10x04 - Klopf Klopf (Knock Knock)

  • Kühlung? Wie?
    Was hast du geraucht?
    Ausbrennen bezeichnet eine Überstrahlung mit Licht und hat seinen Ursprung beim Film. Wird auch "absaufen" genannt. Durch das Überstrahlen wird eine helle Fläche neben einer Gegenkontrastfläche (in diesem Fall TARDIS) für die Kamera so hell, dass die Umrisse "ausbrennen" oder "absaufen".


    Und ich nehme dir nicht gerne die Vorstellung, aber das was du auf dem Bild "Airbag" nennst ist nichts anderes als eine Ballonlampe zum ausleuchten bei Nacht!


    Bitte daran denken: Doctor Who ist eine Serie, die fürs Fernsehen gedreht wird. Nicht alles was Zaungäste mit Handys aufnehmen ist Teil der Welt des Doctors!

  • hu, nach fast ner Woche endlich Zeit zum schauen gehabt. Allerdings nicht sehr begeistert von der Folge. Sowohl was das atmosphärische als auch diverse hier auch schon diskutierte Logiklöcher (z.B. das rematerialisieren und ins Leben zurück von Bills Mitbewohnern) angeht. Den Doctor und Bill fand ich soweit ganz passabel mit einigen guten Momenten.


    Klar, sind 45 Minuten nicht viel - aber auch in der neueren Zeit gab es ja immer mal wieder Doppelfolgen und wenn nicht ist das ehrlich gesagt für mich keine Entschuldigung um eine Geschichte mit solchen Logiklöchern zu erzählen. Zumindest von meinem Gefühl nach, hat das z.B. bei den Stories vom 10. deutlich öfter geklappt.


    Kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, das der Doctor gemütlich mit dem Simm-Master da isst. Wobei, wer weiß...

  • @The Other,
    mit der Ballonlampe magst Du recht haben, ich habe keine Lust, das nachzurecherchieren, dann gab es eben irgend eine andere Methode, um die Baumwipfel in Bewegung zu versetzten, aber das Grünzeug auf dem dunklen Eisentor dient bestimmt nicht dazu, ein "Überstrahlen" zu verhindern, sondern ist eine gewöhnliche Filmrequisite für Spukhäuser. Und wenn Zaungäste mit ihrem Handy filmen, wie das Produktionsteam mit der Kamera eine Szene filmt, dann ist das "Teil der Welt des Doctors", auch wenn die Szene später nicht verwendet wird. Vielleicht hättest Du einfach mal lesen sollen, was ich geschrieben habe, bevor Du hier Allgemeinplätze verbreitest.


    Radioactive Man

  • Vielleicht hättest Du einfach mal lesen sollen, was ich geschrieben habe, bevor Du hier Allgemeinplätze verbreitest.

    Dito!


    Dann glaub halt daran das man den Efeu angebracht hat, damit ein Pfeiler bei einem Tagdreh "spooky" aussieht!



    Hier die Helium-Ballon-Lampe in Aktion:




  • @The Other,
    ich hab hier auch was für Dich, das Fan-Video von der nicht verwendeten Szene. Ab 1m01s sieht man die Filmklappe, danach klopft Bill an die Tür der Tardis, der Doctor kommt heraus und beide gehen dann zum Haus, während die Kamera des BBC-Filmteams ihnen folgt. Über ihnen schwebt das Mikrofon. Und das wurde ganz ohne Kunstefeu gefilmt. Keine Grünzeug-Requisiten am Haus, am Pfeiler und am Tor. Auch nicht die Grasbüschel auf dem Hof. Weil man eine Situation gefilmt hat, in der man dieses Ambiente für das Haus nicht brauchte. Und, das Fan-Video und etliche Fotos vom Set zeigen, dass da nichts ausbrennt oder überstrahlt. Man verwendet das Grünzeug also definitiv nicht aus lichtttechnischen Gründen, sondern ausschließlich als Stilmittel. Du interpretierst zuviel in den Kunstefeu hinein. Manchmal sind Props einfach nur Props.





    Radioactive Man

  • Habe die Folge auch gesehen . Gebe 6 von 10 Punkten da zu schnelle Auflösung/Ende. Die harmonie zwischen dem Doctor und Bill wird immer besser . Ich vertrete die Meinung hinter der Tüt ist weder Missy noch der Master weil diese doch schon längst entkommen wären und der Doctor in dieser Folge ganz cool reinspaziert ist ohne irgendwelche Anzeichen ; meines Erachtens ist da jemand ganz anderes drin .



    "That Smell? Is that Chinese Food? I Love Chinese Food "

  • So ist das hier,
    ich präsentiere Facts, jemand hat keine Lust auf diese Facts und behauptet stattdessen Other Facts: dass der Kunstefeu nicht etwa ganz trivial an Steinpfeiler, Tor etc. aus simplen dekorationstechnischen Gründen aufgehängt wurde, sondern aus lichttechnischen Gründen, um ein "ausbrennen" des Pfeilers zu verhindern. Nachprüfen, belegen? Hat er für seine absurde Behauptung nicht nötig. Ich beweise, dass seine Other Facts falsch sind. Es interessiert den Betreffenden nicht mehr. Seine Welt ist mit seinen Other Facts ja bereits vollständig ausgefüllt. Ich lerne hinzu, andere eben nicht. Knock on Wood.


