9x12 - In Teufels Küche (Hell Bent)

  • Und nun fliegt eine weitere Tardis durch das Universum mit Lebt-nur-zwischen-zwei-Herzschlägen-Clara und Unsterblich-Ashildr. Zusammen mit Kann-nicht-sterben-Captain-Jack ware das ein interessantes Setting für eine eigene Serie. Vielleicht als Zeichentrick-/Comic-Variante. Marketing und Merchandising stehen bestimmt schon bereit.


    Und dazu dann noch der untote Doktor "wie-hieß-er-noch?" aus Torchwood. Das gäbe eine Crew...

  • Wie ich schon über Moffat vermutete: Auflösungen sind nicht seins! Das hat schon bei der Stille nicht wirklich funktioniert und hier überhaupt nicht: da wird die Geschichte von einem Hybriden aufgebaut, der zwei kriegerische Rassen zu einem Superkrieger vereint, vor dem selbst die Timelords mit ihrer fortschrittlichen Technologie zittern müssen .... und dann kommt nur ein laues Lüftchen.


    Den Rest fand ich aber ganz gelungen und teilweise sogar super. Die starke persönliche Bindung des Doctors zu Clara, die in den letzten Folgen (für meinen Geschmack etwas heftig) aufgebaut wurde (und die Beziehung des Doctors zu Rose zu einer Teenagerliebe herabstuft ;) ) fand eine interessante Lösung, in dem dieses mal der der Doctor vergessen muss, damit er wieder der Doctor sein kann. Keine schlechte Idee. Die Ankunft des Doctors auf Gallifrey war super und die Rahmenhandlung mit der Diner-Tardis und Clara, die der Doctor nicht mehrt erkennt, sehr gelungen. (Wieso schon wieder der Chamäleon-Circuit seinen Geist aufgibt, ist mir etwas schleierhaft geblieben. Veilleicht sollte diese Modellreihe doch mal in die Werkstätten zurück gerufen werden.) Schön, mal wieder eine Tardis im Auslieferunszustand zu sehen.


    Unterm Strich reicht es für ein ordentliches "Gut".


    Gruß
    Roland

  • Ich hatte mir gestern mal wieder The Mind of Evil angesehen und mich gefragt, warum solche einfach verständlichen aber trotzdem genialen Serials nicht mehr produziert werden. Auch wenn ich den Pertwee-Doctor wegen seiner Überheblichkeit nicht möchte, seine Geschichten waren so ziemlich das Beste der Who-Geschichte.
    Was hat das hiermit zu tun? Nun, ich finde, die Serie wird immer abgehobener und unverständlicher, aber nicht besser. Von daher würde ich es begrüßen, wenn mal wieder etwas mehr Bodenständigkeit rein käme.

  • Was für eine Entäuschung.


    Ich hatte die Serie so verstanden das, eigentlich seit NewWho, der Doctor mitunter vollkommen am Boden zerstört war weil der Timewar gerade nicht gewonnen wurde, weil er annahm das der Krieg mit der gegenseitigen Auslöschung geendet hat. Dementsprechend ist er jeder Andeutung das Gallifrey existieren könnte nach. Egal ob es in einem Taschenuniversum gewähnt wurde oder als der Master ihm die Koordinaten gab. Er war sogar ziemlich am Boden zerstört als er dem nachging und nichts fand.


    Jetzt findet er nicht nur Gallifrey sondern ist auch auf Gallifrey und was passiert? Nichts.


    Ihm scheint Gallifrey gerüttelt aber sowas vom am Timelord hintern vorbei zu gehen das es irgendwo für mich nicht stimmig ist. Dann wird der President und der Rat vom Planeten verjagt, natürlich ohne Verhandlung weil,... ... weil braucht man nicht zu erklären. Der Doctor ist halt auf einmal nicht nur President der Erde sondern auch President von Gallifrey. Die Soldaten feiern ihn auch wie den absoluten Kriegshelden. Hab ich da was bei der John Hurt Regeneration verpasst?


