Beiträge von Kaptain Knotter

    da es sich um ein CGI-Monster handelt, wussten die Darsteller tatsächlich nicht, wohin sie ihre Waffen zu richten hatten, das musste also zwangsläufig irgendwie improvisiert werden.

    Ja, aber bei guter Regie hätte das weitaus weniger unbeholfen wirken können. CGI und Greenscreen sind heute wirklich keine Seltenheit mehr und gehören gerade in der Science Fiction eher zum Handwerkszeug. Da sollte man auch in einer TV-Serie etwas zustande bringen, das weniger improvisiert und mehr überzeugend rüber kommt.

    Ich denke nicht dass dies das Problem ist. Die sahen halt nicht wie junge römische Soldaten aus, sondern wie junge Schauspieler in römischen Soldatenkostümen. Das selbe gilt für die keltischen Wonnepropfenleute. Vielleicht lag es an der Besetzung... aber die Maskenarbeit wird auch einen Teil dazu beigetragen haben. Ich habe zum Beispiel diesen Legionsbuben nicht abgenommen dass sie sich schon seit Ewigkeiten auf diesen Schlachtfeldern bewegt bzw sich in dieser Höhle versteckt haben. Die sahen alle eher so aus als ob sie gerade aus dem Trailer gehopst kamen.

    Ja, da stimme ich Dir zu. Du hast es ziemlich auf den Punkt gebracht.


    Es wirkte überhaupt sehr vieles gespielt. Wenn sie mit seitlich erhobenen "Waffen" in die Schlacht (also in die andere Dimension ziehen), oder wenn sie das Monster mit ihren "Waffen" in Schacht halten (da besonders peinlich): man merkt, dass sich niemand die Mühe gemacht hat, auszuarbeiten, wie diese Art von Waffen plausibel gehalten und geführt werden müssten, damit es nicht wie peinliches Kinder-spielen-Kampf aussieht. Die Regieanweisung "Haltet die Dinger einfach die ganze Zeit starr vor Euch her, und das Visual Effects DDepartement erledigt dann schon den Rest!" war leider nur allzu deutlich.

    Was soll das sein? Vielleicht ein Tippfehler? Kasuarisierung? Alle Charaktere werden von Kasuaren gespielt?


    Sollte das etwa der Master sein?

    "Okay, nach drei Jahren mit dem Kasuaster muss ich zugeben, dass das ein wirklich guter Character ist, aber er ist halt immer noch nicht der Master für mich. Ich warte ja immer noch drauf, dass in der letzten Szene der Master aus seinem Versteck kommt und Dorium Maldovar zusammenscheißt, weil er sich als Master ausgegeben hat!"


    :D

    Es ist jetzt aber auch ein Punkt der Folge, dass alle älteren Leute tot sind.

    Verstehe ich auch vollkommen. Ich will, was die ganzen jungen Leute betrifft, auch gar keine Kritik am Inhalt betreiben. Das ist eher ein emotionales Problem, das ich da (vielleicht ganz subjektiv) habe, wenn der gesamte Cast einer Folge / eines Films halb so alt ist wie ich. Da habe ich mittlerweile dieses typische Alte-Leute-Syndrom, und vermute, dass ich eine Serie anschaue, die für die falschen Zielgruppe gemacht wurde.


    Das Problem habe ich aber nicht erst, seit ich die gefühlte Mitte der Haltbarkeitsgrenze überschritten habe: genau so unangenehm, wie ich den Doctor umringt von lauter Teenagern als deren unwillkommener Retter empfunden habe, fand ich auch schon in den 80ern Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel, als der Doc... ich meine Mad Max als einziger Erwachsener von Kindern umringt ist.


    Immerhin: der Doctor hatte noch Nardole und Bill. Die im Gegensatz zu den knuffigen kleinen Legionären wirklich erwachsen gewirkt hat! Nicht, dass sie vor dieser Folge nicht erwachsen rübergekommen wäre, im Gegenteil, sie wirkt immer wie eine junge, aber eindeutig erwachsene Frau (gerne mal im Gegensatz zu anderen jungen, oft viel unreifer wirkenden Characteren), aber diesmal war der Kontrast schon sehr stark!
    Das hat den Eindruck einer Folge für ein Publikum, das ich gefühlt eher in der Gruppe Sarah Jane Adventures + 1 - 2 Jahre ansiedeln würde, für mich, ehrlich gesagt, eher noch verstärkt.

