12x06 - Praxeus

  • Ich kann keine Kamikazehelden die heroisch ihr Leben wegwerfen wollen mehr sehen.
    Das ist allerunterstes Groschenheftniveau.
    Aber sonst war es ok.

    Das wäre auch so ziemlich das einzige, was ich der Folge vorwerfen wollen würde. Immerhin haben sie wenigstens angedeutet, warum er das tut. Gebraucht hätte es die Szene aber nicht.

    Davon mal abgesehen war das grundsolide und da die Companions zumindest mal irgendwas zu tun hatten und nicht nur blöde Fragen stellen, neige ich zum "Gut".

    I have a new destination. My journey's the same as yours, the same as anyone's.
    It's taken me so many years, so many lifetimes but at last I know where I'm going... Where I've always been going:
    Home... The long way 'round


    1stdoc 2nddoc 3rddoc 4thdoc 5thdoc 6thdoc 7thdoc 8thdoc Wardoc 9thdoc 10thdoc 11thdoc 2_1Doc

  • Was time & space sagt. Diese Folge macht wenig wirklich falsch, es ist eine typische Episode, so wie ich sie von McTighe erwartet hatte. Guter Plot, guter Spannungsaufbau, gute Folge.

    1. 6thdoc 2. 12thdoc 3. 5thdoc 4. 11thdoc 5. 7thdoc 6. 10thdoc 7. 8thdoc 8. 9thdoc 9. 10. Wardoc
    Rest: Anteilig zu wenig gesehen, um entscheiden zu können.

  • Schon wieder eine "Rettet die Umwelt"-Folge. Naja.

    Und auch diesmal findet der Doctor einen Co-Nerd.


    Die Companions sind endlich mal aktiver und recherchieren ohne den Doctor an zwei verschiedenen Orten.


    Früher war der Doctor schon mal schneller im Erkennen der Gegner. Muss wohl das Alter sein.


    Graham braucht jetzt eine Brille? Das wird bestimmt noch mal wichtig.


    Erde gerettet. Romantik gerettet. Gute Folge.

  • Das war nicht gut. Zuviel von diesen Szenen und Dialogen, die man einfach nicht glauben kann. Zwei Mädels wollen in schönster Natur campen, finden eine Müllkippe vor, und schlagen dann dort trotzdem ihr Zelt auf, anstatt einen Kilometer zurückzulaufen und dort zu übernachten? Die erst misstrauige Camperin hat auch kein Problem, mit Ryan in ein gruseliges Krankenhaus zu schleichen? Und nachdem ihre Besti explodiert ist, kreisen sich fünf Minuten später ihre Gedanken um die Funktionsweise der TARDIS und Ihr Blog? Und sie geht natürlich auch gern mit Yaz zurück zu den ballernden Gasmaskentypen? Was ist eigentlich in Frau Doctor gefahren, Yaz allein in die gefährliche Fabrikhalle gehen zu lassen ("Aber nur für eine Stunde !!! Und keine Sekunde länger begibst Du Dich in Lebensgefahr, verstanden?!"), um das (gar nicht mal so) wichtige Ding zu holen? Und was ist in sämtliche Beteiligten gefahren, den armen Typen draußen weiter die gruseligen Vögel beobachten zu lassen, und zwar nicht von der Tür aus, sondern 20 Meter von jeglichem Schutz entfernt am Strand? Warum brauchte man überhaupt das Strandlabor, wenn die TARDIS doch Hightech-Scanner und Antivirensynthese-ToGo besitzt? Wieso überlegt Yaz nicht zumindest mal, ob es wirklich klug ist ein Gasmasken-tragendes Alien einfach so in den Teleporter zu folgen? Vielleicht trug es ja den Atemschutz, weil es unsere Athmosphäre nicht verträgt, sodass der Teleporter in eine für Menschen giftige Umwelt führt? Ein Glü...Pech, dass die Autoren daran nicht gedacht haben. Und an all die anderen Dinge, die der Folge sämtliche Logik und gesunden Menschenverstand beraubt haben. Hätte ja eine gute Geschichte abgeben können, z.B. -wie Frau Doctor ja selbst sagt- mit den Autons, die total Happy sein müssten, dass wir Menschen uns langsam selbst in laufendes Plastik verwandeln. Das wäre doch mal lustig gewesen: "Ihr bösen Autons, hört auf die Menschen in Plastik zu verwandeln!" - "Nope, wir machen doch gar nix. Wir warten nur, bis ihr fertig seid... *weiter zu >Barbie Girl< tanzt*" Vertane Chance von den Schreiberlingen, aber auch vertane Zeit für mich als Zuschauer. Denn auch wenn das vielleicht beim ersten Schauen halbwegs kurzweilig ist, den neuerdings Draufgänger-Companions beim minütlichen Locationwechsel zuzuschauen, wenn der Inhalt genau so glaubwürdig und voller echter Emotionen ist wie einhundert zusammengeschnittene TikTok-Clips, bleibt am Ende bei den Zuschauern nichts von der Folge zurück.

