Classic Who in Deutschland - auf DVD (Polyband)

  • Mal ein ganz anderer Punkt zum Thema deutsche Übersetzungen: Ich durfte heute Zeuge werden, wie weit die KI schon ist, was Sprachmuster angeht. Es reicht ein vierminütiges Sample, damit eine KI in 10 Minuten einen Avatar erzeugt, der auch mit der Stimme der entsprechenden Person spricht. In jeder erdenklichen Sprache. Es wird also in Zukunft möglich sein, dass z. B. der Doktor mit Jon Pertwees Stimme auf Deutsch spricht. So faszinierend das Ganze ist, so erschreckend ist es auch: Man kann Leuten Worte in den Mund legen, die sie nie gesagt haben. Und auch wenn ich die Arbeit der deutschen Synchronsprecher sehr schätze, wäre es sicher ein nettes Gimmick, wenn es zusätzlich zur normalen deutschen Tonspur ein KI-erzeugte gäbe, in der die Stimmen der Originalschauspieler imitiert werden. Das wäre vor allem für die Leute interessant, die sich partout nicht an Pertwee mit Schwarzmaiers Stimme gewöhnen können.

  • Als Beispiel hier mal eine Szene aus The Time Meddler, die zu 100% von KI synchronisiert wurde. Spracherkennung, Übersetzung, Sprachgenerierung und Tonabmischung. Die Technologie ist zwar den professionellen deutschen Synchronsprechern weit unterlegen, es würde mich allerdings nicht wundern, wenn in naher Zukunft Produktionen, bei denen sich eine teure Synchronisation nicht lohnen würde, auf diese Art und Weise lokalisiert werden. Wenn nicht in Deutschland, dann sicherlich in Ländern wie Polen oder Russland, wo "Synchronisationen" bisher aus 1-2 Sprechern bestehen, die über den Originalton drüber reden.

    Zeitmeddler.mp4

  • Ich würde eher KI in der Synchronisation nur verwenden, um alte Tonspuren zu rekonstruieren, die man nicht mehr verstehen kann.


    Aber wenn man sich nur noch auf KI beschränkt, werden Synchronisationen seelenlos sein. Und genau wegen sowas haben die Autoren und Schauspieler in den USA gestreikt.

  • KI würde den Untergang der Synchronsprecher bedeuten.

    Nein. KI wird irgendwann den Untergang SCHLECHTER Synchronsprecher und SCHLECHTER Dialogautoren bedeuten.

    Heute - und da sage ich direkt LEIDER - weder noch.

    Die heutige KI ist noch nicht wirklich in der Lage Stimmungen und daraus resultierend Betonungen glaubhaft wiederzugeben. Und das sehe ich auch in den nächsten Jahren nicht. So wenig, wie eine maschinelle Übersetzung Texte wirklich vollständig überträgt, ohne völlig Absurdes zu liefern.

    Hier erwarte ich greifbare Ergebnisse eher so in 5-10 Jahren, weil das auch leistungsfähigere Systeme erfordert.

    Was dagegen heute schon möglich sein sollte, ist die Ablösung grottenschlechter Synchronbücherschreiber und schlechter Sprecher.

    Als Beispiel für ersteres meine üblichen Favoriten: "Danke, dass du mitkommst, Paul" aus Dune 1984 und "Wenn der uns rammt, dann verbirgt er etwas" aus Kampfstern Galactica 1979. So ein Rotz verdient es, von KI aufs Arbeitsamt geschickt zu werden. Falsches Einsprechen liegt dagegen nicht immer nur an den Sprechern, sondern oft an der lustlosen oder inkompetenten Regie. Aber nicht immer.


    Bei Produktionen, an denen den Produzenten, Regiesseuren und Machern wirklich etwas liegt, wird man dagegen noch lange auf gute Schreiber und gute Sprecher setzen, nicht auf Roboter.


