Wie zeitlos ist das Timeless Child wirklich?

  • Um es sehr bildlich auszusprechen: seit dem Ende der 12. Staffel liegt unser aller Lieblingsserie auf der Intensivstation und wird nur noch durch die unzureichende (Werbe)-maschinerie am Leben gehalten.

    Wir vorhergesagt zerstörte ein Theater- und Filmwissenschaftenstudent aus Sheffield den Kern der Serie und spuckte dabei auf über 55 Jahre Seriengeschichte.


    Aber bedeutet das jetzt wirklich das Ende? Welche Möglichkeiten seht ihr einen Teil des Kanons zu reparieren (wo kann Chibnalls Nachfolger da ansetzen), ist es überhaupt sinnvoll oder ist in der Geschichte doch irgendwo noch Potenzial?

  • Jede Geschichte hat Potenzial. Man braucht nur jemanden, der dazu in der Lage ist, dieses auch herauszubringen. Das ist das große Problem, was ich hier sehe, weil ich von nichts, was ich bisher von Chibnall gesehen habe, sei es innerhalb und außerhalb von Doctor Who, das Gefühl bekommen habe, dass er diese Kunst beherrscht.

    1. 4thdoc 2. 11thdoc 3. 2nddoc 4. 1stdoc 5. 8thdoc 6. 9thdoc 7. 12thdoc 8. 6thdoc 9. 3rddoc 10. 7thdoc 11. 5thdoc 12. Wardoc 13. 10thdoc

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  • Jede Geschichte hat Potenzial. Man braucht nur jemanden, der dazu in der Lage ist, dieses auch herauszubringen. Das ist das große Problem, was ich hier sehe, weil ich bei nichts, was ich bisher von Chibnall gesehen habe, sei es innerhalb und außerhalb von Doctor Who, mir das Gefühl gibt, dass er diese Kunst beherrscht.

    Über Letzteres kann man sicherlich streiten.;)

    Ansonsten bin ich aber auch der Meinung das es bei Doctor Who genügend Potential für die Zukunft gibt. Es hängt halt viel vom Können der Leute vor und hinter der Kamera ab.

  • Ich habe obige Frage gestellt mit folgender Überlegung:


    Die kommende (aufgeteilte) Staffel (sofern es Corona zulässt sie zu drehen) wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die letzte Who-Zeit sowohl für die Doctreuse als auch Chibnall sein.


    Seine Ära geht, und da ist sich ein großer Teil der Fans einig, eher desaströs zu Ende (sowohl für die Serie selbst als auch das Interesse). Über einen Showrunner-Nachfolger (sofern die Serie weiter geht) könnte man nur spekulieren.


    Nun kann ein neuer Kapitän uns Fans nicht blitzdingsen, damit wir die letzten beiden Staffeln vergessen. Er könnte sich nur Moffat-like, eine wirre Geschichte ausdenken, die dem ganzen einen Sinn geben würde. Doch wo soll man da ansetzen? Gehört die gesamte Doctreuse-Zeit ausradiert (Bobby unter der Dusche)? Oder sollte man den losen Faden aufnehmen und weiter spinnen?

  • Seine Ära geht, und da ist sich ein großer Teil der Fans einig, eher desaströs zu Ende (sowohl für die Serie selbst als auch das Interesse). Über einen Showrunner-Nachfolger (sofern die Serie weiter geht) könnte man nur spekulieren.

    Naja, noch ist die kommende Staffel noch nicht mal gedreht. Die würde ich erstmal abwarten, bevor ich von einem desaströsen Ende spreche.


    Nun kann ein neuer Kapitän uns Fans nicht blitzdingsen, damit wir die letzten beiden Staffeln vergessen. Er könnte sich nur Moffat-like, eine wirre Geschichte ausdenken, die dem ganzen einen Sinn geben würde. Doch wo soll man da ansetzen? Gehört die gesamte Doctreuse-Zeit ausradiert (Bobby unter der Dusche)? Oder sollte man den losen Faden aufnehmen und weiter spinnen?

    Vielleicht sollte man sich erstmal auf die neuen Geschichten konzentrieren und sich dann irgendwann mal überlegen, ob mann die Angelegenheit so stehen lässt oder sie revidiert.

    Ich habe die zwölfte Staffel bisher nicht gesehen, aber von dem was ich vom Finale bisher gelesen habe, bin ich auch nicht so begeistert (ich glaube aber trotzdem, dass es auch in der 12. Staffel Folgen gibt die mir gefallen werden).

  • Bobby unter der Dusche halte ich für die einzig sinnvolle Lösung. Der Doctor ist nach Twice Upon a Time nach der Regeneration in ein Koma gefallen, aus dem er jetzt aufwacht. Die ganze Chibnall-Ära ist dann ein einziger böser Alptraum gewesen. Ich fürchte aber, dass das nicht passieren wird.

  • Ich hätte da ein paar Ideen. Grob gesagt: Time has been rewritten. Aus irgendeinen Grund, wird gallifreyanische Geschichte verändert und wer oder was auch immer es tut, fixiert diese nun um den Doctor herum. Vielleicht aus Rache gegen diesen oder gar alle Time Lords? Genügend mögliche Täter gäbe es.


