Beiträge von Most Holy

    [warnbox]So, und jetzt versuchen wir das mal wieder ohne Sarkasmus und/oder Ironie, ansonsten ist der Thread hier dicht. Dieses Thema kann man sicherlich diskutieren, und ich denke auch, dass man das sollte, jedoch dann tatsächlich bitte als "Diskussion" und nicht einfach nur eine Seite kategorisch durch Sarkasmus, etc. abwerten.[/warnbox]

    [warnbox]Kurzer kritischer Hinweis: nicht Parteien als z.B. "Spackenparteien" titulieren, nur weil man nicht mit Inhalten und Wähler konform geht bzw. dagegen ist. Ansonsten bezeichne ich dann alle linken Parteien entsprechend, und auch alle anderen werden entsprechend tituliert. Bringt also inhaltlich wenig.[/warnbox]

    Was genau ist jetzt für dich Quatsch?
    Die Möglichkeit eines weiblichen Doctors?


    In diesem Kontext eigentlich eindeutig erkennbar, oder?


    Oder der Gedanke, dass Frauen gleichberechtig seien? (Im übrigen finde ich es bedenklich, von Frauen als "Randgruppe" zu sprechen)


    Oh, wie putzig. Irgendwie war ja klar, dass jemand auf das "Randgruppe" anspringt. Man beachte auch die Anführungszeichen, die nicht ohne Grund verwendet wurden. Aber schlussendlich: Wieso die Forderung nach einem weiblichen Doctor, einem farbigen Schauspieler, usw.? Das Wort "Randgruppe" ist sicherlich zugespitzt, dies jedoch mit Absicht, um auf die weitergehende Unsinnigkeit solch einer Forderung hinzuweisen.


    Auch übrigens schön, wie dann direkt wieder "gleich" und "gleichberechtigt" vermengt werden.


    Im übrigen hat die Gleichberechtigung von Mann und Frau nichts mit irgendeinem linken "alle sind gleich"-Sumpf zu tun, wie du es nennst, sondern entsprschlicht und ergreifend der Realität, denn stell dir vor, wir alle sind unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Religion und sexueller Ausrichtung Menschen und kein Mensch ist mehr Wert als ein anderer.


    Auch hier wieder: Du argumentierst gegen etwas an, was ich nicht gesagt habe, und rennst damit mit größtmöglicher Geschwindigkeit in die falsche Richtung. Dieser "Gender"-Unsinn hat zunächst erst einmal primär nichts mit "gleichberechtigt" zu tun, sondern fusst auf der irrigen Annahme, dass tatsächlich alle "gleich" sind, d.h. egal wie jemand geboren wurde, schlußendlich sind alle "gleich". Hier bewegen wir uns dann auf linksideologischem Terrain, denn nichts hat man dort lieber, als klare Festlegungen, dass alle gleich sind... und damit dann auch "gleichberechtigt" sein müssen. Schau mal, jetzt habe ich sogar die Brücke gebaut bzw. aktiv selber aufgezeigt. Aus meiner Sicht ist diese Schlussfolgerung nur absoluter Nonsens. Denn "Gleichberechtigung" benötigt keine Begründung derart, dass zunächst einmal alle "gleich" sind. Ganz im Gegenteil wird "Gleichberechtigung" sogar dann erst spannend, wenn eben nicht alle "gleich" sind.


    Es wäre also festzuhalten, warum ein weiblicher Doctor gefordert wird: Hat dies etwas mit "Gleichberechtigung" zu tun oder steckt da vielmehr die Grundprämisse drin, dass es doch "egal" ist, ob nun Mann oder Frau, sind doch eh alle "gleich". Dies ist ein himmelweiter Unterschied, und, ehrlich gesagt, wüsste ich nicht, was "Gleichberechtigung" damit zu tun haben sollte. Dann wäre die Argumentation ja eher "bislang waren es immer nur Männer, das ist voll unfair, jetzt müssen auch mal Frauen die Rolle spielen". Klingt merkwürdig? Also hat "Gleichberechtigung" beliebig wenig damit zu tun. Eine Gegen-Argumentation nun also darauf aufzubauen, dass man mit "Gleichberechtigung" versucht zu punkten, klappt nicht. Bitte also bei dem "gleich" bleiben und da wird die Eisdecke dann wiederum beliebig "dünn", denn plötzlich steckt man mittendrin in der "Genderthematik", die versucht aus "Einzelfällen" eine gesellschaftliche Gesamttheorie herauszuarbeiten.


