BBC Eighth Doctor Adventures (EDAs)

  • Sag mal, tanzender Arzt, kann man die EDAs gut aus der Reihe lesen oder sind die durcheinander zu verwirrend da es wohl doch mehr storyarcs gibt als bei den NAs? Bis jetzt habe ich nur ein paar und frage mich ob ich erst weiterversammeln sollte oder nicht. Gelesen habe ich bis jetzt nur Vampire Science und Alien Bodies die ohne Vorkenntnisse gut zu lesen waren.

    Dazu habe ich dieses Thread geöffnet. Ich bin mir sicher, dass folgendes mehrmals korrigiert wird...


    Die EDAs haben zwar eine angehende Kontinuität, doch einige sind auch einzel "lesbar". Die ganze Serie kann man in zwei teilen: The Eight Doctors bis The Ancestor Cell, und The Burning bis The Gallifrey Chronicles.
    Die erste Hälfte macht direkt nach dem TV Movie weiter. Soweit ich weiß, die wichtige Bücher für die Über-Geschichte hier sind Alien Bodies, Unnatural History, Interference (I & II), The Shadows Of Avalon und The Ancestor Cell. Die anderen Romanen beziehen sich entweder nur gelegentlich oder fast gar nicht auf diese Geschichte.
    Darunter befinden sich ein paar "Mini-Serien" (oder Arcs): "The Search for Sam" (Longest Day bis Seeing I); "Temporal Anomalies" (Revolution Man bis Autumn Mist); und "Just who on Earth is this Compassion, anyway?" (Interference I bis The Shadows Of Avalon).
    Die neue Begleiter, Sam, Fitz und Compassion, werden jeweils in The Eight Doctors, The Taint und Interference eingeführt. In The Scarlet Empress treffen wir die Time Lady Iris Wildthyme zum ersten Mal.
    Die Ereignisse von The Ancestor Cell führen eine ganz neue Phase ein: der Doctor wacht auf der Erde während des 19. Jahrhunderts auf — und zwar ohne jegliches Gedächtnis. Ein neuer Anfang, der die allmählich übertriebene und abgrenzende Kontinuität beseitigen sollte.
    Zunächst lebt der Doctor durch die Geschichte der Erde (The Burning bis Escape Velocity), bevor er mit Fitz wiedervereinigt wird und mit dem Reisen wieder anfangen kann. Im letzteren wird auch die neue Belgleiterin, Anji, eingeführt.
    In The Adventuress of Henrietta Street erscheint zum ersten mal der mysteriöser Sabbath. Er taucht dann in einer ganzen Reihe von Romanen auf — mal groß, mal klein, mal gar nicht — bis in Sometime Never alles endlich aufgeklärt wird.
    In Emotional Chemistry sehen wir zum ersten mal Trix. Nach Sometime Never gibt es dann eine kleine Reihe normaler Abenteuern, bevor wir zum großen Finale in The Gallifrey Chronicles kommen.
    Die Schlüssel-Bücher zu dieser zweiten Hälfte der EDAs sind (glaube ich) The Burning, Father Time, The Adventuress Of Henrietta Street, Trading Futures, Time Zero, Timeless, Sometime Never und The Gallifrey Chronicles. Letzteres nimmt sich vor, alles, das seit 1996 passiert ist (bücher und Hörspiele) aufzuklären, um den Boden für den 9. Doctor klarzumachen. :06:


    Eine ganze Liste findet man hier.


    Ich weiß, das ich damit nicht wirklich die Frage beantwortet habe, aber hoffentlich hilft dieser Überblick ein bisschen. Leute, die verschiedene Bücher gelesen haben, können dann weiterempfehlen... :thumbup:

  • Fantastisch, vielen lieben Dank auch! Dein kleiner Ueberblick hilft mir sicher. Zumindest habe ich von der ersten Haelfte alle wichtigen Buecher die du genannt hast, allerdings keine Miniserie komplett. Vom zweiten Teil habe ich bis jetzt nur The Burning, Father Time, Henrietta Street (eventuell, bin jetzt nicht sicher), und Gallifrey Chronicles.