  • Also Solus Meinung kann ich mich nur anschließen. Zu ergänzen wäre da noch:


    Frau Doktor kann also die TARDIS auf die Mikrosekunde genau um den Kamikaze-Piloten herum materialisieren lassen, muss sie aber so weit von der Tür des Labors entfernt parken, dass sie den angeschlagenen Astronauten mühsam schleppen müssen und dass die Vögel Zeit genug haben, die Gruppe auf der Flucht zu attakieren.


    Und was die Schützen in der Lagerhalle angeht: ich dachte immer, die Sturmtruppen aus Star Wars wären die schlechtesten Schützen aller Zeiten, aber die Gasmasken haben mich eines Bessern belehrt. ;)

  • Frau Doktor kann also die TARDIS auf die Mikrosekunde genau um den Kamikaze-Piloten herum materialisieren lassen, muss sie aber so weit von der Tür des Labors entfernt parken, dass sie den angeschlagenen Astronauten mühsam schleppen müssen und dass die Vögel Zeit genug haben, die Gruppe auf der Flucht zu attakieren.

    Der fünfte Doctor konnte auch nie Heathrow finden, aber er hat es einmal geschafft eine Punktlandung in einem fahrenden Zug hinzulegen. Ist also nichts Neues.

  • "Ich sag dir nur ein Wort, ein einziges Wort, Plastik!"

    An dieses Zitat aus der "Reifeprüfung" musste ich denken und natürlich an den Song "Plastic People von den Mothers of Invention und vor allem an "Plastic Man" von den Kinks.


    Die Episode handelte also von den Plastikabfällen in den Weltmeeren und der gesamten Erde. Dieser schon vor Monaten kursierende Spoiler stimmte also. Die Spekulation, dass es dann auch um die Sea Devils gehen würde, stimmte nicht. Und die IMDB hatte zwar einige zutreffende Castinginformationen, darunter Matt Rohman vergangene Woche als Judoon, aber, dass er auch einen Sea Devil spielt, hatte dort jemand voreilig hinzugefügt.


    Mir hat gefallen, dass die Companions auf verschiedene Schauplätze aufgeteilt wurden. Madagaskar, Peru und Hongkong, neulich Australien und Kalifornien, das wurde übrigens alles gefilmt in Südafrika. Die Vögel, die umherkreisen, Leute, die verschwinden, das hat in der Tradition vieler ähnlicher Stories auf gute Weise Suspense-Stimmung erzeugt.


    Wir sind aber bei Doctor Who und nicht bei Hitchcock. Während bei ihm die "Vögel" nur dazu da sind, anzugreifen und dadurch Grusel zu erzeugen, wird hier nach einer Ursache gesucht und eine Lösung gefunden. Mir hätte es gefallen, wenn die Alien-Frau Suki in das Happy-End mit einbezogen worden wäre. Aber, sie hat Menschen absichtlich mit Praxeus infiziert, damit gehört sie zu den Schurken und musste sterben. Neulich in "Orphan 55" hatten Kane und Bella ebenfalls zu viele Verbrechen begangen, deshalb hatte das Drehbuch für sie ebenfalls eine Rettung à la Jake nicht vorgesehen. Um die unvermeidlichen Fragen einiger Fans vorwegzunehmen.


    Sehr schön fand ich auch den Reisevlog "Girls Roaming". Der Radiosender, für den ich arbeite hatte in den vergangenen Monaten eine Sendereihe "Libertaqua" von drei Schülerinnen aus Hannover, die in einem Umweltprojekt um die Welt reisen und über die Probleme der Wasserversorgung in den unterschiedlichen Ländern berichtet haben.


    Von mir für die Episode ein sehr gut.