    Dies vielleicht dann noch zu Deinem letzten Satz: Natürlich hast Du recht damit, und hier würde ich Dir auch überhaupt nicht widersprechen. Natürlich sind alle Menschen gleich viel wert, zumindest wenn man es vom philosophischen her betrachtet, denn wenn ich mir so manchen Gewaltverbrecher ansehe, habe ich dann doch persönlich einige Probleme, hier mit diesem hohen Ziel vorzugehen. Wenn man also die Menschen von ihren Taten trennt, hast Du auf jeden Fall recht.


    Die Forderung nach einem weiblichen Doctor pauschal auf den Gender-Unsinn zu reduzieren, halte ich übrigens auch für sehr gewagt


    Da ich keine wissenschaftliche Ausarbeitung zu diesem Thema plane, muss ich mich leider manchesmal kurz und knackig formuliert ausdrücken. Sicherlich kann man die Forderung dahingehend analysieren, wieso jemand so etwas fordert. Vielleicht mal die kurze Fassung:


    1. Bislang waren es nur Männer, das ist ungerecht: Solch eine Argumentation ist beliebig unsinnig, dürfte aber gewiss vorkommen. Das wäre dann eher nicht im inzwischen klassischen "Gender"-Quatsch zu lokalisieren, sondern eher in der klasischen feministischen Sichtweise. Der böse, weiße Mann hat bislang geherrscht, jetzt sind wir dran.


    2. Kritikfreie Spaßgesellschaft: Das wäre dann so nach dem Motto "wäre doch mal voll toll, wenn eine Frau das machen würde, voll lustig, und so". Schlussendlich wären solchen Leute die Gesamtserie absolut egal, sie leben im Hier und Jetzt und wollen dann halt mal Spaß durch Abwechslung. Wenn die Serie deswegen platt geht, tja, scheißegal, sucht man sich halt 'ne andere Serie. Dies wäre dann tatsächlich eine gänzlich unideologische Forderung.


    3. Gender: Es ist völlig egal, ob der Doctor von einem Mann oder einer Frau gespielt wird. Gerade weil der Doctor ja ein Außerirdischer ist, kann man somit die ideologische Sichtweise dem breiten Publikum, das immer noch nicht verstanden hat, dass sie in Wirklichkeit geschlechtliche Neutren sind, auzwingen. Die Argumente unter 1. kann man wunderbar nutzen, um diese Präsentation zu beschleunigen. Dass der Doctor immer ein britischer, weißer Mann war, macht für Menschen hier unter 3. absolut keinen Sinn.


    Sind nun diese drei Grüppchen irgendwo parteipolitisch zu verorten? Ich denke doch, ohne besonders lange darüber nachgrübeln zu müssen, dass das Menschenbild, welches hier propagiert wird, am ehesten dem linken Spektrum zugeordnet werden kann.

    Wollte dir eigentlich einen Like geben, dein politischer Sermon, dass alles links von dir böse ist und irrsinnig, wäre aber fast schon wieder einen Dislike wert. Kannst du es auch mal lasse, auf Menschen mit anderer politischer Meinung sofort verbal einzuschlagen? Mache ich mit Konservativen auch nicht. Wobei, ja, ich denke, ich habe mir da gerade selbst die Antwort auf meine Frage gegeben.


    Wieso sollte man nicht sagen dürfen, wo solcher Quatsch schlussendlich herkommt bzw. wer solche Themen vorantreibt? Gerade das Thema "Gender" (was sich ja hier in der Forderung nach einem weiblichen Doctor manifestiert) kommt doch schlussendlich aus dem klassischen linken "alle sind gleich"-Sumpf.