    Gut, vielleicht ist der Doctor so eine harte Sau das er das "mal so" wegsteckt, aber dann kann man doch sicherlich eine Handlung finden die mehr als aus vier Sets (Wüste, rückständige Hütte in der Wüste, Ratsraum, Geister-Keller) besteht? Ich fand es irgendwie arg enttäuschend. Da freue ich mich darauf was von Gallifrey zu sehen,.. und dann wird es nichts außer einer CGI Fahrt die wohl das Budget gefressen hat und 90% Hütte + Keller.
    Wobei Keller,... ... ... wieso verstecken die die TARDISe unter dem Computer in den angeblich lange keiner mehr kam? Der aber dennoch einen Aufzug direkt daneben hat?


    Okay, hätte man ja hoffen können das aus der Hybrid Geschichte gemacht wird.
    Die Unterhaltung mit Me und dem Doktor war da auch richtig interessant,... und Maisie Williams zum erstenmal soweit erträglich.


    Leider war es dann nur eine Entschuldigung für einen komplett unverhältnismäßig aufgeblasenen Companion Abschied.
    Da kam mir beim anschauen das es doch schon an Rose heranreicht. Es gibt dann auch noch verschiedene "End of Times"... ... also es geht immer endoftimiger? Meh :/


    Ich mein es wäre durchaus interessant gewesen zu erforschen ob nun der Doctor der Hybrid ist. Aber nein.
    Ich mein die Theorie das der Master Clara und den Doctor zusammengebracht hat (hat er) wäre auch spannend. Aber nein.
    Auch die Frage weshalb die Matrix nun der Überzeugung ist zu Orakeln das das Hybrid Geraffel Gallifrey hops nimmt. Aber nein.


    Stattdessen dient es nur als Schmuck damit sich der Doktor den Verstand frittiert - weil ohne das kommt er von Clara nicht los -- Hölle da war selbst der Tennant Doktor erwachsener - und man den Companion zum X'ten mal verabschieden kann. Nun oder auch nicht weil der Companion zu einem Quasi-Doctor gemacht wird nebst Companion und eigener TARDIS. Wenn Clara bei ihren Abenteuern hops geht fährt dann eigentlich das ganze Universum / die Zeit gegen die Wand?
    Egal weil wie hier schon angemerkt ist das mit dem "Time will be fractured" nicht nur eine Rauchkanone, es ist komplett für den Hintern.


    :/

  • Hmm...puh...naja...gut war das nicht. Dafür ziemlich langweilig. Es fing verheißungsvoll an, aber dann gab es ja nur noch einen sinnlosen Pistolenschuss, die fade Geisterbahn-Begehung ohne wirkliche Gefahr, und der Rest war einfach Palaver. Schöne Idee mit des Doctors Vergessen, aber alles davor und danach hätte man sich eigentlich sparen können. Und ja, die Rückkehr Gallifreys war auf jeden Fall verschenkt. Es wirkte so, als würde Moffat denken, dass damit irgendwie der Charakter des Doctors in Gefahr wäre. Also hat er es innerhalb weniger Minuten so hingebogen, dass wir wieder den Normalzustand haben; der Doctor ist auf seinem Planeten kein Kriegsheld mehr, sondern ein Punk, der eine TARDIS geklaut hat. Als würde die Serie sofort nicht mehr funktionieren, wenn der Doctor nicht vor irgendetwas davonläuft.

  • Wie manche sich aufregen können. :master1:


    Nur mal kurz zu dieser Regenerationsszene die vielen hier so wichtig zu sein scheint und bevor ich den Punkt beim Schreiben wieder vergesse... (Ich hatte nach dem Sehen persönlich schon gar nicht mehr an sie gedacht.) ...Man kann sie einerseits als Einknicken vor WEM- und WASAUCHIMMER deuten, was aber auch bedeutet dass man leicht paranoid veranlagt sein muß um hinter jedem Blumentopf im Königssaal einen Verräter zu vermuten. Man kann sie andererseits auch als Seitenhieb auf die Geschlechtertausch-Regenerationsforderungen verstehen. Die Szene endet schließlich nicht mit Engelsfanfaren darüber dass der männliche Charakter ENDLICH eine Frau ist, sondern mit den Worten wie entsetzlich es war für eine Regeneration ein Mann zu sein. Die Aussage kann natürlich auch von der anderen Straßenseite aus getätigt werden. ;) Oder man kann die Szene auch einfach nur als kurzen Throwaway Gag sehen oder was auch immer. Aber wenn man sich erstmal auf ein "Überall um mich herum ist Political Correctness! Selbst in meiner Kaffeetasse!!!" eingeschossen hat, dann ist man wohl automatisch bei der ersten Variante. Oder so.