    *seuftz* Es ist so unglaublich teuer einzelne Buecher zu kaufen also biete ich entweder auf Ebay und probiere so viele Buecher wie moeglich von einem Verkaeufer zu bekommen oder ich kaufe gleich Packete mit mehreren Buechern. Leider gibt es die viel zu selten. Und ich ziehe Buecher im Neuzustand deutlich vor. Es duerfte also noch eine ganze Weile dauern bin ich irgendeinen storyarc komplett habe. Von Burning bis Escape Velocity fehlt mir allerdings nur noch ein Buch.


    lemon


  • On an island in the East Indies, in a lost city buried deep in the heart of the rainforest, agents of the most formidable powers in the galaxy are gathering. They have been invited there to bid for what could turn out to be the deadliest weapon ever created.
    When the Doctor and Sam arrive in the city, the Time Lord soon realises they’ve walked into the middle of the strangest auction in history -- and what’s on sale to the highest bidder is something more horrifying than even the Doctor could have imagined, something that could change his life forever.
    And just when it seems things can’t get any worse, the Doctor finds out who else is on the guest list.


    Das habe ich vermisst. Ein Buch, das man nicht hinlegen will. Wie ich schon woanders erwähnt habe, (noch) lese ich die BBC Novels mit dem 10en. Doctor, aber bisher hat es keiner davon geschafft, mich wirklich mitzureißen. Sie sind kurzer und einfacher als die EDAs, weil das Ziel-Publikum ist jetzt ein anderes. Leider heißt das auch, das es keine neuen Romane für Erwachsene gibt. Darum bin ich zurück in die 90er Jahren gekehrt, um wieder anzufangen, wo ich aufgehört hatte.
    Damals habe ich mangels Zeit und Geld nach Beltempest aufgehört, aber jetzt habe ich wieder Bock. Ich habe noch in Erinnerung, dass Alien Bodies kompliziert gewesen ist, aber dieses Mal habe ich es wie seit lange kein anderes Buch genossen. Jetzt weiß ich ungefähr wo das alles hinführt — und es hat alles gleich viel mehr Sinn gemacht.
    Das Buch ist toll geschrieben, einfallsreich und witzig. Die Charaktere kommen alle sehr gut rüber. Sarah Jane, beispielsweise, hat nur ein paar Zeilen Dialog in dem Prolog, aber trotzdem habe ich sie sofort wieder erkennen können und habe ihre Stimme in dem Kopf gehört. Die Konzepte von The Shift und von Faction Paradox sind recht interessant. Ich habe auf jeden Fall Lust auf mehr von dieser Serie: Unnatural History ist schon bestellt, aber für Interference muss ich eventuell ein bisschen schlucken — billig ist das nicht.


    Was folgt, beschreibt die Handlung für diejenigen, die sich für die Kontinuität interessieren aber nicht das ganze Buch lesen wollen.


    Das alles, und dazu eine Auftritt von Germany's Next Top-Model!

  • Fall Lust auf mehr von dieser Serie: Unnatural History ist schon bestellt, aber für Interference muss ich eventuell ein bisschen schlucken — billig ist das nicht.


    Ach ich weiss nicht. Ich habe glaube ich fuer keines der Buecher viel bezahlt. Irgendeine Moeglichkeit gibt es immer: bei Ebay etwas warten, auf Foren in Geduld ueben bis jemand das entsprechende Buch anbietet, 3 Buecher habe ich direkt von den Autoren bekommen/gekauft als ich zufaellig etwas anderes von denen ersteigert hatte (Fragen hilft immer). Die zwei Interference Buecher habe mich auf Ebay zusammen 6 Pfund gekostet, Buecher die als ziemlich teuer gelten habe ich entweder in einem grossen Buchpaket fuer ein paar Dollar gefunden (Lungbarrow, Cold Fusion) oder einfach beim Bieten Glueck gehabt.


    Gedult


    Lemon (kann irgendwie nicht einloggen)

  • Da ihr grade die Bücher von Lawrence Miles ( die ich wirklich unbedingt bald mal lesen muss ) besprecht möchte ich euch darauf aufmarksam machen, dass ich grade einen Thread zu dessen Internet-Veröffentlichungen eröffnet habe: Mad Larry

    In the beginning, there was darkness.
    And the darkness was without form, and void.
    And in addition to the darkness there was also me.
    And I moved upon the face of the darkness.
    And I saw that I was alone.


    Let there be light.

    Bomb#20
    in Dark Star

  • Danke! Ich hatte irgendwas am Rand davon gehört, wusste aber nicht wo es sich befindet. :thumbup: Dein Thread habe ich angefangen zu lesen, aber dann kam irgendwas, dass mir wie ein Spoiler vorkam, also bin gleich wieder rausgesprungen. Ich mal wieder rein wenn ich diesen Staffel zu Ende geguckt habe.

