Beiträge von Mario

    Erneut ein ganz, ganz knapper Sieg, dieses Mal für Mr. Robot. Und wir nähern uns dem Ende der zweiten Runde, wir sind schon bei der drittletzten Umfrage, bei der nun Brooklyn Nine-Nine und Watchmen gegeneinander antreten.

    Mal kurzes Auskotzen darüber, dass man demnächst noch mehr Geld für einen weiteren Streaming Service bezahlen muss, wenn man bestimmte Filme und Serien sehen möchte, wie z.B. Star Trek. Bisher sind fast alle Star Trek Serien auf Netflix, außer Picard welches auf Amazon zu sehen ist. Nächstens Jahr wird der amerikanische Streaming-Dienst CBS All Access, der die neuen Star Trek Serien (also DIS, PIC, LDS, SNW usw.) produziert, in Paramount+ umbenannt. An sich nicht wirklich schlimm und es war ja nur eine Frage der Zeit bis ViacomCBS nach dem Merger letztes Jahr den CBS Streamingservice um Paramount erweitert. Nur wollen sie auch International gehen. DIS Staffel 3 wird noch auf Netflix erscheinen, Staffel 4 wird kommen und ob die noch auf Netflix zu sehen sein wird, ist fraglich. LDS wird wahrscheinlich die erste Star Trek Serie sein, die international exklusiv auf Paramount+ zu sehen sein wird, nachdem die aktuelle Pandemie CBS dazu gebracht hat, die Starttermin in den USA um Monate vorzuziehen und damit die Verhandlungen um den internationalen Vertrieb durcheinander gewirbelt hat. SNW wird bereits in den USA auf dem "neuen" Dienst zu sehen sein.


    Aber es ist nicht nur Star Trek, alle Paramount Produktionen werden auf kurz oder lang nur auf Paramount+ zu sehen sein. Dies bedeutet dann aber auch, dass sie von Platformen wie Netflix und Amazon Prime verschwinden werden. Nachdem also bereits Disney seine Produktionen abgezogen hat, kommt nun das nächste größere Produktionsstudio daher und macht dasselbe. War ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, nur halt schön blöd für den Endverbraucher. Wenn am Ende NBC Universal seinen Streamingdient Peacock auch noch international macht, dann sind so viele alte Filme und Serien nicht mehr bei den bereits etablierten Streamingdiensten, dass diese vielleicht wirklich dicht machen können. Und selbst wenn nicht, der Verbraucher wird im Endeffekt dazu gezwungen immer mehr Geld auszugeben. Anders als mit einem Fernsehanschluss, bei dem man pauschal für 100+ Kanäle bezahlt, muss man hier jedes Abo einzeln abschließen, was am Ende richtig ins Haushaltsbudget schneidet. Fernsehunterhaltung wird wieder mehr und mehr ein Luxusgut werden, dass sie in der vollen Abdeckung ärmere Menschen nicht leisten können, wie es einmal vor Jahrzehnten der Fall war, wo sich eben nicht jeder einen Fernseher leisten konnte. Jetzt können sich zwar fast alle das Endgerät leisten, was aber wenig bringt, wenn man keinen Zugriff auf das Programm hat.


    Noch mehr regt mich daran aber die heuchlerische und irreführende Berichterstattung der Medien auf. Die reden dann immer von "einem neuen Konkurrenten für Netflix und Amazon", nur ist Paramount+ in dem Sinne kein Konkurrent, da eben nicht das gleiche Produkt angeboten wird. Wenn ich ein neues Auto kaufen will, dann kann ich mich zwischen mehreren Herstellern entscheiden, da eben nicht nur VW Autos wie den Golf herausbringt, andere Marken wie Renault, Toyota oder Fiat tun dies auch. Ich habe also die Wahl. Wenn ich dann aber z.B. Star Trek oder Der Pate gucken möchte, dann muss ich Paramount+ haben, und wenn ich Star Wars oder Planet der Affen gucken möchte, dann brauche ich Disney+, wenn ich Stranger Things oder so gucken möchte, brauche ich Netflix, usw. Das wäre so als gäbe es Familienfreundliche Kleinwagen nur bei VW, Limousinen nur bei BMW, Sportwagen nur bei Mercedes, Geländewagen nur von Toyota usw. Es gibt im Endeffekt keine richtige Konkurrenz oder Auswahl für den Kunden. Die kann es nur geben wenn Studio und Vertrieb getrennt sind und Studios dazu gezwungen sind, ihre Produkte an gleich mehrere Vertriebsleister zu verkaufen, damit man als Kunde sich den aussuchen kann, der einem am besten gefällt und die beste Auswahl für einen persönlich hat.


    Besonders pikant ist daran, dass daran dieser Markt kaputt gehen wird. Jetzt boomt er, sobald aber die Grenze überschritten ist, an der sich die Verbraucher nicht mehr dazu durchringen können oder wollen immer neue Abos abzuschließen oder alte kündigen müssen, gibt es auf dem Markt kein Wachstum mehr ohne Preiserhöhungen, die aber irgendwann auch dazu führen, dass die Dienste Kunden verlieren. Aber langfristiges wirtschaftliches Denken ist das Letzte, was ich von großen Wirtschaftsunternehmen erwarte. Da geht es doch wirklich nur um das nächste Quartal. Wirklich nur noch zum Kotzen.:bad:

    Wie gedacht, ganz klarer Sieg für The Orville. Um mich mal in die Diskussion um sympathische Charaktere einzuklinken: Ich sehe es da wie Nimon. Wenn ich keinen Charakter ausstehen kann, ist das eine Sache bei einem Film, dass ist schnell vorbei. Bei einer Serie, mit der ich aber wesentlich mehr Zeit verbringen muss, kann ich mich nicht durchkämpfen, wenn es wirklich niemanden gibt, denn ich mag. Und diese Person kann durchaus ein Arschloch sein. Und ja, das obliegt komplett der subjektiven Wahrnehmung. Jemanden, den ich nicht leiden kann, wird irgendjemand anderes total toll finden und vice versa. Jetzt aber weiter mit Marvel's Jessica Jones gegen The End of the F***ing World.

    What We Do in the Shadows hat tatsächlich gewonnen. Ich persönlich muss sagen - nach dem Finale, eigentlich den letzten paar Staffeln, konnte ich einfach nicht für Lost stimmen. Jetzt wird es auch wieder interessant, wobei es für mich da auch nur einen klareren Gewinner geben kann: The Blacklist gegen Breaking Bad.