    Das mit dem Alter stimmt natürlich.
    Es ist auch eher die (optische) Wirkung, die das junge Alter aller Nebenfiguren hat, die mich mich daran stört. Historische Akkuratesse selber finde ich immer begrüßenswert. (Bin aber kein Experte fürs antike Rom, bzw. Römische Armee, dass ich das jetzt aus dem Stand wirklich beurteilen könnte.)

    (...) wenn sich Doctor Who nie auf Experimente eingelassen hätte wäre die Serie 1966 vorbei gewesen.

    Das ist ein Satz, den sich eigentlich alle Fans mal hin und wieder selbst laut vorlesen sollten - zumindest jedes mal, wenn das laute Geschrei los geht, weil wieder irgend eine anstehende Veränderung die Fans aufschreckt und man selbst immer gleich versucht ist, laut mit zu schreien. ;)

    "You all sound like children!" Yes, they do! Das trifft es leider am besten, nicht nur in Hinsicht auf die pubertären Picten und Römer, sondern ganz allgemein für die ganze Folge: das hate ales etwas sehr unreifes, kindisches an sich. Naiv wäre auch das richtige Wort. Wie ein naives Volksmärchen um ein Monster, das unter dem Stein lebt und Leute frisst. Sehr viel komplizierter ist die Story ja auch nicht.
    Und dass die Schauspieler alle wie Kinder wirken, die sich als Römer und Picten verkleidet haben und so tun, als würden sie kämpfen - denn nicht anders sah dieses alberne In-die-Höhe-Halten ihrer lächerlichen Waffen aus! - macht es nicht besser. Alles siemlich kindisch und unausgereift. Da reißen auch die drei Hauptdarsteller leider nicht mehr viel raus. Schade.


    Über die Pyramide konnte ich mich zumindest noch so richtig aufregen, hier bin ich einfach nur irgendwie enttäuscht.

    Tatsächlich! Da habe ich wieder viel mehr bekommen, als ich eigentlich gewollt habe. Mich nervt einfach, dass der Titel "Im Namen der Rose" sich so eingeschliffen hat und gedankenlos daher gesagt wird. Hat das Buch echt nicht verdient. Deshalb reagiere ich immer ein bisschen zickig.

    Das kann ich nur zu gut verstehen!


    Aber, um wenigstens ein bisschen Gesicht zu retten, ich bin mir fast größtenteils ziemlich ;) sicher, dass mein Versprecher nicht "Im Namen der Rose" (trotz des klerikalen Thema des Castes) war, sondern (nur) die umgangssprachlich-schlampige Verkürzung im "Namen der Rose".
    Nun gut, das macht es für Dich wahrscheinlich nicht weniger ärgerlich, aber ich fühle mich nicht ganz so blamiert dabei. ;)


    Andererseits, ich würde wahrscheinlich im Gespräch auch sagen "Ich habe den "Seewolf" gelesen", anstatt "Ich habe den "Der Seewolf" gelesen." (Was ich nicht habe. Nur als Beispiel.) Das wäre zwar, zugegeben, etwas leicht anderes als "Ich habe im "Seewolf" gelesen, dass..." statt "Ich habe in "Der Seewolf" gelesen, dass...", aber umgangssprachlich, bzw. in gesprochenem Text, finde ich so etwas verzeihlich.

    Oh, nee, dass Ihr beide einen eigenen Podcast gestartet habt, war mir schon vorher bekannt. Nur Eure Themen haben mich nicht interessiert. Tut mir (nur ein bisschen) leid, aber Lexx zum Beispiel ist voll an mir vorbei gegangen, genau so wie World of Warcraft oder My Little Pony. "Moon" finde ich schauerlich überschätzt. Deswegen habe ich bisher darauf verzichtet, Euch anzuhören.