    Was heißt hier political correctness? Ich kann mir gut vorstellen, dass bei der alten Serie viele Fans auch total dagegen waren, dass der Doctor immer jünger wird vom Erscheinungsbild und jemand, der wie ein Milchbubi aussieht doch nicht ein Doctortitel tragen kann. Aber heute ist es völlig in Ordnung, dass der Doctor eher wie ein Mädchenschwarm aussieht (Tennant, Smith), sich peinlich kleidet (Tennant) oder gar ständig auf Bannen steht (Eccelstone).


    Das ist ja putzig, so ein wenig aus der Kategorie "ich mache mir die Welt, widdewidde, wie sie mir gefällt" bzw. werden halt mögliche Argumente erfunden, respektive "vorgestellt", um die eigene Position zu rechtfertigen. Nope, einen solchen "Aufschrei", wie heutzutage bzgl. "weiblicher Doctor", hat es nie gegeben. Somit kann man also leider, zumindest aus Deiner Positon betrachtet, kein Argument derart aufbauen, dass das "keine Frau" heute nichts anderes ist als das "kein jüngerer Schauspieler" früher, denn letzteres hat es nie gegeben.


    Dieses Fokussieren auf ein kleines Ding, und dann Aufblähen zum Allgemeingültigen hast Du dann gleich direkt noch mal gebracht: "oder gar ständig auf Banenen steht (Eccleston)". Gott, wie mich diese Bananen-Scheisse von neuen Fans einfach nur noch ankotzt. Dicht gefolgt von diesem Fischstäbchen-Unsinn. Woran liegt das nun eigentlich? Twitter? Facebook? Tumblr? Wo hat sich dieses Einschießen auf kleine Nebensächlichkeiten zuerst manifestiert? Furchtbar.


    Ich hier hier nur: "Ein Weiblicher Doctor? NIEMAL!" anstatt "Ja, könnte es geben, ABER...".
    Aber es scheint hier wohl einfacher zu sein, dass Thema mit sieben Siegeln zu verschlißen, als sich damit auseinandersetzen zu wollen. Schade eigentlich. Hätte ich vom Who-Fandom nicht erwartet. :(


    Auch wenn sich schon andere, und dies eigentlich ausreichend, hierzu geäußert haben, dann doch noch eine Kleinigkeit von mir. Man kann keine Diskussion erzwingen. Warum also sollte man hier, gerade wenn es ja in der Vergangenheit tatsächlich ausführlichst diskutiert wurde und es hier keinerlei neue Argumente für diesen Unsinn gibt, auf solch einen Ansatz mit "ja, könnte es geben, aber..." antworten, denn es gibt weiterhin absolut keinen Ansatz für einen solchen Geschlechterwechsel der Hauptrolle, außer die gerne genommene Frauenquote. Und dann noch der unsinnige Ansatz, sollte es nicht klappen, dann könnte man ja nach einem Jahr wieder auf "Mann" zurückdrehen, Oder vielleicht sogar eine weitere "Randgruppe" als Hauptdarsteller installieren. Bei solch einem linksideologischen Irrsinn bleibt dann nämlich bereits beim Wechsel des Geschlechts etwas auf der Strecke: Die Serie.

    Genau das ist Teil des Problems des Films. Lynch ist da völlig in einer fixen Idee gefangen und bekommt deswegen nicht mit wie überflüssig dieser Film eigentlich ist.


    Oh, überflüssig sind gewiss viele Filme, und, ja, dieser im speziellen, wenn man ihn tatsächlich als Teil der "Twin Peaks"-Serie sehen möchte. Da gehört er nämlich eigentlich gar nicht hin. Es geht alleine um Laura Palmer, und wenn man sich mit der Dualität dieser Figur beschäftigen möchte, ist es ein guter bis sehr guter Film, wenn man dies nicht möchte, ja, dann ist er überflüssig.


