Interstellar (2014)

  • Hallo!


    Der Trailer/Teaser zu Christopher Nolan's Interstellar ist da!


    www.youtube.com/watch?v=827FNDpQWrQ Klingt sehr interessant und macht Lust auf mehr. Hat was von einem Arthur C. Clarke oder Robert A. Heinlein. Vor allem wegen dem "Sense of Wonder", der nach der Inhaltsangabe suggeriert wird. Der Aufbruch der Menschheit in ein neues Zeitalter. Vergleich z.B. mit 2001 - A Space Odyssey, Contact oder Close Encounters of the Third Kind.


    "In the future, governments and economies across the globe have collapsed, food is scarce, NASA is no more, and the 20th Century is to blame. A mysterious rip in spacetime opens and it's up to whatever is left of NASA to explore and offer up hope for mankind.


    Mainly based on the scientific theories and script treatment of renowned theoretical physicist, Kip Thorne. Interstellar is set to be released in late 2014."
    http://www.interstellar-movie.com/


    Torian

  • Außer einer furchtbaren Aussprache gibt der Trailer nicht viel her.
    Irgendwie nimmt er die amerikanische Raumfahrt ziemlich wichtig. Ob im Film auch andere Nationen berücksichtigt werden?

    "We eat Gods for breakfast!" - Egon Spengler - Ghostbusters, the Video-Game


    "People shouldn't be afraid of their government. Governments should be afraid of their people."
    — Alan Moore (V for Vendetta)

  • Heute war ich in das knapp drei-stündige Epos!


    Leute, die mit Moffat'sche Zeitparadoxien Probleme haben, rate ich ihnen dringend ab ins Kino gehen. Soviel dazu. Alle anderen... KAUFT EUCH DIE KINOKARTEN, ABER DALLI DALLI!!! :thumbup:


    Interstellar bekommt von mir die Höchstwertung und schlägt Inception im Kontext der Science-Fiction-Filme, die bisher Christopher Nolan gedreht hat.


  • Ja und Nein,


    Also ja, der Film ist EPISCH. Gerade wenn man SiFi Fan ist. Als jemand dessen Hobby es ist, über Relativitätstheorie und Quantenmechaniken zu lesen, knn ich nur sagen: Der Film spiegelt alles wider, was wir bis jetzt über das Universum wissen. Tat dem Film also sehr gut, dass man hochdekorierte Wissenschaftler an Bord hatte.


    Bei der Handlung............meh. Warum einen so korrekten, detailierten Film mit einem Plot kaputt machen, den jeder DW Fan aus dem Stehgreif in einem viertelstündigen Vortrag zerreissen kann. Dabei fing alles so gut an.



    Dementsprechend mein NEIN, der Film kriegt keine Höchstpunktzahl. Aber gute 8,5 von 10 (Objektiv) und locker 9,2 von 10 von mir persönlich weil ich auf (scheinbar) schwarze Löcher stehe :D


    Die größten Vorteile des FIlms sehe ich allerdings in seiner Machart. Kunstvoll mit Anspruch. Wenn wir heutzutage im Kino etwas deutlich zu wenig haben, dann sind es Kunst und Anspruch.


    Auch von mir ne Sehempfehlung. :thumbup:



    "Vernunft ist nichts Automatisches, jene die sie leugnen können nicht durch sie erobert werden."


    - Ayn Rand (vielleicht der einzige vernünftige Satz von ihr)

  • Hatte mir in der Pause schon überlegt, ob ich nicht einfach nach Hause gehen soll. Bin leider geblieben.

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Bei der Handlung............meh. Warum einen so korrekten, detailierten Film mit einem Plot kaputt machen, den jeder DW Fan aus dem Stehgreif in einem viertelstündigen Vortrag zerreissen kann. Dabei fing alles so gut an.


    Na das klingt ja mal wieder nach einem typischen Nolan Film. Wie sind denn die Charaktere so? Haben die wieder so eine Erklärbärfunktion und drücken einem das Geschehen mit jeder Dialogzeile ins Gesicht, oder bekommen sie mal ein wenig Raum zum atmen?

  • Na das klingt ja mal wieder nach einem typischen Nolan Film. Wie sind denn die Charaktere so? Haben die wieder so eine Erklärbärfunktion und drücken einem das Geschehen mit jeder Dialogzeile ins Gesicht, oder bekommen sie mal ein wenig Raum zum atmen?


