Beiträge von Der tanzende Arzt

    Dein Schwager arbeitet wirklich bei der BBC?

    Ich würde eigentlich eher „für“ die BBC sagen. Er ist Broadcast Manager und leitet das Senden an sich – „keeping Aunty Beeb on air“, wie er das selber beschreibt. Momentan eben für die BBC, manchmal Sky Sports, auch mal für die Olympischen Spiele (er hat die Übertragung aus Rio geleitet). Das Foto zeigt seine aktuelle Arbeitsstelle.


    André McFly : danke! Das werde ich ihm gleich ausrichten!

    Mein Schwager arbeitet gerade bei der BBC und hat mir diese Bilder von seine Arbeitsstelle geschickt (s. Anhang). In der aktuellen Sendung von Dr Brian Cox's Adventures In Space and Time wird diese Szene gezeigt. Er fragt mich, was die Sammeldose im Bild auf sich hat.


    Ich vermute, dass es etwas wie ein "Swear Box" sein soll, bin aber offen für eure Erklärungen...

    Die Soap Operas sind seit Anfang der Datenerfassung immer die meistgesehene Sendungen gewesen, mit Ausnahme einiger Sondersachen wie wichtige Fußballspiele oder Casting—Finale usw. Coronation Street und Eastenders sind eben tief in der Gesellschaft verankert und haben im deutschen Fernsehen kein Äquivalent.


    Die Gesellschaft hat auch in den letzen 20 Jahren einen ausgesprochen tiefen Hang zum oberflächlichen Fernsehen entwickelt; Strictly Come Dancing ist eine absolute Institution geworden, worüber das ganze Land sich unterhält – befeuert nicht nur durch die soziale Medien sondern auch dadurch, dass BBC Radio landesweit sendet, noch Millionen erreicht und genau diese Themen auch bespricht. Zoe Ball (die auch bei Strictly eine große Rolle spielt) erreicht bspw. täglich mit ihrer Breakfast Show 7 bis 8 Millionen Leute. Let’s Dance mag seine Fans haben, wird aber nie zum Thema der Nation werden, wo jeder eine Meinung hat.

    Companions, die getrennt vom Doctor wichtige Langzeitaufgaben erledigen; Bösewichte, deren Ur- bzw. Übermacht zu groß zu greifen ist; verwirrende Szenen, die sich im Kopf des Doctors abspielen; eine Geschichte, die im normalen Alltag beginnt aber ins Unermessliche ausartet… mich hat diese ganze Staffel am ehesten an die New Adventures der 90er Jahren erinnert.

    “You can’t rewrite history” wird an Barbara adressiert: Stichwort „du". Time Lords sind durchaus in der Lage, die Zeitlinie zu ändern (s. bspw. „Genesis of the Daleks“), machen aber so selten wie möglich davon Gebrauch, bzw. das behaupten. Der Rest des Universums bekommt es eben nicht mit, wenn sie rumgefuchtelt haben. Im Laufe der Serie hat es auch ein paar weitere Rassen gegeben, die auch diese Macht besitzen.

    Darauf wollte ich hinaus: wie sehen die Quoten im Vergleich mit anderen Sendungen aus? Zuschauerzahlen fallen bekanntermaßen heutzutage geringer aus als noch vor bspw. 10 Jahren. Wie viele mehr hatte denn eben Strictly (wahrscheinlich die beliebteste Sendung des Landes)?

    • Destiny of the Daleks: interessante Ansätze und eine großartige neue Romana, aber faul ausgearbeitet und vom Design her sehr idiosynkratisch umgesetzt; das Lampshading mit einem Dalek und eine hohe Schacht ist ein krasses Eigentor und zeigt leider auf, wie selbstgefällig die Produktion geworden war.
    • City Of Death: außer der Scaroth-Maske die vorzeige-Folge überhaupt; enkapsuliert alles, was die Charme und der Witz von Doctor Who ausmachen und hatte auch die größte Zuschauer-Zahlen aller Zeiten (bei ITV wurde gestreikt, d. h. der einzige Konkurrenz war BBC2).
    • The Creature From The Pit: eine interessante Idee, die an der überdrehten und Studio-gebundenen Produktion leidet.
    • Nightmare Of Eden: wie immer bei Bob Baker eine Fülle an Ideen, die die damaligen Möglichkeiten einfach überstrapazierten; das dem Drogenschmuggel zugrundeliegende Konzept ist großartig, wird aber durch einige ungehemmte schauspielerische Entscheidungen und einem außer Rand und Band gewordenen Tom Baker zunichte gemacht. Diese war die erste Folge Doctor Who, die ich jemals gesehen habe – zufällig bei meinen Großeltern, weil sie nach Grandstand den Fernseher einfach angelassen hatten.
    • The Horns Of Nimon: eine wahnwitzige Idee, die durch einerseits unkontrolliertes Overacting und andererseits unterirdisch hölzerne Schauspielerei, so wie billige Kulissen und Kostüme, auf der ganzen Reihe (außer Lalla Ward) scheitert; die Folge, die alle anti-Doctor Who Klischees erfüllt und woran man merkt, dass das Geld so wie die Luft aus waren.
    • Shada: der Name ist Programm – dafür, dass diese Folge damals nicht gesendet werden konnte, gibt es nur ein Wort: Schade.

    Season 17 beinhaltet alles, was Doctor Who großartig macht, aber auch alles, was Doctor Who lächerlich macht

    … und was sehe ich wenn ich endlich das Ding aufmache? 12 gilt nur für die Extras! Das kann nur an der herausgeschnitten Szene liegen, die den australischen Zensoren zu heikel war. Die animierten Folgen wurden nur mit PG versehen, also los geht‘s!