Beiträge von Kaptain Knotter

    30 Grad im Schatten, und ihr lest Weihnachtskarten vor! Das muss man erst mal schaffen. Dazu braucht so mancher einer schon eine Zeitmaschine für. ;):D


    Übrigens, die Vorderseite meiner Weihnachtskarte ist keine Farbkopie, sondern eine Risografie (ein Verfahren ähnlich wie Siebdruck) und ein Unikat, handgefertigt und aufwendig in kleiner Auflage gedruckt. Ich sage das nur aus (leicht geknicktem) künstlerischem Stolz, weil aus irgendeinem Grund alle immer nur die 1-Minuten-Kritzelei auf der Rückseite vorzeigen. ;)

    Ich überlege die ganze Zeit, warum diese Folge, im Gegensatz zu Oxygen, keine richtige Begeisterung bei mir aufkommen lässt.
    Das ist eine spannende Folge, die eigentlich alles hat, was sie zu einer großartigen Folge machen kann, und trotzdem.
    Ich glaube, es liegt nicht daran, dass mir irgendwas fehlt, ich habe eher das Gefühl, es ist etwas zu viel dabei. Zu viele Plottwists, vor allem zu viele Plottwists,die sich anfühlen, als ob sie nur wegen des Effekts eingefügt wurden, speziell bei der Missy-Rahmenhandlung.
    Dass die Auflösung der "Dan Brown"-Handlung dann per "Resetbutton" gelöst wird (das zweite mal in dieser Staffel, dass man auf dieses Hilfsmittel zurück greift), hilft mir auch nicht dabei, Begeisterung zu entwickeln oder aufrecht zu erhalten, auch wenn die Story darum wirklich packend ist. Aber am Ende ist es halt doch nur noch ein weiterer Plottwist, der an eine lange Reihe von Plottwists angehängt wird.


    Auch finde ich, dass die beiden Handlungsstränge nicht besonders gut miteinander verbunden sind. Am Ende fragt man sich doch, inwiefern das eine mit dem anderen zu tun haben sollte (was es natürlich nicht muss, schon klar, aber wenn es einem die ganze Zeit über so präsentiert wird, als ob beide Handlungen irgendwie miteinander verknüpft sind, ist es irgendwie enttäuschend, wenn der Zusammenhang einfach nur in der Sonnenbrille besteht, die der Doctor gerade trägt.)


    Das ist, zugegeben, Jammern auf recht hohem Niveau. Die Folge ist weit, weit, weit davon entfernt, schlecht zu sein. Im Gegenteil, sie gefällt mir so sehr viel besser als so viele andere Folgen der letzten Staffeln, dass es eigentlich unfair sein sollte, sich überhaupt zu beschweren. ;) Aber das sind nun mal die Eindrücke, die bei mir geblieben sind, und es wäre auch nicht richtig, wenn ich die einfach unter den Teppich zu kehren und mich ganz unkritisch in die Begeisterung einreihen würde, die ich halt nicht komplett teilen kann.
    Ich würde auch meine Bewertung deswegen nicht runterschrauben - zumal ich ja von diesen ständigen Bewertungen eh nicht viel halte. Aber wenn ich schon Noten vergebe (Bäh!), dann reicht es halt nicht ganz für ein "Sehr gut" (bzw. "Super", bzw. "6 Penisse" :D )

    Nope. Dachte auch sofort an ihn!

    Ich dachte, das wäre offensichtlich gewesen.
    Hat mich sehr gefreut, einen neuen Blauen zu sehen. Ich kann mich jetzt nicht erinnern: hat er den Namen seiner Spezies gesagt, oder war er einfach nur Blau?


    Witzig, um die Rassismus Thematik abzurunden, war auch Nardoles klassisch-ungeschickte Äußerung "A lot of my friends are blueish." :D
    (Hat mich darüber hinaus auch noch an Yellow Submarine erinnert. ;) )

    freue mich auch....bin mal gespannt wie der Michi den Peter spricht. Er ist ja wirklich ein Multi Talent.

