11x03 - Rosa (Rosa)

  • Und Lance Parkin hat im Grunde recht. Die Folge hat den leichten Weg heraus gewählt. Es wurde angesprochen, dass es heute noch Alltagsrassismus gibt, aber auch hier hätte man mehr machen können. Die Frage wäre nur gewesen wie. Denn egal wie man es gemacht hätte, es wäre vielen Zuschauern so vorgekommen, als wollte Doctor Who hier Pastor spielen und eine Predigt halten, mit dem Holzhammer eine Moral vermitteln. Selbst in der Lightversion, die wir bekommen haben, gibt es ja diese Reaktion, wie einige Kommentare hier zeigen. Wenn man noch diese paar Schritte weitergegangen wäre, was wäre dann wohl los gewesen? Und nicht falsch verstehen, ich würde das begrüßen, die Folge hätte von mir dann wahrscheinlich sogar mehr als 9 Punkte erhalten. Man sollte aber auch in der Lage sein, die Folge als das zu bewerten was sie ist und sich nicht daran aufzuhängen, was sie hätte sein können. Wenn es danach ginge, müsste ich zumindest Ghost Light schlechter bewerten als ich es tue, weil es Lungborrow gibt und die Grundidee hinter Ghost Light eigentlich Lungborrow war.

  • Ich fand den 50er-Rassismus zwar holzhammerhaft, hätte mir aber mehr zum heutigen Rassismus gewünscht. Also nach der Erwähnung von Obama auch mal erwähnen, dass danach das Pendel in die krasse Gegenrichtung schwang. (Vom Gesetz her wird es bald in den USA keine Transgender geben, nur so am Rande.) BTT: Wenn der Bösewicht aus 2018 käme und einem Time Agent die Sachen geklaut hätte, das hätte ich als schönen Kniff empfunden.

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Finde es ja schön, dass es eine Diskussion über den dargestellten Rassismus gibt, abr wird die Folge dadurch nicht auf nur einen Aspekt reduziert? Um es mal unkorrekt auszudrücken: das war Doctor Who, nicht Hart aber fair!

  • Hier noch eine Ergänzung von Lance:


    „I would sum the episode up as 'great they did this, did it have be quite *this* obvious?'.


    *Of course* the episode contains powerful moments, *of course* it's affecting and political ... it would be a rather spectacular achievement if they'd managed to find a way to tell Rosa Parks' story in a way that wasn't. At the same time, it doesn't dare to make Parks a *character*.


    The Doctor Who plot ... I mean, I speak as someone who started Cold Fusion with 'this meter says there's a time traveller around here' ... that's a way to get into a Doctor Who story if you know what happens in the third scene, but have no idea whatsoever what to put in the first two.


    I laughed at the asteroid bit because I actually left that out of my spoof version as too much (the line would have read 'and then they go to the Rosa Parks asteroid, because it's mentioned in the Wikipedia entry for Rosa Parks').


    I keep coming back to the same two questions: does it work as a *Doctor Who* story, and does it feel like it was made in 2018? I think they could have made exactly this episode ten years ago, and ... no, the amount of explaining they have to do to is a really big hint that they're telling two stories that don't really touch: Rosa Parks', and a really standard Doctor Who plotline.“

  • Wie ich schon schrieb-es hatte ein Geschmäckle. Irgendwie fühlte sich die ganze Folge eher wie 1995 an und nicht 2018. Es gab zu viele Komponenten, die irgendwie hölzern plagiiert wirkten und mir das Gefühl gaben, sie wollten unbedingt ein Historical innerhalb der ersten 5 Folgen und sie wollten ein politisch Korrektes.

