Beiträge von Goettrik

    Hm. Handtuch. Handtuch? Handtuch! Ach Ja. Handtuch!!!


    Da war doch was mit dem Handtuch? Richtig. Douglas Adams


    Skript Editor von Doctor Who Ende der 1970er Jahre. Er wurde unter relativ ähnlichen Voraussetzungen Chefautor wie demnächst Chris Chibnall. Robert Holmes wurde aus genau den gleichen Gründen aus dem Amt gemobbt, wie Steven Moffat jetzt. (Zwischen Holmes und Adams fungierte Anthony Read zwar kommissarisch für etwas mehr als ein Jahr als Skript Editor, er scheint jedoch seine Aufgabe allein darin gesehen zu haben, die Holmes-Ära sauber zu beenden (und Leela auf Gallifrey abzuliefern) um dann mit dem "Key to Time" die Adams-Ära vorzubereiten.) Adams selbst soll als Chefautor zwar angeblich eine wahre Katastrophe gewesen sein, die fertigen Episoden gelten jedoch zum Teil als die Besten der ganzen klassischen Serie (Ich schreib nur "City of Death").


    Tja Nun. Dramatische Wechsel in der Chefetage waren bei der klassischen Serie zudem eher die Regel als die Ausnahme. Schon beim Wechsel 1966 von Produzent John Wiles, Skript Editor Donald Tosh und Hauptdarsteller William Hartnell zu Innes Lloyd als Produzent, Gerry Davis als Skript Editor und Patrick Troughton als Hauptdasteller dürfte mehr Porzellan zerschlagen worden sein als sich in manchem größeren Kaufhaus findet.


    Und die Geschichten über den Wechsel vom 6. zum 7. Doktor füllen eine eigene Bibliothek.

    Was mir in dem Zuammehang noch aufgestoßen ist: Wenn die Mire diese Technologie haben, sind sie dann auch unsterblich? Wenn sie es sind, warum flüchten so dann als Kriegerrasse überhaupt vor irgendetwas?

    Sie flüchten, weil diese Chips nicht unverwundbar oder gar komplett unsterblich machen, sondern lediglich innerhalb eines nicht weiter eingegrenzten Rahmens Wunden und Krankheiten heilen und die Alterung stoppen. Wenn sie im Kampf oder bei einem Unfall schwer verwundet werden, sterben auch die Chip-Träger.


    Erinnert mich, inklusive der Präsentation und der mündlichen Beschreiben durch den Doktor, an die Zellaktivator-Chips aus der "Perry Rhodan"-Serie.


    Die Folge als Ganzes empfand ich übrigens als sehr unterhaltsam. Allerdings hatte ich die ganze Zeit das Gefühl im falschen Film zu sein.




    Da ist die Haupthandlung mit der cleveren Wikinger-Göre, die schlauer ist als das ganze Dorf zusammen. Da sind die Wikinger, die als bunte Truppe in einem idyllischen Dorf in den Bergen leben und gehörnte Helme tragen. Da ist ein übermächtiger Gegner, der zwar sadistisch und in mehrfacher Hinsicht völlig überdreht ist, aber in Wahrheit auch nicht intelligenter und gefährlicher ist als die versammelten Dorfdeppen und sich von einem billigen Trick der Göre ins Bockshorn jagen lässt. Also wer da nicht an "Wicky und die Starken Männer" denkt, hat in den 70er Jahren keine Zeichentrickfilme geguckt.


    Ich habe hier den Eindruck, dass Jamie Mathieson sich beim Schreiben der Haupthandlung an das Vorbild von Mark Gatiss hielt und eine Wikinger-Variante der Robin-Hood-Folge aus der letzten Staffel abliefern wollte. Dafür spricht auch, dass laut Wikipedia ursprünglich Brian Blessed die Rolle Odins spielen sollte.




    Die Rahmenhandlung um Ashilda stammt meiner Ansicht nach, komplett vom Showrunner Steven Moffat. Soweit ich informiert bin, wurde erst entschieden aus der Wikinger-Göre eine wiederkehrende Rolle zu machen, nachdem Mathieson sein Skript bereits abgeliefert hatte. Hinzu kommt, dass Moffat es auch in früheren Staffeln so hielt, dass er alle Szenen, die für den Story-Arc relevant sind, selbst schreibt. Diesmal scheint er jedoch soviel hinzugefügt und umgeschrieben zu haben, dass er als zweiter Drehbuchautor genannt wird.


