7x16 - Die Zeit des Doktors (The Time of the Doctor)

  • Richtig, es ist Umgangssprache und daher keine Schriftsprache. Du hast Deine Deutschaufsätze ja auch nicht in Mundart geschrieben.

    Es ist halt nicht jeder so begabt im Schreiben.
    Muss man denn in jedem Forum alles 100%tig grammatikalisch korrekt schreiben?


  • Richtig, es ist Umgangssprache und daher keine Schriftsprache. Du hast Deine Deutschaufsätze ja auch nicht in Mundart geschrieben.


    Das sehen unsere großen Schriftsteller anders. Und Schiller (auch hier aus der Gegend) ist ja jetzt nicht gerade irgendwer.


    Beispiel:


    Schiller: "Wir sehen den Unglücklichen, der doch in eben der Stunde, wo er die Tat beging, so wie in der, wo er dafür büßet, Mensch war wie wir, für ein Geschöpf fremder Gattung an, dessen Blut anders umläuft als das unsrige, dessen Wille andern Regeln gehorcht als der unsrige; seine Schicksale rühren uns wenig, denn Rührung gründet sich ja nur auf ein dunkles Bewußtsein ähnlicher Gefahr, und wir sind weit entfernt, eine solche Ähnlichkeit auch nur zu träumen."


    Und was Schiller, Uhland und Hölderlin dürfen, sollte auch hier im Forum erlaubt sein.
    Und wenn es nach Goethe geht, war Schiller durchaus begabt im Schreiben.
    Und den Deutschlehrer, der Schiller für einen dummen unfähigen, der Sprache nicht mächtigen Proll hält, möchte ich erst einmal sehen.

  • Nur damals gab es kein wirkliches Deutsch, dass Überregional gesprochen und auch wirklich von allen verstanden wurde, in jeder Ecke von Deutschland gab es einen anderen Dialekt und eine andere Schreibweise für viele Wörter. Heute ist es anders, deshalb sollten wir uns nicht an den Standards von vor über 200 Jahren orientieren.

  • Außerdem ist es nicht repräsentativ, einen Ausschnitt aus Schillers Œuvre aus dem Kontext herauszureißen, um damit heutige Formulierungsstile zu untermauern. Denn der Rest Deiner Beiträge ist auch nicht im Stil des Jahres 1800 verfasst. Zudem handelt es sich hier um literarische Sprache des späten 18. und nicht um einfache Schriftsprache des frühen 20. Jahrhunderts. Ein Geschäftsbrief im Stile Schillers oder Goethe drüfte heute auch für Verwirrung sorgen.


    Und um einen Rüffel des Forencops zu vermeiden, beenden wir diese Diskussion entweder oder lagern sie in den Off-Topic-Bereich aus.

  • Gerade gesehen. Meine Meinung schwankte zwischen toll, super, blöd, arrghs und ok. Ich fand das Timing nicht passend, jedoch hat mich die Folge spätestens bei den schönen Worten von Claras Großmutter ergriffen und dann kullerten doch tatsächlich ein paar Tränen bei Smith letzten Szenen. Ach, nun tut es doch weh, dass er weg ist. Konnte es bis zuletzt noch ignorieren, aber dann war die Trauer da.


    Ansonsten viel ungenutztes Potenzial.

  • Mensch, Kinners! Macht mal keine Fisematenten, weil hier ein einer Mundart schreibt. Hier in Hamburch bleiben wir bei so nem Schiet locker. ;)


    So, und nun besser zurück zum Thema.


    Ich fand die Regeneration recht gut umgesetzt. Wenn die Energie schon da ist, kann man sie auch als Waffe einsetzen. Dass die Wandlung der Gestalt erst danach kam, fand ich allerdings ein bisschen schade. Man hätte auch erst den Monolog machen und dann die Actionszene daran hängen können. So wirkte das etwas auseinander gerissen. Smiths letzte Ansprache war dann aber wunderschön und auch hervorragend dargestellt.