    Ein Beispiel wäre: Was der Master in der Matrix gefunden hat, war alles falsch, aber man kann mit der Matrix die Realität beeinflussen, und genau dies ist am Ende der Staffel passiert und hat eine neue Realität, eine neu Version der Geschichte der Time Lords erschaffen. Und verantwortlich dafür war der Doctor selbst, weil es das Timeless Child wirklich gab und damals Rassilon entkam, was der Doctor in seiner Zeit als Präsident herausfand. Um dieses Child zu schützen, hat er Informationen in der Matrix gefälscht, um die Spur auf sich zu lenken, hat all dies danach aber wieder vergessen, oder gar absichtlich aus seinem Gedächtnis gelöscht. Und warum sollte er so etwas tun? Ganz einfach, weil er der Doctor ist. Fertig. Und dies könnte glatt zu einer neuen Handlung führen, weil all dies das Web of Time schädigt und Zeit sensetive Rassen wie die Daleks spüren, dass etwas falsch läuft. Ein Wettlauf darum, dass Web of Time zu retten und gleichzeitig ein unschuldiges Leben zu beschützen, da das echte Timeless Child irgendwie doch noch existiert und der Doctor nicht will, dass es irgendjemanden in die Hände fällt, besonders nicht den Daleks oder gar Rassilon, der irgendwie natürlich immer noch da ist und seine glorreiche Vergangenheit wiederherstellen will.

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  • Ich hätte da ein paar Ideen.

    Ja, genau solche Überlegungen (also jetzt nicht deine Idee) gehen mir auch durch den Kopf. Wo hat man die Möglichkeit, den ganzen BS der letzten beiden Folgen von Staffel 12 zu ändern? Wobei ich sogar noch viel früher ansetzen würde, so wie Nikioko schrieb.



    irgendwann mal überlegen, ob mann die Angelegenheit so stehen lässt oder sie revidiert.

    Und das wäre meiner Meinung nach fatal. Denn je länger es stehen bleibt um so weniger kann man an die Erinnerung des Zuschauers anknüpfen.

  • Wobei ich sogar noch viel früher ansetzen würde, so wie Nikioko schrieb.

    Ganz ehrlich? Die Idee von Nikioko ist einfach nur peinlich, mMn. "Oh es war alles nur ein Traum" ist schlechtes Schreiben und in diesem Falle eine billige Ausrede, weil man es sich einfach machen will, wie man sich aus einer Zwangsmühle herausschreibt.

  • ist einfach nur peinlich

    Nein das meinte ich nicht mit dem Traum. Ich wollte damit nur sagen ich würde beim Ende von 12 ansetzen. Es muss kein Traum sein aber ich glaube, es gibt dort (auch wenn ich jetzt von einigen Prügel bekomme) dank Moffat Möglichkeiten, die "Zeitlinie umzuschreiben"

  • Und das wäre meiner Meinung nach fatal. Denn je länger es stehen bleibt um so weniger kann man an die Erinnerung des Zuschauers anknüpfen.

    Das gilt aber nur, wenn man sich dafür entscheidet es zu revidieren. Ich weiß aber auch nicht, ob es so gut wäre, wenn sich dieser Handlungsstrang über mehrere Staffeln erstrecken würde. Eine Staffel mit schönen Einzelfolgen wäre mir jedenfalls lieber.


    Nein das meinte ich nicht mit dem Traum. Ich wollte damit nur sagen ich würde beim Ende von 12 ansetzen. Es muss kein Traum sein aber ich glaube, es gibt dort (auch wenn ich jetzt von einigen Prügel bekomme) dank Moffat Möglichkeiten, die "Zeitlinie umzuschreiben"

    Das fände ich aber sehr schade.:(

    Ich glaube aber auch nicht, dass es jemals dazu kommen würde.

  • Die wichtigste Frage wäre ob Peter Capaldi noch einmal zurück kommen würde um seine Regeneration noch einmal zu drehen? So würde ich es machen.


    Wenn man jetzt einfach den nächsten Doctor nimmt, wird diese Schande von Chibnall ewig in die Geschichte eingehen. Selbst wenn der nächste Showrunner es schaft den Mist noch irgendeine Bedeutung zu geben, ist aber immer noch der Mist Teil der Doctor Who Geschichte. Ich würde mir wünschen das wir irgendwann den Punkt erreichen wo Staffel 11 und 12 (und vielleicht 13) eine Position haben wird wie Richard E. Grant als 9. Doctor. Die Fan-Fans wissen natürlich was passiert ist aber die große Masse hat keine Ahnung wer Chibnall ist oder war.

  • Das wird nie geschehen! Es ist ein Unterschied, ein animiertes Web-Special für ungültig zu erklären, oder drei Staffeln, die mit einem riesigen Promotionaufwand produziert und ausgestrahlt wurden. Doctor Who wird auch das überleben - hat ja auch den quietschbunten und im TV massiv unangenehmen Doctor überstanden, bzw. dann in den anderen Medien was aus ihm gemacht. Für mich ist das Timeless Child jetzt erstmal eine Tatsache, die in meinen Augen den "Kanon" zwar verändert, aber nicht massiv zu Nichte macht. Ich warte einfach, dass ein/e bessere/r Doctor-Darsteller/in, ein kluger Showrunner, sinnvolle Companions und vor allem gute Autoren meine Begeisterung wieder entfachen.