    Das ist nur nachvollziehbar. Wir versuchen, Abwechslung in unsere Themen zu bekommen (wie weit wir das schaffen, ist eine andere Frage), da ist es nur verständlich, wenn wir mit unseren Themen nicht alle Interessen unserer (potentiellen) Hörer treffen können.
    Ich halte es selber beim Podcast-Hören ja auch so: ich höre mir auch bei Podcasts, die ich generell gerne und viel höre, meist nur das an, was mich inhaltlich interessiert.

    Somit bestand also - in meinem Fall - die Eigenwerbung nicht durch die Nennung und/oder Bewerbung Eures Podcasts, sondern einzig durch den Cast an sich, in seiner ganzen Schönheit.

    Das hast du schön gesagt! ^^

    Aber wenn Moffat (wie so oft schon) diese Theorie nun in der Radiotimes bestätigen würde, wäre es was anderes?

    Schwierige Frage. Würde ich irgendwo zwischen "Dem Druck nachgeben" und "typisch Moffat!" einordnen, je nach Umständen. ;) ;)
    Oder u.U. auch: dann ist es ok (wenn es mir ganz gut in den Kram passt.) ;) Allzu dogmatisch will ich bei meinen eigenen Regeln ja auch nicht sein. (Macht ja auch keinen Spaß!)

    Aber es hält als plausible Erklärung stand. Da hatten wir On Screen schon abstrusere Eklärungen...

    Es geht mir ja nicht um den Absurditäts- bzw. Plausibilitäts-Gehalt der Erklärung, sondern darum: wenn die Erklärung on screen geliefert wurde, ist sie offiziell die richtige Erklärung, wie absurd sie auch sein mag. Wenn sie sich die Fans nachträglich zusammen reimen, ohne dass das Script das richtig (d.h. mit mehr als nur einem interpretierbaren, aber nicht on screen belegten Hinweis) unterstützt, sind das alternative Fakten.


    Es mag zwar Fiktion (und nicht Realität) sein - aber es ist die Fiktion der Autoren und Macher der Serie, nicht die Fiktion der Zuschauer!
    So schmerzhaft es für uns Fans auch ist: wir haben die Serie nicht geschrieben, wir konsumieren sie nur.
    Wenn wir uns eigene, individuelle Storyerklärungen ausdenken, gelten die immer nur ganz individuell für uns selbst (in meinem Kinderzimmer bin ich Astronaut! ;) ), aber nicht offiziell für die Serie. (Wenn ich auf die Straße gehe und rufe "Ich bin Astronaut!", mache ich mich lächerlich. ;) )


    Klar könnte man argumientieren: wenn nur genug Fans dieselbe Fan-Theorie aufgreifen und sich ihr anschließen, dann ist sie so gut wie wahr.
    Das wäre wie wenn statt einem tausend Leute auf die Straße gingen und riefen "Wir sind alle Astronaut!" - durch die reine Anzahl wird es leider auch nicht wahrer.


    Anders ist es dagegen, wenn die Fans so einen Krach schlagen, dass sich am Schluss der Sender, um Zuschauerzahlen besorgt, genötigt sieht, sich dem Druck zu beugen, und die Fantheorie als Canon in die Serie einzubauen. Wenn es dabei um die eigene Agenda geht, fühlt man dann sich als Fan bestätigt, man sagt sich "Ah! Die Serien-Macher haben also doch Sinn für Qualität!" - aber: ihr kennt auch alle genug Gegenbeispiele, bei denen Ihr schon mal Euch darüber geärgert habt, dass Film- und Serien-Macher sich dem Druck der (in Euren Augen dummen) Fans (mit in Euren Augen dummen Forderungen) beugen und dadurch die Serie / der Film etc. mainsteamiger oder einfach (in Euren Augen) schlechter wurde.
    Die lautesten Krakeeler sind nicht immer unbedingt die mit den besten Forderungen - und es gibt IMMER Leute, die genau entgegengesetzter Meinung sind.


    Fantheorien sind ein netter Zeitvertreib, sollten aber auch nicht mehr sein als das.