  • Die Musik! Die Bilder! Der Schnitt! Die Kostüme! Hach! Einfach herrlich! 11 Punkte für diese superduper Folge, einer der besten von DW, klassik und new! Wer braucht schon eine Story? Oder Spannung? Oder Erklärungen?
    (Zynismus aus)


    Mir hat's nicht gefallen. Die Figuren bleiben flach, aber ich weiß jetzt,welchen Job die Freunde der Doctreuse haben: Es gibt schöne Gruppenbilder. Man steht immer im Karree oder in Linie hinter ihr und liefert Stichworte, statt Inhalte. Ich zweifle nicht an den schauspielerischen Fähigkeiten der Crew. Ich verstehe nicht, warum man sie nicht von der Kette läßt und sie lieber nur in Werbe-/Wallpaper-Optik setzt, statt sie ihren Job machen zu lassen?
    Einen Spannungsbogen habe ich nicht gesehen, denn ganz ehrlich: Wenn es in Historicals darum geht, den korrekten Zeitablauf einzuhalten, dann ist das Ende vorhersehbar. Dementsprechend war das Bildungsfernsehen, oder was?
    Das Vorspiel - Rosas Abläufe herauszufinden - hat sinnvolle Screentime gekostet und die Figuren nicht weitergebracht. Das dann alle nur da sitzen und betroffen zusehen, wie Rosa verhaftet wird, war absolut verschenkt. Aber immerhin stehen am Ende wieder alle wie in der Schule zusammen und gucken sich die Ehrung von Rosa an. Ja, hier hätte der Hinweis auf den Flachspaten Trump echt geholfen!
    Aber wir haben endlich mal in DW ein Rassismus-Thema bearbeitet, sehr gut.... Echt jetzt? War DW nicht immer moralisch? Zum Glück JA! Da die Realität die Fiktion eingeholt hat (siehe Ryanair Flug - Echt jetzt? RYAN????), hätte man das Thema wirklich mit deutlich mehr Dynamik in der Gegenwart oder einer nahen Zukunft behandeln können.


    Jodies Doctor bleibt weiter zweidimensional und ich finde sie nicht sonderlich stark im Umgang mit den Bösewichten. Das war doch lau!
    Und was war das bitte für ein Bösewicht? Ach, was rege ich mich auf? Chibbi ist KEIN guter Autor. Er wirft Dinge in Episoden und macht sich nicht die Mühe zu erklären, was dahinter steckt. Warum sollte er? Der geneigte Zuschauer von heute zieht schon seine eigenen Schlüsse.


    Die wenigen guten Charakteransätze sind verspielt worden: Graham legt seinem Companion, äh, dem Doctor die Hand auf die Schulter und zieht sie schnell wieder weg. Kein Augenblick der Nähe oder Vertrautheit unter FREUNDEN? Und die Begegnung mit Martin Luther King hätte Ryan gerne auch emotionaler und weniger als beeindruckter, aber professioneller Zeitreisender hinnehmen können. Er hätte tausend Fragen und eine Warnung haben können....und wir hätten gesehen, wie MLK darauf reagiert, statt sein Mitgefühl über den Tod von....dingens...der einen da auszurücken, die in der ersten Folge so sang und klanglos starb.


    Ganz ehrlich Leute, ich verstehe Eure Begeisterung nicht. Vielleicht bin ich ein Dinosaurier und kann mich nicht mit Hochglanzoptik allein begnügen und brauche Geschichten, die eine innere Logik haben. Und eine echte Spannung und Charaktere, die diese Bezeichnung verdienen? Und ich finde RTD und (erst Recht!) Moffat konnten das allemal besser.

    Und im Übrigen: Donna war so toll, weil sie dem Doctor kontra gegeben hat

  • Na wenn ich mir so ihre "historischen Folgen am Anfang der Staffel" der jeweiligen Doctoren anschaue, dann haben wir bei RTD "The Unquiet Death" - Hmm... "The Shakespeare Code" - Auweia... "The Fires of Pompeii" - Tja... Und unter Moffat "Victory of the Daleks" - Och joa... "Robots of Sherwood" - Himmel hilf ! Und "Thin Ice" - das war gut. Letzteres würde ich spontan besser als "Rosa" sehen, aber das war es dann auch fast schon von den genannten Episoden.

