11x03 - Rosa (Rosa)

  • Race Music wurde es genannt,
    bevor sich der Begriff Rock'n'Roll verbreitete. Die populärste Stilrichtung der "Rassenmusik" war der Doo Wop. Dass diese Musik zunehmend auch bei Weißen populär wurde, war ein wichtiger Faktor für die Überwindung der Rassentrennung. Zu den Absurditäten dieser Zeit gehörte beispielsweise, dass schwarze Musiker ihre weißen Fans beim Konzert nicht anschauen durften und weiße Polizisten überwachten die Einhaltung dieser Vorschrift.


    -> https://www.rollingstone.com/m…ock-roll-concerts-126235/


    Insofern ist der Doo Wop Song, der in der Episode bei der Ankunft im Jahr 1955 gespielt wird, nicht nur irgendeine zeittypische Schlagermusik, sondern illustriert genauso den damaligen Rassismus wie die Praxis der Busfahrer, vorne das Geld der Schwarzen zu kassieren, sie dann zu ihrem vorgeschriebenen Eingang nach hinten zu schicken und loszufahren, ohne sie dort einsteigen zu lassen.


    Radioactive Man

  • Leider kann ich nicht verstehen, wie manche richtig haten.
    Für mich(meine Meinung) ist das einfach nur die Verbitterung über eine Frau Doctor.


    Der 12. Doctor vorher wurde in den ersten zwei Staffel so oft umgeschrieben, das alles kann man verzeihen. Aber nach 3 Folgen hier abschalten wollen.......
    Allerdings schön, das diese der Serie den Rücken kehren, solche Fans braucht man nicht.

  • Leider kann ich nicht verstehen, wie manche richtig haten.

    Wo wurde in diesem Thread "gehatet"?


    Der 12. Doctor vorher wurde in den ersten zwei Staffel so oft umgeschrieben, das alles kann man verzeihen

    Viele haben dies NICHT verziehen und die Kritik daran immer wiederholt (der eine sieht es i.ü. als Charakterentwicklung der andere als Umschreiben).


    Allerdings schön, das diese der Serie den Rücken kehren, solche Fans braucht man nicht.

    Grade DIESE Fans braucht die Serie! Fans die nicht alles schlucken, sich von Idiot's Lantern nicht nur berieseln lassen sondern durch Kritik mit Augenmaß die Entwickelung der Serie auch vorantreiben!

  • Die RTD-Historicals hatten einfach das Problem, das jedemal ein Monster of the Week neben eine historische Figur gesetzt wurde. Und dann waren es auch noch meist Kreaturen aus der Folklore (Geister, Werwölfe, Hexen,...), die sich - welch' Überraschung! - als Aliens herausstellten.


    Vincent and the Doctor hatte für mich dasselbe Problem: das Ende der Folge war natürlich großartig, aber die Monsterjagd (ja, das deutliche Metapher geht mir ein) wirklich sinnlos.


    Da ist ein menschlicher Gegner schon mal ein Schritt nach vorne.

    Ein Schritt nach... vorne?! Ich weiß nicht, ob ich das als automatisch die richtige Richtung ansehen würde. Ich weiß, dass seit Jahren immer wieder nach Historicals in NewWho geschrien wird (hab ich auch! ;) ), als ob die der Weisheit letzter Schluss wären, denn:
    :14:Wenn NewWho erst mal ein richtiges Historical bringt, wird alles wieder gut! :14:
    Wenn (Quasi-)Historicals so daher kommen wie diese (oder eine spätere) Folge, dann sehe ich das überhaupt nicht so. Um ein gutes Historical zu haben, reicht es nicht aus, keine Aliens darin auftreten zu lassen - oder nur menschlich aussehende oder nur Aliens,

    Für ein gutes Historical gehört u.a. dazu, dass die historischen Ereignisse auch korrekt dargestellt sind und nicht so schlampig auf die Schnelle mal ganz oberflächlich recherchiert und vereinfacht dargestellt wie hier - viel wichtiger aber: die Handlung, die sich aus den historischen Ereignissen entwickelt, sollte selber spannend genug geschrieben sein und die Folge tragen, ohne dann doch noch einen halbherzig charakterisierten, eindimensionalen Standard-Bösewicht aus der Klischee-Kiste wie hier. (Oder noch schlimmer: s.o. (die Spoiler-Kiste))
    Wenn das nicht möglich ist, aus welchen Gründen auch immer, mangelndes Talent des Autors oder mangelndes Budget für den Autor, dann sehe ich es lieber, wenn sozialkritische Themen in ein nicht-historisches, fremdes Umfeld eingesponnen werden - nur habe ich bislang traurigerweise den Eindruck, das Chibnall dafür die Phantasie fehlt.