    Und ganz sicher kein konstruktiver Zeitvertreib: wenn man so viel kreative Energie besitzt, wäre es dann nicht viel besser, sie zu nutzen, um was eigenes zu schaffen, anstatt das, was andere geschaffen haben, nach den eigenen Vorstellungen umzumodeln? (Und wenn Ihr das schon getan habt, überlegt mal, wie Ihr Euch fühlen würdet, wenn andere Eure Arbeit umschreiben wollen, weil sie nicht damit einverstanden sind? ;) Denkt da mal einen Moment lang intensiv drüber nach, bevor Ihr die Arbeit anderer umschreiben wollt. Ich finde, dieser Gedanke sollte ohnehin als zwingende Grundvoraussetzung gelten, bevor irgend jemand irgend eine Fantheorie ausbrütet! ;) )

    In "Extremis" wurde das Italienisch des Papstes nicht von der Tardis für uns übersetzt. Eine Fan-Theorie besagt, dass man daran bereits erkennen konnte, dass sich alles in einer Matrix abspielt, wo die Tardis nicht über ihren Translation Circuit verfügte. Als hätte der Autor über solche Details nachgedacht. Der einzige Grund ist, dass man im Produktionsteam der Ansicht war, dass es sich mit Italienisch besser anhört.

    Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Fantheorien in allen Ehren, aber diese Theorie halte ich wirklich für ein erzwungenes Erklär-Konstrukt. Nicht, dass sie nichr plausibel sein könnte. Aber ohne jeglichen weiteren Hinweis innerhalb der Story kann man davon ausgehen, dass der Autor in seiner Weisheit daran nicht gedacht hat. Klar können auch solche Details Hinweise sein, aber dann werden sie idR anders präsentiert, denn auch für die schlauesten aller Zuschauer (die wir ja sind) muss man als guter Autor solche Hinweise in irgend einer, wenn auch noch so dezenten Form, auflösen. Und da gab es einfach keine.


    Bestenfalls könnte das als Hinweis in einer ursprünglichen Fassung existiert haben und später durch Umschreiben und Streichen vergessen worden sein, aber dann gilt: was es nicht in die finale Folge geschafft hat, ist nicht drin, ist nicht drin, ist nicht drin. Und damit nicht-existent (real nicht-existent, nicht bits&bites-nichtexistent! ;) )
    Zumindest halte ich das für mich (idR) so.

    Mein größtes negativum gleich mal vorweg: ich mag generell keine plakativ Ehrenvollen Kriegerrassen, egal ob Ice Warriors, Klingonen oder Wikinger (schöner Vergleich aber!). Die neigen nach einer Weile dazu, mich zu langweilen und mir gehörig auf die Nerven zu gehen. Dementsprechend hat mich das Geschwätz der Empress am Ende wirklich sehr genervt. Die wirkte dadurch so schablonenhaft, obwohl sie echt Anlagen hatte, ein interessanterer Character zu sein. Aber das ging dann am Ende in dem ganzen Palaver über den Weg des Kriegers, Ehre etc. unter.


    Davon abgesehen hatte ich viel Freude an der Folge. Das Setting auf dem mars, bzw. unter dem Mars, das alles sehr schön an klassische Themen wie "verschüttete Zivilisation erwacht und tötet die Expedition" erinnert hat. Die Grundidee, eine Militär-Kompanie victorianischer Briten auf den Mars zu versetzen, und vor allem: britischer Kolonie-Soldaten, ausgestattet mit Helmen, roten Uniformen und britischem Imperialismus. Das hat sehr schön auf dem Mars funktioniert.
    Die Nebencharactere, speziell die Soldaten, gefielen mir sehr, die fand ich idR recht gut geschrieben und alle sehr gut gespielt.
    Friday (gute Namenswahl!): ebenfalls ein guter Character. Ein ehrenhafter Eis Krieger, der wirklich weiß, was ehrenhaft ist, und dementsprechend auch danach handelt, ohne großes Getöse.
    Das Steampunk-Feeling nicht zu vergessen! So etwas gefällt mir immer!
    Originell: der Tötungs-Effekt der Ice Warrior Waffen. Die zusammengeknüllten Soldaten sahen faszinierend aus, gleichzeitig grausig, so zu sterben (auch wenn es schnell ging), mit einem Hauch am Komik (weil die Knäuel einfach komisch aussahen!)
    Die Inszenierung war stimmungsvoll und spannend.
    UND: ein kurzer Blick auf Alpha Centauri! Hurrah! Ich mag alle mono-äugigen DW-Aliens! :D


