"Modernisierung von Büchern"

  • In der "kleinen Hexe" wird nicht mehr "gewichst" sondern "gesäubert", die "Negerlein" sind verschwunden und auch der "Schindelmacher" darf keinem Kind mehr zugemutet werden. Nun sagt auch der gute "Sam" aus dem "Herrn der Ringe" nicht mehr "Herr" oder "Meister", sondern "Chef"...


    Ich persönlich finde das alles eher bedenklich und kontraproduktiv... Irgendwer, der das super findet? :)


    R:

  • Ich bin froh, dass ich LotR in Englisch habe, da gibt es diese Änderung zum Glück nicht. Aber stimmt schon, man darf ja nichts mehr sagen, was irgendjemanden auch nur ansatzweise vielleicht unter Umständen negativ berühren könnte. Das kotzt mich ehrlich gesagt ziemlich an.

  • Diese beiden Beispiele lassen sich nicht richtig miteinander vergleichen, da es beim einen um deutschsprachige Bücher handelt und bei dem anderen um einen übersetzten Text. Eine Überarbeitung und Modernisierung der deutschen Texte finde ich furchtbar und unnötig. Käme ja auch keiner auf die Idee Goethe oder Schiller dem heutigen Sprachgebrauch anzupassen. Außerdem kann man kleinen Kindern (wie im Beispiel mit den Preußler Büchern) die heute nicht mehr so gebräuchlichen Worte beim vorlesen erklären und so für mehr Sprachverständnis und Wortgewandheit sorgen.


    Neue Übersetzungen fremdsprachiger Texte sehe ich nicht gleich grundsätzlich negativ, denn da kann eine Neuübersetzung oder Überarbeitung durchaus sinnvoll sein - beim Herrn der Ringe allerdings nicht, die Übersetzung von W. Krege finde ich gruselig. (Diese wurde ja generell nicht sehr gut angenommen, so dass der Verlag heute auch wieder die alte Carroux Übersetzung rausbringt. :) )

  • Ich bin im Grunde gegen Zensur n Buechern und es ist eben auch ein Spiegel der Geschichte.
    Aber das Wort N*ger hat heutigen in Kinderbuechern nun mal nichts zu suchen. Bei Lindgren kann man das auch noch ersetzen. Suedseekoenig ist allerdings auch nicht wirklich besser. Wr hatten solche Unterhaltungen schon oefter, zum Konsens kamen wir nie.
    Und wird auch schon wieder bei Tom Sawyer schwierig. Wie sollte man das noch der Zeit angemessen ersetzen?
    Es ist ein schwieriges Thema.


    Wir haben hier viele alte Kinderbuecher und lesen die auch so vor. Es ist doch auch sehr interessant, Sprache im Wandel der Zeit zu sehen.


    Aber gerade Alltagsdiskrimination ist in diesem Zusammenhang auch ein Punkt. Oft finde ich es aber auch krampfhaft - musste mir auch schon vorwerfen lassen, ich sei rassistisch.


    Herr der Ringe in der Kregeuebersetzung ist ja nicht lesbar, so furchtbar.

    "So... all of time and space, everything that ever happened or ever will - where do you want to start?"


    "There's no point in being grown up if you can't be childish sometimes."

  • Es ist eine zwiespältige Sache. Bücher werden ja mit Absicht, so geschrieben, wie sie geschrieben wurden. Nur verändert sich eben die Sprache und damit, was gesagt wird.
    Die Beispiele von Engelskrieger sind doch arg auseinander, da das eine von der Übersetzung abhängt - auch wenn gerade HDR mit voller Absicht in alter Sprache geschrieben wurde.


    Aber das Zensur zu nennen ist nun wirklich vollkommen übertrieben und im Fall von Wichse irgendwie verständlich. Was soll denn da dran Zensur sein? Wörter verändern sich nunmal im Laufe der Zeit. Wenn Inhalte geändert werden, um größeres Publikum zu erreichen (wie bei HDR), das halte ich doch für irgendwie dumm.

