Beiträge von Der tanzende Arzt

    In dem Aufsatz haben sie sich bewusst nur an den Fernsehfolgen orientiert und versucht, sich daraus einen Reim zu machen.


    Irgendwie mussten sie dabei die Tatsache berücksichtigen, dass die ersten Daleks noch ohne die senkrechten, streifenartigen Energie-Panelen unterwegs waren (beim Überfall der Erde aber mit einer Schüssel am Rucken als Zwischenlösung ausgestattet).

    So, jetzt habe ich das Buch (Band 1) von Miles und Wood zu Hause ausgegraben. Ihre Version lautet so...


    ca. 1800: Genesis Of The Daleks – Die ersten Daleks werden von Davros erschaffen und vom Doctor für einige Jahrhunderte eingegraben.

    im Laufe der nächsten paar Jahrhunderte: die Thals mutieren zu schönen, blonden geschminkten Menschen während die Daleks sich langsam daran machen, die Raumfahrt zu entwickeln.

    2157-2167: The Dalek Invasion Of Earth – die Erde wird annektiert, aber noch gibt es kein großes Dalek-Reich.

    Die Daleks, die auf Skaro in ihrer Stadt zurückgeblieben sind, entwickeln sich zurück, bis sie ca. 2263 vom Doctor in "The Daleks" vernichtet werden. Die raumwandernden Daleks bekommen das gar nicht mehr mit.

    2540: Frontier In Space > Planet Of The Daleks – Das erste mal, das eine große Dalek-Armee eine Bedrohung für die ganze Galaxie darstellt. Glücklicherweise wird diese Riesenarmee auf Spiridon für Jahrhunderte eingefroren.

    ca. 2700: Death To The Daleks – Die Daleks sind keine Großmacht mehr, aber weiterhin eine bekannte und durchaus ernst zu nehmende Bedrohung.

    zwischen 3000 und 4000: The Chase – Endlich entwickeln die Daleks das Zeitreisen. Daraufhin stellen sie fest, dass die Niederlage 2167 der große Knackpunkt gewesen ist und entschließen sich, Team-TARDIS zu eliminieren. Es gelingt nicht.

    nebenbei: Day Of The Daleks – durch zeitreisen wird die Übernahme der Erde im 22. Jahrhundert noch mal von vorne aufgerollt; diese Episode wird anschließend aus der Zeitschiene gelöscht.

    später: Destiny Of The Daleks – Jahrhunderte lang tobt der Krieg zwischen den Daleks und den Movellans; verzweifelt kehren die Daleks nach Skaro zurück, um Davros auszugraben, damit er den Sieg herbeiführen kann. Es gelingt nicht; stattdessen wird Davros gefangengenommen. Danach gewinnen die Movellans mit einem vernichtenden Virus die Oberhand.

    90 Jahre später: Resurrection Of The Daleks – Die Daleks, die inzwischen auf Zeitkorridoren statt -schiffen setzen, befreien Davros von seiner Gefangenschaft. Ihr Plan, die Time Lords mithilfe von Klonen zu untergraben, gelingt nicht.

    ein paar Jahre danach: Revelation Of The Daleks – Auf Necros fängt Davros an, seine eigene (weiße) Daleks zu kultivieren bzw. zu bauen. Es bahnt sich zwischen den Dalek-Faktionen ein Bürgerkrieg an. Davros entkommt.

    kurz danach: Remembrance Of The Daleks – Davros hat sich inzwischen zum Emperor gekürt, aber der Bürgerkrieg tobt weiterhin. Der Versuch, mittels der Hand des Omegas den Sieg herbeizuführen, schlägt fehl. Skaro wird vernichtet.

    Die ursprünglichen (grauen) Daleks basteln weiter an ihren Plänen zur Unterwerfung des Universums, bis...

    4000: The Daleks' Master Plan – der großangelegte Plan, von Kembel aus mit der Time-Destructor die Macht zu übernehmen, gelingt nicht.

    später: The Evil Of The Daleks – dem Bürgerkrieg wird ein endgültiges Ende gesetzt. Da dieses "Ende" angeblich auf Skaro stattfindet, müssen diese Daleks, die weiterhin über Zeitkorridoren verfügen, ihr Hauptquartier irgendwann in der Vergengenheit verlegt haben.

    früher: The Power Of The Daleks – ein paar Überlebende Daleks werden durch die Zeit geschleudert und auf dem Planet Vulcan begraben. Im 21. Jahrundert werden sie da entdeckt und wieder ausgegraben.


