Ich würde ja wirklich gerne mal wissen, woher du die Information hast, dass das Problem in der zwischenmenschlichen Beziehung von Gatwa und Gibson gelegen haben soll.
Beiträge von Mario
-
-
Was faselst du da? Carol Ann Ford lebt noch.
Susan ist die Enkelin des Doctors, nicht seine Nichte. Unterschiedlicher Verwandtschaftsgrad.
-
Täuscht das, oder gibt es im Moment gar kein öffentliches Interesse mehr an Doctor Who? Man hört so gar nichts über Castings und bevorstehende Dreharbeiten.... Oder bin ich aus dem Who-Bubble-Algorithmus schon rausgeflogen?
Ich denke, das liegt u.a. daran, dass es kaum bis gar nichts zu berichten gibt. Natürlich gibt es immer noch Spekulationen, ab und an bekomme ich Videos in die Richtung auf YouTube vorgeschlagen und es gibt sie sicherlich auch anderswo, aber anscheinend auch nicht auf dem Level wie es noch vor ein paar Jahren der Fall gewesen wäre. RTD hat es tatsächlich geschafft, das allgemeine Interesse an der Marke DW noch einmal drastisch zu reduzieren. So nehme ich es zumindest wahr und wenn andere Spekulationen stimmen, dann auch in der britischen Fernsehindustrie. Angeblich sträuben sich ja Schauspieler*innen davor, mit der Serie in Verbindung gebracht zu werden. Das hätte es selbst zum Ende der Chibnall Ära nicht gegeben.
-
Season 1: RTD liefert Schrott, den er in Doctor Who gerne gemacht hätte, aber zum Glück nicht durfte.
Season 2: RTD liefert noch mehr Schrott und die BBC greift immer noch nicht ein.
RTD hatte im Grunde mit den ersten beiden Staffeln nichts zu tun. Er war zwar auf dem Papier Showrunner, aber der eigentliche Chef der Serie und deren Chefautor war niemand geringeres als ein gewisser Chris Chibnall.
Season 3: RTD muss endlich mal unter Zwang vernünftig schreiben und eine tatsächlich brauchbare Staffel entsteht. Wer das wohl durchgesetzt hat? Das kann doch nicht nur am Schauspiel von Peter Capaldi liegen, der auch noch den Namen eines Pinguins trägt. Nicht mal neue Namen kann RTD erfinden?
Die Wahrheit ist eher, dass RTD, wenn er will, auch richtig gutes Drama abliefern kann. Wie wir aber auch bereits immer mehr gegen Ende seiner ersten Amtszeit als DW Showrunner gesehen haben, hat er auch irgendwann angefangen den eigenen Hype um ihn und seine Kreationen zu glauben, weshalb die Serie immer mehr in eine Form der Selbstbeweihreucherung wurde. Und das hat sich mit seiner zweiten Amtszeit kein bisschen geändert, ist eigentlich sogar noch schlimmer geworden.
Season 4: Pseudo-Cracker, Pseudo-Life on Mars, Doofwood, Space 1999, egal wo die Amis die Finger drin haben im britischen TV, um es zu schrotten, vergiss es. Aber RTD gelingt es, Fred Freiberger zu toppen, auf eine merkwürdige Art auch eine besondere nicht alltägliche Leistung.
Wenn ich mich recht entsinne, dann hatte RTD ursprünglich wieder einen Fünf-Teiler wie bei CoE geplant gehabt, aber Starz bestand auf zehn Folgen, weshalb die Handlung der Staffel massiv gestreckt werden musste. Würde die Auflösung nicht besser machen, aber wahrscheinlich wäre der Fluss der Handlung wesentlich besser und einige wirklich dummen Ideen wären dann eher nicht reingeschrieben worden, weil es eben an Zeit für sie gefehlt hätte.
Torchwood war die Beta-Version von NuNuHu. Und wie bei dem Rotz von RTD 2.0 war schon damals der Whocast die segensreiche Plattform, die mir viel grotesken Mist erspart hat. Danke, Kolja!
Auch hier, solange mich meine Erinnerungen nicht komplett trügen, waren Raphael und Harald gegenüber der zweiten Staffel recht wohlwollend und an einigen Stellen sogar positiv eingestellt. Kola hatte sich dagegen komplett geweigert die Folgen zu gucken.
