BiFi 040 - Jubilee

  • Wie findet ihr das Hörspiel? 5

    1. Super (4) 80%
    2. Gut (1) 20%
    3. Durchschnitt (0) 0%
    4. Ausreichend (0) 0%
    5. Mangelhaft (0) 0%
    6. Schlecht (0) 0%



    Drehbuch:
    Robert Shearman
    Regie: Nicholas Briggs & Robert Shearman


    Darsteller:
    The Doctor - Colin Baker
    Evelyn Smythe - Maggie Stables
    Miriam Rochester - Rosalind Ayres
    Dalek Voices - Nicholas Briggs
    Female Movie Star - Georgina Carter
    Farrow - Steven Elder
    Male Movie Star - Jack Galagher
    Nigel Rochester - Martin Jarvis
    Lamb - Kai Simmons


    Story:
    Hurrah! The deadly Daleks are back! Yes, those loveable tinpot tyrants have another plan to invade our world. Maybe this time because they want to drill to the Earth's core. Or maybe because they just feel like it.


    And when those pesky pepperpots are in town, there is one thing you can be sure of. There will be non-stop high octane mayhem in store. And plenty of exterminations!


    But never fear. The Doctor is on hand to sort them out. Defender of the Earth, saviour of us all. With his beautiful assistant, Evelyn Smythe, by his side, he will fight once again to uphold the beliefs of the Englisch Empire. All hail the glorious English Empire!


    Now that sounds like a jubilee worth celebration, does it not?


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    Und wieder ein anderes Meisterwerk von Robert Shearman. Zunächst fand ich das Hörspiel nicht ganz so genial wie die anderen drei von Shearman, doch schließlich nahm es doch an Fahrt auf. Die Intrigen, die Charaktere, die Handlung, der Humor, alles war auf den Punkt getroffen. Ich weiß gar nicht, was ich alles sagen soll. Evelyn war mal wieder genial und auch der sechste Doctor, der inzwischen mein liebster Audio-Doctor geworden ist. Martin Jarvis spielt den verrückten, paranoiden Staatschef wunderbar und in seiner Rede musste ich sofort an Hitler denken (was wohl auch so gewollt war). Und wo ich schon bei Reden bin, die Rede des Doctors hat für mich dieses Hörspiel dann auf eine Stufe mit The Chimes of Midnight gestellt, indem uns allen der Spiegel vorgehalten wurde, dass wir einfach nicht besser sind als die Daleks, wenn man einmal hinter die aufgeräumte Fassade unserer ach so moralischen Gesellschaft schaut.


    Was hat mir sonst noch gut gefallen? Der Humor war super, da es kein hau-drauf Humor war wie z.B. in Bang-Bang-a-Boom! sondern sehr subtile, viel davon geht daher auch auf Miriam zurück, deren aufgesetzter dümmlicher Charakter doch recht belustigend war. Der Dalek war ebenfalls genial, besonders seine innere Zerrissenheit darüber, was er nun tun soll, war genial dargestellt von Nick Briggs und lässt das Dilemma des Daleks in dem schlechten Abklatsch dieses Hörspiels, Dalek, einfach nur noch lächerlich aussehen. Die wohl größte Überraschung in dem Ding für mich war der zweite Doctor, als ich von dem Mann im Rollstuhl gehört habe, dachte ich erst, dass Davros auftreten würde, aber nein, es war noch besser. Der total verwirrte, nach 100 Jahren Gefangenschaft geisitig vollkommen kaputte Doctor war einfach so toll von Colin Baker gespielt, dass ich meine wahre Freude daran hatte.


    Wo das Hörspiel etwas zusammenbricht ist die Auflösung, indem alles auf einmal passiert und dadurch alles verhindert wird. Alles schön und gut, kreativ gelöst und auch bereits vorher mehrfach drauf hingewiesen, aber nie wirklich drauf hingearbeitet, außer in Bezug darauf, warum der letzte Dalek die anderen Daleks aufhält. Trotzdem in seiner eigenen Art und Weise doch noch irgendwo schlüssig, besonders da das Paradox nicht komplett aufgelöst wurde, wie es aber überhaupt zu stande gekommen ist, bleibt mir ein Rätsel, vielleicht kann mir da noch einer helfen.


    FAZIT: Toller Humor, genial Handlung, super Charaktere und sehr gute Schauspieler, alles was ein Hörspiel braucht, ich weiß aber noch nicht ob ich Jubilee ebenfalls 10 Punkte gebe wie The Chimes of Midnight oder doch "nur" 9,9 wie The Holy Terror. So oder so ist das Hörspiel genail.

  • Wohl eine der besten Audios und auf jeden Fall die beste Dalekfolge. Der König allein sorgt schon für eine abgedrehte Szene nach der anderen, sodass das Innere des Daleks noch menschlicher wirkt, als der komplett irre Mensch.
    Der sechste Doktor ist brilliant geschrieben und was mit dem so alles gemacht wird, jagt einem schon einen Schauer über den Rücken. Interessant sind die Flashbacks des Doktors, die immer wieder eine mögliche Zukunft zeigen. Einerseits sind sie ein gutes "Was wäre wenn" Element und andererseits werden die tragischen Szenen klever "rausgeschrieben". Am Anfang haben sie mich genervt, aber nach und nach fand ich sie interessanter.
    Eine klasse Folge, die mit Dalek zurecht auf den kleinen Bildschirm adaptiert wurde. Nur ist die Originalversion tausendmal besser. Kann man wirklich immer wieder hören.

  • Ich habe es soeben zum zweiten Mal gehört und ich fand es noch besser als beim ersten Durchlauf. Bizarre Charaktere, eine abgedrehte Szene nach der anderen ... eine typische Shearman-Story halt, wie man spätestens sagen kann, nachdem man ein paar seiner Kurzgeschichten gelesen hat.


    Bei den Szenen, wo die Verrücktheit des Präsidenten Nigel besonders hervorstach, kam mir übrigens die Stimme Mark Hamills in den Sinn und ich finde, dass er diese Rolle auch als Nicht-Brite super hätte sprechen können.

    "That's it! Now I understand: Everyone in the universe is the Doctor. Everyone … except me."