    Die Folge an sich war jedenfalls ein runder Abschluß der Thematik dieser Staffel. Was geschieht eigentlich wenn man der Companion zu lange beim Doktor bleibt und sich beide zu sehr aneinander gewöhnen? Der Companion wägt sich zu sicher und hält sich am Ende für genauso schlau wie der Doktor, und der Doktor geht viel zu weit um ihn zu retten weil er ihn zu diesem Zeitpunkt mittlerweile schon für unersetzbar hält. Und letzten Endes formen beide zusammen eben diesen Hybrid. Eine unzertrennliche Gemeinschaft die sich für unbesiegbar hält und immer in der Annahme ist das Richtige zu tun ist eigentlich schon eine gruselige Vorstellung. Es dauert nämlich nicht lange bis irgendwann der Größenwahn einsetzt und sich das "Richtige" ins Gegenteil für alle anderen dreht. Clara erkennt das schließlich und verpasst dem Doktor den Denkzettel den er braucht. Sie hatte in "Face The Raven" ihre Lektion gelernt und sorgt dafür dass der Doktor sie auch bekommt. Sicher braucht er seine "Eintagsfliegen" damit er geerdet und moralisch auf dem Boden bleibt, aber er darf sich auch nicht zu sehr auf sie einschiessen.


    Nur ist halt eben schade dass die letzten fünf Minuten diese Aussage unterminieren, da man ja davon ausgehen muß dass Clara und Ashildir bis in alle Ewigkeit ihre eigenen Timelord-Abenteuer erleben. Es sei denn Clara hat irgendwann ihre eigene "End of Time"-Erleuchtung und sieht ein dass sie sich ihrem Ende stellen muß. Aber das werden wir ja niemals sehen und fällt daher unter reine Spekulation. (Oder wird eine viel zu lange, weil komplett ausgeschlachtete, Big Finish Box-Set-Reihe.) HÄTTE NICHT SEIN MÜSSEN! (Und das war inhaltlich wieder eine Linksabbiegung wie bei vielen kleinen und größeren Dingen gegen Ende der letzten Staffel.)


    Aber nun denn. Der Doktor weiß nun was Sache ist. Wenn er sich von den Companion bereits getrennt hat, dann soll er sie auch ruhen lassen. Und sie nicht immer wieder in die TARDIS "zurückzwingen". Nach Danny Pink war die Freundschaft nur noch ungesund, für beide. Aber jetzt wo das Clara-Graffiti so SYMBOLISCH ;) von seiner TARDIS abgeblättert ist kann er ja nun endlich von ihr loslassen.


    Aber nun ja. Wie auch letzte Woche fand ich dass die Folgen einige Längen hätte, und zwischendurch dachte ich häufiger mal "Kommt zum Punkt, Leute!!". Aber am Ende der Rechnung hat sie mich zufrieden zurückgelassen.


    Persönlich finde ich jedenfalls nach wie vor dass diese Capaldistaffeln die bisher besten und "whoigsten" der New Series sind, auch wenn ich da offenbar auf weiter Flur allein zu stehen scheine. :lach: Aber das stört mich jetzt auch nicht weiter. Nach den wuselig-stressigen RTD-Jahren und der größtenteils langweiligen Smith-Ära habe ich auch mal ein bisschen Spaß an der Serie verdient.

  • Also ich fands super. Hätte ich nach der verschenkten und extrem langweiligen Katastrophenfolge letzte Woche nicht mehr gedacht. War ja klar, dass Moffat Clara nicht einfach so sterben lässt, sonst wäre es nicht Moffat.
    Die Idee mit der als Plot Device sterbenden Freundin ist seit Gwen Stacy eh universumweit ausgelutscht.
    Aber auch ich würde bei Doctor Who jetzt gerne zu Folgen zurückkommen, bei denen nur Belgien oder so gerettet werden.
    Die Vorschau sieht diesbezüglich schon mal ganz nett aus.