Das echte Paradoxon in der Historie ist SJA. RTD KANN schreiben und er KANN showrunnen. Warum weigert er sich so vehement es zu tun? Vielleicht hat er zu viel Geld und hat es damit nicht mehr nötig und lebt lieber seine Fetische aus, weil er sich leisten kann rausgeworfen zu werden?
Selber Fall wie mit den ersten beiden Torchwood Staffeln: RTD war auf dem Papier Showrunner, hat sich aber wesentlich mehr auf DW konzentriert, weshalb die Chefautoren der Serie im Grunde den Posten übernommen hatten und das waren Gareth Roberts und Phil Ford.
-
Aber ich finde die Serie ist zunehmend auch zu einer scharfen Kritik am gegenwärtigen Amerika (USA) geworden.
Das war sie doch von Anfang an. Es ist mit Nichten so, dass die Serie erst in Staffel fünf anfing politische Satire zu sein, die sich dahinter versteckt eine Dekonstruktion des Superhelden-Genres zu sein. Letzteres ist auch der Grund, warum mich die Serie nicht mehr interessiert. Ich fand es anfangs auch ganz interessant, weil sie eben zum Ende der MCU Phase 3 herauskam, dem Höhepunkt der Superhelden-Welle der 2010er. Und das MCU war bereits "zynischer", "geerdeter", "realistischer" als vorherige Superhelden-Filmreihen. Trotzdem blieb es dicht genug an den Comics, um Comics-Fans an der Stange zu halten. Daher war eine weitere Eskalationsstufe der Dekonstruktion fast unausweichlich, und genau dies stellt The Boys dar. Wobei The Boys den Bogen, für mich, überspannt. Es ist zu zynisch. Damit passt die Serie auf der einen Seite perfekt in den Zeitgeist, aber mich holt sie damit nicht mehr ab. Ich habe diesen Zynismus satt. Wenn ich den will, schaue oder lese ich Nachrichten.
Eine Dekonstruktion muss sich die Frage stellen: Was ist ihr Ziel? Geht es nur darum zu zeigen, warum etwas nicht funktioniert oder gar schlecht ist? Oder geht es darum, gerechtfertigte Kritik an etwas zu üben, die Schwachstellen aufzuzeigen und dann versuchen, etwas besseres zu machen? Ersteres macht The Boys eindeutig, aber ich sehe letzteres nicht. Vielleicht auch, weil die Serie das nicht will und mit Alan Moores Perspektive an die Sache herangeht, dass Superhelden etwas kindisches sind. Dann kann nicht, wie in Invincible, nach der Dekonstruktion eine neue Gruppe von Superhelden kommen, die die alten Stereotypen den Genres erfüllen. Nur sehe ich nicht, dass die Serie irgendeine optimistische Alternative anbietet. Die Widerstandskämpfer*innen sind genauso kaputt als Personen wie die bösen Supes, die sie bekämpfen wollen. Auch das mag realistisch sein, aber wenn ich das mit Andor vergleichen, eine Serie, die Star Wars und die Rebellion dekonstruiert hat und daraus ein Meisterwerk schuf, dann ist The Boys einfach nur traurig. In Andor glauben die Rebellen an etwas, selbst jene, die zynischer sind, glauben daran, dass ihr Kampf eines Tages dazu führen wird, dass der Faschismus besiegt wird und ein demokratisches System wieder hergestellt werden kann. Aber woran glauben The Boys? Für welche Welt, für welches System kämpfen sie? Sie kämpfen gegen den Status Quo, aber wie soll es danach aussehen?
-
Na ja, der Homo Sapiens hat zwei Geschlechter. Meine Meinung, die auf biologische Wahrheit beruht.
Sex Redefined: The Idea of 2 Sexes Is Overly SimplisticBiologists now think there is a larger spectrum than just binary female and malewww.scientificamerican.comDass das Trio sich gegen die "Schöpferin" ihrer Schauspielkarrieren stellten, rächt sich, oder bekommen die noch Filmrollen angeboten? Die sind doch alle weg vom Fenster, oder?
