Was ist die schlechteste Folge von Staffel 8?

  • Die Robin-Hood-Folge. Den grenzdebilen Robin fand ich so unerträglich - zweimal schauen hat da für den Rest meines Lebens gereicht. Die Mond-Folge fand ich wegen des Mond-Eis auch sehr schlecht .

    "So... all of time and space, everything that ever happened or ever will - where do you want to start?"


    "There's no point in being grown up if you can't be childish sometimes."

  • Auch wenn es wahrscheinlich im entsprechenden Folgen-Thread steht, aber könntest du nochmal kurz umreißen, was "Kill the Moon" in deinen Augen zur schlechtesten Folge der Staffel macht? (Ich kann es mir zwar denken, würde aber gerne deine Ausführung hören.)


    Ich hab mir mein Unwohlsein mit dieser Folge anfangs nicht erklären können. Erst beim nochmaligen schauen wurde mir klar was mich stört.


    Alle Charaktere verhalten sich in meinen Augen unlogisch und untypisch.


    Erst mal geht von der Crew jeder so seinen Weg aufm Mond spazieren. Keine Koordination, kein Auftrag, keine Meldungen nichts. Freilich gehen die dann auch alle drauf.


    Der Doktor der Clara allein lässt. Clara die sonst immer dem Doktor vertraut ist von Anfang an misstrauisch. Clara die Schullehrerin überredet den Doktor eine Schülerin mitzunehmen, obwohl sie weiss wie gefährlich die Reisen mit dem Doktor häufig ungewollt werden, nur damit sich das Kind "speciul" fühlen kann.


    Eine völlig plan- und ahnungslose Raumschiffkommandantin.


    Streng genommen war die Erde nur in Gefahr wegen der Leute die man da hin geschickt hat.


    etc. etc.


    Dass man den Mond mit Atombomben zerlegen will, dass da ein Wesen raus schlüpft und gleich wieder da ist, und all die anderen physikalischen Unmöglichkeiten sind mir bei SciFi häufig egal, kamen aber hier natürlich noch obendrauf auf den Kuchen.


    Ich krieg nicht mehr alles zusammen, mags mir aber auch nicht nochmal ansehen im Moment.


    Jedenfalls ist mir mit dieser Folge etwas passiert was mir nch nie passiert ist mit Dr. Who. Als die dt. Übersetzung lief, habe ich habe ich abgeschaltet. :(

    "Doctor Who does not survive change, it survives because of change." -Steven Moffat :thumbsup:

  • Dass man den Mond mit Atombomben zerlegen will, dass da ein Wesen raus schlüpft und gleich wieder da ist, und all die anderen physikalischen Unmöglichkeiten sind mir bei SciFi häufig egal, kamen aber hier natürlich noch obendrauf auf den Kuchen.

    Ich glaube du verwechselst SciFi mit Fantasy: In dem einen darfst du machen, was immer du willst, in der anderen solltest du (eigentlich musst du) dich an die Gesetze der Physik halten.

  • Ich bin ja eher der Meinung, dass in beiden Genres die Regeln des Schöpfers gelten. Denn die sind das einzige Maß, an das er sich halten muss. Solange das Universum an sich konsistent ist, ist unsere Vorstellung von "Physik" völlig wurscht.

  • Ich glaube du verwechselst SciFi mit Fantasy: In dem einen darfst du machen, was immer du willst, in der anderen solltest du (eigentlich musst du) dich an die Gesetze der Physik halten.


    Da glaubst Du nicht richtig. Ich meine eigentlich was ich geschrieben habe. Keine Ahnung woher diese Regel kommen soll.
    Bei Science Fiction werden reale wissenschaftliche und technische Möglichkeiten mit fiktionalen Spekulationen angereichert. Die meisten SciFi Serien die ich kenne, brechen in Kernaspekten physikalische Grenzen. Ich sag nur Heisenberg-Kompensatoren (Star Treck). Oder auch Reisen rückwärts in der Zeit (Doctor Who).
    Das ist der Spielraum den ich den Machern gern gewähre (der mir egal ist) wenn er zu meiner Unterhaltung beiträgt.

    "Doctor Who does not survive change, it survives because of change." -Steven Moffat :thumbsup:

  • Ich bin ja eher der Meinung, dass in beiden Genres die Regeln des Schöpfers gelten. Denn die sind das einzige Maß, an das er sich halten muss. Solange das Universum an sich konsistent ist, ist unsere Vorstellung von "Physik" völlig wurscht.


