Perry Rhodan – Eine der besten Sci-Fi-Romanserie?

  • Ja, bei mir ist es so, daß ich hin und wieder mal ein Heft lese. Also ich hab immer je eins von beiden Auflagen daheim und brauche dann mehr oder weniger lang bis ich sie durch habe, da ich eine langsame Leserin bin..... D.h. eigentlich kann ich sehr schnell lesen, aber ich lese immer nur ein bischen was auf einmal!


    Ein Heft, das drehte sich mal wieder darum, wie heldenhaft und supermoralisch Perry selber ist, das schoss mit 24 Wochen bei mir den Vogel ab. Perry selbst mag ich nämlich überhaupt nicht, sorry!!! :thumbdown::07::thumbdown::07::thumbdown: Es ist ja nichts falsches dran, wenn man einen hohen moralischen Anspruch hat, das habe ich auch, aber Perry ist darin schon arrogant-selbstherrlich, wie ich finde... :bad: Und natürlich war er mal bester Pilot der US-army und hat einen Abschluss als Physiker.... |8



    Ansonsten mag ich vieles an der Serie sehr, es ist oft faszinierend, wie detailreich und lebendig oft fremde Welten geschildert werden. Außerdem gibt es (von Perry und Atlan abgesehen) viele sehr liebenswürdige und interessante Charaktere. Z.B. freut es mich, daß Tatcher a Hainu wieder aus der Versenkung aufgetaucht ist!! :bouncy: Warum aber die Autoren entschieden, ausgerechnet Nikki Frickel nicht zur Unsterblichen zu machen, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.... Das kosmologische Konzept mit den Kosmokraten und Chaotarchen ist in sich einzigartig und auch sehr faszinierend.



    Soooo schwach auf der Brust finde ich übrigens den Stardust-Zyklus garnichtmal!! Vielleicht ist das bei denjenigen, die regelmäßiger lesen, der Eindruck, da sich doch vieles eh wiederholt.
    Dieser neue Autor, Thurner heißt der, gehört inzwischen zu meinen Lieblingsautoren, ehrlich!! :thumbup: Er hat etwas unverbrauchtes, wie ich finde!

  • Und natürlich war er mal bester Pilot der US-army und hat einen Abschluss als Physiker.... |8


    Ehh dir ist schon klar, dass die meisten offiziere in den NATO-Streitkräften u.a. ein abgeschlossenes Studium besitzen und das oft etwas "fachbezogenes" ist... Flieger studieren wohl ganz gerne Luft/Raumfahrttechnologie, Pioniere Sachen wie Materialkunde oder Ingenieursberufe usw. Natürlich deckt sich das nicht immer, weil das Studium ja u.a. eine Altersabsicherung ist, wenn man in 15 oder 20 Jahren nicht mehr beim Bund sein wird.


    Kommen wir dann gar zu Astronauten, sind wissenschaftliche Abschlüsse aufgrund des technischen und wissenschaftlichen Aufgabenbereiches so einer Raumfahrtmission ein absolutes Muss! Die Zahl der nicht so gebildeten Astronauten ist eher gering und geht wohl bis in die Tage von Gagarin und Yeager zurück. Heute hat man da eher Helden wie unsere deutschen Dr. und Prof. die als "Missionstechniker" Experiemnte betreuen mussten und darum Physikgrade abgeschlossen hatten...


    habe jetzt mal die deutschen Astronauten (die nur "nutzlast" waren, also nie ihr Raumschiff kommandiert oder als Pilot gesteuert haben) zusammengesucht...


    Sigmund Jähn - Diplom "Militärwissenschaften"
    Ulf Merbold (3) - Dr. der Physik
    Reinhard Furrer - Dr. der Physik später habilitiert
    Ernst Messerschmid - Dr. der Physik
    Klaus-Dietrich Flade - Dipl.Ing Luft/Raumfahrttechnik
    Hans Schlegel (2) - Diplom-Physiker
    Ulrich Walter - Dr. der Physik später habilitiert
    Thomas Reiter (2) - Dipl.Ing Luft/Raumfahrttechnik später Ehrendoktor
    Reinhold Ewald - Dr. der Physik
    Gerhard Thiele - Dr. der Physik
    Alexander Gerst (Anwärter)


    und als Vergleich die "Moon 12", deren Ausbildung man wohl mit der angeblichen von Perry Rhodan messen kann:
    Neil Armstrong - Bachelor Luftfahrttechnik
    Edwin Aldrin - Dr. Raumfahrttechnik
    Charles Conrad - Dipl.Ing Luftfahrttechnik
    Alan Bean - Dipl.Ing Luftfahrttechnik
    Alan Shepard - Master of Arts Military Sciences
    Edgar Mitchell - Dr. der Luft/Raumfahrttechnik
    David Scott - Master of Science/Master of Engineering Luft/Raumfahrttechnik
    James Irwin - Master Luftfahrt- und Instrumententechnik
    John Young - Bachelor of Science Luftfahrttechnik
    Charles Duke - Master Luftfahrttechnik
    Eugene Cernan - Master of Science Luftfahrttechnik
    Harrison Schmitt - Dr. der Geologie