  • In dem zitierten Beitrag geht lediglich es um die aktuellen Entwicklungen in Sachen Companions. Wenn du darüber noch nichts weißt, stellt er tatsächlich einen gewissen Spoiler dar und dürfte zudem auch nicht verständllich sein.

    In the beginning, there was darkness.
    And the darkness was without form, and void.
    And in addition to the darkness there was also me.
    And I moved upon the face of the darkness.
    And I saw that I was alone.


    Let there be light.

    Bomb#20
    in Dark Star

  • ... von Paul Magrs


    Arriving on the almost impossibly ancient planet of Hyspero, a world where magic and danger walk hand in hand, the Doctor and Sam are caught up in a bizarre struggle for survival.
    Hyspero has been ruled for thousands of years by the Scarlet Empresses, creatures of dangerous powers — powers that a member of the Doctor’s own race is keen to possess herself: the eccentric time traveller and philanderer known only as Iris Wildthyme.
    As the real reasons for Iris’s obsession become clear, the Doctor and Sam must embark on a perilous journey across deserts, mountains, forests and oceans. Both friends and foes are found among spirits, djinns, alligator men and golden bears — but in a land where the magical is possible, is anything really as it seems?


    "The alligator man. A cyborg. That bearded lady. A mock turtle." Das sind die komischer Wesen, die Iris Wildthyme im Auftrag der Scarlet Empress finden soll. Dafür muss sie in Begleitung von Sam und dem Doctor über den ganzen komischen Planeten reisen. Und wo überall noch komische Wesen auf sie warten...


    Dieses Buch ist erfindungsreich wie kein andere. Paul Magrs hat sich nicht nur eine, sondern zahlreiche fantasievolle Orte, Rassen und Ereignisse einfallen lassen. Es ist erfrischend, mal mit dem Doctor einen Planeten zu besuchen, der aus mehr als einer Stadt (oder auch einer Ebene!) besteht. Die Wüsten-Hauptstadt, Hyspero, erinnert irgendwie an Mos Eisley mit den ganzen außerirdischen Besucher, Gauklern, Dieben und verschiedenen anderen merkwürdigen Leuten. Die Stadt und sein Leben wird so stark beschrieben, dass ich fast den Sand in dem Mund geschmeckt habe. Von da aus geht's in eine ganz andere Stadt, Fortalice, wo eine Art süd-europäische Feiertag stattfindet, aber mit weitaus schlimmeren Konsequenzen. Wir besuchen auch die rasierten Bären in dem Wald von Kestheven und schließlich fahren unsere Helden ganz woanders hin... Jeder Spielort, sowie auch die Reisezeit dazwischen, kommt genau so überzeugend rüber. Ich habe das Buch über einige Wochen gelesen, als ich durch die Britische Inseln tingelte, was ganz gut passte, denn hier merkt man ganz klar, dass Monate vergehen. Es ist nicht das erste Mal, dass ein EDA sich viel Zeit lässt, und das finde ich gut: irgendwie müssen die neunhundertirgendwas Jahren des Doctors Leben zustande kommen!


    Iris Wildthyme fand ich sehr gelungen. Es war eine gut Idee, sie als bekannte des Doctors zu präsentieren. Eine, die ihm in jeder Inkarnation schon begegnet ist und viel zu viel über ihm weißt. Eine lustige Frau, die raucht, trinkt, singt lauthals Abba-Lieder mit und ständig versucht, den Doctor anzumachen. Eine Time Lady deren TARDIS im Form eines Londoner Bus tatsächlich gefahren werden kann! Und der große Unterschied zur Doctors TARDIS

    ist einfach köstlich. Ich habe irgendwo mal gelesen, dass in den Hörspielen Katy Manning als Iris wirklich gut gecastet ist — und das kann ich mir auch sehr gut vorstellen!


    Ein geradeaus, traditioneller Abenteuer à la Mark Gatiss ist dieser nicht, lustig-sureallistig wie einer von Steve Lyons auch nicht. Es liegt irgendwo zwischen den Beiden. Einfallsreich und stark geschrieben, The Scarlet Empress ist auf jeden Fall zu empfehlen.

  • ... von Simon Messingham
    The Doctor and Sam arrive on Proxima II, one of the earliest planets colonised in humanity’s first big push into space. But instead of a brave new world, they find a settlement rife with superstition and unrest.
    The native Proximans are inexplicably dying out. Humans too are being killed in horrific ways, with each face being stripped bare.
    Posing as investigators from Earth, the Doctor and Sam must track down the force moving through the dark catacombs beneath Proxima City. It seems that the superstitious whisperings of the colonists may be well founded — that the sinister Face-Eater from Proximan mythology has awakened from its long sleep, to drive out all those who would defile its world...


    Wie wäre Doctor Who denn gewesen, wenn Fox den TV Movie doch als erfolgreicher Pilot eingestuft hätten? Eventuell wie dieses Buch, das von der Atmosphäre her sehr stark an Grusel-Filme wie The Relic oder Hollow Man erinnert. Filme, wo eine kleine, isolierte Gruppe (in diesem Fall eine Erd-Kolonie) von irgendetwas bedroht wird. Irgendetwas, das ganz fies sein muss, aber das wir erst spät eigentlich sehen dürfen.
    Die Proxima-Kolonie wird stark beschrieben und kommt sehr gut rüber. In dem Kopf sieht man ganz deutlich einen amerikanischen Fernsehfilm. Alle Charaktere, außer dem außergewöhnlichen, britischen Polizist, sprechen mit amerikanischen Akzenten und wirken wie die Leute, die wir aus zahlreichen Hollywood Produktionen kennen. Beim großen Finale ist ganz viel CGI dabei als der Monster die Stadt zerstört und die Menschen fluchten... Ein Big-Budget Blockbuster Fernsehfilm, eben. Okay, vielleicht hätte das mit dem Big Budget bei Doctor Who nicht geklappt, aber ihr weißt schon, was ich meine...
    Das muss aber nichts schlimmes heißen. Ich rede hier von einer gelungenen Hollywood Fernsehfilm, mit guten Charakteren, steigender Spannung, gruseligen Bösewichten und überraschenden Wendungen. Das erste Teil des Buchs, wo jeder Kapitel im Stil eines Staffellaufs sich vornimmt, einen Haupt-Charakter vorzustellen und gleichzeitig die Handlung fortzusetzen, fand ich besonders gelungen. Der Neu-Einsteiger würde sich ein bisschen wundern, was denn diese Nanites sein mögen, die ständig im Zusammenhang mit Sam erwähnt werden (die Nanites, die Sam im vorherigen Buch, Beltempest, unsterblich gemacht hatten), aber sonst ist nicht zu viel Kontinuität dabei. Obwohl die Anspielung auf Planet Of The Spiders macht viel mehr Sinn, wenn man die Folge kennt.
    Ein starker, spannender, gut geschriebener Abenteuer auf einer sehr glaubwürdigen außerirdischen Welt. Kein Klassiker, aber dennoch definitiv lesenswert.

  • ... von Paul Leonard
    1967: The Revolution has just started. All you need is love -- but the ability to bend space and time helps. An entity called the Revolution Man is writing his graffiti across the surface of the Earth, using a drug called Om-Tsor. Trouble is, none of this was supposed to happen. The Doctor knows that the Revolution Man isn’t for real, that he’s part of the problem, not part of the solution. But how is he going to convince the flower children? How is he going to convince Sam? And he doesn’t dare tell Fitz...
    1968: The Chinese People’s Army want to defeat the capitalists. Om-Tsor is the most powerful means available, and the source is on their doorstep. If half of India is immolated - well you can’t make an omelette without breaking eggs...
    1969: The Revolution Man has decided. Mankind is evil, not good. The only way forward is to destroy all of it. The Doctor and Sam struggle to find him but time is running out...


    Dieses Buch kommt in drei Teilen (die obengenannten Jahren), die ich jeweils mit einer Woche Abstand in Episoden-Format gelesen habe. Es hat wirklich Spaß gemacht und ich habe mich jede Woche der nächsten Episode entegegen gefiebert.
    Die Welt der Spät-Sechziger wird sehr gut vom Autor gefangen. Es hat natürlich geholfen, dass ich die passende Musik aus der Zeit dazu gehört habe, aber trotzdem konnte ich voll in die Seiten abtauchen. Als Leser spurt man deutlich, wie die Idealen der Summer Of Love sich langsam als Träumerei entpuppen und wie alles nur noch böse wird. Einen besseren Hintegrund für eine Geschichte über eine übermächtige Droge kann ich mir nicht vorstellen: es passt hier genau ins Konzept.
    Dieses ist zwar erst das drittes Buch mit Fitz, doch es wird klar gemacht, dass er einige andere Abenteuer mit dem Doctor und Sam schon geteilt hat. Leider habe ich Demontage nicht gelesen, deshalb weiß ich nicht, was ihm da passiert ist, aber es stört nicht. Es wäre schon ein Verlust gewesen, wenn er hier wieder ausgestiegen wäre...
    Revolution Man ist gut geplottet, gut geschrieben und definitiv empfehlenswert.

  • ‘They called it the Millennium Effect,’ said the Doctor. ‘But the millennium was only beginning.’
    San Francisco has changed since the start of 2000. The laws of physics keep having acid flashbacks. There are sightings of creatures from outside our dimensions, stranded aliens and surrealist street performers. The city has become a mecca for those who revel in impossible creatures -- and those who want to see them pinned down and put away.
    Sam’s past is catching up with her - a past she didn’t know she had. The Doctor is in danger of becoming the piece de resistance in a twisted collection of creatures. And beneath the waters of the Bay, something huge is waiting.
    With time running out, the Doctor must choose which to sacrifice -- a city of wonders, or the life of an old and dear friend.


    Die Ereignisse des TV-Movies hatten also doch Konsequenzen... Es gab also einen Grund, weswegen Sam bisher zu gut, um wahr zu sein gewesen ist... Dieses Buch zeigt uns die dunkel-haarige, nicht so geradlinige Sam, die eigentlich hätte sein sollen. Oder auch nicht. Das Konzept von Sams und des Doctors Biodata war zwar ziemlich kompliziert, doch ich glaube, dass ich mitgekommen bin. Die "neue" Sam hat mir sehr gut gefallen, deswegen


    Unnatural History ist sehr gut geschrieben und spannend. Ich habe alles außer den letzten 30 Seiten in einer Sitzung vershlungen (irgendwann muss man eben schlafen) – wahrscheinlich war es auch besser so, um den Faden nicht zu verlieren. Es ist berührend und macht irgendwie einen Sinn aus den Hohen und Tiefen der Serie hinter sich. Bleibt nur die Frage vom "War in Heaven", der hier als "time war" bezeichnet wird. :O

  • Five years ago, Sam Jones was just a schoolgirl from Shoreditch. Of course, that was before she met up with the Doctor and discovered that her entire life had been stage-managed by a time-travelling voodoo cult. Funny, how things turn out, isn’t it?
    Now Sam’s back in her own time, fighting the good fight in a world of political treachery, international subterfuge and good old-fashioned depravity. But she’s about to learn the first great truth of the universe: that however corrupt and amoral your own race may be, there’s always someone in the galaxy who can make you look like a beginner.
    Ms Jones has just become a minor player in a million-year-old power struggle. . . and as it happens, so has the Doctor.
    Both of him, actually.


    ... von Lawrence Miles


    Sarah Jane Smith forscht beim streng geheimen Waffen-Messe COPEX nach, lernt Guest, Compassion und Kode, die Vertreter der außerirdischen "Remote" kennen und schleicht sich bei einem Waffenhändler ein. Sam tut dasselbe, begegnet Sarah Jane und landet letztendlich auf der Heimwelt der Remote. Fitz wird entführt und landet bei der Faction Paradox im 26. Jahrhundert. Der Doctor liegt irgendwo, irgendwann im Gefängnis. Der 3. Doctor und "seine" Sarah Jane befinden sich auf dem Wüsten-Planeten Dust, wo sie dem mysteriösen Wesen, "I.M. Foreman" begegnen...


    In diesem ersten Teil werden eine Menge Fragen aufgeworfen. Viele werden auch beantwortet, aber keine der größeren. Man hat das Gefühl, dass dieser Band nur dazu dient, alle Charaktere in die richtige Positionen hinein zu manövrieren, damit es im zweiten Band richtig losgehen kann. Das erste Teil ("What Happened On Earth") ist sehr spannend, das zweite ("What Happened On Dust") ein bisschen komischer und daher nicht ganz so aufregend, aber trotzdem kann ich kaum warten, mit dem zweiten Band anzufangen. Dieses Buch ist gleichzeitig fesselnd, fantasievoll, witzig und augenzwinkernd – genau das, was Doctor Who ausmacht, eigentlich!


    Leider weiß ich schon, wer Kode ist und was Compassion letztendlich werden wird, aber das nimmt mir nicht so viel Spaß weg. Hier geht der Krieg, der in Alien Bodies und Unnatural History angedeutet wurde, richtig los. Angeblich soll auch die Verbindung zwischen I.M. Foreman, An Unearthly Child und Attack of the Cybermen geklärt werden (es ist der Name auf der Tur zum Schrottplatz in beiden Folgen, wurde jedoch durch Schlamperei in der 1985er Folge anders geschrieben). Darauf bin ich wirklich gespannt... :)

  • They call it the Dead Frontier. It’s as far from home as the human race ever went, the planet where mankind dumped the waste of its thousand-year empire and left its culture out in the sun to rot.
    But while one Doctor faces both his past and his future on the Frontier, another finds himself on Earth in 1996, where the seeds of the empire are only just being sown. The past is meeting the present, cause is meeting effect, and the TARDIS crew is about to be caught in the crossfire.
    The Third Doctor. The Eighth Doctor. Sam. Fitz. Sarah Jane Smith. Soon, one of them will be dead; one of them will belong to the enemy; and one of them will be something less than human...


    ... von Lawrence Miles


    Sam ist weg. Damit schließt sich ein Kreis, der für mich in 1997 anfing, als ich The Eight Doctors las und ihr zum ersten Mal begegnete. Ich weiß, dass sie eigentlich in 1999 die Ferne gesucht hat (und was aus ihr geworden ist), und ich weiß, dass ich irgendwann auch die Bücher nachholen werde, die ich letztens übersprungen habe, aber in meinem persönlichen "Kontinuum" hat sie sich jetzt gerade abgemeldet. Ich werde sie auch vermissen. Viele Fans haben Samantha Jones nicht leiden können, aber ich konnte mich irgendwie gut mit ihr identifizieren. Ihr wurde immer vorgeworfen, nichts mehr als eine null-acht-fünfzehn Begleiterin zu sein, die alle nötige "Fähigkeiten" eines Companions und alle "Komplexen" der Youth Of TodayTM in einem verband, ohne eine eigene Persönlichkeit zu haben. Was allerdings zunächst reine Faulheit seitens von Terrance Dicks gewesen ist wurde im Nachhinein "retconned": Die Präsenz des neu-regenerierten Doctors in der Nähe der jungen Samantha "produzierte" die perfekte Begleiterin für ihn. In Unnatural History sahen wir "Dark Sam", die sie eigentlich hätte werden sollen, und hier haben wir die "Grown-up Sam", die bei Sarah Jane wohnt und Öko-Kämpferin wird. Es gibt hier klaren Parallelen zu Martha: eine tapfere, sehr fähige Begleiterin, die sich in den Doctor verliebt und sich letztendlich von ihm verabschiedet, weil das Gefühl nicht beidseitig ist. Sie heißt sogar "Jones" (und Martha nannte sich "Sam" in Reset)!


    Das Verhältnis zwischen dem Doctor und Sam war trotzdem sehr eng, und die Abschiedsszene sehr berührend. Die Beziehung hat mich an der zwischen dem dritten Doctor und Jo erinnert. Auf Nachfrage von I.M. Foreman gibt dieser Doctor jedoch zu, dass er durchaus "Gefühle" bzw. – ähem – Bedürfnisse haben kann: ‘Sometimes,’ said the Doctor. ... ‘Only since I regenerated into this body,’ he added, a little too quickly. ‘It started after the change. It wasn’t an urge, as such. It was just a feeling that. . . there was something missing. That there was an element to my life I’d been ignoring.’
    ‘Love?’ suggested I.M. Foreman. ...
    The Doctor shook his head. ‘Romance, I think. The excitement of being close to someone. The need to exchange ideas on a more personal level. To be able to tell someone what you really believe. To express things in ways that make sense only if you’re attached to another. . . well, if you’re attached.’

    Bleibt nur zu erwähnen, dass der neue, verliebbare Doctor in der Zeit zwischen The Eight Doctors (erste Begegnung mit Sam) und Vampire Science (Anfang der gemeinsamen Abenteuer) möglicherweise mit Charley Pollard unterwegs war...