    "Man sollte sämtliche Pennen anzünden! Jeden Tag eine andere Katastrophe!


    (Pepe Nietnagel alias Hansi Kraus)

  • Ui, ewig nichts geschrieben und nur etwas mitgelesen :). Mir hat sie gut gefallen. Gut den Weihnachtskram hätten sie auslassen können, der wirkte sehr aufgesetzt, aber das sind quasi Nebenschauplätze :P.



    Wir haben hier die.. hm „Nazis des Universums“, die aus einem unbeendeten Welten-Krieg verschwunden sind. Natürlich steht da jede Partei vor der Tür wenn bekannt wird, dass diese Fraktion wieder auftauchen wird. Schön fand ich hierbei, dass die Timelords eigenständig einen Weg nach draußen suchen und der Doctor nicht einfach sein Päckchen abholt, dass er im vorangegangen 50. Special selbst geschnürt hat.


    Und nun ist der Doctor plötzlich die letzte Hoffnung der Timelords und der einzige „Freund“ den sie noch haben. Sie wissen nicht wo sie raus kommen würden oder was auf sie wartet. Der Doctor steht also vor einem Dilemma. Er kann ihnen nicht sagen, kommt raus ohne den Timewar neu zu entfachen. Auf der anderen Seite will er die Timelords nicht dem Rest des Universums überlassen, die wie die Katze vor dem Mauseloch sitzen und einen Weg suchen sich des Problems von dieser Seite des Risses anzunehmen. Er will keine Entscheidung treffen und alles was er tut ist den Status Quo aufrecht zu erhalten, während ihm zum ersten Mal in seinen Leben die Zeit davonläuft.


    Dann kommt Clara und tut das was der Doctor gerade vermeiden wollte. Sie versucht die Timelords dazu zu Überreden ein Risiko einzugehen und zu glauben, dass auf der anderen Seite der Doctor steht, selbst wenn sie keinen Beweis dafür haben. Plus wie schon angesprochen wurde, es ist gut möglich dass ihnen das Problem der letzten Regeneration gar nicht bewusst ist. Sie gehen also das Risiko ein und sorgen dafür, dass die einzige Person der sie im Moment irgendwie trauen können (und die sich „identifizieren“ kann) weiterlebt – vermutlich nichts was sie tun wollen, aber eben tun müssen um ihren letzten Strohhalm zu retten. Was die Timelords jetzt tun, wo sie zumindest vermuten, dass sie den richtigen Punkt gefunden haben, ist eine ganz andere Frage, die sich wohl in der nächsten Stafel klären wird.



    Ein in meinen Augen recht geradlinigerr Plot, der sehr viel über den 11. Doctor aussagt (wobei ich mir da auch einen Peter Davison Doctor vorstellen könnte – auch wenn die Aufbereitung und das Drumherum in der Zeit vollkommen anders ausgesehen hätte). Dazu ein großartiger Abschiedsmonolog und eine Clara die fast die ganze Folge das durchmacht, was man als Fan der Serie gerade auch tut: Ohne Einfluss nehmen zu können zuzusehen wie der Charakter in den man emotionale investiert ist die Augen verschießt und in sein Verderben gleitet.. und ich fand es schön, dass bei dieser Regeneration ein Companion zu Seite stand, der in vollem Umfang realisierte was hier passierte und eine Träne weinen durfte (und da war sie sicher nicht alleine).. und direkt danach sehr plötzlich mit einem neuen, fremden Doctor umgehen muss (auch da war sie nicht alleine :P).



    Ich fand den Plot weder überladen, noch grundsätzlich unlogisch, noch die Umsetzung emotional unbefriedigend. Einige Kanten in der letztendlichen Präsentation schreibe ich eher Eigenheiten von New Who zu, die ich mittlerweile akzeptiert haben und durch die grandiosen Darstellung von Matt Smith einfach in den Hintergrund rücken :).