    Natürlich gibt es inzwischen auch ein "Generationenproblem". Die klassischen "Synchrongötter" sind zum großen Teil nicht mehr bei uns. GGH, Danneberg, Weicker, Marquis, alle fort. Viele, wie unser Doktor "Michi" Schwarzmaier haben inzwischen auch ein Alter, wo man damit rechnen muß, dass sie einfach keine Lust mehr auf Studios, Verpflichtungen und Fans haben, sondern einfach ihre Ruhe wollen und Zeit für Dinge, die ihnen selbst wichtig sind.

    Aber ich bin zuversichtlich, dass es eine Nachfolgegeneration geben wird. Bei den Künstlern, genau wie bei deren Fans, gibt es immer einige, die den nötigen Dachschaden haben (was ich hier im positiven Sinne meine), die Dinge voranzubringen, egal was irgendein Depp irgendwo über sie schreibt.

    Nur Manager, Berater und sonstige Parasiten sollte man möglichst aus allem heraushalten. Klappt auch oft nicht gleich, aber das regelt dann der Markt.

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    Einmal editiert, zuletzt von Helmut () aus folgendem Grund: Dibbfähla korrchierd

  • Stellt euch mal vor der Whocast würde nicht nur die Folgenbeschreibung, sondern die ganze Folge mit KI generieren lassen.

    Damit hast du demonstriert was ich oben geschildert habe. Danke für den Arbeitsaufwand. Außer natürlich RNK und Kolja hätten das als Realsatire eingesprochen. Die typisch abgehackten Sätze, völlig falsche Betonung und der total irreale Gesamteindruck. So etwas kannst du als Studio nicht als ernst gemeinte Synchro verkaufen, ausser das Ergebnis ist dir gleichgültig. Noch nicht.

    Für Fanfiction tun sich dagegen ungeahnte Möglichekeiten auf...

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  • Damit hast du demonstriert was ich oben geschildert habe. Danke für den Arbeitsaufwand. Außer natürlich RNK und Kolja hätten das als Realsatire eingesprochen. Die typisch abgehackten Sätze, völlig falsche Betonung und der total irreale Gesamteindruck. So etwas kannst du als Studio nicht als ernst gemeinte Synchro verkaufen, ausser das Ergebnis ist dir gleichgültig. Noch nicht.

    Für Fanfiction tun sich dagegen ungeahnte Möglichekeiten auf...

    Das ist das, was ein Laie derzeit innerhalb von ein paar Minuten zusammenbasteln kann. Wenn die Entwicklung in Sachen KI im derzeitigen Tempo weitergeht, wird man vielleicht in 2-3 Jahren kaum noch den Unterschied zwischen einer KI und einer echten Stimme erkennen können. Das ist gleichzeitig faszinierend und gruselig.

  • Wenn die Entwicklung in Sachen KI im derzeitigen Tempo weitergeht, wird man vielleicht in 2-3 Jahren kaum noch den Unterschied zwischen einer KI und einer echten Stimme erkennen können. Das ist gleichzeitig faszinierend und gruselig.

    Genau mein Reden. Mit dem jetzigen Stand der Technik rechne ich kurzfristig mit gruseligen Dingen wie den erotischen Tagebüchern von Rose und Tenni. Oder schlimmeren Dingen.

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  • Das ist das, was ein Laie derzeit innerhalb von ein paar Minuten zusammenbasteln kann. Wenn die Entwicklung in Sachen KI im derzeitigen Tempo weitergeht, wird man vielleicht in 2-3 Jahren kaum noch den Unterschied zwischen einer KI und einer echten Stimme erkennen können. Das ist gleichzeitig faszinierend und gruselig.

    Leute die AI Covers machen können das bereits.

  • Auf Amazon sind aktuell zahlreiche BluRays im Sale. Die Kriegsspiele-Box ist bsp. von 80 auf 52 runtergesetzt, Genesis der Daleks von 30 auf 20. Denke, es lohnt sich reinzuschauen, falls die Sammlung nicht komplett ist :)

    1. 6thdoc 2. 12thdoc 3. 5thdoc 4. 11thdoc 5. 7thdoc 6. 10thdoc 7. 8thdoc 8. 9thdoc 9. 13thdoc 10. Wardoc
    Rest: Anteilig zu wenig gesehen, um entscheiden zu können.