  • Na wenn ich mir so ihre "historischen Folgen am Anfang der Staffel" der jeweiligen Doctoren anschaue, dann haben wir bei RTD "The Unquiet Death" - Hmm... "The Shakespeare Code" - Auweia... "The Fires of Pompeii" - Tja... Und unter Moffat "Victory of the Daleks" - Och joa... "Robots of Sherwood" - Himmel hilf ! Und "Thin Ice" - das war gut. Letzteres würde ich spontan besser als "Rosa" sehen, aber das war es dann auch fast schon von den genannten Episoden.

    Hey, das waren super Folgen! Unterhaltsam, lustig, spannend und v.a. kreativ.
    Was ich damit meine: Die Autoren haben Themen aufgenommen und was eigenes daraus gemacht, mit Wendungen und Gags und nicht simpel historische Gegebenheiten nacherzählt.


    Allein in Unquiet Death die Tochrwood-Brücke über Eve Myles - cool. Dazu wurde C. Dickens unterhaltsam (und nicht als purer Strahlemann) dargestellt und am Ende war es berührend, weil der Doctor dessen Zukunft erwähnt.


    Shakespeare Code: Martha ist verliebt in den Doctor, der reagiert nicht, dafür baggert William sie poetisch-politisch unkorrekt an (Rassismus?). Wir sehen etwas zwischen den Figuren - super! Außerdem wird etwas vom Werk Shakespeares kreativ aufgegriffen und nicht einfach eine Schreibblockade des Meisters dargestellt.


    Fires of Pompeii - wie kann einem diese Folge nicht gefallen (gerade rückblickend wegen Capaldi und K. Gillan)? C. Tate ist großartig!!! Wieder passiert etwas zwischen den Figuren und ja, ich weiß der Vulkan bricht aus, aber es gibt eine fantastische Geschichte dazu und es wird kein geologisches Ereignis nacherzählt. Der Doctor hat seine Finger im Spiel und befleckt sich mit Blut. Er ist kein lustiger Geselle, der munter durch die Zeit reist, sondern wird mit eigenen Konsequenzen konfrontiert. Wir sehen auch warum der Doctor Companions hat: Um ihn menschlich zu machen, ihm Widerworte zu geben und nicht um ein gutes Gruppenbild abzugeben.


    Victory of the Dalkes - da ist die Geschichte Kulisse und dient dazu die Daleks zurück zu bringen. Ja, war nicht die stärkste Erzählung. Unterhaltsam fand ich es doch.


    Robots of Sherwood - was hab ich gelacht: Der Doctor zweifelt selbst die Echtheit von Robin Hood an und zwischen beiden Alphamännchen entbrennt ein Kampf. Clara ist ganz vernarrt in den Strumpfhosen-Recken und muss beide trennen. Da hatten wir also, hmmmm, wie heißt das, was bei Chibbi fehlt, richtig: Interaktion. Es ging nicht um Geschichtsverständnis. Und wenn doch, hat der Doctor es massiv kaputt gemacht (Pfeil in Pfeil schießen z.B.).


    Thin Ice - war das so was wie Rosa Parks im victorianischen Zeitalter? Wir sehen einen Doctor, der Rassismus nicht unwidersprochen durchgehen läßt (AU!) und wir erleben, wie er kleinlaut vor Billy eingestehen muss, selber reichlich Leute getötet zu haben. Das nennt man eine "mehr als zweidimensionale Figur". Sehe ich das bei Chibbi? Nö.


    All diese Folgen sind technisch mäßig umgesetzt. Hier und da nettes CGI, doch wirklich wichtig ist die Bildgewalt, oder der "tolle Song in Szene 5",oder gar der neue Vorspann nicht, weil es um die Geschichten geht! Das haben RTD und Moffat zumindest verstanden, denn ich merke deutlich, daß sie gute Geschichten lieben, wähend Chibbi nur ein rudimentäres Verständnis von der Kunst des Erzählens zeigt.


    Und schließlich waren alle Folgen in sich geschlossen und man musste nicht hoffen, daß in der nächste Folge erklärt wird, woher der Schurke kommt und was er denn eigentlich will.