    Ich auch. So viele Möglichkeiten, die Stimme anzulegen: er könnte sich an seiner eigenen Stimme aud "die 5 Doktoren" orientieren, am Original von Peter Davison (oder am älteren BiFi-5th Dictor ;) ), oder eine ganz neue eigene Interpretation ausarbeiten.
    Egal, was, ich bin sehr gespannt.
    Das wird (zur Abwechslung zu meinen sonstigen Gewohnheiten) eine DVD, bei der ich definitiv zuerst die deutsche Tonspur einschalten werde!

    Als ich mich z.B. fragte, wieso es Helme gibt, wenn doch Anzüge ein Kraftfeld haben, bekam man dank Bills Nachfrage auch bald die Antwort geliefert.

    Hatte ich mich auch so ähnlich gefragt, allerdings anders herum: wozu haben die Anzüge ein Kraftfeld, wo sie doch Helme haben?
    Die Erklärung, gut aufgebaut und vorbereitet in der Vorlesung des Doctors, hat mir sehr gut gefallen. Physikalisch plausibel. Hard SF in einer ziemlich fantastischen SciFi-Serie, so was liebe ich einfach.

    Aber bitte nur, wenn man ihn davon abbringt, den 5. Doctor mit schottischem Akzent und schnarrenden rrrr's zu sprechen (weil das der Doctor ist, den seine Fans von ihm kennen und erwarten. Und außerdem ist es ja eh gleich, welcher Doctor wie klingt, bei Doctor Who gibt es ja keine feste Reihenfolge, das ist alles durcheiander... oder in etwa so ähnlich hat er es ja in Hinsicht auf die den Hörbücher ausgedrückt. ;) )

    Öhm ... nein ... nicht ganz, genaugenommen hatte er bei der TimeLash gesagt, weil die Hörbücher ein reines Audiomedium wären, hätte man dort mehr Interpretationsspielraum und deswegen hätte er sich für seinen persönlichen Lieblingsdoctor entschieden (und die Regie seitens Audible hat es halt erlaubt 8| )
    ... aber bei der Synchronisation von Filmmaterial wäre so etwas natürlich nicht möglich, weil man da den Darsteller sehe.

    Das war auch nicht wirklich ernst gemeint, was ich da gesagt habe. ;)
    Du hast natürlich recht.
    So oder so, ich wäre mir auch recht sicher, dass er den gleichen "Fehler" (eher eine Fehleinschätzung, und für viele (nicht für mich halt) eine verzeihliche) nicht bei einer Snychronisation wiederholen würde, aus den Gründen, die du genannt hast: Pandastorm wird da vermutlich ein deutlich detailgenaueres Auge auf die Synchron-Regie werfen, und Michael Schwarzmaier ist selber Profi genug, um zu wissen, auf was es bei einer guten Synchro ankommt (jeder, der ihn auf der Timelash gesehen und gehört hat, kann das, denke ich bestätigen.)


    Im Gegensatz zu meinen Sticheleien oben würde ich mir es sogar sehr wünschen, ihn als Snychronsprecher für den Doctor (nicht nur für den regenerierten 6. Doctor) zu bekommen.
    Schon allein weil es schon fast zur Tradition gehört, dass Schwarzmaier die deutsche Stimme des klassichen Doctors ist (ein Bonbon für die Fans gewissermaßen), zum anderen weil er ein wirklich toller Schauspieler mit einer großartigen Stimme ist, der auch eine echte Bandbreite hat. Hört Euch mal sein eigenes Buch "Meine Menschen" an - großartig, und nicht nur was seine Vorlesestimme angeht. ;)
    Aber er hat ja selbst in den 80ern, als man es mit der Vorlagentreue in der Synchro ja bekanntermaßen alles andere als genau genommen hat, hat Schwazmaier großartige Arbeit geleistet, als er den damals eher unüblichen Aufwand betrieben hat, den 7. Doctor sprachlich zu treffen. Sein 6. Doctor hatte dann zwar kaum Ähnlichkeit mit der Originalstimme (das war damals eher Usus als andersherum), hatte aber so viel eigene Persönlichkeit, dass ich mir seinetwegen die deutschen Synchronfassungen der Colin Baker Episoden genau so gerne anhöre wie die originalen (und das will bei einer Stimme wie der von Colin Baker schon was heißen!)
    Und mit 30 Jahren Erfahrung mehr auf dem Buckel kann ich mir nur vorstellen, dass er den 5. Doctor heute ganz hervorragend sprechen könnte. (Auch wenn der dann u.U. ein wenig älter klänge als im Original. Aber eigentlich hat Michael Schwarzmaier heute keine besonders stark gealterte Stimme. Das würde wohl nicht ins Gewicht fallen, schätze ich. Zumindest nicht so sehr wie bei Peter Davison selbst. ;) )

    Wäre natürlich aber auch schön konsequent, wenn Schwarzmaier beide Doctoren spricht.

