechen...ich finde "The Web Planet" grad wegen seiner wirren Story und Kostüme so witzig...aber ich bin auch ein Fan von Monty Python. Ich war rundweg gut unterhalten.


    Ansonsten, weiter so :thumbsup:


    Ach ja, wenn Deiner einziger Hintergrund für SF der 60er Orion (sehr gut, aber halt "Deutsch") ist...dann mach doch mal mit z.B. "Time Tunnel", "Voyage to the Bottom of the Sea" und allen Gerry Anderson Serien bis "UFO" weiter....vielleicht versteht man dann manches leichter ;) ...und natürlich die Avengers....

    Das entspricht nicht Ihrer Sicherheitsstufe, Bürger. Melden Sie sich umgehend zur Terminierung. Einen schönen Tag, der Computer ist Ihr Freund.


    Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn

  • Hmm, ist es nicht möglich, eigene Beiträge zu ändern?


    Egal, ich habe jetzt The Crusade durch:
    Die Tardis-Mannschaft verschlägt es in die Levante des späten 12. Jahrhunderts, wo König Richard I. gerade dabei ist, im 3. Kreuzzug Jerusalem zurück zu erobern. Barbara gerät in die Gefangenschaft Saladins, während Ian von Richard zum Ritter geschlagen wird. Und natürlich gibt es auch wieder eine Intrige. Eine solide Folge, aber ohne jetzt wirklich zu brillieren.
    Gesamtnote: 3


    The Space Museum:
    Geniale Folge! Die Tardis-Crew landet auf einem Museumsplaneten, der von Ersatznazis betrieben wird und sie zu Ausstellungsstücken umfunktionieren möchten. Alles läuft darauf hinaus, dass die Reisenden ihrem Schicksal nicht entrinnen können, aber zum Glück konnte Vicky die versklavten Ureinwohner des Planeten zur Revolte bewegen.
    Der ewig schmunzelnde Doctor ist auch dieses Mal wieder genial, besonders, wie er den Obernazi beim Verhör verarscht oder sich in der Dalekhülle versteckt. Für die Bewertung muss ich nicht lange überlegen. Die Tatsache, dass ich mir alle vier Folgen am Stück angesehen habe, lässt nur ein Urteil zu.
    Gesamtnote: 1


    The Chase:
    Da denkt man, es kann nicht mehr besser kommen, und dann das...
    Die Daleks haben eine Zeitmaschine gebaut und hängen sich an die Fersen der Tardis, um sich am Doctor zu rächen. Dabei kommt es zu allerlei Zwischenstopps mit witzigen Zwischenfällen. Ob auf der Spitze des Empire State Building oder an Bord der berühmten Mary Celeste: der Humor späterer Epochen lässt schon kräftig durchblicken. Höhepunkt sind wie immer die diesmal etwas hilflos dreinblickenden Daleks, die tatsächlich von Frankensteins Monster vermöbelt werden oder einen recht unrühmlich Abgang über Bord machen. Das allein entschädigt für das etwas lasche Ende, wo sich die Daleks einen finalen Kampf mit Roboter liefern. Schade, dass es die letzte Folge mit Ian und Barbara ist. Gerade Ian hat sich in den ersten zwei Staffeln vom Physiklehrer zum Actionheld aufgeschwungen. Einfach köstlich, deshalb
    Gesamtnote: 1

  • Classic chronologisch schauen finde ich gut - hab ich auch gemacht (inkl. aller Recons).



    Ich war "vor" Doctor Who allerdings mehr als stark vorbelastet, was klassische Sci-Fi Serien und Filme angeht.


    Daher war für mich von Anfang an klar das wenn ich Classic schaue - ich alle Episoden in Ausstrahlungsreihenfolge sehen will.
    Und recherchiert habe ich - wochenlang.


    Zwischendurch habe ich etwa ein 3/4 Jahr Pause eingelegt.
    Gesamt war ich IMHO so etwas über 2 Jahre mit dem "Projekt" dran.


    Man muss dann natürlich geduldig sein, bis man an bestimmte Doktoren, Folgen usw. kommt,
    aber dafür macht es einfach Spass die Veränderungen innerhalb der Serie von Anfang bis Ende mitzuerleben.
    Vor allem wenn man die DVDs mit einbezieht - hier gibts soviel Input und Hintergrundwissen - das ist eine Menge Stoff.
    Man erstappt sich dann auch dabei das man es schade findet,
    wenn eine Ära zu Ende ist oder wieder ein vertraut gewordener Companion oder Doktor weg ist.


    Oben wurde "Marco Polo" erwähnt - eine der besten Storys des ersten Doctors.
    Die Loose Cannon Recon mit den eingefärbten Bildern ist sehr gelungen.
    Ironischerwiese tauchten kurze Zeit später nach Veröffentlichung "echte" Farbfotos von der Story auf.