    Unter dem Strich frage ich mich, was ich von DW will? Ich gucke es wegen dem Spaß, der Fantastik, der Untrhaltung und ja, der Moral. Fast all das fehlt mir in der neuen Staffel, weil die Geschichten sich dahin schleppen, mich nicht mitnehmen, zwischen den Charakteren nichtts passiert und ich vielleicht nicht verstehe, was der Autor mir sagen will.
    Und ganz sicher gucke ich sie nicht, weil ich nicht mit Wikipedia umgehen kann.

    Und im Übrigen: Donna war so toll, weil sie dem Doctor kontra gegeben hat

  • Allein in Unquiet Death die Tochrwood-Brücke über Eve Myles - cool. Dazu wurde C. Dickens unterhaltsam (und nicht als purer Strahlemann) dargestellt und am Ende war es berührend, weil der Doctor dessen Zukunft erwähnt.

    Die Torchwood-Brücke existiert erst im Nachhinein. Und ja, die Folge an sich ist recht gut, aber sie ist das perfekte Beispiel für eine der drei Arten von Historicals, die erzählt werden können. Die erste Art wäre der Klassiker wie Marco Polo, ohne Aliens, ohne alles, einfach der Doctor und Companions in einem historischen Setting. Die zweite Art wäre das, was The Unquiet Death und die meisten anderen Historicals der neuen Serie sind, nämlich typische Doctor Who Abenteuer, die einfach in der Vergangenheit spielt, diese spielt aber eigentlich keine Rolle. The Unquiet Death hätte genauso gut auch zu jeder anderen Zeit spielen können und so schön es auch war, diese großartige Darstellung von Dickens zu sehen, für die Handlung war es überhaupt nicht wichtig, dass es Dickens war. Die dritte Art wäre das, was wir jetzt bekommen haben, ein Historical mit Aliens, bei dem es aber wichtig ist, dass es in der Vergangenheit spielt, zu genau der Zeit in der es spielt.

    Shakespeare Code: Martha ist verliebt in den Doctor, der reagiert nicht, dafür baggert William sie poetisch-politisch unkorrekt an (Rassismus?). Wir sehen etwas zwischen den Figuren - super! Außerdem wird etwas vom Werk Shakespeares kreativ aufgegriffen und nicht einfach eine Schreibblockade des Meisters dargestellt.

    Tut mir leid, aber die Folge war maximal Mittelmaß. Shakespeare war eher eine Parodie auf die Darstellung des Guten in Shakespeare in Love als ein richtiger Charakter. Die Handlung um die Hexen war ebenfalls schwach, ganz zu schweigen von den Hexen als Gegenspielern selbst. Wir haben dämliche Slapstickszenen mit dem Doctor. Martha, die die ganze Zeit über Zitate von Shakespeare anbringt, was dazu führt, dass er sie fragt, ob er das benützen dürfe. Die lächerliche Auflösung damit, dass Martha einen Zauberspruch aus Harry Potter verwendet. Ach ja, und noch zur Darstellung von Shakespeare: Genau auf diese habe ich angespielt, als ich meinte, dass wir unter RTD eine wesentlich glorifiziertere Darstellung von Rosa Parks bekommen hätte, so wie wir es von Shakespeare hatten.

    Fires of Pompeii - wie kann einem diese Folge nicht gefallen (gerade rückblickend wegen Capaldi und K. Gillan)? C. Tate ist großartig!!! Wieder passiert etwas zwischen den Figuren und ja, ich weiß der Vulkan bricht aus, aber es gibt eine fantastische Geschichte dazu und es wird kein geologisches Ereignis nacherzählt. Der Doctor hat seine Finger im Spiel und befleckt sich mit Blut. Er ist kein lustiger Geselle, der munter durch die Zeit reist, sondern wird mit eigenen Konsequenzen konfrontiert. Wir sehen auch warum der Doctor Companions hat: Um ihn menschlich zu machen, ihm Widerworte zu geben und nicht um ein gutes Gruppenbild abzugeben.

