Der 13. Doctor ist...

  • Für mich fällt der Doctor in beiden Staffeln in die Kategorie "Abgewrackter Rockstar".

    We're thirty thousand light years from galactic central point
    We go round every two hundred million years
    And our galaxy is only one of millions of billions
    In this amazing and expanding universe!

  • Gibt es aber wirklich irgendjemanden, der Capaldi aus Staffel 9 & 10 mehr mag als den aus 8? Sein neuer Charakter ist weitaus austauschbarer und näher am "Standard-Doctor" und fällt für mich dafür schon weit hinter sein erstes Auftreten.

  • Gibt es aber wirklich irgendjemanden, der Capaldi aus Staffel 9 & 10 mehr mag als den aus 8? Sein neuer Charakter ist weitaus austauschbarer und näher am "Standard-Doctor" und fällt für mich dafür schon weit hinter sein erstes Auftreten.

    Ich mag eigentlich beide gleich. Mich regt halt nur auf, dass diese Inkonsistenz an sich besteht, da sie ja klar erkennbar nicht der inneren Logik der Geschichte entspricht.

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  • Eine Charackterentwicklung des Doctors, auch in eine nicht nachvollziehbare richtung hatten wir ja schon. Der 10. ist ja von einem hyperaktiven Enthusiasten zu einem depressiven Wrack degeneriert.

  • Bei Capaldi war es ganz schlimm, ja......
    Der Doctor wurde komplett umgeschrieben und war quasi komplett austauschbar (aber nicht schlecht!).


    Was auch künftig bedeutet, es wird immer wieder zu "everbodys darling" hinauslaufen.

  • Wobei Capaldi, wie ich finde, durch sein schauspielerisches Können den Übergang zwischen seinen beiden Versionen noch recht "smooth" hingedreht bekommen hat.

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  • Gibt es aber wirklich irgendjemanden, der Capaldi aus Staffel 9 & 10 mehr mag als den aus 8? Sein neuer Charakter ist weitaus austauschbarer und näher am "Standard-Doctor" und fällt für mich dafür schon weit hinter sein erstes Auftreten.

    Ich sags ja immer wieder gerne. Ich liebte den hartnell, den er in Staffel 8 spielte, ich hasste den tennant, den er in Staffel 9 mimte und ich mochte den Tom Baker, den er in Staffel 10 darstellte.

  • Gibt es aber wirklich irgendjemanden, der Capaldi aus Staffel 9 & 10 mehr mag als den aus 8?

    Es gibt einen! Warum sollte ich einem mies gelaunten Typen dabei zusehen wie er seine Begleiter und jeden anderen grob und arrogant behandelt? Das kann ich alles selber. Mir hat die Entwicklung von Capaldis Doctor gut gefallen, die in vielem 1stdoc ähnelt. Ich finde auch den späten Hartnell besser als den grumpy Grandfather aus den ersten Folgen.

    Things that try to look like things often do look more like things than things.


  • Gibt es aber wirklich irgendjemanden, der Capaldi aus Staffel 9 & 10 mehr mag als den aus 8? Sein neuer Charakter ist weitaus austauschbarer und näher am "Standard-Doctor" und fällt für mich dafür schon weit hinter sein erstes Auftreten.

    Gibt sogar noch einen. In Staffe10 mag ich ihn soagar am liebsten, was aber auch daran liegt, dass er in den beiden vorigen Staffeln von Nerv-Clara in den Hintergund gerückt wurde

  • Es gibt einen! Warum sollte ich einem mies gelaunten Typen dabei zusehen wie er seine Begleiter und jeden anderen grob und arrogant behandelt? Das kann ich alles selber. Mir hat die Entwicklung von Capaldis Doctor gut gefallen, die in vielem 1stdoc ähnelt. Ich finde auch den späten Hartnell besser als den grumpy Grandfather aus den ersten Folgen.

    Ich sehe da keine Entwicklung. In der einen Staffel war er so, in der anderen war er so. Das war plötzlich und von heute auf morgen. Eine Entwicklung ist für mich ein schleichender Prozess der sich, wie der Name sagt, entwickelt. So wie hartnell mit der Zeit immer sanfter wurde.

  • Ich sehe da keine Entwicklung. In der einen Staffel war er so, in der anderen war er so. Das war plötzlich und von heute auf morgen. Eine Entwicklung ist für mich ein schleichender Prozess der sich, wie der Name sagt, entwickelt. So wie hartnell mit der Zeit immer sanfter wurde.

