Beiträge von Moogie

    Das werde ich dir auch garantiertnicht zum Vorwurf machen. Die Serie hat ja mit den im vorigen Post genannten Beziehungen eben um Fans von eben dieser "Kriegen sie sich?"-Spannung geworben. Also wenn das für dich bisher ein positiver Punkt an der Serie war, ist das schon im Sinne der Leute, die das produziert haben, auch wenn das die genannten Nebeneffekte hat.


    Aber dass die Romantik zu Doctor Who dazu gehört, da stimme ich eben nicht zu. Die Serie ist in ihrem originalen Run ohne Knistern ausgekommen, und man hat in den 80ern sogar die seltsamsten Regeln eingeführt, damit kein Zuschauer auf die Idee kommt, zwischen dem Doctor und seinen Begleiterinnen würde was laufen (er durfte seine weiblichen Companions nicht berühren, nicht mal freundschaftlich drücken -- das ist das andere Extrem, was ich übrigens auch nicht sehen will. Umarmungen müssen immer gehen! ;) ). Von daher fände ich es schade, wenn die Serie nie wieder zum reinen platonischen Doctor-Companion-Verhältnis zurück kehren könnte, nur, weil das jetzt seit 7 Jahren dank pawlowscher Konditionierung von den Zuschauern erwartet wird. Und die Reaktion auf Peter Capaldi legt das leider nahe.

    Da sieht man aber auch schön, was die Romanzenplots in der Neuauflage angerichtet haben, hauptsächlich sicherlich bei Leuten, die entweder casual viewers sind, sich also mit der Serie generell nicht groß auseinander setzen, oder (vornehmlich junge) Fans, denen es an Medienerfahrung fehlt.


    Shipper gab es auch für die Classicdoctoren klar (mein Liebling ist da noch immer die Frau, die mir ungefragt erzählt hat, wie sie sich als McCoy-Doctor verkleidet und ihren Freund als Turlough bevor sie Spaß haben. TMI), aber von Fanfic rede ich gar nicht, denn da schreibt sich eh jeder Fan den Doctor so heiß und lüstern wie er will. Mittlerweile erwarten einige Leute scheinbar, dass es on screen, im TV-Kanon, sexuelle Spannung zwischen Capaldis Doctor und Clara geben muss. Nicht weil sie das sehen wollen (sind ja einige scheinbar abgetörnt von dem Gedanken, dass man auch mit 50+ noch ein Sexualleben haben könnte), sondern weil es so mit dem Doctor und seinem Companion ja immer ist. Eccleston-Doctor und Rose, Tennant-Doctor und Rose & Martha, Smith-Doctor hatte Spannung anfangs mit Amy, eine der Claras hat ihn geküsst. Das hat dazu geführt, dass eine Gruppe scheinbar das Compaion-Doctor Verhältnis bisher nur sexuell interpretiert hat (sei es, weil sie die Serie nur ab und an schauen, nur oberflächlich als Hintergrundgeräusch beim Abendessen anhaben, oder weil da die eigenen Hormone mitspielen), und jetzt, wo die Serie zur Anfangsdynamik (Doctor & seine Enkelin) zurückkehrt, sind diese Zuschauer verwirrt.


    Ist doch köstlich ironisch.


    Ich hoffe aber nicht nur für die verwirrten Zuschauer, dass mit dem Capaldi-Doctor das Doctor-Companion Gespann wieder asexueller wird. Mir gefiel der Doctor der Classics, als altes Wesen, auf dessen romantisch-erotischem Radar Eintagsfliegen gar nicht auftauchen, immer am Besten. (Wenn es ihm stattdessen nach Timelords oder hermaphroditen unsterblichen Löffelaliens gelüstet ist mir das dann egal, ob man Romanzen in die Serie einbaut, und ihn Verwendung für seine Genitaltentakel finden lässt. Solange man dann, wie bei Donna, dafür mit der Regel bricht, dass Doctor oder Companion einfach sexuelles Gefallen am anderen finden muss.)

    Hussie ist der Autor von Homestuck, einem Webcomic. Zumindest höre ich immer Homestuck-Fans, sich über diesen Hussie beschwören.




    Das ist ein Troll. Guckt euch nur mal die anderen Beiträge auf "ihrem" Blog an:


    Zitat

    go back to the stone age classic and moffat fans you are not wanted in the true doctor who fandom


    puh-lease!