    Ich hätte nicht erwartet, dass ich nach nicht einmal 4 Folgen der neuen Staffel, Mark Gatiss vermisse.
    Ich bleibe dabei: Doctor Who funktioniert auch mit schlechten Drehbuchautoren gut. Allerdings nicht mit formelhaften, konservativen Produzenten.

    Allerdings. Das sollte man wirklich mal sagen. Seine Folgen haben sicherlich viele Mängel, aber eines kann man Mark Gatiss nicht vorwerfen: fehlende Phantasie!
    Und genau davon hätte ich in dieser mauen Staffel wirklich gerne sehr viel mehr!


    Was ich in Bezug auf "historische Ereignisse" besonders mau fand: die eigentlichen Ereignisse der Bürgerrechtsbewegung bekommen wir gar nicht zu sehen. Alles, was wir zu sehen bekommen, ist die Gang, die nebeneinander aufgereiht in der Tardis steht und sich das ganze auf der Glotze anschaut. Bad writing in Reinkultur! Man sollte Herrn Chibnall mal die Prinzipien von "show, don't tell" erklären.


    Ich frage mich allerdings, ob es sich dabei um den Time-Space Visualiser aus "The Chase" handelt. Das würde dem miesen Schluss zumindest noch ein paar winzige Pluspunkte für Fanservice hinzufügen... viel besser macht es das Ende allerdings auch nicht.


  • Holt die Schulbücher raus - heute geht es um Rosa.


    Das diese Folge zum Großteil gute Kritiken erhalten hat, erschließt sich mir auch nach dem dritten Mal noch nicht. Mit Rosa hat Doctor Who den Frontalunterricht in die Abendunterhaltung geholt und bemüht sich nicht einmal, damit hinter dem Berg zu halten. Anders kann ich mir zumindest nur schwerlich eine Szene erklären, in der Jodie Whittaker als Doctor mit einem Stift bewaffnet an der Wand steht und ihre Schül-; natürlich Companions fragt, was sie denn alles über Rosa Parks wüssten.


    Frontalunterricht zum Preis von Klassenfahrten und Exkursionen im dreistelligen Bereich lässt sich natürlich nicht lumpen und lässt einen Polizisten das Hotelzimmer stürmen um nochmal deutlich zu machen, wie schlimm es um den Rassismus zu der Zeit bestellt ist und gibt Yaz die Möglichkeit den Monolog zu halten, den Sie scheinbar schon ewig vorbereitet hat aber nie dazu kam, ihn aufzusagen. Ein derartig künstliches Gespräch, wie das zwischen Yaz und Ryan neben den Mülltonnen, habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen aber gut - kaum ist der kleine Einschub vorbei, der Polizist weg und Yaz und Ryan wieder im Klassenzimmer, geht es auch schon weiter mit dem Unterricht.
    Anders kann man das wirklich nicht nennen.


    Der Bias ist stark in Rosa und das man weniger erzählen und mehr lehren will, zeigt diese Szene im Hotelzimmer, die stellvertretend für all das steht, was die Drehbücher der 11. Staffel zu so einer Katastrophe macht.


    Es geht aber noch weiter - da wäre nämlich auch noch der Gegenspieler dieser Folge.


    Ladies and Gentlemen, here he is, the racist, the white, the evil, here is KRA "THE PLOTHOLE" SKO


    Oh Junge, was ist denn hier passiert?


    Ein gefährlicher Zukunftsnazi, der aufgrund eines Neural-Restiktors niemanden mehr töten kann.