    Ich gebe dir Recht, dass der Charakterwechsel zu unvermittelt kam.
    Das Ergebnis einer Entwicklung ist er dennoch: Die gesamte achte Staffel über zweifelt der Doctor an sich bzw. an seiner moralischen Autorität, die er in seinen beiden vorherigen Inkarnationen als selbstverständlich angenommen hat. "Am I a good man?", fragt er sich immer wieder. In der letzten Folge realisiert er: "I am not a good man. I am not a bad man. [...] You know what I am? I am an idiot! With a box and a screwdriver. Passing through, helping out. Learning."
    Im Finale fällt ihm also die selbstauferlegte Last der unfehlbaren Heldenfigur von den Schultern.
    Mit dieser Erkenntnis findet seine Identitätskrise (der "wahre" Story Arc der achten Staffel) ihren Abschluss. Daher finde ich es schon konsequent, dass er nun selbstbewusster, befreiter und damit nahbarer wird. Die Radikalität dieses Wechsels fand ich jedoch auch unangebracht.


    Aber egal, wird jetzt ziemlich OT.

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  • Ich sags ja immer wieder gerne. Ich liebte den hartnell, den er in Staffel 8 spielte, ich hasste den tennant, den er in Staffel 9 mimte und ich mochte den Tom Baker, den er in Staffel 10 darstellte.

    Und ich frags ja auch immer wieder gerne. In welchen Punkten unterscheidet sich in deinen Augen der S9-"Tennant" vom S10-"Baker"? Ich habe da wie geagt keinen wirklichen Unterschied mitbekommen.
    Falls du das schon mal in einem älteren Beitag dargelegt hast, kannst du den ja verlinken. Mich interessiert es einfach, wie andere Fans die Hauptfigur der Serie anders rezipieren. Ohne dass ich da irgendwie einen Streit anfangen will - reines Interesse.

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  • Es ist subtil, aber er ist schon deutlich spürbar ruhiger als Doctor Disco.

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Eben like dem 4. Doctor!
    Dass finde ich, hatte Capaldi immer schon so an sich, nur in Staffel 8 ( wo er mir wie gesagt am besten gefällt) war er zu garstig (aber herrlich "alienhaft").
    In Staffel 9 wiederrum zu aufgedreht.


    Quasi auch das gleiche was Andre schon sagte :)

  • Ich war zuletzt etwas länger mit nem nervigen Nonsens krankgeschrieben und hatte deswegen Zeit gehabt ein paar Dinge von meiner Netflix-Liste wegzugucken. Unter anderem die zweite Broadchurch-Staffel. Und als der Vorspann über den Bildschirm schimmerte fiel mir dann auch wieder ein dass das ja die Chibnall-Serie war. Und dass die Whittaker ebenfalls in ihr rumgeisterte. Das war dann glatt ein Grund mal ein wenig genauer hinzusehen.


    Und das habe ich dann auch ernsthaft machen müssen, ansonsten wäre Jodie Whittaker schon wieder meinen Hirnlappen entwichen. Aus Gutmütigkeit könnte man eventuell die Theorie spinnen dass es einfach an der Rolle liegt und sie das Beste aus einer schwachen Rolle gemacht hat. Denn, böse formuliert, gibt sie ja nicht viel mehr als Schreien und Rumheulen her. Andererseits: Schreien und Rumheulen sind normalerweise die perfekte Mischung für Charaktere die immerhin negativ in Erinnerung bleiben, und selbst das schafft sie nicht. Nochmals andererseits: Es ist durchaus ein Talent solche Dinge zu spielen ohne dass sie dem Zuschauer nicht auf den Wecker gehen, denn eine Selbstverständlichkeit ist das nicht. Und schon wieder andererseits: Warum bleibt eben dieser Umstand nicht positiv in meinem Gedächtnis hängen? Und warum fällt es mir wahnsinnig schwer mich an eine konkrete Szene mit ihr zu erinnern obwohl ich jedes Mal ganz genau hingesehen habe sobald sie im Bild war?