    Miles und Wood erwähnen natürlich auch, dass im EDA "War Of The Daleks" alle Davros-Geschichten zwischen "Destiny..." und "Remembrance" rückgängig gemacht werden. Das ist aber eine andere Geschichte...


    Außerdem gibt es natürlich auch die ganzen Audio-Geschichten von Big Finish und den Time War samt aller seine Vor- und Nachwirkungen bei BBC Wales.


    Quelle: Wood, Tat & Miles, Lawrence,"What's The Dalek Timeline?" in About Time – An Unauthorized Guide to Doctor Who; 1963-1966 (Seasons 1 to 3), Mad Norwegian Press, 2006

    Ich möchte nur kurz mal um Rat bitten...


    Meine Töchter haben (endlich!) angefangen, Doctor Who ernsthaft zu gucken und ziehen sich täglich eine neue Folge ein. Sie haben mit dem 2. Doctor angefangen (ursprünglich wegen der animierten Folgen) und werden bald durch sein.


    "Fury From The Deep" soll man laut Hülle eigentlich erst mit 12 sehen, aber sie sind 9 und 7. Ich habe es noch nicht persönlich sehen können und würde gerne wissen, wie schlimm es denn ist, dass es für kleine Kinder zu viel wäre. Geht es nur um die paar bekannte Szenen oder um die ganze Grundstimmung?

    Danke! Immerhin wird dann alles mehr oder weniger wahrgenommen.


    Ace hat also genau wie Peri mehrere verschiedene Leben, nur dass ihre verschiedene Leben durch den Time War verursacht wurden und nicht durch die Willkür verschiedener Autoren. 8o

    Ich habe es jetzt endlich gesehen. Sehr schön gemacht und ein sehr guter Ersatz für die verschollene Folge. Am meisten „gestört“ hat mich der krasse Manchester-Akzent des Malpha-Schauspielers. In den 60er Jahren wäre sogar der sanfte Akzent des Hauptdarstellers zu viel für die BBC gewesen, aber das Deklamieren von Malpha klingt so, als ob er der Vertreter der Galaxie „Coronation Street“ wäre.

    ... jemandem, der Gandhi gesehen hat...

    ... oder auch "Demons of the Punjab". ;-)

    Das stimmt natürlich alles, aber das Land, aus dem Yasmins Großeltern nach England ausgewandert sind, hieß bereits Pakistan und nicht mehr Indien. Yaz selber ist ja sowieso Britin.


    Beim Zuendehören ist mir noch der wohlfühligste Moment eingefallen, den ich jemals bei Doctor Whoerlebt habe: Weihnachten 1992, bei meinen Eltern zu Hause während der Uni-Ferien, habe ich das neueste New Adventure, "Nightshade" (von Marc Gatiss) gelesen. Weihnachten im Yorkshire der 60er Jahren mit einer Retro-Fernsehfigur und einem Geist, der alte Erlebnisse wieder auferleben lässt. Den plötzlichen Auftritt von Susan habe ich noch so klar vor Augen, dass ich genau weiß, in welchem Sessel ich mich damals gemütlich gemacht habe.


    Das Buch kann man noch online als eBook lesen oder als pdf herunterladen. Dazu gibt es auch Kommentare vom Autor, der bekanntermaßen sehr viel auf Nostalgie hält.

    Ich bin noch nicht ganz durch, aber bevor ich vergesse...


    Hast du daran gedacht, die neusortieten Whocastfolgen auch in den jeweiligen Threads hier zu verlinken?


    „Nightmare in Eden“ löst auch bei Wohlgefühle aus, da es meine allerersten Erinnerungen an Dr Who darstellt. Damals habe ich noch nicht regelmäßig geschaut, weil das in meiner Familie keine Tradition hatte, aber eine Episode von Nightmare habe ich definitiv bei meinen Großeltern gesehen.


    Für eine who-ige Umarmung finde ich oft die Folgen mit Jon Pertwee sehr Gut geeignet, weil er so eine onkkelhaftige Ruhe ausstrahlt.