    Stephenie Meyer ist code für "Hallo, ich bin ein Troll". ;)



    Oder hier:



    Zufälligerweise sind alle "ihre" Lieblingsfolgen regelmäßig auf Worst Of Listen zu finden.




    Eins muss man "ihr" lassen, "sie" ist amüsant.



    Das ist dermaßen kondensiert absurd, dass es eine Parodie sein muss (oder Poe's Law greift).


    und mein absoluter Lieblingspost, mit Bebilderung, spricht auch eigentlich für sich selbst: http://xxxtenxrose4everxxx.tum…octor-who-as-it-should-be

    Wie wäre es denn mal mit ein paar Meinungen zu Merchandise? Nachdem du im aktuellen Cast ja erwähnst, Raphael, dass du dich da letztens erst etwas umgesehen hast.


    Muss nichts Langes sein, so mal eine kurze Best of- und Worst of- Liste, 10 Minuten oder so. Das würde mich interessieren. :)

    Bei Davison würde ich auf jeden Fall noch The Church and the Crown empfehlen. Ein schönes Historical mit einer guten Portion Humor.


    Und dazu vielleicht Eye of the Scorpion. Auch ein Historical, nicht ganz so gut, aber es stellt einen Audio-Companion des fünften Doctors vor, den man kennen lernen möchte ;).




    Für Baker eventuell noch Doctor Who and the Pirates, wenn es einem nicht total vor Musicals graust. Bietet für Musik-Affine auch noch ein paar nette Seitenhiebe auf und musikalische Homagen an Gilbert & Sullivan Stücke. Ist zwar zwischendrin mal etwas sentimental, aber wo hört man den Doctor sonst ein Lied darüber singen, dass er der größte Freibeuter aller Zeiten ist?

    Reicht Die als Kurzantwort Russell Crowe?


    Nein. ;)


    Das reicht mir als Antwort darauf, warum dir der Film missfällt, aber "deutlich" schlechter als macht ihn das filmisch automatisch nicht. Der Film besteht ja nicht nur aus Russel Crowe, auch wenn Crowe selbst das bestimmt anders sieht.



    Von daher, längere Antworten sind willkommen sobald du Zeit dazu findest.



    Dass dir die Charaktere insgesamt besser gefallen, ist da schon eher ne Aussage, wenn auch sehr subjektiv. Oder geht es dir da um die Charakterentwicklung? Dazu hat so ne Serie natürlich auch mehr Zeit.

    Zitat

    schauspielerischen Leistung


    Aber vom jeweiligen Hauptdarsteller immer abgesehen, oder? :D Abneigungen gegen Crowe allgemein sind ja weit verbreitet. Dazu hab ich bei der Serie das Gefühl, außer Schnaufen und mit den Augen rollen macht der Herr Gruffudd nicht viel.



    Das Argument, dass man der Serie Drehbuchschwächen nicht vorhalten kann, weil es sich um eine Adaption handelt (trifft auf Master & Commander ja auch zu), funtkioniert aber mal so gar nicht.


    Erstmal, allgemein, wenn sich Leute eine schlechte Story zum Verfilmen aussuchen sind sie selbst Schuld und müssen sich das vorwerfen lassen.


    Und zwotens, konkret auf Hornblower bezogen, hat sich die Serie mit den Vorlagen dermaßen viel Freiheiten genommen, dass in den letzten beiden Folgen von der Buchhandlung fast nichts mehr übrig geblieben ist. Das Kriegsgericht in Staffel 2 ist ebenso komplett erfunden, gerade Hornblower und Bush haben von der Persönlichkeit her mit ihren Buch-Pendants mit steigender Folgenzahl immer weniger zu tun (TV-Hornblower ist viel zu fröhlich! ;) ), das Grundthema von Folge drei wurde gegenüber der Kurzgeschichte, auf der sie basiert, komplett umgekrempelt, und lustigerweise finden sich die historischen Fehlerchen öfter in den nicht aus den Büchern übernommenen Teilen der Serie. So Patzer, wie dass sich z.B. Matrosen selbst ins Registerbuch eintragen, wären dem Buchautor nicht passiert. ;) Änderungen von der Vorlage sind nicht immer was Negatives (ich bin der Serie z. B. ewig dankbar, dass sie Pellews Rolle ausgeweitet haben. Überhaupt, in jeder Staffel die gleichen Gastcharaktere zu reaktivieren ist für eine Serie einfach sinnvoll, auch wenn das der Natur der Vorlage widerspricht), aber da Änderungen auch für diese Adaption halt gang und gäbe sind, kann man die Macher schon darauf festnageln, was sie verändert, unverändert übernommen, oder ganz neu geschrieben haben.