    Kein Folge an oberster Spitze, aber nach meinem Geschmack definitiv eine der wirklich guten Folgen. Wenn das der Standard in Zukunft wäre, könnte ich mich nicht beklagen.



    Ach, ja, doch noch ein kleiner Wehrmusttropfen: :/


    Nardole lässt Missy raus? Nardole?! Der Mann der ne halbe Staffel jede Folge rumgemeckert hat wenn der Doctor nur einen Schritt zu weit von der Tür weggeht lässt sie raus?!

    Was Cutec gesagt hat.


    Nardole hat leider wieder ein ganzes Stück an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Schade. Der ist so gut aufgebaut worden in den letzten Folgen!

    Mir hat dieser Cast mit den zwei "Neuen" sehr, sehr gut gefallen. Eigentlich wollte ich ja keinen neuen Podcast anfangen, aber das war prima Eigenwerbung. Ich fürchte, ich muss doch mal bei Euch reinhören.

    Und ich habe mir heute beim Hören noch gedacht, meine Fresse, wie schamlos unsere Eigenwerbung doch war! (Und noch dazu an gänzlich falscher Stelle! Wir hätten später, bei einem der Hauptdarsteller viel passender Werbung für unsere nächste Folge machen können! ;) )
    Aber freut mich, falls wir mit unserer Eigenwerbung tatsächlich neue Hörer anlocken.


    Aber, Herr Knotter:
    Wie heisst nochmal das Buch von Umberto Eco? Und warum heißt es so?!
    (Schuldigung, das ist ein Reflex, gegen den ich nichts tun kann.)

    Uuups. Ist mir das jetzt peinlich. Ich will nicht noch mal reinhören, aber ich vermute mal, ich habe "Im Namen der Rose" gesagt, oder? Nimm es bitte als Versprecher hin, vielleicht bedingt durch das über allem schwebende Kirchen-Thema. "Im Namen der Rose, der Tulpe, und des heiligen Geißblatts, Amen." :D
    Vielleicht wollte ich auch in "Der Name der Rose" sagen, und es kam im "Namen der Rose" heraus. Seit ich podcaste (und mir, jedes mal unter Höllenqualen, weil ich meine eigene Stimme hasse, alles noch mal anhöre, was ich so gesagt habe), merke ich erst, wie viel ich stammle und mich verhasple. Wenn ich erst mal so lange in der Podcast-Branche bin wie Raphael, wird sich das hoffentlich legen. Bis dahin rede ich wahrscheinlich weiter Stuss, egal, wie sehr ich aufpasse, und ich schätze, wenn die Versprecher nicht schlimmer werden, kann ich zufrieden sein. ;)


    Und natürlich heißt der Roman "Der Name der Rose".
    Der Titel ist, zumindest laut Wikipedia, eine Spur, die den Leser in verschiedene Richtungen führen kann (oder soll.)
    Ich bin immer davon ausgegangen, dass er sich ganz einfach auf den abschließenden (lateinischen) Satz bezieht, mit dem der Roman endet, und der übersetzt heißt: Die Rose von einst steht nur noch als Name, uns bleiben nur nackte Namen. Adson (der Erzähler) ist am Ende seines Lebens angekommen, und von den Ereignissen, die er in seinem Leben erlebt hat, sind nur noch die Bezeichnungen und Namen übrig geblieben, alles andere, alles, was seine Erinnerungen mit Leben erfüllt hat (wie z.B. der Geruch bei einer Rose), ist vergangen. Wie die Abtei, und alle Personen, die gelebt haben: sie sind alle fort, tot, zerstört, existieren nur noch als Erinnerungen und Bezeichnungen, als reine Namen.
    Vielleicht bezieht sich der Titel aber auch auf das Mädchen, in das Adson sich verliebt hat (und das im Roman nicht entkommt wie im Film, sondern von der Inquisition mitgenommen wird), und dessen Name, so beklagt er sich, er nie erfahren hat.
    Im Roman diskutieren William von Baskerville und Adson aber auch über philosophische Themen, u.a. über Begriffsbestimmungen und die Bedeutungen von Namen, die Zuordnung durch Benennung in bestimmte Gruppen und die Auswirkungen, die Kategorisierungen mit sich bringen.


