12x11 - Die Revolution der Daleks (Revolution of the Daleks [New Year Special 2021])

  • Das Problem ist, das Amazon die internen Strukturen vor Jahren auf EU Binnenmarkt umgestellt hat. Das rächt sich jetzt.
    Viele US Firmen kommen mit Grenzen und Zoll sehr schlecht zurecht.
    Japaner sind da deutlich besser.

    Jo - dass da intern grade heilloses Chaos herrscht war spätestens klar, als Amazon UK sämtliche EU Vorbestellungen gecancelt hat (fauch)

    "Alles, was je in Raum und Zeit geschehen ist, oder jemals geschehen wird... Wo würden Sie gerne anfangen?"


    Falls wem die Bonus-DVD bei "Die Rache der Cybermen" Standard-Blu-ray fehlt: Infos dazu stehen HIER

  • Jo - dass da intern grade heilloses Chaos herrscht war spätestens klar, als Amazon UK sämtliche EU Vorbestellungen gecancelt hat (fauch)

    Mal sehen ob wir in der Firma eine Nachricht bekommen haben, wie es jetzt weitergeht. Kann mir durchaus vorstellen, dass die auch Bestellungen an Lieferanten mit Sitz in der EU gecancelt haben..

  • Wie überraschend,

    die Regeneration von Jodie Whittaker, die laut Internet wegen der schlechten Quoten von Staffel 12 im Oktober nachträglich gedreht wurde, wurde doch nicht verwendet. Auch die Verabschiedung der BBC von der unter dem Eindruck der Black Lives Matter Bewegung nicht mehr als politisch korrekt erscheinenden Police Box wurde nicht vollzogen. Und auch Donald Trump verzichtete darauf, das Kriegsrecht anzuwenden, um "Sleepy Joe...die" zu stoppen.


    Stattdessen bekamen wir gute Unterhaltung auf solidem Niveau. Sogar Captain Jack war ausnahmsweise erträglich. Und er benutzt immer noch den Quadratstrahler von der Bananenfarm. Die beste Szene war der Blick von Graham, nachdem er "Silver Fox" genannt wurde. Jack Robertson erinnert mich an die Kooperation des Doctors mit Richard Nixon. Es gibt viele Schurken in Führungspositionen und es ist nicht die Aufgabe des Doctors uns Menschen vor solchen Leuten zu bewahren, die wir aus unserer Dummheit heraus immer wieder in derartige Machtpositionen bringen. Als wiederkehrende Rolle für einen skrupellosen, aber auch rationalen Argumenten zugänglichen Geschäftsmann ist Jack Robertson eine gute Besetzung.


    "You know what your problem is, Leo?

    You're too clever.

    This is why people don't like experts."


    Donald Trump wollte nicht die Ratschläge seiner Experten befolgen und hat den USA dadurch die höchste Todesrate der Welt durch Covid-1984 beschert. Jack Robertson dagegen behält Recht mit seinem Versuch, den Experten Leo in seine Schranken zu weisen. Die falsche Botschaft in einer Zeit, wo wir doch unbedingt auf die Wissenschaftler hören sollten? Nicht unbedingt. Wir müssen eben damit zurechtkommen, dass es auch immer wieder verblendete Wissenschaftler gibt. In unserer Realität bekommen solche Leute als Auszeichnung ein Goldenes Brett. Glückwunsch an Sucharit Bhakdi.


    Jo Patterson war von vornherein so angelegt, dass sie niemand vermissen wird. Premierminister in UK sind eben beliebig austauschbar. Saxon, May, Johnson, wen kümmerts.


    Der Transport der Überreste des Resolution-Daleks war dazu bestimmt, gekapert zu werden. Deshalb gab es keinen Geleitschutz und es wurde ein Fahrer eingesetzt, dessen Gewohnheit zur Teepause bekannt war und dadurch einen einfachen Zugriff ermöglichte. Und solange die Daleks nichts von der Anwesenheit des Doctors wussten, war die Police Box auf der Brücke einfach nur eine bedeutungslose Police Box. So einfach lassen sich vermeintliche Logikfehler der Episode auflösen.