    Radioactive Man

  • So ist das hier,
    ich präsentiere Facts, jemand hat keine Lust auf diese Facts und behauptet stattdessen Other Facts: dass der Kunstefeu nicht etwa ganz trivial an Steinpfeiler, Tor etc. aus simplen dekorationstechnischen Gründen aufgehängt wurde, sondern aus lichttechnischen Gründen, um ein "ausbrennen" des Pfeilers zu verhindern. Nachprüfen, belegen? Hat er für seine absurde Behauptung nicht nötig. Ich beweise, dass seine Other Facts falsch sind. Es interessiert den Betreffenden nicht mehr. Seine Welt ist mit seinen Other Facts ja bereits vollständig ausgefüllt. Ich lerne hinzu, andere eben nicht. Knock on Wood.


    Radioactive Man

    Selbstverständlich kann es sein, dass das Efeu als Stilmittel eingesetzt worden ist.


    Aber das du behauptest, hier irgend etwas bewiesen zu haben, und dann darauf pochst, dass The Other's ganz und garnicht absurde Vermutung Belege benötigt, ist schon ein starkes Stück.


    Einen Beleg hast du nämlich ebenso wenig vorzuweisen. Genau so kann dem Filmteam beim Dreh ohne den Efeu aufgefallen sein, dass etwas benötigt wird, um das Bild in die eine oder andere Richtung zu korrigieren.


    Es kann im übrigen auch durchaus sein, dass eine Überstrahlung verhindert werden sollte und gleichzeitig der Efeu aus atmosphärischen Gründen angebracht worden ist. Dann hättet ihr beide einen guten Punkt. Warum man nun kindisch stänkern muss, nur weil man nicht recht bekommt entzieht sich meines Verständnisses.


    Ich behaupte nun spontan einfach folgendes, bewusst ganz ohne Belege und Beweise, einfach nur um anzuregen, dass es die eine Wahrheit vielleicht nicht gibt:


    Vielleicht, aber auch nur vielleicht haben sie auch einfach mehrere Variationen gefilmt und die Regie hat später geschaut, welche Vatiante, aus welchen Gründen auch immer, besser aussieht.
    So etwas soll ja auch vorkommen. ;)


    Wo wir bei der Belichtung waren: Die Episode war zumindest kein Highlight. Man hätte mehr heraus holen können und das gesamte Ende der Hauptstory fühlte sich für mich einfach nur unnötig an.


    Das etwas Grusel in einem beklemmenden Umfeld innerhalb von 45 Minuten besser geht, hat die fünfte Folge ja bewiesen.

  • Sorry, aber die Story war ja mal wieder ganz grober Unfug, ergab im Großen und Ganzen wenig, und in den Details absolut keinen Sinn.
    Erstens: welche lebensverlängernde Wirkung hätte es, einen Menschen in einen Baum zu verwandeln?
    2.Wie stellen die Käfer diese Umwandlung an?
    3.Warum bemerkt die Frau den Unterschied zwischen Vater und Sohn nicht?
    4. Warum sollten die Käfer so dramatisch an die Wände klopfen?
    5. Wie können Sie jemanden erst in Sekundenschnelle auflösen und dann genausoschnell wieder zusammensetzen?
    6. Warum sollte der Sohn so ein weltfremdes Leben führen und nichts um sich herum mitbekommen, nur weil er seine Freaky-Mami "pflegt"...
    7. Warum ist alles weg, nur weil sie kapiert, dass es so nicht weitergehen kann?


    Absolut krampfige Story in meinen Augen und so ein Punkt wo ich mir denke: vielleicht sollten sie es mit der Serie gut sein lassen, wenn ihnen nur noch so ein Schmarrn einfällt...



    Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk

  • 3.Warum bemerkt die Frau den Unterschied zwischen Vater und Sohn nicht?

    Wurde nicht erwähnt, dass Gedächtnisschwund ein Nebeneffekt der Käferheilmethode ist?

    We're thirty thousand light years from galactic central point
    We go round every two hundred million years
    And our galaxy is only one of millions of billions
    In this amazing and expanding universe!

  • Zitat von sickbayussdragon

    Erstens: welche lebensverlängernde Wirkung hätte es, einen Menschen in einen Baum zu verwandeln?

    Ich bin mir sicher die Rani hat dazu ne Doctorarbeit geschrieben.

