4x04 - Dicke Luft (The Sontaran Stratagem [Part 1])

  • fand auch diese Episode eher durchschnittlich, auch wegen dieser Sontarans, obwohl ich ja die Classic serie leider noch nicht kenne, kannte ich diese Species nicht aber in dieser Folge , naja,.


    Aber eine Frage, ist der eine Sontaraner nicht der gleiche wie in der 6. Staffel der dem 11. doctor geholfen hat Amy zu befreien ?

  • Nein. Sontaraner ist nur eine Rasse, die ausschließlich aus Klonen besteht. Dass sie sich ähneln ist da beabsichtigt und richtig. Übrigens haben diese Sontarans nur wenig mit den originalen zutun. Vor allem im Verhalten. RTD war leider der Meinung, dass wichtige Charaktere Catchphrases haben sollten - was ich persönlich gar nicht leiden kann - und deshalb haben die auch ihr "Sontar- Ha". -_-

  • Der Anfang eines Zweiteilers… da sollte man noch nicht so urteilen.
    Aber dafür, dass es eben doch erst der Anfang war, war es recht gut… okay, der Auftrifft von UNIT war peinlich, genauso der überintelligente Bengel, aber die Sontaraner kamen gut und bedrohlich rüber. Ihr Schlachtruf stört mich nicht weiter, der ist ja für die Episode an sich nicht wichtig und daher ist es mir egal, dass es den in der klassischen Serie nicht gab.

  • Dieses Mal hatte ich schon vor dem Ansehen der Episode mitbekommen, dass sie den Auftakt zu einer Doppelfolge darstellte. Bisher stolperte ich sonst in dieser Mehrteiler herein. Durch dieses kleine Detail war es ein ganz anderes Schauerlebnis, denn ich wusste, dass diese etwas komische Handlung noch Zeit für einen vernünftigen Ausgang hatte. Zumindest erhoffte ich mir solch einen im zweiten Teil.


    Die Geschichte ansich war für mich nun nichts Neues: Außerirdische Wesen rüsteten sich im Verborgenen für einen kleinen Krieg mit der Menscheit, indem sie sich das 18-jährige kognitive Genie Luke Rattigan unter den Nagel rissen und ihn für sich arbeiten ließen. Mit ihrer Hilfe entwickelte der naive und leicht rachsüchtige Rattigan ein System namens "Atmos", welches in fast der Hälfte aller Autos der Weltbevölkerung eingebaut wurde und sich am Ende als Gaswaffe offenbarte. Natürlich wollten diese Wesen die Erde übernehmen, was auch sonst. Im ersten Moment gingen sie dieses Vorhaben recht klug und taktisch an. U.a. spionierten sie UNIT aus, die sich in dieser Produnktionslagerhalle eine Basis einrichteten und schleusten sogar einen Martha-Klon in die Organisation ein, um sie auf höchster Ebene zu infiltrieren. Ebenso schien ihre allgemeine Technik den der Menschen überlegen zu sein. Wieso konnte ich diese Wesen dennoch nicht als Bedrohung ansehen? Tja ganz einfach:
    Ihre Größe, ihre Rüstung, ihr Geschwafel über Krieg, die lilafarbene Beleuchtung auf ihrem Schiff, ihr Schlachtruf und besonders dieser Kartoffelkopf, sowie die Tatsache, dass sie ein einziger Schlag auf diese Nahrungsöffnung am Nacken lahmlegen konnte, zeichnete sie für mich nun nicht als gefährliche Gegner aus. Dementsprechend konnte ich nicht nachvollziehen, weshalb der Doctor so in Panik war, als er rausbekam, dass es Sontaraner waren, die da für Unruhe sorgten. Ich wünsche mir nun fast, dass sie im zweiten Teil zu den Kriegern werden, für die sie sich die ganze Zeit ausgaben. So viel erstmal zu den Sontaranern.


    UNIT tauchte nun also auch mal auf und wurde zumindest in Ansätzen vorgestellt. Für mich, die bisher nur die New Who Folgen kennt, war das ganz interessant, wobei mich das Verhalten einiger Soldaten etwas wunderte. Dazu kam, dass scheinbar sogar junge Mediziner, in diesem Falle Martha Jones, sogar militärische Einsätze befehligen durften. Aha. Irgendwie nicht sehr glaubwürdig für eine UN-finanzierte Elitetruppe, welche die Erde vor außerirdischen Bedrohungen beschützen sollte. Sogar dieser ältere Col. wirkte auf mich so, als hätte er keinen Plan. Mal abwarten, wie sich diese Truppe im zweiten Teil anstellt.