    Der Doctor lügt. Die Tardis, die im Herzen des Void zerbrechen soll, wird den Vorgang selbstverständlich überstehen. Es handelt sich um eine dramatisierende Bildsprache, genauso wie die Aussage, der Resolution-Dalek sei in einer "Supernova" vergangen. Allerdings stimme ich zu, dass Chibnall darüber vermutlich nicht nachgedacht hat.


    Übrigens, Pascal, ich zähle 4 Tardisse: die vom Doctor, die vom Master, die, die als Baum zurückblieb und jetzt schließlich die, die zusammengefaltet wurde.


    Der Doctor holt Daleks auf die Erde, um Daleks zu bekämpfen? Capaldi hat Cybermen so umprogrammiert, dass sie auch Time Lords jagen. Ist also nicht neu, dass der Doctor eine Gefahr auf unverantwortliche Weise vergrößert.


    Der Doctor hat Milliarden Jahre in dem Confession Dial verbracht, als selbstauferlegte Strafe, weil er sich für den Tod von Clara verantwortlich fühlte. Jetzt hat der Doctor ein paar Jahrzehnte im Gefängnis der Judoon als Auszeit genommen, zum Zweck der Selbstfindung, weil sie sich mehr sicher war, wer sie eigentlich ist. Sie hat diese Zeit für sich selbst gebraucht. Irgendwann hätte sie einen Plan zum Ausbruch umgesetzt, aber Captain Jack kam dem zuvor und hat ihr klargemacht, dass es im Universum Leute gibt, die sie vermissen.


    79 Milliarden Lichtjahre entfernt, das befindet sich jenseits des Ereignishorizonts. Wegen der Ausdehnung des Universums hätte Licht von dort niemals die Chance unsere Erde zu erreichen. Etwas weit weg für die Judoon, die bislang eher den Eindruck einer lokalen Sicherheitstruppe für unsere Milchstraße gemacht haben. Aber da gibt es ja eine nicht näher definierte Zusammenarbeit mit der Division.


    Der Zoo von Gefangenen in dem Shada-Imitat ist wie üblich sinnfrei zusammengesetzt. Ich stelle mir vor, wie das parasitäre Verhalten der Spezies der Weeping Angels nach intergalaktischem Recht erlaubt ist, ein einzelner Weeping Angel dann aber etwas getan hat, was nach Regeln jenseits unseres Verständnisses als Verbrechen eingestuft wurde. Die Judoon gingen dann auf die von Weeping Angels befallenen Welten und versuchten dort mit Steckbriefen, diesen einzelnen kriminellen Weeping Angel zu identifizieren, bis sie ihn gefasst hatten und in ihr Gefängnis bringen konnten. Die Strichliste des Doctors zählte übrigens nicht Tage, sondern Sichtungen des Konfessionspriesters.


    Die Rückkehr zum Hügel mit dem Fahrrad bildete für Ryan und Graham einen guten Abschluss. Finnland, Korea? Verfügen sie immer noch über die Gabe der Tardis, alle Sprachen zu verstehen? Auf ein Spin-off mit den beiden würde ich mich nur einlassen, wenn das Geheimnis von Secret Pigeon aufgedeckt wird. Ich bin sowieso schon bei Staffel 13. Es gab einige sehr interessante Berichte von den Dreharbeiten, unter anderem darunter auch schon ein Foto von dem hier mehrfach erwähnten John Bishop.


    Radioactive Man

  • Was soll ich sagen... das erste Mal, dass ich nicht mal dran gedacht habe, dass ein Weihnachts- oder Sylvesterspecial von Doctor Who laufen könnte. Ich habe es durch Zufall mitbekommen und erst heute angeschaut, habe aber jetzt nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben, wenn ich die Zeit anders genutzt hätte. Zwischendurch habe ich ein paar Minuten die Wäsche gemacht, und als ich wiederkam, war irgendwie alles wie vorher.


