15x01 - The Horror Of Fang Rock

  • Fang Rock ist für mich mit einer der besten Classics.

    Ich gebe zu, der Rutan war nun nicht der beste Special-Effects, der jemals vom Dr. Who Team realisiert wurde, aber die Story war gut, und die optische Umsetzung im Leuchtturm ganz groß. Tolle Kameraführung, tolle Beleuchtung, einfach schön!

    Auch die Schauspieler brachten Ihre Rollen sehr gut rüber.

    Ich hab mich großartig unterhalten!

    8/10

    :) Erik

  • Eine der wenigen 4thdoc -Folgen (ich glaube gar, insgesamt erst seine zweite bis jetzt), die von mir nur ein DURCHSCHNITT bekommt ...

    Das Gesamtbild ist das eines klassischen Horrorfilm-Plots (eine Gruppe von Leuten ist an einem Ort eingeschlosen und ein irrer Killer/Montser geht meuchelnd um) im Gewand einer Gothic-Horror-Hammer-Produktion. Was eigentlich nach einem mordsmäßigen Spaß klingt ...

    ... aber leider wirkten eigentlich nur stereotype Figuren mit, die nie richtig lebendig wurden. Und die grüne Bedrohung, die die Treppe im Schneckentempo erstigt, konnte ich einfach nicht ernst nehmen.

    Trotzdem gab es einige großartige Szenen, bei denen dann immer der Doctor und/oder leela beteiligt waren:

    • die pragmatische Leela, die auf die Idee kommt, aus dem leuchtturmscheinwerfer einen Laser zu bauen (strakes Licht!)
    • meine Lieblingsszene der Folge: Leela verkündet: " The creature has come inti the lighthouse! Now we must fight for our lifes!" - Adeleide fällt in Ohnmacht - Leela verdreht genervt die Augen ... :lach:

    Was ich auch sehr gut fand war, dass es eine in-universe Erkläung für die veränderte Augenfarbe Leelas gab (zwar nicht sehr logisch, aber immerhin ...)

  • Eine schön Folge, bei der ich eher wenig zu kritisieren habe und dann auch eher Kleinigkeiten.
    Der alte Mann nuschelt mir etwas zu viel, das versteht man ganz schlecht. Der Darsteller von Vince gefällt mir nicht, auch wenn die Figur ganz sympatisch ist und ich seinen Tod auch als negativ betrachte. Und Leela heroisiert den Doctor etwas zu sehr. Und die Dame von Schiff nervt so sehr, dass man bei ihrem Tod nur noch "Gott sei Dank!" rufen kann.
    Der Doctor ist großartig in der Folge. Es gibt einige sehr nette Szene mit ihm.
    "Haben sie hier das Sagen?" - "Nein, aber ich bin voller Ideen." :D
    Die ganze erste Szene mit den Schiffbrüchigen, wie er grinst, aber erklärt, dass sie am Morgen sicher alle tot sein werden und als Leela droht. Dann aber auch seine Verzweiflung und als er mit mit dem Aliene af der Treppe redet. Als er die Diamanten wegwirft ist auch nicht schlecht. Großartiger Doctor.
    Aber auch so gab es nette Szene. Das Spielzeugboot war toll und Leela hatte auch 2 tolle Szenen. Zum einen, als sie sich vor Vince umziehen wollte und dann, als sie der hysterischen Dame eine geknallt hat.
    Die Geschichte macht Spaß, auch wenn sie jetzt nicht besonders spektakulär ist. Sie hat einen extrem hohen verschleiß, wenn man bedenkt, dass am Ende nur noch der Doctor und Leela da sind.
    Und eine Sache kann ich nicht unterschreiben. Die Wissenschaft ist nicht immer besser als Magie. So ein bisschen Zauber braucht der Mensch.
    Von mir gibt es für die Folge 8 Punkte


    "Did the cow creamer tell you to do this?"

  • Zitat

    (...) Leela hatte auch 2 tolle Szenen. Zum einen, als sie sich vor Vince umziehen wollte und dann, als sie der hysterischen Dame eine geknallt hat.

    Zumindest die Ohrfeige gehört immer noch zu meinen Lieblingsszenen im Classic Who und im New Who.

    Zitat

    (...) Sie hat einen extrem hohen verschleiß, wenn man bedenkt, dass am Ende nur noch der Doctor und Leela da sind.

    Den Totalverlust aller Figuren außer Doctor und Companion gibt es durchaus öfter. Mittlerweile fällt es mir eher auf, wenn ausnahmsweise mal niemand stirbt.