  • Ist immer schwierig; einerseits ist es keine schöne Sache, wenn Werke verändert werden, andererseits ist es z.B. beim "Negerlein" ja durchaus auch nachvollziehbar, dass das beim jungen Leser von heute für Fragezeichen bis Probleme sorgen kann. Entweder weiß er, dass das Wort negativ behaftet ist und fragt sich dann, wieso das in dem Kinderbuch verwendet wird, oder er weiß es eben nicht und verwendet es dann vielleicht in der Schule - und schon dürfen die Eltern beim Direktor antanzen und werden des Rassistentums verdächtigt. Da kommt man um eine Änderung fast nicht herum - nur könnte man dann natürlich in einem Appendix die Originalstellen nachreichen, um auch dem Originalwerk Genüge zu tun.


    Veränderung rein der Modernisierung halber ist im übrigen nochmal ein anderes Thema. Im wunderbaren Adventure "The Longest Journey" gibt es eine Geschichtenerzählerin, die einem erklärt, dass die Geschichten von einer Erzählerin zur nächsten immer in ihren eigenen Worten weitererzählt werden, was zwar bedeutet, dass sich die Geschichten verändern, aber dafür haben sie dann auch weiterhin eine Bedeutung für denjenigen, der sie erzählt. Die Geschichten bleiben lebendig. Eine durchaus interessante Theorie. Bis zum 10.Schuljahr gingen mir ja sämtliche in der Schule durchgenommenen Literaturwerke am Hintern vorbei, weil sie sich einfach sprachlich viel zu weit weg von der Jetztzeit bewegten. Deshalb Modernisierung - warum nicht ?! Nur ob das bei einem 50 Jahre alten Buch, das zudem vor wenigen Jahren (relativ unverändert ?) im Kino noch wunderbar beim jungen Publikum funktionierte, jetzt schon unbedingt nötig war ? Eher nicht.

  • Den Menschen von Heute wird nicht mehr zugetraut, mit der Vergangenheit umgehen zu können.
    Und früher haben die Menschen anders geredet, diese Werke sind von früher und diesen Eindruck sollte man nicht beeinflussen, wäre ja Geschichtsrevisionismus.
    Lieber den Kindern, beim Vorlesen, noch etwas Geschichtsunterricht geben.

  • Ja, neu ist nicht gleich besser - wer würde schon ne Neusprachliche Version von Shakespeare lesen wollen? 8o


    Ich denke aber auch, dass man Kindern erklären kann, dass ein Ausdruck wie 'Neger' heute nicht mehr gebraucht wird, die Menschen sich aber füher anders ausgedrückt haben. Unsere Generation hat das ja auch gelernt, ohne dass die Bücher umgeschrieben werden mussten.

  • Was ist denn aus der guten alten Fußnote geworden?!

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Aber das Wort N*ger hat heutigen in Kinderbuechern nun mal nichts zu suchen.

    Okay, zwei Dinge. Erstens, wo kommt dieser Wahnsinn her, bestimmte Worte nicht ausschreiben zu wollen? Seit wann ist das bloße "Aussprechen" des Wortes Neger so unzumutbar, dass man einen Buchstaben darin ersetzen muss? Ändert sich der Inhalt einer Aussage tatsächlich, wenn ein Buchstabe zensiert, die Bedeutung aber für jeden Leser unverfehlbar ist?
    Zweitens, warum sollen Kinder nicht mit alten Ausdrücken für dunkelhäutige Menschen und, viel wichtiger, dem historisch tief verankerten Rassismus in unserer weißen, westlichen Gesellschaft konfrontiert werden? Wird ein Totschweigen die Problematik tatsächlich ausrotten? Ich bin fest vom Gegenteil überzeugt. Die andere Sprache, die zum Beispiel Karl May verwendet, um Schwarze, Araber, Indianer, ... zu beschreiben, ist eine perfekte Erinnerung an die Denkweise vor hundert Jahren und ein toller Weg, Kindern ein Verständnis für diese Zusammenhänge zu geben.

    Bis zum 10.Schuljahr gingen mir ja sämtliche in der Schule durchgenommenen Literaturwerke am Hintern vorbei, weil sie sich einfach sprachlich viel zu weit weg von der Jetztzeit bewegten.

    Das überrascht mich, denn bei mir war es bis dahin nie die Sprache, die ich eigentlich meistens sehr interessant fand. Ich habe mich eher an den klischeehaften, naiven Inhalten gestört (auch wenn ich es damals nicht hätte so beschreiben können). Die klassische Literatur hatte mich dann genau in der zehnten Klasse gefangen, wenig innovativ mit Goethes Faust I. Auch kein Werk mit seichtem Ausdruck.