    Loose Cannon hat bis auf eine Story alle auf VHS rausgebracht
    (gedulded von der BBC, darf nur nicht in irgendeiner Form digital vertrieben werden)


    Die sollte man nicht ignorieren - da man sich sonst einige der besten Doctor Who TV Geschichten vorenthält.
    Bei den LC Recons sieht man nicht nur die Bilder, sondern läuft auch hin-und wieder erklärender Text unten mit.
    Zudem wurden zu vorhandenen Bildern (Telesnaps, Produktionsfotos) teilweise Filmschnipsel,
    neue Modellaufnahmen, CGI Bilder usw. bei einigen Recons mit eingebaut.
    Die Reconstructions kann man sich noch mit den Folgen von der "Lost in Time" Collection ergänzen - da wo möglich.


    Ein zweites Mal in Chronolgie schauen würde ich allerdings nicht machen. Der Reiz ist verfolgen.
    Ich greife mir hin und wieder mal eine DVD aus dem Schrank - je nachdem wo ich gerade Bock drauf habe.
    Es sind auch über die Jahre etliche DVDs von Storys rausgekommen, die ich noch von VHS gesehen habe.
    Da interessiert mich dann insbesondere das Bonusmaterial oder auch wie eine Folge neu remastered ausschaut.
    Teilweise gibt auch Nettigkeiten wie zB die neu gedrehten Szenen bei "Day of the Daleks" oder neu colorierte Episoden usw.


    Den meisten würde ich allerdings eher empfehlen mal hier und da in ausgewählte Episoden der verschiedenen Doktoren reinzuschnuppern.
    Gummimonster und langatmige, antiquierte Retro-TV-Unterhaltung ist nun mal nicht jedermanns Sache -
    insbesondere im Kontext mit den rasanteren Folgen seit der Rückehr von Doctor Who 2005.


    Ich drücke Nikioko jedenfalls die Daumen für sein Projekt. Sehr ambitioniert.


    :D quater


  • Nein, näheres hier: Einschränkung der Editierfunktion

    Das ist... ungünstig, da ich das erste Pot als von Zeit zu Zeit zu ergänzende Zusammenfassung benutzen wollte. Zumal ich auch keinen Grund sehe, die Editierfunktion einzuschränken.

    Ich schau auch gerade von vorne. Bin jetzt bei "The Sensorites" angekommen.

    Die Sensorites waren lustig. Auch wenn das klassische Verräterschema zu dem Zeitpunkt etwas überbeansprucht wurde.


    Zitat

    Classic chronologisch schauen finde ich gut - hab ich auch gemacht (inkl. aller Recons).

    Hmm, die Recons, gerade die, bei denen sämtliche Folgen verschollen sind (gerade in der 3. Staffel), habe ich zunächst mal großzügig ausgelassen. Eine Ausnahme ist da The Celestial Toymaker.


    Zitat

    Zwischendurch habe ich etwa ein 3/4 Jahr Pause eingelegt.
    Gesamt war ich IMHO so etwas über 2 Jahre mit dem "Projekt" dran.

    Da steht mir ja noch was bevor. ;-)

    Zitat

    Man muss dann natürlich geduldig sein, bis man an bestimmte Doktoren, Folgen usw. kommt, aber dafür macht es einfach Spass die Veränderungen innerhalb der Serie von Anfang bis Ende mitzuerleben.
    Vor allem wenn man die DVDs mit einbezieht - hier gibts soviel Input und Hintergrundwissen - das ist eine Menge Stoff.
    Man erstappt sich dann auch dabei das man es schade findet,
    wenn eine Ära zu Ende ist oder wieder ein vertraut gewordener Companion oder Doktor weg ist.

    Ich bin da schon sehr geduldig, nur erfordern die Recons mit Standbildern eine ganz andere Konzentration als die bewegten Folgen, weshalb ich sie öfters auf die lange Bank schiebe. Die Entwicklung der Charaktere finde ich sehr interessant. Am Anfang waren ja noch Ian und Barbara die Helden und der Doktor mehr der Grund für Ärger, bevor sich das langsam geändert hat. Die Entwicklung der Daleks ist natürlich sehr witzig. Ich habe auch mehrere Zäsuren bemerkt: The Time Meddler ist die erste Folge, in der ein anderer Timelord in das Geschehen eingreift, und The War Machines ist eine deutliche Zäsur in Richtung Jetztzeitfolgen. Da blickt zum ersten Mal durch, wie es mit der Serie weiter geht. Ich schaue gerade The Tenth Planet und finde es sehr interessant, wie sehr sich die Cybermen optisch und auch vom Verhalten her von ihren späteren Exemplaren unterscheiden.


