9x10 - Das Schattenquartier (Face the Raven)

  • Eigentlich hat mir die Folge ganz gut gefallen. Man kriegt einfach sehr gut vor Augen geführt, wie sehr sich Clara auf den Doctor verlässt und wie unverwundbar diese sich fühlt. Den Preis dafür bezahlt sie am Ende. Nur die Art und Weise hat mir absolut gar nicht gefallen. Nein, das kann ich nicht glauben. DAS soll gewesen sein, wie Clara stirbt? Das ist einfach komplett unpassend und verträgt sich von vorne bis hinten nicht mit Moffats Aussage darüber.


    Der Rest war aber gute Doctor Who Kost, wenn auch wie schon von anderen erwähnt mit einigen Ungereimtheiten (Cybermen, Ood). Wenn man dann auch noch die Zygons bedenkt, ist die Erde ja schon ein sehr faszinierender Planet. Dauernd steht diese kurz vor der Zerstörung oder Eroberung, aber trotzdem siedeln sich mehrere Spezies an. Warum nicht direkt zum Zentrum des Universums erklären? :P


    Nachtrag:


    Gerade entdeckt und meine Lieblingstrivia der Woche.


    "In one scene, there is a poster with a diagram of a flux capacitor, a direct reference to Back to the Future. It is accompanied by writings in Aurebesh, the main alphabet used in the Star Wars franchise. This writing spells out "Delorean", the car used in the Back to the Future Franchise."

    "Ironically, while the Eleventh Doctor never encountered the Master onscreen, the episodes containing both his first and last appearances in broadcast order featured two different incarnations of the Master."

    4 Mal editiert, zuletzt von SupremeDalek ()

  • Aha, also jede Menge Lizenzprodukte, auf deren Inhalt die BBC keinen Einfluss hatte. Und damit natürlich auch keine Aussage zur Serientradition der BBC zulassen. Ich wundere mich immer wieder, dass solche Randproduktionen, die zwar mit Einverständnis, aber nicht im Auftrag der BBC produziert wurde, derselbe Stellenwert eingeräumt wird wie die offizielle Serienproduktion (und Doctor Who ist imerhin al Fernsehserie konzipiert).
    Aber diese Denkweise muss man wohl nicht verstehen. Wer sich solche Supplements zur Serie reinziehen möchte, meinetwegen. Aber man sollte dem nicht die gleiche Relevanz zuordnen wie dem, was im Fernsehen gelaufen ist (sofern es keine explizite Diskussion über Lizenzprodukte ist). Sollten wir aber nicht hier erörtern.

  • Aha, also jede Menge Lizenzprodukte, auf deren Inhalt die BBC keinen Einfluss hatte. Und damit natürlich auch keine Aussage zur Serientradition der BBC zulassen. Ich wundere mich immer wieder, dass solche Randproduktionen, die zwar mit Einverständnis, aber nicht im Auftrag der BBC produziert wurde, derselbe Stellenwert eingeräumt wird wie die offizielle Serienproduktion (und Doctor Who ist imerhin al Fernsehserie konzipiert).
    Aber diese Denkweise muss man wohl nicht verstehen. Wer sich solche Supplements zur Serie reinziehen möchte, meinetwegen. Aber man sollte dem nicht die gleiche Relevanz zuordnen wie dem, was im Fernsehen gelaufen ist (sofern es keine explizite Diskussion über Lizenzprodukte ist). Sollten wir aber nicht hier erörtern.


    Es gibt kein offizielles Kanon der BBC. Die Lizenzprodukte sind offiziell, so lange sie nicht der Serie widersprechen. Es gibt dafür bei BBC Wales sogar beauftragte, die jedes Lizenzprodukt abnicken müssen. Und gerade mit "Night of The Doctor" hat Steven Moffat doch hinlänglich bewiesen, dass für ihn Big Finish zum Serienuniversum dazugehört.

  • Die (ersten) Hörspiele mit Lucie wurden sogar im Auftrag und in Zusammenarbeit mit BBC7 produziert.

    Injustice is the rule, but I want justice. Suffering is the rule, but I want to end it. Despair accords with reality, but I insist on hope. I don't accept it because it is unacceptable. I say no.

    - der achte Doctor, Camera Obscura

  • Mir hat die Folge nicht gefallen.


    Die Idee war ziemlich eindeutig der Findelgasse aus Harry Potter entlehnt und meiner Meinung nach eher uninspiriert und billig umgesetzt. Das heißt wenn man schon eine Gasse hat wieso zeigt man dann nicht die Aliens als das was sie sing. Respektive wieso erwartet der Doctor in einer Gasse voller Aliens Menschen zu sehen?
    Ich mein klar aus der Sicht der BBC spart der Trick mit den Lampen CGI und Verkleidungen, ich fand es dennoch sehr enttäuschend. Wirkte für mich ein wenig zu sehr nach Märchen anstelle von Science Fiction.