    Nur leider war der "Science"-Aspekt bei Doctor Who nie richtig konsequent, schon in der Classic Series nicht.

  • Nur leider war der "Science"-Aspekt bei Doctor Who nie richtig konsequent, schon in der Classic Series nicht.


    Ich bezog mich auch eher auf die Genretypen und weniger auf Doctor Who. Und selbst dort ist die Inkonsistenz auch eher ein Problem der langen Laufzeit, der wechselnden Schreiber und gerade zu Beginn der Serie auch stückweit Resultat von nicht vorhandenen Wiederholungen. Deswegen würd ich bei Doctor Who fast sagen...Wenn es zur Geschichte passt, dann darf der Mond auch gerne Spinnen als Antikörper haben. Solange die Geschichte gut erzählt wird. [In diesem Fall ja nicht, aber der Punkt dürfte klar sein]. :D

  • Das ist halt der Grund, warum ich kaum etwas, was allgemein als Science Fiction bezeichnet wird selbst als solche bezeichne, da sich halt nicht zu 100% an Science gehalten wird. Daher gibt es auch die Unterteilung zwischen Hard und Soft Science Fiction, letztere wäre so etwas wie Star Trek, wo sich viel an physikalische Regeln gehalten wird, mehr als in Doctor Who, das wäre dann eher Scientific Romance, in der mit wissenschaftlichen Elementen gespielt wird, ohne sich aber zu sehr an die Regeln zu halten.

  • Aber selbst bei Hard Sience dürften solche Diskussionen nie Grundlage für Kritik sein. Denn selbst da wird ja jede Abweichung vom Autor gewählt, um narrativ was zu erreichen. Der Autor legt das Regelwerk fest. Und das dient ja in den meisten Fällen dafür, Themen und Motive umzusetzen und Geschichten zu erzählen. Das an sich ist ja dann bewertbar...aber meiner Meinung nach eher weniger mit dem eigenen Tafelwerk :)

  • Die Fiction ist der Story-Teil, nicht der Science Teil. Letzteres muss von letzteren abhängig sein, nicht umgekehrt, ansonsten ist es für mich keine Science Fiction. Darüber wird sich in der Literaturwissenschaft und inzwischen auch in der Filmwissenschaft seit Jahrzehnten diskutiert, daher denke ich nicht, dass wir hier auf einen gemeinsamen Nenner kommen werden.

  • Aber selbst bei Hard Sience dürften solche Diskussionen nie Grundlage für Kritik sein.


    Natürlich dürfen sie das, denn hier greift ja das auch ganz gerne zitierte "suspension of disbelief". Wenn ich ein "Universum" habe, welches nach gewissen Regeln funktioniert und dazu gehört dann zum Beispiel auch die Entstehung des Sonnensystems, dann kann man eben nicht so einfach etwas Grundlegendes ändern. Beziehungsweise kann man es ändern, muss dann aber mit Kritik rechnen. "Kill the Moon" ist deswegen storytechnisch abartig, weil hier unser Mond, dessen Entstehung zum größten Teil geklärt ist, komplett "umgeschrieben" wird. Das ist nicht glaubwürdig und somit versagt die gesamte Geschichte. Selbst bei reiner Fantasy, welche in der JEtztzeit spielt, käme man mit solch einem Unsinn nicht durch bzw. müsste wenigstens eine Figur in der Geschichte etwas dazu sagen lassen (z.B. "wir hatten vor einigen Jahren festegestellt, dass unsere bisherigen Theorien falsch waren, aber wir haben die bisherige Geschichte aufrecht erhalten, damit die Bevölkerung nicht... bla bla bla". Irgend etwas halt, um den Zuschauer in der Geschichte zu halten. Selbst bei Fantasy sollte man so etwas erwarten, bei "Science Fiction" aber auf jeden Fall. Denn nunmehr könnte man eigentlich überhaupt nichts mehr glauben. Jedes Naturgesetz kann mal eben umgeschrieben werden, wenn es die Handlung verlangt (wobei dies, genauso wie die Mondgeschichte nur zeigt, dass der Autor eigentlich unfähig ist, in einem gewissen Rahmen zu schreiben). Somit wird dann jede Gefahr, die auf Naturgesetzen beruht, beliebig banal beherrschbar (siehe das "Wald"-Debakel).
    Um es noch einmal anders zu sagen: Jeder Autor sollte sich der Realität, also den physikalischen Gegebenheiten, bewusst sein, und erst dann, wenn es wirklich notwendig ist, diese aktiv ändern. Dabei muss solch ein Autor aber auf die Glaubwürdigkeit achten, denn ansonsten driftet sein Geschreibsel ins Lächerliche ab.

