Da können die Rechten jetzt noch sehr schreien, weil es ihnen nicht gefällt, dass ihre Weltsicht immer wieder dazu herhalten muss um zu zeigen, wie man eine Gesellschaft am besten nicht konstruieren sollte.
Das ist eine Frage der Sichtweise. Wer keine Probleme hat mit Rassismus, Ausbeutung, Sexismus, religiöse und politische Intoleranz, hohe Kriminalität usw., weil er sich stets auf der Seite der Stärkeren wähnt (Es gibt immer einen der stärker ist als man selbst.), der hat auch mit den ultraextremsten rechten Ideologien keine Probleme. Irritierend finde ich eher, dass sich neben den reichsten und mächtigsten Menschen auch viele Verlierer aus der Unterschicht sich von rechten Ideologien angezogen fühlen, obwohl sie von diesen nichts gutes erwarten dürfen.
Denn das ist der zentrale Unterschied zwischen linken und rechten Diktaturen. In der linken Diktatur sind Chaos, Armut und Gewalt unerwünschte Nebenwirkungen, die vom eigensüchtigen Diktator eher widerwillig geduldet werden und im Zweifel ergreift er lieber die Flucht oder lässt sich gar, wie jüngst der Präsident von Venezuela Hugo Chavez, eben als Gefangener abführen. - In einer rechten Diktatur sind diese Dinge fester Bestandteil des Systems und nicht nur geduldet, sondern vom Herrscher und seinen Anhängern zutiefst erwünscht. General Pinochet in Chile oder Saddam Hussein im Irak haben nie verstanden, warum sie für ihre Taten gerichtet wurden. Sie wollten doch stets nur das Beste für ihr Land und sich selbst. - Und als Steigerung gibt es dann noch den Gottesstaat, wie aktuell den Iran, dessen herrschender Klerus nicht anders funktioniert, wie die Führung einer Sekte. Diese gehen ohnehin davon aus, dass sie das Himmelreich erst nach ihrem Tod erreichen werden. Und was passiert, wenn man der Führung einer Sekte mit Gewalt kommt, haben die Amerikaner in den vergangenen Jahrzehnten bei blutig verlaufenden Polizeieinsätzen in ihrem Land immer wieder erleben dürfen. Diese Leute sprengen sich lieber selbst in die Luft als nachzugeben.