    Mit Film meinte ich im vorigen Post natürlich Master & Commander. Ich würd's ja editieren, ist nur schon zu spät. ;) Der Film aus den 50ern ist wirklich nett, stimmt. Krankt zwar an den üblichen Hollywood-Schönheitsfehlern der Zeit (Stichwort: Brownface ;) ), kann man heute aber auch noch Spaß dran haben. Ich liebe z. B. den Running Gag mit Bushs Wetten, und die Szene, in der Hornblower den Spaniern beibringen muss, dass sie ihr schönes Schiff schon erobert haben ist einfach köstlich!

    Das Problem bei Hogfather ist, dass der Film zuviel Insiderwissen voraussetzt, um überhaupt verstanden zu werden. Und dann kommt noch hinzu, dass er durch seine häufigen Szenenwechsel eher verwirrend ist. The Colour of Magic ist da deutlich besser zu verstehen, auch wenn es deutlich weiter von der Romanvorlage weggeht. Going Postal letztlich ist aber ein Beispiel, wie eine Pratchett-Verfilmung wirklich funktionieren kann. Die bisher beste von den Realverfilmungen.


    Wie viel mehr Insiderwissen als dass Buch gelesen zu ahben, braucht man denn um den Film zu verstehen?


    (Und Guy scheint damit ja ganz gut klar gekommen zu sein, wenn er ihn dazu gebracht, endlich die Bücher zu lesen?)

    Bei den nennenswerten Gastschauspielern David Warner nicht vergessen, der wirklich überall mal mitspielt, und mitlerweile auch schon in Doctor Who. ^^ Und Paul Copley (Matthews) hat in Children of Earth mitgespielt.




    Die Serie ist übrigens einfach großartig und deutlich besser als Master & Commander, was ja in derselben Zeit angesiedelt ist und ein ähnliches Sujet behandelt.


    Also eine Begründung würde mich schon interessieren. Schon allein weil ich sowohl den Film als auch die Serie abgöttisch liebe (ok, abgöttisch vielleicht nicht, aber so ziemlich ...). Aber die Serie besser als der Film? Deutlich besser als der Film?


    Eigentlich würde ich sagen, der Film ist ziemlich offensichtlich besser. Bessere Sets (vor allem bei der Serie ist der budgetmangel doch später super auffällig. Vom richtigen Schiff in Staffel 1 zu Sets bei denen die Farbe noch feucht ist in Staffel 3), bessere Spezialeffekte (dabei kamen die letzte Folge und Master & Commander im selben Jahr raus. Master & Commander jagt mir bei den Sturmszenen, oder dem Gefecht im Nebel, immer noch Schauer über den Rückend, während man sich über einige Effekte bei Hornblower nur noch amüsieren kann. Z. B. wenn in der letzten Folge dank dem Granatenwerfer das Ruderboot hochgeht. Die CGIs sind nicht schön :whistling: ), strafferes Drehbuch (ich werde nie müde die Serie zu gucken, aber sie hat doch einige Längen. z.B. der ganze Teil auf dem Versorgungsschiff in der zweiten Folge, und die dritte Staffel gucke ich sehr selten wegen den ganzen seltsamen Logiklöchern, und dem furchtbaren, absolut furchtbaren Bösewicht. Pfui!), bessere Hauptdarsteller (Man kann persönlich Russel Crowe meinetwegen für den größten Arsch halten, aber selbst der kleine Junge im Film hätte Herrn Gruffudd an die Wand gespielt. Der wiederum ist der liebste Mensch der Welt, aber als Hornblower eine Fehlbesetzung gewesen. Selbst in der Serie ist sonst jeder ein besserer Schauspieler als der Hauptdarsteller). Und, natürlich auch durch die kürzere Laufzeit bedingt, passieren dem Film weniger historische Ungenauigkeiten. (Obwohl ich z.B. stark fand, dass man bei der Serie drauf geachtet hat zur Jarhhunderwende korrekterweise die Uniformen zu wechseln, passieren auch so Dinge, wie das Kriegsgericht in Staffel 2, das so nie stattgefunden hätte, oder so Kleinigkeiten, wie das Charaktere Texte zitieren, die zum Handlungszeitpunkt noch gar nicht geschrieben worden sind. Ist halt besonders auffällig, wenn es sich dabei um dein Lieblingsgedicht handelt. *g* ;) )