    Dies ist kein Kuschelforum. Dies ist DrWho.de


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    "Dann nehmt ihn mit, sperrt ihn ins Hinterzimmer und lasst ihn da bloß nie wieder raus!"

  • Die Fiction ist der Story-Teil, nicht der Science Teil. Letzteres muss von letzteren abhängig sein, nicht umgekehrt, ansonsten ist es für mich keine Science Fiction.


    Das kann so sein, muss aber nicht.


    Wenn ich ein "Universum" habe, welches nach gewissen Regeln funktioniert und dazu gehört dann zum Beispiel auch die Entstehung des Sonnensystems, dann kann man eben nicht so einfach etwas Grundlegendes ändern.


    Ich würd das eher als marginal sehen. Immerhin wurde in der Serie nie zweifelsfrei geklärt, dass das unser Universum ist und wie der Mond entstand. In der Serie war das nunmal so, wie in der Folge beschrieben und nicht, wie in der Realität.
    Die Folge versagt da eher eine Geschichte draus zu machen. Zb. passen die Spinnenmonster einfach nicht oder eben dass der Mond nunmal Auswirkungen hat.
    Aber dass dieser Mond anders ist als unserer, ist da nicht das Problem.

  • Immerhin wurde in der Serie nie zweifelsfrei geklärt, dass das unser Universum ist und wie der Mond entstand.


    Ach komm, das Argument finde ich als Verteidiger der Folge albern!

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Jeder Autor sollte sich der Realität, also den physikalischen Gegebenheiten, bewusst sein, und erst dann, wenn es wirklich notwendig ist, diese aktiv ändern. Dabei muss solch ein Autor aber auf die Glaubwürdigkeit achten, denn ansonsten driftet sein Geschreibsel ins Lächerliche ab.


    Mehr wollt ich damit ja auch nicht ausdrücken. Ich finde aber, dass solange solche "Änderungen" eine erzählerische Relevanz haben sind sie völlig legitim. Du hattest ja dann weiter oben auch geschrieben, dass der Autor dann mit Kritik rechnen muss. Das seh ich auch so, nur stellt sich dann die Frage, was man kritisiert. Den physikalischen Fakt oder die Einbindung und der Umgang innerhalb der Geschichte? Und gerade bei "Kill the Moon" ist das Problem am aller wenigsten die physikalisch unkorrekte Haltung, sondern eher deren Gimmikhaftigkeit im Bezug auf so eine Null-Story. Diskussionen um die Physik nur im Sinne der Physik führen ja besten Falle zu absolut nichts, wenn man sie nicht im Kontext der Geschichte betrachtet.

  • Ach komm, das Argument finde ich als Verteidiger der Folge albern!


    Meine Fresse. Jetzt fängt der scheiß schon wieder an. ICH VERTEIDIGE DIE FOLGE NICHT! Ich find die scheiße und unnötig. Das war schon auf Facebook schlimm. Nur weil ich für mich sage, warum ich einen Kritikpunkt eher zu vernachlässigen finde (und soweit geh ich noch nichtmal, es ist mehr ein Unterpunkt eines anderen Punktes) verteidige ich noch lange nicht das ganze Ding.
    Hier ging es ums Prinzip von Science Fiction und nicht speziell um diese eine Folge. Und trotzdem, andere Serien haben andere Welten, die sich von unserer extrem unterscheiden können.

  • Das Argument ist albern, und ich wollte lediglich unterstreichen, dass auch ich, als Verteidiger dieser Folge, trotzdem dieses Argument bescheuert finde.


    Oder wie mein Vater früher öfter zu mir sagte:
    "Es gibt einen schönen Spruch auf Erden,
    du musst bedeutend ruhiger werden!"
    (Bin ich auch geworden, auch wenn man's nicht glaubt. ;) )

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Auf der anderen Seite kann man auch sagen: Bei "Doctor Who" ist unsere Erde ist als Müllansammlung um ein Spinnenraumschiff entstanden, die Evolution wurde durch die Explosion eines Raumschiffes angestoßen und der Mond ist das Ei eines Weltraumdrachen. Klingt alles gleich "irritierend".


    Habe ich irgendwas vergessen?