    Über Ashilda selbst als eine Art weiblichen Ahasver mag ich mir noch keine Meinung bilden. Allerdings erinnerte mich die herzergreifende Rahmenstory um den Unsterblichen, der mit seiner Begleiterin als einsamer Reisender nicht ganz freiwillig ins Dorf kommt, sich in Selbstmitleid suhlt, sich selbst als den Einsamen der Zeit bezeichnet, der zum Helden wider Willen wird, weil er Mitleid mit den Kindern hat usw. usf. irgendwie an die alten "Atlan - Zeitabenteuer"-Taschenbücher von Hans Kneifel aus den 70er Jahren. Allerdings passt dieser düstere Pathos rein gar nicht zur Haupthandlung.



    Die Mischung erscheint mir so unausgereift wie Fischstäbchen in Vanille-Soße.

    Das ist eher eine Kinder- als eine Jugendserie/Young Adults Series.

    Das sehe ich auch so.


    Class soll ausdrücklich eine Young Adult Serie werden. Wenn im Buchhandel von Young Adults Series gesprochen wird, sind Bücher für Jugendliche im Alter von so etwa 14 bis 21 Jahren gemeint. Vom Thema her sind damit meist Bücher aus dem gleichen Genre wie sog. Coming-of-Age-Filme gemeint. Die englische Wikipdia führt da eine interessante, aber nicht vollständige Liste: Young Adult Novel Series. Sie reicht von Harry Potter über Maze Runner und Twilight bis hin zu Fifty Shades.


    Konkret geht es um Jugendliche, die zwar keine Kinder mehr sind, aber geistig auch noch nicht voll in der Welt der Erwachsenen angekommen. Schauplatz ist fast Zwangsläufig die Oberschule, Universität, der erste Job im Berufsleben. Auch die Erste Liebe und die Suche nach sexueller und allgemeiner Orientierung spielen oft eine wichtige Rolle.


    Hinzu kommt, dass Class nicht auf CBBC laufen soll (Das ist das britische Gegenstück zum Kinderkanal), sondern auf BBC 3 auf dem Sendeplatz von Torchwood und mit der gleichen Zielgruppe.


    Ich erwarte da so etwas wie die britische Jugendserie Skins nur mit Monster und Mutanten. Hm. Das gab es in den 70er Jahren schon nannte sich Tomorrow People. Die Serie war allerdings eher harmlos. Das amerikanische Remake vor ein paar Jahren, war zudem mehr so eine Art zweit- bis drittklassige X-Men-Kopie.

    Hallo Leute,


    ich wollte nur kurzdaran erinnern, dass das nächste Norddeutsche Dr. Who-Fantreffen amSamstag, den 29. August 2015, also in genau einer Woche, in Hamburgstatt findet.



    Es wurde die üblicheTischreihe im Lokal Roxie ab 15 Uhr reserviert. Wenn das Wetterallerdings so gut ist wie heute, werden wir im Biergarten sitzen.



    Zur Dauer derVeranstaltung. Wie in Hamburg üblich gilt Open End. Der Biergartendes Roxie ist allerdings nur bis 23 Uhr für Besucher geöffnet. :)



    Das Lokal befindetsich an der Ecke Grindelallee/Rentzelstr. und ist vom Hamburger Hauptbahnhof aus gut mit derKombination S-Bahn (Linien: S 31 / S 21 Haltestelle: Dammtor) und Bus(Linien: M 4 und M 5 Haltestelle: Grindelhof) zu erreichen. In der Nähe befindetsich auch der Science-Fiction-Buchhändler: Andere Welten.



    Viele Grüße



    Goettrik

    @Goettrik,
    ich fürchte, auch diese rhetorische Frage wirst Du selbst beantworten müssen. Empfehle den Wurf einer Münze...


    Radioactive Man

    Tja. In Hamburg haben wir während der letzten Treffen darüber diskutiert. Dort kristallisierte sich letztlich der 29. August 2015 als Wunschtermin der Mehrheit heraus. Da hier im Forum bislang keine Meldung zum Thema erfolgte, wurde nun im Roxie für Samstag, den 29. August 2015 ab 15 Uhr eine Tischreihe reserviert.