  • So entweder bin ich eine der gestrigen oder an mir ist das alles vorbeigezogen. Bei uns gibt es noch immer die Zehn kleinen Negerlein aber jedes Kind weiß das man das nicht als Anrede benutzt. In meinen HDR wird Frodo als Herr bezeichnet ich hab aber weder die Filme noch den neuen gesehn dafür mag ich Tolkin zusehr. Was die anderen Ausdrücke betrifft naja man passt sie eben dem normalen sprachgebrauch an, dass ist nun mal so. Wir sietsen schließlich unsere Eltern auch nicht mehr, was zur Zeit meiner Großmutter noch angebracht war.

  • Scharfschütze: Gelegenheiten, so was mit Kindern zu bespreochen hat man ja viele - da muss ich nicht um dieses Wort herumeieren, wenn ich abends Pipi vorlese und ich dann zu stundenlangen Diskussionen ansetzen, damit das dann da nicht so unkommentiert und selbstverständlich im Raum steht.

    "So... all of time and space, everything that ever happened or ever will - where do you want to start?"


    "There's no point in being grown up if you can't be childish sometimes."

  • Also ich sehe die Änderungen, um ein Werk zu modernisieren, sehr kritisch. Gerade in der Erwachsenenliteratur sollte man so viel Grips vom Leser erwarten, dass er sich mit nicht mehr zeitgemäßen Formulierungen auseinandersetzen kann. Oft machen es die Formulierungen doch aus, die ein Werk so lesenswert machen.
    Ich habe die HdR Bücher in der Carroux Fassung gelesen und ich mag sie, gerade weil die Sprache dort ein wenig altertümlich verschwurbelt kling. Das passt zu dem Setting in dem HdR spielt. Wenn nun Sam Frodo als Chef bezeichnet, so würden sich mir da die Fußnägel aufrollen, weil es meiner Meinung nach einfach nicht passt.
    Weiterhin spiegeln alte Texte doch irgendwo auch den Zeitgeist wieder. Ich habe vor kurzem 'Auf zwei Planeten' von Kurt Laßwitz gelesen, einem deutschen Sci-Fi Autor der um 1890 rum gelebt hat. Der Roman enthält aus heutiger Sicht sehr viele Formulierungen und Denkweisen die aus heutiger Sicht nicht mehr tragbar sind. So kommen die Innuit gar nicht gut in dem Buch weg. Aber mir als Leser ist doch klar, dass damals eben eine andere Meinung vorherrschend war. Ich fand es eigentlich interessant zu lesen und zu erfahren, dass damals eine ganz andere denkweise herrschte und der ich durch das Lesen des Buches näher kommen konnte.
    Was nun Kinderliteratur angeht so sehe ich das zwiespältig, denke aber auch, dass hier nicht Änderungen vorgenommen werden sollten, sondern vielmehr die Eltern dann in der Pflicht wären dem Kind die Zusammenhänge zu erklären.

    Wer im Ruhrgebiet lebt und eine Fahrzeit von einer Stunde für achtzehn Kilometer nicht ertragen kann, der soll ins Allgäu ziehen!
    (aus: Weil Samstag ist von Frank Goosen)

  • Ich kann Dir da in allem zustimmen - aber wenn es z.B. nicht um sozialkritische Dinge geht, sondern wie in Pipi von Astrid Lindgren, dann ist doch ein EInfaches, das zu ändern, ohne am Inhalt etwas zu ändern.

    "So... all of time and space, everything that ever happened or ever will - where do you want to start?"


    "There's no point in being grown up if you can't be childish sometimes."

  • Ich bin absolut gegen diese Veränderung der Worte in den Büchern. Gerade diese Kindergeschichten oder auch Herr der Ringe sind wichtiger Kultur gut. Ich finde es wirklich traurig das man anscheinend mittlerweile denkt das die Leser zu blöd sind um mit sowas umgehen zu können. Sicherlich Kinder können so etwas auch lesen und es missverstehen. Dann unterhält man sich aber eben mit diesen darüber. Es sind doch gerade die Kleinkinder die sowas nachplappern und mit denen sollte man auch in der Lage sein solche Themen anzusprechen. Während Jugendliche soviel Verstand haben sollten nicht durch die Straßen zu rufen und immer wieder laut: "Neger, Neger, Neger", zu rufen. Und ja ich zensiere das Wort nicht. Sehe ich gar nicht ein.