    Darüberhinaus sollten alle ausser Schmitt auch Pilot, überwiegend sogar Testpilot gewesen sein, in der Mehrheit auch auf Jets qualifiziert, was dann Rhodans Status vergleichbar sein dürfte.


    auch sonst sind fast alle Astronauten gerade der frühen Flüge Luftfahrtingenieure wechselnder Grade gewesen, bekannte Ausnahmen sind vor allem Chuck Yeager (kein Astronaut nur Pilot mit hoher Flughöhe bzw Rekordgeschwindigkeit, aber vergleichbar mit Perrys Status als "Risikopilot") und John Glenn (erster Amerikaner im Orbit) gewesen... Für Mercury und Gemini war ein fehlender College Abschluss sogar Ausschlusskriterium, an dem es Glenn merkwürdigerweise vorbeischaffte, aber alle anderen sollen die Bedingung erfüllt haben.



    Zieht man jetzt noch in Betracht, dass die STARDUST nicht nur ein Raumschiff und Mondschiff war, sondern auche ine experimentelle atomgetriebene Rakete neuester Bauart, ist schon gerechtfertigt, wenn Scheer ihren Piloten und Kommandanten nicht nur den Fliegerstatus sondern auch Physikstudien im Kernkraftbereich zugestanden hat... Und die Mischung ist doch für einen Flug zum Mond gar nicht so übel.... Kernphysik, NUkleartechnik, Medizin und Geologie, Mathematik und Astronomie, damit hat man die Aufgaben an Bord der Stardust doch gut abgedeckt... immerhin war das Schiff solider konstruiert als die Apollo Miniaturkapseln und stellte darum an die Besatzung mehr Aufgaben, auch wenn das Grundprinzip des ferngelenkten Mondlandeprojektils identisch war...

  • Hach...schöner hätte ich es auch nicht sagen können ;)


    Hatte mal einen Hauptmann, der auch Pilot war und der hatte sogar Pädagogik studiert...was sich leider nicht ganz rentiert hatte. :cursing:


    @ carla:


    So ähnlich wie ein nicht unbekannter Time Lord auch???

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  • Najaaaaa, der Timelordvergleich hinkt da aber gewaltig. ;) Perry ist ja schon wirklich garystuiger als jeder Gary Stu da draussen. Ich habe kürzlich den dritten Silberband (als Hörbuch ;) ) abgeschlossen... und bis dahin hätte ich den Kerl am liebsten schon mehrfach strangulieren können. So wie er durchgehend als fehlerloser Strahlemann beschrieben wird, der egal was er sagt oder tut IMMER im Recht liegt, ist es manchmal ganz schön schwer durchzustehen. Grösstenteils sehe ich da aber die Schuld in dem 60er Jahre Zeitgeist... und wie Helden damals noch konzipiert wurden. Die waren damals halt noch diese perfekten Übermenschen die niemals etwas falsch machten. Das wirkt aus heutiger Sicht nicht nur übelst anitquitiert... sondern auch höchst nervtötend. Wer mag denn bitte SOLCHE Charaktere? :cursing: Bully, Thora, Crest, Tako usw... Ich mag die alle... aber dieses idealisierte Überwesen namens Perry ist schon eine unsympathische harte Nuss.


    Richtig störend wird das aber erst wenn in manchen Situationen die anderen Figuren absichtlich dumm geschrieben werden nur damit Perry als besonders schlau heraussticht. Das ist ne Schreibtechnik die ja wirklich nun mal gar nicht geht. :cursing:


    Ich denke aber mal dass ich weiterhören werde. Bin ja auch neugierig wie's weitergeht. ;)

  • Zitat

    Ich habe kürzlich den dritten Silberband (als Hörbuch ) abgeschlossen... und bis dahin hätte ich den Kerl am liebsten schon mehrfach strangulieren können. So wie er durchgehend als fehlerloser Strahlemann beschrieben wird, der egal was er sagt oder tut IMMER im Recht liegt, ist es manchmal ganz schön schwer durchzustehen.


    Ich glaub nicht, das man nach dem 3. Buch die Serie und den handelnden Hauptcharakter schon so genau typisieren kann. Aber ich komme nicht umhin Dir da rechtzugeben, er ist der fehlerlose Strahlemann. Zumindest im Moment.


    Zitat

    Grösstenteils sehe ich da aber die Schuld in dem 60er Jahre Zeitgeist... und wie Helden damals noch konzipiert wurden.


    Das dürfte jetzt so die Kernaussage deines Posts sein....es IST der Zeitgeist der 60er Jahre. Da gibt es diese Helden und Raumschiffe mit Zeigerinstrumenten. Da gibts dieses Idealbild eines collen Typen...sonst hätte Jerry Cotton nicht so einen Erfolg gehabt..und James Bond. Ich verstehe nicht warum es heute einfach aus der Mode gekommen ist, Bücher vor dem Hintergrund zu betrachten, zu welcher Zeit sie geschrieben wurden. Die Romane sind halt so...Perry ist halt so.