    Wie gut das nicht funktioniert, zeigt und die Szene, in der er den Doctor würgt - zwar nur kurzzeitig aber erst mit einer Verzögerung wirkt der Neural-Restikor scheinbar. Hätte er doch nur ein Messer zur Hand, für einen Stich reicht die Zeit nämlich problemlos und wie ist das eigentlich, wenn man das weiterspinnt? Kann er sich in ein Auto setzen und es in eine Menschenmenge steuern? Kann er jemanden Gift in das Trinken mischen? Könnte er einen Auftragsmörder bezahlten oder eine tödliche Falle aufstellen?


    Sein Handicap ist eigentlich nicht wirklich eines und in Anbetracht der ganzen Möglichkeiten Rosa Parks aus dem Weg zu räumen, ist sein Plan einfach nur hanebüchen kompliziert.




    Das alles wirkt konstruiert und so, als hätte man eine Geschichte um die Lehrinhalte geschrieben um sie etwas aufregender zu vermitteln. Das Statement, die lehrenden Worte et cetera stehen hier im Vordergrund und nicht Doctor Who - da ist das Gleichgewicht aber massivst gestört.


    Das Ende ist vorhersehbar und auch unspektakulär und wirkt unbefriedigend.
    Das war keine Episode von Doctor Who, das war ein Crossover zwischen einem Rosa Parks Spielfilm und einem Sci-Fi B-Movie Plot. Eine absolute Enttäuschung auf jeder Ebene. Nicht an dieser Folge hat funktioniert außer das Schauspiel einiger weniger. Ein Desaster und in meinen Augen einer der großen Tiefpunkte von Doctor Who.


    tl;dr


    Rosa ist die Folge, die alles vereint, was Staffel 11 so schlecht macht und ist so ganz nebenher ein Tiefpunkt.

  • Also meiner Meinung nach war Rosa die beste Folge seit sehr langer Zeit. Vielleicht der letzten drei oder sogar fünf Staffeln. Es war endlich mal wieder eine inspirierende Folge wie Zygon Invasion und Zygon Inversion (die auch ziemlich gut waren). Eine Folge, die wieder zeigt was die Stärken der Serie Doctor Who sein können. Positive Botschaften senden, die sich (selbst in historischen Folgen) auf die Gegenwart und ihre Probleme beziehen. Die Kritik, dass der Gegenspieler nicht ausgearbeitet genug war, kann ich nicht verstehen. Rassismus hat schließlich keine rationalen Gründe, die er vorbringen könnte, sondern ist nun einmal eine emotionale Sache, wie die Folge am Busfahrer gut gezeigt hat. Insgesamt wohl die beste Folge seit Waters of Mars.

  • In einem Filmpodcast den ich höre wird in letzter Zeit öfter Green Book erwähnt als ein Film, bei dem sich die Leute selber auf die Schulter klopfen können, dass sie ja nicht rassistisch sind wie diese Leute da im Film. Ich muss dann immer an diese Folge denken.

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Hallo SarahJaneWarrior und Willkommen im Forum! :)
    (Falls mir als Wenigschreiber dieser Gruß erlaubt sei.)

    Eine Folge, die wieder zeigt was die Stärken der Serie Doctor Who sein können. Positive Botschaften senden, die sich (selbst in historischen Folgen) auf die Gegenwart und ihre Probleme beziehen.

    Darin kann ich dir nur zustimmen, es ist toll, dass gegenwärtige sozialpolitische Themen dargestellt werden wie hier der Rassismus. Es gab hier im Thread einige Äußerungen, dass das Thema in dieser Folge zu sehr holzhammerartig behandelt worden ist. Das finde ich nicht. Gerade in der Szene, in der Ryan das Taschentuch rein aus Freundlichkeit aufhebt und dafür geschlagen wird, ist ein Schlag ins Gesicht, der genau dem Thema angemessen ist.


    Die Kritik, dass der Gegenspieler nicht ausgearbeitet genug war, kann ich nicht verstehen.

    Naja, doch. Was interessiert es diesen komischen Terminator aus dem 50ten Jahrhundert, wie die Geschichte auf einem ihm komplett fremden Planeten läuft? Da wäre eine eine Erklärung über seinen Hintergrund schon angebracht, denke ich.


    Rassismus hat schließlich keine rationalen Gründe, die er vorbringen könnte, sondern ist nun einmal eine emotionale Sache, wie die Folge am Busfahrer gut gezeigt hat.