    Die Geschichte ist sehr wichtig. Nur wenn man sich diese vor den Augen hält kann man verhindern das die nachkommen diese Fehler nicht wiederhohlen. Es ist total dumm, unschöne Thema zu verschweigen weil sie einem "unangenehm" sind. Und sowas fängt in meinen Augen bei einfachen Entfernen des Wortes "Neger", aus Texten bereits an. Was soll als nächtes kommen? Darf der zweite Weltkrieg oder die Sklavenhaltung in der USA nicht mehr teil des Geschichts Unterrichts sein? Sind ja doch so unangenehme Themen...

  • Ich kann Dir da in allem zustimmen - aber wenn es z.B. nicht um sozialkritische Dinge geht, sondern wie in Pipi von Astrid Lindgren, dann ist doch ein EInfaches, das zu ändern, ohne am Inhalt etwas zu ändern.

    Das obige Zitat nur einmal als Beispiel für diese unglaublich unsinnige Sichtweise, die von vielen heutzutage offensichtlich (und erschreckenderweise) ohne zu Zucken geteilt wird.


    Die inhaltliche Änderung von Texten, egal ob es nun "sozialkritische Dinge" betrifft oder einfach nur manche Befindlichkeiten berührt, ist verdammenswert. Aber auch hier zeigt halt wieder die linke Meinungsdiktatur ihre häßliche Fratze und dabei lasse ich dann auch nicht gelten, dass es sich "nur" um Kinderliteratur handelt - Literatur ist Literatur, egal ob ein Text nun hochwissenschaftlich, hochliterarisch oder vielleicht sogar einfach nur Schund ist. Sofern sich dadurch die vom Autor gewollte Wort-/Satzwahl ändert, ist es eine Vergewaltigung an einem künstlerischen Werk (wie angedeutet, egal ob es einem nun gefällt, oder nicht).


    Wäre in etwa vergleichbar damit, dass man gewisse bildhafte Darstellungen aus heutiger Sicht anstößig findet und dann betroffene Gemälde einfach mit bunten Comicfiguren übermalt (die sind ja nicht so anstößig).


    Lächerlich, peinlich, und verdammenswert.


    Und hier sollte man auch tatsächlich nur solche harten Worte benutzen, den Schönreden darf hier nicht gelten. Hier wird versucht gehirnwäschwenartig ein Volk umzuerziehen. Zunächst wird man oral damit zugemüllt, dass ein Wort verboten ist (lächerlicher Höhepunkt der jüngsten Vergangenheit: "Autobahn geht gar nicht" ;) ) und man es nicht mehr aktiv benutzen soll. Im nächsten Schritt wird es dann vollständig aus der wahrnehmbaren Realität entfernt. Ganz im Sinne von "Wir machen uns eine wunderschöne bunte Welt, in der sich alle lieb haben", eine Welt, in der "Falsches" nicht mehr wahrgenommen werden darf.


    Der klassische faschistische Zukunftsstaat aus der SciFi bzw. der feuchte Traum aller Sozialisten und Kommunisten. Wie, Du denkst noch falsch, sorry, da müssen wir Dich leider ins Umerziehungslager schicken. Ist aber besser für Dich, denn nur so kannst Du als angepasste Dummdrohne den Lügen Deiner Führer folgen.


    Vor ein paar Jahren hätte sich noch ein Sturm der Entrüstung erhoben und wäre über das Land gefegt, eben weil dies Schritte auf dem Weg zu "1984" (u.ä.) sind, heute wurden bereits alle durch die politisch korrekte Umerziehungskeule soweit vorbereitet, dass sogar die Zensur von Büchern akzeptiert wird.


    Aber hier sieht man auch wieder die Lächerlichkeit und Offensichtlichkeit der Vorgehensweise. Klar ehrlich wäre es, vermeintlich "böse" Bücher auf einen Index zu setzen, aber spätestens dann, würde der dröge gemachte Deutsche vielleicht doch noch hellhöhrig werden: Wie, "Pipi Langstrumpf" auf dem Index, weil da "Neger" drin steht? Seid ihr total bekloppt?