    Das Buch selber ist genauso fantasievoll und witzig geschrieben wie der erste Band. Die Identität von I.M.Foreman, und seine Verbindung zum Doctor ist sehr gewagt, aber nichts gegen das, was dem dritten Doctor passiert... Damit hat sich "Mad Larry" sehr weit aus dem Fenster gelehnt. :ohm:

  • ... von Justin Richards
    The Vega Station -- a haven for gamblers, art lovers and duty-free shoppers, the one place where the Battrulians and their erstwhile enemies, the Canvine, meet and mix, in neutral space. A pressure point, an explosive mixture. And just as the new President of Battrul is about to arrive, the TARDIS crew turn up.
    Fitz is in trouble. He’s accidentally got himself hired as an assassin while trying to emulate James Bond. And he’s upset Bigdog Caruso, the unofficial Canvine leader on Vega.
    Sam is in trouble. She’s become involved with the key witness to a murder, and the witness has vanished.
    The Doctor, meanwhile, has been roped in to help with investigations into robbery, sabotage and the murder, as well as to sort out Fitz’s problems, Sam’s problems and the President’s safety. He’s in his element.
    And if they should get bored, there’s a hitman on the loose, monsters roaming the station corridors, an exhibition of art by a painter who depicted his own death, and the opera.


    Eigentlich das Buch, das direkt nach The Taint kommt, aber ich habe es gerade erst bekommen. Es ist das erste Abenteuer für Fitz und man merkt schon, was für ein interessanter Charakter er werden könnte. Der Roman selber ist gut geschrieben und witzig, tendiert jedoch eher Richtung Belanglosigkeit, da nichts fesselndes passiert. Es hat mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen, aber es hat auch sehr lange gedauert, bis ich fertig war: mir fehlte der Drang, unbedingt weiterlesen zu wollen. Wenn man eine ganze Reihe durchliest, dann ist es manchmal erfrischend, so ein "unwichtiges" Abenteuer zu erleben, aber wenn es um Einzelbücher geht, da sticht Demontage definitiv nicht heraus.

  • von Terrance Dicks


    Da es ja scheinbar für die wenigsten EDAs ein eigenes Thema gibt, und ich keine neues Thema eröffnen wollte, packe ich meine Meinung zu The Eight Doctors einfach mal hier rein.


    Den erste Band habe ich jetzt hinter mich gebracht, und muss gleich mal sagen, dass es sich schon gelohnt hat.
    Das Buch direkt an den Film anknüpfen zu lassen, war eine sehr gute Idee, und auch gleich am Anfang einige Probleme anzusprechen, die dieser gehabt hat, weckte sofort Neugier in mir. Einige dieser Probleme werden im Laufe des Bandes sogar geklärt, andere scheint man sich für spätere Teile aufzusparen.
    Terrence Dicks trifft die Stimmen der acht Doctoren ziemlich gut, und die Zeitpunkte die er gewählt hat sind größtenteils interessant. Schade, dass einige Dotoren etwas zu kurz kommen, aber bei knapp 200 Seiten musste man wohl etwas wählerisch sein.
    Die Story selber wirkt stellenweise natürlich, aufgrund der Grundthematik, etwas konstruiert, aber im Gegensatz zu The Five Doctors zum Beispiel, ist hier eine doch ganz nette Geschichte versteckt.
    Die Vorstellung des neuen Companions ging etwas flott, aber ich nehme an, dass das in den weiteren Büchern noch vertieft wird. Ich bin jedenfalls gespannt.
    Von mir erhält das Buch jedenfalls ein starkes "Gut" als Bewertung.


    "Die Welt ist echt voll von Arschlöchern, rechtlich abgesicherten Arschlöchern."*
    *Das ist die Meinung des Kängurus und nicht notwendigerweise die Meinung des Autors. (Anm. des Autors)

  • Vampire Science


    von Kate Orman und Jonathan Blum


    So, das zweite Buch der EDAs geschafft.
    Vampire Science gefiel mir nicht ganz so gut wie der erste Band, was aber vor allem daran liegt, dass ich Vampire im Allgemeinen, und die Folge State of Decay (auf der das Buch ja lose basiert) im Speziellen, nicht besonders viel anfangen kann.
    Dabei war das Buch nichtmal schlecht geschrieben und der achte Doctor kommt so rüber wie man ihn sich vorstellt. Die Story ist soweit ganz gut und vermeidet die meisten Klischees mit denen man zu kämpfen hat, wenn man ein Buch über Vampire schreibt.
    Was ich besonders schade fand, ist dass einem der neue Companion Sam einfach so vor die Füße geworfen wird. Im letzten Buch kam es zu einer kurzen Vorstellung und im nächsten Band ist sie schon drei Jahre mit ihm unterwegs und hadert schon wieder damit, ob sie den Doctor nun verlassen soll oder nicht. Da hätte ich mir eine ausführlichere Vorstellung gewünscht.
    Ansonsten ist das Buch aber durchaus lesbar und wenn man Vampire und Doctor Who mag, sollte man es mal gelesen haben.