    If someone asked me to write on the sex life of the Eskimo, I’d say ‘That’s always been a particular interest of mine

    -Terrance Dicks

  • Es fing so schön an. Ich mag häufig kleine Folgen, wo nicht exotische Welten hingeklotzt werden, sondern einfach mal ein altes Haus mit knarrenden Bohlen die Kulisse abgibt. Da kann man sich dann mehr auf schauspielerische Leistungen fokussieren, in diesem Fall die großartige solche von David Suchet, der verzweifelt alles dafür tun will, seiner an Amnesie leidenden Mutter weiszumachen, sie sei seine Tochter, und dafür über Leichen geht. Zugleich kann man Bill als neuem Companion durch die WG-Freunde weitere Facetten geben, um ihren Charakter mit mehr Leben auszustatten. Dazu noch eine völlig neue Art Monster, und das alles ergäbe eine tolle Folge, würde sie nicht leider, leider mit völligem Unsinn enden.



    5. Wie können Sie jemanden erst in Sekundenschnelle auflösen und dann genausoschnell wieder zusammensetzen?

    Das hat mir endgültig alles ruiniert: zu sehen, wie die von den Käfern Gefressenen, schwuppdiwupp, wieder zusammengebastelt werden, damit alle zum Happyend aus dem Haus spazieren können. Umgesetzt mit total künstlich aussehenden Effekten, widerspricht es obendrein jeglicher Erfahrung des Zuschauers, da das einmal verspeiste Mittagessen nie in derselben Form wieder zum Vorschein kommt. Das kauft ihnen keiner ab, und entsprechend auf den Arm genommen fühlt man sich nachher. Zuvor erinnerten manche Dialoge allerdings schon an Teeniehorror-Filme billigster Machart. "Geht es dir gut?" zu fragen nach dem Todesschrei, "wir müssen hier raus" zu sagen, nachdem festgestellt wurde, dass alle Ausgänge verschlossen sind. Dafür brauche ich nicht DW gucken.

  • da das einmal verspeiste Mittagessen nie in derselben Form wieder zum Vorschein kommt

    Nicht mal wenn einem nach dem Verzehr einer großen Portion Kartoffelsalat vom freundlichen Kneipen-Gegenüber ein Bier nach dem anderen, dazu noch ein paar Kurze ausgegeben werden und der Kartoffelsalat meint: "Platz da! Ich will mir den Typen mal angucken!"?

    "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)

  • Typische Horrorepisode, die einem gruseligen Haus in einer stürmischen Nacht spielt, was für eine sehr passende Atmosphäre sorgt. Von dem ersten Moment an, in dem man den Landlord trifft, weiß man, dass etwas mit ihm nicht richtig sein kann. Einfach so eine Gruppe Studenten ansprechen, ob sie ein Haus suchen? Und dann bietet er ihnen noch ein so geräumiges Haus für wenig Geld an, dass zumindest aus der Edwardischen Zeit stammt, wenn nicht gar Victorianisch? Natürlich ist da was faul und man möchte diesen sechs Studenten eigentlich gleich zu rufen, dass sie da gefälligst gleich raus laufen sollten.


    Danach beginnt der typische Plot eines Horrorfilms. Einer der Studenten nach dem anderen wird von dem bösen Monster gefasst, während sich das Haus gegen sie wendet - und auch die Bäume davor. Doctor Who intern hat mich das Ganze ein wenig an The Chimes of Midnight erinnert, extern an großartige Filme wie The Shining und Poltergeist. Und als dann die Dryads aus dem Holz kommen, kam dann noch The Mummy (der Fun-Popcorn-Film mit Brenand Fraser) hinzu. Kurz davor, als der Landlord die Musik ausmacht und Pavel in die Wand gezogen wird, wurde die Folge bereits von einer creepy Folge zu einer echten Gruselfolge für mich und ab da zu einer wirklich tollen Doctor Who Episode. Was auch an Peter Capaldi lag, der hier beweisen konnte, was für ein toller Doctor er eigentlich ist. Besonder seine Konfrontation mit dem Landlord, sein creepy Lächeln war für mich dabei das Highlight.


    Auch die Nebendarsteller, einschließlich Bill, fand ich gut. Keiner von den Studenten war irgendwie überzeichnet, alle wirkten erfrischend normal. Auch das Outing von Bill gegenüber Paul war sehr natürlich und wirkte in keinerweise aufgezwungen. Vielleicht sollte sich Chibnall diese Szene noch einmal angucken, um zu verstehen, wie positive Repräsentation von Minderheiten in Medien funktionieren sollte. Der Landlord selbst war gruselig, hatte aber eine verständliche Motivation, und Eliza wirkte durchaus bemitleidenswert. Und der Twist ihrer eigentlichen Beziehung am Ende war überraschend, aber logisch.


    Am Ende gibt es dann noch die Szene, die bei Marvel die Mid- oder Post-Credit-Szene wäre. Witzig, charmant und mysteriös zu gleich. Es gibt wirklich wenig an dieser Episode auszusetzen.


    FAZIT: 9,5/10 Punkte, es fehlt dann doch das gewisse Etwas für 10/10 und am Ende überleben mal wieder alle, wie so häufig bei Moffat, auch wenn er selbst nicht die Episode geschrieben hat. Wenn die Freunde von Bill am Ende wirklich tot gewesen wären, hätte das vielleicht wirklich den Ausschlag für mich gegeben, die volle Punktzahl zu geben. Eine wirklich großartige Episode und eines der Highlights der Capaldi-Ära.