    Die Darstellung des Busfahrers fand ich zu Anfang gelungen, später aber ausgesprochen daneben. Und zwar in der Szene, als Graham und Ryan ihn beim Fischen aufsuchen, und er sich überreden lässt, zurück zur Arbeit zu kommen, weil ein Aufstand droht und er seinen Bus "sauber" halten will. Das ist unglaubwürdig. Wenn er tatsächlich so ein Hardcorerassist wäre, wäre er nicht zum Busfahren gekommen, sondern mit einer weißen Kapuze und einer Schrotflinte, aber nicht zur Arbeit.

  • Inzwischen bin ich mir sicher, dass der Vorspann der schlimmste ist, den die Serie je hatte. Irgendso ein Gewaber und was mit viel Sternen - könnte jede x-beliebige SF-Serie sein anstatt Dr.Who. Hier lässt man fahrlässig Markenzeichen über Bord gehen.
    Die Folge Nr.3 ist nicht schlecht, Whittaker ist jetzt in der Rolle drin (dazu muss man bedenken, dass sie gerade in der 1.Folge verwirrt war, ist der Regenerationseffekt, wie er damals schon Colin Baker hart zusetzte, und gewollt so gespielt, während sie nun erst richtig loslegt, und ich bin gespannt, was daraus im Verlauf der Season wird). Rassismus in den 50ern ist ein interessantes Thema, aber die Umsetzung nur mittelmäßig. Der Plan, die Zukunft zu verändern, indem man den Busfahrplan durcheinanderbringt, ist schon reichlich, wie Beard oben schrieb, "hanebüchen", denn wenn diese spezielle Situation im Bus nicht der Auslöser wird, passiert nächste Woche etwas Anderes, denn die Anspannung der Gesamtlage bleibt ja. Dass die Folge etwas zu belehrend wirkte, habe ich auch spätestens dann wahrgenommen, als sich Whittaker an die Tafel stellte und um Wortmeldungen bat. Ich neigte erst zu Gut und habe schließlich nur Durchschnitt angeklickt.

  • Inzwischen bin ich mir sicher, dass der Vorspann der schlimmste ist, den die Serie je hatte. Irgendso ein Gewaber und was mit viel Sternen - könnte jede x-beliebige SF-Serie sein anstatt Dr.Who. Hier lässt man fahrlässig Markenzeichen über Bord gehen.

    Ich würde es als "Back to the roots" bezeichnen. Zurück zum Vorspann der ersten 10 Staffeln.


    Zitat

    Der Plan, die Zukunft zu verändern, indem man den Busfahrplan durcheinanderbringt, ist schon reichlich, wie Beard oben schrieb, "hanebüchen", denn wenn diese spezielle Situation im Bus nicht der Auslöser wird, passiert nächste Woche etwas Anderes, denn die Anspannung der Gesamtlage bleibt ja. Dass die Folge etwas zu belehrend wirkte, habe ich auch spätestens dann wahrgenommen, als sich Whittaker an die Tafel stellte und um Wortmeldungen bat. Ich neigte erst zu Gut und habe schließlich nur Durchschnitt angeklickt.

    Wenn ich die Folge mit The Time Meddler aus Staffel 2 vergleiche, dann fällt die Folge sogar noch weiter als nur auf Durchschnitt ab. Und was die Belehrungen angeht, so ist das ja nicht die einzige Folge. Da hätte man sich eine große Scheibe von der Pertwee-Ära abschneiden können, wo die Belehrungen durch die Arroganz des Doctors vordergründig zwar sehr plakativ ist, in den Nuancen der Dramatik aber wieder deutlich subtiler. Hat den Effekt, dass der Doctor sich über etwas aufregt, was keiner versteht, am Ende aber recht behält.

  • Auf der Suche nach einer guten Episode mit dem dreizehnten Doctor, habe ich mir nun diese noch einmal angetan, da ich sie beim ersten Schauen ja noch recht gut fand, auch wenn sie, je länger ich über sie nachgedacht habe, immer schlechter wurde. Und jetzt ist sie einfach schlecht.


    Das liegt nicht an der Handlung, dem Setting, den Schauspielern, auch nicht an der Darstellung des Rassismus, sondern an den Dialogen, dem Bösewicht, dem Pathos, der Regie und der Musik.