  • Ich bin mal gespannt wer der nächste Companion des Doktor sein wird.
    Der Doctor braucht auf jeden fall Gesellschaft.


    Mal sehen wie langer der aktuelle Doctor den Doctor noch spielen wird.
    Jetzt kommt auch schon seine dritte Runde als Doctor.


    Ich freue mich auf die Weihnachtsfolge mit River.

  • Zu den Gefahren der Operation Clara für das Zeitgefüge und den Gründen für die Gedächtnis-Löschung: So wie ich das meine verstanden zu haben, ist nicht etwa das Verlängern ihrer letzten Sekunde eine Gefahr für das Zeitgefüge, sondern vielmehr der Versuch des Doktors, Claras Überleben endgültig zu machen und die Geschichte somit umzuschreiben.


    Zumindest für einen Moment bringen Ashildr und Clara den Doktor schließlich auch zu der Erkenntnis, dass er hier zu viel riskiert. Er merkt aber selbst, dass dieser Anflug von Vernunft nicht unbedingt von Dauer sein muss, wenn er und Clara weiter aneinander kleben. An der Stelle kommt dann die Operation Gedächtnisschwund ins Spiel: als einziger Weg, sich endgültig loszulassen.

  • Stimme Kaoru voll zu. Genauso empfinde ich das Finale auch, die Hybridstory wurde nicht vernachlässigst sondern einfach auf eine unerwartete Ebene gehoben. Der angeblich zu sehr aufgeblasene Companion Abschiedsplot war eben der Story Arc der Staffel. Dass das vielen nicht passt, ist mir persönlich wumpe. Ich fands klasse.


    p.s.: Zum Glück haben die 3 Hansel, die hier für eine Absetzung (Pause) der Serie stimmen, weil ihnen Moffat nicht mehr passt nix zu sagen und keinen Einfluss auf die BBC. Es bleibt denen ja die Option, einfach nicht mehr zu schauen bis Moffat weg ist und sich solang die Classics reinzuhiehen :D . Ich möchte Weihnachten und nächstes Jahr wieder neue Doctor Who Folgen schauen können.

  • Die Rückkehr/Herausnahme Claras aus, ihrem Tod fand ich persönlich schade, wenn auch aus anderen Gründen - es nimmt ihr die Bedeutung und dies nur, weil Moffat, die BBC oder ggf. irgendwelche Fangruppierungen mit dem Tod nicht umgehen können. Das die Hybridfrage nicht abschließend geklärt wurde, kam jetzt für mich nicht überraschend - da darf sich jetzt jeder selbst seine passende Lösung kreieren und das wird lange für Diskussionen sorgen.


    Mittlerweile kann aber wohl auch jeder eine TARDIS fliegen. Interessant. Wer braucht schon Timelords.


    Trotz allem freue ich mich auf das Weihnachtsspecial - ich mag durchaus auch die Folgen, die mich zum Lachen bringen - ich muss es nicht zwingend ernst und logisch haben. In erster Linie möchte ich unterhalten werden (insoweit mochte ich auch die Brautfolge ;-))- da nehme ich auch Plotholes in Kauf - die gibt es bei allen Serien, insbesondere bei langlebigen -

  • Die erste Hälfte der Folge fand ich einfach nur...genial. "With respekt, get off my planet!" Das passiert eben, wenn der schlimmste Fall eintritt und der Doktor es wagt, zurück zu kommen. Wie er mit den Timelords gespielt hat, hat die Folge wunderbar gefüllt. Auch die TARDIS, die der Doktor dann geklaut hat, hat schöne Erinnerungen an die Hartnell-Zeit mit sich gebracht, schön, das Design mal wieder zu sehen.
    Die zweite Hälfte allerdings...war auch eine gute Folge, nur passte sie meiner Meinung nach nicht zum Rest der Episode. In dem Moment, in dem der Doktor Clara rettet, löst er einen Bruch in der Handlung aus, die plötzlich in eine ganz andere Richtung abdriftet. Es war schön mitanzusehen, aber meiner Meinung nach hätte man das beides nicht in eine Folge, sondern in einen Zweiteiler stecken können, doch nun ist es eben ein Special geworden.