    (und der letzte Grund, warum der Film besser ist, ist ein sehr subjekter, zugegeben, aber: der Film hat keinen Jamie Bamber! :D )


    Ich mag die Serie sogar lieber als Sharpe, die sicher als Schwesterproduktion gelten muss, obwohl ich die Sharpefilme stellenweise auch besser produziert fand -- wenn man davon absieht, dass die immer auffallend an Komparsenmangel gelitten haben -- (und obwohl sie Sean Bean hat! Und obwohl ich ein absoluter Fan von Hugh Fraser als Wellington bin), weil sie nicht so düster ist wie Sharpe, sich nicht so ernst nimmt (und es daher nicht so schlimm ist, wenn man einmal über einen verpatzten Effekt oder Gruffudds übertriebenes Schauspiel lachen muss), und einfach sympathisch ist. Hey, die Serie hatte sogar ihr eigenes Comedy Relief Matrosen Duo und die beiden sind toll! (Neben dem Captain die besten Charaktere, IMO ;) ).


    Hinzu kommt, dass ich damit persönlich einfach sehr viel verbinde, weil Hornblower von all den marinehistorischen Romanen, die ich gelesen habe, immer noch mein Liebling ist (er ist mein fiktiver, kleiner Moralkompass, der Jammerlappen :D ). In sofern ist die Serie auch sowas wie eine Feel-Good-Fanfic für mich, wenn Lord Hornblower mich wieder zum Weinen gebracht hat. ^^ Aber Master & Commander hat einfach gezeigt, wie man es, wenn es um Verfilmungen geht, noch besser machen kann (hauptsächlich natürlich indem man viel, viel, viel Geld reinsteckt ;) ). Und gerade der Qualitätsabfall von Staffel zu Staffel ist m.E.n. nicht zu bestreiten. Da rettet auch Paul McGann nichts mehr. (Was man dem M&C Film auch zu Gute halten muss, dass er die Charaktere buchgetreuer adaptiert hat. McGann sagt heute er bereut, dass er die Vorlage nicht vor dem Drehen gelesen hat, und würde die Figur heute anders anlegen, aber das ändert nichts daran, dass sein Lt. Bush in der Serie für mich enttäuschend blass rüberkam -- ok, was auch damit zusammen hing, dass man in der zweiten Staffel seine besten Szenen an Kennedy verschenkt hat -- und auch wesentlich unsympathischer und arroganter als z. B. der Bush aus dem 50er Hollywood-Streifen. Schade. Ich würde McGann zu gerne noch mal ne Chance geben. Jetzt ist er noch in einem glaubwürdigen Alter, in dem man mit ihm eins der chronologisch später Bücher verfilmen könnte. Und McGann wünscht sich doch so sehr das Holzbein. *g*)

    Das ist vorher nie passiert und wird wohl auch nie wieder geschehen. Es wurde damals bei Hartnell nicht eingeblendet, dass hier ist der Doctor, bei Rose auch nicht und auch nicht im TV-Movie. Warum muss man jetzt also machen? Es war ziemlich offensichtlich, dass er eine andere Inkranation des Doctors spielt, also noch einmal: Warum muss man einem das dadurch noch extra unter die Nase reiben? Dachte die wirklich, dass Publikum wäre ansonsten zu blöd, um diese Verbindung herzustellen? Vor allem: Im Abspann steht auch noch, dass er der Doctor ist, damit ist das ganze noch unsinniger geworden.


    Für mich zeigt das eher, wie sehr sich hier immer wieder an Kleinigkeiten festgehalten, und dabei stets die schlimmste Absicht der Produzenten vermutet wird.