    Der Handlung fand ich eher konfus. Weshalb der überkomplizierte Mordplott wenn man den Doctor schneller herbekommen könnte und ihm das Teleport Armband anlegen? Was vielleicht auch dran liegt das ich persönlich Maisie Williams in der Rolle von Ashildir nur mäßig überzeugend finde. Vielleicht auch daran das ich beim 'dahinter liegenden bösen' das Bedürfnis hatte mit den Augen zu rollen.


    Das man Clara an Dummheit sterben läßt. Naja, wenn es denn sein muss.
    Wobei mich der Tod auch nicht so recht überzeugte, fühlt sich so an als käme sie als Auflösung des Zweiteiler mal wieder zurück.


    Mein Fazit: Nicht so scheiße wie die Folge davor aber auch nicht gut. Ausreichend.

  • Aha, also jede Menge Lizenzprodukte, auf deren Inhalt die BBC keinen Einfluss hatte. Und damit natürlich auch keine Aussage zur Serientradition der BBC zulassen. Ich wundere mich immer wieder, dass solche Randproduktionen, die zwar mit Einverständnis, aber nicht im Auftrag der BBC produziert wurde, derselbe Stellenwert eingeräumt wird wie die offizielle Serienproduktion (und Doctor Who ist imerhin al Fernsehserie konzipiert).
    Aber diese Denkweise muss man wohl nicht verstehen. Wer sich solche Supplements zur Serie reinziehen möchte, meinetwegen. Aber man sollte dem nicht die gleiche Relevanz zuordnen wie dem, was im Fernsehen gelaufen ist (sofern es keine explizite Diskussion über Lizenzprodukte ist). Sollten wir aber nicht hier erörtern.

  • Die Idee war nicht mal aus Harry Potter, wie hier einige immer angeben, sondern aus Neil Gaimans BBC-Serie und Buch "Neverwhere".

    Ich habe zu "Neverwhere" den Comic gelesen und fand das so wie es dargestellt wurde deutlich näher an Harry Potter.


    Mit "Neverwhere" hätte ich es nicht direkt in Verbindung gebracht.
    Schließlich gibt es bei Neverwhere Türen, geht es in den Untergrund, sind die Gebiete wohl vernetzter und werden die Personen vergessen bzw. vergessen sie nichts. Es gibt da auch keine Entsprechung zum Market oder den verschiedenen Fraktionen.

  • Die (ersten) Hörspiele mit Lucie wurden sogar im Auftrag und in Zusammenarbeit mit BBC7 produziert.

    Man kann ihnen trotzdem nicht denselben Stellenwert einräumen. Doctor Who ist nunmal eine Fernsehserie, und da haben die Fernsehfolgen einfach mehr Relevanz als das Beiwerk. Zu Star Trek gibt es auch Romane. Die haben auch nicht die Relevanz der Fernsehserien. Desgleichen bei Babylon 5. Aber wie gesagt, das wäre besser in einem anderen Thread auszudiskutieren.

  • Diese Episode liegt jetzt auf dem Haufen der mit dem "Folgen die ich mochte"-Schild gekennzeichnet ist.


    Ist zwar jetzt mehr so ne typische Serien-Folge als eine Doctor Who-Folge... (also keine Geschichte die für sich alleine stehen kann, sondern nur im Storylinekontext funktioniert) ...von daher wird sie sich wohl eher in Marathonsessions als in Einzelgenusssituationen wiederfinden, aber das ist schon völlig okay so.


    Ich habe auch kein Problem damit wie der Claratod herbeispaziert kam. In den letzten paar Wochen wurde recht deutlich auf ein "Hochmut kommt vor dem Fall"-Ende hingearbeitet. Clara war sich so dermassen sicher aus jeder Situation, egal wie ausweglos sie schien, herauszkommen dass aus diesem Handlungsbröckchen irgendetwas gestrickt werden musste. Und ich finde es auch völlig okay dass sie vergleichsweise nebensächlich aus der Serie gebeamt wird. Ein Charakterabgang per Tod kann auch ruhig mal passieren ohne dass man dabei das Universum acht mal auf einem Schlag rettet während gleichzeitig 80.000 Cybermen und doppelt so viele Daleks bekämpft werden. Eigentlich finde ich es sogar ziemlich angenehm und erfrischend dass sie wie ein Classic Companion aus der Serie verschwindet. Es muß nicht immer ein Heldentod sein. Ein kleines bisschen eigene Dummheit tut's auch.


