Der 13. Doctor ist...

  • Zitat von Mario

    Und nur mal so: Was ist bitte daran gleichberechtigt nur ein Geschlecht zum Casting zu zulassen?

    Hab ich ja nicht behauptet: Chris Chibnall wollte eine Frau, und hat deswegen nur Frauen eingeladen.


    Peter Capaldis Alter hat bei seinem Casting sicher auch eine Rolle gespielt, Moffat hatte ja schon nach Tennant einen eher etwas älteren Schauspieler casten wollen, nur kam ihm da Matt Smith dazwischen.
    Moffat hätte aber sicherlich nach Smith auf keinen Fall mehr einen jungen Schauspieler gecastet.
    Ich würde deswegen jetzt aber auch nicht laut: "Altersdiskriminierung" rufen, genauso wenig wie ich es als Sexismus sehen würde, wenn nach lauter Männern in der Rolle mal nur Frauen in das Casting eingeladen werden.


    Hatte nur darlegen wollen, dass die Begrenzung auf ein Geschlecht (oder irgendetwas anseres) der Rolle schon früher nicht geschadet hat, und ich also nicht sehe, warum das jetzt ein Problem darstellen sollte. Hat bis jetzt ja immer ganz gut geklappt.


    Gleichberechtigt ist daran höchstens, dass man anerkennt, dass die spezifischen Charakteristiken des Doctors sowohl von männlichen als auch weiblichen Schauspielern dargestellt werden können, und kein Geschlecht dem anderen diesbezüglich unterlegen ist.
    Dies legt man halt am Besten dar, indem man auch einmal eine weibliche Schauspielerin ihr Glück versuchen lässt.




    Zitat von Mario

    Handlungstechnisch sehe ich persönlich keinen Grund den Doctor eine Frau zu verwandeln. Dafür, dass der Doctor immer wieder von einem anderen Darsteller dargestellt wurde und wir daher das Konzept der Regeneration haben, gibt es hingegen einen sehr guten Grund, ansonsten hätte die Serie das Jahr 1966 nicht überlebt.

    Und ich verstehe immer noch nicht, warum jeder Darsteller unterschiedlich zum Vorgänger sein soll, beim Geschlecht aber plötzlich die Grenze gezogen wird.


    Ich bin der Meinung, dass ein Geschlechtertausch für ein Alien, welches jede Zelle seinen Körpers ändern kann kein großes Ding wäre. Und es wäre für mich fast schon unlogischer, wenn ausgerechnet das Geschlecht fix sein sollte, das Alien aber alles andere ändern könnte.


    Die gesamt Knochenstruktur, Muskeln, Fett, Melaninproduktion, innere Organe und große Teile des Gehirns verändert sich, aber aus einer Vagina einen Penis zu machen ist ein Ding der Unmöglichkeit? (Und natürlich noch all die anderen Veränderungen die mit einem Geschlechtertausch einhergehen)
    Das ist doch eigentlich auch nicht mehr als eine Umordnung/Hinzufügung/Wegnehmung von Muskeln/Fett/Organen/etc. Das macht der Doctor in jeder Regeneration.




    Wenn man mit dieser Sichtweise jedoch nicht übereinstimmt, kann man aber auch auf The_Pipers Argument zurückgreifen:

    Zitat von The_Piper

    Handlungstechnisch sehe ich *KEINEN* Grund, den Doctor nicht mal das Geschlecht wechseln zu lassen

    Innerhalb der Serie spricht nichts dagegen den Doctor das Geschlecht wechseln zu lassen, also haben die Showrunner da wohl Narrenfreiheit.


    Es ist eine nette Geste für die Gleichberechtigung und hat dafür gesorgt, dass unsere geliebte Serie wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt. Beides nicht die schlechtesten Effekte.


    Nicht zuletzt hat Chibnall damit symbolisiert, dass er in der Show wieder mehr Neues wagen möchte. Ich glaube, dass ist fast das Wichtigste: Mal wieder was anderes. Wenn er hält was er verspricht, könnte die 11.Staffel echt gut werden.




    PS:

    Zitat von Mario

    Daher hat meine Meinung bezüglich der Thematik mit diesen Leuten nichts zu tun

    Darum wollte ich das in meinen Threads außen vor lassen, ich kann aber natürlich verstehen, wenn man davon angepisst ist. Denke aber, dass manche Positionen so weit von Logik und ähnlichem entfernt sind, dass sich nicht mehr wirklich lohnt sich darüber aufzuregen.

  • Noch einmal, für alle zum Mitschreiben: Wenn man etwas fordert, muss man als derjenige, der dies fordert, vorweisen, warum dieses etwas eine gute Idee wäre. In diesem Fall heißt das, dass die Leute, die einen weiblichen Doctor gefordert haben, in der Bringschuld sind. Ihr müsst uns, die dagegen oder einfach nicht überzeugt sind, beweisen, dass es eine gute Idee war oder ist. Ein "warum nicht" reicht da nicht. Die TARDIS hat ihr Design und Einrichtung auch schon immer verändert, warum sollte sie also nicht auf einmal wie das Wohnzimmer von Oma Trude aussehen? Und ich erwarte da eigentlich irgendwelche Argumente bezüglich der Serie selbst, nicht dem drumherum. Scheiß auf PR und Politik, sagt uns, was diese Entscheidung handlungstechnisch bringt. Und ja, die Serie lebt von Veränderungen, aber JNT hatte auch viel verändert und das war nicht gerade positiv.

  • Noch einmal, für alle zum Mitschreiben: Wenn man etwas fordert, muss man als derjenige, der dies fordert, vorweisen, warum dieses etwas eine gute Idee wäre. In diesem Fall heißt das, dass die Leute, die einen weiblichen Doctor gefordert haben, in der Bringschuld sind. Ihr müsst uns, die dagegen oder einfach nicht überzeugt sind, beweisen, dass es eine gute Idee war oder ist.


    Die Forderung der schreibenden Anti-Anti-Eingestellten hier war ja nicht die nach einem weiblichen Doctor, sondern ist die, der Neubesetzung erstmal eine Chance zu geben, schauen wie das Ganze umgesetzt wird und im Fall der Fälle erst danach die Meckerkeule zu schwingen. Warum dass eine gute Idee ist, sollte auf der Hand liegen.


    Die TARDIS hat ihr Design und Einrichtung auch schon immer verändert, warum sollte sie also nicht auf einmal wie das Wohnzimmer von Oma Trude aussehen?


    Ja, warum eigentlich nicht?

    Da es immer noch nicht alle herausbekommen haben, hier die korrekte Lösung:
    1. 1stdoc 2. 2nddoc 3. 3rddoc 4. 4thdoc 5. 5thdoc 6. 6thdoc 7. 7thdoc 8. 8thdoc K. Wardoc 9. 9thdoc 10. 10thdoc 11. 11thdoc 12. 12thdoc

  • sondern ist die, der Neubesetzung erstmal eine Chance zu geben, schauen wie das Ganze umgesetzt wird und im Fall der Fälle erst danach die Meckerkeule zu schwingen.

    Lustig, in dem Camp bin ich sogar auch. Ich freue mich gar nicht auf die neue Staffel und dem neuen Doctor. Ich habe sogar die Lust verloren, Staffel 10 zu beenden und stecke da ohne Elan noch drin (dafür ist mein Verlangen mal wieder mehr Classic Who zu gucken, Hörspiele zu hören und Bücher zu lesen in letzter Zeit angestiegen). Aber ich gehöre auch nicht zu denen, die die Serie jetzt als tot ansehen. Ich sehe nur bis heute keinen Mehrwert darin, den Doctor in eine Frau zu verwandeln und halte das Ganze daher für unnötig bis dämlich. Hinzukommen die Gründe, warum die Entscheidung nun wohl gefällt wurde und die Reaktionen darauf sowie auf jedwede Kritik an dem Casting und fertig ist der Grund, warum ich so angefressen auf die Thematik reagiere. Aber ich werde dem weiblichen Doctor eine Chance geben, auf die Möglichkeit hin, dass sie wie Missy akzeptable wird. Dieser fade Beigeschmack wird aber immer bleiben und daher wird zumindest der erste weibliche Doctor nie ein Liebling von mir werden. Und mal abgesehen davon, halte ich Jodie Whittaker immer noch nicht für die beste Wahl.

    Ja, warum eigentlich nicht?

    Die Frage können sich alle selbst beantworten :P

  • Ich freue mich gar nicht auf die neue Staffel und dem neuen Doctor.


    Das Gefühl kenne ich, hatte ich beim Wechsel von 9 zu 10. Erst habe ich ewig gebraucht, um in Eccleston den Doctor zu sehen (obwohl er mein erster war; durch dass was ich im Vorfeld gelesen hatte, hatte ich aber irgendwie ein anderes Erscheinungsbild vor Augen) und kaum hatte ich mich an ihn gewöhnt stand plötzlich so ein Milchbubi vor mir (so wirkte Tennant in Ecclestons Klamotten jedenfalls auf den ersten Blick auf mich). Hat mich dann eine Woche Überwindung gekostet, bis ich es geschafft habe, die zweite Staffel in den DVD-Player zu schieben.


    Ich habe sogar die Lust verloren, Staffel 10 zu beenden und stecke da ohne Elan noch drin


    Liegt das nur am Wechsel? Ich stecke momentan nämlich auch mitten in Staffel 10 und komme durchschnittlich auf lediglich eine Folge am Tag. Bisherige Staffeln wurden immer innerhalb von zwei bis drei Tagen durchgesuchtet, aber momentan verspüre ich dazu gar kein verlangen und zumindest bei mir liegt es nicht am Charakterwechsel sondern an … keine Ahnung.


    Ich sehe nur bis heute keinen Mehrwert darin, den Doctor in eine Frau zu verwandeln und halte das Ganze daher für unnötig bis dämlich. Hinzukommen die Gründe, warum die Entscheidung nun wohl gefällt wurde […] Dieser fade Beigeschmack wird aber immer bleiben und daher wird zumindest der erste weibliche Doctor nie ein Liebling von mir werden.


    So ähnlich dachte ich im Vorfeld auch über das MacGyver-Remake. Aber irgendwie mag ich die Serie jetzt doch unerwarteter Weise gerne und bin vom Vorablästerer zum Fan geworden. Auch Lucas Till macht seine Sache als RDA-“Nachfolger“ meiner Meinung nach ganz gut. Jedem, der mir das vorher gesagt hätte, hätte ich sofort den Vogel gezeigt und für eine psychatrische Behandlung empfohlen. Also niemals nie sagen ;)


    Und mal abgesehen davon, halte ich Jodie Whittaker immer noch nicht für die beste Wahl.


    Dazu will ich mich nicht äußern, bis ich sie nicht in der Rolle gesehen habe. Allerdings hätte meine erste Wahl zugegebenermaßen auch anders ausgesehen.

    Da es immer noch nicht alle herausbekommen haben, hier die korrekte Lösung:
    1. 1stdoc 2. 2nddoc 3. 3rddoc 4. 4thdoc 5. 5thdoc 6. 6thdoc 7. 7thdoc 8. 8thdoc K. Wardoc 9. 9thdoc 10. 10thdoc 11. 11thdoc 12. 12thdoc

  • Liegt das nur am Wechsel?

    Ja. Die Folgen an sich finde ich gar nicht schlecht, aber irgendwie macht es es nur noch realer, irgendwann dann doch die Regeneration zu sehen. Das schiebe ich so lange wie möglich heraus.

  • Kompromiss: Beende Staffel 10, das Weihnachtsspecial lässt du erstmal weg, die 13. Doctor ist nicht der/die schlimmste Doctor in dem Ding.

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Richtig, sehe ich ganz genauso!
    Doch trotz all dieser Diskussionen und so werde ich doch wieder hibbelig und kann es kaum erwarten, die neuen Folgen zu sehen. :06: Ach ja: Wann kommt der Jodie-Whittaker-Smiley?

    Dieser Aktionismus ist ein typisch amerikanisches Phänomen des Gutmenschentums, welches in Form von Service-Clubs wie Rotary oder Lions zu uns rüberschwappt. Reiche Leute spenden ein paar ihrer hinterzogenen Piepen, um dann ein Wohltätigkeitsbankett gegen den Welthunger zu veranstalten, um sich dabei scheinheilig selbst auf die Schulter zu klopfen, was sie doch für tolle Menschen sind. Dabei würden sie der Welt einen wesentlich größeren Gefallen tun, indem sie einfach ihre Steuern zahlen.
    Und ehrlich gesagt: mir ist jemand lieber, der "Neger" sagt, aber jeden Monat 20€ an UNICEF spendet als jemand, der sich über den Gebrauch des Wortes "Neger" echauffiert und nichts spendet. Den größten Respekt aber haben diejenigen, die sich selbst in Form von ehrenamtlicher Tätigkeit engagieren, aber auch diejenigen, die ihr Knowhow und ihre Arbeitskraft zum Wohle der Menschheit günstig zur Verfügung stellen wie dioe Ärzte ohne Grenzen. Die dürfen dann meinetwegen auch "Neger" sagen. Es kommt ja schließlich darauf an, wie man die Leute behandelt und nicht, wie man sie nennt.

  • Btw, ich weiß nicht ob ihr's schon wusstet, aber Chibnall hat unbedingt einen weiblichen Doktor haben wollen und deswegen nur Frauen für die Rolle zum Casting zugelassen.

  • Und ich dachte, Chibnall veranstaltet gar keine Castings, sondern nimmt einfach immer die Schauspieler, mit denen er schon mal zusammengearbeitet hat. Und dann kam die BBC und hat gesagt "Aus reinen PC-Gründen wollen wir eine Frau als nächsten Doctor, aber nicht die Colman, die ist zu teuer !", und dann blieb nur noch die Whittaker übrig.

  • "Aus reinen PC-Gründen wollen wir eine Frau als nächsten Doctor, aber nicht die Colman, die ist zu teuer !", und dann blieb nur noch die Whittaker übrig.

    Ich bin froh das es nicht Jenna Coleman ist, da ich die Frau noch nie mochte. Ich war sehr froh, als sie aus der Serie raus war und ich finde, das die Judie Whittaker eine gute Wahl ist, zumindest ist sie mir sympatisch und ich denke, dass sie die Rolle gut Spielen kann. Das meine ich unabhängig zu der PC-Gründen, da kann sie ja nichts für und wer würde schon ablehnen den Doctor zu spielen nur weil man aus PC-Gründen aus einer bestimmten Gruppe(in dem Fall Frauen) sucht.

  • @Mario


    Noch einmal, für alle zum Mitschreiben: Wenn man etwas fordert, muss man als derjenige, der dies fordert, vorweisen, warum dieses etwas eine gute Idee wäre. In diesem Fall heißt das, dass die Leute, die weiterhin einen männlichen Doctor gefordert haben, in der Bringschuld sind. Ihr müsst uns, die dagegen oder einfach nicht überzeugt sind, beweisen, dass es eine gute Idee war oder ist. Ein "warum nicht" reicht da nicht.


    Ein "war bis jetzt immer so" auch nicht, da ich immer noch nicht verstehe, warum dann all die anderen Veränderungen des Doctors billigend in Kauf genommen werden. Was unterscheidet diesen Wechsel von all den anderen?


    Und ich erwarte da eigentlich irgendwelche Argumente bezüglich der Serie selbst, nicht dem drumherum. Scheiß auf PR und Politik, sagt uns, was diese Entscheidung (den Doctor männlich zu lassen) handlungstechnisch bringt.




    Argumente für einen weiblichen Doctor storytechnisch:


    - muss sich in geschichtlichen Erdenepisoden vielleicht etwas anders verhalten (Abwechslung!)


    - vielleicht entstehen am Anfang einfach ein paar lustige Szenen durch den kürzlichen Geschlechtertausch


    - Der Doctor kann dann vielleicht noch etwas verdeckter operieren (zumindest Rassen gegenüber die nicht allzu viel von Timelord-Biologie verstehen und ihn nur aus früheren Inkarnationen oder aus Geschichten kennen), könnte ein paar interessante Geschichten ergeben


    - endlich etwas mehr und coolere männliche Begleiter (ist natürlich keine Notwendigkeit, es scheint aber doch so, als würde der Doctor eher das andere Geschlecht bevorzugen)


    - den Doctor freut's, weil er endlich mal etwas erlebt, was er noch nicht zur Gänze kennt (mag er ja, man denke z.B. nur an den 12.Doctor in Flatline)




    Zitat von Mario

    Die TARDIS hat ihr Design und Einrichtung auch schon immer verändert, warum sollte sie also nicht auf einmal wie das Wohnzimmer von Oma Trude aussehen?

    Es bestünde die Gefahr, dass das Sci-Fi-Feeling verloren ginge. Allerdings lebt DW auch von bewussten Brüchen in der Erwartungshaltung (Eine Polizeinotrufzelle auf dem Mars zum Beispiel). Wenn man noch genügend Sci-Fi-Zeug beibehalten würde, könnte das eine ziemlich bizarre Mischung ergeben. Ich würde es mögen, falls es richtig umgesetzt wird.

  • All deine Vortele könnten aber auch Nachteile sein:
    -muss sich anders verhalten weil man einer Frau den Hallodio im Dalekschiff nicht abkauft
    -am Anfang schlechte Witze über Geschlechtswechsel/Männer/Frauen
    -der Nimbus des Doctors im Universum geht verloren
    -coolere Männer würden dann dem weiblichen Doctor die Show stehlen (siehe überstarke Clara und der Doctor)
    -sich freuen als Frau unterwegs zu sein würde bedeuten, dass dies das Leitthema der nächsten Staffel/n wird

  • @SecondDoctor


    An so viel habe ich noch nicht gedacht. Freue mich nun noch mehr auf die neuen Folgen.


    Kann mir gut vorstellen, dass der Doctor sich ne Begleiterin holt, weil das ganze eine Frau zu sein neu für ihn ist. Ich würde mich so beömmeln, wenn das mit den Tage haben lustig umgesetzt werden würde, oder das aussuchen von BHs. :D

  • muss sich in geschichtlichen Erdenepisoden vielleicht etwas anders verhalten (Abwechslung!)

    Nur möchte ich das nicht in Doctor Who sehen. Für mich macht es den Doctor aus, dass er fast überall hineinspazieren kann und das Kommando einfach so an sich reißt. Deswegen kann ich auch so wenig mit dem fünften Doctor anfangen. Einen Doctor, der aufgrund seines Geschlechts dafür kämpfen muss, ernst genommen zu werden, ist absolut nichts, was ich sehen will und was die Serie benötigt. Das macht den Doctor einfach nicht aus, es ist eher das genaue Gegenteil. Und wenn sie nun doch dazu in der Lage wäre, einfach das Kommando an sich zu reißen, wird dieser Punkt adabsurdum geführt. Außerdem könnte man fast alle Geschichten, die man so erzählen könnte, auch über den Companion erzählen, und dass der Doctor und sein Companion oder seine Companions in Schwierigkeiten geraten, weil einer der Companions eine Frau ist. Diese Möglichkeit hatten wir bereits öfters und die wenigsten Autoren sind je darauf eingegangen.

    vielleicht entstehen am Anfang einfach ein paar lustige Szenen durch den kürzlichen Geschlechtertausch

    Um es in einem Wort zusammenzufassen: Klischee.

    Der Doctor kann dann vielleicht noch etwas verdeckter operieren (zumindest Rassen gegenüber die nicht allzu viel von Timelord-Biologie verstehen und ihn nur aus früheren Inkarnationen oder aus Geschichten kennen), könnte ein paar interessante Geschichten ergeben

    Bisher haben Leute und Rassen, die den Doctor in einer vorherigen Inkarnation kannten, ihn meistens auch nur dann wiedererkannt, wenn er sich ihnen offenbarte, oder wenn sie sich sehr gut kannten. Und dass der Doctor dies überhaupt tun müsste, ist sowieso eine Fehlgeburt der NewSeries, in der, besonders unter RTD, später aber leider auch unter Moffat, zu einem Demigott hochgebaut wurde. Das war er vorher nie und mir wäre es am liebsten, wenn wir einen Weg dahin zurückfinden, ohne so etwas wie den Geschlechtswechsel abzuziehen. Und selbst nach diesem, ist noch nicht mal garantiert, dass Chibnall den Doctor nicht weiter als den Universums weit bekannten Superhelden darstellt.

    endlich etwas mehr und coolere männliche Begleiter (ist natürlich keine Notwendigkeit, es scheint aber doch so, als würde der Doctor eher das andere Geschlecht bevorzugen)

    Der Doctor muss sich nicht in eine Frau verwandeln, um einen männlichen Companion mitzunehmen. Mal ganz abgesehen davon, dass damit die gesamte Idee, dass es hier um starke weibliche Charaktere geht, adabsurdum geführt wird, da so einfach nur die Positionen vertauscht werden.

    den Doctor freut's, weil er endlich mal etwas erlebt, was er noch nicht zur Gänze kennt (mag er ja, man denke z.B. nur an den 12.Doctor in Flatline)

    Das wäre das Einzige, was ich durchgehen lassen würde. Aber selbst das, ist ein viel zu schwaches Argument dafür, so eine Entscheidung zu treffen.


    Und noch einmal, weil es bestimmte Leute anscheinend nicht verstehen wollen: Wenn man etwas an einem funktionierenden Status Quo verändern will, muss man begründen können, warum diese Veränderungen den Status Quo verbessern würden. Diejenigen, die den funktionierenden Status Quo beibehalten wollen, sind nicht diejenigen, die dafür argumentieren müssen, sie sind schließlich nicht diejenigen, die etwas, was seit Jahrzehnten ohne wirkliche Problem funktioniert hat, abändern wollen. Und wenn dass, was hier angeführt wurde, die vier besten Argumente dafür sind, dann muss man eben die Beweislast auf die andere Seite legen, weil man selbst nichts hat.