    So viel zum Bildungsauftrag. ;)


    @Cutec


    Noch mal zum philosophischen Thema (das Thema Missy-Rani finde ich eigentlich gar nicht so spannend. Oder höchstens im Sinne von "Der Name der Rose": ändert sich die Wahrnehmung der Figur, wenn man ihr einen anderen Namen gibt? Wenn Michelle Gomez den Character genau so spielen würde wie jetzt, der Character aber nicht "Missy" hieße, sondern "Rani", würde sich dadurch etwas ändern, und wenn ja: was?)


    Ich hatte am nächsten Abend nach der Aufnahme noch mal eine sehr lange, weiterführende Diskussion mit einer Kollegin über genau das Thema, bei dem ich mit Raphael uneinig war. Die Kollegin war ganz auf der Linie von Raphael. Sie argumentierte u.a., so lange sich in ihrer Eigen-Wahrnehmung nicht ändern würde, und vor allem: so lange ihr Bewusstsein und ihr Verstand noch funktionieren würde, würde sie ihrem Verständnis nach auch weiter existieren, ganz im Sinne von "Ich denke, also bin ich."
    Das ist, finde ich ein Argument, das in beide Richtungen ausschlagen kann: immer vorausgesetzt, dass man (oder ganz subjektiv: ich) wirklich 100% überzeugt werden könnte, dass ich nicht existiere (wie in der Folge - zumindest nach der Logik der Folge), würde mich dieser Widerspruch, dieses Paradoxon, wieso mein Verstand mir sagen kann, dass ich nicht existiere, während mein Verstand mir gleichzeitig sagt, dass ich existiere, weil ich denken kann, möglicherweise in ein so großes psychisches Dilemma stürzen, dass ich in eine psychotische Dauerschleife geraten könnte, aus der ich nicht mehr ausbrechen kann, so dass ich im schlimmsten Fall nicht mehr funktionsfähig wäre (mal ganz stark laienhaft ausgedrückt). Ich würde zwar keinen Selbstmord begehen, das Ergebins könnte aber dasselbe sein, denn ich würde (wenn sich niemand um mich kümmert), ganz einfach verdursten. (Stark simplifiziert.)
    Natürlich kann man dagegen argumentieren, dass so ein Worst Case Szenario extrem unwahrscheinlich wäre, denn ich müsste doch psychisch stabil genug sein, um zumindest nicht komplett den Verstand zu verlieren.
    Möglich. Vielleicht auch wahrscheinlich. Aber einen Umstand möchte ich zu bedenken geben: es handelt sich nicht einfach nur um die Erkenntnis, dass die "nur" die Welt um mich herum nicht-existent ist, sondern viel grundlegender: dass ich selbst nicht existent bin!
    Meine Wahrnehmung meiner Umwelt kann mich täuschen. Ich kann nicht sicher sein, dass ich die gleichen Farben sehe, die gleichen Gerüche rieche etc. wie alle anderen. Die Sicherheit, dass ich mich in diesem Bereich mein Leben lang grundlegend geirrt haben könnte, würde mich zwar sehr wahrscheinlich aus dem Gleichgewicht bringen, aber u.U. könnte ich mich davon erholen. Die Gewissheit jedoch, dass ich selbst nicht existieren würde, ist viel grundlegender, so grundlegend, dass jede Störung eigentlich zwangsläufig massive, schwerwiegende Folgen mit sich führen muss. Das eigene Bewusstsein, das Ich-Bewusstsein, die Eigenwahrnehmung ist eine der allergrundlegendsten Entwicklungen, die wir in unserem Leben durchmachen. Man kann kaum tiefer an die Basis kommen als damit. Und je grundlegender der Schaden, der Eingriff, die Veränderung, desto größer die Auswirkung.
    (Naheliegendstes (wenn auch vielleicht nicht unbedingt bestes) Beispiel aus dem Fandom: würde der nächste Doctor Linkshänder sein, wird das vielleicht ein paar halbherzige Diskussionen ergeben, die nach einer Weile keinen mehr interessieren wird (hoffentlich). Kommt aber die das alte Thema auf "Soll der nächste Doctor sein Geschlecht ändern?", herrscht augenblicklich Ausnahmezustand im Fandom.)