    Die Folge ist Müll. Tate ist, wie sonst auch, nichts weiter als eine alberne Ulknudel. "You got to be kidding me" als das Messer auf sie zukommt war das Highlight bzw. Lowlight der gesamten Folge für sie. Auch wenn man davon redet, dass der Doctor seine Finger mit Blut beflecken würde. Lächerlich. Der Doctor weigert sich erst den Knopf zu dürcken, was alle Menschen, Gegenwart und Zukunft, einschließlich die in Pompeii zu Tode verurteilt hätte. Der vierte Doctor hätte gefragt ob er es darf und dann gedrückt, der siebte Doctor hätte es sofort gemacht. Aber der zehnte brauchte jemanden, der ihn dabei die Hand hält und hilft den Knopf zu drücken. Und wenn ich nur noch einmal hören muss, dass Donna so toll war, dem Doctor zu widersprechen (sie gibt ihm kontra), dann muss ich im Strahl kotzen.

    Victory of the Dalkes - da ist die Geschichte Kulisse und dient dazu die Daleks zurück zu bringen. Ja, war nicht die stärkste Erzählung. Unterhaltsam fand ich es doch.

    Volle Zustimmung.

    Robots of Sherwood - was hab ich gelacht: Der Doctor zweifelt selbst die Echtheit von Robin Hood an und zwischen beiden Alphamännchen entbrennt ein Kampf. Clara ist ganz vernarrt in den Strumpfhosen-Recken und muss beide trennen. Da hatten wir also, hmmmm, wie heißt das, was bei Chibbi fehlt, richtig: Interaktion. Es ging nicht um Geschichtsverständnis. Und wenn doch, hat der Doctor es massiv kaputt gemacht (Pfeil in Pfeil schießen z.B.).

    Die Folge ist eine der lächerlichsten der gesamten Serie. Der Doctor ist nicht der zwölfte Doctor, Gatiss hat augenscheinlich einfach eine generischen Doctor basierend auf den letzten beiden Doctoren geschrieben, was aber überhaupt nicht zu Capaldis Doctor gepasst hat, besonders in Staffel 8. Und dann all der unnötige Slapstick und nur weil der Doctor darauf hinweist, dass Robin und seine Recken Anachronismen sind, weil sie zu sauber und gesund sind für Leute, die zur damaligen Zeit im Wald lebten, macht es nicht besser. Und neben all den dämlichen Kleinigkeiten in der Folge, ist das Ende immer noch die größte Frechheit: Das Schiff wird mit einer Goldmatrix angetrieben und braucht einen Push. Was tun? Einfach mal eine Goldpfeil drauf schießen, trifft zwar nur die Hülle und wird nicht Teil der Matrix, schafft es aber irgendwie trotzdem dem Schiff genügend Energie zu geben.

    Thin Ice - war das so was wie Rosa Parks im victorianischen Zeitalter? Wir sehen einen Doctor, der Rassismus nicht unwidersprochen durchgehen läßt (AU!) und wir erleben, wie er kleinlaut vor Billy eingestehen muss, selber reichlich Leute getötet zu haben. Das nennt man eine "mehr als zweidimensionale Figur". Sehe ich das bei Chibbi? Nö.

    Die Folge hatte das Potential wirklich gut zu werden und dann wurde alles mit einer dämlichen Actionszene aufgelöst. Das zieht die Folge wirklich herunter.

  • Da müsste man sowieso zunächst definieren, WAS ein Historical ist wie, es Mario oben bereits gemacht hat! Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, gab es bei NewWho nicht ein "reines" Historical wie zum Beispiel "The Aztecs".

  • Ich persönlich fand die Folge durchweg super und überzeugend umgesetzt.


    Besonders gefallen hat mir das Doctor Who Rassismus als Element der Zeit wahrnimmt und darstellt. Was für mich im krassen Gegensatz zu "Thin Ice" besteht, wo Martha als erstes gewhiteplained wird das es keinen (nennenswerten) Rassismus zur viktorianischen Zeit gab, und man nur einen Token-Rassisten hat, der dann natürlich auch gleich bestraft wird.