    Die neue Staffel DOCTOR WHO ist dann zwar noch ein paar Tage hin, aber ich denke, wir haben bis zum Monatsende dennoch genügend Diskussionsthemen für den DrWho-Stammtisch.


    Bis dann,


    Göttrik

    Da Hannover gerade erst dran war, hoffe ich, dass Goettrik seine rhetorische Frage zum Veranstaltungsort bald beantworten wird. Kombiniere, Biergarten, Roxie...

    Okay. Da keine Gegenvorschläge unterbreitet wurden, bleiben wir bei unserem Stammlokal, das Roxie.


    Bleibt die Frage nach dem Termin.


    Eher Samstag, den 22. August 2015 oder eher Samstag, den 29. August 2015?


    Ich wäre für den 29. August 2015.


    Goettrik

    wir drehen uns im kreis. das war doch die ausgangssituation. in der pompeji folge wird GESAGT, dass der vulkan nicht ausbrechen würde. punkt aus. die pyrovilles saugen dem vulkan die energie ab und würden danach die erde zerstören. turn left hat hier ein logikloch hinterlassen, das nicht gestopft werden kann. wäre der doctor nicht da gewesen um den vulkan auszulösen, würde es die erde nicht mehr geben. das ist ein fehler in turn left. und auch das letzte, was ich dazu sage.

    Also, sag mir doch jetzt mal bitte, wie genau du von diesen zwei konkret genannten Fällen auf den (einigermaßen sicher) nicht genannten Fall von Pompeji schließt. Gibt es da irgendeinen Zusammenhang?

    Mit der Handlung der 5. Staffel hat "Turn Left" nichts zu tun. Allerdings ist es der Auftakt zum Finale der 4. Staffel, an das viele nicht erinnert werden wollen.


    In "Fires of Pompeji" wird gesagt, dass der 10. Doctor von früheren Reisen in anderen Inkarnationen und von einer Erzählung von Jack weiss, dass der Vulkan ausbricht und Pompeji untergeht. Der Vulkan-Ausbruch ist damit unabhängig von der weiteren Handlung der Folge ein Fix-Punkt, da der Doktor seine eigene Lebenslinie nicht umschreiben darf. Erst am Ende der Folge kommt heraus, dass der Doktor zumindest in der Realität dieser Folge auch der Verursacher der Katastrophe war.


    Außerdem wird in der Folge gesagt, dass die Pyrovilles zur Erde kamen, weil deren eigene Welt verschwunden ist. Was aus ihr wurde, wird in dieser Folge nicht aufgeklärt. Der Punkt ist, wenn der Heimatplanet der Pyrovilles nicht verschwunden wäre, wären diese nicht zur Erde gekommen, sie hätten nicht am Vulkan manipuliert und dieser wäre auch ohne den Doktor ganz normal ausgebrochen.


    Wer hat nun die Welt der Pyrovilles entführt?


    Die Antwort darauf findet sich in der Folge "Stolen Earth". Die Daleks haben für Davros insgesamt 27 Planeten scheinbar wahllos aus Zeit und Raum entführt und in einem Mikrokosmos hinter den Medusa Cascaden versteckt. Dort konstruieren die Daleks unter der Anleitung von Davros aus den entführten Welten ein Planeten-Mobile, das Davros als große Weltuntergangsmaschine dienen soll. Unter den 27 aus Zeit und Raum entführten Welten befinden sich Adipose III, die Erde, der Lost Moon of Poosh und Pyrovillia.


    Auf die Idee mit dem Planeten Mobile kam Davros durch den Dalek Caan, der ihn auch aus den Wirren des Time Wars gerettet hat. Caan wiederum ist der einzige überlebende Dalek aus dem grauenvollen Durcheinander von "Daleks in Manhatten".


    Daraus folgt: Wenn Donna in Runaway Bride" nicht eingegriffen hätte, wäre der 10. Doctor gestorben. Er wäre nicht mit Martha in das Manhatten der 30er Jahre gereist. Die Ereignisse aus "Daleks in Manhatten" wären anders geendet. Wahrscheinlich hätten die anderen Daleks die unheiligen Experimente Caans trotzdem gestoppt. Aber ohne das Eingreifen des Doctors, wäre Caan nicht verrückt geworden. Er wäre nicht auf die Idee gekommen Davros zu retten und aus 27 entführten Welten ein Planeten-Mobile zu bauen. Pyroville wäre nie angetastet worden. Die Pyrovilles hätten keinen Grund gehabt zur Erde zu reisen. Die ganzen Ereignisse in Fires of Pompeji hätten mithin nicht so stattgefunden. Der Vulkan wäre ganz normal ausgebrochen.