    Die Dialoge sind einfach lächerlich schlecht an manchen Stellen. Es ist fast schon so, als hätte Blackman und Chibnall aus einem Geschichtsbuch abgeschrieben. So viel Exposition über Rosa Parks war fast schon zu viel des Guten. Auch ihre Überhöhung, was mich zu Krasko bringt. Zum einen ist das 51. Jahrhundert, als der Zeitraum von Stonecage, viel zu weit in der Zukunft um einen Rassisten wie ihn als Bösewicht zu haben. Wir wissen bereits längst, dass es damals komplett akzeptiert war, dass Menschen sich mit allen möglichen Humanoiden gepaart haben, aber der ist immer noch wütend darüber, dass Schwarze die gleichen Rechte wie Weiße haben? Einfach nur Blödsinn. Aber auch sein Plan ist doof: Er will Rosa Parks Boykott verhindern und damit die Bürgerrechtsbewegung. Für eine Folge, die die Ursprünge eben dieser zelebrieren möchte, ist das einfach nur dreißt, da diese damit auf ein einziges Event heruntergespielt wird. So einfach war das nicht.


    Kraskos Plan innerhalb der Episode ist allerdings gar nicht so schlecht und hätte ja auch fast funktioniert. Läuft nur leider darauf hinaus, dass der Doctor und ihre Companions schon immer Teil der Geschichte waren. Zum einen ist das eine Trope, die ich nicht mag, zum anderen denke ich, hätte Moffat das Ganze viel besser verkauft, passt nämlich auch zu seiner Obsession mit closed loops. Wie dem auch sei, Joshua Bowman hat an sich einen guten Job gemacht wie eigentlich alle, auch Jodie Whittaker, nur war er der einzige, der anscheinend wirklich Spaß hatte. Und das ist ein Problem. In den Szenen zwischen ihm und Whittaker habe ich mich immer gefragt, wie das wohl alles ablaufen würde, wenn Capaldi noch der Doctor wäre. Whittaker ist zwar eine gute Schauspielerin, ihr fehlt aber einfach die Präsenz auf dem Bildschirm um wirklich als Doctor durchzugehen - Peter Davison lässt in dieser Hinsicht grüßen.


    Auch die Companions sind an sich nicht schlecht, aber eben sehr blass. Keiner der Schauspieler schafft es, den Charakteren wirklich Leben einzuhauchen. Sie machen das beste aus dem, was ihnen gegeben wird, aber wenn man ein schwaches Skript bekommt, muss man als Schauspieler über sich hinauswachsen, um dieses zu retten, und dass tat keiner von den Dreien.


    An sich würde ich jetzt sagen, okay, ausreichend, schade, aber die Folge ist schlecht, richtig schlecht. Und das liegt an nichts von dem, was ich bisher ausgeführt habe, sondern an der Regie von Mark Tonderai und der Musik von Segun Akinola. Diese ganzen Close-Ups in Szenen, die spannend wirken sollten, durch die Kameraarbeit aber lächerlich wirkten, und diese komplett vergessenswerte Musik, an die man sich nicht mehr erinnert, sobald ein Stück vorbei ist, machen die gesamte Folge kaputt. Selbst wenn alles andere super wäre, könnte ich alleine deswegen kein super geben, weil die gesamte viewing-experience heruntergezogen wird.


    FAZIT: 1/10 Punkten und "schlecht". Selten so einen Abfall in der Bewertung einer Folge beim zweiten Mal gehabt.

  • Das ist aus der ersten Staffelhälfte zweifellos die beste Episode und eine der besseren der 11ten Staffel ganz generell. So richtig landen will sie trotzdem nicht.


    Erstmal das kleinere Übel: Der Bösewicht ist lausig. Nicht unbedingt lausig geschrieben, sondern lausig gecastet und gespielt. Hat dem irgendjemand abgenommen dass das ein ganz fieser Typ ist der mal Massenmord begangen haben soll? Und eine Gefängnisstrafe in einer besonders fiesen Institution hinter sich hat? Man hätte ja nicht unbedingt zu einem Glatzenkopf mit Hang zum Overacting greifen müssen, aber irgendeinen der sowas wie eine Bedrohung von sich strahlen lassen kann? Der Typ den sie genommen haben ist so eine luschige Enttäuschung dass er noch nicht mal eine Miene verzieht wenn er von seiner eigenen Waffe in eine unbestimmte Vergangenheit gedüst wird.