  • Ich fand den 50er-Rassismus zwar holzhammerhaft, hätte mir aber mehr zum heutigen Rassismus gewünscht. Also nach der Erwähnung von Obama auch mal erwähnen, dass danach das Pendel in die krasse Gegenrichtung schwang. (Vom Gesetz her wird es bald in den USA keine Transgender geben, nur so am Rande.) BTT: Wenn der Bösewicht aus 2018 käme und einem Time Agent die Sachen geklaut hätte, das hätte ich als schönen Kniff empfunden.


    Ich fand das eigentlich sehr gut so. In den ersten beiden Folgen der Staffel wurde andauernd alles nochmals erklärend kommentiert, was es eh zu sehen gab. Das empfinde ich als nicht sehr elegante Exposition.


    Hier musste der Zuseher auch mal selbst denn nächsten Schritt mitdenken. Ich traue das den Doctor-Who-Sehern zu.

  • @ Mario: Hast Du seit Eccleston im Strahl gekotzt? Denn so gesehen ergibt DW also nur Sinn, wenn er als Beobachter historischer Ereignisse auftaucht und auf deren Einhaltung pocht, sich selber dabei nie hinterfragt und Claqeure dabei hat? Gewissermaßen eine Sendung mit der Maus in der Tardis?
    Ich habe zugegebenermaßen nix mit klassik Who am Hut und bin erst bei new Who dazu gekommen, was ich - als Gesamtkunstwerk von Staffel 9 bis heute genossen habe. Für mich ging es, wie gesagt, um Unterhaltung (und die Figuren), nicht um Geschichtsunterricht. Und wie hier einige im Forum so schön dargelegt haben, war die echte Hintergrundgeschichte von Mrs. Parks wohl etwas anders, was ihre Leistung in keiner Weise schmälern soll! Also, was nutzt mir da die "historical correctness", wenn sich bei genauerer Betrachtung zeigt, daß es doch anders war? Dann lieber gleich kreative Unterhaltung, oder?
    Letztlich nur eine Frage des Geschmacks. Okay. Darüber müssen wir nicht diskutieren. Was mich irritiert, bleibt der Umstand, daß man RTD und Moffat schlechte Arbeit unterstellt und Chibnal lobt, obwohl er so ziemlich alles falsch macht.
    Und im Übrigen: Donna war so toll, weil sie dem Doctor kontra gegeben hat <X8o8o

    Und im Übrigen: Donna war so toll, weil sie dem Doctor kontra gegeben hat

  • Die RTD-Historicals hatten einfach das Problem, das jedemal ein Monster of the Week neben eine historische Figur gesetzt wurde. Und dann waren es auch noch meist Kreaturen aus der Folklore (Geister, Werwölfe, Hexen,...), die sich - welch' Überraschung! - als Aliens herausstellten.


    Vincent and the Doctor hatte für mich dasselbe Problem: das Ende der Folge war natürlich großartig, aber die Monsterjagd (ja, das deutliche Metapher geht mir ein) wirklich sinnlos.


    Da ist ein menschlicher Gegner schon mal ein Schritt nach vorne.

  • Donna war so toll, weil sie dem Doctor kontra gegeben hat

    Sehe ich genauso. Die hat sich auch nicht von irgendwelchen pompejanischen Wahrsagern einschüchtern lassen. Es ist ja nicht so, dass man sie zu Hause haben will, aber als Companion des Doctors fand ich sie gut. Besonders als Kontrast zu den schmachtenden Vorgängerinnen.

    "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)

  • Die RTD-Historicals hatten einfach das Problem, das jedemal ein Monster of the Week neben eine historische Figur gesetzt wurde. Und dann waren es auch noch meist Kreaturen aus der Folklore (Geister, Werwölfe, Hexen,...), die sich - welch' Überraschung! - als Aliens herausstellten.


    Vincent and the Doctor hatte für mich dasselbe Problem: das Ende der Folge war natürlich großartig, aber die Monsterjagd (ja, das deutliche Metapher geht mir ein) wirklich sinnlos.


    Da ist ein menschlicher Gegner schon mal ein Schritt nach vorne.

    Wer sagt, das Krasko ein Mensch war?

    Und im Übrigen: Donna war so toll, weil sie dem Doctor kontra gegeben hat