  • KI würde den Untergang der Synchronsprecher bedeuten.

    Nein. Ich sagte ja zusätzlich, nicht stattdessen.

    Als Beispiel hier mal eine Szene aus The Time Meddler, die zu 100% von KI synchronisiert wurde. Spracherkennung, Übersetzung, Sprachgenerierung und Tonabmischung. Die Technologie ist zwar den professionellen deutschen Synchronsprechern weit unterlegen, es würde mich allerdings nicht wundern, wenn in naher Zukunft Produktionen, bei denen sich eine teure Synchronisation nicht lohnen würde, auf diese Art und Weise lokalisiert werden.

    Das Beispiel ist mittlerweile veraltet. Die KI ist da schon weiter.

    Aber wenn man sich nur noch auf KI beschränkt, werden Synchronisationen seelenlos sein. Und genau wegen sowas haben die Autoren und Schauspieler in den USA gestreikt.

    Auch das bekommt die KI mittlerweile hin. Und gestreikt wird, weil man das langsam realisiert.


    Damit hast du demonstriert was ich oben geschildert habe. Danke für den Arbeitsaufwand. Außer natürlich RNK und Kolja hätten das als Realsatire eingesprochen. Die typisch abgehackten Sätze, völlig falsche Betonung und der total irreale Gesamteindruck. So etwas kannst du als Studio nicht als ernst gemeinte Synchro verkaufen, ausser das Ergebnis ist dir gleichgültig. Noch nicht.

    Es tut mir leid, das noch mal zu wiederholen, aber du beziehst dich auf einen veralteten Stand. KI hat sich seit ChatGPT deutlich weiterentwickelt – in rasantem Tempo. Und wo es noch nicht passt, kann man mit ein paar Handgriffen nachbessern, überhaupt kein Problem. Es ist nur noch eine Sache des Nachbearbeitungsaufwands, nicht der technischen Möglichkeit.

    Das ist das, was ein Laie derzeit innerhalb von ein paar Minuten zusammenbasteln kann. Wenn die Entwicklung in Sachen KI im derzeitigen Tempo weitergeht, wird man vielleicht in 2-3 Jahren kaum noch den Unterschied zwischen einer KI und einer echten Stimme erkennen können. Das ist gleichzeitig faszinierend und gruselig.

    Das, was ein Profi innerhalb von einer Stunde zusammenbastelt, ist deutlich realistischer. Und es wird nicht 2–3 Jahre dauern, das wird viel früher passieren, dass Politikern Äußerungen in den Mund gelegt werden, die sie niemals getätigt haben. KI wird auf jeden Fall auch eine Rolle im Cyberkrieg spielen. Leider lässt sich jede Technologie positiv und negativ einsetzen.

  • Ich wage eine düstere Zukunftsprognose.

    Synchronisation wird sterben.

    In Zukunft wird es die Branche nicht mehr geben. Da wird auf einen Knopf gedrückt und die Schauspieler sprechen mit ihrer Originalstimme auf Deutsch. Das ist jetzt noch hakelig, ja, aber die Technologie hat in den letzten Jahren solche Sprünge gemacht, das wird in paar Jahren nicht mehr von richtigen Menschen unterscheidbar sein. Und günstiger für Produktionsstudios - und darauf kommt es an.

  • ...und vor allem viel schneller, gerade für Streamingdienste, die ja zeitgleich international veröffentlichen möchten. Und wenn wir noch ein paar Jahre weiter in die Zukunft gehen, wird diese Technologie dann wohl irgendwann gleich mit im Fernseher stecken. Dann wird das Ausgangsmaterial nur noch Originalsprache sein und der Rest entscheidet der Zuschauer.