  • Den Totalverlust aller Figuren außer Doctor und Companion gibt es durchaus öfter. Mittlerweile fällt es mir eher auf, wenn ausnahmsweise mal niemand stirbt.

    Also so krass hatte ich es zum ersten Mal. Aber dass die nicht zimperlich sind, mit Leute abnippeln lassen habe ich auch schon gemerkt. Aber ist ja auch gut, wenn man sich nie sicher sein kann, wer überlebt. Einige Figuren sind ja durchaus sympatisch und dann will man das ja nicht und wenn es dann doch passiert ist es doch schnüf.


    "Did the cow creamer tell you to do this?"

  • Also so krass hatte ich es zum ersten Mal. Aber dass die nicht zimperlich sind, mit Leute abnippeln lassen habe ich auch schon gemerkt. Aber ist ja auch gut, wenn man sich nie sicher sein kann, wer überlebt. Einige Figuren sind ja durchaus sympatisch und dann will man das ja nicht und wenn es dann doch passiert ist es doch schnüf.

    Genauso ist es. Und The Horror of Fang Rock war auch für mich die erste Folge, in der ich mit einem Totalverlust zu tun bekam. Als Vince ins Gras biss, dachte ich schon so etwas wie "Oh nein, nicht der auch noch..." Beim älteren weißhaarigen Herrn war ich richtig geschockt, weil ich fest damit rechnete, dass wenigstens der überlebt. Aber etliche DVDs später war ich auch schon bedeutend verrohter. ;) Bei Warriors of the Deep war mir der Totalverlust jedenfalls relativ egal. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Horror of Fang Rock eine richtig gute Folge ist, und Warriors of the Deep eine eher durchschnittliche.

  • Für ein komplettes Review habe ich momentan leider keine Zeit, aber nachdem ich die Folge gestern auch zum ersten Mal gesehen habe (dank einer wunderbaren Ladung VHS-Folgen, die ich auf meine Anfrage hin bekommen hatte) nur folgender Kommentar:

    Woo-hoo. Wie cool ist denn das? Da habe ich definitiv einen neuen Kandidaten für meine Who-Top-Ten. Wunderbare Dialoge und Leela/Doktor-ismen, gelungenes Set und Regie, schönes Dicks-Skript im Hinchcliffe-Stil und vieles mehr. Da verzeiht man den grünen Müllsack als Gegner und einige kleinere Schwächen ohne Zögern. Ganz großes Who-Kino.

    Chris

  • Nach dem vorherigen Jubelruf vielleicht noch eine etwas besser formulierte Meinung zur Folge.

    Mir hat die Story einfach sehr gut gefallen, weil sie wieder sehr schön zeigt, das Who keine außerirdischen Setbauten, fremde Dimensionen oder schicksalhafte Verwicklungen braucht. Ein einsamer Leuchtturm, ein wunderbares Studioset, ein kammerspielartiges Szenario, ein großer Eimer Atmosphäre und ein gutgelaunter Tom Baker reichen aus. Wobei wir hier schon ein wenig in den letzten Folgen sind, in denen er die Rolle noch ausreichend ernst genommen hat. Nur ein Jahr später war dann Key-to-Time-Zeit und die bösen Jungs wurden mit jelly babies veralbert und überlistet. Von dem, was danach kam, gar nicht zu reden. Naja.

    Aber auf den Felsen von Fang Rock ist die Welt noch in Ordnung. Naja, jetzt mal abgesehen davon, daß am Ende jeder außer Doktor und Leela tot ist. Aber das zeigt noch schön den Nachklang der Gothic Era von Hinchcliffe. Dabei nimmt die Folge wenig Rücksicht darauf, ob das Opfer sein Schickal verdient hat, oder nicht. Der hinterhältige Kapitalist ist am Ende genauso tot, wie der junge und lebensfrohe Leuchtturmwärter. Besonders deutlich zeigt sich der dunklere Unterton auch im Schicksal des Colonels, der sich dem Doktor nach seinem Fehltritt mit dem zerstörten Telegraphen eigentlich als Ehrenmann beweisen wollte, am Ende aber über seine eigene Gier stolpert. Hier kann man eine Parallele zum Schicksal von Laurence Scarman in "Pyramids of Mars" ziehen - einer anderen Folge, in der niemand überlebt.