    Gott bewahre, dass irgendjemand in irgendeiner Form mal was ausprobiert und mal stilistische Referenzen wagt, die bisher noch nicht in der Serie vorgekommen sind. Die kann man gut finden oder nicht, ok (hat mich halt überrascht, dass jeder, der die Schrift hier extra erwähnt hat, sie negativ bewertet hat), aber dass dann immer gleich ein Angriff auf die eigene Intelligenz gefürchtet wird hat schon was von Überkompensieren (nach dem Motto, das bisschen Intelligenz, dass ich in meiner zugigen Kopfhöhle noch zusammenschaben konnte, lasse ich mir doch nicht absprechen). Ich find's auch ziemlich unfair den anderen wiederkehrenden Rollen gegenüber, dass erst in Journeys End mal mehr Leute im regulären Serienvorspann aufgetaucht sind. Das war voll blöd! Und es war Hartnell und Troughton gegenüber unfair, dass man irgendwann aufgehört hat Doctor Who in schwarz-weiß zu filmen! Und was sollen die Datumseinblendungen erst? Furchtbar, ey, so'n Kackdreck... etc.


    Der Text gehört ja auch nicht zum Abspann, sondern zum Vorspann. Hätte man seinen Namen am Anfang der Folge zum Doctor und Companion gepackt, wäre Hurts Auftritt keine Überraschung gewesen. Da kann man jetzt sagen, er hätte doch gar nicht in den Vorspann gemusst? Ja, aber die Schrift hat ja noch eine zweite Funktion. Der Vorspann ended dadurch quasi mit der Folge, oder besser, der nächste Vorspann beginnt. So wie sie jetzt platziert ist, am Ende, zeichnet die Einstellung sich damit gleichzeitig als Teaser für das Special im November aus. So nach dem Motto, "diese Folge hier war das Vorgeplänkel, jetzt sind erst alle wichtigen Figuren vorgestellt, und jetzt geht's erst richtig los"! Ich find's gut gemacht, und es war das erste, was mir so richtig Lust auf das Special gemacht hat. Unmissverständlicher geht das nicht, als mit einem Vorspanntext, und ich fand's einen guten Einfall.


    Du wirfst eher den Produzenten Blödheit vor, als die Produzenten den Zuschauern. Nachdem der Doctor einige Minuten lang auf mehrere Weisen erklärt hat, dass Hurt ein Doctor ist, der nur von den anderen nicht so genannt wird, werden die es kaum für nötig gehalten haben, dem dummen Zuschauer das auch noch schriftlich zu geben. Von der Vorspann-Stilistik abgesehen ist das allenfalls eine "Ja, das er wirklich und, ja, das ist cool!"-Antwort, auf die "Wow, das ist John Hurt als der Doctor, ist das nicht cool?"-Reaktion, die vom Publikum -- vor allem vom UK Publikum -- erwarten werden konnte.


    Klar, es darf sich gerne jeder weiter in seiner Intelligenz angegriffen sehen, wie er will. Aber ich möchte daran glauben, dass die Produzenten die Intelligenz seiner Zuschauer eher loben wollten, indem sie es ihnen ermöglicht haben, ein Bildzitat zu erkennen. Optimismus ftw!





    Übrigens, weil es hier in jedem deiner Beiträge vorkommt, als kleine Anmerkung: Es heißt Inkarnation, wortwörtlich Ver-fleisch-lichung, oder, eleganter, Fleischwerdung. Von lateinisch carne, Fleisch (denk an Karneval, heißt auch nicht Kraneval :)).

    Was ist bitte daran Klassisch, dass "John Hurt as the Doctor" dort steht? Ich denke jeder hat das doch gemerkt! Und es spielt die anderen Schauspieler meiner Meinung runter - kein Schauspieler hat je so etwas bekommen! Wieso dann unbedingt John Hurt? Ist er so etwas besonderes - besonderer als die anderen Doctoren in der Who-Geschichte, aber das sind doch bloß Kleinigkeiten im Vergleich zu den anderen Dingen, die mich an der Folge stören.


    Was ich daran klassisch finde hab ich ja geschrieben. Erinnert mich an alte Hollywoodfilme. :)


    Die Leute, die da stört könnten also glauben, durch die Schrift würde impliziert, dass der Hurt Doctor special ist. So special, dass man eventuell auf die Idee kommen könnte ein Special (haha) zu filmen, das seine Existenz erklärt? Mein Gott, jemand sollte die BBC informieren, was Moffat da für einen Mist mit ihrer Flaggschiffserie treibt!