  • Falsch, das war die Erklärung die River dafür hatte, warum sie die TARDIS fliegen kann (neben dem "Ich bin ein Kind der TARDIS".). Tasha Lem sagt, dass es eigentlich ganz einfach sei, die TARDIS zu fliegen, es halt nur der Doctor irgendwie nicht hinbekommt.


    Danke, dann hab ich das wohl falsch verstanden. :)

  • Hallo, erster richtiger Post!


    Habe mal mit "Gut" abgetimmt. Die Folge an sich ist aber sehr schwierig. Es gibt ganz tolle Momente: der 11th Doctor stirbt an Altersschwäche, sein letzter Monolog, all die kleinen Szenen zwischen ihm und Clara, die Regeneration an sich, Clara's Bitte an die Time Lords, das ganze Konzept der Folge an sich. Und dann ist da die Umsetzung: sie war nicht schlecht, sie war aber auch nicht brilliant. Die ersten 20 Minuten hatten viel unnützes, wie die Oswalds und die ganze Sache mit den Holo-Klamotten... Schweigen wir darüber. Die Folge an sich war gut. 7/10, wenn man es denn auf so einer Skala ausdrücken muss. Ihr Problem ist hauptsächlich, dass sie direkt nach Day of the Doctor kam und diesen extremen Hype hatte. Ich glaube die Geschichte an sich geht aber komplett verloren unter der nahenden Regeneration. Ich war beim ersten Ansehen so darauf fixiert, dass ich viele kleine Momente, und alles was Capaldi von sich gegeben hat, ausgeblendet habe.


    Meine direkte Reaktion hatte ich übrigens dem Whocast als mp3 zugeschickt. Hallo an die Whocaster an dieser Stelle!

  • So, nochmal geschaut. Diesmal gelacht, geweint......... ;(
    Fragen geklaert, Meinung geaendert. Tolle Folge.


    Ach, uebrigens, wenn man es weiss, reagiert die Familie sehr wohl auf den nackten Doctor 8)

    "So... all of time and space, everything that ever happened or ever will - where do you want to start?"


    "There's no point in being grown up if you can't be childish sometimes."

  • Alex:


    das ist trifft schon so exakt meine meinung, dass es fast schon beängstigend ist ;)




    [align=center]

    Ich schreibe lediglich meine meinung. diese ist nicht allgemeingültig!


    wenn man sich beim Versilbern des eigenen Arsches aus Doofheit selbst die Rosette zulötet,
    ist es ja doch ganz lustig!


  • Noch einmal: Die Time Lords wussten nicht, dass der zehnte zweimal regeneriert ist! Die wissen jetzt auch nur von Clara, dass er sein letztes Leben erreicht hat, vermutlich halten sie dieses sogar für Capaldi.


    Seit wann sind die Timelords denn so scheiße? Die können doch normalerweise die gasammte Zeit sehen.


    Aber wenn wir das als gegeben ansehen, dann noch ne andere Frage: Warum waren denn nur 13 von ihm da? Der Moment hätte doch sicher alle Doktoren geholt. Da werden doch wohl noch nen paar kommen.



    Clara hat doch gefragt, wieso sie die TARDIS flögen könne.
    Darauf hin kam die Antwort, dass die TARDIS einen fliegt, nicht andersrum.


    Tasha sagte: "Flying the Tardis was always easy. It was flying the Doctor I never quite mastered."




    Tascha Lem soll River Song sein ... ;( ... oh je, bitte nicht persönlich nehmen, aber das ist mit der Vorstellungskraft eines Vorschulkindes geschrieben worden. Vor allem diese
    "Sicherheit" das es ja nur River sein kann... ist River die neue Rani?


    Ist doch immer wieder schön wenn man sich über was lustig machen kann, nich? Ist ja nicht so dass River in "The name of the Doctor" praktisch angekündigt hat, dass das noch nicht das Ende ihrer Geschichte ist, dass Moffat sie gern zurück bringt und dass es zich Hinweise gibt, dass Tasha River ist.
    Selbst wenn es sich als falsch heraus stellen sollte ist das alles andere als weit hergeholt. Aber naja, Hauptsache ihr habt Spaß. ;)

  • Seit wann sind die Timelords denn so scheiße? Die können doch normalerweise die gasammte Zeit sehen.