Daniel Radcliff hat seit Harry Potter gezielt vornehmlich in Indie-Produktionen mitgewirkt und tut dies immer noch. Des Weiteren ist er im Theater aktiv. Emma Watson hat bereits 2019 die Schauspielerei erst einmal eingestellt, weil sie von der Industrie desillusioniert ist, schließt eine Rückkehr aber nicht aus. Rupert Grint hat seit Harry Potter kaum geschauspielert, nimmt aktuell aber wieder mehr Rollen an und war erst dieses Jahr im für den Goldenen Bären nominierten Fantasy Horror Streifen Nightborn zu sehen. Die drei haben nun einmal dank den Potter-Filmen so viel Kohle, dass sie sich keine Gedanken darum machen müssen, irgendwelche Rollen anzunehmen, damit das Geld fließt. Stattdessen haben sie den Luxus, sich auszusuchen, wo sie mitspielen. Und dann fällt die Wahl eben nicht auf irgendeinen großen Blockbuster, von dem dann auch jeder etwas mitbekommt.
-
Ich muss bei Windows XP inzwischen immer hieran denken:
Externer Inhalt youtu.beInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt. -
Die Serie existiert aus zwei Gründen:
1. Warner Bros. will das Franchise bis aufs Letzte melken und die Spin-Off-Filme sind mehr oder minder gefloppt. Die Wahrheit ist nämlich, dass es nie die weitere Zaubereiwelt war, nicht einmal unbedingt die Charaktere, welche dafür gesorgt haben, dass die Leser*innen und Zuschauer*innen zu Fans wurden - sondern das Setting von Hogwarts. Der Traum, doch eines Tages diesen Brief zu bekommen und auf die Zauberschule gehen zu dürfen. Daher muss zurück zur Quelle gegangen werden und das Original neu aufgelegt werden.
2. JK Rowling hat sich aufgrund ihrer Transphobie mit vielen der Stars von damals, besonders eben dem Kern-Trio, verscherzt. Und sie ist inzwischen so sehr von ihrem eigenen Groll und Größenwahn getrieben, dass sie Daniel Radcliff, Emma Watson und Rupert Grint ersetzen will. Dies ist nur möglich, wenn die Reihe neu verfilmt wird, und daher hat sie auch das Okay für die Serie gegeben. Sie hofft, damit den popkulturellen Erfolg der Filme nicht nur zu reproduzieren, sondern vielleicht sogar zu übertreffen, damit die neuen Schauspieler*innen für die breite Masse die Gesichter von Harry, Ron und Hermine werde.
Die Serie wird nicht gemacht, weil man bessere Adaptionen machen will als die Filme, geschweige denn dass die Macher Ideen haben, wie sie womöglich sogar die Vorlage verbessern könnten. Rowling würde Letzteres wahrscheinlich nicht einmal zulassen. Von daher interessiert sie mich auch nicht die Bohne. Hier steckt kein künstlerisches Herzblut drin. Es ist reine Geldmacherei, getrieben von Gier und Ego.
-
Ich weiß nicht, wer es in Bezug auf das Reboot gesagt hat, aber die Kritik lief in etwa so: "Wie sollen wir uns die Interaktion zwischen Scully und Mulder in dieser neuen Serie vorstellen? Mulder versucht Scully davon zu überzeugen, dass die Regierung lügt, woraufhin Scully sagen wird: 'Ja, Mulder, ich weiß.' Das Vertrauen in die Regierung ist nicht mehr da." Ich möchte dem nur noch hinzufügen, dass eben auch der Glaube daran, dass die US-Regierung kompetent genug wäre, so eine große Verschwörung über Jahrzehnte hinweg abzuziehen. Und ja, ich weiß, dass das Syndicate nicht für die US-Regierung gearbeitet hat (auch wenn die ursprünglich geplante letzte Szene der Originalserie zeigen sollte, dass George W. Bush von allem wusste und das New Syndicate der Supersoldaten für ihn arbeitete), aber das müsste man für die 08/15-Zuschauer*innen noch einmal wesentlich deutlicher machen. Hinzukommt, dass das Glauben an Verschwörungsmythen nicht nur Mainstream geworden ist, es ist auch vornehmlich von einer Seite des politischen Spektrum gekapert worden. Um einen Bogen zum Thread zu Moffats Aussage, dass Doctor Who eine Mass Appeal Shos sei, zuschlagen, dasselbe gilt für The X-Files. Im heutigen Zeitgeist würde es aber als rechte Serie wahrgenommen werden, egal ob sie es wäre oder nicht, einfach nur weil sie sich um Verschwörungsmythen drehen würde.