    Ich versteh gar nicht wieso sich einige so aufregen, dass bei John Hurt dabei stand, dass er der Doctor ist*. Ich fand das cool, das hatte was Klasissches, wie ein Vorspann von einem alten Hollywoodfilm. Wieso bricht das die Fourth Wall? Die Folge ist vorbei zu dem Zeitpunkt, die Musik schwellt an, das Bild leitet direkt den Abspann ein, und fungiert gleichzeitig als Teaser für das Special im November. Doctor Who darf zu diesem Zeitpunkt ruhig mal anerkennen, dass es ein Spektakel ist, und das hat dieser Abschluss IMO stilvoll geschafft.



    *Nein, ehrlich jetzt. Erklärt es mir bitte in mindestens drei (3) Sätzen, von denen einer (MINIMUM!) einen Nebensatz enthalten sollte. Einschübe von Fäkalwörtern und verwandten niederen Registern zählen nicht.

    Ich glaube ja an eine Paarung aus beiden Gründen. Demo Reel ist natürlich gefloppt, sieht man ja an den Zuschauerreaktionen (ich geb's zu, ich hab nicht eine Folge gesehen, weil ich an Film-/Genreparodien einfach kein Interesse habe. Und ich find auch schon die Jubiläumsspecials jedes Jahr immer von sehr durchwachsener Qualität) und andererseits hat ihm die Reviewpause aber auch kreativ gut getan. Das Timothy Green Review war richtig lustig (und das obwohl ich prinzipiell gegen Gewalt an Katzen bin ;) ), und ich bin auch Freund des neuen, zweiwöchentlichen Veröffentlichungsrhtythmus. Je mehr Zeit sie haben, über den Skripts zu brüten, desto besser, IMO. Auch wenn, um Ausbrennen vorzubeugen, ich die Staffelpausen bei anderen Reviewern auf der Seite vorziehe. Aber gut, jeder Jeck ist anders, und lädt seine kreativen Energien anders auf. ;)



    edit: Hach, grad gesehen, dass Review für diese Woche schon on ist. Pearl Habour. :D Und gleich danach Zero Punctuation mit Dead Space 3. Was braucht man noch Fernsehen, wenn man Internet hat. :D

    Und dann auf die Frage oben: Warum muss jede Serie unter Zwang instrumentalisiert werden, um ein Weltbild durchzudrücken.


    Wo kommt denn auf einmal das Zwangargument her? Hier haben sich einige Leute geäußert, warum sie gerne einen weiblichen Doctor (oder nicht) sehen würden. Niemand hat gesagt "das muss jetzt mal passieren, sonst ist die Serie minderwertiger Dreck und ich gucke sie nicht weiter". (eher das Gegenteil. :D )


    Solange kein weiblicher Doctor von offizieller Seite angekündigt wird, geht es hier nur friedlich um Gedankenspiele.


    em .... ach so ... die Timelords sind also streng katholisch und hätten Sex nur dann, wenn da auch Kinderlein bei gezeugt würden? Das wusste ich nicht... ich bin da nicht so religiös - ich kann seit einer OP vor wenigen Jahren auch keine weiteren Kinder mehr bekommen, aber ich finde, dass Sex immer noch mächtig viel Spaß macht ... und ob du es glaubst oder nicht, er ist trotz Unfruchtbarkeit immer noch möglich! :D


    Wie du darauf kommst, dass, weil es Timelords unmöglich ist, Geschlechtsverkehr zum Kinderkriegen zu nutzen, sie überhaupt gar keinen Sex haben, ist mir unverständlich? ?(


    Timelords brauchen keine zwei Geschlechter, da ihr Nachwuchs asexuell entsteht. Darum ist es auch schnurz piep egal, ob irgenwann mal alle Timelordsgleichzeitig zu Frauen oder zu Männern regenerieren (falls dies überhaupt möglich ist, was ja nur in dem scherzhaften Satz aus "Doctor's Wife" angedeutet wird). Und zum Sex haben braucht es übrigens auch keine Beteiligten von unterschiedlichem Geschlecht. Hätte angenommen, dass du das eigentlich weißt.

    Das ... das ist jetzt das erste Mal, dass ich dieses Cover sehe, da ich meinen Pratchett immer brav auf Englisch konsumiere.


    Aber ... heilige Scheiße ... das Buch käme mir nicht mal ins Haus, wenn es die einzige Ausgable auf der ganzen Welt wäre. :ohm:



    Die Kidby-Cover sind doch wunderhübsch, wieso spart man da an Lizenzkosten und steckt das Geld dann in so abschreckende Computerimitate? Da bekommt man als potentieller Käufer doch das Fürchten, wenn einem CGI-Vimes aus seinen toten, leeren CG-Augen direkt in die verwundbare Seele blickt. DIREKT IN DIE SEELE!

