Beiträge von Mario

    Das funktioniert aber auch nur wirklich als Gegenpol zum Doctor, wenn dieser auch geerdeter ist und das war kein Doctor in New Who bisher wirklich, wobei sowohl Eccleston als auch Capaldi durchaus ihre Momente hatten. Gatwa scheint auch wieder eher der aufgedrehte Actionheld zu sein und da der Master das böse Spiegelbild des Doctor ist, muss sich die Charakterisierung des Masters eben der des Doctors anpassen. Dabei wäre es durchaus interessant, wenn der Master da mal grundverschiedenen zum Doctor wäre.

    Ich kann mich an Aussagen des Doktors von "ganz früher"(TM) erinnern, daß sein Auftauchen und Wirken zu einem bestimmten Ort und Zeitpunkt stets bereits Teil der ursprünglichen Geschichte gewesen ist, und egal, was er oder seine Begleitung tun, den Lauf der Geschichte nicht ändern werden, da es bereits geschehen ist. Die ersten Abweichungen von diesem Grundsatz gab es dann soweit ich mich erinnere in der Staffel des 11. Doktors mit Rose in "Vatertag", und mit dem 12. Doktor kam dann der endgültige Bruch dieses Grundsatzes mit der Aussage "Time can be rewritten", der mit "Turn left" dann zementiert wurde.

    Das ist doch bereits in The Time Meddler geändert worden. Und woher kommt diese seltsame Zählung, dass der neunte Doctor auf einmal als elfter Doctor bezeichnet wird.

    Und, Du hast es hervorragend bestätigt, RTD hat sich als Showrunner vorbildlich verhalten, indem er Aufgaben verteilt hat. Das, was Du bei Moffat durch die Doppelbelastung mit Doctor Who und Sherlock zu entschuldigen versuchst, zeigt ja gerade, dass er dazu nicht in der Lage war.

    Das war Moffat auch selbst klar gewesen. Aber wenn ich mich richtig erinnere, wollte er auch die Kontrolle über Sherlock abtreten, aber die BBC hatte dies abgelehnt.

    RTD hatte aber keine solche Agenda, sondern gab z.B. öffentlich nur bekannt, wie jede seine Figuren ein intimes Erlebnis nach seiner Definition von "normal" haben würde. Kann man in der Nische machen, aber im Mainstream, wo es um viele Zuschauer aus allen Altersgruppen und entsprechend auch viel Geld geht? Dünn.

    RTD hat durchaus eine Agenda, nur die muss er nicht öffentlich in die Presse hinausposaunen.

    Den Niedergang in Staffel 9 und den Totalausfall in Staffel 10 habe ich nicht vergessen

    Bitte was? Staffel 9 und 10 waren gut bis sehr gut, besonders Staffel 10.

    Vielleicht ist es auch schwieriger, gute Geschichten zu liefern anstelle einfach seine persönliche Agenda auszuleben.

    Daher scheitert man bei dem Versuch auch leichter und öfter, als wenn man sich selbst einfach genial findet und Müll raushaut.

    Moffat hatte auch seine eigene Agenda. Gute Geschichten zu schreiben, ohne etwas zu sagen zu haben, ist unmöglich, weil das, was man sonst auf den Bildschirm bringt, belanglos wird. Bestes Beispiel dafür ist Chibnall, der zeigen wollte, wie progressive und hip er doch sei, aber weil er eigentlich nichts zu sagen hatte, was irgendwie etwas zu den Themen, zu denen er sich dann durch die Serie äußerte, beigetragen hätte, kam belangloser Mist dabei heraus.

    Ich will mal wieder eine gute Folge.

    Gab es bereits. Nannte sich Wild Blue Yonder.

    Ich werde mir die erste Folge der nächsten Staffel anschauen. Je nachdem wie ich sie finde, schaue ich vielleicht die zweite. Die Moffat-Folge schaue ich auf jeden Fall. Danach werde ich entscheiden, ob mir die Inhaltsangabe im Forum reicht.

    Ich bekomme langsam das Gefühl, Du willst es einfach schlecht finden.

    Und, was Du bei Doctor Who und Sherlock "gleichzeitig" nennst, RTD hat Doctor Who im Jahresrhythmus und Torchwood und die Sarah Jane Adventures GLEICHZEITIG produziert.

    Produziert, aber nicht selbst geschrieben. Die eigentliche Showrunner der ersten beiden Torchwood Staffeln war kein anderer als Chris Chibnall. Und die meisten Folgen bei SJA wurden von Phil Ford und Gareth Roberts geschrieben, wobei Ford glaube ich die Rolle des Showrunners eingenommen hatte. RTD war zwar ausführender Produzent, aber mit dem täglichen Geschäft, die Serien zu leiten oder auch die Drehbücher für sie zu schreiben, hatte er eher weniger zu tun im Vergleich zu Moffats Arbeitsaufwand bei Sherlock.

    Präsident der Erde, Cyber-Brig, Ashildr, nervende Clara, Hybrid...

