Beiträge von Infinity

    Alles "muss" nicht beantwortet werden.


    Aber es wäre schon schön, wenn die zentraleren Punkte der Handlung, zB solche die in 13 Folgen 7-8 mal erwähnt oder gezegt wurden am Ende halbwegs solide wegerklärt wurden. Das bedeutet für mich u.a. "Wer steckt dahinter", "Was ist sein Motiv" und "Was verändert sich für ..." IMO keine übersteigerten Erwartungen sondern die ganz normalen Aufgaben guten, traditionellen Geschichtenerzählens.


    Ob hingegen ein einzelner Frame in dem die Armbanduhr von Matt Smith anders steht als im Rest der Folge wirklich einer Erklärung, Entschuldigung oder auch nur erwähnung bedarf, sehe ich dann doch ähnlich wie du. Irgendwo endet auch die Nützlichkeit skeptischer Beobachtung.

    Hmmm eine merkwürdige Folge. Voll von ansprechenden Momenten aber auch von merkwürdigen Szenen die insgesamt einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Okay, es hat SPASS gemacht, die Folge zu schauen. Aber so wirklich drüber nachdenken darf man nicht ohne Kopfschmerzen zu bekommen, oder?
    Über die ganzen grandiosen Momente will ich eigentlich gar nicht erst lange Worte verlieren, dass das anachronistische London phantastisch aussah oder Churchill wieder brilliant gespielt hat haben sicher schon etliche Poster gesagt.


    Am Ende liegt mein Eindruck der Folge, bzw dass ich sie nicht wirklich unter meine Top Folgen einordnen mag vor allem an zwei Dingen:


    - dem saudoofen "Doctor Who" am Ende. Man kann einen Witz auch zu Tode reiten und ihn so zentral in die Handlung einzubringen kurz bevor es zum Jubiläum geht ist in meinen Augen kein gutes Schreiben sondern höchstens ehrgeiziges Marketing. "Dieses Jahr muss sich unser Doctor der wichtigsten Frage überhaupt stellen... WHO AM I?" Dabei ist diese Frage doch im Prinzip schon über 700 mal beantwortet worden in jeder einzelnen Folge in der man ihn handeln sah und seine Persönlichkeit(en) aktiv verfolgen konnte. Manche Fragen benötigen einfach keine Antwort und das gilt für diese "Doctor Who?" ganz besonders...


    - der Idee dass der Doctor selbst aktiv den Tesselecta um Hilfe bitten muss... mir wäre es lieber gewesen, wenn die Maschine ihn ausgeschaltet hätte und er zB aus dem Diner-Klo gekommen wäre nachdem die vier aus "the impossible astronaut" den ort verlassen hatten. Im Kern die gleiche Lösung, aber eben charakterlich sehr viel stärker auf die sonstige Botschaft der Folge ausgerichtet als das lustige "Actually--- *grins*"


    Ein wenig stört mich überhaupt dass Dorium sofort wieder mitgeteilt bekommt, dass der Doctor noch lebt. Wozu? Das bringt doch nur wieder den gleichen Ärger mit sich dem er gerade erst entronnen war...


    Bleibt nur die Frage ob Ami nochmal zurück in die TARDIS darf oder ob nächstes Jahr eine neue Crew bringen wird (bzw Weihnachten)...


    - Sind die Silence wirklich ein religiöser Kult, der sich zum alleinigen Ziel gemacht hat den Doctor zu töten?


    So wurde es uns erzählt. Aber wie die Silence, bzw das Volk der "Verschwindenden", das sich wohl Silents nennt, jetzt genau mit der Kirche (ala Engel Folge) und den kopflosen Mönchen zusammenstecken, bzw ob jede Religionsgemeinschaft der Zukunft Verknüpfungen zu den Gläubigen der Silence haben wird man uns wohl noch später erzählen müssen.


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    - Wieso brauchten die Silence River um den Doctor zu töten, wenn sie diesen Raumanzug besitzen den sie Steuern können. Hätten sie da nicht jeden reinstecken können?
    - Wieso genau haben die Silence River in die 60er Jahre entführt? Nur um den Raumanzug zu bauen?


    Das dürfte eine selbsterfüllende Prophezeiung gewesen sein... irgendwo ist doch kurz davon die Rede dass man River Song als die Frau kennt die den Doctor heiratet UND als die Frau, die den Doctor tötet... damit sie das tun kann, muss sie in dem Anzug stecken, also baut man den Anzug damit sie keine andere Wahl hat...


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    - "Silence will fall when the question is asked" - Sagte der Doctor nicht, die Silence sei sein Tod, damit er die Frage nicht beantworten kann? Sollte es dann nicht eigentlich heißen, "Silence must fall so the question will not be answered"? Oder habe ich etwas falsch vestanden?


    Jein. Zwingend nötig ist die Umformulierung nicht. Es wäre ja auch möglich, dass die Silence es einfach nur falsch verstanden hat, was die Prophezeiung aussagt. Prophezeiungen neigen dazu oft ein wenig mehrdeutig zu sein, ganz so wie bessere Glückskekssprüche.
    Es wäre also möglich, dass die Prophezeiung wirklich NUR den Doctor meint. Andererseits ist jetzt in zwei Staffeln das Universum schon zweimal so gut wie untergegangen und nur Glück und Entschlossenheit zu Handeln hat aus dem restchen das übrig blieb heraus einen neustart erzwingen können. Es könnte sich also theoretisch auch um eine weitere selbsterfüllende Schleife handeln... damit der Doctor nie die Frage stellen kann will die Silence ihn aufhalten, was dann zu ihrem Fall und dem Untergang des universums führen MUSS den man auch als endgültige Silence sehen könnte.
    Oder noch besser: die Silence bezieht sich nicht wirklich auf ein unheimliches Ereignis das irgendwann das Universum heimsuchen sollte sondern auf diese selbsternannte Religion, die dann fallen wird, wenn der Doctor sich endlich der Frage stellen kann: Wer bin ich und wenn ja wie viele ;)


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    - Wieso wird etwas schlimmes passieren, wenn der Doctor seinen Namen sagt, bzw. die Frage beantwortet? Und woher wissen die Silence davon?


    Weil die Prophezeiung das so sagt.


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    - Wenn sich Amy, Rory und River an die Vorfälle in der alternativen Timeline erinnern, wieso haben sie sich dann nicht direkt in dem Moment, in dem die Zeit wiederhergestellt wurde daran erinnert? Wieso sollten sie sich erst daran erinnern, nachdem sie mit dem jüngeren Doctor noch mehrere Abenteuer erlebt haben und er sie zuhause abgesetzt hat?