    Aber bitte nur, wenn man ihn davon abbringt, den 5. Doctor mit schottischem Akzent und schnarrenden rrrr's zu sprechen (weil das der Doctor ist, den seine Fans von ihm kennen und erwarten. Und außerdem ist es ja eh gleich, welcher Doctor wie klingt, bei Doctor Who gibt es ja keine feste Reihenfolge, das ist alles durcheiander... oder in etwa so ähnlich hat er es ja in Hinsicht auf die den Hörbücher ausgedrückt. ;) )

    Also ich sehe als Jane-Austen (Verfilmungen) Fans irgendwie nur Hausfrauen über 60 vor mir... und die haben Fandoms? Die sind so modern!!!

    Was Ideal-Vorstellungen von Fandom-Zielgruppen angeht, hat der Begriff "Brony" (googeln, wenn Ihr Euch traut! Für die ganz harten: googelt "Brony Cosplay"! ;) ), mein Weltbild arg ins Wanken gebracht!


    Demnach stelle ich mir als typische Jane Austen-Fans jetzt (als Gegenentwurf zu Hausfrauen über 60) pubertäre männliche Teenager vor! :D

    @André McFly: Was die Rätselei, wer hinter der Tür ist, angeht, geht es mir ganz genau so wie Dir: es ist mir zu dem Zeitpunkt komplett egal. Nicht egal im Sinne von Bah, interessiert mich nicht, sondern auch einfach so, dass ich mich einfach darauf freue, mitzuerleben, wie sich das entwickelt und wie es sich am Ende auflöst, aber ohne irgend ein Interesse oder Ehrgeiz daran, mich am Herumrätseln zu beteiligen.


    Nicht, dass ich dieses Rätseln per se blödsinnig fine, aber das hat in den letzten Staffeln schon nervige Ausmaße angenommen, da ist mir einfach die Freude an solchen Spekulationen vergangen.


    Momentan sehe ich das aber gelassen, und ich schließe auch nicht aus, wenn die Spannung gut aufgebaut wird und die Hinweise geschickt verteilt werden, dass mich dann das Rätselfieber doch noch im lauf der Staffel packen kann. ;)

    Aber wenn der Heini noch einen normalen Beruf hat, warum weiss er nicht, wer Premierminister ist?! Auch so ein Random-unheimlich-Ding, das mit der Auflösung einfach keinen Sinn ergibt.


    Kann auch einfach sein, dass er nur ausweichend reagiert, weil er sich bedrängt und verwirrt fühlt. Das ist gar nicht so hundertprozentig klar geworden, und hätte, wenn die Story etwas ausführlicher behandelt worden wäre, auch eine bewusst ausgelegte falsche Fährte sein können.



    nacht drüber geschlafen: ich runde ab auf 7/10 punkten...

    ;) Ach, immer diese lästige Notengeberei. So analfixirt. (Er hat anal gesagt! Er hat anal gesagt! :D )

    Ich bin irgendwie so gar nicht richtig zufrieden mit der Episode.


    Auf der einen Seite (der positiven) der einfach nur großartige David Suchet, das nette Zusammenspiel von Bill und Ihrem Großvater ^^ , das schöne Setting des Haunted House, und der witzigen Wohnungssuche-Szenen am Anfang (die mich an die Wohnungssuche in Köln erinnern! ;) )...


    Auf der anderen Seite die etwas nervigen Studentencharactere (die so nonchalant gekillt wurden, dass man irgendwie schon da das Gefühl hatte, dass die wahrscheinlich gar nicht wirklich tot sind (oder Bill ist mittlerweile SEHR viel abgestumpfter im Umgang mit Toten (kann ja auch sein)) - und von denen man jetzt befürchten muss, dass sie als Bills Gang wieder auftauchen werden (bitte, bitte NICHT!!!! Class hat mir gereicht!) und vor allem:


    Die Handlung!