    Aber wenn wir das als gegeben ansehen, dann noch ne andere Frage: Warum waren denn nur 13 von ihm da? Der Moment hätte doch sicher alle Doktoren geholt. Da werden doch wohl noch nen paar kommen.


    Die Time Lords können ganz sicher nicht die ganze Zeit sehen! Woher kommt diese Idee bitte schön? Die können dank der Matrix zwar schon fast alles sehen, aber dies nun einmal nicht allen zugänglich.

  • Zitat von »Balko«




    Noch einmal: Die Time Lords wussten nicht, dass der zehnte zweimal regeneriert ist! Die wissen jetzt auch nur von Clara, dass er sein letztes Leben erreicht hat, vermutlich halten sie dieses sogar für Capaldi.


    Seit wann sind die Timelords denn so scheiße? Die können doch normalerweise die gasammte Zeit sehen.


    nö, nur was in der matrix ist und das muss nicht zwingend alles sein.


    Aber wenn wir das als gegeben ansehen, dann noch ne andere Frage: Warum waren denn nur 13 von ihm da? Der Moment hätte doch sicher alle Doktoren geholt. Da werden doch wohl noch nen paar kommen.


    es haben sich natürlich nur die gemeldet, die mit den berechnungen zutun hatten.




    [align=center]

    Ich schreibe lediglich meine meinung. diese ist nicht allgemeingültig!


    wenn man sich beim Versilbern des eigenen Arsches aus Doofheit selbst die Rosette zulötet,
    ist es ja doch ganz lustig!

  • Was mir definitiv gefehlt hat war ein letztes "Geronimo!", hätte ich mir zumindest in dem Moment gewünscht, als Matt mit der neu gewonnen Regenerationsenergie die Daleks vom Himmel geholt hat.


    "There is no point in being grown up, if you can't be childish sometimes." - Doctor Who (Tom Baker)
    :dogy9:

  • Das wiederum spricht mir aus dem Herzen. Irgendwie entwickelt sich zumindest dieses Who-Forum (andere kenne ich nicht) eher zu einem Fan-Radikalen bereich, wo abweichende Meinungen nicht erlaubt sind.
    Tasha als River, auf die Idee bin ich gar nicht gekommen, aber schlüssig scheint es mir doch. Gerade bei der Anspielung mit dem Bett/Altar, und bei der Tardis.


    Irgendwer hat geschrieben, Tasha hätte gesagt, daß die Tardis nicht schwer zu fliegen sei, nur der Doktor könnte es nicht. (oder so ähnlich)
    Ich habe den Satz im englischen anders Verstanden: "Die Tardis war stets einfach zu steuern, nur bei dem Doktor habe ich es nie hinbekommen". Also eher darauf bezogen, daß Tasha "den Doktor steuert". Das passt einfach sehr gut zu einer River, die mit Ihm verheiratet ist, darauf programmiert, Ihn zu töten, und einfach eine tolle (und sehr mächtige) Figur ist. Passt alles gut zu Tasha.


    Ist hier nicht gewünscht, der Gedanke, also wird abgestraft. Ebenso wenn jemand "falsche Grammatik" benutzt. Und dann argumentiert derjenige auch noch, daß es nicht "falsch" wäre. Mensch leute, das ist zu einem Gegeneinander geworden, wenn sich irgendeiner in seinem Ego angegriffen fühlt, das ist schon beängstigend ... !


    Kurz zur Folge und zu "meinen" themen:


    Fishfingers:
    Sie waren da, hatten keine Bedeutung, fertig. Um die ging´s mir aber auch weniger.


    Anzug:
    Nach wie vor halte ich es für ein sehr seltsames Continuity-Thema, daß der Doktor damals in Let´s Kill Hitler zur Hochzeit in anderen Klamotten erscheint. Mögen andere hier nicht so sehen ... nicht mein Problem.
    Man könnte (!) als Fanboy nun eine Erklärung herbeisaugen, daß das mit "Hologramm-Klamotten" ja einfach zu erklären wäre. Oder es gibt so eine banale Erkälrung wie z.B. daß die Kiste mit dem "Standart-Klamotten" beim Dreh gerade nicht am Set war, dreckig war, kaputt war oder sonstwas, und man meinte, die Szene funktioniert auch mit einem anderen Anzug. Oder Moffat hatte eine tolle Idee, wollte den Samen dazu legen, und hat sie später wieder fallenlassen.


    Denn genau so erscheint mir dieses Christmas-Special:
    Viele tolle Ideen landen in einem Topf und harmonieren am Ende nicht so wirklich. Es bleiben tolle schauspielerische Leistungen und einzelne Momente, doch jedesmal,w enn ich das ganze in einen großen Kontext packen will, dann will es sich einfach nicht zusammenfügen. Doch hier muß ich eingestehen, daß ich lange nicht so viele Details auswenig kenne wie so viele hier im Forum. Dennoch, hier meine Kritikliste:


    1. "on the fall of the eleventh" ... er war ja nun der dreizehnte.
    2. Clara ist in meiner Welt noch immer "durch des Doktors Zeitlinie zersplittert". Dennoch ist sie einfach zu "normal". Das Ende von "The name of the doctor" passt einfach nicht dem weiteren Verhalten von Clara.
    3. Der Riß ... toll, daß nach so vielen Jahren wieder verweise auf anfängliche Phänomene passieren. Aber irgendwie ... so wirklich rund wird es nicht.
    4. Der Anschluß an "The name of the doctor" ist so überhaupt nicht gelungen. Trenzalore? Es ist seine Grabstätte. Dort darf er nicht hin. Durch die neue(n) Regenerationen ist es jetzt nicht mehr seine Grabstätte? Oder wie?
    5. Für mich "steht" die Geschichte noch auch noch irgendwie am Ende von "Name of the Doktor". Früher hat ja wenigstens noch jemand auf einen "Reboot-Knopf" gedrückt, um zu erkären, warum es wieder normal weitergeht. Der Reboot-Knopf hat genervt ... also lässt man nun den Knopf weg und tut dennoch so als ob?
    6. "When noone can speak falsely" ist wieder so eine tolle Idee. So toll umgesetzt fand ich sie dann aber doch nicht.


    Es gibt noch viel mehr, dennoch zeigt sich mir mal wieder, wie verschieden die "Phasen" in Doktor Who und während der Showrunners sind. Moffat ist absolut genial darin, Zeitgeschichten zu schreiben. Das fing mit "Don´t Blink" an und hatte seinen Höhepunkt bei Demons Run. River ist eine geniale Figur, auch Geschichten wie die Pandorica ist toll, nicht zuletzt sind die Mini-Episoden "Time" und "Space" ein toller Hinweis auf sein geniales Talent, solche verwebungen zu machen.


    Die Schwäche äußert sich dann, wenn er solche Stories über mehrere Staffeln aufbaut und am Ende zusammenbringen muß. Was bei Melody-Pond/River-Song noch toll geplant war hat nun bei Name/Day/Time of the Doctor zu viele Lücken gehabt.


    Zudem war Matt nicht so wirklich mein Lieblings-Doktor. Tennant gefiel mir besser, vor allem in seinen ersten Staffeln. Dennoch hatte Tennant selten so gute Folgen wie Matt. und bei Day of the Doktor war mir auch klar: Ein "vergangener" Doktor kann nie so gut sein wie der Amtierende.