    Kein Wunder bei dem Durcheinander, dass im Finale der 5. Staffel mit dem Big Bang der ganzen Geschichte der Stecker gezogen wurde.

    PS: Metropolis war im Übrigen von Nikiokio ins Spiel gebracht worden. Ich hatte das nur aufgegriffen, weil es zeigt das die Darstellungsformen schon da waren. Es ist ja nicht kostenrelevant ob man Dialoge so oder so abdreht.

    Was die Dramaturgie, die Art des Schauspiels und die Ästetik der Doctor Who-Classic-Serie angeht, bitte ich dich zu berücksichtigen, dass die Serie 1963 nicht als Fernsehserie in Pantoffelkino-Optik gedacht war, sondern als Fernsehspiel-Serie, dessen Ästetik sich am damals modernen Theater orientieren sollte. Dies war zum Teil produktionstechnisch bedingt, hatte jedoch auch einen gehörigen ideologischen Anteil. Und davon kam man zwar im Lauf der Jahre immer weiter ab, aber gerade Executive Producer Barry Letts und Producer John Nathan-Turner legten noch Anfang der 1980er Jahre sehr großen Wert auf die Wahrung der Idee des “Armchair Theatre”.


    Im Making-of von “Warrior's Gate” spielt das Thema eine sehr große Rolle “Fernsehspiel-Tradition versus Pantoffel-Kino-Optik a la US-Fernsehen”. In der BBC herrschte über das Thema damals wohl eine Art Religionskrieg. Der Regisseur von “Warrior's Gate” Paul Joyce soll sich darüber dermaßen mit Letts und Turner überworfen haben, dass er danach jahrelang keinen Job bei der BBC mehr bekam. Andere BBC-Regisseure wie etwa ein gewisser Ridley Scott ergriffen schon in den 70er Jahren die Flucht nach Hollywood.


    Erst in den 90er Jahren vollzog die BBC die vollständige Abkehr von der Idee des Fernsehens als “Armchair Theatre”, und inzwischen gilt das Genre des Fernsehspiels praktisch als tot.

    Weihnachtsstammtisch in Hamburg, am 27. Dezember 2014, im Roxie.


    Wegen des Erfolgs im November 2014, wird es im Dezember 2014 wieder einen Sonderstammtisch in Hamburg geben. Der übliche Weihnachtsstammtisch des Hamburger Stammtisch findet dieses Jahr erst zwischen den Feiertagen genauer am Samstag, den 27. Dezember 2014, ab 15 Uhr im Roxie statt. Die Niedersachsen sind wieder herzlich eingeladen, dabei zu sein.


    Na, wenigstens habe ich mal eine gute Ausrede, nicht zu kommen.


    Ich glaube ich werde noch einmal eine Münze werfen :(

    Vielleicht klappt es ja diesmal am 27.12.14. Ich hoffe, diesmal kommt keine Demo dazwischen. Bei dem Wetter! Wobei Radioactiveman hat ja den Weg auch so gefunden.


    ps.: Die totale Sonnenfinsternis vom 20. März erreicht in Hamburg einen Bedeckungsgrad von 79%.

    Eine Totale Sonnenfinsternis von 79% in Hamburg. Dass nenne ich Hamburger Bescheidenheit. Allerdings wollten wir in Hamburg nicht ganz so lange mit dem nächsten Fantreffen warten :)


    Viele Grüße Göttrik


    PS: Der diesjährige Weihnachtsmarkt-Bummel in Hamburg findet am Freitag, den 19. Dezember 2014 statt. Er führt diesmal nicht über den Jungfernstieg, sondern in den Schlosspark von Bergedorf, wo ein Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt stattfindet. Treffen ist um 19 Uhr vor dem Eingang des Bahnhofskiosks im S-Bahnhof Bergedorf am Ausgang Richtung Bergedorf Innenstadt.

    Dann muss ich dir leider sagen, dass es für beide Zitate keine Quelle gibt. Sie sind nicht überliefert worden, sondern wurden irgendwann erfunden.