    Eine einfache Wortzensur läßt sich leider heute durchdrücken. Mal sehen, wann wir dann den nächsten Schritt wagen und solche Bücher tatsächlich wieder verbrennen dürfen.


    Es ist total dumm, unschöne Thema zu verschweigen weil sie einem "unangenehm" sind. Und sowas fängt in meinen Augen bei einfachen Entfernen des Wortes "Neger", aus Texten bereits an. Was soll als nächtes kommen? Darf der zweite Weltkrieg oder die Sklavenhaltung in der USA nicht mehr teil des Geschichts Unterrichts sein? Sind ja doch so unangenehme Themen...

    Exakt was ich meine, wenn man einmal anfängt, wo hört man dann auf? Die Antwort wissen alle, die sich noch so viel freies Denken bewahrt haben, natürlich direkt: Es wird nicht aufhören. Jeder kleine Schritt führt schlußendlich zum feuchten Traum aller linken ideologisch Zwangsbessenenen, dem faschistischen Überwachungsstaat, in dem jeder Bewohner nur das denken darf, was von den einzig wahren Vordenkern vorgegeben wird. Freiheit ade.



    Aber da ich ja auch selber Kinder habe, dann noch so viel speziell zu dieser Thematik. Es gibt inzwischen ausreichend viele (ich würde sogar sagen zu viele) Bücher, die die aktuelle Zwangsideologie "Politische Korrektheit" mit dem Holzhammer transportieren. Wer also seinen Kindern eine reine heile Welt (aus seiner inzwischen vermutlich selber ideologisch verklärten Sicht) präsentieren möchte, der hat da ausreichend Möglichkeiten - und zugegebenermaßen sind nicht alle am extrem linken Rand positioniert, sondern es lassen sich noch ausreichend viele, noch vorlesbare Bücher finden.


    Jetzt gibt es aber nun leider für manche Eltern ein ideologisches Dilemma. Selber sind sie groß geworden mit entsprechenden Kinderklassikern wie "Pipi" oder "Tom Sawyer" und möchte diese nun auch ihrem Nachwuchs nahebringen. Nun widersprechen diese Bücher jedoch dem inzwischen selber angenommenem politisch korrekten Zwangsvokabular.


    Da nun aber, zumindest zeigt dies meine Erfahrung mit solchen Menschen, die Egoismus gerade dort besonders groß ist, wird eben nicht der sinnvolle Weg gewählt - "dann lesen wir solche Bücher halt nicht" - sondern es wird das Maximum gefordert: Ich WILL, ich WILL, ich WILL das aber (vor-) lesen und damit das auch mit meiner Ideologie zusammen passt fordere ich einfach, dass das Buch meinen Wünschen angepasst wird und wenn dann alle bösen, bösen Worte daraus verschwunden sind, kann ich wieder glücklich strahlend meinen Kindern diese wunderbaren Geschichten vorlesen.


    Dass diese Geschichten dann aber ihretwegen vergewaltigt wurden, ist ihnen absolut egal. Furchtbar, einfach nur furchtbar.

    Dies ist kein Kuschelforum. Dies ist DrWho.de



    "Dann nehmt ihn mit, sperrt ihn ins Hinterzimmer und lasst ihn da bloß nie wieder raus!"

  • Kurios ist ja das hier:
    http://www.mmnews.de/index.php…lant-kinderbuecher-verbot


    Erschreckend, dass es überhaupt Menschen gibt, die sich darüber Gedanken machen.


    Tja, bestätigt ja nur das eben von mir Geschriebene bzw. zeigt es zum Glück bei den Reaktionen auf, dass eben dieser große Schritt hin zu "Bücherverbrennungen" noch immer kritisch gesehen wird.


    Ich muss aber dennoch weiterhin betonen, dass selbst die oben angesprochene "Neger-Zensur" nichts anderes ist als der nächste Schritt hin zu eben diesen "Bücherverbrennungen" und diejenigen, die diese "Neger-Zensur" heute unterstützen, genau diesen Weg beschreiten (möchten).

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