    Zitat

    Bully, Thora, Crest, Tako usw... Ich mag die alle... aber dieses idealisierte Überwesen namens Perry ist schon eine unsympathische harte Nuss


    .....den Namensgeber kann man schlecht aus einer Seie entfernen ;) Und btw. auch andere "Helden/innen" sind in den ersten paar hundert Bänden nicht grad "menschlich" beschrieben..ausser vielleicht Atlan, der hat schon vor en paar tausend jahren verloren


    Zitat

    Ich denke aber mal dass ich weiterhören werde. Bin ja auch neugierig wie's weitergeht.


    Sorry, aber wenn Du schon jetzt nicht mit der Serie klarkommst...tu es nicht. Insofern greift der "Time Lord Vergleich" schon wieder, da es auch hier neuere und ältere Geschichen gibt. Und wenn Du mit dem Haupthelden jetzt nicht zurecht kommst...dann wären vielleicht die neueren Hefte so ab Band 1000 besser für Dich. da wird die Serie dann"weichgespülter" und auch die anderen Charaktere kommen beser in den Vordergrund.


    Oder Du sagst Dir immer "was ich hier lese ist 40 Jahre alt", versuchst die Geschichte nicht mit heutigen Augen zu sehen und geniest einfach die Stories.

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  • Das dürfte jetzt so die Kernaussage deines Posts sein....es IST der Zeitgeist der 60er Jahre. Da gibt es diese Helden und Raumschiffe mit Zeigerinstrumenten. Da gibts dieses Idealbild eines collen Typen...sonst hätte Jerry Cotton nicht so einen Erfolg gehabt..und James Bond. Ich verstehe nicht warum es heute einfach aus der Mode gekommen ist, Bücher vor dem Hintergrund zu betrachten, zu welcher Zeit sie geschrieben wurden.


    Ah, es gibt allerdings schon einen Unterschied zwischen "altmodisch" und "altbacken"! Manches altert halt besser als anderes... und während eine Figur wie James Bond eher zeitlos ist, ist Perry Rhodan sehr viel mehr in seiner Dekade gefangen. Allerdings kann ich es trotz alledem sehr gut trennen... bzw es auch vor dem Hintergrund betrachten. Aber das heisst ja noch lange nicht, dass es mir deswegen nicht trotzdem zeitweilig auf die Eier gehen kann. :lach:


    Zitat

    Sorry, aber wenn Du schon jetzt nicht mit der Serie klarkommst...tu es nicht. Insofern greift der "Time Lord Vergleich" schon wieder, da es auch hier neuere und ältere Geschichen gibt.


    Joah, aber der gute Doctor war damals wie heute nicht das fehlerfrei perfekte Überwesen. ;) Auch bei einem Hartnell oder Troughton ist nicht jeder Plan sofort aufgegangen. Oder haben in jeder Situation IMMER richtig und ÜBERKLUG gehandelt. ;)


    Zitat

    Oder Du sagst Dir immer "was ich hier lese ist 40 Jahre alt", versuchst die Geschichte nicht mit heutigen Augen zu sehen und geniest einfach die Stories.


    Siehe oben. So und nicht anders mache ich es auch. ;) Für mich ist es halt auch eine kleine SciFi-Allgemeinbildungsaufgabe, damit ich wenigstens weiss was genau eigentlich in der Serie vor sich geht und ich zumindest das Grundgerüst und ihre Figuren kenne. Kann ja schliesslich nicht sein, dass ich keine Ahnung von dem einzigen (ernstzunehmenden) SciFi-Franchise deutscher Herstellung habe. :D


    Aber ich lasse mir auch ein bisschen Zeit dabei. Für die ersten drei Hörbücher habe ich knapp zwei Jahre gebraucht... und immer wieder mal kleine Pausen eingelegt. Ich muss das nicht alles SOFORT intus haben. Ist eh riesengroß, das Universum. Das kann man nicht alles innerhalb weniger Wochen erlernen. ;)


    ...und wahrscheinlich ist es auch genau das was viele neue Leute einfach abschreckt und die Verkaufszahlen einbrechen lässt? Ältere springen ab (oder sterben weg :12: ), aber nur wenig Neue kommen nach.

  • DANKE KAORU!!!!! :thumbup::thumbup::thumbup:


    Besser kann ichs auch nicht ausdrücken.



    Das übelste vom übelsten war folgendes: Eine mächtige Alienherrsvcherin verliebt sich in Perry und will ein Kind von ihm. Er dürfte Sex mit einer wunderhübschen Frau haben, braucht sich aber für das Kind nicht zu interessieren, kann einfach die Nacht genießen und dann gehen, basta. Der gute Perry sagt: "Sowas kommt für einen menschlichen Mann niemals infrage!"
    Schade, daß die Stelle so weit hinten im Heft war, denn dadurch hat es so lange gedauert, bis ich drauf kam, warum ich beim Lesen immer so eine Pfütze auf dem Schoß hatte!! Die Scheinheiligkeit troff aus dem Heft.....