    Ich habe jetzt nicht auf ein bestimmtes Zitat angespielt, aber es gibt noch Tausende ähnliche aus diversen Epochen. Und das für markante Sprüche irgendwer als Gewährsmann mittels erfundenem Zitat herhalten muss, ist bei häufig benutzten Sprüchen nichts ungewöhnliches. Spricht für mich dafür, dass es leider wirklich seit Urzeiten immer wieder Menschen gibt, die umgekehrt, den Untergang des Abendlandes herbeireden und daran glauben. - Und so manche Klage ist im Einzelnen gerechtfertigt.

    Bevor einer der jüngeren Nutzer aufschreit: Es gibt auch noch intelligente, aufgeschlossene und individuelle junge Menschen, die mit offenen Augen durchs Leben gehen. Nur scheint der Trend derzeit in eine andere Richtung zu steuern.

    Meine Sicht dazu. Nur weil es Fahrräder bereits seit über 200 Jahren gibt, weiß nicht jeder automatisch richtig damit umzugehen. Hüstel. Nur so als Beispiel. Ich denke, dass hat nichts damit zu tun, dass die Dekadenz der heutigen Jugend größer oder kleiner geworden wäre. Darüber, dass es mit der Jugend immer weiter bergab geht, wird schon seit der Antike geklagt.


    Zum ursprünglichen Thema: Ja, der Ton in diesem Forum ist manchmal diskussionsfähig. Sich darüber zu beklagen, dürfte meiner Erfahrung nach, jedoch nichts bringen.


    Spontan fällt mir ein Dialog aus einer der meistgehaßten Folgen ein "Turn Left". Wobei ich den Text leider nicht mehr genau in Erinnerung habe und er mir nicht wichtig genug ist, um ihn zu recherchieren. Er ging ungefähr so:


    Wilf: "Warum musst du (Donna) immer laut Schimpfen und Schreien? Damit änderst du doch nichts!"
    Donna: "Aber ich fühle mich besser!"


    Also wenn Jemand die Tausendste Frage zu einem längst ausdiskutierten Thema mit "Du dumme Nuss nervst!" beantworten würde, wäre für mich dies kein Hinweis darauf, dass das Fangörl im realen Leben tatsächlich eine dumme Nuss ist, sondern darauf, dass dieser über die Tausendste Nachfrage absolut verzweifelt ist. Richtig ist allerdings auch, dass jemand, der in der Kommunikationsbranche arbeitet, über solchen Dingen stehen sollte. Nur die wenigsten arbeiten tatsächlich in der oder einer verwandten Branche. Wenn zwei das Gleiche machen, ist es eben nicht das Selbe.

    Zitat

    Ich finde es toll, dass du in der Angelegenheit so engagiert und mittlerweile auch so vernetzt bist, Pascal. Du lebst deine Leidenschaft für "Doctor Who" voll aus. Aber solche Aussagen sind weiterhin nur Stochern im Nebel.

    Nun immerhin hält Pascal die Diskussion so am Leben.


    Im Grunde ist es eine ständige Gradwanderung auf der sich alle Beteiligten bewegen, vor allem aber jene seitens der BBC. Sie müssen irgendwie das Interesse der Fans an den Classic-Who-DVDs am Leben halten, damit die Kaufleute an der Spitze von BBC Worldwide nicht einfach den Stecker ziehen, weil es ja eh keine Gewinnaussichten mehr mit diesen alten Kram gibt. Es kam ja in den 70er Jahren nur zur massenhaften Vernichtung alter Filmbänder, weil die Kaufleute - nicht nur der BBC - es sich nicht vorstellen konnten, dass es eines Tages massenhaft Leute gibt, die sich Filme und Serien auf Super8, VHS, DVD, Download oder sonst wie kaufen. Gleichzeitig dürfen sie die Erwartungen von Fans und Kaufleuten nicht in den Himmel wachsen lassen.


    Aus Sicht der Kaufleute von BBC-Worldwide düfte sich die Geschichte der regulären Doctor-Who-Classic-DVD-Veröffentlichungen mit dem Ende der monatlichen Releses und der Auflösung der zuständigen Redaktion bei 2Entertain erledigt haben. Teile des Restauration-Teams arbeiten nun für das BFI und haben z. B. an den aktuellen Relesen von "Out of this World" und "Out of the Unknown" mitgewirkt und dafür gesorgt, dass Sydney Newmans SF-Reihe aus abgeschlossenen Geschichten ohne Doctor Who-Bezug einen angemessenen Rahmen bekam. Für zukünftige Doctor Who-Classic-Releses gilt vermutlich der gleiche kaufmännische Verhandlungsstand wie für die alte Reihe der Classic-DVD-Releses im Sommer 1998.