  • Wenn man noch ein paar Schritte weiter denkt, braucht man irgendwann auch keine Schauspieler mehr, weil auch die Figuren generiert werden.

    Keine Studios, der Hintergrund wird generiert.

    Keine Regie, das macht der Praktikant am Computer.

    Autoren braucht man auch nicht mehr, die KI kann jetzt schon Geschichten schreiben.


    Ob Chibnall womöglich einfach ein paar Parameter auf seinem Handy falsch eingestellt hat und die ganze Trösenära stammt aus einer bescheuerten App?

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  • Wenn man noch ein paar Schritte weiter denkt, braucht man irgendwann auch keine Schauspieler mehr, weil auch die Figuren generiert werden.

    Keine Studios, der Hintergrund wird generiert.

    Keine Regie, das macht der Praktikant am Computer.

    Autoren braucht man auch nicht mehr, die KI kann jetzt schon Geschichten schreiben.

    Genau deswegen sind die Streiks in den USA passiert.

  • Genau deswegen sind die Streiks in den USA passiert.

    Was ein Schuss ins eigene Knie ist. KIs streiken nämlich nicht. Die GDL kann froh sein, dass die Deutsche Bahn nicht auf die Idee kommt, autonom fahrende Züge einzusetzen. Denn dann würde der jetzige Streik diese Entwicklung noch beschleunigen.

  • Was ein Schuss ins eigene Knie ist. KIs streiken nämlich nicht.

    Das war exakt auch mein erster Gedanke. Dazu kommt, dass viele der Streikenden nicht gerade unterbezahlt sind. Wäre spaßig, wenn mal die Fußballer streiken würden. Als Normalverdiener kommt man sich doch vera****t vor.

    Auf jeden Fall wird es die Studiobosse im Gedanken bestärken, sich von solchen Unsicherheiten unabhängig zu machen und in Zukunftstechnologien zu investieren. Dass einzige, was Manager nie abbauen werden sind sie selbst, obwohl sie keinerlei Wertschöpfung leisten.

    Die GDL kann froh sein, dass die Deutsche Bahn nicht auf die Idee kommt, autonom fahrende Züge einzusetzen.

    Da ist dieser geltungssüchtige Möchtegern-Topmanager leider auf der sicheren Seite. Nicht nur, dass ein autonomer Fahrbetrieb riesige Investitionen in die Infrastruktur erfordern würde, es gibt auch Vorschriften, die einen solchen Betrieb nur auf wirklich abgeschotteten Gleisen, i.d.R. unterirdisch, erlauben. Deswegen gibt es bei uns in Nürnberg neben der Geisterbahn U2/3 sicher noch lange die konventionelle U1.

    Also werden wir wohl noch lange die Allüren und die arrogante Selbstdarstellung des Herrn CW ertragen müssen, solange ihn nicht seine eigenen Leute auf den Mond schiessen. Leider.

    Wieder einmal leistet die GDL einen großartigen Beitrag zur Verkehrswende weg vom nicht funktionierenden öffentlichen Schienenverkehr hin zum eigenen Auto. Als ob eine unfähige DBAG nicht schon genug wäre.

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  • Was ein Schuss ins eigene Knie ist. KIs streiken nämlich nicht.

    Aha, also sollten Gewerkschaften nicht mehr streiken? Was ist das bitte für eine Logik? Die WGA war bereits damit konfrontiert, dass ihre Jobs in großen Teilen der KI geopfert werden sollten und dasselbe gilt für Background-Schauspieler. Hätten WGA und SAG-AFTRA das alles also einfach hinnehmen sollen?

    Die GDL kann froh sein, dass die Deutsche Bahn nicht auf die Idee kommt, autonom fahrende Züge einzusetzen. Denn dann würde der jetzige Streik diese Entwicklung noch beschleunigen.

    Dafür ist das deutsche Schienennetz zu groß, weitläufig und auch alt.

    Dazu kommt, dass viele der Streikenden nicht gerade unterbezahlt sind.