-
Für mich möchte ich klar stellen, dass der Humanismus nichts mit Rechts oder Links zu tun hat, sondern diese beiden politischen Strömungen verbindet.
Nur basiert der Humanismus eben auf der Idee, dass alle Menschen erst einmal gleich sind und daher die gleichen Chancen haben sollten, sich selbst zu entfalten. Rechte Politik widerspricht dieser Grundidee, da sie auf der Vorstellung beruht, dass dies eben entweder nicht der Fall ist oder nicht möglich, und daher eben eine Hierarchie existieren muss. Je extremer diese rechte Ideologie, desto strikter die Hierarchie und desto mehr muss diese auch verteidigt werden. Damit steht rechtes Ideengut also in direktem Widerspruch zum Humanismus.
-
wie jüngst der Präsident von Venezuela Hugo Chavez, eben als Gefangener abführen.
Wie, die haben tatsächlich den Leichnam von Chavez auch noch mitgenommen? Nicht nur den Maduro?
-
Star Trek "The Next Generation" habe ich immer als eine zutiefst kommunistische Serie angesehen (Kein Geld, jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen, gesamt gesellschaftliches Eigentum). Warum die so gelobt wird
Genau das meinen ja jene, die darauf hinweisen, dass Star Trek schon immer links und progressiv war und eben nicht erst mit Kurtzman "woke" wurde. Und es zeigt eben auch, dass "mass appeal" eben nicht daran gekettet ist, politisch neutral zu sein. Was er aber bedeutet, ist es, seine Zuschauer*innen wie Erwachsene und denkende Menschen zu behandeln. Trek, auch TNG, konnte ganz schön predigend werden, aber auf diese Szenen wurde zumeist gezielt hingearbeitet. Und gerade bei TNG hatte man dann die Schauspielklasse eines Patrick Stewart, der fast alles hätte so vortragen können, als ob es von tiefgreifender Bedeutung sei. Hinzukommt dann noch, dass Star Trek eben eine Utopie dargestellt hat, was für viele ansprechend war. Sei es zur Hochzeit des Kalten Krieges in den 60ern mit TOS, weil die Leute zutiefst verunsichert waren, oder eben in der Zeit nach eben diesem mit TNG, DS9 und VOY, als die Menschen wirklich glaubten, jetzt ginge es nur noch nach vorne und in eine immer bessere Zeit. Und Utopien sind nun einmal (meistens) links-kodiert und nicht rechts, das sind dann (eher) Dystopien. Da können die Rechten jetzt noch sehr schreien, weil es ihnen nicht gefällt, dass ihre Weltsicht immer wieder dazu herhalten muss um zu zeigen, wie man eine Gesellschaft am besten nicht konstruieren sollte.
-
Moffat hat sowohl recht als auch unrecht, zur gleichen Zeit. Ja, der Doctor als Charakter ist eine Figur der Widersprüche, genauso wie er es hier darstellt. Dies macht den Doctor zu einer interessanten Figur, die es schafft, das Interesse der Zuschauer*innen zu binden. Dies sagt aber nichts darüber aus, ob die Sendung an sich auch in sich widersprüchlich sein muss. Dieses "weder links noch rechts" gab es natürlich schon immer, aber meistens sind es dann Folge, die irgendwie vergessenswert sind, weil sie eben nichts zu sagen haben. Wenn Du eine Geschichte erzählst, die keinen Kern hat und am Ende nur aus bunten, bewegten Bildern besteht, dann ist das nicht unbedingt etwas, was Menschen dazu bringt, zu dieser zurückzukommen und sie erneut zu schauen, sei es als Film oder Fernsehepisode. Dies kann genauso gut auf Bücher und andere Medien übertragen werden. Warum denn auch? Sie hat schließlich inhaltlich nichts zu bieten. Und ich würde argumentieren, Moffat weiß dies. Als Showrunner hat er selbst die Produktion von mehreren Episoden verantwortet, die klare Positionen beziehen, zumeist übrigens eher nach links als nach rechts gerichtet. Was er aber wesentlich besser gemacht als seine beiden Nachfolger war, diese in die Geschichten einzubauen.