    Was Clara und Me/Ashildr jetzt mit ihrer Café-TARDIS anstellen, wäre auch ganz nett, zu erfahren, ob es für ein Spin-Off ausreicht, bezweifel ich zwar ein bisschen, aber vielleicht tauchen sie ja noch einmal auf und Fanfiktions werden ganz sicher kommen. Jedenfalls war es noch eine ganz nette Abschiedsszene, als die beinen TARDISse aneinander vorbei geflogen sind.


    Das einzige, was ich etwas schade fand, war, dass Missy zwar erwähnt wurde, aber nicht nochmal aufgetaucht ist. Wenn sich nicht (was ich für unwahrscheinlich halte) im Weihnachtsspecial einen Auftritt hat, war sie nur für die ersten beiden Folgen zurück gekehrt, dabei hätte ich mir ein paar mehr Auftritte erhofft. Aber vielleicht sehen wir sie ja in Staffel 10 wieder.



    Ich freue micht dann schonmal auf das Weihnachtsspecial... ;)

  • Zur Regenerations-Szene muss ich Kaoru weitestgehend recht geben. Das wurde in der Tat kritisch dargestellt, nicht zuletzt auch wegen der Reaktion des Soldaten, der sichtlich überrascht war, als plötzlich eine Frau vor ihm stand. Vielleicht ist es Wunschdenken, aber das hat für mich ein wenig unterstrichen, dass dies ein sehr seltener Fall ist. Jedenfalls stört mich diese Szene trotzdem, aus zwei Gründen: 1) Ich mochte Ken Bones in der Rolle sehr gerne. Der von ihm dargestellte General wäre eigentlich eine sehr gute Figur gewesen, auf die man für künftige Gallifrey-Folgen hätte zurückgreifen können. 2) Das fühlte sich einfach wie ein Schlag ins Gesicht an. Die Regeneration war für die Story im Grunde völlig irrelevant. Da hätte es Dutzende andere Möglichkeiten gegeben. Die Szene schreit für mich schon förmlich nach "Steven, das MUSS irgendwie rein. Egal wie. Verstanden?"


    Dass diese Folge jetzt nochmal einen dramatischen Companion-Abschied enthält, fände ich im Falle von jedem anderen Companion völlig in Ordnung. Aber im Fall von Clara ist das einfach unglaublich inkonsequent, was mich ärgert. Zumal man sich mit "Face the Raven" endlich mal getraut hat, einen Begleiter sterben zu lassen. Trotzdem hätte ich damit nicht mal ein Problem, sofern der Doctor früh genug erkannt hätte, dass er Clara gehen lassen muss oder sie am Ende wenigstens gesagt hätte, dass sie sofort nach Gallifrey will, um ihrem Unleben ein Ende zu bereiten. Aber nein, das wurde schön offen gelassen. Auch hier glaube ich fast an Anordnungen von der Chefetage.


    Ansonsten habe ich aber tatsächlich nur ein weiteres Problem mit der Folge: Sie weiß nicht so ganz, was sie sein will. In "Heaven Sent" wurde ganz provokant Gallifrey für "Hell Bent" versprochen, was tatsächlich aber nur 20 Minuten lang im Vordergrund steht. Dann gab es bisschen Hybrid-Gefasel, dann einen erneuten, dramatischen Companion-Abschied. Prinzipiell bin ich aber froh, dass nicht Ashildr der Hybrid ist und irgendeinen total beknackten Plan ausführen will, sondern dass die Folge in dieser Hinsicht überraschen konnte. Allerdings fühlt der ganze Arc sich so unglaublich nutzlos an.