    Unausgegoren, voller Logikfehler und Ungereimtheiten, ziemlich halbgar und oberflächlich konstruiert.
    Viele andere haben hier schon einiges aufgeführt. Dass die Handlung einen Zweiteiler (oder zumindest mehr als die üblichen 45 Minuten) gut hätte vertragen können, um etwas ausgefeliter zu werden. Die Unlogik im Verschwinden der jeweils 6 Mieter. usw.


    Den Twist, dass der Vermieter nicht der Vater, sondern der Sohn ist, fand ich zwar unerwartet und emotional wirksam, aber davon abgesehen auch irgendwie unnötig. Was macht es für die Handlung für einen Unterschied, dass der Doctor diesen Umstand aufdeckt? Sicher, das bewirkt den Sinneswandel der Tochter/Mutter, aber für die anderen beteiligten dürfte das ziemlich egal sein. Egal wie, es wirkt einfach unsinnig, auch wenn es tatsächlich "sinnvoll" ist, das so zu konstruieren, um halt den hoppla-hoppig-en Sinneswandel der Holzfrau (hässlichstes Design ever übrigens!) zu "erklären".


    Damit kommt aber leider eine andere Schwierigkeit: ein großer Teil des Mysteriums über das Haus verpufft dadurch leider (wie das Haus am Ende selbst): Das Rätsel, warum alles in dem Haus so zurück und altmodisch wirkt. Hier wird eine Erwartung aufgebaut, nämlich die, dass das Haus und sein Bewohner auf irgendeine rätselhafte Methode in der Zeit verharrt sind (oder etwas ähnliches in der Art). Durch die Auflösung, dass der Vermieter nicht etwa ein alter Mann ist, der seit siebzig Jahren nicht altert und mitsamt seinem Haus in der Zeit eingefroren ist, sondern nur ein ganz normal gealterter alter Mann, der emotional noch in der Stufe eines kleinen Jungen verblieben ist, macht aus dem mysteriös in der zeit gefangenen Haus nur einen alten Kasten, der halt dringend mal modernisiert werden müsste.
    Okay, auch plausibel, aber irgendwie ein Downer, nachdem darum so viel Geheimnis aufgebaut wurde.


    Eine Frage, die sich mir dann unwillkürlich gestellt hat: wenn der Vermieter samt Haus nicht in der Zeit eingefroren (oder was auch immer) ist, wovon lebt der eigentlich? Von der einen Monatsmiete, die er alle 20 Jahre einnimmt?
    Klar, nach ein paar Sekunden Nachdenken macht es keinen Sinn, anzunehmen, dass der Vermieter nicht außerdem einen ganz normalen Beruf haben könnte, dem er nachgeht, aber auch das wirkt halt nach all dem Mysterium, das um ihn aufgebaut wurde, extrem banal.
    Oder wenn schon banal, dann aber auch richtig: ich hätte kein Problem damit gehabt, dass der Doctor eben das am Ende auch noch aufklärt, dass der geheimnisvolle, mysteriöse Vermieter nebenbei noch als Buchhalter oder Ladenbesitzer arbeitet. Irgendwas schrecklich mondänes. Es hätte sogar zu dem Twist gepasst: da hat man ja auch einen Moment mit der Erwartung auf irgendwas ganz und gar abgefahrenes gespielt, als der Doctor sagt "Sie sind in Wirklichkeit gar nicht ihr Vater!" Hände hoch, wer da noch alles einen Augenblick erwartet hat, dass der Vermieter ein Alien ist.
    Die Auflösung, wer und was er wirklich ist, ist simpel (wenn auch nicht besonders sinnig), aber emotional sehr wirksam gewesen, gerade weil es etwas viel unspektakuläreres war als irgendein abgedrehter SciFi-Alien. Man hätte in dem Sinne noch etwas weiter denken (und schreiben) können.
    Aber dafür war wohl halt in 45 Minuten nicht genug Platz.