    Das korrekte Wort wäre einige. Es kann nicht sein, dass jemand am Anfang des Jahres noch als Head Writer bei Netflix beschäftigt ist und dann so wenig Geld daraus ziehen kann, dass sie am Ende des Jahres nicht als Pizzalieferant arbeiten müssen. Und ja, solche Stories gibt es. Die wenigstens Autoren und Schauspieler sind reich. Nur weil man Leute auf dem Fernsehbildschirm sieht, heißt das nicht, dass sie viel Geld haben. Gerade dadurch, dass Serien immer kürzer werden, führt dazu, dass besonders Fernsehschauspieler weniger Gehalt bekommen, weil dieses eben normalerweise per Episode bezahlt wird. Und das Abbauen das Writers Rooms durch viele Studios hat ähnliches für die Autoren bedeutet.


    Außerdem wäre es auch egal, wenn eine größere Menge gut oder gar überbezahlt ist. Das, was da zu sehen war, nennt sich Solidarität. Das Prinzip auf dem Gewerkschaften basieren.

    Wäre spaßig, wenn mal die Fußballer streiken würden

    Der Vergleich hinkt. Nicht nur, weil es selbst unter Profifußballern einen gewaltigen Unterschied im Einkommen gibt - schau dir mal an, was die Spieler des FC Bayern im Vergleich zu denen vom SC Paderborn bekommen - sondern weil in Hollywood die Gewerkschaften alle abdeckt und nicht nur die Megastars. Das wäre also so, als ob alle Spieler aber der Bezirks- oder Verbandsliga in derselben Gewerkschaft organisiert wären und zusammen streiken würden. Klar, da würden dann auch die überbezahlten Kader der Spitzenclubs mitmachen, aber die mit Abstand absolute Mehrheit der Spieler wäre in einer ganz anderen Einkommensklasse bzw. würden nicht einmal ihren Lebensunterhalt mit Fußball (alleine) bestreiten.

    Also werden wir wohl noch lange die Allüren und die arrogante Selbstdarstellung des Herrn CW ertragen müssen, solange ihn nicht seine eigenen Leute auf den Mond schiessen.

    Seine eigenen Leute stehen hinter ihm. Und ich als Pendler habe kein Problem damit, dass gestreikt wird. Nur weil die EVG sich mit einem Schlichtungsvertrag hat abspeißen lassen, was auch mal wieder an den Mitgliedern lag, die eben lieber das angenommen haben als zu streiken, heißt das nicht, dass die GDL sich mit solchen Angeboten zufrieden geben muss.

    Wieder einmal leistet die GDL einen großartigen Beitrag zur Verkehrswende weg vom nicht funktionierenden öffentlichen Schienenverkehr hin zum eigenen Auto.

    Klar, liegt nicht daran, dass die DB und andere Schienenunternehmen nicht ständig technische Probleme haben und dazu auch noch kein Interesse haben, kleinere Ortschaften anzufahren, wo die Menschen dann definitiv darauf angewiesen sind, mit dem Auto zu fahren. Die Menschen steigen aufs Auto um, weil an einem Tag gestreikt wird. Natürlich.

    Als ob eine unfähige DBAG nicht schon genug wäre.

    Nur macht die Deutsche Bahn AG genau das, was sie tun soll. Die Dividende für ihre Aktionäre erhöhen - und sie hat nur einen Aktionär, den deutschen Staat. Nur blöd, dass man ja anscheinend ein funktionierendes Nah- und Fernverkehrsunternehmen, dass verlässlich und erschwinglich ist, nicht privatwirtschaftlich und demnach gewinnbringend führen kann. Damit so ein System funktioniert, braucht es einen doppelten Boden, der sich dann auszahlt, wenn es größere Probleme gibt, aber eben nicht im Normalbetrieb, also oftmals, wenn nicht gar meistens, nur Geld kosten anstatt bringt. Kein Privatunternehmen würde darin das nötige Geld investieren.