    Den meisten würde ich allerdings eher empfehlen mal hier und da in ausgewählte Episoden der verschiedenen Doktoren reinzuschnuppern.
    Gummimonster und langatmige, antiquierte Retro-TV-Unterhaltung ist nun mal nicht jedermanns Sache -
    insbesondere im Kontext mit den rasanteren Folgen seit der Rückehr von Doctor Who 2005.


    Ich drücke Nikioko jedenfalls die Daumen für sein Projekt. Sehr ambitioniert.

    Danke, bisher bin ich auch vielfach gut unterhalten worden. Ich neige mich so langsam dem Ende der Hartnell-Ära zu, und während ich den alten Knaben am Anfang nicht mochte, ist er im Laufe der Zeit richtig cool geworden.


    Ich mache weiter mit meiner Zusammenfassung:


    The Time Meddler:
    Die Tardis landet in England im schicksalhaften Jahr 1066. Steven ist noch nicht von den Zeitreisefähigkeiten der Tardis überzeugt und macht sich über Vicky und den Doctor lustig. Das Gespräch wird von einem Mönch belauscht, der hektisch auf seinen Arm scheut, als ob er da eine Uhr hätte. Der erste "Hä?"-Moment. Während sich die Tardisbesatzung mit den Dorfbewohnern anfreundet, kommt langsam Lich in die Sache, was es mit dem Mönch auf sich hat: auch er ist ein Zeitreisender aus der Zukunft, der zur Tarnung ein Kloster besetzt hat und Mönchsgesänge vom Band spielt. Er nimmt den Doctor gefangen, wobei der Grund zunächst unklar ist: er will die Flotte von Harald Haradra vor der Küste Nurthumbriens versenken, um die Schlacht von Stamford Bridge zu verhindern, damit Harold Godwinson in der Schlacht von Hastings Wilhelm dem Bastard mit einem frischen Heer entgegentreten und gewinnen kann. Der Mönch sieht einen Spaß darin, die Geschichte zu verändern und hat damit auch keine moralischen Probleme: er besitzt bereits eine große Sammlung an Kunstschätzen. Der Doctor schafft es, den Mönch zu überlisten und dessen Tardis zu beschädigen, wodurch dieser in der Zeit gestandet ist. Die Sache mit dem Time Meddler ist recht interessant, der Rest der Geschichte eher unspannend. Deshalb:
    Gesamtnote: 3


    Staffel 3:
    Galaxy 4: ausgelassen
    Mission to Unknown: ausgelassen
    The Mythmakers: ausgelassen
    The Daleks' Master Plan: ausgelassen
    The Massacre of St. Bartholemew's Eve: ausgelassen


    The Ark:
    Die Tardis landet in eier Art Zoo auf einem Generationenschiff der Menschheit in ferner Zukunft. Die Menschen haben sich auf den Weg gemacht, einen neuen Planeten zu erobern und werden dabei von den stummen Monoids, die ihnen dienen, begleitet. Die neue Begleiterin Dodo, die der Doktor dauernd für ihre Sprache tadelt, ist erkältet und steckt dabei einige Menschen an, was für diese fatal ist, da die Krankheit schon lange ausgerotttet war und sie kein Immunsystem dagegen haben. Schnell werden
    sie für Spione vom Planeten Refusis, dem Ziel der Reise gehalten und aus dem Schiff geworden werden, doch der durch Krankheit stark geschwächte Kommandant glaubt dem Doctor und erlaubt ihm, ein Heilmittel zu entwickeln. Nachdem dieses anschlägt, werden alle freigelassen und dürfen mit der Tardis abreisen. Diese landet an derselben Stelle wieder, in der 700 Jahre entfernten Zukunft. Das Schiff erscheint menschenleer, und die Statue, die gebaut wurde, hat den Kopf eines Monoid und nicht eines Menschen, wie ursprünglich geplant. Es stellt sich heraus, dass die Monoids die Möglichkeit zu kommunizieren entwickelt und rebelliert haben; die Menschen werden jetzt als Sklaven gehalten. Der Führer den Monoids zeichnet sich durch ein sehr brutales Verhalten aus: er will Refusis mit Gewalt einnehmen und zur neuen Heimat der Monoids machen. Das Generationenschiff soll mit allen Menschen an Bord gesprengt werden. Die Tardisbesatzung wird als Vorhut vorausgeschickt, um die Feindseligkeit der Refusianer zu testen. Diese entpuppen sich allerdings als ziemlich freundlich gesinnt und haben für die Neuankömmlinge bereits Unterkünfte gebaut, da sie in ihrer körperlosen Form so etwas nicht mehr brauchen. Von der Brutalität der Monoids sind sie allerdings angewidert, weshalb sie den Menschen helfen, die in der Statue versteckte Bombe aus dem Schiff zu werfen. Nach einem kurzen Kampf, in dem die Menschen gegen die Monoids siegen, gewähren die Refusianer den Menschen den Aufenthalt auf ihrem Planeten unter der Bedingung, dass alle Reisende des Schiffes, auch die Monoids, sich dort niederlassen dürfen. Insgesamt eine sehr kurzweilige Geschichte am Rand zu sehr gut.
    Gesamtnote: 2