    Apropos, dieses geschieht so beiläufig und nebensächlich dass es wieder irritiert. Wie unzufrieden stellend. Man hätte hier wenigstens zu einem Bild greifen können in dem man ihn in einer prähistorischen Landschaft oder so "Dammit!" brüllen gesehen hätte. Hätte da ein SFX-Shot von 5 Sekunden wirklich das Budget gesprengt? (Möglicherweise ja, who knows. Aber hätte man als Schreiber sich nicht eine ganz andere Methode ausdenken können die ihn als "besiegt" aus der Handlung beamt?)


    Nun das größere Übel, von dem ich nicht genau sagen kann ob das ein Versagen der Regie oder des Drehbuchs ist. Vom Sehen der Folge, ganz zu schweigen vom Sehen der entsprechenden Szene, ist mir nämlich nicht klar was Parks dazu bewegt genau diesen Moment zu wählen nicht von ihrem Platz aufzustehen? Abgesehen davon dass das so in den Geschichtsbüchern steht? Was war dieses Mal anders? Was genau brachte hier bei ihr das Fass zum Überlaufen? Unmöglich es zu sagen. Obwohl wir Parks mehrmals in dieser Folge begegneten sind wir ihr niemals näher gekommen oder haben einen Einblick in sie bekommen der mehr als nur seicht war. Hätte man nicht MLK streichen und dafür eine weitere (bessere!) Parks-Szene bekommen können? Humpf.


    Amüsant fand ich auch wie das TARDIS-Team sich im Bus lauthals über ihre Zeitrettungsmassnahmen unterhalten konnten, während sich der Rest des pupsstillen Busbevölkerung nicht daran stört oder deren Verhalten nicht mindestens seltsam findet.


    Und nun das tieflegende Übel das sich ohnehin schon durch die Serie zieht, aber hier nun ganz besonders zum Tragen kommt. Yasmin! Es ist ohnehin unerklärlich warum und wofür genau sie da ist, aber hier wird es besonders deutlich, und zwar so deutlich dass man als Autor spätestens merken müsste dass hier stattdessen eigentlich Grace hingehört hätte. Was hätte ihr Auftreten für Storymöglichkeiten geboten! Wie wären sie und Graham mit ihrer Ehe in diesem Umfeld umgegangen? Wäre sie damit auf eine Probe gestellt worden. Was hätte Ryan gemacht? Hätte er versucht einen möglichen Streit zwischen ihnen zu deeskalieren? Wäre dies der erste Schritt gewesen wie die drei als Familie zusammenwachsen? Dies wäre eine Fortführung einer Plotline gewesen die in der ersten großen Szene von 11x01 angeteased wurde - und eine wesentlich interessantere als das Geplänkel das wir stattdessen bekommen haben.


    Was ging in dem Writers Room da bloß vor sich? Haben die da die meiste Zeit Urlaubsfotos ausgetaucht und Candy Crush Saga gespielt statt ihre Ideen auf Brauchbarkeit zu überprüfen? Wer kam darauf Grace zu killen und Yaz existieren zu lassen? Und warum hat niemand diesen Unsinn verhindert?

  • Aber ohne Yaz wäre Demons of the Punjab wohl nicht möglich gewesen und auf die Folge hätte ich ungerne verzichtet.

  • So doll fand ich die Folge jetzt zwar persönlich nicht, aber die wäre mit ein bisschen Umgeschreibsel auch ohne Yaz möglich gewesen. Irgendeinen anderen Grund um die Geburt von Pakistan auszuchecken hätte man schon gefunden.

  • So doll fand ich die Folge jetzt zwar persönlich nicht, aber die wäre mit ein bisschen Umgeschreibsel auch ohne Yaz möglich gewesen. Irgendeinen anderen Grund um die Geburt von Pakistan auszuchecken hätte man schon gefunden.

    Möglicherweise, aber ich bin schon der Meinung, dass Demons of the Punjab in der vorliegenden Form die beste Folge der Staffel (und wohl auch eine der 15 oder 20 besten der neuen Serie) ist.

    Yaz mag ich eigentlich ganz gerne. Graham finde ich zwar besser, aber eine schlechte Begleiterin ist sie nicht.