  • Zitat

    und während eine Figur wie James Bond eher zeitlos ist


    sollte es Dir entgangen sein, so wurden die frühen Bond gerade wegen dem Nikotin, Alkohol und Verhalten gegenüber Frauen kritisiert...heutzutage. Also ist der "Connery" Bond auch in seiner Dekade gefangen. Genau wie der frühe Rhodan.


    Zitat

    Joah, aber der gute Doctor war damals wie heute nicht das fehlerfrei perfekte Überwesen. Auch bei einem Hartnell oder Troughton ist nicht jeder Plan sofort aufgegangen. Oder haben in jeder Situation IMMER richtig und ÜBERKLUG gehandelt.


    Das meinte ich auch nicht...sondern nur das es Classic und New Who gibt...und eine ähnliche Entwicklung gibts auch bei PR...viele neue Fans können nichts mit den alten Romanen anfangen. Gerade weil sich die Story massiv entwickelt hat.


    Zitat

    ...und wahrscheinlich ist es auch genau das was viele neue Leute einfach abschreckt und die Verkaufszahlen einbrechen lässt? Ältere springen ab (oder sterben weg ), aber nur wenig Neue kommen nach.


    Das liegt aber nun nicht an den ersten Romanen, eher ein Phänomen der Zeit. Das geht anderen Heftromanserien auch so. Auch hier ist es wie bei Doctor Who, es interessiert entweder oder interessiert nicht und nur wer will, liest die alten Sachen nach. Es gibt ja auch genug Fans die nur New Who sehen....und New PR lesen.



    Zitat

    Für mich ist es halt auch eine kleine SciFi-Allgemeinbildungsaufgabe, damit ich wenigstens weiss was genau eigentlich in der Serie vor sich geht und ich zumindest das Grundgerüst und ihre Figuren kenne. Kann ja schliesslich nicht sein, dass ich keine Ahnung von dem einzigen (ernstzunehmenden) SciFi-Franchise deutscher Herstellung habe.


    Aber ich lasse mir auch ein bisschen Zeit dabei. Für die ersten drei Hörbücher habe ich knapp zwei Jahre gebraucht... und immer wieder mal kleine Pausen eingelegt. Ich muss das nicht alles SOFORT intus haben. Ist eh riesengroß, das Universum. Das kann man nicht alles innerhalb weniger Wochen erlernen.


    Da hast Du Dir eine große Aufgabe gestellt. Das wird das wohl noch ein paar Jahrzehnte dauern, bis Dein Projekt durch ist. Aktuell sind die Silberbände bei Band 112, das wären 37 Jahre...fürs erste.


    Ich würde Dir http://www.perrypedia.proc.org/wiki/Hauptseite empfehlen wenn Du nur einen Überblick haben willst.... Dann kannst Du Dir einen Zyklus aussuchen, der Dir zusagt und vielleicht mehr Spaß beim Lesen (oder hören) haben....statt Dir Romane "reinzuwürgen" die Dir nicht gefallen....


    PR wird im Lauf der Serie anders, es treten andere Figuren in den Vordergrund und auch der "große" Rhodan versagt mal---aber so weit bist Du noch nicht, Du krazt im Moment nur an der Schale...es wird anders aber dazu muß man Geduld haben. :thumbup:


    Zitat

    Schade, daß die Stelle so weit hinten im Heft war, denn dadurch hat es so lange gedauert, bis ich drauf kam, warum ich beim Lesen immer so eine Pfütze auf dem Schoß hatte!! Die Scheinheiligkeit troff aus dem Heft.....


    @ Carla: Warum liest Du es dann...? ?(


    Fakt ist, PR ist eigentlich auch nur eine "Soap" (wie Star Trek oder B5 auch). Sie läuft über Jahre und entwickelt sich...wie die Lindenstraße. Charaktere kommen und gehen (bis auf die Stammbesetzung) und es gibt ständig eine neue Bedrohung. Das ist die große Stärke, aber auch die große Schwäche der Serie. Sie atmet inzwischen auch nicht mehr den Zeitgeist der 60er....jetzt ist sie halt "politisch korrekter". Wer jetzt anfängt mit dem Lesen der frühen Romane wird mit "altmodischen" Ansichten und Charakterbeschreibungen konfrontiert (einige der frühen Autoren hätten auch Landser Romane schreiben können)....und muß es akzeptieren oder einfach einen anderen Einstieg finden-Die Ära William Volt z. B.


    In meinem ersten PR kam Rhodan nicht mal vor....da war es einfach die Art der Serie die mich in den Bann zog. Und ich glaube nach wie vor, die Story funktioniert am Besten, wenn man nicht an ihr rumanalysiert. Dann sind es einfach tolle SF Abenteuergeschichten....und die wirklich Guten sind eh meistens die, in denen andere Leute wie Rhodan im Vordergrund stehen...aber dies sind meist die, die aus den Silberbänden rausfliegen, weil sie nicht Storytragend sind :(


    Ich kann die Serie so akzeptieren wie sie ist...auf Durchzug stellen und mich unterhalten lassen.



    Und btw. ist es auch nicht schlimm, keine Ahnung von größten deutschen SF-Franchise zu habe...ich kenn genug Leute, die damit sehr gut leben können.