    Nein. Timelords haben dank des Loomens keine Eltern und Geschlechtsverkehr der Fortpflanzung wegen ist grundsätzlich unnötig (und auch unmöglich. Das Loomen entstand ja als Notlösung wegen vermehrter Unfruchtbarkeit bei den Timelords, wenn ich mich an dieses furchtbar geschriebene Büchlein namens Lungbarrow korrekt erinnere).


    Und selbst wenn sich Timelords geschlechtlich fortpflanzen würden, wären Geschlechtswandel doch kein Problem? Gibt es doch in der Natur zuhauf, dass mal ein männliches Tier ein Weibchen wird, weil's grad erforderlich ist. Man muss bei erfundener Alienbiologie nicht immer nur an Menschen denken.


    Und ich denke, worauf auch Skeletor mit seinem Beitrag hinaus will, ist, dass ein "typisch Mann/typisch Frau" bei einer Rasse, die ihr Geschlecht im Laufe des Lebenszyklus ändert, kaum gegeben sein kann. Wenn jeder Timelord mal Mann und mal Frau ist, sollten sich diese ganzen kulturell anerzogenen Geschlechterunterschiede ziemlich in Grenzen halten. Das ist dann schon ein Gedankenspiel, bei dem sich ein Geschlechterwandel innerhalb des Kanons mal lohnen würde, um so eine Gesellschaft in der Phantastik mal darzustellen und zu erforschen. Allerdings finde ich das als Thema viel zu ernst für die kunterbunte Abenteuerserie Doctor Who (erst Recht kann ich mir eine gebührende Bearbeitung des Themas nicht unter Moffat vorstellen. Ich glaube nicht, dass er sich damals überlegt hat, welche Implikation seine Wegwerfzeile über den Corsair aus The Doctor's Wife mit sich bringt). Das wäre eher was für eine Spin-Off Hörspiel- oder Bücherreihe, aber nichts für die Mutterserie.

    Mag sein, aber der Thread liest sich schon ein wenig seltsam, so als ob die Mehrheit noch nie von diesem Musical wirklich was gehört hat. Dabei ist Les Mis doch mindestens eines der Top 3 Musicals überhaupt. Wie gesagt, bin nur mittelschwer verwirrt...


    Na ja. Ehrlichgesagt. Bevor ich angefangen habe mich für das Buch zu interessieren, hatte ich von dem Musical nur ein Plakat in London gesehen. Ich wusste also, dass es ein Musical mit dem Namen gibt, und mir war auch durch's Internet bewusst, dass dieses Musical in Englischsprachigen Raum sehr bekannt ist. Aber es hat mich nie genug interessiert, um mich darüber zu informieren.


    Und Susan Boyles Interpretation von I dreamed a dream war tatsächlich das erste Mal, dass ich ein Lied aus dem Musical gehört habe (ohne, dass ich recht wahrgenommen habe, dass das Lied aus einem Musical stammt, weil ich mich auch für diese Casting Show nicht interessiert habe, aber die Frau war ja plötzlich überall und das Lied, in der Version, wurde mal auf Late Night angespielt und ich fand's schön. ;) ). Das war alles, was ich darüber wusste. Und über die Geschichte (also Musical UND Buch), wusste ich bis dato nur, dass irgendwer ein Brot stiehlt, und dafür übermäßig lange im Knast sitzt und dann von einem fanatischen Polizisten verfolgt wird (und wie wenig das dann wirklich von der Handlung ausmacht, hat mich dann später auch wieder sehr überrascht. Ich dachte das wäre der Plot. *g*). Ich habe sogar Terry Pratchetts Nightwatch vor ein paar Jahren gelesen, ohne zu wissen, dass große Teile davon eine Perisflage auf die Charaktere von Les Mis darstellt, die an den Barrikadenkämpfen teilnehmen (samt Zombie-Enjolras!). Fand trotzdem dass es eins von Pratchetts absolut besten ist.


    Ich gebe aber auch zu, dass ich mich für Musicals absolut überhaupt gar nicht interessiere.


    Es kann also durchaus vorkommen, dass Leute, durch Ungebildetheit ;), den Film sehr unbeleckt anschauen werden.