12x05 - Fugitive of the Judoon

  • So-Gmo-Lto-Ksho,

    mit den Judoon kann man nichts falsch machen, das funktioniert immer. Für den Teil der Episode also sehr gut, auch wenn ich gehofft hätte, dass Marcia mit den Stricknadeln oder All Ears Allan die bedeutenderen Rollen bekommen hätten, statt Lee und Ruth.


    Auf den galaktischen Windbeutel hätte ich gern verzichtet, aber es hat ja den Vorteil, dass die Frage nach seiner Wiederkehr dann erst mal für eine Weile erledigt ist. Und, irgend jemand musste ja eine Nachricht von der Kategorie "You are not alone" oder "He will knock four times" überbringen, immer in einer Form, die das Wesentliche auslässt, damit es erst dann verstanden werden kann, wenn es sowieso schon zu spät ist. Und natürlich musste Captain Jack in der Episode die Companions beschäftigen, damit Doctor und Ruth zwischendurch private Dinge klären konnten.


    Gestern beim Quiz hatte ich die Episode bereits parallel ohne Ton gesehen. Dabei war mir aufgefallen, dass über weite Strecken nur geredet wird, ohne dass dabei etwas passiert. Ich war also gespannt, ob das, was da beredet wurde tatsächlich derart brisant ist. Außerdem hatte ich all die sensationellen Enthüllungen bereits vorher in einem Real Whovians Cast gehört, bevor ich dann zwecks weiterer Spoilervermeidung abgeschaltet hatte. Es blieb für mich vor allem die Frage, ob mit Ruth als doppeltem Doctor dann tatsächlich der Worst Case aus den Spekulationen eingetroffen ist.


    Wurde zuviel geredet? Trotz gewisser Längen im zweiten Teil der Episode, nein. Ich fand es spannend gemacht, obwohl ich das Ergebnis inzwischen ja bereits kannte. Und die Spekulationen von Gallifrey Base wurden meiner Ansicht nach nicht bestätigt. Im Moment spricht alles für eine Aufspaltung der Zeitlinie. Und nach wie vor steht meine Aussage, dass alles, was wir jetzt über die Vergangenheit des Doctors und von Gallifrey erfahren werden, ausschließlich für diesen Story Arc gilt und danach wieder neu interpretiert werden kann.


    Nachdem Jodie Whittaker in ihrem ersten Reveal Clip ausgerechnet an der Stelle gezeigt wurde, wo Missy gestorben war, hatte ich die Idee, dass Missy regeneriert und nach Gedächtnisverlust glaubt, sie sei der Doctor, und ihrer Tardis das Aussehen eine Police Box gibt. Ich hatte so eine Entwicklung für zu kompliziert für die TV-Serie gehalten. Und jetzt kommt Chibnall tatsächlich mit einer ähnlichen Story von einem doppelten Doctor.


    Wenn Chibnall in gleicher Weise weitermacht, dann ist der "lone cyberman" der Brigadier. Und selbstverständlich wird er genau das bekommen, was ihm niemals und auf gar keinen Fall ausgehändigt werden darf. Erinnert sehr an die vergeblichen Versuche der Silence, den Doctor daran zu hindern, Trenzalore zu erreichen.


    Auch wenn die Orakelsprüche bei mir keine Wirkung haben, gähn, bekommt die Episode dann von mir ingesamt ein sehr gut.


    Radioactive Man

  • Im Moment spricht alles für eine Aufspaltung der Zeitlinie.

    Bester Indikator dafür, dass die schrecklichen Vermutungen von Pascal und Gallifrey Base wahr sind: Radioactiveman kramt seine "Aufspaltung der Zeitline"-Theorie von Staffel 5 als Alternative heraus. Fehlt nur noch, dass die TARDIS Türschwelle doch noch der große Big Bad der Serie wird. :P

  • Ok...

    Vielleicht ist meine Meinung davon gefärbt, dass ich mich vorher massiv gespoilt habe und ich daher nicht auf das Was sondern das Wie gespannt war.