    Was ich grandios fand, ist das erste Drittel auf Gallifrey. Das war wirklich genial geschrieben und großartig gespielt. An diesem Punkt hatte ich noch Hoffnungen, dass das Finale das der fünften Staffel übertrifft. Dann kam es zur Rückkehr von Clara, was ich vollkommen in Ordnung gefunden hätte, wenn der Doctor im Laufe der Folge erkannt hätte, dass sie nicht mehr da sein darf und er sie gehen lassen muss. Doch dann erschoss der Doctor den General, was mich an sich schon stört, ganz zur Schweigen von der Regeneration. Danach wurde es eigentlich wieder sehr gut, aber das Versprechen bezüglich Gallifrey wurde nicht so ganz gehalten. Egal, der Doctor klaut eine klassische TARDIS. Das fand ich super. Doch dann, nach einigen guten Dialogen, tauschte Ashildr auf, die ja eigentlich keine wirkliche Funktion hatte. Und daraufhin kam es zu einem der ganz starken Moffat-Kniffe. Der Doctor verliert sein Gedächtnis, was im Hinblick auf die Diner-Szenen wohl wirklich niemand für möglich gehalten hat. Sehr schön auch, wie Clara alles für ihn vorbereitet hat. Wäre sie danach doch nur nach Gallifrey gegangen um zu sterben, selbst wenn es auch nur gesagt worden wäre. Trozdem, die Szene in der TARDIS fand ich toll, auch die Dematerialisation, wo das Bild von Clara abblättert. Und der Sonic Screwdriver ist zurück! Nicht dass ich den brauche, aber besser als eine Sonnenbrille.


    Wenn man sich darauf einlässt, ist die Folge eigentlich toll. Aber irgendwo kann ich dann den 5. Abschied von Clara nicht mehr ernst nehmen und bin auch etwas enttäuscht, dass die Folge nicht den Ton des ersten Drittels beibehält. Zudem ist der ganze Hybrid-Arc völlig für die Katz und selbst als Handlungshinführung ziemlich doof. Wegen dem Western-Anfang auf Gallifrey, den ich wirklich perfekt fand, gebe ich der Folge aber noch 8 von 10 Punkten.


    So bleibt das schlimmste an der Folge der Trailer zum Weihnachts-Special. Da kamen in der Tat wieder böse "Voyage of the Damned"-Erinnerungen hoch. Ich würde jetzt ja sagen, dass man auch bei "Last Christmas" schon voller angst war, aber der Trailer zu "The Husbands of River Song" ist in Sachen Albernheit nochmal 'ne ganze Ecke schlimmer.

  • Das war es also, das Finale, das uns Gallifrey zurückbrachte. Und was kann man dazu sagen? Tja, dass ist ein Problem. So wenig und gleichzeitig so viel. Also wo fange ich an?
    Der Anfang auf Gallifrey war brilliant. Wenige Dialog, die Musik und die Kameraarbeit haben die ganze Arbeit erledigt und so viel herüber gebracht. Der Doctor in seiner schwarzen Weste sah aus wie ein gealterter Han Solo und das alleine war cool. Was ebenfalls cool war, war wie er den Löffel als gefährliche Waffe niederlegte. Dann kam die erste dämliche Szene und zwar wie alle Soldaten zu ihm überlaufen, weil sie ihn als Kriegshelden ansehen. WTF? Zum einen kam es in The Day of the Doctor nicht herüber, zum anderen könnte ich verstehen, wenn einige so fühlen würden, aber alle? Und dann wird sowohl der President und dann der ganze High Council vom Planeten verbannt, ohne ein Verfahren, ohne irgendetwas. Nein, das ging zu weit.
    Dann wurde Clara wieder geholt. Ich weiß nicht, was ich davon halten sollte. Die Szene war gut gemacht und gut geschrieben, bis der Doctor auf einmal durchdrehte. In diesem Moment hätte die Folge eine andere Wendung nehmen sollen, der Doctor hätte sich von Clara überzeugen lassen sollen, es nicht zu tun, sich wieder von ihr verabschieden und dann zurückzuschicken. Aber es ging halt nicht, ich denke, das wurde später klar. Der Doctor fühlt sich Clara zu sehr verbunden und die letzte Folge scheint seine Psyche auch beschädigt zu haben, so dass er dazu nicht in der Lage war. Das Lowlight war dann die dämliche Regeneration. Ich fühle mich von der verarscht, zum einen weil ich keine Geschlechter-Transformationen durch Regeneration möchte und auch weil damit ein guter Charakter mit gutem Schauspieler einfach so weggeworfen wurde.
    Danach wurde die Folge wieder stärker. Stake Dialoge zwischen dem Clara und dem Doctor, tolle Cinematographie in der Cloister. Es war nicht so gut wie der Anfang draußen in der Wüste, aber immer noch sehr gut. Das ging weiter in der neuen TARDIS, ich fand eigentlich alles darin großartig. Dann kam die Rückkeher von Ashildr, was toll hätte werden können und die Schauspieler haben alles versucht, um es großartig zu machen. Aber dann kam diese feuchtwarme Auflösung des Story-Arcs und ich wusste ernsthaft nicht mehr, was ich denken sollte. Sollte ich mich verarscht fühlen oder froh darüber sein, dass Moffat nicht meine Furcht wahr gemacht hat, dass der Doctor an sich der Hybrid ist und es wusste? Egal, danach kam der fünfte großartige Abschied von Clara, ich weiß nicht wie, aber irgendwie hat es Moffat bei allen geschafft, dass ich alle abgekauft und alle traurig fand. Damit werden aber auch alle anderen Companions degradiert.
    Moffat packt dann noch einmal ein paar seiner Tricks aus, wie das Vergessen des Doctors, die Diner-Szenerie und die Rückkehr der TARDIS. Alles super. Danach hätte ich mir aber gewünscht, dass Clara und Ashildr zurück zu Gallifrey fliegen. Im Ernst, was wird denn nun aus der Drohung, dass Clara Zeit selbst kaputt machen würde? Und die großartige Szene in der TARDIS wird mit dem anfliegenden neuen Screwdriver kaputt gemacht (hallo Luke Skywalker) und durch das Schließen der Tür durch schnippsen. Könnten wir das nicht wieder los werden?