    @Mario: Was du schreibst, finde ich generell auch richtig, ich finde aber, dass es dabei sehr stark auf die Umsetzung ankam. Und da kamen immer wieder Elemente "von außerhalb" mit dazu, die dieses Konzept verwässert haben.
    In der 8. Staffel z.B. war es die Danny Pink-Romanze, dieses ganze Coupling-Thema, das Doctor-Clara-Danny-Dreieick, das mich irgendwann sehr genervt hat, und das gefühlt zum Haupt-Thema der Staffel wurde. Was du hier beschrieben hast, trat dadurch für mich sehr stark in den Hintergrund.

    Besonders in Staffel 8, wo er es noch wirklich brauchte, dass sein Companion ihren eigenen Kopf hat und sich auch mal mit ihm streitet und ihm auch zeigen kann, dass sie eben selbst dazu in der Lage ist so manches Rätsel zu lösen und aus bestimmten Situationen herauszukommen.

    Dazu kam halt, dass die Oder eine andere Stelle, die du aufführst:

    Ach ja, und ich finde es passt sehr wohl, dass Clara, die eigentlich ein ganz normales Leben als Lehrerin führt und dies besonders in Staffel 8 auch versucht von ihren Reisen mit dem Doctor zu trennen, sowohl eine eher biedere als auch eine eher wilde Seite hat. Auf der einen Seite, das Kindermädchen, das später zur Lehrerin wird, die sich um die Kinder sorgt und kümmert, die sich einigermaßen mit diesem Leben abgefunden hat, in einer Mietwohnung lebt und dann mit Danny Pink auch bereit ist, sich diesem Leben hinzugeben. Daher versucht sie sich auch oftmals genauso zu benehmen wie es von einer jungen Frau in dieser Situation erwartet wird. Gleichzeitig hat sie aber immer noch eine Abenteurerseite in sich, die vom Doctor wach und am leben gehalten wird, weshalb sie eben ein Motorrad fährt und kein Auto, weshalb sie eben mit dem Doctor reist und auf Abenteuer geht, weshalb sie, besonders nach Dannys Tod, bereit ist große Risiken einzugehen und auch keine Angst davor hat ihre Komfortzone zu verlassen. Und während es gerade für andere diese Dualität in Claras Charakter ist, die sie abschreckt, da sie diese vielleicht nicht unter einen Hut bringen können, ist es gerade mit das, was mich an dem Charakter am meisten fasziniert.

    Grundsätzlich gebe ich Dir da recht. Das ist tatsächlich psychologisch sehr stimmig und gut durchdacht. Gerade, was ihr Verhalten nach Danny Pinks Tod betrifft.
    Leider kam vieles davon für mich in der Umsetzung oft ganz anders oder nur halbherzig thematisiert rüber. Kann an mir liegen, dass ich das zuweilen lieber etwas plakativer gehabt hätte, aber ich fand, dass bei dieser Seite von Claras Psychologie leider sehr viel der (Rein-)Interpretation der Zuschauer überlassen wurde.


    Und in Staffel 9 harmonierten sie dann wesentlich mehr miteinander, weil Clara eben immer mehr wie der Doctor wurde, während er immer mehr wie sie wurde.

    Das habe ich so noch gar nicht gesehen, aber ja, natürlich! :thumbup:
    Alle haben immer nur von dem Sprung geredet (und geschimpft), den der Doctor in seiner Entwicklung von der 8. zur 9. Staffel macht, und darüber, dass Clara immer mehr wie der Doctor selber wird, aber dass es da ganz deutliche gegenseitige Entwicklungen und Angleichungen zwischen Doctor und Clara gibt, das war mir bislang wirklich nicht so aufgegangen. Dabei ist es, wenn man erst mal drauf achtet, wirklich deutlich.
    Das macht mir die Super-Clara wieder ein bisschen sympathischer (Ja, ich gebe zu, dass ich das ein wenig gebraucht habe, weil es mich schon ein wenig bedröppelt, eine Companion, die ich eigentlich sehr mochte, im Nachhinein als nervig zu empfinden. ;) )


    Manchmal ist es halt doch ganz gut, dass Fans immer daran arbeiten, eigene Erklärungen zu finden. ;)


    ...okay, eigentlich nicht nur manchmal.