    Es waren viele Versatzstücke alter Folgen drin. Jack wollte ich nicht in Doctor Who zurück und ein Laserpointer, der die Companions ablenkt während die Doctor Sisters unterwegs sind, hätte den gleichen Zweck erfüllt.

    Und die Sache mit Wilhelmine Hartnell wird vermutlich ganz übel enden, aber dass ist nicht Teil der Folge.


    Trotz alldem muss ich zögernd zu dem Schluss kommen, dass das vermutlich die bisher beste Folge der Chibby-Ära war. (Erschreckend.)

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Ich war begeistert von der Folge, auch wenn ich mich gefragt habe warum Graham, Ryan und Yaz nicht wissen wer die Cybermen sind. Haben die das Donna-Syndrom und haben Canary Wharf und Missy's Cybermenarmee verschlafen?


    Wie der 12. Doctor bereits oft nannte: Die menschliche Superkraft, das Vergessen.



    Idee: Der aktuelle Doctor ist der Master und ein Zwischending zwischen Missy und dem aktuellen Master. Ruth ist der wahre 13. Doctor und beide lebten unter dem Chamelon-Kreis. :D :D :D

  • Also an sich nicht schlecht. Aber was bleibt sind doch einige Zweifel. Auf einige Kontinuitäten wurde ja erfreulicherweise geachtet: die TARDIS als Maschine zu bezeichnen und den Schallschrauber nicht zu kennen ... Aber das Polizeinotrufzellen-Aussehen und die Selbstbezeichung als Doctor? Die Benutzung dieser TARDIS selbst? Da wurde im TV ja nun eindeutig gezeigt, dass der Erste Doctorsie auf Anraten Claras genau diese entwendete ... Das widerspricht natürlich massiv seit langer Zeit etablierter Tatsachen - wenn da nicht noch (hoffentlich gute) Erklärungen kommen ... Also fehlenden Mut kann man Chibnall und seinem Team nicht unterstellen - aber ob es wirklich eine gute Lösung gibt? Irgendwie zweifle ich daran ...


    Letztlich ziehen sie nun das durch, was Cartmel einst versuchte - und im TV nicht umsetzen konnte: eine Geschichte vor dem Ersten Doctor zu etablieren. Da wird man nun zwangsläufig in Konflikt mit der Idee des "Anderen" geraten - aber durch all die Prosa- und Audio-Stories passiert das ja leider eh immer wieder mal. Da muss eben doch die TV-Kontinuität im Vordergrund bleiben ...


    Captain Jacks Auftritt fand ich ok - und nicht so sinnlos, wie einige meinten. Er kam, um den Doctor zu warnen - und konnte aufgrund des gezeigten Angriffs seine Aufgabe nicht ganz zum Ende bringen. Ich kann verstehen, wenn man den Typen als solchen nicht mag. Ich persönlich mag ihn und finde das Wiederaufgreifen alter Figuren - besonders einer unsterblichen und zeitreisenden Figur - konsequent.


    Überhaupt Kontinuität. Chibnall wird ja nun - nachdem er in der Staffel davor komplett darauf verzichtet hat - vorgeworfen, alte Elemente zu "recyceln". Egal aus welcher (wirklichen) Motivation heraus, finde ich es sinnvoll, Elemente immer wieder mal aufzunehmen, anstatt in einer so langen Serie immer wieder neue Dinge aus dem Hut zu zaubern, von denen - oh Wunder - der Doctor nie etwas gehört hat. Damals bei RTD dachte ich beim Chamäleonbogen, was für ein interessantes Gerät - irgenwie unlogisch, dass eine solche Technologie zuvor noch nie zum Einsatz kam. Von daher finde ich diesen Rückgriff völlig in Ordnung. Auch die Judoon (die ich ansich bescheuert finde) als Verbrecherjäger wieder aufzugreifen, finde ich konsequent, weil es unlogisch wäre, wenn nur eine Doctor-Inkarnation diesen begegnet ...


    Was mir auffällt ist, dass ich nach einmal drüber schlafen eher besorgt als gespannt bin, wie es weiter geht ...