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    Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn

  • Warum ich es gelesen habe?
    Ganz einfach, weil auch dieses Heft neben Perry interessante Charaktere und einen ideenreichen Schauplatz aufwies.



    Ich hab übrigens nicht das Gefühl, daß Kaoru rumanalysieren muss: Daß Perry nervt springt einfach ins Auge!! ;)




    (Jetzt hab ich doch glatt vergessen was ich vorhin schreiben wollte)
    Also auf

    Zitat

    Fakt ist, PR ist eigentlich auch nur eine "Soap" (wie Star Trek oder B5 auch).


    reagiere ich ehrlich gesagt angefressen.
    Eine "Soap" ist für mich eine Serie, die nicht den Anspruch hat irgendeine Art von moralischem Anspruch zu vermitteln, die nicht einmal auf ein Minimum an Inhalt Wert legt.

  • Zitat

    Also auf


    Zitat Fakt ist, PR ist eigentlich auch nur eine "Soap" (wie Star Trek oder B5 auch).


    reagiere ich ehrlich gesagt angefressen.
    Eine "Soap" ist für mich eine Serie, die nicht den Anspruch hat irgendeine Art von moralischem Anspruch zu vermitteln, die nicht einmal auf ein Minimum an Inhalt Wert legt.


    #
    Dann entfrisst Dich wieder :D Weils halt leider so ist...z.B. siehe :


    "Das auffälligste Merkmal einer Seifenoper ist, dass sie keinen wirklichen Anfang und kein voraussehbares Ende besitzt (im Gegensatz zur Telenovela). Man steigt in einer Daily Soap in eine einfache Handlung ein, um die Charaktere kennenzulernen. Viele sehen in dieser Handlung keinen Anfang, da diese meistens schon läuft. Im Gegensatz zu anderen Serien, die meist aus in sich abgeschlossenen Episoden bestehen, wird zumindest ein Handlungsstrang in jeder Folge an einem spannenden Punkt offen gelassen. Um den Erzählfluss nicht stocken zu lassen, werden immer mehrere Handlungsfäden in unterschiedlichen Stadien gleichzeitig verfolgt. Die Länge der einzelnen Handlungsstränge kann dabei von einer Folge bis zu mehreren Monaten variieren. Um den Zuschauer zu motivieren, auch die nächste Folge anzusehen, wird der so genannte Cliffhanger eingesetzt – ein meist dramatisches Ereignis am Ende der Folge, dessen Ausgang zunächst offen bleibt" aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Seifenoper


    So etwas trifft halt auch auf unseren lieben Perry zu. PR ist und bleibt Unterhaltungsliteratur. Zumindest ist das für mich, seit ich Mitte der 70er meine ersten Rhodan gelesen habe. Denn eine Moralität kann man Zyklen wie MDI oder M87 nun mal nicht vorwerfen, ausser der "Terraner haben immer recht, wers nicht glaubt, der kriegt eine auf die Fresse" Doktrin . Zu diesen Zeiten war die Serie eher in Gefahr, der Zensur zum Opfer zu fallen...da war sie manchmal schon sehr weit rechts..


    http://www.stern.de/kultur/com…eutscher-held-577421.html


    Auch ich bin jetzt ned ein Großimperator Fangörl, ich ergötze mich auch an den anderen Figuren, aber man muß schon verdammt viele Romane lesen, um die Plastizität der Handelnden zu erkennen. Nicht umsonst gilt Ernstl (Ellert) als eine der am besten beschriebenen Figuren der ersten Romane...wahrscheinlich deswegen weil er mal schnell seinen Körper verloren hat und seit dem immer neue Abenteuer als "Geist" erlebt...und das erfordert schon eine genauere Schilderung der Figur. Ansonsten sind doch die Akteuere der ersten 50 Romane relativ glatt und flach.


    Vielleicht ist es auch das was Euch stört....denn die meisten Handlungsträger brauchen doch sehr lang, bis sie sich entwickeln. Perry Rhodan ist von Anfang an der Held...bis es die Probleme mit Thomas Cardiff gibt....das Produkt seine Versagens. Bully bleibt der lustige Sidekick bis zur Aphile..aber dann wird er ganz anders. Gucky wird erst vom Klamauckmausbiber Image befreit, als es Tramp erwischt. Und, und, und....


    Eine der Gestalten, die am besten charakterisiert werden ist Icho Tolot (find ich jetzt). Bei ihm merkt man dann schon die ca. 200 Hefte Übung.


    Zitat

    , die nicht einmal auf ein Minimum an Inhalt Wert legt.


    Ich denke ein Fan von GZSZ oder Marienhof würde Dir für den Spruch an die Kehlen gehen...wo doch die Drehbücher so anspruchsvoll sind!


