Star Trek: Picard

  • Was sie auf jeden Fall sagen wollten: dass sie das, was Roddenberry mit Star Trek sagen wollte, nicht verstanden haben. Oder nicht verstehen wollen und lieber was ganz tolles dystopisches aus dem Hut Zaubern. Humanistische Werte wie Toleranz, Höflichkeit und ANstand als Auslaufmodell im naiven Tattergreis Picard? Ja, warum nicht, ist doch in unserer Welt genauso. Und ganz nebenbei werden mal ein paar Helden unserer Jugend zerstört oder entzaubert.

    Aber mal Hand aufs Herz: wer hat nach dem, was Alex Kurtzman mit Discovery verbrochen hat, hier etwas anderes erwartet? Bestimmt dieselben, die erwartet haben, dass Chibnall Doctor Who wieder groß macht.

  • Seven und Raffi würde ich jetzt eher als Bi oder Pan einordnen. (Ja, uns gibt’s auch.) Die Plötzlichkeit aber...

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • so , jetzt hab ich mir die doppelfolge auch noch angetan . die wortwahl ist kein zufall , es hat wirklich weh getan . allerdings hab ich keine lust auf eine ausführliche kritik , das war einfach nur crap as crap can .



    statt das ganze zu retten war diese doppelfolge der todesstoss für die ganze season , mindestens . bin ich froh ist das vorbei .

  • bin ich froh ist das vorbei .

    Nein nein mein Freund. Staffel 2!


    Habe gestern die erste Folge gesehen. Naja. Wenn die Knalltüten auf der Stargazer das beste sind, was die Föderation zu bieten hat, dann gute Nacht.

    "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)

  • Bin ich froh, dass ich nach Folge 4 oder 5 (die Icheb Augapfel Folge) mit der Serie aufgehört hatte. So wie schon mit Discovery nach Staffel 2, nachdem ich mich da schon länger nur noch durchgequält hatte. Ich bin zwar ein riesiger Star Trek Fan und würde mir neue Serien wünschen, aber das kann ich mir einfach nicht antun. Was ich da im Nachhinein teilweise so an Ausschnitten bei Youtube gesehen habe, ist echt grausam.

  • Nein nein mein Freund. Staffel 2!


    Habe gestern die erste Folge gesehen. Naja. Wenn die Knalltüten auf der Stargazer das beste sind, was die Föderation zu bieten hat, dann gute Nacht.

    Ich bin nach der halben Folge eingepennt. Da schau ich doch lieber die 2. Staffel von The Witcher oder Wheel of Time.

    Bin ich froh, dass ich nach Folge 4 oder 5 (die Icheb Augapfel Folge) mit der Serie aufgehört hatte. So wie schon mit Discovery nach Staffel 2, nachdem ich mich da schon länger nur noch durchgequält hatte. Ich bin zwar ein riesiger Star Trek Fan und würde mir neue Serien wünschen, aber das kann ich mir einfach nicht antun. Was ich da im Nachhinein teilweise so an Ausschnitten bei Youtube gesehen habe, ist echt grausam.

    Discovery ist schlimmer als Picard. Den hanebüchenen Unsinn mit dem Sporenantrieb will ich nicht weiter kommentieren. Dagegen ist es eine Schande, wie vor 20 Jahren gegen Berman und Enterprise gewettert wurde. Denn die Serie ist Gold gegen Discovery und Picard. Hoffentlich kommt bald die 3. Staffel von The Orville.

  • Dagegen ist es eine Schande, wie vor 20 Jahren gegen Berman und Enterprise gewettert wurde. Denn die Serie ist Gold gegen Discovery und Picard.

    Stimmt. Die Staffeln 3 und 4 von Enterprise fand ich insgesamt sogar recht gut. Also zum Ende hin wurde es deutlich besser. Aber selbst Staffel 1 und 2 waren Gold gegen Discovery und Picard.


    Hoffentlich kommt bald die 3. Staffel von The Orville.

    Oh ja. Das ist aktuell quasi mein Star Trek. Aber es ist schon traurig, wenn eine andere Serie mehr Star Trek ist als die eigentlichen Star Trek Serien.

  • wenn eine andere Serie mehr Star Trek ist als die eigentlichen Star Trek Serien.