  • Was mir zum weiblichen schwarzen Doktor vor Hartnell einfällt, ist ein Zitat von Whoopie Goldberg, welches sie sagte bei nem Intro zu alten Cartoons, die früher normal waren aber heute so nicht mehr produziert werden würden, weil sie rassistische Klischees bedienten:


    "Wir zeigen diese Sachen jetzt unverändert, so wie es damals war. Das ist heute rassistisch und war damals auch rassistisch, aber die Zeiten haben sich geändert, so dass man heute Rücksicht nimmt. Man muss es aber so zeigen, wie es damals war, denn nur so kann man sehen, wie weit wir inzwischen gekommen sind." (Sinngemäß aus meiner Erinnerung)


    Das ist alles, was mir zu "achja? Ihr beschwert euch? Guess what, der Doktor war schon immer weiblich... UND SCHWARZ! Noch vor den weißen Männern!" einfällt. Wenn man meint, dass man die Geschichte ändern muss, um zu zeigen, wie tolerant und progressiv man doch ist, ist man 1. genau das Gegenteil und schadet 2. der Geschichte selbst.

  • Beim genaueren Überlegen macht ein Prä-Hartnell-Doctor eigentlich überhaupt keinen Sinn. Lassen wir mal alles ausserhalb des TVs aussen vor, was bleibt:
    Der Doctor hatte schon seine TARDIS, kann man irgendwie hinbiegen. Warum sieht sie aus wie eine Police Box? Der Schaltkreis ist in der ersten Folge kaputt gegangen. (Oder war Hartnell in der ersten Folge frisch regeneriert, man hat ihm und Susan falsche Erinnerungen an gemeinsame Abenteuer vorher implantiert und der Doctor dachte nur, der Schaltkreis wäre erst jetzt kaputt gegangen... Aber dann Clara... Ne, Blödsinn!)
    Wenn man die alte Idee, dass der zweite Doctor nach War Games noch für die Celestial Intervention Agency gearbeitet hat und dann noch eine Regeration einschiebt, das würde mehr Sinn ergeben, aber dem Leak nach sehen die Pläne ja wohl anders aus.

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Weiblich und schwarz ist mir völlig egal in dem Fall. Jo Martin konnte in den kurzen Szenen mehr überzeugen als Jodie Whitaker in einer Staffel. Mich nervt nur einer: Chris Chibnall. Und wie er gerade versucht das Doctor Who Universum mitsamt aller Continuity zu zerstören und in seinem Bilde wieder neu aufzubauen.

  • Terrance Dicks sagte ja gerne (so ähnlich): "Kontinuität ist das, woran sich der Showrunner erinnert."

    Wir sollten Chibnall ein Amazon-Abo für Tai Ginseng spenden, seine Gedächtnislücken sind scheinbar doch zu gross für den Job.


    (Und ist Andre jetzt mit Radioactiveman fusioniert? Radioandreman?)

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • So gut die Folge für sich gesehen ist, ja auch weil Captain Jack Harkness wieder auftaucht, teile ich doch die Befürchtungen meiner Vorschreiber, dass sich hier ein ganz großer Murks ankündigt. Die Folge für sich kriegt ein "super", aber die Angst um unsere Serie wächst bei mir ...

    "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)

  • Chibbi muss echt etwas verzweifelt sein. Er schmeißt echt alles halbwegs klassische an die Wand um vielleicht doch noch die Absetzung zu verhindern.

    Seit dem vorigen Neujahrsspezial hatten wir: Die Daleks, den Master, die Jadoon, Captain Jack Harkness, einen früheren Doctor, und ein namedrop für die Cybermen.

    So ist das wohl wenn man keine eigenen Ideen hat.


    Aber diese Episode war tatsächlich mal gut. Dass ich sowas nochmal erleben darf!


    Was natürlich sehr nervt ist, dass die beiden Doctoren nichtmal versucht haben einzugrenzen wo Ruth denn nun einzuordnen ist. Ist ja nicht so als wäre irgendwie Zeitdruc gewesen oder so. Wie wärs mit Fragen wie "warst du schonmal ein grinsender Kerl mit braunem Fro und einem viel zu langen Schal der mit jelly babies um sich geworfen hat?".