    Wo die Folge vielleicht in ein etwas unglückliches Klischee verfällt, ist bei Frau Adelaide. Die soll als hysterisch-naives "Frauchen" im Stil viktorianisch-edwardianischer Erziehung wohl einen deutlichen Gegenpol zur starken und unabhängig denkenden Leela darstellen (die hier das Produkt westlicher Erziehung sogar noch über Wissenschaft und Aberglauben belehren darf) aber das Ganze wirkt doch recht überzeichnet. Es läuft eigentlich nur darauf hinaus, daß sie allen anderen als Klischeefrau das Leben schwer macht, und den größten Applaus bekommt, als ihr Leela eine runterhaut. Das wirkt als Rolle von Herrn Dicks etwas zu sehr darauf kalkuliert, beim Zuschauer genau diese Reaktion auszulösen.

    Man könnte nun natürlich über den grünen Plastikbeutel als Rutan lästern. Wobei er durchaus gelungen wirkt, als ihn Leela nur undeutlich vom Leuchtturm aus der Ferne sieht. Da hatte man den guten Eindruck, daß hier etwas wirklich Fremdartiges von dort draußen unterwegs ist. Leider funktioniert das CSO-Geblubber in Nahaufnahme auf der Treppe weniger gut. Das mag gar nicht so sehr an der Optik liegen, sondern eher daran, daß er (einmal enthüllt) etwas zu stark in "menschlich-schurkische" Plattitüden verfällt, anstatt ein wirklich fremdartiges Charakterprofil zu zeigen, oder den Sprüchen des Doktors Paroli zu bieten. Aber sei es drum.

    Was bei Who natürlich immer lobenswert ist, ist der Versuch, außerirdische Lebensformen oft auch als wirklich fremd darzustellen, obwohl das Budget eher nach simplen Lösungen verlangen würde. Im Unterschied zu Star Trek TOS, wo es im Roddenberryschen Kosmosbild meist reichte, wenn der Außerirdische ein paar angeklebte Fühler oder schräge Augenbrauen hatte, war auch der Low-Budget-Who-Kosmos schon immer vielfältiger, oft mit schrägen Resultaten wie Daleks, Sontarans, den Insekten auf dem Web Planet oder Robo-Yetis. Und in dieses Schema fällt auch der Rutan.

    Wo die ganze Sache nicht 100% funktioniert, ist leider auch zum Schluß hin. Damit meine ich weniger die optisch etwas enttäuschende Konfrontation mit dem Rutan auf den Treppen, sondern die ganze Sache mit dem Raumschiff. Das wirkt ein wenig so, als wäre einfach noch zuviel Zeit übrig gewesen - es musste noch irgendetwas passieren, bis der Abspann läuft. Das Raumschiff selbst ist als flackernder Lichtkreis budgetmäßig doch eher ein Kontrast zu den detailreichen Setbauten und dem bisherigen Stil der Folgen und erfüllt eigentlich keinen Zweck in der Story (außer natürlich der Möglichkeit, für Louise Jameson nach der Explosion endlich ohne Kontaktlinsen aufzutreten).

    Man hätte die Idee mit den Diamanten und dem (zugegeben etwas weit hergeholten) Laserbasteln doch trotzdem in der Story belassen können, und den Doktor den Laser einfach gegen den Rutan auf der Treppe einsetzen lassen. Und als Erklärung für das Nichtauftauchen des Raumschiffes hätte man z.B. anführen können, daß das Notsignal des Rutan durch seinen eigenen Nebel zurückreflektiert wurde und er deshalb kein Schiff rufen konnte. Das hätte dann auch zu einem Doktor-Fazit führen können in der Art "He caught himself in his own fog. His cunning was also his undoing..."

    Aber genug gelästert. Die Folge ist ein schönes Beispiel dafür, daß Terrance Dicks trotz mancher Schwächen in Dramaturgie und Komplexität seiner Stories immer für eine positive Überraschung gut war. Da könnten IMO diverse Dicks-Spotter wie z.B. Bidmead durchaus noch etwas im Bezug auf Spannungsgestaltung lernen. Inspiriert wurde die ganze Sache vom Flannan-Isle-Mysterium, das dazugehörige Gedicht wird vom Doktor ja auch am Ende kurz anzitiert. Nähere Informationen dazu siehe hier:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Flannan_Isles#Mystery_of_1900

    http://www.poetry-archive.com/g/flannan_isle.html

    Chris

    P.S. Eigentlich hätte Adelaide die Folge überleben und den Doktor als Companion begleiten können. Wäre doch bestimmt lustig geworden ;).

  • Tolle Folge. Als zynische Autoritätsperson gefällt mir der 4te Doctor wesentlich besser als als Sprüche klopfender Kasper.