    "Die Welt ist echt voll von Arschlöchern, rechtlich abgesicherten Arschlöchern."*
    *Das ist die Meinung des Kängurus und nicht notwendigerweise die Meinung des Autors. (Anm. des Autors)

  • Persönlich finde ich The Eight Doctors so furchtbar schlecht, dass ich normalerweise jedem empfehlen würde, Vampire Science als Eonstieg zu nehmen. Wenn man The Eight Doctors ignoriert wird auch die ganze Kontinuität mit Benny, Charley, Lucie und Izzy wesentlich einfacher.

  • The Bodysnatcher


    von Mark Morris


    Das war doch mal eine erfrischend kurzweilige Geschichte. Auch wenn die Story grundsätzlich nicht viel her gibt, passen die kleinen Teile einfach so gut ineinander, dass das ganze insgesamt so richtig Spaß macht.
    Allein schon das Wiedersehen mit Professor Litefoot und den Zygons ist es wert das Buch zu lesen. Dazu kommt ein wirklich sehr gut getroffener achter Doctor und eine Portion Brutalität und böser Überraschungen. Das sich der Doctor hier als nicht unfehlbar erweist war wohl eine der überraschendsten Momente dieses Buches.
    Am Ende bekommen wir noch eine Anspielung serviert, dass irgendetwas mit Sam nicht stimmt, die bisher leider immer noch etwas blass wirkt, die einen schon gespannt darauf macht, wie es mit diesem TARDIS Team weiter geht.
    Von mir gibt es für The Bodysnatchers ein ganz starkes "Gut".


    "Die Welt ist echt voll von Arschlöchern, rechtlich abgesicherten Arschlöchern."*
    *Das ist die Meinung des Kängurus und nicht notwendigerweise die Meinung des Autors. (Anm. des Autors)

  • Genocide


    by Paul Leonard


    Von den ersten vier Büchern der Eighth Doctor Adventuress ist Genocide für mich das mit Abstand schlechteste. Das Thema und die Geschichte haben grundsätzlich ein riesiges Potenzial, aber leider schafft es Paul Leonard nicht mal im Ansatz dieses zu nutzen.
    Sein Erzählstil ist holprig und sein Schreibstil oft stichwortartig, so dass beim Lesen überhaupt kein Spaß aufkommen kann.
    Die Hauptfiguren sind uninteressant und oft nur da, um ein bestimmtes Ereignis auszulösen. Danach sind sie dann einfach nur noch unnütz, was dann auch teilweise dem Autor aufzufallen schien und er sie einfach einen brutalen, aber völlig sinnlosen Tod sterben lässt.
    Motivationen der Protagonisten werden teilweise nur angeschnitten oder überhaupt nicht erklärt (einige Ausnahme Mauvril, bei der es nach einer Weile aber nur noch nervt).
    Ganz besonders übel fand ich diesmal Sam. Wie kann man nur so strunz doof sein?
    Ich könnte noch ewig weitere negative Punkte aufzählen (positive fallen mir leider gerade nicht ein), aber ich schließe einfach damit, dass ich davon abrate dieses Buch zu lesen, wenn man nicht unbedingt die komplette Reihe der EDAs lesen möchte.


    "Die Welt ist echt voll von Arschlöchern, rechtlich abgesicherten Arschlöchern."*
    *Das ist die Meinung des Kängurus und nicht notwendigerweise die Meinung des Autors. (Anm. des Autors)

  • War of the Daleks


    von John Peel


    Nach Genocide, welches mir ja nicht so gut gefallen hat, habe ich mich bei diesem Buch wieder hervorragend unterhalten gefühlt. John Peel weiß wenigstens, wie man ein gutes Buch schreibt. Die Charaktere sind interessant gestaltet und vielschichtig und die Handlung actionreich, spannend und abwechslungsreich. Auch Sam nervte mich nicht mehr so sehr wie in dem Buch davor, auch wenn sie manchmal etwas seltsame Anwandlungen und Vorstellungen hat. Nun gut, sie ist halt ein Teenager. Die dürfen das. ;)
    Einziger Kritikpunkt ist, dass durch die Retcons der ganzen Dalek Stories so einigen Logiklöcher entstehen. Darüber konnte ich aber hinwegsehen, weil ansonsten so ziemlich alles stimmte.


    "Die Welt ist echt voll von Arschlöchern, rechtlich abgesicherten Arschlöchern."*
    *Das ist die Meinung des Kängurus und nicht notwendigerweise die Meinung des Autors. (Anm. des Autors)