    Dann hätten wir da noch Arthur Darvill. An seine Storyline aus der ersten Staffel konnte (und kann) ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern, aber ich hatte sehr gut das Bild von ihm im Kopf wie er mit seinem Priesterkragen durch die Gegend schlurft und ein vom Leben geplagtes Priestergesicht zieht. Das macht er auch immer noch gut, ohne dass er dabei wirklich etwas machen muß. Eigentlich gibt seine Rolle in dieser zweiten Staffel generell nicht viel her. Viele Szenen hat er nicht, und im Grunde wird sein Charakter nur eingesetzt um die Geschichten von anderen Figuren im Trab zu halten statt selbst im Mittelpunkt zu stehen. Trotzdem bleibt er im Gedächtnis hängen, und das mit seiner bloßen Präsenz. Manche Leute haben halt Charisma. Die können sich hinstellen, brauchen nicht viel machen bis auf einen Typ zu verkörpern – und alles läuft wie von selbst.


    Tjajaja. Ich glaube man versteht was ich damit meine.


    Und dann wären da die Drehbücher.


    Joah. War okay. Das war so ne typische Netflix-Serie die man passiv an nem verregneten Wochenende wegguckt. Nicht herrausragend, aber immerhin interessant genug um sie nicht mittendrin abzubrechen. Es dümpelt ein bisschen vor sich hin – und es ist völlig okay für das was es ist. Man könnte also durchaus sagen dass es ein vielversprechender Einstieg eines Serienautors ist der jetzt, wo er Doctor Who übernimmt, die Chance hat richtig durchzustarten und kreative Türen in seinem Hirn öffnet die ihn zu absoluten Höhenflügen bringt. Nur… wir haben ja bereits schon eine handvoll Who-Episoden von ihm. Und die waren leider Gottes alles andere als Höhenflüge. Teilweise sogar enorme Gurken. Selbst „The Power of Three“, eine Folge die als eine der besseren späten Smith-Folgen gilt, ist nicht sonderlich knülle wenn man anfängt sie Szene für Szene zu sezieren.


    Nunja. Jetzt ist die Frage… was soll man mit all diesen Vorzeichen anfangen? Natürlich ist „Abwarten und Tee trinken“ nicht die unvernünftigste Sache die man machen kann. Man soll den Tag ja nicht vor dem Abend tadeln oder so. Vielleicht wird’s ja trotz allem großartig, entgegen allen niedrigen Erwartungen. Das ist zumindest der Gedanke den ich hin und wieder habe. Nur wird er dann, ehe ich mich versehe, mit einem Schlag ins Wackeln gebracht wenn z. B. mit einem Promobild drei Companions auf einem Schlag angekündigt werden und der Main Cast sich nur schwer von dem unbestimmten BBC-Büroflur im Hintergrund abheben kann. Schlimmer noch: Es ist schwer zu sagen wer auf diesem Foto den Hauptcharakter spielen soll. Ohne Vorwissen kann man nur raten. Vielleicht schafft man es ja sogar schon beim dritten Versuch darauf zu kommen dass es die zweite Person von rechts sein soll? Und zum Glück konnte man dieses Photo unter anderem auf Doctorwhonews.net sehen, ansonsten hätte man auch annehmen können die Schauspieler für weniger wichtige Nebencharaktere einer Nachmittagsseifenoper vor sich zu haben.


    Möglicherweise spielt Chibnall so eine Art Schauspieler-Moneyball? Einzeln für sich betrachtet bringen sie nicht viel, aber im Team sind sie unschlagbar?


    Vielleicht schneit es ja heute schon obwohl es erst Ende Oktober ist? Möglich wäre alles!


    …und… damit käme ich jetzt zum zweiten Teil den ich dazu zu sagen hätte. Diese Fragen da oben (und vielleicht noch ein paar mehr) hätten den Fan in mir vor ca 5 Jahren wohl noch den Schlaf geraubt. Aber heute ist mir das alles…. Egal? Gleichgültig sogar? Irgendwie schaffe ich es nicht mir mehr als ein achselzuckendes „Hachja, was soll’s.“ abzuwringen.


    Ich kann noch nicht mal so richtig sagen was daran schuld hat. Ist es die lange Pause zwischen Staffel 9 und 10 gewesen? War das ein „Gap Year“ zuviel gewesen? Lag es an Staffel 10, die mich zumeist nur langweilte und deswegen „too little, too late“ war? Die generelle Apathie die mich überfällt wenn ich nur an Chibnall-Who denke?


    Vielleicht bin ich auch einfach… durch mit allem? Aber… das stimmt ja so auch wieder nicht. Ich checke immer noch hin und wieder das DVD-Regal und werfe eine „Doctor Who“-Scheibe ein. Aber damit bin ich wohl dem Problem auf der Spur, denn es sind ausnahmslos die sogenannten „Classics“. Und die Ausnahme der Regel war als ich vor ein paar Monaten eine frühe Tennant-Episode gesehen hatte, und das auch nur weil ich das für den Whocast machen musste. Und es war ein absoluter Kulturschock, denn die Folge die ich sah war deutlich schlechter als ich sie in Erinnerung hatte.


