BiFi 038 - The Church and the Crown

  • Wie fandet ihr das Hörspiel? 4

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    Regie: Gary Russell
    Drehbuch: Cavan Scott & Mark Wright


    Schauspieler:
    The Doctor - Peter Davison
    Peri - Nicola Bryant
    Erimem - Caroline Morris
    De Chevreuse (A Lady-in-Waiting) - Wendy Albiston
    Roufflet (A Musketeer) - Andy Coleman
    Morand (A Captain) - Robert Curbishley
    Buckingham (An English Duke) - Marcus Hutton
    Delmarre (A Musketeer) - Peter John
    Louis (A King) - Andrew MacKay
    Richelieu (A Cardinal) - Michael Shallard


    A nation divided
    A Queen's life at risk
    A net of conspiracy closing in...
    Sometimes being a time travelling adventurer just isn't easy...


    For a start there's a temperamental TARDIS that lands a few thousand years off course in 17th Century Paris. But why shouldn't the Doctor, Peri and their travelling guest Erimem take a look aroung the city on the morning of King Louis's annual State Ball?


    As Peri becomes embroiled in a plot to kill Queen Anne and smash the unity of the Curch and the Crown, the Doctor finds himself duelling Musketeers on the streets.


    With Peri missing, Erimem catching King Louis' eye and a Musketeer's sword at your throat, could things get any worse?


    Probably...


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    Erst mal sollte gesagt werden, dass es sich bei diesem Hörspiel um ein reines Historical handelt, es also keinerlei außerirdischen Einflüsse gibt, außer dem Doctor. Diese Tatsache finde ich schon einmal sehr gut, so etwas sollte sich die neue Serie vielleicht auch mal wieder trauen. Allerdings und das ist nicht gerade positiv, wird hier die Geschichte umgeschrieben. Der Duke of Buckingham hat niemals versucht Frankreich zu erobern, zumindest niemals so direkt indem er auf Paris marschiert ist, schon gar nicht 1626. Ansonsten ist die Zeit wirklich gut getroffen, besonders wie Ludwig XIII. bereits den Absolutismus vorbereitet und sich als höhere Instanz als den Papst und die katholische Kirche ansieht, etwas was Ludwig XIV. ja später perfektionieren würde. Auch das Verhältnis zwischen Musketieren und der Garde des Kardinals fand ich gut dargestellt, wobei es mir besonders gut gefallen hat, dass der Doctor anfangs Peri darauf hinweis, dass The Three Musketeers nicht wirklich die Wirklichkeit widerspiegelt, wodurch man auch einen schönen Einblick in Peris Geschichtsbewusstsein bekommt: Fiktion erzählt mir dies, also muss es wahr sein. Na ja, vom Doctor kann sie da noch einiges lernen. Das Highlight war aber eindeutig Erimem, die hier so richtig aufblühen konnte. Ich finde auch das Caroline Morris eine wirklich hervorragende schauspielerische Leistung abgeliefert hat.


    Und nun zur eigentlichen Geschichte: Der Duke von Buckingham will Paris und damit Frankreich einnehmen, dafür lässt er von seinen Leuten in den Kostümen der Garde des Kardinals die Königin entführen, damit sich Musketiere und Garde an die Kehlen gehen und Paris Schutzlos lassen. Allerdings erwischt er aus Versehen Peri, die der König wohl bis auf die Nase vollkommen ähnlich sieht (hat jemand eigentlich mal eine Strichliste gemacht, wie oft dieses Stilmittel inzwischen in der Serie verwendet wurde?) und ruft damit den Doctor und Erimem auf den Plan, die versuchen Peri zu retten, wobei sie auf die Hilfe von zwei Musketieren und der wahren Königin zählen können, während der König und der Kardinal gegenseitig immer noch versuchen zu übertrumpfen und zu beweisen, wer der mächtigere von ihnen ist. Das ganze könnte man sehr verworren und komplex aufziehen und es ist auch nicht wirklich geradlinig, aber es wird eigentlich ab Episode 2 nur noch zwischen dem Versteck des Dukes und dem Louvre hin und her gesprungen und du weißt sofort, wo du bist, so dass du niemals den Faden verlierst. Außerdem greifen der Machtvergleich von Krone und Kirche und die Invasions-Geschichte durchaus sehr schön ineinander und letztere feuert erstere erst so richtig an. Das ist wirklich gut gemacht. Und es ist auch spannend, aber irgendetwas fehlt.


    FAZIT: Eine gute Folge, ein nettes Historical, mit dem großen Fehler, dass Geschichte umgeschrieben wird. Alles im allem 8 Punkte.

  • Zitat

    (hat jemand eigentlich mal eine Strichliste gemacht, wie oft dieses Stilmittel inzwischen in der Serie verwendet wurde?)


    Der Tardis-Wkia Eintrag zu "Church and the Crown" nennt spontan schon mal vier weitere:
    - der erste Doctor und der Abt in "The Massacre of St Bartholomews Eve"
    - der zweite Doctor und Salamander in "The Enemy of the World"
    - Nyssa und Ann in "Black Orchid"
    - Romana und die Prinzessin in "Androids of Tara"


    EDIT: Und hier eine lange Listeder Doppelgänger in Doctor Who.

    If someone asked me to write on the sex life of the Eskimo, I’d say ‘That’s always been a particular interest of mine

    -Terrance Dicks

  • Hach, das ist und bleibt einfach eins meiner Lieblings Doctor Who Hörspiele insgesamt, nicht nur mit dem fünften Doctor, und eins der schon am häufigsten gehörten. Es ist nicht nur ein recht spannendes Historical (alternative History, aber wen störts? Erimem ist ja auch rein fiktional, die hat sich bestimmt wie zuhaue gefählt :D), ich mag auch den Humor der Folge unglaublich gerne. Allein schon wie es erst so ausschaut als würde die Folge den armen Kardinal mal wieder zum Bösewicht stilisieren, dabei hat der nichts verbrochen. Und die Musketiere sind so schön alles andere als ausgesprochen heldenhaft. Nebenbei kann Ermimem in einigen Szenen auch schön glänzen und macht sich gut als nagelneuer Companion, der auch prompt erstmal die Hinrichtung der Schurken fordert.


    Die Verwechselungsgeschichten gibt's natürlich zuhauf im Doctor Who Kanon, aber gerade diesem Hörspiel laste ich das am allerwenigsten an, da es nunmal als Ganzes nicht auf Anleihen auf Dumas Drei Musketiere verzichtet (trotz der Dekonstruktion der Fiktion), und da gehören Verwechslungen und Hauptcharaktere, die anderen Hauptcharakteren zum Verwechseln ähnlich, sehen schließilich auch zur Tagesordnung. :D

  • Ja. Ein ganz nettes Historical mit Höhen und Tiefen, mit wenig dran zu meckern, aber auch wenig was hervor sticht. Insgesamt vielleicht einen Tick zu einfallslos, trotzdem noch gut.