    Zur Handlung: Ist alles schon von allen gesagt. Mittelmaß, im besten Fall. Ob man noch was retten kann, indem man neue Companions castet? Mir eigentlich egal.


    Ich glaube, das schlimmste, was einer Serie wie Doctor Who passieren kann, ist Gleichgültigkeit.

  • Wie überraschend,

    die Regeneration von Jodie Whittaker, die laut Internet wegen der schlechten Quoten von Staffel 12 im Oktober nachträglich gedreht wurde, wurde doch nicht verwendet. Auch die Verabschiedung der BBC von der unter dem Eindruck der Black Lives Matter Bewegung nicht mehr als politisch korrekt erscheinenden Police Box wurde nicht vollzogen. Und auch Donald Trump verzichtete darauf, das Kriegsrecht anzuwenden, um "Sleepy Joe...die" zu stoppen.

    Was ebenfalls nicht passiert ist: es tauchte kein nackter Samoaner auf, der ständig "ICH BIN EIN PINGUIN" gerufen hat. Arnold Schwarzenegger wurde nicht als Romana 3 eingeführt. Das überall im Internet geleakte Crossover mit Pokemon, wo Jodie mit Pikachu auf die Jagd geht, haben sie ebenfall gestrichen und zu aller Enttäuschung gabs auch keinen Auftritt im deutschen Bundestag - und das wo ich irgendwo im Internet gelesen habe, dass Jens Spahn persönlich in der TARDIS gesichtet wurde, bei den Dreharbeiten... sehr Merkwürdig, wo das alles ja laut Internet zutreffen sollte...

  • Keine große außergewöhnliche überraschende Sache - aber durchaus sehenswert und kurzweilig. Ich fand die Episode wirklich solide.


    Die Begleiter sind mir nach wie vor ziemlich egal - und das, was emotional gemeint war, nahm ich so hin, ohne groß berührt zu sein. Die heilige Grace am Ende hätte ich nicht gebraucht, Ryans und Grahams letzte Szene auf dem Hügel fand ich aber als Abschluss für die beiden gut gewählt.


    Was das Mädel betrifft - für mich ist sie eine Nulpe ("... wird umgangssprachlich eine Person bezeichnet, die vom Sprecher für einen Dummkopf, Versager, Nichtskönner oder einen energielosen oder wunderlichen Menschen gehalten wird." wikipedia) - ich fürchte, Chibnall hat noch einiges mit ihr vor (Welt retten, Doctor retten pipapo).


    Captain Jack fand ich gut und zum Glück nicht so aufgedreht wie bei seinem Kurzauftritt in der Judoon-Episode - wo waren die Judoon eigentlich in dem Gefängnis? Haben die nur abgeliefert? Gab es überhaupt Gefängniswärter? Schade, dass Jack am Ende so sang- und klanglos mit einer Sprachnachricht abgespeist wurde.


    Und Robertson als wiederkehrender Charakter gefiel mir tatsächlich auch ganz gut!


    Das Design der neuen Daleks finde ich sehr gelungen! Die hätte ich als neue Dalek-Generation gern behalten!


    Und nun ja, der Doctor: mit ihr kann (muss) ich leben - bin aber froh, wenn endlich wieder ein interessanterer Doctor-Charakter kommt, was unter Chibnall vermutlich eher unwahrscheinlich ist :(


    Was die Handlung allgemein betrifft: ja, vieles was man irgendwie schon hatte, seien es die skrupellosen Politiker, oder ein Alien-Gefängnis, geklonte unreine Daleks und ein daraus resultierender Bürgerkrieg ... Aber dennoch solide erzählt und vermutlich für ein Publikum gedacht, dass nicht über 300 Episoden der Serie bereits kennt.


    Es wird Zeit, dass man der Serie eine Rundum-Kur verpasst und neue ungewöhnlichere Wege des Erzählens sucht (und hoffentlich findet). Die anfängliche Suche nach der TARDIS am Anfang dieser Ära wäre so eine neue durchgängige Erzählweise gewesen. Chance verpasst. Der Serie würde es gut tun, ausgetretene Erzählpfade zu verlassen und neue Wege zu gehen. Das wird dann auch wieder einigen nicht passen, aber allen kann man es eh nicht recht machen. Die hier schon angesprochene Gleichgültigkeit gegenüber der Serie ist tatsächlch das Schlimmste, was ihr passieren kann.