    Eben dieser Schock hat mich nachhaltig auf eine Frage gestoßen die ich mir unterbewusst schon häufiger gestellt hatte. Und die wäre (Achtung, Kontroverse!): War New Who jemals wirklich gut? Klar, Highlights gab es hier und dort. Wirklich tolle Folgen die mich begeisterten und denen ich hier auf dem Board gute Wertungen gegeben habe. Aber selbst die habe ich in den allermeisten Fällen nur einmal gesehen. Oder zumindest zuletzt in dem Jahr in dem sie ihre Erstausstrahlung hatten.


    Vor ein paar Wochen erst hatte ich mal wieder „Terror of the Autons“ gesehen. Eigentlich keine Lieblingsfolge und kein Lieblingsdoktor, aber sie ist ganz nett und mir war irgendwie danach.


    Hm.


    Es kommt ja immer wieder die Diskussion um die Episodenlänge von New Who auf. Sind 45 Minuten nicht zu kurz? Sind Zweiteiler meist nicht irgendwie lahm? Wäre diese Geschichte nicht ideal für 60 Minuten gewesen? War diese Geschichte nicht zu dünn für ein 60 Minuten-Special?


    Fragen die ich hier häufiger ja auch schon gestellt hatte was so manche Episode angeht. Aber vielleicht sind dies auch die falschen Fragen? Denn egal wie wild man nun an der Episodenlänge herumschraubt, ob man die Geschichte in zwei Folgen aufspaltet – es fühlt sich niemals „richtig“ an. Wahrscheinlich wäre es auch der Fall wenn man zu der Konstellation 4x25 Minuten zurückkehren würde. Denn das Ding ist… man kann ganz einfach nicht die „Magie“ von einst wiederauferstehen lassen. Ganz egal wer an den Drehbüchern sitzt, wer den Doktor spielt oder wer Regie führt. Es war nicht nur der Zeitgeist der die Folgen von „damals“ zu dem machte was sie waren, sondern auch die Produktionsumstände unter denen sie entstanden. Damit meine ich die alten BBC-Hierarchien und –Strukturen, die Arbeitsweisen, die heute legendären „Rehearsals“ bei denen sich die Schauspieler kennenlernen und zusammenschweißen konnten, und so weiter und so weiter. All das macht die Zeit der ersten sieben Doktoren charakteristisch so viel aus und sie ist so tief in ihrer DNS vergraben. Und da nichts davon in dieser Form noch so in der BBC vorhanden ist, ist es unmöglich dieses spezielle Etwas (das ich persönlich so sehr schätze) zu reproduzieren.


    Dieser Punkt ist natürlich geschenkt wenn man die heutige Machart mag oder sie eventuell der alten sogar vorzieht. Und damit wäre ich nämlich bei meinem ganz eigenem persönlichen Problem. Diese neue Machart hat mich, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, niemals hundertprozentig angesprochen. Maue CGI liegt mir nicht so sehr wie kurz vor dem Zusammenbruch stehende Pappmache-Effekte. Diese Hyperaktivität bei der jede dargestellte Emotion auf 250% gedreht wird ist auch nicht so meins. Unter Moffat ist das zwar etwas zurückgeschraubt worden, aber durch die Serie zieht es sich dennoch.


    Dann wären da die Scripts. Hier und dort gab’s zwar tolle Folgen und durchaus mal stärkere Phasen, aber (wie ich es ja hin und wieder mal fallenlasse) auf der Basis von New Who allein wäre ich niemals Fan geworden. Wahrscheinlich wäre ich noch nicht mal auf diesem Board angemeldet. Ganz gewiss hätte ich jedenfalls nicht 2000+ Beiträge geschrieben, geschweige denn 200. Höchstwahrscheinlich wäre es für mich eine dieser „Aufholserien“ gewesen. Eine bei der man die Staffel in einem Rutsch nachholt, Monate nachdem sie ausgestrahlt wurde. Und wenn man das Finale gesehen hat reicht es auch erstmal wieder. Und damit komme ich auch wieder zu der „War New Who jemals wirklich gut?“-Klammer die ich weiter oben geöffnet habe zurück. Und natürlich ist das jetzt subjektiv wie nur irgendmöglich, aber für mich halbgar emotionalstatistisch betrachtet kommen auf jede gute Folge drei mittelprächtige und vier Stinker. Für mich ist das eigentlich nicht eine gute Grundvorraussetzung um DVDs, Bücher und Hörspiele zu sammeln, geschweige denn mich in einem Fandom herumzutreiben. Und um den Schuh auch von der anderen Seite zu betrachten: Ich, als alte Classic-Nulpe, hätte auch heute nicht „New Who“ gebraucht. Es ist zwar schön dass die Mumie auf dem Orientexpress gab, oder Blink, oder das 50 Jahre-Jubiläumsspecial und dies und das… aber ich hätte auch ohne sie leben können. Und um es mal etwas verschachtelter auszudrücken, für alle Freunde der zu dekodierbaren Aussagen: Mir sind die Folgen nicht den ganzen Ärger wert gewesen den die Fandomauswüchse mit sich gezogen haben.