    Timey Wimey... Wir sehen es quasi mit den Augen des Doctors, während der Rest der Staffel hübsch sortiert den Erlebnissen des Doctors der auf dem Klo gewartet hat bzw Ami und Rory folgt. Während Doc und River also schon erlebt haben was hier passiert und von da aus in die alternative Welt gehen und zurückkommen konnten, ist es für Ami und rory noch nicht "ihre" Zeit... Es könnte auch helfen wenn man Timelordfähigkeiten besitzt und dadurch eventuell schneller seine Gedanken wieder ordnen kann... Oder es ist so ein ähnlicher Effekt wie nach dem Big Bang als ami auch vom doctor wusste aber erst erinnert werden musste damit sie konkrete Erinnerungen wieder hervorrufen konnte...


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    - Wie konnte der Teselecta eine Regeneration nachahmen?


    Gesehen haben wir nur Leuchteffekte, die oberflächlich an eine Regeneration erinnern. Niemand hat behauptet, dass hier auch etwas auf zellulärer Ebene stattgefunden haben muss.


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    - Wenn allen Menschen, die je die Mondlandung gesehen haben, aufgetragen wurde, jeden Silent sofort zu töten, wie konnten sie dann einige Exemplare gefangenhalten?


    1. Es ist die Zeit in der keine Zeit vergeht. Wer weiss, ob und in welcher Art hier die Mondlandung stattfindet oder stattgefunden hat.
    2. Wenn das Eyepatch Gerät hilft sich an die Silence zu erinnern sollte es auch den unterbewussten Mordbefehl aufhalten können, der ja nur so wirkungsvoll war, weil die Leute alles eigentlich wieder vergessen haben, das Gefühl bedroht zu werden aber automatisch wieder hochkommt wenn man einen Silent sieht.


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    - Wieso lädt der Doctor frühere Versionen von Amy und Rory ein, anstatt die Versionen, denen er zuletzt begegnet ist? Und wieso ist es seine eigene Timeline kreuzen wenn man die Einladungen persönlich verschickt, nicht aber mit früheren Versionen seiner Companions Wein zu trinken und ihm beim sterben zusehen zu lassen?


    Es ging bei dem Kreuzen um Brief No1, den den der Doctor selbst bekommen hat.
    Und die Versionen MUSS er einladen, weil sie bei dem Ereignis schon einmal dabei waren. Woher er das jetzt genau weiss oder ob er es nur ahnt... keine Ahnung, aber ohne diese Einladung hätte Ami nicht folgenlang hinterher schicksalsschwer zum doctor hinschauen können, eventuell hat er ja das als Tipp genommen um es einzugrenzen. Und er war doch auch die ganze Zeit am gleichen Ort? Also könnte er schon grundsätzlich um die Bedeutung des Termins gewusst bzw sich erinnert haben...


    Bei genauerem Überlegen komme ich aber auf eine ganz einfache Lösung: Er lädt die Varianten ein, die kurz vor dem 5.4.2011 auf der Erde leben.


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    - Wieso kann sich River angeblich nicht an dem Moment erinnern, in dem sie den Doctor getötet hat, weiß jedoch dass sie deswegen im Gefängnis sitzt?


    Da sie der Anzug kontrollierte kann es damit etwas zu tun gehabt haben... oder es ist wieder das altbekannte Thema "Spoilers" und sie WOLLTE nur nicht drüber reden... Am Ende der Folge weiss sie doch ziemlich gut drüber Bescheid?

    Ich habe hier nicht alles durchgelesen, aber ich finde nicht, dass der Doctor einen Superheldenstatus bekommt, dazu sind seine düsteren Seiten, egal in welcher Inkarnation zu groß.


    Die meisten wirklich bekannten Superhelden haben ihre düsteren Seiten. Ihre Dämonen, die sie innerlich quälen und zu zerreissen drohen. Besonders gut sieht man das zB an Batman oder Iron Man, aber selbst Superman ist nicht ohne Fehl und Tadel und schon gar nicht ohne Selbstzweifel oder Schuldgefühle über Dinge die er schon zu tun gezwungen war.




    Ich fand die Staffelhälfte Nr 1 jetzt eigentlich nur mittelprächtig. Zum einen weil ich mit Folgen wie dem Schwarzen Fleck oder der Frau des Doctors wenig anfangen kann, sondern auch weil mich besonders das "Finale" emotional so gut wie nicht berühren konnte. Okay, es war ne Auflösung, aber es war zu grandios aufgezogen zu sehr Schein, zu wenig Sein und der "surprising twist" war mir eigentlich ebenso zu albern wie die Erklärung des Titels. Außerdem sind wir jetzt endgültig wieder bei den Spaßkreuzfahrten durchs Universum mit Amy und Rory an Bord der AIDA TARDIS angekommen, das lustig animierte Rumhüpfen auf fremden Planeten hat mich schon bei Rose oder Martha gestört, wie kann ich es jetzt interessanter oder berechtigter finden? Niemand sagt dass die Leutchen an Bord nur sauertöpfisch rumlaufen sollen, aber dieses naive unschuldige "ach gucken wir uns den Planeten mit dem drolligen Namen Todesfalle 12 doch mal in Ruhe an während wir unseren Urlaub verbringen" müsste man mir wenn schon besser verkaufen. Spätestens nach zweimal fast abkratzen muss man doch in irgendeiner Weise aufwachen und anfangen erwachsen zu werden und die hatten sie schon vor über einem Jahr. Es scheint fast so als hätte der Doctor nichts aus seinem letzten Leben gelernt und würde alle Fehler nochmal neu begehen müssen. Oder der Gedanke den zweien mit einer ungewöhnlichen Flitterwochenreise einen Gefallen zu tun hat sich ungewöhnlich stark verselbstständigt.


    (Und nebenbei kaufe ich ihnen dieses ganze "Alle bösen Völker des Weltalls zittern wenn der Doktor die Klospülung betätigt und wieder hingucken kann was sie machen" Sache auch nicht ab. Im Gegenteil, ich find das ziemlich übertrieben und schlecht in Szene gesetzt. Schon die Allianz die ihn in die Pandorica setzen wollte war am ehesten fannisch motiviert,welchen Grund sollten Daleks, Cybermen, Sontaraner oder wer auch immer sonst, haben, sich selbst als Bösewichte und den doctor als unausweichliche Konsequenz ihres Handelsn zu sehen? Vor allem: wieso jetzt? Nummer vier hat auch schon die Chance gehabt die Daleks auszulöschen und da gab es keine Koalition um ihn zu stoppen, nr 9 und 10 waren nicht weniger "ruchlos" in ihrer Handlungskonsequenz.... Nr 11 ist jetzt der Katalysator wegen dem alles vor die Hunde geht?`"Ein bisschen viel der ehre" fängt nicht an, der Hybris die in dieser Idee mitschwingt gerecht zu werden.)