    Richtig begeistert bin ich mittlerweile von Leela. Eine Frau der Tat. Schön wie sie hier Backpfeifen verteilt und wie ihr Adelaide auf den Keks ging. Herrlich! Schade, dass sie in nur relativ wenigen Folgen mitspielt. Nach Sarah Jane hatte ich die Companions ja schon fast aufgegeben.

    Sehr gelacht habe ich bei dem Satz: "Look, I´m a buisiness-man. How could there be anything wrong?" :lach:

  • Eine wirklich großartige Episode. Klar der typische Horrorplot (eine kleine Gruppe von Leuten ist in einem abgelegenen Gebäude gefangen und ein Monster treibt sich drausen herum), aber es kommt auf die Umsetzung an und die ist gut gelungen. Da hätten wir zum einen die Zeit, die sich perfekt für so eine Erzählung eignet, die glaubwürdigen Nebencharaktere. Ganz besonders toll fand ich, dass die Schiffsbrüchigen noch einen richtigen Background bekommen haben, natürlich kein komplett ausgearbeiteter, aber man hätte auch darauf verzichten können. Dann kam davon natürlich noch der Gag mit dem "I'm a buissnes-man, what should be wrong?", wobei der Doctor noch bessere Szenen hatte. Dazu gehört auch die Szene, wo er alleine mit Leela unten ist und sie erst denkt, dass sie keine Chance hätten, weil sie noch glaubt der Täter sei ein Time Lord, er sie dann berichtigt und sie meint, dass er als Time Lord doch jeden besiegen könnte. Wie Tom Baker da spielt, einfach nur göttlich. Noch besser, eigentlich die beste Szene der Folge war, als der Doctor in den Mannschaftsraum kommt und den anderen grinsend mitteilt, dass sie angegriffen werden und höchstwahrscheinlich alle sterben. Leela hat mir ebenfalls gefallen, sie wirkt zwar wirklich primitv, was man auf ihre Herkunft schieben kann, aber nicht dumm. So versteht sich manche Ding doch recht schnell, ich denke ihr Spruch "I also once believed in magic, till the Doctor taught me to believe in science" sagt darüber alles aus. Und dann noch einmal eine Frage: Ich habe von einem bestimmten User jetzt schon öfter gelesen, dass der vierte Doctor immer so scheiße behandelt, und in keiner Episode konnte ich das bisher wirklich ausmachen, könnte mir diese Person mal bitte eine Folge nennen, die diese Behauptung untermauert?

    Fazit: Eine fantastische Episode, allerdings keine herausragende wie "City of Death", "The Time Meddler" oder "Blink", daher vergebe ich "nur" 9,25/10 Punkte.

    1. 4thdoc 2. 11thdoc 3. 12thdoc 4. 1stdoc 5. 2nddoc 6. 8thdoc 7. 9thdoc 8. 6thdoc 9. 3rddoc 10. 7thdoc 11. 14thdoc 12. 5thdoc 13. 15thdoc 14.Wardoc 15. 10thdoc 16. 13thdoc

  • Nun, wie der Titel des Beitrags schon verrät, ging mir das Teil schon gegen Ende der 1. Folge auf die Nerven. Klar, wenn im Leuchturm das Licht ausgeht braucht man es, aber mich störte es; darum war ich auch froh, als der Rutan es endlich lahm gelegt hatte.

    Aber um ehrlich zu sein, war das Nebelhorn das einzige was mich an der Folge wirklich störte. Der Rest vermittelte ein tolles Doctor Who-Feeling, auch wenn ich die völlige Begeisterung aus manchen Vor-Posts nicht ganz teilen kann. Es war eben eine Geschichte der Gothic-Era, und die sind meistens gut gelungen. Allen voran die Subplots der einzelnen Figuren tragen da entscheidend zu bei.
    Besonders toll fand ich mal wieder Leela und den Doctor. Allein wie Leela mit Lady Scream Queen umgeht... ist das nich' herrlich?