    Gerade wenn man den Film direkt im Anschluß der Serie sieht fällt auf wie wenig aufschlußreich er ist, denn all das wir in ihm zu sehen bekommen wissen wir bereits schon. Und der Figur Laura Palmer dabei zuzusehen wie sie alle Momente abarbeitet von denen wir erfahren haben (Und jetzt bringt sie das Tagebuch zu Harold Smith, und jetzt dies... und jetzt das...) empfand ich als ziemlich mühsam, gepaart mit einem darüberhängenden "Na und?!"-Gedanken. Das wirkte so ein bisschen als wenn dir ein Typ haargenau die selbe Geschichte von neulich erzählt, ausführlich und mit jedem Punkt und Komma, und sich dabei einfach nicht von abbringen lässt.


    Deswegen würde ich auch niemals empfehlen, den Film direkt im Anschluss zu sehen. Man muss selber schon einen gewissen Abstand zur Serie gewonnen haben, um sich mit ihm zu beschäftigen. Das "Abarbeiten" gewisser Eckdaten der Serie wirkt tatsächlich etwas störend, musste aber aufgrund des Prequel-Charakters leider sein. Wobei Lynch dies ja auch wiederum nutzt, um seine Lieblingsfigur entsprechend jeweils neu zu beleuchten. Es ist für ihn wohl ab und an wie ein Experiment gewesen: Die Figur wurde ausgestattet mit gewissen Reaktionsmöglichkeiten bzw. speziellen charakterlichen Eigenschaften, und nun konnte er am lebenden Objekt beobachten, wie Lee die Figur durch die einzelnen Abschnitte manövrierte. Auch auf die Gefahr mich zu wiederholen: Sofern man bereit ist, solch einen Film sehen zu wollen, ist er herausragend. Wer tatsächlich "Twin Peaks - die Serie als Film" erwarte (so wie ja auch durch den deutschen Titel "Twin Peaks - Der Film" angetäuscht), der wird wohl tatsächlich enttäuscht werden.


    Und der ganze Teresa Banks-Prolog ist der quälend lange Versuch überhaupt erst auf den Punkt zu kommen.


    Ah, ich bin mir da nicht so sicher, ob Du die "Deer Meadows"-Sequenz richtig gedeutet hast.


    Hinzu kommt noch das es sich merkwürdig falsch anfühlt Laura "lebend" zu sehen. Und zwar im Sinne von "Das hätte eigentlich niemals passieren dürfen". Und eigentlich sah Sheryl Lee zu diesem Zeitpunkt bereits schon viel zu alt aus als dass ich ihr die 17-Jährige abgenommen hätte. X/


    Das ist natürlich höchst subjektiv, und ein Gefühl, welches sich bei mir nie eingestellt hatte. Dies erklärt aber natürlich Deine Probleme mit dem Film.


    Dann ist da noch die Donna-Umbesetzung,


    Lies sich ja nicht vermeiden, und für mich nicht wirklich die schlechteste aller Entscheidungen ;-)


    die Rolle von Cooper die zurückgesteckt werden musste weil MacLachlan nicht wirklich Bock hatte,


    Nun ja, wir haben zwar MacLachlan nur relativ kurz, Cooper haben wir jedoch länger im Film, als man zunächst annimmt, ist doch Chester Desmond aller Wahrscheinlichkeit nach nur ein "umcodierter" Cooper, der in Wirklichkeit in Deer Meadows war und die "Deer Meadows"-Sequenz über den Umweg der Tranferierung in einen durch ihn, sehr wahrscheinlich unterbewußt, erfundenen neuen FBI-Agenten namens Desmond noch einmal neu beleuchtet.


    ein fehlender Mark Frost an Bord...


    Das ist tatsächlich ein großes Manko, da ich Frost sehr schätze. Schlußendlich bin ich jedoch mit dem Film, so wie er ist, sehr zufrieden, so dass sein Fehlen sich vielleicht sogar positiv ausgewirkt hat. You never know...