    Ja und ja :D


    Die Characktere sind (Mit Ausnahme von Miss Hathaway) wirklich gut gezeichnet, meistens sogar glaubwürdig... Aber sie erklären dir auch jede Zeile des Films.
    Einerseits nicht sehr schön, andererseits haben die wenigsten Astrophysik und Quantenmechanik studiert... Also muss irgendjemand erklären, was da passiert, sonst hat man einfach gar keine Ahnung...



    "Vernunft ist nichts Automatisches, jene die sie leugnen können nicht durch sie erobert werden."


    - Ayn Rand (vielleicht der einzige vernünftige Satz von ihr)

  • Wissenschaftlich war der film ab und zu mal daneben.


    Aber der Film hat absolut wundervoll ausgesehen und schon das allein war sein Geld wert. Ich hab noch nie so schöne Computeranimationen gesehen.

  • Dann diskutieren wir doch ein wenig drüber


    Find ich gut:




    "Vernunft ist nichts Automatisches, jene die sie leugnen können nicht durch sie erobert werden."


    - Ayn Rand (vielleicht der einzige vernünftige Satz von ihr)



  • "Vernunft ist nichts Automatisches, jene die sie leugnen können nicht durch sie erobert werden."


    - Ayn Rand (vielleicht der einzige vernünftige Satz von ihr)

  • Immerhin hat man im Vakuum nichts gehört.


    Was in Raumfahrtfilmen auch gerne weggelassen wird:
    Die Vorbereitungen zu einem Außenbordeinsatz dauern oft bis zu einen Tag lang. Grund dafür: Im Raumanzug ist der Luftdruck nur 1/3 so stark wie in einem Raumschiff. Um diesen Druckabfall ohne Dekompressionskrankheit zu durchstehen, wird der Druck nur sehr sehr langsam fallen gelassen.

  • Stimmt, aber bleiben wir ehrlich, der Film war auch so schon lang genug. :D


    Vielleicht hatten sie fortschrittlichere Anzüge, die konnten den Druck komplett halten.


    Im Zweifel für den Angeklagten.



    "Vernunft ist nichts Automatisches, jene die sie leugnen können nicht durch sie erobert werden."


    - Ayn Rand (vielleicht der einzige vernünftige Satz von ihr)

  • Ja er hat ja recht. Schöner beschwichtigender Artikel der solche Diskussionen im Keim erstickt.


    aber worüber sollen wir denn sonst debattieren? Dass die Handlung, obwohl schön erzählt, einfach Grütze ist, haben wir schon am Anfang geklärt...


    Jetzt hab ich einmal jemanden gefunden, mit dem ich über so´nen Quatsch reden kann, und dann macht´s mir der Baldrick kaputt. Danke dafür ||


    Ich geh jetzt schmollen



    EDIT: Und Gravity war Quatsch. So hanebüchen dass ich vor Kopfschütteln kaum der Handlung folgen konnte...



    "Vernunft ist nichts Automatisches, jene die sie leugnen können nicht durch sie erobert werden."


    - Ayn Rand (vielleicht der einzige vernünftige Satz von ihr)

  • So, auch gesehen. 12 Uhr Vorstellungen sind super. Da sitzt man in der letzten Reihe der billigeren Plätze - vor einem niemand, und hinter einem nur ein Mann in der allerletzten Reihe, der wahrscheinlich vom Kino ist und auf Dich aufgepasst. Hat die Ärsche trotzdem nicht davon abgehalten, eine halbe Stunde Werbung zu schalten und 10 Minuten Pause zu machen.


    Der Film war okay soweit, aber leider ziemlich vorhersehbar. Oder ich hab nur zuviel von diesem Zeug gesehen. Auf jeden Fall war mir sofort klar, was es mit dem Geist auf sich hat, und wie Herr Mann einzuschätzen ist und wer die "Sie" sind, na das war auch alles keine große Überraschung. Mit den letzten Minuten hatte ich immerhin nicht gerechnet - ich hatte eher gedacht, dass die Wurmlochvorkommnisse an die Rede Manns anschließen, dass man kurz vor seinem Tod nochmal seine Kinder sieht, sprich das alles nur eine Todesfantasie war. Und ich muss sagen, mein Ende finde ich besser.