    Fazit: ich bleibe bei meinem Standpunkt aus dem Cast. :)

    Man soll sich ja nicht selbst loben, aber selbst bewerten darf man doch. Wenn schon keine Penisse, dann wähle ich die Option "UP UP DOWN DOWN LEFT RIGHT LEFT RIGHT A B START" - ich weiß nicht, was sie bedeutet, aber so in etwa fühlt sich meine persönliche Realität gerade an! ;)


    Das war ein richtig schöner Cast, hat beim Aufnehmen genau so viel Spaß gemacht wie beim Wieder-Anhören (ich hoffe, das geht allen nicht an der Aufnahme beteiligten Hörern zumindest nicht ganz anders.) Beim Schneiden scheint es anstrengender gewesen zu sein.
    Ich gelobe, Hand auf die Bibel (das ist in meinem Fall das Animator's Survival Kit von Richard Williams ;) ), dass ich daran arbeiten werde, meine technisch und menschlich bedingten Tonprobleme in Zukunft zu lösen.


    Und dank des kleinen Einspielers am Anfang werde ich in Zukunft immer, wenn der Papst aus Bills Schlafzimmer stürzt, hören:
    "It'se mee - Mario!" :D

    Am Sonntag wieder: Stammtisch in Köln. 11. Juni, ab 17 Uhr.
    Diesmal aber in anderer Umgebung: weil das Wetter so schön werden soll, gehen wir ins Freie, in den Biergarten im Kölner Volksgarten (es gibt da das gleiche leckere Bier wie im Hellers, in großer Auswahl, UND: gibt es sogar Alt!!)


    Zum leichteren Finden: https://goo.gl/maps/vYGrJCqWLSN2


    Kommt einfach vorbei, such und findet uns (wir werden wie immer - wenn wir es nicht vergessen (denn wir sind alt!) Doctor Who-Motive auf dem Tisch aufstellen, zur leichteren Identifikation.)

    @Matt Eagle: Zittere ob meiner vernichtenden, geballten Diskutierkönnkraft, denn ich habe ein gewaltiges, unschlagbares Gegenargument, dass alle Deine Argumente in Staub stampfen wird:


    Die Scharniere der Schranke waren bestimmt aus METALL!
    Und wenn ein Argument von Dir falsch ist, müssen sie alle falsch sein. QED (TR).
    Boom! Bang! Huh, Hah, Dschingis Khan! :bouncy:


    ...oder besser gesagt: du hast komplett recht, und es ist viel zu heiß, als dass ich diskutieren könnte.

    Und auch, wie es Nardole gehen wird. Immerhin haben wir ihn zuletzt bewusstlos gesehen. Aber er wird sich ja vermutlich einfach erholen.

    Ich vermute mal ganz stark, dass sich seine Lunge durch die Killerbakterien in grauen Schleim aufgelöst hat, da sie ja schließlich das einzig menschliche an ihm ist. Ziemlich makaber, der Gedanke.
    Ich schätze aber auch, dass er sich noch davon erholen wird, nur ob das so einfach ist... ich hoffe, dass sie es sich nicht ganz so leicht machen. Nicht, dass ich Nardole leiden lassen will, aber ich will doch, dass es Konsequenzen gibt.