    Da hätte man an der Stelle merken müssen dass dieser Film eigentlich gar nicht gedreht werden möchte.


    Oh, ich glaube, wenn man Lynch-Filme fragen könnte, ob sie wirklich gedreht werden wollten, dürften wohl alle etwas unentspannt drein blicken. Bis auf "The Straight Story", der vermutlich tiefenentspannt zusieht, wie alle anderen Filme gemeinsam zum Psychotherapeuten gehen...


    Hinzu kommt auch dass Fire Walk With Me nur denen zugänglich ist die wirklich ALLE Folgen der Serie gesehen und am besten noch die beiden Palmer/Cooper-Begleitbücher gelesen haben. Und für jemanden der noch nie eine Folge gesehen hat ist er komplett unverständlich.


    Das stimmt wohl leider wirklich, wobei ich noch weiter gehen würde. Nicht nur sollte man tatsächlich alle Folgen gesehen und die Bücher gelesen haben, auch muss man beim Sehen dann wiederum bereit sein, all dies loszulassen. So ein wenig wie eine Prüfung, bei der man das vorher Gelernte zwar anwenden können muss, die eigentlich gelernten Inhalte jedoch besser ignoriert. Methoden-, und nicht Sachkompetenz ;-)

    Fire Walk With Me dagegen ist so'n Fall.........


    Achstöhn, der Film wird selbst mit 20 Jahren Abstand einfach nicht besser. Und ich weiß noch nicht mal wo ich da mit dem Meckern anfangen soll, soviel verkehrt ist mit dem Film. Aber das größte Problem mit dem Streifen ist dass er einfach nicht Wesentliches der Serie hinzuzufügen weiß, selbst in den nun endlich veröffentlichten herausgeschnittenen Szenen nicht. Es wird einfach nur das visualisiert was wir in der Serie in Zeugenaussagen und dergleichen bereits erfahren haben, oder Sachen weiter ausgebaut von denen wir nur in Auszügen gehört hatten, zum Beispiel der Fall Teresa Banks. Aber der Erkenntnisgehalt und die Anzahl der Aha-Effekte sind nahezu null. Okay, ganz am Ende von The Missing Pieces, als wir zu sehen bekommen was direkt nach der letzten Szene im Serienfinale passiert ist, ist mir vor Aufregung tatsächlich fast mein Kaffeebecher aus der Hand gefallen! Gerade weil mich eben diese Szene seitdem ich sie mit 11/12 Jahren zum ersten Mal gesehen hatte schrecklich beschäftigt hatte. :D Aber damit hat es sich auch schon. Stark sind die paar Szenen in denen gruselige Träume und die schwarze Hütte im Mittelpunkt stehen - und selbstverständlich die Musik. Sehr viel mehr positives fehlt mir allerdings nicht ein.


    Oha, hier gehen unsere Bewertungen des Films offenbar gänzlich auseinander, denn inzwischen, nach mehrmaligem Sehen, halte ich den Film für ein Meisterwerk. Lynch hat hier ja gar nicht versucht, inhaltlich wirklich neues dem Serienuniversum hinzuzufügen. Der Treiber für diesen Film war einzig und allein die Figur Laura Palmer, die er als so faszinierend empfand, dass er sich in Form von "Fire Walk With Me" mit ihr beschäftigen wollte. Der gesamte Film erzählt die Dualität von Laura und wir, als Zuschauer, können dem Kampf beiwohnen und beobachten, wie die "gute Laura" und die "schlechte Laura" um den richtigen Weg aus ihrer furchtbaren Situation ringen. DIE Schlüsselszene des Films ist dann die "Questions in a World of Blue"-Szene, bei der ich regelmäßig den Atem anhalten muss, aufgrund der absolut majestätischen Perfektion dieses Moments.


    Mulholland Drive (+ Lesben-Sex, + gezwungene Masturbationsszene)


    Widerspruch! Es war keine "gezwungene Szene", sondern gehörte zur Charaktereisierung von Diane, die es eben nicht schafft, zum Höhepunkt zu kommen, sie versagt (und um dies nun weiter zu erörtern wäre ja eher der generelle Lynch-Thread da).

    [quote='André McFly','http://www.drwho.de/forum/index.php/Thread/1478-Labereckenthread/&postID=176878#post176878']die frage leiten wir doch gleich mal weiter an unseren doctor who whiskeybeauftragten kolja!


    @Most Holy[/


    What the Fuck? Wer trinkt kanadischen Whiskey?

    Aber selbst bei Hard Sience dürften solche Diskussionen nie Grundlage für Kritik sein.


    Natürlich dürfen sie das, denn hier greift ja das auch ganz gerne zitierte "suspension of disbelief". Wenn ich ein "Universum" habe, welches nach gewissen Regeln funktioniert und dazu gehört dann zum Beispiel auch die Entstehung des Sonnensystems, dann kann man eben nicht so einfach etwas Grundlegendes ändern. Beziehungsweise kann man es ändern, muss dann aber mit Kritik rechnen. "Kill the Moon" ist deswegen storytechnisch abartig, weil hier unser Mond, dessen Entstehung zum größten Teil geklärt ist, komplett "umgeschrieben" wird. Das ist nicht glaubwürdig und somit versagt die gesamte Geschichte. Selbst bei reiner Fantasy, welche in der JEtztzeit spielt, käme man mit solch einem Unsinn nicht durch bzw. müsste wenigstens eine Figur in der Geschichte etwas dazu sagen lassen (z.B. "wir hatten vor einigen Jahren festegestellt, dass unsere bisherigen Theorien falsch waren, aber wir haben die bisherige Geschichte aufrecht erhalten, damit die Bevölkerung nicht... bla bla bla". Irgend etwas halt, um den Zuschauer in der Geschichte zu halten. Selbst bei Fantasy sollte man so etwas erwarten, bei "Science Fiction" aber auf jeden Fall. Denn nunmehr könnte man eigentlich überhaupt nichts mehr glauben. Jedes Naturgesetz kann mal eben umgeschrieben werden, wenn es die Handlung verlangt (wobei dies, genauso wie die Mondgeschichte nur zeigt, dass der Autor eigentlich unfähig ist, in einem gewissen Rahmen zu schreiben). Somit wird dann jede Gefahr, die auf Naturgesetzen beruht, beliebig banal beherrschbar (siehe das "Wald"-Debakel).
    Um es noch einmal anders zu sagen: Jeder Autor sollte sich der Realität, also den physikalischen Gegebenheiten, bewusst sein, und erst dann, wenn es wirklich notwendig ist, diese aktiv ändern. Dabei muss solch ein Autor aber auf die Glaubwürdigkeit achten, denn ansonsten driftet sein Geschreibsel ins Lächerliche ab.

    Ja, es ist intolerant. Außerdem macht man sich das Leben so schön fluffig einfach, wenn man den Ton einer Argumetation attackiert, da muss man sich ja nicht mehr mit dem Inhalt auseinander setzen. Finde ich eigentlich immer ziemlich daneben. In etwa so wie Quellenangaben wie z.B. "Bild" generell zu diskreditieren.
    und noch mal das klassische Beispiel der Armen kleinen Hilflosen, die ganz unschuldig die gleiche Frage wie zehn vor ihr stellt. Sorry, aber dieses nicht lebensfähige Geschöpf sollte vielleicht mal lernen, die Forumssuche zu benutzen!

    Den ein oder anderen Hörer wird die frohe Kunde bereits erreicht haben - ein deutscher Doctor Who Event steht in Planung - TimeLash. Um den interessierten Fans einen kurzen Überblick in dieser sehr frühen Planungsphase zu geben, war einer der Verantwortlichen - Ralf Schmidt - so freundlich, sich unseren Fragen zu stellen und einen kleinen Ausblick auf die Monate bis zum Event zu geben.

    doctorwho.podspot.de/files/whocast286-20141103.mp3