    Nichtsdestotrotz war Interstellar für mich kurzweilig, stringender erzählt als der enttäuschende Dark Knight rises, und ich war auch bei den Charaktern. Was die Physik angeht, hat mich nur das ständige Erklären gestört; Gerade die Nummer mit dem Wurmloch per Blatt Papier erklären, das ist 1:1 aus "Sphere" übernommen, und war da glaube ich auch schon ein alter Hut. Ob das physikalisch nun alles korrekt war - nunja, solange aller zwei, drei Monate im Weltall-Teil von Spon verkündet wird, Wissenschaftler hätten ein Weltraumobjekt gesichtet, dass in seiner Form gar nicht möglich sein dürfte, halte ich es sinnlos da über falsch oder richtig zu diskutieren. Ein bisschen weniger simpel gestrickt hätte der Film dennoch sein dürfen. Nolan ist da leider dem Mainstream-Zuschauer ein, zwei Schritte zu sehr entgegengekommen. Und so wirkt Interstellar doch zumindest ein bisschen wie 2001 for Dummies.

  • Der Film war okay soweit, aber leider ziemlich vorhersehbar. Oder ich hab nur zuviel von diesem Zeug gesehen.


    Das scheint in der Tat die Crux des Ganzen zu sein. Wenn ich so um mich schaue scheinen da nicht wenige Leute beim Schauen des Films eine existenzielle Erfahrung oder sowas gemacht zu haben, während ich nichts weiter als "Öh... jaaa? Das ist halt so'n Science Fiction-Film? Was is' los?" gedacht habe. Übler noch: Dadurch wurde meine Erwartungshaltung in Richtungen bewegt dass sie gar nicht erfüllt werden konnten. Dabei würde ich noch nicht mal sagen dass meine Erwartung HOCH war (Wer sich an mein Gelaber aus früheren Threads erinnern kann: Die allerbesten Kumpel waren Nolan und ich eh noch nie), ich habe halt nur etwas anderes erwartet. Wie der Film von manchen diskutiert wird und wie die Marketingkampagne es suggeriert habe ich mit viel mehr Kopffickerei gerechnet, und nicht mit all diesen Tropes und altbackenen 08/15-Wendungen. Und den üblichen Dooffiguren mit ihren Doofhandlungen. ("Frau Hathaway, kommen sie schnell! Die große Wasserwelle kommt auf uns zu und wird uns alle verschlingen!" - "Neinnein, Herr McConaughey! Ich möchte jetzt lieber ein Stück Blech da ganz hinten links aufheben gehen damit ich uns alle sinnlos in Gefahr bringen kann!") Der Tiefpunkt in dieser Hinsicht war für mich dieser ganze viel zu lange Mittelteil mit dem Stein/Eisplaneten. Als Matt Damon aus seinem Kälteschlaf erwacht scheint er wie Wile E. Coyote ein Schild hochzuhalten auf dem in Großbuchstaben "Achtung! Bösewicht HIER! <-- " steht. Und dann driftet die Geschichte für... wie lange? 30 Minuten? 45 Minuten? ...in einen völlig banalen Verrätersubplot von der Stange ab der den Film beinahe für mich verdorben hätte. Aber zum Glück hat das visuell starke Kinderzimmerfinale dann einiges herausgerissen und mich wieder mit dem Film versöhnt.


    Zitat

    Ein bisschen weniger simpel gestrickt hätte der Film dennoch sein dürfen. Nolan ist da leider dem Mainstream-Zuschauer ein, zwei Schritte zu sehr entgegengekommen. Und so wirkt Interstellar doch zumindest ein bisschen wie 2001 for Dummies.


    Nicht wenige sagen da ja: "Cool dass es überhaupt noch so jemanden wie Nolan der dem Mainstream-Kino zumindest ein BISSCHEN Hirn reinbläst!" Und das ist eine Herangehensweise an der ich auch nichts Falsches sehe, denn ist wirklich angenehm zu wissen dass es tatsächlich einen Regiesseur gibt der "solche" Blockbusterprojekte realisieren darf. Will heissen: "Großfilme" die keine Fortsetzung sind oder nicht bereits schon ein prä-existierendes Franchise hinter sich haben. Aber ist es wirklich ausreichend jemanden als König zu feiern nur weil er der Einäugige unter Blinden ist? :| Also... nicht dass ich es schlimm finden würde dass es überhaupt solche Einäugigen noch gibt, ganz im Gegenteil! Aber deswegen schon wieder 16 von 10 Punkten auf IMDB und so weiter? Wirklich jetzt?


    Ich will den Film jetzt allerdings auch nicht schlechter reden als er ist und als ich ihn empfunden habe, bei mir kommt er durchaus noch mit wohlwollenden 7/10 weg wenn ich ihn denn bewerten müsste. Mich irritiert es jedoch nur wie vielerorts getan wird als hätte Nolan das Rad komplett neuerfunden. Dabei hat er eigentlich nichts weiter gemacht als einen weiteren Autoreifen zu produzieren. :/