    Grundsätzlich bin ich ein großer Fan von Storyarcs, ob jetzt im Kleinen wie bei ST TNG wo in jeder Staffel mal wieder die Story eines der Bösewichte oder Planeten ein wenig weiter intensiviert wurde oder ob im Großen wie bei Babylon 5, wo 4 Staffeln eine komplett durchdesignte Geschichte erzählt haben (mit ein paar Ausnahmen die mehr oder weniger Stand-Alone waren, aber das ist ja auch nichts schlechtes per se) oder bei Brisco County Junior, der beides ziemlich gelungen kombiniert hat und darum war ich auch ziemlich erfreut als es zu Anfang von Moffats Ägide hiess, dass er vorhabe endlich aus RTDs mehr oder weniger unwichtigen Storywords (die im Grunde bloß einmal pro Folge einen Cameo-Auftritt spendiert bekamen) endlich richtige vollwertige Story arcs machen wollte.


    Als dann die Umsetzung dieses Folgen verbindenden Erzählungsbogens in Staffel 5 schon etwas holprig herüberkam, insofern als dass nicht oft Bezug auf die vorhergehenden Erfahrungen und Erlebnisse genommen wurde, die man schon mit dem Bogen-Überthema hatte und es in manchen Folgen einfach nur auf einen ominös dahindräuenden Riss in Zeit und Raum hinauslief, der nach dem Verschwinden der TARDIS zu sehen war, fing diese Begeisterung dann schon an, ein wenig Fieber zu entwickeln. Das Finale hatte dann wieder starken Bezug, hat scheinbar einiges aufgeklärt (scheinbar, weil man nie wirklich Beweise sieht für das Entstehen der "Cracks" und die Auflösung damit immer noch schwammig und änderbar bleibt) anderes aber kaum angekratzt oder ganz unerwähnt gelassen. Dafür hat es hartnäckig die meisten der vorherigen Protagonisten eingesammelt und irgendwie in eine Rolle zu pressen versucht, was mich zu stark an den RTD Stil erinnert hat um wirklich große Begeisterung aufkommen zu lassen. Aber das ist hier ja nicht das Thema.


    Dann fing Staffel 6 an und es wurde Bezug genommen zu einem der Themen die am Ende des Vorjahres offen geblieben waren... die Silence hatte ihren großen Auftritt... oder sowas ähnliches. Damit wurde im Prinzip im Eröffnungszweiteiler schon mehr versprochen als in der ganzen vorherigen Staffel... Und zwei, drei Folgen später war dieser Scheck immer noch nicht eingelöst... die Begeisterung die an den Erzählungsbogen gekoppelt war hatte mittlerweile Herzrhythmusstörungen, Lungenentzündung und Blutvergiftung. Zum Finale der "Halbstaffel" kam dann gleich nochmal so ein Ungetüm von Familienparty wie es schon das Ende der fünften Staffel war, jeder durfte mal mitspielen und sein Sätzlein aufsagen und man gab uns eine grandiose aber irgendwie auch ziemlich unbewegende Auflösung für ein anderes großes Rätsel, das eigentlich vorher gar nicht so richtig für diese Staffel angeheizt worden war. Naja einem geschenkten Gaul schaut man nicht aufs Drehbuch usw.
    Nach der Zwangspause ging es dann im gleichen Stil weiter... Ideen, die für locker fünf Folgen gereicht hätten wurden uns in einer aufgezwungen und das große "schöne" Geheimnis aus dem Halbfinale wurde bedenkenlos verschenkt und vergeben, nur um eine neue Storykette zu starten mit einem im Sterben liegenden Doctor. So innovativ. Aber auch das ist nicht das Thema hier. Statt jetzt dieses neue Kettenthema aufzunehmen und damit wenigstens eine halbwegs glückliche Ähnlichkeit mit einem Storyarc zu erreichen, kamen danach mehrere Folgen die nur höchst am Rande mit diesem Kernpunkt der zweiten Staffelhälfte zu tun hatten. Und ein paar weitere nervige Monitoreinblendungen, argh.
    Schnitt zum einzigen wirklichen Storyarc der Staffel, der Folge mit Craig dem ehemaligen Vermieter aus der Lodger-Folge. DAS hatte wirklich alle Elemente eines Storyarcs... es wurde Bezug auf das letzte Mal genommen wo man sich getroffen hat, es kamen auch von der Charakterisierung her die gleichen Figuren vor und es war trotzdem eine neue Geschichte, die nur durch ein paar Bögen der alles tragenden Unterstruktur mit der alten zusammenhing.
    Dann kam das Finale. Und wieder war es so ein Konzentrat aus vielen Erzählungspunkten, die locker alle eigene Folgen hätten füllen können, wenn nicht sogar den richtigen Storyarc für eine ganze Staffel bilden.


    Tja, mittlerweile hat meine Begeisterung für Moffats Storyarcs ein schönes Stück Rasen draussen unter dem Apfelbaum bekommen, mit einem Eisstiel als Grabstein und dem vor sich hinmurmelnden Bach hinter'm Haus als Begleitmusik.


    IMO macht der Mann als Produzent keine Storybögen sondern mehr so etwas wie Nähte oder Schweissnähte... alle paar cm oder Folgen mal sehr starke Verbindungen oder Schweisspunkte und ansonsten nur vom Gesamtzusammenhang der Staffel eingeklammert. Bei Folgen die er nicht selbst schreibt scheint es sowieso keine echten Vorgaben zu geben wo die am Storyarc dranzuhängen hätten und was er dadurch als Produzent an Tempo verliert, versucht er als Autor dadurch wettzumachen, dass er dann die drei oder vierfache Intensität in alle selbst geschriebenen Folgen reinknüppeln muss um alles was er sich als Teil des Arcs vorgestellt hat noch irgendwo unterzubringen. Und das haut einfach nicht hin. Entweder rollt man so einen Story Arc langsam und stetig aus, bereitet das Finale sorgfältig vor um dann wirklich eine überraschende und gut eingeleitete Auflösung zu haben oder man lässt es besser ganz bleiben und baut nicht überall mal ein wenig ein, nur um sich am Ende wieder mit 80% des Materials und 10% der Zeit wieder zu finden.


    Allerdings ist gerade auch etwas in einem Thread zu Torchwood Miracle Day angeklungen, das ich bedenkenswert finde... könnte es sein, dass der Schreibstil nicht 100% freiwillig in diese Form abgeglitten ist, sondern u.a. darauf basiert, dass man das Zeug jeztt massiv in Amerika zu vermarkten versucht? So hätte man einige Highlights, die durch die Halbstaffeln eventuell sogar terminlich an relativ attraktive Fernsehtermine gelegt werden können und Folgen die ein Durchschnittszuschauer getrost ignorieren kann, man hat Infos die man aus jeder Folge ziehen kann (Bildschirmbild Lake Silencio usw) aber nicht viel was man von Folge zu Folge im Gedächtnis behalten muss. Und vor allem muss man nicht langatmig in jeder Folge erklären, weshalb jetzt die liebe Ami so weint und Rory so eisern eine gefasste Miene zu machen versucht und warum sie dauernd von Melody reden wo sie doch nicht mit James Last unterwegs sind sondern mit dem Doctor? Ja, die US Fernsehlandschaft hat letztlich den Story Arc erfunden und viele große Erfolge gelandet. Aber wir reden hier auch von science Fiction und da ist es noch immer ein sehr unbedeutendes Konzept und letztlich häufiger gescheitert als zu Quotenrennern geworden... man nehme nur Heroes mit ihrem schwankenden Erfolg und abrupten Ende oder Lost, das irgendwann mittendrin unverhofft stark an Publikumsgunst verlor. Traut man sich vielleicht einfach nicht den letzten Schritt zu einem echten Storyarc hin zu gehen, weil das das nur lose an die Serie gebundene Publikum schneller verscheuchen könnte als man durch Werbung neues gewinnen kann?

    Mir läuft gerade beim Lesen von Knusperflockes Worten ein Schauder den Rücken hinunter, weil man IMO viele der Vorwürfe in ähnlicher Schärfe für die sechste Doctor Who Staffel äußern könnte.... das sieht nach einem Muster aus. Bedeutet die Kooperation mit amerikanischen Sendern echt das Todesurteil für ausgefeilte und logisch durchgeplante Langzeitplots, glaubhafte Charakterisierungen und spannende Staffelstoryarcs?


    Ist das wirklich nur die Folge der Anpassung an die kürzere Aufmerksamkeitsspanne der Greates Nation on Earth und nicht das Versagen schriftstellerischer Fähigkeiten bei den Produzenten?


    In dem Fall haben wir für die Zukunft wohl nur noch eine Verschlimmerung zu erwarten, weil wohl der finanzielle Einfluss der Überseeler kaum geringer werden dürfte. Armes Torchwood. Armer Doctor.


    Aber ich kann Menschen verstehen, denen die Kutschen- und Zugfahrten, die Herrenhäuser und ähnliches fehlen. Weil das ganze Umfeld zu den Geschichten gehört und nicht nur der Fall alleine, schließlich gibt es auch schon unzählige Krimiserien, die in der Gegenwart spielen.


    Dabei ist das ja einer der Punkte wo sich Moffat und Gatiss scheinbar richtig Gedanken drüber gemacht haben.... ich weiss nicht ob es noch bei Study in Pink war oder beim zweiten Fall, aber ich hab relativ früh in ICQ kommentiert dass der "moderne" Sherlock ja gerade Taxis einsetzt wie vormals die Mietdroschken... und wenn ich jetzt so darüber nachdenke, was er mit SMS erledigt oder auf seiner Website das hätte früher ein rotznasiger Irregular als kurze Papiernotiz zu LeStrange tragen müssen.


    IMO zeigen genau diese sorgfältig gewählten Analogien zu seinen "typischen" Verhaltensweisen aus dem Buch dass die Umsetzung nicht einfach gedankenlos auf die heutige Zeit getrimmt wurde sondern man genau geschaut hat wie die Person Holmes ins einundzwanzigste Jahrhundert passen würde.... der größte Unterschied ist, dass er mit seiner Belesenheit heute sogar weiss und benennen kann was seine soziologischen Probleme sind, der viktorianische Holmes war zwar ein ähnlicher Eigenbrödler aber ignorierte mehr oder weniger dass Opiumtinktur trinkend in einer Junggesellenbude rumzuhocken und auf den nächsten Fall zu warten nicht gerade "normal" ist. Die Nikotinpflaster verankern ihn noch besser in unserer Zeit wo sagen wir eine Vicodin-Abhängigkeit nicht mehr unbedingt etwas wäre das ein Polizeiberater haben sollte... und den Kick kriegt er eh vom Fälle lösen, also wozu die Droge?


    Oh und das Umfeld... gerade das ist doch perfekt. Weil man hier schön damit spielen kann wie sehr sich die britische Gesellschaft ändern musste um immer noch im Kern die gleiche ständebewusste altbackene Gesellschaft zu bleiben wie zu Victorias Zeiten. Okay, viel vom heutigen "Adel" stammt aus den Medien, TV-Stars, Schauspieler, Sportgrößen usw... aber der Unterschied zu den Reichen und Schönen von vor 120 Jahren ist nicht wirklich groß. Und das Haus dieses Tine Wittler Verschnittes sah doch schön nach Neonobilität aus.

    Tatsächlich hat Esther den Koffer mit dem Blut in Buenos Aires, wie man kurz sehen konnte und sich Gwen per Telefon noch einmal vergewisserte.
    Rex hingegen erzählt Esther, dass er seinen Metallkoffer als Diplomatengepäck deklarieren musste damit er nicht durchsucht wird und hofft, dass niemand bei der CIA die Liste einsieht, sonst sind sie gleich wieder aufgeflogen. Es ist allerdings nicht zu erkennen, ob es wieder ein Computer ist oder der Blutkoffer. Allerdings war dieser im Besitz von Esther.


    Da sie nur drei Gepäckstücke haben.... Rollenkoffer mit Esthers normalem Zeug (In dem in der nächsten szene Rex herumwühlt, bzw Kram rausnimmt), Esthers Schulter/Handtasche in der u.a. wohl ihr Computer steckt und Rex' Aluminiumkoffer.... und ein Aluminiumkoffer in Buenos Aires das Blut enthält.... Muss man wohl nicht Sir Arthur Conan Doyle bemühen....


    Allerdings sagt niemand dass das Blut im Koffer alles ist was sie haben, Gwen könnte andere Konserven in ihren Shanghai Taschen haben damit sie zeitgleich machen können was auch immer sie damit vorhaben.





    Zum Thema Jilly und Blessing... da werden doch haufenweise Andeutungen umeinander geschleudert.... bevor man vor dem Blessing steht fühlt man sich furchtbar, niht jeder überlebt es das Blessing zu sehen aber wenn man es überlebt ist es wohl was gutes.... Sie dürfte also die "echte" Wirkung spüren, die uns morgen dann erklärt werden sollte...


    Zum Thema Opfer.... Rex ist ein ziemlich starker Kandidat... den jetzt noch nach dem "Rückschwenken" des Miracles noch überleben zu lassen wäre nach dem neuerlichend ramatiscen Wundschmerz am Flughafen doch etwas arg weit hergeholt. Also wie besser entsorgen als durch was auch immer mit Blut und Blessing zu tun sein soll?



    Im Übrigen... schon wieder was im Erdkern? Haben wir da nicht schon mehrere Alienschiffe und haufenweise ersoffene Spinnen?

    Ich kann gar nicht mal so direkt in Worte fassen, weshalb ich zwar einzelne Ideen oder gar Folgen mag, aber die Serie insgesamt für sehr schwach produziert, bzw geschrieben halte. Da spielen u.a. viele einzelne Dinge eine Rolle die für sich gar nicht mal so bedeutsam sind, aber in der Masse durchaus verdammend wirken. zB das Timing. CoE hatte im großen und ganzen den klassischen Storyarc langsam anfangend, dann gegen Ende hin etwas steiler auf den Höhepunkt zueilend und danach eine gewisse Ausklangphase um die Gemüter wieder zu beruhigen.


    Miracle Day hat die EKG Kurve eines amoklaufend-arhythmischen herzens als Spannungs"bogen". da geht das Tempo mal mächtig voran, nur um dann die nächsten 25 Minuten in gemächlichem und nicht sehr informativem Geplätschere versacken zu lassen und dann wieder anzuziehen als ginge es um ein Dragsterrennen... allein das unsägliche Hin- und Hergefliege. Nicht nur die gnadenlos überflüssige Bottleshow Nr 2 als sie den Spannunsbogen für 45 Minuten komplett ignoriert haben um ein bisschen Kabinenkoller zu entwickeln und hirnrissige Drogencocktails zu mischen.... Figuren werden nicht zu ihrer besten Wirkung an einem Platz eingesetzt und bleiben dann auch da sondern sie werden wirr hin und hergeschoben... Rex fliegt in einer "dramatischen" Montage nur deshalb nach England um Torchwood zu kidnappen, bzw dienstzuverpflichten... dann kehrt Gwen zurück um nach Daddy zu sehen fliegt wieder nach Amerika, geht zurück.... ja was denn nun? Wenn man hier von Anfang an klare Aufteilungen und sinnvolle Zuweisungen vorgenommen hätte, wären das nur halb so viele Vielfliegermeilen für das Team geworden.
    Die Motivation der Figuren ist ähnlich fähnchen im Wind, falls man ihnen überhaupt eine zugesteht (Kitzinger zB sieht relativ flach aus was Charaktereigenschaften angeht, Danes ist "nur unglaublich böse und ein riesiges Arschloch" usw) und der Plot tut sich schwer sich aus den teersumpfartigen Tiefen und Längen der Story zu irgendwelchen Höhen zu erheben und aus dem Rest des Stumpfsinnes auch nur phasenweise herauszuragen.


    Jo also reagiert die Welt darauf dass keiner mehr stirbt indem sie KZs einrichten und Komapatienten gnadenlos verbrennen. Infrastruktur und Personalbasis für so ein Vorhaben sind natürlich überhaupt kein Problem, weiss ja jeder aus einschlägigen Filmen dass jeder Pseudonazi sofort sein entsprechend geschultes und ind er Bürokratie platziertes Lagerleiterpersonal von der Zeitarbeitsagentur mieten kann.... und es fiele ja auch niemandem auf wenn EIN konzern ganz alleine unbegrenzte Medizinvorräte auf Lager hätte während alle anderen hinterherhecheln den unglaublich angestiegenen Bedarf überhaupt decken zu können... aber ist ja klar, ein Regierungsverschwörung kann nach 80 Jahren ja problemlos all solche Kleinigkeiten aus dem Weg räumen ebenso wie jede Spur eines Familiennamens aus der weltgeschichte tilgen... *seufz*
    die Prämisse ist so voller Löcher dass ein Moskitonetz neidisch werden würde.


    Und das vermutlich am meisten irritierende an der Staffel ist, dass diese hahnebüchen unglaubwürdige story auch noch schlecht umgesetzt wird. Kurz vor dem Ende wird mal eben ein x-Monate Sprung reingeschrieben, der die ersten echten Folgen des "Miracles" ermöglihens oll... Wirtschaftskrisen und Währungskollaps auf globalem Level... Aber was sieht man davon? Was hört man darüber? außer ein paar ominösen Diskussionszeilen von Gwen und Rhys dass er ja den schändlichen Job für die Krematorien LKWs zu fahren annehmen müsste um "zu helfen" (also der Familie finanziell zu überleben) beschränkt es sich weitestgehend auf die geschlossene chinesische Grenze und zwei, drei Nachrichtenbildschirme. Achja und den Dienstwagenabrechnungen bei der CIA... die aber lachend beiseite gewischt werden. Es scheint niemandem an Ressourcen zu mangeln, überall ist Strom, Licht, wärme.... selbst die von Gwen geplünderte Apotheke sah ganz gut gefüllt aus... Da ist so unglaublich viel Potential verloren gegangen... warum sollten denn die Jets niht stillstehen weil niemand mehr das Kerosin für Langstreckenflüge bezahlen kann? Wieso sind die Lager nicht düsterer un sparsamer geworden als bei der Eröffnung usw? Wieso kriegt das CIA nichgt als "nicht überlebenswichtige Einrichtung" Strom und Internet abgeklemmt? SHOW DON'T TELL ist das Grundprinzip jedes Geschichtenerzählers, beim TV nochmal deutlich mehr als in Schriftform, aber hier wird NUR erzählt und eben nix gezeigt.


    Das Sahnehäubchen ist dann noch dass in einer Serie über die Men in Black von England, die letzten, härtesten und erfolgreichsten Verteidiger der Erde gegen interstellaren Abschaum in 9 Folgen gerade mal ein besserer Bodenteppich als Alientechnik vorkam (okay, plus die "Standard" Torchwood Sachen wie Kontaktlinsen, Retkon gesöff und co) und der Rest hausgemachte Probleme darstellte.
    Ist es wirklcih egal solange es nur "tiefgründig" und sozialkritisch an Zeitthemen herangeht? Naja, mal ganz davon abgesehen dass es im Grunde ein gequirlter Klischee Auflauf ist der hier vor uns ausgebreitet wird.... Mafiosi/Geheimbünde, Regierungsverschwörungen, Entdemokratisierung der Gesellschaft im Angesicht der Krise, Medienkult und Personenkult ebenso wie Dämonisierung durch die Presse und Auflösung der Privatsphäre kaum etwas davon ist neu als Medieninhalt aber in der Fülle und Breite des Themenspektrums wird hier ein nur schwer v erdaulicher Brei aus Allgemeinplätzen aufgeschlagen, der eben auch im schwachen oder nicht vorhandenen Spannungsbogen und mittelmässig gesteuerten handlungsverlauf seine Schatten zeigt. Also ganz davon abgesehen dass es so tiefgründig wie das normale Vera am Mittag Skript ist, es fehlt auch ein wirkliches Identifikationsmerkmal das hier klar herausschreien würde "DAS ist Torchwood". Stattdessen schreien es nämliche Figuren alle Nase lang mal autoritativ heraus um Eindruck zu schinden, so wie alles mögliche ständig wiederholt wird. Rex muss mindestens viermal in der Folge seinen Verband durchbluten, Jack und Gwen üben sich fleissigst in Flachland-Roofstanding (erinnert sich außer mir überhaupt noch jemand an diesen Begriff aus dem Whocast? :D) die Handys wirbeln ihr Dreieckslogo herum usw usf.
    Bis
    es
    einem
    beim
    Hinsehen
    zu
    den
    Ohren
    rauskommt.

    Ich glaube sie meint das ein wenig wie ich früher schon vorgeschlagen/angedeutet hatte.... die deutschen Sender gegen den Engländern das Recht unsere Mediatheken zu verwenden und wir kriegen dafür den iPlayer gebührenfrei, weil öffentlich rechtliche müssen einander ja nun wirklich international keine Konkurrenz machen und solange jede Seite was davon hätte, wäre es ja eine Win-Win-Situation.

    Möglich, aber ich meine mich auch daran erinnern zu können, dass er beim ersten Teil eine der treibenden Kräfte war, weil er privat ein Riesen Comicfreak ist und ne dolle Sammlung besitzt. Weshalb das unbedingt Marvel sein muss kann ich persönlich nicht nachvollziehen, aber das fällt wohl in die klassische Kategorie "Gummistiefel"... Und angesichts der durchwachsenen letzten Filme von NC (gestern "der letzte Tempelritter"/Season of the Witch gesehen... URghs wie schlecht!) kann Ghostrider Zwo eigentlich auch kein Absturz mehr sein, höchstens was in Richtung Normalniveau für eine ziemlich am boden liegende Altkarriere.


    Ansonsten sehe ich das so ziemlich wie Atlan, mich hat der erste Teil auch nicht sonderlich überzeugen können und ich bin da mit ähnlichen Null-Erwartungen rangegangen wie an Spawn, Hellboy oder den Jane-Punisher und die haben mich dann alle NICHT enttäuscht sondern teilweise sogar erstaunlich gut unterhalten für die vorhergehenden nicht-Erwartungen.

    Infinity es gibt auch Geheimdienste die funktionieren, z.B. der MI6 oder der französische Geheimdienst, sowie der russische, der Mossad oder auch der von China. Der BND und die CIA sind völlig chaotisch, wobei die CIA in den USA beinahe noch alleine dasteht, da sowohl FBI als auch DHS und NSA einigermaßen ohne große Komplikationen funktionieren, wobei die CIA eher wenig auf die Reihe kriegen würden, wenn sie nicht Hilfe von den Geheimdiensten der Navy und Air Force hätte. Noch mal Verweiß auf mein Buch.


    Chaotisch bedeutet nicht ineffektiv und organisatorisch top aufgestellt bedeutet nicht effektiv. MI6 oder das FKB haben auch nicht geschafft woran der CIA deiner Meinung nach gescheitert ist. Und dass die USA schon lange mal in ihrem inzestuösen 3 Letters Agency Stall aufräumen und ein wenig einsparen hätten können ist doch eh altbekannt. Da machen teilweise fünf Dienste denselben Job, bzw kämpfen bevor er gemacht werden darf darum wer jetzt zuständig ist. Dazu brauch ich kein Buch lesen.


    Zitat

    Und wieder zurück zum eigentlichen Thema: Hatte ich das Ende eigentlich richtig verstanden, dass nach diesen 456-Abkommen Torchwood den USA untersteht, oder dass dieses Abkommen der CIA die Macht gibt einfach so eine britische Organisation sich einzuverleiben?


    Rex Matheson: "This is not an arrest. This is a rendition. And on behalf of the CIA - under the 456 Amendments to US Code 3184 - I'm extraditing this so called Torchwood-Team to the United States of America. Now get me out of here, take me home."


    "Das ist keine Festnahme. Das ist eine Urteilsverkündung. Und im Auftrag der CIA im Rahmen der 456-Ergänzungen zum US Gesetzbuch 3184 erwirke ich hiermit die Auslieferung des sogenannten Torchwood Teams an die Vereinigten Staaten von Amerika. Jetzt schafft mich weg von hier, bringt mich heim!"


    Das fragliche Gesetz in "Real World" Fassung: http://codes.lp.findlaw.com/uscode/18/II/209


    Grob gesagt kann ein US Richter wenn er "Jurisdiction" über eine Person hat (Jack war ja vorher noch in den USA) denjenigen aus dem Ausland ausliefern lassen, wenn das Verbrechen dass derjenige im Ausland begangen hat auch ind en USA strafbar gewesen wäre.
    Wenn 456-Amendments solche Gesetze sind, die nach der 456 Invasion aus Children of Earth ins Gesetzbuch nachgetragen wurden, wie es der Name vermuten lässt, umfassen diese Straftaten wohl auch Aid and abetting für ausserirdische Gangster oder Terroristen sowie das Verschleiern von geheimen Anti-Alien Organisationen die außerhalb der USA gegründet wurden... :) Passt so gesehen ja auch zu den Schwärzungen und "verschwundenen Akten" die während der ganzen Folge vorgekommen sind.

    Hallo Sleazebäg, was für ein wundervolles Spielzeug. Danke für den Aufwand des Programmierens und den Webspace den du dafür eingesetzt hast! :)


    Hast Du eigentlich auch geplant, das noch um Torchwood und/oder SJA zu ergänzen? (könnte letztlich den Block ausfüllen und damit das zweizeilige Design "runder" aussehen lassen...)



    @Herr Duck, wo in deinem Profil verbirgst Du das denn? Hab nichtmal in der Gallery was gesehen. ?(

    Man muss sich doch nur anschauen WO jetzt überall die "in Dreide, Farbe und TON" Aufkleber draufpappen und man sieht, dass das mit Qualitätssteigerung oder echten Mehrgefühl des Seherlebens weniger zu tun hat als mit dem üblichen Hype bei dem eben jeder auf den Wagen aufspringt und sich ne Platinene Nase mit Diamanteinsetzern verdienen möchte (und wird).


    Vor allem wenn gefühlte 80% der Filme erst noch kurz vor Kinostart konvertiert wurden, weil bei Drehbeginn noch keiner von 3D gehört hatte.


    Und dann auch noch mehr Geld dafür verlangen, wo das Kino vor allem daran gescheitert ist dass manche Drittweltländer sich keinen einzigen Familienkinotag im Jahr hätten leisten können, weil man dafür im Westen schon ein Haus verkaufen muss wenn man nicht das frugalste Basissparpaket ohne Getränke, Popcorn und nartürlich Mittwoch Vormittags um viertel nach Neun kaufen will...


    Ich brauch kein 3D weil ich auch vorher nichts in den Filmen vermisst habe was mir 3D jetzt urplötzlich geben könnte (gute Drehbücher und aufrecht gehende Regisseure ohne Großhirnverkümmerung sind nicht durch 3D Effekte zu ersetzen und werden bei "Actionknallern" eher unwahrscheinlicher wenn sie noch in 3D ausfallen müssen), zudem hasse ich diese "Jahrmarksteffekte" schon seit Jahren und je banaler und weniger begeisternd ich Filme empfinde umso weniger locken sie mich dann auch noch ins Kino, es tritt also irgendwie der entgegengesetzte Effekt ein wie beabsichtigt. Aber ich hab mich ja auch Jahrelang gegen Blu Ray gewehrt, dann doch einen größeren Monitor und Fernseher angeschafft und endlich BR "erlaubt" und.... ich sehe so gut wie keinen Mehrwert gegenüber DVD, kauf3e noch immer den Großteil der Filme in DVD und kann den auch auf dem 108er TV großartig geniessen. Ob das mit 3D wirklich anders laufen würde? Glaub ich eher nicht. Also mit Ausnahme von "noch teurer". und wer braucht DAS schon?

    dieser Dienst ist so verworren aufgebaut, dass dort so gut wie nichts geschmiert abläuft. ... aber in den letzten drei Jahren hat sich anscheinend nicht viel verändert, wenn man bedenkt wie lange es gedauert hat Osama endlich zu finden ;)


    Naja wenn man außer Acht lässt, dass das ganze in einer der erbärmlichsten Ecken der Welt geschehen ist, unter Mithilfe mindestens einer theoretisch verbündeten Regierung und nicht eben in allerbesten Kommunikationsverhältnissen... Die Jagd nach Hussein war IMO peinlicher als das spurlose Verschwinden von Bin Laden, nicht nur im Vergleich von deren eigenen Fähigkeiten, sondern auch der dahinter steckenden Organisation, Macht und Loyalität seiner Untergebenen.


    Zumal sämtliche anderen Regierungsbehörden einschliesslich der "No such Agency" ja auch nicht besser abgeschnitten haben und auch kein fremder Geheimdienst nen schnelleren Tipp parat hatte.



    Und es ändert auch nichts an dem Eindruck dass hier eher eine Mischung aus James Bond, 24 und dem Spion der aus der Kälte kam Pate für die ominöse "CIA" der Folge gestanden hat als eine wirkliche US Regierungsorganisation, egal wie chaotisch es da läuft (und welche Organisation läuft schon wie geschmiert, wenn sich der Mann an der Spitze alle 2,5 Jahre und die Politik nach der sie handeln soll alle 4-8 Jahre ändert?).

    Eigentlich möchte ich diese 7 Folgen gar nicht als kompletten Block bewerten, weil sie IMO zwei sehr unzusammenhängende Blöcke bilden, einmal den "Seriesarc" mit den Silent und Melody Pond und einmal den "Filler stuff" der in jeder anderen Doctor Who Staffel auch hätte auftauchen können. Man merkt vielleicht, dass ich von Folge 3-6 nicht wirklich begeistert war, aber obwohl ich nicht in konkrete Worte fassen kann, was genau ich erwartet hatte, vom "normalen Fleisch" dieser Season, es war jedenfalls nicht das, was wir zu sehen bekommen haben und damit bleibt dieser Teil des Staffelverlaufes für mich eher enttäuschend, wobei auch das eher für die individuellen Folgen an sich gilt als für die Staffel als ganzes, weil von der Mischung her war es schon wieder ziemlich in Ordnung. Was es noch schlimemr macht ist dass es gefühlt von Folge 1 bis 6 ständig abwärts ging mit der Freude am Schauen und erst der Good Man wieder einen Höhenflug ausgelöst hat.


    Dafür mag ich den Series-Arc deutlich mehr als das letztjährige "Geheimnis" um die Rifts und das Verlöschen darin, obwohl sie eigentlich thematisch wie auch vom Einbau in die Handlung her sehr ähnlich (verlaufen) sind und wohl auch relativ ähnlich enden dürften... (Höchst Gewagte Spekulation ;)) Also zumindest mit einem Schlussstrich der nur verhältnismässig endgültig ist und indirekt schon vorbereitet was in Staffel 3 zu erwarten sein wird.


    So in fixen Zahlen ausgedrückt stehen wohl Storyarc und Folgen an sich beide irgendwo bei Zwo Minus mit dem Arc tendentiell in Richtung gut und mehr und den Einzelfolgen in der Tendenz eher abwärts.

    Mein Geschichtslehrer wies damals auch schon darauf hin, dass z.B. Stauffenberg und Co. wohl nicht vorhatten, nach der Beseitigung Hitlers die Demokratie einzuführen, sondern es bei einer faschistoiden Militär-Diktatur zu belassen. Man also davon ausgehen, dass bei einem toten Adolf ein neuer Adolf nachgerückt wäre.


    Naja das Zauberwort hier ist MILITÄR. Wenn Stauffenberg und sein Verschwörerkreis Erfolg gehabt hätten, wären die Parteibonzen und mit ihnen verbundene Einrichtungen wie die SS oder das RSHA in der Bedeutung zurückgedrängt worden und das Militär hätte in der Art einer Junta das Sagen gehabt. Der krieg wäre zwar nicht beendet worden, aber Ziel war es schon für die meisten einen "Verhandlungsfrieden" oder Waffenstillstand mit für das Reich vorteilhaften Bedingungen zu sichern, weil an den fanatisch hochstilisierten Endsieg glaubten da wirkliche Fachleute schon lange nicht mehr, nur noch die Parteichargen die mehr von Ideologie als vom Kriegshandwerk verstanden.
    Ein neuer Adolf hätte erfordert dass Hitler in der Wolfsschanze gestorben wäre, die Partei aber die Macht behalten hätte. Und dann wäre es wohl erstmal auf ähnliche Machtkämpfe wie um das reale Kriegsende herum hinausgelaufen wo mehrere ausserhalb von Berlin sitzende Nazis einseitig erklärt haben dass sie jetzt der Chef wären und teilweise für einen Kapitulationsfrieden, teilweise für die Verbrannte Erde und das Kämpfen bis zum letzten Blutstropfen waren.
    Das hätte bis hin zu Verhältnissen wie nach dem Tod Cäsars gehen können wo die Reste des alten Triumvirates und ein neues Triumvirat um Octavian/Augustus herum einander das Wasser abzugraben versucht haben. Bis hin zum Bürgerkrieg. Hier dann eben die drei alten Starken Männer Himmler, Göring und Göbbels gegen die großen Namen in der Wehrmacht innerhalb oder außerhalb der Verschwörer.


    Das ist alles relativ kompliziert und hier Formeln aufzustellen wie "toter Adolf = noch böserer zweiter Adolf käme an die Macht" ist IMO voreilig, weil es auf viele Faktoren ankommt wie zB allein schon den Zeitpunkt (der u.a. bestimmt wer am zweitmeisten Macht nach AH besäße) oder ob nur Hitler stirbt oder vielleicht sogar das ganze Kabinett oder der Wehrmachtsstab... Das Dritte Reich hätte ebenso wenig von heute auf morgen aufgehört, zu existieren und die Gräueltaten wären auch nicht von einem Moment zum nächsten eingestellt worden, ganz wie am richtigen Kriegsende eben, wo das auch nur graduell egeschehen konnte... aber eine fixe Richtung in die es hätte gehen MÜSSEN gibt es da auch nicht.




    Aber damit genug über "was wäre wenn" und zurück zur DW Folge.


    Ist überhaupt schon bekannt, ob sie einen Hitlerdarsteller vor Ort haben werden? Und für wann ist jetzt die herbsthalbstaffel angekündigt? So langsam müsste der Termin doch mal bekannt gegeben werden oder nicht?

    Eine Frage, die ich in Deiner Aufstellung vermisse ist, warum läuft Rivers Zeitablauf konträr zu dem des Doctors (und auch dem ihrer vermeintlichen Eltern?)


    Weil wir als Zuschauer derselben Täuschung unterliegen, die wir als Menschen in Bezug auf das "Vergehen von Zeit" erleben dürfen?
    Nur weil wir als Fernsehguckende Nation die Erlebnisse des Doctors als ununterbrochenen und zeitlich hübsch sortierten Pfad in einer Richtung (dem Älterwerden der Schauspieler und Abrollen von Storyarcs und -fäden) erleben, dürfen wir NICHT vergessen, dass EIGENTLICH dieser Pfad ein wilder Wollknäuel aus "wibbly-wobbly-timey-wimey" mal hierhin, mal dorthin Sprüngen besteht, die keinem festen Konzept oder gar zeitpfeil folgen und von daher auch nicht strikt kategorisiert werden können, ausser vielleicvht durch seine wachsenden Erfahrungen und Erinnerungen an "Vergangenes". Theoretisch wäre es möglich, dass ein zukünftiger Zwölfter Doctor nur Abenteuer erleben würde die VOR allem was sein erester Vorgänger durchgemacht hat liegen würden. Damit wäre ja Universum-chronologisch "Er" der erste Doctor... was diese Vermutung oder Interpretation der Sachlage aber eben nicht korrekt macht.


    Damit aber zurück zu Melody Pond... Die beiden vergleichen ja nicht aus Spaß bei jedem Aufeinandertreffen ihre Notizbücher miteinander, die Zeitlinien überschneiden sich auch mal ohne dass die Story vo Doctor nur vorangegangen und die von Melody "Merlinlike" zurückgegangen ist. Anderenfalls bräuchten sie weder die Logbücher noch würden sie wild Ereignisse abschätzen, sie könnten einfach ihre persönliche "Eigenzeit" zitieren und wüssten Bescheid. Nur durch das Absenden von Dr Who in einer Richtung die mit dem Lebenspfad des Doctors zufällig übereinstimmt entsteht für uns Zuschauer nebenher der Eindruck dass beide Zeitpfade strikt und stringent geradeaus weisen würden. (Ein zweiter Effekt des Bücherabgleiches ist, dass hier n0och deutlich mehr Erlebnisse erwähnt als jemals in der Serie gezeigt werden. Sie dürften mittlerweile deutlich über 20 "Meetings" hinaus sein.



    Und noch ein kleine Theorie weshalb es NICHT unendlich lange mit River Song weitergehen wird.... der Doctor ist ein merkwürdiges Kerlchen. Manchmal riskiert er alles aufgrund einer Laune oder Ahnung und manchmal versucht er auf Teufel komm raus etwas oder jemanden zu beschützen und wenn es sein muss auch vor sich selbst. Da er jetzt weiss, dass River Song das Kind von Amy und Rory ist, wird IMO irgendwann seine neurotische Ader durchdrehen und er wird versuchen sie vor Zeitreisen und den damit verbundenen Gefahren zu beschützen. Was heissen dürfte: egal ob sie von der Geburt bis zur Pubertät in den Händen der Kirche oder der Headless Monks oder der lila Schleimblasenaliens von Kathedra Omnia III sein wird oder größtenteils bei ihren Eltern leben udn aufwachsen wird, dürfte sie außer in absoluten Notfällen (wenn jemand versucht Amy, Rory oder Melody (nettes Y-thema da :P) zu töten oder anderswie zu schädigen) TARDIS-Verbot haben bis sie als halbwegs Erwachsene irgendwann das Verbot durch einen Trick umgehen lernen wird und ihre Reisen anfangen werden. Vielleicht sehen wir später nochmal eine 25 oder 35 jährige "River", aber eine 5 oder 15 jährige (über den Staffel 6 Storyarc mit dem Astronautenmädel hinaus) wird es IMO in der Serie eher nicht als regelmässige Gastdarstellering zu sehen geben (eher in Hörspielen oder Büchern bzw Comics)

    Wenn es jetzt erstmal nur eine Webapp ist, könnte es ja sein, dass es (auch) als Bonus auf der später mal erscheinenden TW:MD Box drauf sein wird, immerhin scheint es ja das "Dazwischen" von Staffel 3 und 4 zu beleuchten...

    Also erstmal vorneweg, an Crossover mit der "Mutterserie" glaube ich überhaupt nicht, was für mich den Master und den Doctor kategorisch als "Gaststars" ausschliessen würde. Außerdem hätte es dann natürlich schon längst Gerrüchte über Simms oder Smith an den Drehorten von Miracle Day gegeben ;) Was andererseits auch für Marsters gelten dürfte, John Hart also wohl auch ausschliessen sollte. Obwohl der jetzt irgendwie einen Routine Job (das Einsprechen des Hörbuches zu Ghost Story, des 13. Buchs der "Dresden Files") nicht ausführen konnte, weil er parallel schon einen Job hat(te)...


    Was ich mir aber sehr gut zum Thema "Jack und die Sterblichkeit" vorstellen könnte ist, dass sie ihn in einer relativ frühen Folge endgültig sterben lassen, nach der Umkehr oder "Abschaltung" von was auch immer das "Miracle" bewirkt hat (der "Expert" im Leichenschauhaus ging ja wohl sogar von DNA Manipulation oder ähnlichem aus, etwas das jeden Menschen für "immer" ändern würde...) seine alten Kräfte aber wieder erwachen und er am Ende der Folge oder in einem "LXG"-Ende dann von den Toten zurückkehrt, während andererseits besagtes Abschalten oder Rückgängig machen für alle die "überlebt" haben ein fatales Erlebnis auslösen dürfte.
    (Auch nicht schön... während der Bevölkerungsboom der so deutlich erwähnt wird letztlich auch unschöne Folgen für die Erde und aller Menschen Leben hätte dürfte das spontane tot umfallen von vielfachen der besagten 360.000 Menschen täglich im selben Moment höchst bedauernswerte Nachwirkungen haben... davon wäre wahrscheinlich jedes Bestattungssystem überfordert, geschweige denn ob man so viele menschen überhaupt bergen kann und zu theoretisch notwendig werdenden Sammelpunkten/Massengräbern schaffen könnte. Ist ja schon bei "überschaubaren" Szenarien wie Haiti oder ähnlichem alles andere als einfach gewesen und jetzt weltweit und je nach Dauer der Serie theoretisch möglichen Millionen von nochnichttoten? Uffz was ein Schlamassel...)