    Zeig mir die Serie die über 50 jahre immer das gleich hohe Niveau bringen kann, und ich werfe den erste Füller! PR ist das sicher nicht...denn es gibt da schon ganz schön sinnentleerte Romane und Teilzyklen

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  • Meine Sicht auf die Rhodan-Serie


    Bei der Darstellung des Titelhelden in der Perry Rhodan-Serie haben die Autoren ein Problem, das in der Grundidee der Serie begründet liegt. Ähnlich wie Babylon 5 und Star Trek- DS9 ist sie eine Nacherzählung der mittelalterlichen Artus-Saga als Space Opera (Weltraum Endlos-Serie). Wie einst Artus in England, Sheridan auf Babylon 5 und Sisko auf DS9 ist auch Rhodan kein gewöhnlicher Mensch, sondern der Erbe eines alten Reichs, das von ihm und seinen Mitstreitern wiedervereint wird und eher eine dem Pharao ähnliche Gestalt. Er ist der Abgesandte höherer Mächte, die über lange Jahre in der Serie gottgleiche Züge trugen, bis sich herausstellte, dass sie auch nur ihre kleinen Machtspielchen untereinander austragen, nur eben auf einem sehr viel größeren Maßstab als die Menschen. Anders als Sheridan gelang es Rhodan jedoch nie sich aus den Fängen dieser Mächte zu lösen, ja nicht einmal sie wie Sisko aus dem Universum der Menschen zu verbannen. Während die Welt ihn als Superhelden verehrt, sieht Rhodan selbst durchaus seine Schwächen und hat seine Zweifel an dem was er macht. Wie das alles konkret umgesetzt wird, unterscheidet sich stark von Autor zu Autor und von Jahrzehnt zu Jahrzehnt.


    So rutschte der Stil der Serie ab etwa Band 500 (erschienen um 1970) weg von Spy-Fy (Agenten-Sagas) im Weltraum, immer stärker in Richtung antike Helden- und Göttersagen im Weltraum. Doch auch dieser Trend hatte sich Ende der 80er Jahre totgelaufen. Spätestens mit dem Sternenozean-Zyklus (Hefte 2200 bis 2300) allerdings wechselte die Perspektive vorrübergehend, weg von der Artus-Saga, die sich nach 40 Jahren einfach als Ideengrundlage verbraucht hatte, hin zur Nibelungensaga. Aus Rhodan & Co wurden Helden, die wie Sigfried & Co. stets das Gute wollen und dann notorisch durch kleinlichen Streit, Verrat oder Unfähigkeit scheitern. Das es keine Götterdämmerung wie bei den Nibelungen bei Rhodan gab, sondern am Ende doch stets ein Happy End, liegt schlicht an dem Charakter der Serie als Space-Opera. Die Geschichte hat weder Anfang noch Ende und muss daher immer irgendwie weitergehen. Endsieg und Kapitulation sind keine Optionen, die für die Handlung der Rhodan-Serie zur Verfügung stehen, sondern nur Verständigungsfrieden oder alles zermürbender Dauerkonflikt a la Balkan. Das schier übermächtige Böse scheiterte deshalb auch in den Abenteuern der letzten 10 Jahre letztlich immer, allerdings meist an der eigenen Dummheit, widrigen Umständen oder durch das Eingreifen Dritter.


    Seit etwas über einem Jahr hat die Serie wieder einen neuen Chefautor, der m. E. die Serie von der Idee her wieder an ihre Wurzeln zurückführt. Allerdings hat sich Uwe Anton wohl eher die Gralslegende aus der Artus-Saga herausgegriffen. So herrscht also Bruderkrieg in den von Menschen bevölkerten Galaxien und der gottgleiche Herrscher (Eine Superintelligenz namens ES) liegt im Sterben, während das Böse eines anderen gottlgeichen Herrschers nach der Macht greift und seine Heere sammelt. Die Ritter der Tafelrunde (die Zellaktivator-Träger um Rhodan) ziehen deshalb aus, auf die Suche nach dem Gral. Damit rückt die Serie inzwischen in Richtung eines bombastischen „Herr der Ringe“ im Weltraum.


    Für eine realistische Darstellung der Charaktere ist in einem solchen Umfeld kaum Platz. Wo alles was passiert, egal wie unbedeutend, gleich „bigger than life“ ist, da müssen auch die Handlungsträger überlebensgroß wirken und wie Superhelden sein.

    Hamburger Science Fiction-Stammtisch


    Jeweils am zweiten Freitag eines Monats freffen sich ab 19 Uhr im Studentenlokal Roxie in der Renzelstraße 6 / Ecke Grindelalle Fans aus Hamburg und Umgebung, um sich über Doctor Who & Co. zu unterhalten. Teilnehmen darf jeder, der an Science Fiction seine Freude hat und sich über diese und andere Dinge mit Gleichgesinnten austauschen möchte...

  • Eine schöne, ausgewogene und ausführliche Analyse, Goettrik, klasse geschrieben!! :thumbup:



    Meine eigene Sicht darf ich etwas kürzer zusammenfassen:
    Perry Rhodan gefällt mir wegen sehr vieler spannender Handlungen, interessanter Charaktere und liebevoll und detailreich ausgearbeiteter außerirdischer Schauplätze, für all das lese ich die Serie. Perry selbst gehört definitiv nicht dazu.


  • aus: ESPost 148

  • Also ich hab mit dieser Liste ein großes großes Problem.
    Und das ist die Betonung auf "für Nerds" bzw. "uns Nerds".