    Alles in allem ist mein Gedanke nun aber recht einfach: Mir wird Doktor Who "zu groß". Wenn jedesmal mehr und mehr in die Wagschale geworfen wird, was kann es geben, das noch bedrohlicher ist als der Collaps aller Universen? Nicht nur dem unseren, sondern ALLEN? Und diese Bedrohung gab es ja schon öfters. Am Zeitkrieg wird deutlich, daß irgendwann die Dimensionen nicht mehr darstellbar sind. Daß es nicht möglich ist, es immer weiter zu steigern. Der River-Zyklos hatte den Vorteil, daß er auf "Die Welt des Doktors" beschränkt blieb. Es ging um ein kleines Kind, Melody, und nicht um "alle Universen". Das hatte Charme.


    Mein erster Doktor war Silvester McCoy. Wenn ich an "PAradise Towers" denke, meine erste Folge, da hat sich alles in einem Verrückten Hotel abgespielt. The greatest Show in the Galaxy, in einem Zirkus. Und so weiter, und so fort. Wenn solche "eigenen Universen" aufgebaut werden, dann kann ich mich damit gut identifizieren und es macht Spaß. Die Verwirrungen bleiben beschränkt. Und mit wenigen Anspielungen auf den großen Story-Arc werden die Fans gelockt. Diese Christmas-Folge war doch eine Folge, die sich so gut wie nur an die Fans gerichtet hat. Und die beiden davor ebenso. Daß man mit solchen Folgen neue Fans gewinnt ist doch eher unwahrscheinlich.


    Und jetzt wieder den Bogen zurück: Während die Bögen so groß werden, daß irgendwo stets Logikfehler sein müssen fangen die Fanboys an, jedes Logikloch mit Pseudo-Erklärungen zu füllen damit sich die Fans dann später streiten können. Und wirklich entscheidende Dinge, wie z.B. das Regenerationslimit, werden recht banal und schnell abgetan. Nach hunderten von Jahren des "sich-abfinden-mit-dem-Ende" gibt´s mal kurz ein "Juhuu, es geht weiter" vom Doktor, fast so wie als hätte er am ende einer Achterbahnfahrt erfahren, daß er noch eine Runde fahren darf. Passte so gar nicht zu seiner (toll umgesetzten) Szene, wo er über sein eigenes Ende sprach.


    Ich fände es toll, wenn Capaldi sich weniger um die "Rettung des Universums" kümmert, sich nicht als der einzige Retter von Gallifray aufspielt, der Endgegner der Daleks, Cyberman und sonstwem, sondern mal wieder Herausforderungen in "den kleinen Dingen" findet. Sowas wie "Das Mädchen im Kamin". Und viele andere. "Größer" ist nicht immer nur toll, sondern trägt auch so einige Risiken in sich ...



    Alles Liebe, Julian!

  • Auf Gallifreybase gibt es übrigens auch einen Thread zum Thema River Song = Tasha Lem? (gibt auch einen Thread, ob Tasha Lem nicht auch gleich der Master ("Le Mastah" sein könnte *g*)...


    Da River Song als Melody Pond bereits ihr Aussehen gewechselt hat und auch eine innige Beziehung zum Doctor hatte sowie eine ganz besondere Beziehung zu dieser Militärkirche hatte, "darf" man sicherlich auch laut darüber nachdenken. Zurzeit fehlen uns hier geeignete Informationen, um hier Dinge auszuschließen, aber ich bin mir sicher, dass Moffat sich paar Gedanken zum Papal Mainframe gemacht haben wird und das auch in der 8. oder spätestens in der 9. Staffel eine Rolle spielen wird.


    Evtl. sollten wir auch die Diskussion River Song - Tasha Lem auslagern, damit sie hier nicht untergeht.


    "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
    Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
    Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.


    Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
    It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."

  • Ich finde auch, man dard darueber nachdenken. Ich bin da zwar nicht mal ansatzweise drauf gekommen, aber meine Guete.......


    In einem gebe ich Julian Recht: zu groß, zu gewaltig. Ich wuensche mir mehr "kleine" Geschichten, klein vom Wirkungskreis.

    "So... all of time and space, everything that ever happened or ever will - where do you want to start?"


    "There's no point in being grown up if you can't be childish sometimes."