    Radioactive Man



    He's got plastic flowers growing up the walls,

    He eats plastic food with a plastic knife and fork,

    He likes plastic cups and saucers 'cause they never break,

    And he likes to lick his gravy off a plastic plate.


    Plastic man got no brain,

    Plastic man don't feel no pain,

    Plastic people look the same,

    Yeah, yeah, yeah.

  • "Ich sag dir nur ein Wort, ein einziges Wort, Plastik!"

    An dieses Zitat aus der "Reifeprüfung" musste ich denken und natürlich an den Song "Plastic People von den Mothers of Invention und vor allem an "Plastic Man" von den Kinks.

    Komisch, ich muss bei sowas zuerst an die Autons denken.


    Der fünfte Doctor konnte auch nie Heathrow finden, aber er hat es einmal geschafft eine Punktlandung in einem fahrenden Zug hinzulegen. Ist also nichts Neues.

    Und der vierte konnte South Croydon nicht finden...

    Erst beim siebten hat es mit Perivale geklappt.

    Und der dritte konnte das UNIT-Hauptquartier punktgenau wiederfinden.

  • Hmm, also die Folge war ja recht spannend, besonders am Anfang hab' ich mich gefragt, wie das alles zusammenhängt. Mir sind aber auch so ein paar Punkte die Solus ansprach sauer aufgestossen, u.a. Yaz Bewerbung für den Darwin-Award und das Ultra-RTDsche Opferlamm-of-the-Week. (Das Frau Doctor den Arsch hochkriegte und ihn rettete fand ich da dann positiv. Adric? Wer ist Adric?!)


    Das Umwelt-Thema war jetzt vergleichsweise Subtil eingebaut (also, im Vergleich zu Orphan 55 meine ich).


    Beim abschliessenden Erklärung-Dump hab ich allerdings glaube ich nicht alles mitbekommen. Als herauskam, dass sie den Astronauten als Versuchskaninchen benutzen fragte ich mich "Moment, warum denn ausgerechnet einen Astronauten?" Antwort: Irgendwas am Wirbel mit den Bakterien oder dem Unterwasserlabor (wie gesagt, da hab ich nicht alles mitgeschnitten) hat die Raumkapsel wohl vom Himmel geholt. Praktisch. Geht das auch mit dem Pizza-Taxi?


    Irgendwie hatte ich am Anfang ja gedacht, die Vloggerinnen wären das Paar und die Kerls wären Brüder, gut, war es mal so rum.


    War gut dass Graham da noch eine nette Gesprächsszene mit dem Ex-Cop hatte, das gleicht aus, dass er diesmal besonders alberne Momente hatte.


    Mitgliedschaft in der ESA ist unabhängig von der Mitgliedschaft in der EU, nehme ich an?

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Oh Mann! Bin hin und her gerissen. Ansich durchaus spannend - und deutlich besser von der Umweltthematik her als Orphan 55. Aber so alberne Sachen dabei! Die Girlies will ich sehen, die inmitten einer Müllhalde campen! Ausgrechnet Ryan schickt man alleine los? Warum behielt der Astronaut nochmal so lange seinen Anzug an? Welche Funktion hatte der Knabe am Strand von Madagaskar? Die vielen Leute ... Ich weiß nicht, was das soll! Mir reichts irgendwie mit der Diversität!


    Es klappt einfach nicht, der Serie ein rundes Gesamtbild zu geben. Schade! Vermutlich überlegt man es sich im Angesicht der Quoten doch nochmal mit 'ner Vertragsverlängerung für Chibnall und Whittaker ...

  • @♥Solus: Danke für die Aufstellung. So ähnlich ging es mir auch, auch wenn ich beim ersten Sehen nicht alles gleich bemerkt habe. Dabei ist es eigentlich (sehr "eigentlich") eine interessante Sache, aus der man einiges machen kann - wenn man mal eine Nacht darüber schläft, die Irrungen und Wirrungen im Drehbuch überarbeitet, das ganze dann einen Monat in die Ecke legt und ein zweites Mal überarbeitet.

    Ich könnte der Folge guten Gewissens entweder eine 2, eine 3 oder eine 4 geben und jeweils auch begründen. Vielleicht schaue ich sie am Wochenende noch einmal an, mit etwas Abstand. Und wenn ich dann immer noch nicht weiß, was ich davon halten soll, werde ich eben keine Note vergeben. (Davon wird Chibbi auch keine schlaflosen Nächte bekommen.)