    FAZIT: 8 Punkte, da ich die Folge doch ganz gut fand, aber da kneife ich bereits ein Auge zu. Wenn ich das nicht tun würde, wären es eher 7 Punkte, auch weil die Folge so viel mehr ungenutztes Potential hatte. Ich bleibe auch dabei, dass das Finale ein Vierteiler hätte sein sollen, da in allen drei finalen Folgen Aspekte vorhanden sind, die mehr Zeit benötigt hätten, während Sleep No More eindeutig keien Existenzberechtigung hat.

  • Schlechtestes Finale der New Who Äre. Passend zur schlechtesten Staffel.


    Und wieso kann die Tardis eigentlich Sonic Screwdrivers bauen? Hieß es nicht mal das es die nur auf einem bestimmten Planeten gab und die Fabriken inzwischen alle kaputt sind, so das es keine neuen mehr geben sollte? Oder hab ich das falsch in Erinnerung?

  • Von mir aus kann Peter Capaldi den Doctor bis er 70 ist spielen. Dafür muss...a) würdigere Folgen für diesen Doctor geschrieben werden
    b) ein neuer Showrunner muss her

    Peter Capaldi spielt die Rolle des Doctor richtig gut. Kann von mir aus auch noch ein paar Staffeln drehen.
    Ja die jetzt zu ende gegangene Staffel war an manchen stellen etwas sehr Freaky gewesen. Für mein Geschmack etwas zu Freaky.


    Mal sehen wie die Weihnachtsfolge wird.
    Optisch Hamonieren der Aktuelle Doctor und River schon mal ganz gut miteinander.
    Mal sehen ob die beiden auch vom Charakter zueinander passen werden.

  • Von mir aus kann Peter Capaldi den Doctor bis er 70 ist spielen. Dafür muss...a) würdigere Folgen für diesen Doctor geschrieben werden
    b) ein neuer Showrunner muss her

    Ich bin mir zwar nicht sicher, ob er wirklich so lange in der Rolle bleiben wird und will, aber dem Argument stimme ich zu. Capadi spielt die Rolle mit Elan, auch wenn die Drehbücher, sagen wir mal, nicht immer perfekt sind.
    Ob ein neuer Showrunner hermuss? Moffat hat einen haufen toller Folgen produziert, aber ich bekomme auch langsam das Gefühl, dass er nachlässt. Vielleicht würde ihm eine Pause wirklich ganz gut tun.