    The Celestial Toymaker:
    Nachdem die Tardis wieder abgereist wird, dematerialisiert der Doctor vor den Augen von Steven und Dodo. Die drei sind in die Fänge des teuflischen Spielzeugmachers geraten, der ihnen nichts Geringeres als ein Spiel um ihre Freiheit anbietet. Während der Doctor die Türme von Hanoi mit 10 Stufen spielen muss und sich dabei keinen Fehler erlauben darf, müssen Steven und Dodo an verschiedenen Spielen gegen frühere Opfer des Spielzeugmachers, denen er die Aussicht auf Freiheit gegeben hat, antreten. Häufig wird hierbei geschummelt, doch letztlich schaffen es Dodo und Steven, den Parcours zu überwinden, bevor der Doctor seinen 1023. und letzten Zug macht. Bald realisieren sie, dass der Weg nicht in die Freiheit führt, da ein Sieg dazu für, dass das gesamte Reich des Spielzeugmachers inclusive der Tardis zerstört wird. Auf eine Bemerkung von Steven hin aber kommt dem Doctor der Einfall, die Stimme des Spielzeugmachers zu imitieren und das Spiel per Sprachkontrolle auf Zug 1023 zu setzen im selben Augenblick, in dem die Tardis dematerialisiert. Insgesamt eine sehr spannende Folge, die man auch trotz der Rekonstruktion gut verfolgen konnte. Der Spielzeugmacher erinnert von der Kleidung hat irgendwie an Dr. Fu Manchu.
    Gesamtnote: 2


    The Gunfighters:
    Die Tardis landet in Tombstone, Arizona anno 1881. Der Doctor wird dabei von den Clantons für Doc Holliday gehalten und zum Duell herausgefordert. Begleitet wird diese mit sämtlichen Westernklischees gespickte Verwechslungskomödie von der Ballade des Last Chance Saloons, welche die Ereignisse zusammenfasst. Trotz einiger Glanzleistungen des Doctors ("And I am... Doctor Caligari" - "Doctor who?" - "Yes, quite right.") und der Tatsache, dass ich die am Stück gesehen habe, kann ich mit dieser Folge nicht warm werden. Das mag in erster Linie daran liegen, dass die Schießerei vom O.K. Corral völlig falsch dargestellt wird. Das war bei früheren Historicals (Nero zündet ROm an) zwar auch schon, wirkt sich hier aber äußerst störend aus. Wegen der positive Momente insgesamt aber befriedigend.
    Gesamtnote: 3


    The Savages: ausgelassen


    The War Machines:
    Im Gegensatz zu vielen anderen hier fand ich die Folge wirklich gut. Eine der ersten Folgen, in denen sich der Doctor den englischen Behörden als Berater zur Verfügung stellt, um ein außer Kontrolle geratenes Experiment wieder einzufangen. Die Idee der künstlichen Intelligenz, die ein Bewusstsein entwickelt und die Welt erobern und die Menshcheit vernichten will, ist nicht neu, aber man muss hier sagen, dass diese Rebellion der Maschinen 20 Jahre vor Terminator stattfindet. Insgesamt erinnert das mit der Hypnose auch an die Folge The Dalek Invasion of Earth, allerdings spielt die Folge nicht in der fernen Zukunft, sondern in der damaligen Gegenwart und dürfte damit ähnlichen Einfluss haben, wie Orson Welles, als dieser eine Hörspielversion von The War of the Worlds über den Äther schickte und Menschen in Panik versetzte. Was noch auffällt ist, dass die Folgen jetzt einen folgenspezifischen Vorspann und Abspann besitzen. Außerdem werden die Begleiter komplett ausgetauscht: Für Dodo kommen Polly und Ben an Bord der Tardis. Die Folge stellt also in vielerlei Hinsicht eine Zäsur dar. Einzig die Tatsache, dass William Hartnell noch zwei Serials den Doctor spielt, stellt ein Bindeglied zu den alten Folgen dar.
    Gesamtnote: 2


    Staffel 4:
    The Smugglers: ausgelassen