    Stattdessen sitzt die Doktöse am Ende verwirrt in ihrer Tardis und weiß nicht mehr weiter. Gute Frau, du sollst intelligent sein und einen Drang zur Wissenschaft haben und du kannst nichtmal die einfachsten Fragen stellen?

  • Terrance Dicks sagte ja gerne (so ähnlich): "Kontinuität ist das, woran sich der Showrunner erinnert."

    Wir sollten Chibnall ein Amazon-Abo für Tai Ginseng spenden, seine Gedächtnislücken sind scheinbar doch zu gross für den Job.

    History is what you remember. Continuity is what I remember.


    https://thirteenfaces.com/post…mber-continuity-is-what-i

  • Das war schon ein Hammer. Doch hinterlässt er bei mir nicht die überschwänglichen Gefühle wie sie im Moment auf Facebook und Twitter zu lesen sind.

    Im Gegenteil. Ich befürchte, und ich hätte NIE gedacht, bei einer Serie wie Doctor Who in der (fast) alles möglich ist, dies einmal schreiben zu müssen: mit dieser Folge steuern wir sehenden Auges auf die „Jump the Shark“-Rampe zu und befinden uns nur ein paar Meter vor der gefährlichen „Fonzie-Zone“.

    Hatte uns der Doctor belehrt, man könne Geschichte nicht umschreiben, entleert Chibnall seinen Darm auf diese Aussage und präsentiert uns eine zusammengeschwurbelte WTF-Geschichte, die bei näherer Betrachtung des Kanon hinten bis vorne keinen Sinn ergibt.

    Und ich spreche jetzt nicht einmal von den Plotholes und offensichtlichen Fehlern der Story (zu denen ich den sinnentleerten Auftritt von Harkness) dazuzähle.

  • Es geistern ja momentan verschiedene Theorien durchs Netz. Meine Meinungen dazu:

    - Ruth ist pre-Hartnell -> völliger Bullshit, weil es den Canon mit Füßen tritt (Stichwort Police Box, etc.). Das wäre die "Chibnall darf besser gestern als heute gehen"-Variante.

    - Ruth ist Season 6c -> Wenn Chibnall das vernünftig erzählt bekäme, wäre das ganz nett und würde viel erklären. Das muss dann aber logischerweise in den nächsten Folgen auch die nötigen Story-Konsequenzen haben. Also bspw. wird Ruth von den Time Lords gefunden, ihr Gedächtnis gelöscht, und sie zur Regeneration in 3rddocgezwungen.

    - Ruth ist eine zukünftige Inkarnation mit Gedächtnislücken -> joa, ok. Wirft aber die Frage nach dem Sinn auf. Und was machen die Showrunner, wenn Ruth "dran ist" aber Jo Martin nicht zur Verfügung steht?

    I have a new destination. My journey's the same as yours, the same as anyone's.
    It's taken me so many years, so many lifetimes but at last I know where I'm going... Where I've always been going:
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  • - Ruth ist eine zukünftige Inkarnation mit Gedächtnislücken -> joa, ok. Wirft aber die Frage nach dem Sinn auf. Und was machen die Showrunner, wenn Ruth "dran ist" aber Jo Martin nicht zur Verfügung steht?

    Dasselbe wie mit dem Kurator? Kommt halt nie dran? ;)

    Du hast zwei Optionen vergessen:


    - Paralleluniversumsdoktor

    - Direkter Nachfolger von Shittaker (Die jetzt schon unter Vertrag steht)

  • Dasselbe wie mit dem Kurator? Kommt halt nie dran? ;)

    Du hast zwei Optionen vergessen:


    - Paralleluniversumsdoktor

    - Direkter Nachfolger von Shittaker (Die jetzt schon unter Vertrag steht)

    Paralleluniversum fällt weg: 'Chibnall told the Mirror: “The important thing to say is – she is definitively the Doctor. There’s not a sort of parallel universe going on, there’s no tricks."'
    Quelle: http://www.doctorwhotv.co.uk/c…heres-no-tricks-92226.htm


    Direkte Nachfolge wäre natürlich möglich. Fände ich aber mit Blick auf die frische Vertragsverlängerung für Jodie reichlich merkwürdig.

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