    Oder wie es Terry Pratchett ausgedrückt hat (in Wyrd Sisters): "Things that try to look like things often do look more like things than things"

    "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)

  • Also ich halte mich mit Kritik an der zweiten Staffel noch zurück. Könnte etwas werden, oder auch nicht. Das Problem was PIC und DIS haben ist, dass es Serials sind. Star Trek war bisher immer ein Procedural. Selbst die späteren Staffeln von DS9 und die dritte Staffel ENT hatten zwar übergreifende Handlungsstränge, waren an sich aber immer noch recht episodisch in ihrer Erzählweise. Das heißt auch, dass selbst wenn das große Problem des Handlungsstranges noch nicht gelöst ist, so ist das Problem der Woche gelöst oder zumindest gibt es ein Gefühl der Katharsis.


    PIC und DIS sind aber wie viele moderne Serien darauf ausgerichtet, dass man eben nicht eben die eine oder andere Episode gucken kann, sondern die gesamte Serie gucken sollte. Daher fehlt am Ende der meisten Episoden eben auch die Katharsis, dieses Gefühl, dass alles gut ist oder wird. Und gerade daher zieht Star Trek auch seine Utopie. Klar sagen sowohl PIC und DIS am Ende der jeweiligen Staffel, alles ist gut oder alles wird gut, aber man muss vorher mehrere Wochen auf dieses Gefühl warten. Das funktioniert bei manchen Serien, bei anderen weniger gut. Und bei Star Trek funktioniert es so nicht. Es würde vielleicht funktionieren, wenn Paramount+ die Serien am Stück herausbringt, wie Netflix und Amazon mit ihren Produktionen, damit man es wegbingen kann und so schneller zum Gefühl der Katharsis kommt, welche Star Trek eindeutig braucht.


    Daher funktioniert von den aktuellen Serien auch LDS am besten - PRO habe ich bisher nicht gesehen. LDS hat zwar auch einen übergreifenden Handlungsbogen, der sich langsam aufbaut, aber die Folgen sind zumeist in sich abgeschlossen. Am Ende gibt es zumeist in Happy End, wir fühlen uns gut und sehen uns in der Utopie von Star Trek bestätigt. Wenn SNW wirklich wieder mehr episodisch sein soll, dann wird die Serie wahrscheinlich auch wesentlich besser funktionieren.

  • PIC Staffel zwei ist eine einzige Enttäuschung. Ähnlich wie Staffel eins haben die Autoren einfach keinen Plan wie man ein Serial aufbaut, was dazu führt, dass inzwischen alles so sehr in die Länge gezogen ist, dass einfach nur noch langweilig und uninteressant ist. Es gibt zwar viel Gutes an der Staffel - die Interaktion und Chemie zwischen Seven und Raffi bzw. Jeri Ryan und Michelle Hurd, Ito Aghayere als junge Guinan macht einen guten Job, John de Lancie als Q ist wie immer herausragend, Brent Spiner überzeugt als Adam Soong, Teresa und Ricardo sind sehr sympathisch und ich hoffe, dass es für sie und Rios ein Happy End gibt, Alison Pill spielt eine großartige Brog Queen, die Effekte und Regie sind wie immer gut bis sehr gut - aber das rettet nicht das lahmarschige Voranschreiten des Plots, bei dem dann auch immer wieder Dinge wiederholt werden. Hinzukommt die dämliche Entwicklung in der letzten Folge bzgl. der Borg.



    Die Titelfigur ist auch eher meh. Patrick Stewart ist natürlich großartig, aber mich interessiert sein Character-Arc in der Staffel einfach nicht. Vielleicht werden im Finale doch noch anders, wenn wir hoffentlich endlich erfahren werden, was mit Q los ist.