  • Die wichtigste Frage wäre ob Peter Capaldi noch einmal zurück kommen würde um seine Regeneration noch einmal zu drehen?

    Ich glaube das müsste er nicht einmal. Ich kenne NewWho in und-auswending. Und wie schon oben beschrieben lässt Moffat in seiner finalen Staffeln so viele (hier oft bemängelt) lose Fäden liegen, dass man nur den ein oder anderen aufnehmen müsste, um eine brauchbre Hintertür zu finden. Man müsste nicht einmal die komplette Doctreusen-Zeit ausradieren.

  • Die wichtigste Frage wäre ob Peter Capaldi noch einmal zurück kommen würde um seine Regeneration noch einmal zu drehen? So würde ich es machen.

    Das halte ich auch für absolut ausgeschlossen und ich würde es mir auch nicht wünschen.

    Unabhängig davon wie man zu den Staffeln 11 und 12 steht, muss man akzeptieren, dass sie zur Serie einfach dazugehören. Ob alles Inhaltliche in der Zukunft so bestätigt wird ist eine andere Frage, aber der Großteil wird meiner Meinung nach Kanon bleiben.

  • Das gute ist das die meisten Folgen ja sowieso keinerlei Eindruck hinterlassen haben den man schützen muss. Wenn der Doctor irgendwann wieder auf Edison oder Mary Shelly trifft kann man ja einfach so tun alsob er sie noch nie gesehen hat (wie bei Mary Shelly ja bereits geschehen; Big Finish lässt grüßen). Oder er gibt sich in seiner neuen Form einfach nicht als Doctor zu erkennen.


    Was ich meinte war aber eher, wenn man die Staffel unberührt im Canon stehen lässt, muss man sie sich anschauen um die Geschichte zu verfolständigen. Und ich bin (im Moment) einfach nicht stark genug diese Staffeln mir anzutun:P Wenn jetzt also ein neuer Showrunner sich auf diese Zeit von Doctor Who bezieht, muss man ja wissen worüber man da gerade redet, also muss man die Folgen kennen.


    Die beste Art damit umzugehen wäre es den Doctor in einem Nebensatz einfach erwähren zu lassen, wenn er seinem neuen Companion sich und die Tardis erklärt. So kann man in einem Satz die letzten 3 Jahre einfach wieder streichen und ungeschehen werden zu lassen.


    Dann kann man nur noch hoffen das Big Finish nicht die Idee bekommt den ganzen Mist groß aufzuziehen und auch noch die anderen Doctoren und Companions mit in die Sache hinein zu ziehen. Wie sie mit dem Time War umgegangen sind, fand ich ganz nett und gut (sprich The War Doctor). Aber ich brauche keine alternative Version von Gallifrey die das ganze Thema behandelt.

  • hat all dies danach aber wieder vergessen, oder gar absichtlich aus seinem Gedächtnis gelöscht.

    Irgendwas klingelt da bei mir, aber ich komm nicht drauf. ZZ Plural Z Alpha?

    "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)

  • Irgendwas klingelt da bei mir, aber ich komm nicht drauf. ZZ Plural Z Alpha?

    Ich dachte eher an Timewyrn: Genesis, wo der siebte Doctor Ace davon erzählt, dass er sich manchmal Erinnerungen löscht, um Platz für neue zu machen.

  • Ach ich weiß nicht. Warum sollte sich ein zukünftiger Showrunner damit beschäftigen? Wenn Chibnall will, baut er in der kommenden Staffel noch etwas über das Timeless Child ein ... wo es herkommt z.Bsp. oder gibt der Devision noch etwas Polster. Aber was gibt es sonst noch dazu zu sagen? Fakt ist jetzt, der Doctor ist ursprünglich kein Time Lord, sondern ein Wesen unbekannter Herkunft, dessen Fähigkeit sich die Gallifreyaner zu Nutze gemacht haben. Es gab bereits vor dem Ersten Doctor Inkarnationen, doch die Regenerationsfähigkeit wurde wie bei allen Time Lords begrenzt. An sich kann man mit jedem neuen Doctor weiterhin spannende Geschichten erzählen - wenn man es denn kann. Da braucht es diesen Hintergrund zum Verständnis nicht. Big Finish wird jetzt auch bei den klassischen Doctoren immer mal was einstreuen ... So wie ja auch der Ewige Krieg, der War Doctor die Umwandlung des Geschlechts teilweise "nachträglich" in andere Medien reingepopelt wurden. Aber ob das dann wirklich Handlungsrelevant wird, wage ich zu bezweifeln. Zum Verständnis anschauen muss man sich ja dann nur die Folge mit den Judoon und dem neuen Doctor und den abschließenden Doppelteil der letzten Staffel. (Ich finde immer noch, die im Vergleich zu vielen anderen Chibnall-Ära-Episoden interessantesten Folgen ...)