  • War ganz Nett.


    Persönlich fand die letzte Dalekfolge besser, der einzelne Dalek in Resolution wirkte an sich bedrohlicher, auch wenn der Schluss damals eine volle Katastrophe war.


    Dieses Mal hatte ich jedoch gewisse Erwartungen an die Story. Dachte, dass der Doctor die meiste Zeit der Episode im Gefängnis ist und die „Fam“ gegen die Daleks ankommen muss, eventuell noch mit Jack. Also eine companionlastigere Episode.

    Allerdings war das mit dem Gefängnis für den Doctor ja dann doch wohl eher ein McGuffin. Komplett nutzlos, da der Doctor zurück ist, bevor auf der Erde überhaupt was passieren, oder die Fam etwas tun kann. Schade, ne vertane Chance den Anhang etwas kompetenter dazustellen.


    Das Ryan nicht mehr mitgeht, kann ich nachvollziehen, sind ja 10 Monate vergangen und dass der sich inzwischen ne andere Möglichkeit gesucht hat, um etwas zu unternehmen ist glaubhaft, auch das Graham wegen Ryan bleibt, klar, er ist ja zum Teil wegen ihm mit und zum anderen Teil um Graces Tot zu verarbeiten, aber das ist nun echt lange genug her.

    Das dasselbe wie bei Ryan aber nicht auch auf Jaz zutrifft überrascht mich. Die hängt definitiv viel zu sehr am Doctor und ist zu unselbstständig. Erschreckend, da sie eigentlich Polizistin ist, bzw. sein soll.


    Wenn wir in der Totalen gezeigt bekommen, dass in der Fabrik Daleks geclont werden, um dann fünf Minuten später in der Totalen mit dramatischer Musik gezeigt zu bekommen, dass in der Fabrik Daleks geclont werden

    Das ist mir auch extrem aufgefallen. Praktisch zweimal dieselbe Szene hintereinander. Da fragt man sich, gibt’s da kein Probe-Ansehen, vor der Premiere um Wiederholungen zu erkennen und verhindern zu können?



    Fazit: Optisch sehen die neuen Folgen ja gut aus aber die Plotholes und das Fremdschämen werden/wird immer schlimmer. Ein Durschnitt von mir.

  • Schlaubi

    Hat das Label Aktuelle Episode entfernt
  • Schlaubi

    Hat den Titel des Themas von „12x11 - Revolution of the Daleks“ zu „12x11 - Die Revolution der Daleks (Revolution of the Daleks [New Year Special 2021])“ geändert.
  • Heute bei amazon prime entdeckt und mit sehr niedriger Erwartungshaltung geguckt - dafür war ich dann positiv überrascht. Es wird auf ein ganz traditionelles Abenteuer gesetzt, die x-te Dalek-Invasion. Die war spannend gemacht; dem oben mehrmals so ähnlich zu lesenden Fazit "nett, aber unoriginell" kann ich mich anschließen, wobei unoriginell nach der vorigen, so furchtbar originell sein wollenden Staffel glatt als Lob durchgeht.
    Ein skrupelloser Geschäftsmann als Bösewicht ist auch nicht eben neu, aber wie er sich am Schluß herauswindet und als Retter darstellt, gar höhere Ämter anstrebt, ist schon ein Maß an Unverfrorenheit, das den Zuschauer staunen läßt. Zudem bekommen wir die lange erhoffte Reduzierung der Companion-Anzahl. Natürlich gab es wie immer in jüngerer Zeit ein paar Sachen, bei denen man sich im Sessel windet (die zusammenfaltbare Tardis, die zufällig gerade so zur Hand war, oder die kitschige Vision im Sonnenlicht), aber insgesamt ging es doch aufwärts. "GUT".