  • Also, diese Serie ist dramaturgisch eine Katastrophe. Abgesehen davon, dass keinerlei roten Faden gibt, an dem die Handlung aufgezogen wird, agieren die Figuren auch noch unlogisch bzw. für sie untypisch. Picard redet nur rum, anstatt zu handeln, Elnor ist mal wieder völlig nutzlos, da tot, und Q verhält sich absolut Q-untypisch. Der Original-Q war eine Nervensäge, die aus Langeweile heraus mit der Enterprise-Crew seine Spielchen spielte, aber auch einen gewissen Respekt hatte. Dieser Q hingegen ist einfach nur verbittert und sadistisch. Letztlich arbeitet er ja mit der Borg-Königin am selben Ziel: die Europa-Mission scheitern zu lassen und damit eine dunkle Zukunft herbeizuführen. Das Werkzeug der beiden ist Dr. Soong, der mal Renee überfahren soll, um seine Tochter zu retten, und mal gegen Picard agieren, um berühmt und geachtet zu werden, anstatt in der Gosse zu landen. Brent Spiner macht einen großartigen Job, aber seine Figur agiert so widersprüchlich und unlogisch, dass es schade ist. Genauso unlogisch ist die Borg-Königin, die zur Stimulation der Nanosonden Lithium braucht und deshalb Autobatterien auslutscht... Und dann begrüßt sie Soong mit den Worten: "Ich muss ihnen ja nicht sagen, dass Widerstand zwecklos ist". Äh, doch. Im 21. Jahrhundert kennt man die Borg und ihren Spruch noch nicht. Deshalb lassen sich ja auch Soongs Slödner einfach so assimilieren. Weil natürlich ein schwerwaffneter, kampferprobter Typ widerstandslos alles mit sich machen lässt, vor allem von einer blonden Frau in einem roten Ballkleid...

    Die ganze Geschicht mit Picards Eltern passt auch überhaupt nicht zu der Lore, die in TNG etabliert wurde.

    Insgesamt erinnert mich die Staffel ohnehin an eine aufgeblasene und schlecht Neuauflage des Voyager-Zweiteilers Future's End. Gerade das Verhältnis zwischen Rios und seiner Ärztin erinnert stark an Paris und die Astronomin, Soong an Starling und der FBI-Agent an den Zeitpolizisten.

  • Also, diese Serie ist dramaturgisch eine Katastrophe

    Finde ich ein bisschen hart. Es ist nicht gerade der größte Wurf, aber eine Katastrophe fand ich eher JJTrek.

    Picard redet nur rum, anstatt zu handeln

    Picard ist ein alter Mann, Patrick Stewart auch. Robo-Picard hin oder her, er hat seine besten Zeiten hinter sich und wird unfreiwillig in etwas hineingezogen, was ihn daran hindert, gemütlich auf seinem Weingut zu hocken. Picard ist nicht der Doctor. Nimmt man noch ein wenig Altersstarrsinn dazu, dann haben wir einen Unruheständler, der den jugendlichen Anfängern sagt wo es lang geht, damit alle schnellstmöglich zum Earl Grey nach Hause kommen. Klappt nur nicht, weswegen er mürrisch wird. Ich nehm ihm das ab.

    Elnor ist mal wieder völlig nutzlos

    Wer ist Elnor? Hätte ich mir den merken sollen? Oder ist das sowas wie diese unfähige indische Politesse bei der Tröse?

    Dieser Q hingegen ist einfach nur verbittert und sadistisch.

    Auch für Q ist viel Zeit vergangen, vermutlich viel mehr als für Picard. Ihm ist der Spaß einfach vergangen mit dem eigenen Ende vor Augen. Also will er andere leiden lassen weil er selbst leiden muß und - für ihn ungewohnt - nichts dagegen tun kann. Auch ihm glaube ich.

    Brent Spiner macht einen großartigen Job, aber seine Figur agiert so widersprüchlich und unlogisch, dass es schade ist.

    Hier habe ich das Gefühl, der Drehbuchschreiber sollte "irgendwas mit Data aber ohne Data" machen, egal was, in der Hoffnung dass Brent Spiner es dann schon rausreißt. Gelingt ihm auch - fast. War aber in der letzten Staffel auch nicht anders und es würde mich nicht überraschen, wenn man in Staffel 3 einen weiteren Soong aus dem Hut zieht. "A fistful of Soongs".

    vor allem von einer blonden Frau in einem roten Ballkleid...

    Jurati ist für mich der größte Nervfaktor der ganzen Serie. Das ist jetzt rein subjektiv, aber ich finde die ganze Figur und ihre Darstellung einfach nur doof. Ich habe den Eindruck, daß sie zu keinem Zeitpunkt die geringste Ahnung hat was sie tut. Wie gesagt, rein subjektiv.

    Insgesamt erinnert mich die Staffel ohnehin an eine aufgeblasene und schlecht Neuauflage des Voyager-Zweiteilers Future's End.