    Das meiste wurde ja bereits geschrieben, daher mach ich's mal kurz und komme zum Fazit:

    Eine typische, gelungene Gothic-Folge, aber mit tollem Doctor und Leela, die mir auch immer besser gefällt.
    --> 7,5 Pkt. -> 'GUT'

    I have a new destination. My journey's the same as yours, the same as anyone's.
    It's taken me so many years, so many lifetimes but at last I know where I'm going... Where I've always been going:
    Home... The long way 'round

    1stdoc 2nddoc 3rddoc 4thdoc 5thdoc 6thdoc 7thdoc 8thdoc Wardoc 9thdoc 10thdoc 11thdoc 12thdoc

  • Meine Lieblingsfolgen sind jene, die in der Vergangenheit der Erde spielen und vor allem, wenn's es im Viktorianischen oder Edwardianischem (wie bei dieser Folge) ist. Daher war das Setting schon äußerst viel versprechend, und es hat mich nicht enttäuscht. Ich kann mich da einfach meinen VorrednerInnen anschließen: Leela hatte viele glorreiche Szenen, ebenso der Doctor, und ich finde die Folge sehr gut.

  • Ein klares Super von mir. Starke Folge...:
    Der erste Teil hatte richtig Atmosphäre. Ein Leuchtturm und der aufziehende Nebel..:
    Da habe ich noch auf ein Pre-Make meines Lieblingsfilmes "The Fog (1981)" von "John Carpenter" gehofft.
    Soweit kam es dann zwar doch nicht. Aber gut möglich das er JC inspiriert hat.

    Leela gefällt mir mitlerweile richtig gut. Sie verteilt Ohrfeigen. Verdreht die Augen.
    Hat keine Angst vor dem Sterben und ist so eine richtige Kampfamazone. Die immer wieder auch zum schmunzeln einlädt.
    Wenn sie mal wieder mit den Gepflogenheiten der Erde nicht klar kommt. :)

    Der Doktor wieder mal sehr autoritär und einfallsreich.
    Ob das mit dem Laser funktioniert sei mal dahin gestellt.
    Der grüne Schwabel wirkte zwar etwas albern, da hätte man mehr draus machen können.
    Aber irgendwas ist ja immer....
    Auch unvorhersehbar, das alle Gastdarsteller sterben.

    Für mich bisher eine der besten Folgen.

  • Das war eindeutig ein "Super".

    Doctor und Leela in Hochform. Und gerade als ich dachte, es würde ein 4-Personen-Stück kracht das Boot (Schiff?) auf den Felsen. Schade um Vince und Lady Dingens, die so wunderbar in Ohnmacht fiel. Insgesamt gute Nebenfiguren, bis auf den Broker, der war mir etwas zu klischeehaft. Leider allesamt Einwegcharaktere.

    Es sollte mehr Companions wie Leela geben!

    Durch eine undurchschaubare Auslieferungspraxis kam Horror of FR viel später an als Invisible Enemy, obwohl zusammen bestellt, trotzdem fand ich Leela in Invisible Enemy nicht soo out of character wie manche hier sagen.

    Things that try to look like things often do look more like things than things.


  • Rewatch

    „Horror of Fang Rock“ sah ich zum ersten Mal vor einigen Jahren auf DVD und hatte ihn in guter Erinnerung. Nachdem ich mir nun die „Collection“ gegönnt habe, bot sich ein Rewatch und eine Bewertung in diesem Forum an.

    Bei der Bewertung war ich nicht ganz konsequent. Auf einer 10er Skala hätte ich eine "9" gegeben, das entspräche - mathematisch korrekt umgerechnet - hier einem „Super“. Aber „Super“ steht für mich für absolute Lieblingsfolgen und dazu hat es nicht gereicht. Stattdessen langt es für mich „nur“ zu einem „Gut“ (mit starker Tendenz nach oben). Im Mittelteil (wie so oft bei „Classic Who“) hat die Folge ein paar Längen und das Drehbuch weist einige Schwächen auf. Leider zerstören vereinzelt auch ein paar miserable und unfreiwillig komische Special Effects Spannung und Atmosphäre.

    Wesentlich länger als ich mich für Doctor Who interessiere, bin ich Fan des Gothic Horror Genres und da verbindet „Fang Rock“ zwei Leidenschaften. Die Atmosphäre auf dem Fels im Meer mit dem einsamen Leuchtturm gehört für mich zum Besten was „Classic Who“ diesbezüglich geschaffen hat. Der Plot erinnert etwas an die berühmte Kurzgeschichte „Who goes there“ von John W. Campbell. In Deutschland bekannter als „The Thing“. Dort dezimiert ein gestaltwandelndes Alien die Crew einer einsamen Forschungsstation in der Antarktis.

    Hier stranden der Doctor und Leela an einem felsigen Eiland, in dessen Nähe zuvor das Raumschiff eines Rutaners, einem quallenartigen Alien, in das Meer gestürzt ist. Kurz darauf kracht eine Yacht samt Passagieren aus der „feinen Gesellschaft“ an den Felsen und der kleine Aufenthaltsraum des Leuchtturms füllt sich.