    Zumindest ist es immer unterhaltsam, wenn Fans das machen! :D

    Allerdings werden meine niedrigen Instinkte bei ihr nicht geweckt. Sie sieht einfach nicht gut genug aus.

    Zur Abwechslung finde ich gerade das mal wirklich sehr angenehm. Das bedeutet nämlich auch, ganz subjektiv, dass ich mich bei einem Character nicht davon "ablenken" lasse, dass ich sie sexy finde.
    Bei Clara lief das immer wieder so, und mit einigem zeitlichem Abstand verstehe ich mittlerweile recht gut, was alle, die von Clara genervt waren (und gegen die ich sie immer brav und tapfer verteidigt habe), so störend an ihr fanden. Ich finde sie zwar immer noch süß, aber rückblickend ist sie einer der unausgegorensten und auch nervigsten Companions.
    Was zum einen daran lag, dass sie ihr mit jeder neuen Staffel eine neue Rolle gegeben haben, was aber dann auch daran lag, dass sie in der letzten Rolle, der cocky Super-Clara, tatsächlich einfach ziemlich übersteuert war. Schauspielerisch wie drehbuchtechnisch.
    Wäre sie mit The Name of the Doctor aus der Serie ausgestiegen, hätte sie zu einem der interessantesten Companions werden können, wenn auch zu einem der kurzlebigsten. Das wollten wohl alle Beteiligten nicht, weder Jenna Coleman (die natürlich nicht einfach so ein solches Engangement wieder aufgibt), noch Moffat und die (gesichtslose ;) ) BBC, in deren Interesse es nicht liegen konnte, erst einen neuen Character lange aufzubauen und dann nach einer halben Staffel gleich wieder zu killen.
    Hoffen wir, dass Bill nicht über Gebühr in der Serie bleibt. Nicht, dass ich sie direkt wieder loswerden will - im Gegenteil - aber man sieht bei Clara leider, was so aus einem Companion, der seine Haltbarkeit überschritten hat, werden kann: ein allgemeines Ärgernis.


    sie war auch irgendwie - kein Scherz! - zu konservativ.

    Kann ich sogar sehr gut verstehen. Sie wirkte wie die biedere Lehrerin (meine Entschuldigungen an alle Lehrer da draußen, die biederen wie die coolen), die aus ihrem langweiligen Leben ausbrechen will, Motorrag fährt, Abenteuerreisen macht, auf wilde Partys geht, Lederjacke und sexy Kleidchen anzieht, aber halt doch viel zu erwachsen ist, um in der maskerade glaubhaft zu wirken. Vor allem, wenn sie, wie Clara, gleichzeitig noch die überkompetente, superpatente, genialistische Superschlaue ist! Das passt einfach nicht harmonisch zusammen.
    Wenn Clara coole, schwarze Klamotten getragen hat, wirkte sie immer peinlich verkleidet, wenn sie ein biederes Outfit anhatte (Face the Raven), wirkte sie normal (und auch peinlich, weil bieder).
    (Bill dagegen wirkt bislang in ihren eigenen Klamotten authentisch, und in viktorianischer Kluft authentisch verkleidet. Hoffen wir, dass es so bleibt.)


    Dazu immer wieder diese schreckliche Melodie, dieses herzige, rührselige, schmalzige Clara's Theme, das so gar nicht zu der wild card passt, als die Clara in der letzten Season dargestellt wurde. Brrr.

    ;)
    Man könnre auch argimentieren, dass man das beim Schreiben ganz einfach übersehen hat.
    Aber das wäre ja (wie immer) zu langweilig, also suchen und (er)finden wir lieber eifrig komplizierte in-universe-Gründe anstatt einfache real-world-Erklärungen zu akzeptieren.
    Gewissermaßen Reverse Okham's Razor: Alles abschneiden, was als Erklärung zu einfach und einleuchtend ist, das, was dann übrig bleibt (vorausgesetzt, es ist so richtig umständlich und erfordert mindestens eine gedankliche Totalverrenkung) MUSS GANZ EINFACH DIE RICHTIGE ERKLÄRUNG SEIN!!!