    Abgesehen davon dürften im Universum noch lauter Impossible Girls rumlungern. Die kann man bei Bedarf ja immer noch ins Bild zerren wenn Jenna für ein Special oder so vorbeischauen möchte.

  • Oder auf gut deutsch, das ist bei den Spinoff Companions Standard.
    Das macht den Tod eines Companions noch langweiliger, als er eh schon ist.
    Ist eh nur billige Effekthascherei.
    Ob Lucie wirklich endgültig tot ist, hängt davon ab, ob die viel beschäftigte und hochdekorierte
    Sherdan Smith OBE noch mal Zeit hat.
    Paul McGann hätte sie ja, wie man bei der Timelash gehört hat, gerne für eine Musicalfolge.

    Zitat von Kaoru

    Eigentlich finde ich es sogar ziemlich angenehm und erfrischend dass sie wie ein Classic Companion aus der Serie verschwindet.

    Ein Classiccompanion verliebt sich üblicherweise und bleibt der Liebe wegen zurück.
    Beispiele sind Susan, Vicki, Jo, Leela, Peri, (Mel),

  • Man kann ihnen trotzdem nicht denselben Stellenwert einräumen. Doctor Who ist nunmal eine Fernsehserie, und da haben die Fernsehfolgen einfach mehr Relevanz als das Beiwerk. Zu Star Trek gibt es auch Romane. Die haben auch nicht die Relevanz der Fernsehserien. Desgleichen bei Babylon 5. Aber wie gesagt, das wäre besser in einem anderen Thread auszudiskutieren.


    Ich denke es kommt immer darauf an, ob man Doctor who primär als Fernsehserie, welche in der Medien-Hierachie ganz oben positioniert ist oder als Marke definiert, unter der sich unzählige gleichwertige Geschichten finden lassen, die unabhängig von dem Medium, über dass sie konsumiert werden den gleichen Stellenwert teilen. Zumal, wie ich finde berücksichtigt werden sollte, inwiefern die Hörbücher, Romane, etc. "mit Liebe gemacht" wurden und keine billigen Nebenproduktionen darstellen. Es gibt zwar noch eine Menge, was ich diesbezüglich nachholen muss, aber durch den Vortrag von Kolja (bitte enthauptet mich nicht, falls ich den Namen falsch geschrieben haben sollte) und dem Big Finish Panel auf der Time Lash hatt sich mir der Eindruck ergeben, dass die Hörspiele mit der gleichen "Liebe" produziert wurden und im Fandom weitesgehend die gleiche (, wenn nicht sogar in manchen Fällen eine höhere) Anerkennung genießen.


    Da ich mir selbst noch nicht genug angehört habe, verbitte ich mir noch ein Urteil bezüglich dieses Themans zu fällen. Im Endeffekt ist es jedem selbst überlassen, ob er dem ursprünglichen Medium mehr Rilevanz zuschreibt oder alle als gleichwertig erachtet.

  • Zumal, wie ich finde berücksichtigt werden sollte, inwiefern die Hörbücher, Romane, etc. "mit Liebe gemacht" wurden und keine billigen Nebenproduktionen darstellen. Es gibt zwar noch eine Menge, was ich diesbezüglich nachholen muss, aber durch den Vortrag von Kolja (bitte enthauptet mich nicht, falls ich den Namen falsch geschrieben haben sollte) und dem Big Finish Panel auf der Time Lash hatt sich mir der Eindruck ergeben, dass die Hörspiele mit der gleichen "Liebe" produziert wurden und im Fandom weitesgehend die gleiche (, wenn nicht sogar in manchen Fällen eine höhere) Anerkennung genießen.

    naja, von Big Finish gibt es auch eine Menge Müll, vor allem so ab Folge 50 der Monthlys zudem sind die Meinungen zur Qualität durchaus verschieden. Kolja hält ja z.B. nicht viel von den Lucy Miller Abenteuern, deshalb würde mich auch wundern, wenn da viel auf seiner Empfehlungsliste auftaucht.
    Ich dagegen finde die völlig abgedrehten Lucy Miller Dinger meist recht gut.
    Man denke nur an die paar Jahre auf dem Quallenplanet, die Zygonenstorys, das Companioncasting, die Blackpoolmusi oder Kampfuntertassenpilot

    .
    Außerdem wiedersprechen sich die Dinger oft.
    Ace ist jetzt z.B. sowohl Erbe der Timelords, zweimal tot und leitet zudem "A Charity Earth".