    Ist es denn nicht möglich als einfach nur bodenständiger Typ Perry Rhodan zu lesen?
    Muss man um Star Trek zu gucken denn jemand sein der mit 30 nicht allein die Waschmaschine bedienen kann und sich nur von Tiefkühlpizza und Chips ernährt?

  • Zuerst wieder mal, weil unvermeidlich: http://de.wikipedia.org/wiki/Nerd


    Ich versteh langsam nicht mehr, wo Deine Probleme liegen. Muß eine Nerd immer:


    Zitat

    Muss man um Star Trek zu gucken denn jemand sein der mit 30 nicht allein die Waschmaschine bedienen kann und sich nur von Tiefkühlpizza und Chips ernährt?


    Find ich jetzt nicht. Kann man Nerd nicht als das nehmen, als was es heute in "normalen" Kreisen auch verstanden wird, als jemand der sich halt nicht für den Mainstream interessiert, auch mal über den Tellerrand schaut und vielleicht sich mal mit Dingen Beschäftigt, die nicht "gesellschaftlich" akzeptiert sind? Vielleicht ist heute Ne3rd ein Synonym für Fan oder Anhänger geworden


    Ich bin ja praktizierender Rollenspieler und Du würdest Dich wundern, wieviele Leute sich in dieser Szene selber als Nerd bezeichnen und das nicht im negativen Sinn aufgefasst wird. Und grad diese Leute sind auch sehr eigenständig und kommen fast ausschließlich aus technischen oder wissenschaftlichen Berufen....also keine Yuffies.


    Zitat

    Ist es denn nicht möglich als einfach nur bodenständiger Typ Perry Rhodan zu lesen?


    Natürlich geht das, ich machs ja auch. Ich würd mich nämlich schon als bodenständig bezeichnen (was man uns Bayern ja allgemein nachsagt). Und ich denke die meisten der Fans der Serie sind das auch. Nichts desto trotz wirst Du von Deiner "angepassten" Umgebung immer als Sonderling angesehen werden...weil Du ein Hobby hast, das nicht "anerkannt" ist. Es ist ja heute schon viel besser wie früher, aber PR lesen oder DW schauen ist halt noch immer nicht "normal". Das liegt aber nicht an der Materie an sich...weil SF ist heute auch in Deutschland salonfähig, nein, allein die Tatsache, das Du Dich etwas mehr mit dem Thema beschäftigst und die Sache nicht nur schnell konsumierst.


    Bestes Beispiel hierfür ist halt auch noch immer Doctor Who (keine Panik!). Viele Leute haben da mal ein oder zwei Folgen von "der Serie" gesehen, als sie in Deutschland lief. Wenn ich nun sag ich bin Doctor Who Fan, kommt schon entweder "des hat mir gar nicht gefallen" - damit steht man eh schon in der Sonderlingsecke, aber noch nicht so krass - oder man wundert sich, weil "da gibt es doch nur 2 Staffeln"....worauf hin eine kurze Einweisung in das Whoniversium erfolgt, um zu zeigen, das es da schon mehr gibt--und damit rennt man dann für die nächsten Jahre mit der Leuchtreklame "großer Sonderling" über dem Kopf rum.


    Was ich damit sagen will ist, das das Umfeld sich sehr schwer tut, Leute mit einem Hobby zu akzeptieren, das über Fitnesscenter, Party und ab und an Kino heinausgeht....wenns jetzt nicht grad Sport oder Briefmarkensammeln ist. Und wir haben so ein Hobby. Ob es DW oder PR heißt. Und uns bewegt einfach die Tatsache, das es einen neuen Doctor und 10 vor ihm gab und uns bewegt die Tasache, das PR 50 Jahre wird und sich noch immer entwickelt. Und das ist uns wichtig und das macht uns halt oft zu "Aussenseitern"...gegenüber denen die es halt nicht verstehen.


    Und auch wenn Du Dich nicht als Nerd siehst....was Du auch nicht mußt....so kann es halt sein, das die Umwelt es so tut. Und wenn es ein "Nerdiges Jubiläum" gibt, dann heißt das nur, das sich alle wahren Fans der Serie darüber freuen können...und alle anderen Nerds das ned verstehen!!!!!

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    Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn

  • Tut mir leid, aber "Nerd" ist nunmal eine ziemlich enge Schublade, und nein, da passe ich nicht rein!
    Und ich will da auch niemanden sonst reingestopft sehen!


    Ich LIEBE gute Science Fiction für mein Leben, ja, deswegen lese ich auch Staniswaw Lem und Ray Bradbury. Aber daneben lese ich auch gern mal den Spiegel oder sonst eine gute Zeitung. Firefly kenne ich fast auswendig, aber heute habe ich z.B. auch mal Babylon 5 sausen lassen um mit den Kollegen Fußball zu spielen. Ich gucke leidenschaftlich gern Battlestar Galactica neue Serie... DW sowieso... aber ich gucke auch leidenschaftlich gern Rallye-Zusammenfassung auf Eurosport. Gerade vorhin habe ich die Sportreporter-Rhetorik wirklich genossen! :D ("Je länger der Tag dauert desto mehr sieht die Strecke aus wie eine deutsche Kommune die mal wieder den Winterdienst vergessen hat" bzw. "Er tänzelt noch immer einen Schneewalzer der Hilflosigkeit")
    Ich liebe gute Science Fiction für mein Leben, ja, aber das ist nicht das einzige, was mich ausmacht! Dich auch nicht! Daß ich in einem Land mit einer sehr starken kulturellen Zensur lebe ist mir bewusst, es wird einem hier exakt vorgeschrieben, was man gefälligst gut und prima und cool zu finden hat und was nicht, ja, und ich werde den Teufel tun meine Vorliebe für Science Fiction einem Personaler beim Vorstellungsgespräch auf die Nase zu binden. Aber gerade deswegen habe ich massiv was dagegen, wenn ich oder andere mit "Sonderling" etikettiert werden, wie nett auch immer das gemeint ist! Wir ALLE sind hier, weil wir DW und/oder Torchwood und/oder SJA lieben, aber das ist bei weitem nicht das einzige, was uns ausmacht!




    Zum Rollenspiel: Ich bin selbst Rollenspielerin und bei uns ist es so, daß es ein eigentlich sehr breites Berufesprektrum gibt.
    Mich selbst nehme ich mal aus, denn bei mir greift das Klischee von Dir... aber ansonsten haben wir Juristen, Soldaten, Polizisten, eine Kosmetikerin, Sachbearbeiter, Lehrer, eine angehende Psychotherapeutin, einen Krankenpfleger, einen Altenpfleger.....

  • Nerd darf man nicht mehr als so engen negativ besetzten Begriff sehen. Eigentlich ist das doch nur noch ein Begriff für Menschen die extrem tief und mit Freude in bestimmten Gebieten drin stecken. So gibt es für mich genauso Kaffe Nerds wie es eben auch Sci-Fi Nerds und eben die altbekannten Computer Nerds gibt.
    Als eine enge Schublade würde ich das nicht sehen. Man muss nur schauen ob man tatsächlich so tief in einem Thema hängt das der Begriff tatsächlich greift.

  • Also für ne Wortdefinitionsdiskussion macht besser nen eigenen Thread auf, denn mit "Perry Rhodan" hat das hier grad überhaupt nichts zu tun. ;)


    Jedenfalls fällt mir grad auf dass ich hier noch etwas offen hatte...

    sollte es Dir entgangen sein, so wurden die frühen Bond gerade wegen dem Nikotin, Alkohol und Verhalten gegenüber Frauen kritisiert...heutzutage. Also ist der "Connery" Bond auch in seiner Dekade gefangen. Genau wie der frühe Rhodan.


    Najaaaaa... es stimmt zwar schon dass diese Bonddinge sehr sehr 60s sind, aber man kann sie immer noch als "cool" empfinden. :D Auch wenn das die Alice Schwarzers dieser Welt höchstwahrscheinlich für pöhse und pfuhui halten wenn man sowas überhaupt cool findet. *g* Jedenfalls komme ich unterm Strich mit so ner "coolen Agentensau aus den 60ern" eher klar als mit einem idealisierten Übermenschen der wie eine charakterliche Umsetzung sämtlicher Nietzschebücher wirkt. Mir ist das einfach viel zu weit weg.


    Ausserdem... ich mag Lazenby lieber als Connery. :D


    Zitat

    Da hast Du Dir eine große Aufgabe gestellt. Das wird das wohl noch ein paar Jahrzehnte dauern, bis Dein Projekt durch ist. Aktuell sind die Silberbände bei Band 112, das wären 37 Jahre...fürs erste.


    Ich würde Dir http://www.perrypedia.proc.org/wiki/Hauptseite empfehlen wenn Du nur einen Überblick haben willst.... Dann kannst Du Dir einen Zyklus aussuchen, der Dir zusagt und vielleicht mehr Spaß beim Lesen (oder hören) haben....statt Dir Romane "reinzuwürgen" die Dir nicht gefallen....


    Och naja, mein Perry Rhodan-Exkurs ist jetzt eh sooo ernsthaft und vertieflerisch, dass ich am Ende "voll drin" sein muss. Wie gesagt, mir reicht es völlig aus ein paar Monate an einem Hörbuch zu knabbern bis das nächste an der Reihe ist. Vielleicht schaue ich ab einem gewissen Zeitpunkt mal in spätere Bände rein, aber erstmal möchte ich wissen wie es mit Crest, Thora und der ganzen Arkon-Sache weiter- und ausgeht.


    Und Spaß daran habe ich auf jeden Fall, sonst würde ich mich gar nicht weiter mit der Serie beschäftigen. :) Ich mag diesen 60er Jahre SciFi Cheese... nur halt nicht die Hauptfigur. :D Aber es gibt immer überall Elemente mit denen man nichts anfangen kann, das muss man halt in Kauf nehmen, sonst kommt man ja nie sonderlich weit. Und solang für einen persönlich das Gute überwiegt ist's doch okay. Und wenn man ein bisschen über das Schlechte meckert auch. :P Doctor Who ist nicht perfekt... und Perry Rhodan auch nicht.