    Wenn ich jetzt so drüber nachdenke... Soweit ich mich erinnere... Doch, stimmt. Was wieder unterstreicht, daß Hollywood keine neuen Ideen mehr hat. Immer nur alte Sachen aufwärmen und es dabei möglichst schlechter machen als das Original. Oder gehört Star Trek gar inzwischen Disney?

    ObexI1U1I-5cxI-01234501234.gif1.4thdoc 2.11thdoc 3.7thdoc 4.2nddoc 5.5thdoc 6.6thdoc 7.3rddoc 8.1stdoc 9.8thdoc 10.Wardoc 11.12thdoc 12.9thdoc 13.10thdoc 14...keine Ahnung was da noch kam

  • Q verhält sich absolut Q-untypisch. Der Original-Q war eine Nervensäge, die aus Langeweile heraus mit der Enterprise-Crew seine Spielchen spielte, aber auch einen gewissen Respekt hatte. Dieser Q hingegen ist einfach nur verbittert und sadistisch.

    Wie Q selbst in der zweiten Episode gesagt hat: Dies ist keine Lektion wie damals in TNG, dies ist "penance". Er ist also nicht da, um Picard zu nerven oder ihm eine Lektion erteilen, er will entweder sich selbst oder Picard oder beide für etwas bestrafen. Je mehr ich darüber nachdenke, desto so mehr scheint es mir, als wolle er sich selbst bestrafen und durch Picard irgendwie Buße erhalten, wie ist mir nur noch klar.

  • Ja, schade, wie schon in Staffel 1 hatte mich die erste Folge positiv gestimmt. Diesmal sogar noch positiver, weil man ja wirklich das Gefühl hatte, dass die Autoren ihre Fehler eingesehen haben und zur Kurs-Korrektur ansetzen. Und dann haben die Schreiberlinge leider erneut bewiesen, dass sie nicht mal zum Schreiben schlechter Fan-Fiction taugen würden. Was ist denn das für ein furchtbarer Handlungsbrei?! Das wirkt so, als hätten die Autoren keinen Writers Room und jeder eine andere Vorstellung, um was es in der Staffel geht. Dazu hat scheinbar das Budget nur dafür gereicht, die Staffel hauptsächlich in unserer Gegenwart spielen zu lassen. Und weil man deshalb für mehrere alte Rollen keine Verwendung hatte, in den 3-Jahres-Verträgen der betroffenen Schauspieler aber offensichtlich eine "Muss Mitspielen"-Klausel steht, irrlichtern die nun alle als neue Charaktere durch die "Handlung". Und dann dieser Unfug mit Picards Mutter, und Q ist jetzt ein Flaschengeist mit coolen Hackerskills, und die Borg missverstandene Wesen, die nur nicht einsam sein möchten. Und alles ist so zäh und dumm. Q hat am Anfang der Staffel verkündet, dass das ein neuer Test für Picard wäre. Aber das einzige, was hier in Staffel 2 getestet wird, ist mal wieder die Leidensfähigkeit der Zuschauer. Ich weiß wirklich nicht, ob ich mir noch Staffel 3 antun werde. Trotz alter TNG-Crew, die sie aber bestimmt auch erfolgreich kaputtschreiben werden.

  • Ja, schade, wie schon in Staffel 1 hatte mich die erste Folge positiv gestimmt. Diesmal sogar noch positiver, weil man ja wirklich das Gefühl hatte, dass die Autoren ihre Fehler eingesehen haben und zur Kurs-Korrektur ansetzen. Und dann haben die Schreiberlinge leider erneut bewiesen, dass sie nicht mal zum Schreiben schlechter Fan-Fiction taugen würden. Was ist denn das für ein furchtbarer Handlungsbrei?!

    Er hier bringt eigentlich jede Woche ganz gut auf den Punkt, was auch mich an Picard stört:

    Kritikpunkte schlüssig und nachvollziehbar vorgebracht.

    Finde ich ein bisschen hart. Es ist nicht gerade der größte Wurf, aber eine Katastrophe fand ich eher JJTrek.

    Ich sehe zwischen den beiden Sachen ehrlich gesagt keinen großen Unterschied. Picard ist noch etwas erträglicher als Discovery, aber meilenweit vom Niveau von Voyager (!) entfernt. Das wurde zwar häufig und heftig kritisiert, ist aber Gold hiergegen. Denn Voyager hat neben einigen Schrott auch einige sehr gute Geschichten, vor allem die Mehrteiler.