    Dass der Doctor mal für oder mit UNIT arbeitete, war ja bereits bekannt. Allerdings wunderte mich dadurch ein wenig seine offensichtliche Ablehnung gegenüber diesem militärischen Umgangston. Er schien nicht sehr begeistert darüber zu sein, sass UNIT in diesem Fall mitmischte. Auch seine Abneigung gegen Waffen war nicht neues und selbst wenn das irgendwer noch nicht mitbekommen hätte bisher, in dieser Episode machte er es den öfteren sehr deutlich. Wie immer zog er schon sehr früh seine eigenen Schlüsse und teilte sie den anderen, wenn überhaupt, erst später mir.
    Doch neben all der Hektik gab es auch humorvolle Momente mit dem Doctor. Z.B. sein Wiedersehen mit Donnas Familie. Oder als er dachte, dass Donna ihn bereits verlassen wollte. Die Szene in der Martha und Donna sich zum ersten Mal begegneten und es ihm sichtlich unangenehm war.


    Selbst Donna hatte in dieser Folge ihre Momente, obwohl sie diesmal eher weniger zu tun hatte. Sie durfte die TARDIS steuern und stellte sich dabei gar nicht mal so dumm an, denn so sehr wie sonst wackelte sie nicht. Sie ging offen auf Martha zu und nachdem sie die junge Doktorin kennengelernt hatte, konfrontierte sie den Doctor erneut mit einer unliebsamen Sache. Sie fragte ihn ganz geradeheraus, ob es sein Verdienst sei, dass Martha nun Soldatin war und er ging nicht darauf ein. Außerdem war es sehr clever von ihr mal in den Büros nach Hinweisen zu suchen und lustig, als sie sich den Col. vorknöpfte, der sie einfach übergangen hatte. Selbst der emotionale Teil kam nicht zu kurz, denn nach einem Gespräch mit Martha wollte sie nach Hause, um dort nach ihren Verwandten zu schauen und sie einzuweihen. Im Endeffekt sprach sie nur offen mit ihrem Opa. Ihre Mutter konnte bei mir auch dieses Mal keine Sympathiepunkte sammeln. Mit ihrer Art werde ich einfach nicht warm.


    Dann gab es da noch Martha, wobei so viel hatte sie nun auch nicht zu tun. Schön fand ich, dass ihre "Ich liebe den Doctor Tage " vorbei waren und sie sogar mit dem Kerl aus 3.13 verlobt war. Das erleichterte mir ihre Rückkehr ein wenig, denn ich ahnte zunächst bäes, obwohl ich ihren Auftritt bei Torchwood kannte. Sie schien sich seit ihrem Abschied vom Doctor weiterentwickelt zu haben, wobei ich diese Soldatinnennummer zu Beginn schon etwas übertrieben fand. Immerhin ist sie Medizinerin.


    Alles in allem fand ich diese Folge recht solide, wobei sie mich nicht vom Hocker riss. Ich hatte nun nicht das Bedürfnis sofort den zweiten Teil gucken zu müssen und deswegen reichte es in der Bewertung nur für den "Durchschnitt".

  • The Sontaran Strategem hat schon eine ziemlich dämliche Prämisse, die dann noch mit viel Filler-Material irgendwie auf 2 Folgen aufgeblasen wird.


    Die Sontaraner sind, obwohl ich sie eigentlich generell gar nicht so gerne mag, hier recht gut dargestellt und auch ihre Raumschiffe haben ein ganz cooles Design. Ihr Plan Autos in Gasanlagen, die die Athmosphäre des Planeten ändern sollen, zu verwandeln, ist allerdings recht dämlich und auch unnötig aufwändig. Eine Aussage der Sontaraner hat mich auch ziemlich gestört: "We were not allowed to take part in the Time War", sagt ein Sontaraner beleidigt. Die Sontaraner wollten also unbedingt am Time War mitmachen? Und warum? Es ist ja schließlich nicht so, dass es das Ziel jeden Sontaraners ist, unbedingt Krieg zu führen. Sie sind eine Klon-Rasse, die zwar dafür erschaffen wurde um den Krieg gegen die Rutans zu führen, allerdings sehen sie nicht ihren einzigen Sinn im Leben darin, Krieg gegen irgendjemanden, egal wen, zu führen.