Zu oft sind die Botschaften, für die Chibnall und RTD von rechten und reaktionären Stimmen verteufelt werden, eben nicht in die Geschichten integriert sondern kommen herüber als ob sie nachträglich dran gehängt wurden. Oder eben nicht durchdacht waren. Dadurch bekommen wir dann Folgen wie Kerblam!, die anscheinend nicht weiß, ob sie anti-Arbeiterbewegungen oder anti-Amazon sein will oder beides. Oder Orphan 55, wo man den Klimawandel durch irgendeine x-beliebige Naturkatastrophe hätte ersetzen können und man nur den Klimawandel als Auslöser gewählt hat, damit die Doctorin den Zuschauer*innen sagen kann, wir sollten doch endlich auf die Wissenschaftlicher*innen hören. Oder Dot and Bubble, eine Folge so voll mit Gesellschaftskritik, dass sie daran selbst erstickt, weil sie auf keinen der Punkte wirklich eingehen kann. Oder Lucky Day, eine Folge, die auf der einen Seite zurecht die Gefahr von Verschwörungstheoretikern in der heutigen Zeit aufzeigt, dabei aber nicht bereit ist, die unethischen und zum Teil auch illegalen Machenschaften von UNIT zu hinterfragen, weil man es sich zu einfach macht und sich wieder nicht die Zeit nimmt, alle Aspekte so zu beleuchten, wie man es müsste.
Das Problem, gerade in der RTD 2.0 Ära, liegt oftmals nicht an den Ideen oder den Botschaften, sondern daran wie die diese umgesetzt werden. Acht Episoden sind zu wenig. Es fehlt einfach die Zeit, um eben solche Geschichten, die auf mehreren Ebenen funktionieren und auch erzählt werden müssen, vernünftig umzusetzen, das heißt eben auch als Zweiteiler in der Mitte der Staffel. Stattdessen gibt es einen Speedrun durch das, was der Autor oder die Autorin sagen will, begleitet mit vielen schönen, bunten, bewegten Bildern, was dann so wirkt, als solle die Aussage der Folge mit dem Vorschlaghammer den Zuschauenden eingehämmert werden. Das ist kein gutes Fernsehen, weil es eben kein gutes Geschichtenerzählen ist. Und damit verliert man eben den "mass appeal" und wird dann in eine Ecke gestellt. Dann ist Doctor Who eben eine linke Sendung, die es für Menschen, die eine anderen Einstellung haben, nicht mehr wert ist, geguckt zu werden. Wobei dabei das Internet und die Polarisierung der Gesellschaft, vorangetrieben durch die Algorithmen der "sozialen" Medien dabei natürlich auch eine gewaltige Rolle spielen, dieser Post ist aber schon viel zu lang geworden, daher werde ich darauf jetzt nicht auch noch eingehen.
-
NewWho startete 2005, nicht 2006. 2006 kam David Tennant.
-
Ich sehe da auch keinen direkten Aufruf zur Gewalt, aber es ist schon problematisch, wie RTD hier dargestellt wird. Wobei die Darstellung des unbeliebten Produzenten (und damit meine ich nicht nur RTD, dies lässt sich auf jedes größere Franchise übertragen) als Monster ja nichts neues ist. Und ja, ihn mit Laseraugen und Knarre darzustellen, entmenschlicht ihn und wertet ihn zu jemanden auf, der gefährlich ist. Das ist reinste Polemik, die nur dazu dient, Aufmerksamkeit zu generieren und dies besonders bei eben jenen, die für dieses Narrativ zu haben sind. Damit meine ich nicht, jene, die die neuen Staffeln scheiße fanden, sondern die Untergruppe, die darin eine Art Verschwörung sehen. Man muss sich nur ansehen, was für andere Videos dieser Kanal postet, um zu wissen, woher der Wind hier weht. Und da hat Mr.PR dann doch wieder irgendwo recht mit seiner Kritik, auch wenn ich jetzt dem Videomacher nicht selbst unterstellen will, darauf aus zu sein, dass jemand aus seinem Publikum loszieht und RTD etwas antut, aber es ist trotzdem Teil von sog. "stochastischer Gewalt", also der Gewalt der Wahrscheinlichkeit. Je mehr Menschen eine entmenschlichende Darstellung RTDs unterkommt, in der dieser als potentiell gar gewalttätiger Feind dargestellt wird, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der nicht mehr ganz dicht ist, diese zu sehen bekommt und daher dann eben beschließt, RTD etwas anzutun. Und ja, es gibt Medienmacher, die dies gezielt einsetzen, auch wenn sie dies danach leugnen. Ob der Ersteller dieses Videos so jemand ist, weiß ich nicht, daher unterstelle ich ihm eben auch nicht, dass er es darauf abzielt, dass jemand aus seiner Zuschauerschaft irgendwann auf RTD losgeht.