  • Rory und Amy sind gleichfalls tot - ich jedenfalls habe den Grabstein gesehen - in meiner Welt bedeutet das idR: Du bist tot!


    Es war nur eine etwas zuschauerverträglichere Variante.


    Nein, war es nicht.
    Amy und Rory hatten ein gemeinsames glückliches Leben und sind als alte Menschen gestorben (Rory 82, wenn ich nicht irre)


    Clara starb hingegen mit ihren knapp 30, dass ist mMn schon ein gewaltiger Unterschied.



    Inzwischen habe ich Claras Ende, sollte es denn das endgültige sein (was ich hoffe, dazu gleich mehr), akzeptiert und eigentlich finde ich es auch garnicht so schlecht, gerade wegen dieser Banalität, wegen diesem Tod aus eigener Dummheit.
    Sie tat etwas saudummes, weil sie sich sicher war, der Doctor würde sie ja, wie immer, retten. Er konnte aber nicht. Gerade diese Beliebigkeit ihres Endes gibt dem ganzen, in meinen Augen, eine gewisse Tragik.


    Warum hoffe ich, dass dies der endgültige Tod war? Ganz einfach: Der Tod eines Charakters sollte auch wirklich Konsequenzen haben, ansonsten kann man solche Schritte nicht ernst nehmen.
    Nehmen wir als Beispiel Optimus Prime aus dem Transformers Franchise: Sterben und zurückkommen läuft bei dem ja fast schon unter Hobbys, für de Zuschauer ist da keine Dramatik mehr.
    Anderes Beispiel: American Horror Story Coven, da wurde so oft gestorben und wiederbelebt, dass einen Tode in den letzten Folgen einfach kalt ließen.


    Ein weiteres Beospiel wäre wohl Rose, zwar nicht tot, aber eigentlich in einem anderen Universum ohne Möglichkeit zurückzukehren und trotzdem hat man sie immer wieder gesehen.
    Das hat die (zugegeben vorhandene) Dramatik ihres Angangs völlig ruiniert.



    Achja: Capaldis Schauspiel gegen Ende der Folge war einfach genial

  • 82 und 86 waren Rory und Amy laut Grabstein - und macht das wirklich einen Unterschied? Macht das Alter einen Tod weniger oder mehr traurig, tragisch ... - oder eine Szene? Manchmal ist es eher die Frage, ist einfach das Ende erreicht, alle Geschichten erzählt, alles getan, ganz unabhängig vom Alter?


    Ich fand das Ableben Claras nicht außerhalb ihres Charakters oder ihrer Entwicklung über die letzten Folgen. Man könnte fast sagen, es war keine Überraschung, das sie so stirbt. Ich fand es passte, als sei sie am Ende angekommen.

  • Ein Classiccompanion verliebt sich üblicherweise und bleibt der Liebe wegen zurück.Beispiele sind Susan, Vicki, Jo, Leela, Peri, (Mel),

    Ja, Hochzeit ist eigentlich fast schon der klassische Companion-Abschied. Gefolgt von Heimweh (Ian, Barbara, Ben, Polly, Sarah Jane, Turlough), einer höheren Mission (Steven, Romana, Nyssa) Abenteuermüdigkeit (Victoria, Tegan) oder schlicht Hirnwäsche (Dodo, Jamie, Zoe).



    82 und 86 waren Rory und Amy laut Grabstein - und macht das wirklich einen Unterschied? Macht das Alter einen Tod weniger oder mehr traurig, tragisch ... - oder eine Szene? Manchmal ist es eher die Frage, ist einfach das Ende erreicht, alle Geschichten erzählt, alles getan, ganz unabhängig vom Alter?

    Das macht einen riesigen Unterschied. Amy und Rory sind nach einem langen Leben eines natürlichen Todes gestorben, zwar nicht in ihrer Zeit, aber eben natürlich. Und sterben müssen wir alle irgendwann. Die Frage ist nur, was wir mit der Zeit, die uns bleibt, anstellen. Und Amy und Rory hatten noch viel Zeit, etwas anzustellen. Und zwar gemeinsam.
    Natürlich ist es erschreckend, wenn man das Altern einer Person im Zeitraffer sieht (siehe Highlander), aber letztlich sind wir alle geboren um zu sterben. Und wenn wir unser Leben erfüllen und nicht vor unserer Zeit geholt werden, ist das auch völlig in Ordnung.

  • Ernsthaft? Ist ein Tod mit 30 tragischer als einer mit 86? Äh, schon, oder?


    Zu einer möglichen Wiederkehr von Clara: