Classic Who Staffeln auf Blu-Ray (UK)

  • Abgesehen davon: Hab heute morgen endlich meine Versandbestätigung dieser Box bekommen. Juchei! Hatte schon befürchtet ich würde leer ausgehen.

    Geht mir genauso. Nachdem schon vor Tagen auf Facebook diverse Leute schrieben, dass sie ihre Box bereits erhalten hatten (auch von Amazon) hatte ich auch schon mit einer Stornierung gerechnet... Ein Glück kam dann gestern doch endlich die Versandmitteilung... So eine Verzögerung hatte ich bisher noch nie. Normalerweise kamen alle Boxen kurz nach Releasetag hier an - seit Amazon Logistics das macht sogar die letzten Boxen immer nur einen Tag später...

  • Vielleicht hat Amazon noch Nachlieferungen bekommen. Oder Leute, die zur Sicherheit doppelt bestellt haben, haben storniert. Und dann warst du in dem Pool eventueller Rückläufer. Ich hatte am 14. Januar bestellt und habe direkt die erste Charge bekommen. Weiß eigentlich jemand, wie hoch die Auflage ist?

  • Ich habe auch am 14ten Januar bestellt, gleich nachdem es online ging. War Amazon UK aber recht egal.


    Keine Ahnung was da die Kriterien waren wer da wann ein Exemplar bekommt.

  • Wollte gerade sagen... ich hab auch direkt am ersten Tag vorbestellt... Mach ich immer. Daran sollte es nicht gelegen haben. Ich weiß nicht, wo Kaoru wohnt - vlt wohnen wir beide in nem Bezirk, der weniger Relevanz für Amazon hat.

    Daran muss es liegen - die Reihenfolge der Vorbestellung ist es ja offenbar nicht.

    Aber diese Erfahrung zeigt, dass wir künftig noch besser aufpassen müssen, wann die Sachen vorbestellbar werden. Da ich nicht denke, dass die BBC die Auflage erhöhen wird und sich immer mehr die Dinger unter den Nagel reißen, um sie zu Mondpreisen zu verticken, schaue ich recht sorgenvoll auf die kommenden Veröffentlichungen. Leider weiß ich auch nicht, wo ich ersatzweise bestellen könnte oder zur Sicherheit eine Zweitbestellung aufgeben könnte.

  • Da ich nicht denke, dass die BBC die Auflage erhöhen wird und sich immer mehr die Dinger unter den Nagel reißen, um sie zu Mondpreisen zu verticken, schaue ich recht sorgenvoll auf die kommenden Veröffentlichungen.

    das geht eigentlich immer schief, irgendwann brechen die Preise ins bodenlose weg

  • Ich schaue mir gerade die ganzen "Behind the Sofa"s an und finde es wirklich klasse, wie Philip Hinchcliffe erklärt, wie er auf bestimmte Ideen gekommen ist und die in die Serie eingebracht hat. Und dass einige Sachen damals schon sehr gewagt waren und Talons jede Menge Budget gefressen hat und man nur kurz vor knapp damit fertig wurde. Das war noch ein echter Produzent, könnte er nicht einfach wieder übernehmen und Chibnall zum Teufel jagen?

  • könnte er nicht einfach wieder übernehmen und Chibnall zum Teufel jagen?

    Nachdem er knapp 76 ist, dürfte das etwa so wahrscheinlich sein, wie eine Regeneration der Tröse in Matt Smith.
    Aber Wunschträume sind natürlich erlaubt.

    ObexI1U1I-5cxI-01234501234.gif1.4thdoc 2.11thdoc 3.7thdoc 4.2nddoc 5.5thdoc 6.6thdoc 7.3rddoc 8.1stdoc 9.8thdoc 10.Wardoc 11.12thdoc 12.9thdoc 13.10thdoc 14...keine Ahnung was da noch kam

  • Das war noch ein echter Produzent, könnte er nicht einfach wieder übernehmen und Chibnall zum Teufel jagen?

    Sehr unwahrscheinlich, in Zeiten der Political Correctness ausgerechnet der Talons Typ.
    Die wurden damals ja schon gegrillt, heute würde das Ding neu gedreht einige Karrieren beenden.

  • Er wurde aber nicht wegen die Political Correctness in Talons gegrillt, sondern für Mary Whitehouse' Beschwerden über seine expliziten Gewaltdarstellungen.

    Im Übrigen finde ich Talons nicht so schlimm, passt eben genau in die Stereotypen des späten Victorianischen Zeitalters. Eine Mischung aus Sherlock Holmes, Jack the Ripper und Fu Manchu. Und Phantom der Oper. Und der Hintergrund, dass Weng-Chiang in Wirklichkeit ein Kriegsverbrecher aus der Zukunft ist, der seiner gerechten Strafe mit einer experimentellen Zeitmaschine entkommen ist und dabei Schaden genommen hat, wiegt die Tatsache wieder auf, dass er eine stereotypische Triade für sich arbeiten lässt.

  • Zitat

    Talons jede Menge Budget gefressen hat

    Talons hat nicht nur "jede Menge Budget gefressen", Hinchcliffe hatte die Production Values für Talons nur weil er im Grunde jeder Abteilung gesagt hat "Scheiß aufs Budget, ist meine letzte Folge". Das Ergebnis durfte dann Graham Williams ausbaden, der gleich als erstes mit einer Budgetkürzung von 8% konfrontiert wurde.

    If someone asked me to write on the sex life of the Eskimo, I’d say ‘That’s always been a particular interest of mine

    -Terrance Dicks

  • Das Problem aus heutiger Sicht ist vor allem, dass die Chinesen alle negativ dargestellt werden und zudem alle auch noch von weißen Darstellern gespielt werden.
    Zudem ist die Riesenratte einfach peinlich.

    Alle? Eigentlich nur John Bennett als Li H'sen Chang. Die ganzen anderen Tong-Mitglieder waren zumindest asiatisch-stämmig. Und klar sind die alle böse: gehören ja alle derselben Gang an. Sich darüber zu beschweren ist fast so wie sich darüber zu beschweren, dass in Indiana Jones die Deutschen alle böse sind oder in The Sopranos die Italiener...

    Und dass Chang jetzt nicht von einem Chinesen sondern von einem bekannten europäischen Schauspieler gespielt wird, hat auch eine Tradition: ich erwähnte ja bereits Fu Manchu, auf die das Ganze anspielt, und der wurde in den Verfilmungen von Christopher Lee gespielt. Aber irgendwie muss ich dabei dann eher an James Bond und Man lebt nur zweimal denken.

  • ich erwähnte ja bereits Fu Manchu, auf die das Ganze anspielt, und der wurde in den Verfilmungen von Christopher Lee gespielt. Aber irgendwie muss ich dabei dann eher an James Bond und Man lebt nur zweimal denken.

    Zum einem macht es das nicht besser, dass es Tradition hat bzw. hatte. Black Face hat auch Tradition, sollte tortzdem keiner machen. Und in YOLT ist es wenigstens Teil der Handlung, dass sich der weiße Charakter (Bond) als Japaner ausgeben soll bzw. will. Und es war nicht so, dass es in den späten 70ern keine asiatischen Schauspieler in Großbritannien gab, die die Rolle hätten spielen können. Nur hat die BBC Anfang der 70er Jahre in ihren Casting-Listen aufgrund von politichem Druck herumgestrichen und haufenweise Schauspieler, die zu Minderheiten gehörten, wurden auf einmal nicht mehr gecastet, weil die politische Rechte das nicht sehen wollte. Die Abwesenheit von nicht-weißen Schauspielern in so vielen BBC Produktionen der damaligen Zeit, einschließlich Doctor Who, hatte durchaus rassistische Hintergründe, diese versuchen zu ignorieren, macht es nicht besser, und Hinchliffe dafür in Schutz zu nehmen, gerade in seiner letzten Episode, nicht doch Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen, um einen geeigneten asiatischen Schauspieler für die Rolle zu finden, sollte man ihm auch nicht als Positivum anrechnen.

  • Zudem ist die Riesenratte einfach peinlich.

    RVAG sind niemals peinlich, waren sie in Die Braut des Prinzen auch nicht, auch wenn man da kurz den Reißverschluss am Bauch sehen kann.

    "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)

  • Aber wir sind uns einig, dass diese Behind the Sofa Sachen so ziemlich das beste ist, was Bonusmaterial in UK seit langem produziert hat, oder? Ich weiß auch nicht, was es ist, was da genau den Charme ausmacht, aber ich finde diese Dinger einfach höchst unterhaltsam.

  • Aber wir sind uns einig, dass diese Behind the Sofa Sachen so ziemlich das beste ist, was Bonusmaterial in UK seit langem produziert hat, oder? Ich weiß auch nicht, was es ist, was da genau den Charme ausmacht, aber ich finde diese Dinger einfach höchst unterhaltsam.

    Ich denke, es sind solche Sätze wie die von Tom: Ich rede so gern über meine Vergangenheit, weil ich keine Zukunft habe, über die ich reden könnte.

    Oder auch generell die Reaktion der Darsteller von damals zu sehen, wenn sie die Folgen heute sehen, sich an Storys vom Set erinnern und aus dem Nähkästchen plaudern.

    Zum einem macht es das nicht besser, dass es Tradition hat bzw. hatte. Black Face hat auch Tradition, sollte tortzdem keiner machen.

    Mit anderen Worten: ein deutsches Provinztheater, das keinen schwarzen Schauspieler hat, darf kein Othello aufführen...

    Und in YOLT ist es wenigstens Teil der Handlung, dass sich der weiße Charakter (Bond) als Japaner ausgeben soll bzw. will. Naja, dann gibt es ja noch die Masseurinnen, die einen "selbstverständlichen Dienst" erweisen und die Anspielung auf Brustbehaarung. Politisch korrekt ist das für heutige Verhältnisse vorn und hinten nicht und trotzdem unterhaltsam. Und es war nicht so, dass es in den späten 70ern keine asiatischen Schauspieler in Großbritannien gab, die die Rolle hätten spielen können. Nur hat die BBC Anfang der 70er Jahre in ihren Casting-Listen aufgrund von politichem Druck herumgestrichen und haufenweise Schauspieler, die zu Minderheiten gehörten, wurden auf einmal nicht mehr gecastet, weil die politische Rechte das nicht sehen wollte. Die Abwesenheit von nicht-weißen Schauspielern in so vielen BBC Produktionen der damaligen Zeit, einschließlich Doctor Who, hatte durchaus rassistische Hintergründe, diese versuchen zu ignorieren, macht es nicht besser, und Hinchliffe dafür in Schutz zu nehmen, gerade in seiner letzten Episode, nicht doch Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen, um einen geeigneten asiatischen Schauspieler für die Rolle zu finden, sollte man ihm auch nicht als Positivum anrechnen.

    Vielleicht wollte Hinchcliffe das, aber das wäre schwieriger gewesen, als Geld für die Produktion zu bekommen? Weißt du, ob und welche Anstrengungen er in diese Richtung erbracht hat? Die Handlanger waren immerhin alle Chinesen. Und selbst wenn sich Hinchcliffe ein Kind seiner Zeit ist und sich mit der damaligen polischen Situation arrangiert hat anstatt dagegen vorzugehen, sollte man ihm das nicht als Negativum anrechnen. Dafür hat die Thatcher-Zeit ganz andere Leichen im Keller.

    Ich verstehe deinen Punkt, aber einem Werk anzukreiden, den Zeitgeist seiner Entstehung zu verkörpern, und an heutigen moralischen Maßstäben zu messen, kann ich nur bedingt zustimmen. Vor allem, wenn es sich um eine historische Darstellung handelt. Politisch korrekt und historisch korrekt ist leider häufig ein Widerspruch, und ich bin im Zweifel für letzteres. Und vielleicht bin ich auch viel zu sehr Rollenspieler um ein Problem damit zu haben, dass jemand ein Mitglied einer anderen Ethnie imitiert.