-
Sehr früh. Viel zu früh. Gab es in dem abgesagten Buffy-Remake eigentlich einen neuen Xander?
Da es kein Remake war sondern ein Spin-Off (denke an das Verhältnis von TNG zu TOS), wohl nicht direkt. Aber es wird wahrscheinlich eine Rolle gegeben haben, die eine ähnliche Funktion einnimmt, also der Normalo zu sein, der keine Kräfte hat. Ob er/sie dann auch gleichzeitig der Gruppenclown gewesen wäre, keine Ahnung. das Script gibt es wohl irgendwo im Internet, aber ich habe es nicht gelesen.
-
Gerade beim Z-Wort muss ich nur immer lachen. Ich habe einen langjährigen Kollegen aus dieser Bevölkerungsgruppe, der sich immer wundert, was wir uns selbst für Probleme machen. Und der kennt mehr hiesige Beleidigungen als ich. Erlaubte und noch mehr unerlaubte. Dazu ein paar sehr blumige aus seiner Muttersprache.
Und es gibt jene, die das Wort ablehnen. Tatsächlich geben, je nach Umfrage, etwa ein Viertel bis ein Drittel aller Sinti und Roma an, mit der Bezeichnung als "Zigeuner" kein Problem zu haben. Gleichzeitig allerdings ist die Ablehnung der Fremdbezeichnung bei immer um die 50% oder höher. Will heißen, die Mehrheit der mit diesem Begriff vornehmlich gemeinten Gruppe ist dagegen, so bezeichnet zu werden. Eben weil der Begriff oftmals nicht wertneutral sondern abwertend gemeint ist, mal ganz abgesehen davon, dass ihn auch die Nazis verwendet haben, um damit Sinti und Roma zu entmenschlichen. Das heißt nicht, dass alle, die das Z-Wort verwenden, Nazis sind oder auch nur Nazi-Sympathisanten, bei Weitem nicht. Es gab bis in die 1980er eben keine richtige Aufarbeitung des Völkermordes an Sinti und Roma durch die Nazis, die Geschichtsschreibung und die Politik haben sich viel mehr mit dem Völkermord an den Juden auseinandergesetzt, weshalb dieser auch noch heute in der populären Geschichtsschreibung und der öffentlichen Wahrnehmung der Vernichtungsmaschinerie des NS-Staates so eine prominente Position einnimmt, dass gerne vergessen wird, dass mit anderen Volksgruppen genauso umgegangen wurde. Daher ist das Z-Wort auch bis ins 21. Jahrhundert nie wirklich zu einem Unwort geworden, auch wenn die Arbeit von Bürgerrechtsbewegungen genau dies zu erreichen bis zum Erbe der 68er Bewegung in den frühen 70ern zurückreicht. Deswegen ist es auch wenig verwunderlich, dass viele, sagen wir mal ältere Generationen, das Wort immer noch ganz normal verwenden, denn für sie gehörte es lange zum normalen Wortschatz. Heißt nicht, dass man sich die Verwendung des Wortes nicht abgewöhnen kann oder sollte. Ganz besonders wenn man über Sinti und Roma im Allgemeinen spricht oder eine Person direkt damit meint, von der man eben nicht weiß, ob er oder sie mit dem Begriff ein Problem hat. Gehört mMn auch irgendwo dazu, Anstand und Respekt gegenüber anderen zu zeigen.
-
Meine ist gestern gekommen.
-
Dies ist m. E. letztlich das Gleiche nur weniger Umständlich formuliert.
Ich hatte meine Antwort geschrieben, bevor Du deinen vorherigen Beitrag so umfänglich editiert hattest, aber nicht sofort abgeschickt. Kann sein, dass sich das dann überschnitten hat. Aber mein Post war die Antwort auf die Frage, was mMn die eigentliche Aussage des Videos war.
-
Die Frage nach dem Besitz und wieso es immer wieder zu so negativen (Über)Reaktionen zu neuen Produkten gibt.