    Das einzige, was ich davon als wirklich schlecht bezeichnen würde, ist der Cyber-Brig. Und als Clara war wesentlich weniger nervig als Tegan 2.0 aka Donna.

    meine Vorhersage, dass der Hybrid ein Tandem aus Doctor und Clara sein soll, ist sogar eingetroffen und trotzdem halte ich es für eine misslungene Auflösung des Story Arc. Und ich hatte ebenfalls vorhergesagt, dass er seinen ursprünglichen mehrjährigen Story Arc mit einer Person, die erst in der letzten Episode eingeführt wird, Tasha Lem, und einem Nebensatz, die Silence, ach übrigens, das sind Konfessionspriester, sehr beliebt im 51. Jahrhundert, auflösen würde. Und genau das ist es, was ich misslungen nenne.

    Sagen wir es mal so: Wen man häufig genug auf die Bundesliga-Ergebnisse tippt, liegt man ab und an auch mal richtig.

    mein Standpunkt dazu war stets, dass bei Moffat einzelne Episoden häufig sehr gut gelungen sind, während ich ihn als Showrunner wegen der misslungenen Auflösungen seiner Story Arcs für eine Fehlbesetzung hielt. Insofern werde ich Episode 3 wohlwollend erwarten und mein endgültiges Urteil danach fällen.

    Nur weil deine Vorhersagen nicht wahr wurden, sind die Auflösungen nicht allesamt misslungen gewesen.

    Ganz ehrlich, die Euphorie kann ich nicht teilen. Er hat tolle Sachen für Doctor Who geschaffen, aber auch einigen Mist. Und über die letzte Sherlock-Staffel bin ich immer noch nicht hinweg...

    Er hat mehr als nur ein paar tolle Sachen für die Serie geschaffen. Interessanter weise muss man anmerken, dass seine schwächste Phase bei DW mit der Produktion der Sherlock Staffeln 2 und 3 einherging und man dort auch schon merken konnte, dass die Qualität von Staffel 5 bzw. 1 nicht ganz gehalten werden konnte. Die vierte Staffel Sherlock und die zehnte Staffel DW sind etwa zur gleichen Zeit entstanden und es ist ziemlich deutlich, dass Moffat sich wohl eher auf DW konzentriert hat, da Staffel 10 ein wahres Highlight der Serie ist, während die letzte Sherlock Staffel sehr halbherzig herüberkommt.

    Diesen Trend, aus absolut jedem Stoff ein Musical machen zu müssen, gibt es auch schon länger als Disney+. Aber es nervt einfach.

    RTD hat selbst zugegeben, dass er bereits in seinem ersten Run ein Musical haben wollte. Seine Inspiration dafür und der für all die anderen Autoren, die Musicals in ihre Sendungen in den letzten gut 20 Jahren eingebaut haben, ist auch sehr offensichtlich: Once More with Feeling.

    Falls die vor der Tröse schlechteste NewWho-Staffel so etwas wie Dynamik gehabt hätte

    Na ja, Dynamik hatten die schon, nur eben eine, die so einige hier im Forum als besonders nervig empfanden. Der Großteil des Publikums schien sie aber zu mögen. Und genau deswegen wurde sie auch von RTD zurückgebracht, um eben dieses Massenpublikum von 2008 wieder anzusprechen. Nur leider musste er dafür eine Lösung für das DoctorDonna-Problem finden. Und in typischer RTD Tradition war seine Lösung großer Murks, der retroaktiv das Drama des Finales der vierten Staffel entwertet, insofern es für einen als Zuschauer überhaupt jemals eine emotionale Wirkung entfaltete.

    Der neue Toymaker passt auch perfekt ins Comedy- und Show-Konzept.

    Ich hoffe, Du willst nicht unterstellen, dass dies die Schuld von Disney sei. Doctor Who mehr auf Witz zu trimmen, gepaart mit fast schon seifenopernreifen Drama und alles immer größer, war schon RTDs Handschrift in seinem ersten Stint als Showrunner. Mir gefällt es auch nicht, weshalb mir langfristig auch seine Ära nicht so gut gefällt. Staffel 3 wirkt für mich am wenigsten davon betroffen, warum auch immer, weshalb ich sie auch am besten von den "original" vier RTD Staffeln finde.

    Wann landet die Tardis in Entenhausen?

    Wenn die Rechte es zulassen, wird es sicherlich so einen Comic geben. Aber die Comics hatte eh schon immer Narrenfreiheit. Und ja, ich weiß, oder hoffe zumindest, dass diese Fragen hier Hyperbeln sind, aber persönlich glaube ich nicht, dass RTD in der Fernsehserie selbst soweit gehen wird oder das die BBC dies zu lassen würde. Man will ja auch weiterhin an Doctor Who verdienen, auch wenn die aktuelle Lizenzvereinbarung mit Disney vorbei ist. Wenn man jetzt wie wild Crossover mit jedem Disney-Properity veröffentlichen würde, gäbe es große Rechtsstreitigkeiten in ein paar Jahren, wenn es keinen neuen Vertrag gibt. Aber um auf eine dieser Ideen noch näher einzugehen:

    Oder Spiderman schwingt sich versehentlich durch die offene Tardis-Tür und fällt in den Pool?