    Soweit ich weiß ist Yaz nicht indisch, sondern Britisch. Wenn es um die familiärische Abstammung geht dann eher pakistanische. Das ist kein kleiner Unterschied.

    100

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    2007 wurde dem 6. Doctor bzw. Colin Baker und Maggie Stables bzw. Evelyn Smythe die Ehre zugeteilt, für die Monthly Range die 100. Folge aufnehmen zu dürfen. Die Entscheidung wurde damit begründet, dass diese die beliebteste Paarung sei; allerdings verrät Nick Briggs in den Extras, dass es eigentlich nur daran lag, dass sie vom Schedule her dran waren.

    "100" war nach "Circular Time" erst das zweite Mal, das man vier Einzelgeschichten statt einen Vierteiler veröffentlicht hat. Als Autoren wurden die zu dem Zeitpunkt beliebtesten angeheuert und mit nur einer Vorgabe ausgestattet: die Zahl 100.


    1. "100 BC", von Jacqueline Rayner, will ein klassischer historischer Romp sein, schafft es aber nur albern zu sein. Die Art und Weise, wie Evelyn versucht, die Geburt von Julious Cäsar zu verhindern, sind für eine Historikerin ziemlich dämlich und für den Hörer ziemlich peinlich anzuhören. Die Auflösung funktioniert nur, weil der Doctor sich noch dämlicher angestellt hat...


    2. "My Own Private Wolfgang", von Robert Shearman, zeigt, wie man mit einer albernen Geschichte doch witzig sein kann. Wie immer schafft er es, durch Wortwitz und vertrackte Handlung, den Hörer zu engagieren und zu unterhalten.


    3. "Bedtime Story", von Joseph Lidster, versucht, gruselig zu sein und bekommt es einigermaßen hin. Lidster wurde wegen seiner Fähigkeit, sehr intime Geschichten, die unter die Haut der Charaktere gehen zu schreiben, engagiert – und genau das liefert er ab.


    4. "The 100 Days of the Doctor", von Paul Cornell, ist wenig mehr als schamlose Selbstverherrlichung von Big Finish. Der Doctor und Evelyn werden durch die Handlung gezwungen, den 5., 7. und 8. – und auch den 6. selber zu einem anderen Zeitpunkt – zu beobachten. Dadurch kann er reflektieren, wie toll doch Peri und Erimem zusammen waren, oder wie die Begleiterin seiner nächsten Inkarnation fast wie eine Equal behandelt wird, oder wie er selber inzwischen ausgeruhter und weniger zornig geworden ist... Alles wirkt so meta und aufgezwungen, dass Evelyn auch noch fragt, wieso sie nie den ersten vier Inkarnationen begegnet! Die Idee, zum Jubliäum die Geschichte von Big Finish Revue passieren zu lassen, ist sicherlich nachvollziehbar, aber die Umsetzung packt einfach viel zu oft den Holzhammer raus. Sie müssen sogar dazwischen in ein alternatives Universum rein schlüpfen, nur um den David Warner Doctor zu treffen!


    Alles in Allem ein interessantes aber nicht besonders wichtiges Release.

    Danke. So seltenen ich auch nicht da, ich schreibe nur nicht immer. :-)


    Auf jeden Fall erschien mir die Werbung öfter als alle 30 Tage. Es ist nur nervig, weil auf dem Handy im Weg steht und nicht einfach wegzuklicken ist.

    Kann man es irgendwie einstellen, dass diese nervige Werbung unten nicht ständig eingeblendet wird, obwohl man sie - mit viel Fümmelei - bereits mehrmals weggeklickt hat?

    Den ersten Besuch auf diesem umbenannten Planeten hat der Doctor kurz nach seiner Regeneration gemacht, als er noch ein bisschen durch den Wind war, was die Unvollständigkeit seiner Erinnerungen und seiner Aktionen „erklärt“. Es geschah eines Abends während der Geschehnissen mit dem Giant Robot, als er alleine im UNIT-Labor gewesen ist und seiner Abenteuerlust nachgegeben hat.


    Ich weiß leider nicht mehr, an welcher Stelle das geklärt wurde – vielleicht war es erst in der Novelisation – aber jeden Fall ist das der „amtliche“ Hintergrund.