    Leider ist es offensichtlich, dass dies nur geschah, um die Handlung zu strecken und der Qualle ein paar weitere Opfer zuzuführen. Die Darsteller der Yacht - Besatzung machen ihre Sache gut, die Figuren sind nicht komplett uninteressant, tragen aber, bis auf ein paar Diamanten, nichts Wesentliches zur Handlung bei. Trotz einiger guter Momente (siehe die oft zitierte Ohrfeige) zieht sich die Handlung beim wiederholten Sehen doch ein wenig in die Länge.

    Wann und warum der Rutaner jemand angreift und tötet ist meistens willkürlich. Leela, die allein zwischen den Felsen nach Hinweisen sucht, wird verschont, obwohl das grünliche Leuchten die Nähe des „Monsters“ anzeigt. Dafür kriecht es aufwendig - warum auch immer - an der Außenseite des Leuchtturms rauf, um Lord Palmerdale zu töten.

    Peinlich wird es, wenn sich der Rutaner der Gestalt des Leuchtturmwärters Reuben samt seiner zum Treppensteigen gut geeigneten Beinen entledigt, um zur billigen Plastikqualle werden, die sich mühsam die Stufen des Leuchtturms hinauf quält. Der folgende Dialog mit dem Doctor ist herrlich, des Design des Rutaners leider nicht.

    Auf das Abschießen eines Rutaner Raumschiffs zur Rettung der Welt mittels des mit einem Diamanten zur Superwaffe umgebauten Leuchtturmlichts hätte ich komplett verzichten können.

    Auch ist es mir nicht klar, warum der Doctor und Co. nicht zur Tardis fliehen. Vielleicht ist mir die Begründung infolge meiner miserablen Englischkenntnisse entgangen. Sie konnten wohl die Tardis im Nebel nicht mehr wiederfinden, obwohl die Insel nur ein Fels und die Tardis geschätzte 100m entfernt war.

    Aber gut, das Ignorieren dieser naheliegenden Lösung und die mehr oder weniger gelungenen Erklärungen dafür sind Teil des Doctor Who Universums.

    „Horror of Fang Rock“ wurde unter großem Zeitdruck als „Lückenfüller“ geschrieben und produziert. Doch trotz einiger Schwächen gilt „Horror of Fang Rock“ bei vielen Fans als beste Folge der 15. Staffel. Dieser Meinung kann ich mich bedenkenlos anschließen. Der Doctor, Leela, die Dialoge, das stimmungsvolle Setting des einsamen Leuchtturms im Nebel und das diabolische Grinsen von Reuben dem Rutaner machen „Fang Rock“ zu einem Highlight dieser Ära.

    Zum Abschluss noch ein Filmtipp zum Thema: „Der Leuchtturm“ von Robert Eggers – Ein atmosphärisch immens dichter Film über zwei Leuchtturmwärter auf einem Felsen in Neuengland Ende des 19. Jahrhunderts. Aber Vorsicht: Der Schwarzweiss - Film von 2019 ist definitiv nur für Menschen geeignet, die sich auch für Filme abseits des Mainstreams begeistern können.

  • „Horror of Fang Rock“ wurde unter großem Zeitdruck als „Lückenfüller“ geschrieben und produziert. Doch trotz einiger Schwächen gilt „Horror of Fang Rock“ bei vielen Fans als beste Folge der 15. Staffel. Dieser Meinung kann ich mich bedenkenlos anschließen. Der Doctor, Leela, die Dialoge, das stimmungsvolle Setting des einsamen Leuchtturms im Nebel und das diabolische Grinsen von Reuben dem Rutaner machen „Fang Rock“ zu einem Highlight dieser Ära.

    Das zeigt, wie schwach Staffel 15 ist. Horror of Fang Rock ist noch ein kurzes Nachglühen der Hinchcliffe-Ära (so wie später State of Decay in Staffel 18), und die William-Ära wird großenteils banal (auch wenn es Dank Douglas Adams Highlights wie City of Death und Shada gibt). Die einzigen vernünftigen Folgen, die noch in dieser Staffel vorkommen, sind Image of the Fendahl und The Sun Makers.


    1. 9thdoc 2. 2nddoc 3. 1stdoc 4. 7thdoc 5. 4thdoc 6. 12thdoc 7. 11thdoc 8. 8thdoc 9. 6thdoc 10. 10thdoc 11. 3rddoc 12. 5thdoc

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