    Ich will hiermit jetzt nicht gerade die Frage „Was mache ich hier eigentlich?“ stellen, aber… mhpf.


    Eigentlich ist mir selbst nicht so ganz klar was ich eigentlich mit diesem radioaktivmannlangen Posting aussagen will? Eigentlich wollte ich mir nur mal kurz zwei Dinge von der Seele schreiben weil ich in diesem ruhigen Bereitschaftsdienst Zeit dafür hatte und eben diese irgendwie rumkriegen muß. :D Aber… tjoah. Der bedingungslose Enthusiasmus für die Jahre ab RTD hat mich ja noch nie heimgesucht. Und wenn, mit massiver Zeitverzögerung, einzwei Groschen fallen warum dies eigentlich der Fall ist, dann ist das recht… ernüchternd auf erleuchtende Weise?


    Hm.


    Wie leuchtet ihr denn alle so?


    Und ist Dänemark eigentlich überhaupt zu retten?

  • Ich glaube tatsächlich, dass du einfach durch bist mit der Serie, dass ist ja auch nicht weiter schlimm.


    Bei mir war es ja etwas anders, ich bin nicht so lange Fan (erst 5 Jahre) und hatte erst alle NewWho Folgen bis Staffel 6 gesehen (mehr gab es noch nicht) und mich dann durch die Classics gehangelt.
    Ich persönlich bin schon ein NewWho Fan, finde aber insbesondere die Schwarz-Weiß Ära und die Tom Baker Ära sehr gut!
    Aber "stinker" und mittelprächtige Folgen gab es auch in den Classics zu Genüge, gerade in den späteren Jahren.
    Ich finde NewWho größtenteils fantastisch, da eine mittelprächtige Folge für mich immer noch besser / interessanter ist als die meisten anderen Serien, einfach weil mich die Prämisse an sich halt anspricht.


    Ich glaube wie eingangs erwähnt einfach, dass du des Doctors müde bist, an der Qualität (gerade in den ersten Moffat Jahren auch) kann es nicht liegen aus meiner Sicht.
    Ich würde auch an deiner Stelle nicht so tief bohren sondern einfach mit Doctor Who aufhören. Wenn es keinen Spaß mehr macht, warum dann noch Zeit investieren?

  • Deine Wahrnehmung ist sicher gerechtfertigt, wenn man wie du zu der Serie gekommen ist, Kaoru. Da mein Weg zu Doctor Who ein völlig anderer ist, kann ich mir gar nicht anmaßen, irgendwie dagegen zu argumentieren.


    Ich denke, dass jeder Fan eine eigene Vorstellung davon hat, was die Essenz von Doctor Who ist, das "spezielle Etwas", wie du es nennst - und diese Vorstellungen können sich komplett zuwiderlaufen. Das ist der langen Laufzeit der Serie geschuldet: Es gibt einfach so unwahrscheinlich viele Möglichkeiten, sie kennenzulernen.


    Persönlich bin ich der Meinung, dass NewWho über 10 Staffeln ein insgesamt hohes Niveau gehalten hat (auch wenn gerade Staffel 10 vielleicht nicht das beste Beispiel dafür ist).
    Das liegt m.E. an der so simplen wie genialen Grundidee, dass jede neue Folge an jedem erdenklichen Ort und in jeder erdenklichen Zeit spielen kann. Aus Budgetgründen wird diese Möglichkeit natürlich nie ganz ausgelotet und ein Gros der Folgen spielt in England.
    Doch bei Doctor Who sind, wie ich finde, selbst die uninspirierten, generischen Folgen origineller als die uninspirierten, generischen Folgen anderer Serien.

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