  • Solus hat mit den Ausführungen absolut recht, das war wirklich stellenweise nicht mehr feierlich. Letzten Endes habe ich der Episode ein "Durchschnitt" gegeben. Wusste immerhin einigermaßen zu unterhalten.


    Das Umweltthema wurde recht gut umgesetzt, wenn sich auch wahrscheinlich rein gar nichts daran ändern wird. Meiner Meinung nach hat die Menschheit verloren, der Punkt zur Rettung ist schon lange überschritten. Aber das ist ein anderes Thema.


    Mittlerweile ist es tatsächlich eine andere Sache die mich stört. Ich "oute" mich mal als homosexueller Mann und muss mal ganz deutlich sagen: Irgendwie reicht es langsam mit der politischen Korrektheit.


    EGAL wo der Doctor sich mittlerweile rumtreibt, JEDE Ethnie muss vor Ort vorhanden sein. Und ach ja, nicht zu vergessen noch beiläufig einzuwerfen, dass Person A und Person B vom gleichen Geschlecht sich ganz doll lieb haben. :sleeping:

    "Ironically, while the Eleventh Doctor never encountered the Master onscreen, the episodes containing both his first and last appearances in broadcast order featured two different incarnations of the Master."

  • Natürlich war hier wieder Diversität im Überfluss und auch etwas nervend. Ich persönlich fand es aber mal erfrischend ein schwules Paar zu sehen, die weder getötet wurden, noch den üblichen Klischees entsprachen, sondern mehr so waren wie auch schwule Männer in meinem Umkreis sind, völlig normal. (Ok, Star-Astronaut ist dann wiederum nicht ganz normal.) Davon aber abgesehen war deren Beziehung inklusive Minderwertigkeitskomplexe schlecht geschrieben.

  • Natürlich gab es dämliche Szenen, die mir bereits beim ersten Sehen negativ aufgefallen sind. Das Campen im Müll und Yaz… irgendwie alles was sie hier so gemacht hat.


    Das am Anfang das Team aufgeteilt ist an sich eine gute Sache, aber beim ersten Mal sehen empfand ich auch das als unnötiges Risiko. Erst als klar war, dass die miteinander „verkabelt“ sind der Doctor in Sekunden da sein kann, falls es Probleme gibt, verstand ich das und okay, so macht das Sinn.


    Wieder sehr viele Tote und in Anbetracht das das so schon die ganze Staffel läuft dachte ich wirklich, dass Jake drauf gehen würde, einfach weil das ja inzwischen Sitte geworden ist. War ne angenehme Überraschung, auch wenn das natürlich die Frage aufwirft, warum der Doctor das nicht häufiger macht.


    Alles in allem war die Folge recht ordentlich. Die guten Sachen gleichen die schlechten aus und ich musste mich nicht fremdschämen. Ein Durchschnitt von mir.

  • SupremeDalek, Pascal:


    Wenn ihr es in DW schon viel findet, was den Zuschauern an schwul/lesbischen Paaren vorgesetzt wird, solltet ihr euch nie die Serien von CW ansehen, die um DC-Universum spielen. Also Serien wie Supergirl, Batwoman, The Flash, etc. Da gibt keine einzige Serie, in der den Zuschauern nicht ein LBGT-Pärchen vorgesetzt wird.


    Bitte nicht falsch verstehen: das Problem sind nicht die Paare, sondern die geballte Wucht und das inflationäre Auftreten in den Serien.


    Aber eines muss man der BBC zugute halten: im Gegensatz zu den Amerikanern haben sie es bereits gewagt, Männer-Paare zu zeigen, so wie Yanto und Jack schon vor Jahren. Oder die beiden Jungen Männer in "Claas". (Komme gerade nicht auf die Namen.) In den amerikanischen Serien dagegen gibt es lesbische Paare zuhauf, und es gibt auch in fast jeder Folge einen Mann, der von seinem "boyfriend" oder "husband" spricht, aber vor der Kamera gezeigt werden stets nur lesbische Paare. Die Amerikaner sind da noch wesentlich prüder als die Briten, Händchen haltende oder gar küssende Männer wird es in einer Top-Serie wohl erst unter einem schwulen Präsidenten oder einer Präsidentin geben.