    Die Live-Action Rechte von Spiderman liegen bei Sony, nicht Disney. Selbst wenn die BBC bereit wäre, es abzunicken, mit allen großen Disney-Franchises Crossovers zu produzieren, gäbe es hier das Problem, dass Disney gar nicht die Rechte dafür hätte, Spider-Man an die BBC zu verleihen für so eine Produktion.

    Radiotimes Gerücht(!): https://www.radiotimes.com/tv/…024-christmas-newsupdate/


    Halte es für eher unwahrscheinlich, hätte aber nichts dagegen.

    Ich bin ja eh ein Moffat-Fan und fand seine Ära besser als RTDs, aber ich würde sagen, dass selbst wenn es jemanden umgekehrt geht - und die Mehrheit scheint ja eher RTD als Moffat zu bevorzugen - er oder sie zugeben muss, dass Moffat die weihnachtlicheren Weihnachtsspecials gemacht hat.


    die Doctor Donna Dynamik wieder in Gang gesetzt haben

    Weil das ja so etwas wichtiges und tolles war, dass man es unbedingt groß feiern musste. Bei den anderen beiden Aspekten stimme ich dir zwar zu, aber auch da muss ich mich dann Helmut anschließen: Das war zu wenig für drei Jubliäumsspecials.

    Ich will keine AI Synchros

    Ich auch nicht. Aber sie wird erst einmal kommen, ob sie sich durchsetzt ist eine andere Frage. Noch ist KI sehr kostenintensiv. Open AI, die Firma hinter ChatGPT, verliert Geld, weil sie mehr Kosten als Einnahmen haben. Die Rechnerleistung für KI ist eben sehr hoch. Aktuell schmieren aber die KI Entwickler anderen Wirtschaftszweigen Honig ums Maul, um von denen Investitionen zu bekommen. Und dieser Honig ist das Versprechen, mit KI kostengünstiger produzieren zu können als mit menschlichen Arbeitnehmern, ohne dabei die Produktivität zu reduzieren. Die Qualität ist dabei zweitrangig, wenn nicht gar komplett unwichtig. Solange eine neue Technologie die Arbeit verrichten kann, die vorher von Menschen verrichtet wurde, und dabei günstiger ist als die menschlichen Arbeitnehmer, wird sie sich durchsetzen. Es geht schlussendlich immer um die Formel G-W-G. Wenn sich die langfristigen Kosten von KI nicht verringern, wird dies zu einer Blase, die irgendwann implodiert. Dann wird der Schaden aber bereits angerichtet sein und viele Menschen ihren Job verloren haben, weil ihre Arbeitgeber auf die Versprechern der Tech-Branche hereingefallen sind.

    Ich habe Disks, die älter sind und noch funktionieren. Hatte auch bereits bei dem BluRay Player vor diesem das Problem als ich mir damals die 6. Staffel von New Who auf Deutsch gekauft hatte. Es scheint in erster Linie wirklich am Hersteller zu liegen, weil ich das Problem nie mit BluRays von anderen Vertreibern hatte.

    Ich brauche entweder einen neuen BluRay Player oder ich muss meine Polyband BluRays ersetzen. Das die immer gehangen haben, wenn ich sie abspielen wollte und ich sie daher immer ein paar Sekunden vorspulen musste, bevor es geklappt hat, war nervig genug, aber jetzt habe ich ich entdeckt, dass ich einige gar nicht abspielen kann. Haben andere auch das Problem mit den deutschen BluRays?

    Es werden sogar KZ-Überlebende, die etwas gegen die Politik Israels sagen, mit den Vorwurf des Antisemitismus überzogen.

    Und gerade an diesem Beispiel sieht man, oder sollte man sehen, dass diese Idee einer "Woko Haram" (du denkst dir wirklich immer dümmer Spitznamen aus für "die Woken") als geschlossene Idee oder Bewegung kompletter Schwachsinn ist. Gerade viele jener, die gesellschaftspolitisch links stehen, sind auf der Seite jener KZ-Überlebenden. Gleichzeitig gibt es aber auch jene, besonders in Deutschland, die meinen, sie müssten immer auf der Seite Israel stehen, auch Linke, die dann eben so einen dämlichen Vorwurf gegen Holocaust-Überlebende instrumentalisieren. Vornehmlich sind dies aber auch jene, denen der verstorbene US-amerikanische Politikkommentator Michael Brooks immer wieder "performative wokeness" vorgeworfen hat. Also keine "echte wokeness", insofern man diese überhaupt definieren kann, sondern eben der Versuch "woke" zu wirken, ohne echte links-progressive Politik zu betreiben. Eben genau das, was wir in Deutschland auch seit Jahrzehnten vom Seeheimerkreis innerhalb der SPD und den Realos bei den Grünen gewohnt sind.