    UNIT wirkt hier nicht nur im Vergleich zum klassischen UNIT ziemlich charakterlos, sondern ist auch mal wieder unglaublich inkompetent. Zwei UNIT-Soldaten werden ausgeschickt, um nach Aliens zu suchen und als die beiden dann auf einen Sontaraner treffen, lacht ihn der eine UNIT-Soldat erstmal aus weil er klein ist, provoziert ihn und hält es nicht mal für notwendig, seine Waffe auf ihn zu richten. Und da auch niemand bei UNIT die Soldaten vermisst, ist es natürlich leicht für die Sontarans UNIT mithilfe hypnotisierter Soldaten zu unterwandern.


    Martha war auch nur da, damit sie da ist. Sie hatte nicht wirklich etwas zu tun und hat eigentlich schon seit ihrem unnatürlichen "I'm bringing you back to earth" mit ihrer neuen, recht merkwürdigen Super-Soldier Persönlichkeit eigentlich nur gestört.


    Donna zeigt hier das erste Mal Ansätze eines realistischen Charakters und beweist sogar tatsächlich einmal ihre Intelligenz, indem sie herausfindet, dass niemand bei Atmos-Industries je krank war! Auf der anderen Seite vergleicht sie aber auch die kurzzeitige Verhaftung der Arbeiter von Atmos durch UNIT mit Guantanamo Bay und verlangt daraufhin sogar noch, dass der derzeitige UNIT-Chef ihr salutiert und er macht es auch noch. Das war wirklich der Tiefpunkt der Folge.


    Und weil die Geschichte so wenig hergibt, musste man wohl auch wieder Donna's Mutter und Wilf zurückbringen um noch ein paar unnötige Familiendrama-Szenen reinzupacken. Der Gipfel des unnatürlichen Kitsches war hier aber als der Doktor zu Donna "You saved my life in so many ways" sagt. Da frage ich mich doch wirklich: Was hat sich RTD dabei gedacht? Das ist weder in irgendeiner Weise ein Satz, den je irgendjemand sagen würde, noch stimmt es. Schauen wir doch mal zurück, was Donna in den letzten 3 Folgen so für den Doktor getan hat. Sie hat ihn angeschrien, ihm die Verantwortung, für alle Tode, die er nicht verhindert hat, aufgedrängt, ein paar emotionale Zusammenbrüche gehabt und viel dummes Zeug von sich gegeben. Mehr war da doch nicht?


    Was mich aber wirklich an der Folge stört ist, dass einem regelrecht aufgedrängt wird, wie toll doch der Doktor ist. Martha sagt uns wie toll der Doktor ist, Donna sagt uns wie toll der Doktor ist, Wilf sagt uns wie toll der Doktor ist, die Soldaten sagen uns wie toll der Doktor ist und sogar der Doktor sagt uns wie toll der Doktor ist. Irgendwann ist doch mal Schluss.


    Dabei ist der Doktor in der Folge eigentlich alles andere als toll. Er redet viel zu schnell und vorallem viel zu viel sinnloses Zeugs und kommt nicht zur Ruhe. Darüber hinaus scheint er irgendwelche Vorurteile gegenüber Soldaten entwickelt zu haben, sodass er nun jeden, der eine Waffe trägt, einfach so beleidigt. Außerdem gibt er so doppelmoralische Aussagen wie "I don't do orders" von sich. Der Doktor ernennt sich doch sogar meistens selber zum Anführer, übernimmt die Kontrolle und gibt Befehle.


    Den "Genius", der übrigends so schlau ist, dass er den Teleporter zum Schiff der Sontaraner einfach offen in seine Eingangshalle stellt, fand ich übrigends auch ziemlich peinlich. Und der Begriff "Deadlock" ist ja wohl einfach nur ein billiges Plot-device um den Sonic Screwdriver, der ja mittlerweile zum Zauberstab geworden ist, aufzuhalten.


    Puh, das war ja mal wieder ein langer Text. Ich bin selber ganz erstaunt, wie viele Kritikpunkte ich an der Folge gefunden habe.


    3.5/10

    "Der moderne Hexenmeister transferiert Raum und Zeit in seiner verrückten Telefonzelle"