    Was 2015 bei BBC-Worldwide in Sachen Classic-Who in Großbritannien tatsächlich erscheinen wird, weiß bei der BBC wahrscheinlich im Moment noch niemand. Egal was an alten Folgen nun wieder aufgetaucht ist oder nicht. Ich werde mich überraschen lassen. Ach ja. "Out of the Unknown". Die jetzt zum Jahres Ende 2014 veröffentlichen Folgen galten lange als verschollen. Erst 2006 wurde bekannt, dass einige Folgen irgendwie im Archiv von Radio Bremen überlebt haben. Nachdem sich Restauration und Rechteverhandlungen ewig hinzogen, hatte schon kaum jemand mehr daran geglaubt, dass es tatsächlich eines Tages zu der DVD-Veröffentlichung kommt. - Nur so als Leitfaden, was uns mit Classic-Doctor-Who eventuell noch an Wartezeit ins Haus steht.

    Wenn ich mich recht erinner hat ein (verstorbener deutscher Top-) Manager mal gesagt:


    "Wer mit 20 kein Sozialist ist, der hat kein Herz. Wer mit 30 noch Sozialist ist, der hat keinen Verstand."

    Seit es Menschen gibt, werden diese irgendwann mit dem Problem konfrontiert, dass man nicht alle Träume, Ziele, Ideale usw. im Leben erreichen kann. Dies ist eine der zentralen Herausforderungen mit denen Politiker, Theologen und Philosophen seit ewigen Zeiten konfroniert werden, neben der Frage nach dem Sinn des Lebens als ganzes. Einige, wie m. W. der heilige Augustinus meinen sogar, in Wahrheit wäre der Weg selbst das eigentliche Ziel und damit der Sinn des Lebens. - Endgültig und perfekt ist ohnehin nur der Tod.


    Zitat

    Jenseits der 30 angekommen glaube ich mittlerweile, dass es mehr Idealismus erfordert Kompromisse zu machen, als auf seiner Meinung stur zu beharren (und dabei gar nichts zu erreichen).

    Das ist in meinen Augen nur der Unterschied zwischen Idealismus und Rechthaberei.


    Ein gewisser Niccolò Machiavelli, sicher kein Gutmensch, meinte dazu. Ideale wären wie Sterne am Himmel. Sie wären unerreichbar weit fern, aber ohne sie verlöre man auf dem freien Felde im Dunkel der Nacht die Orientierung und kommt nirgendwo an. - Anmerkung: Zu Machiavellis Zeiten gab es noch keine Straßenbeschilderung oder gar GPS.



    Auch oft zitiert ist dieses Gebet...


    Herr, gib mir die Kraft, jene Dinge zu ändern, die ich ändern kann.
    Herr, gib mir die Kraft, jene Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann.
    Herr, gib mir die Weisheit, die einen Dinge von den anderen rechtzeitig zu unterscheiden.

    2.) Irgendwas interessantes?

    Zu den Gerüchten um den Omnirumor hat dieser Artikel fast keinen Bezug, aber zum ursprünglichen Thema des Threads.


    Richard Molesworth ist keiner der Leute wie Phil Morris, die sich auf die Suche nach verlorenen TV-Episoden gemacht haben, sondern einer, der ein Buch über diese Leute schrieb. Alles was er über den Omnirumor denkt und weiß, läßt sich m. E. zwischen den Zeilen des letzten Absatzes herauslesen.


    Der Artikel ist sehr interessant aber irgendwie auch deprimierend.

    Nun ja. Ich sehe es eher so, dass er die seit Monaten immer wieder wild ins Kraut schießenden Gerüchte wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt, in dem er das Basiswissen zum Thema in Erinnerung ruft.


    Wichtigste Fakten:


    Die originalen Aufzeichnungen der TV-Sender von den Erstaustrahlungen auf Magnetband dürften, was die Schwarz-Weiß-Ära angeht, vollständig verloren sein. Die Bänder sind entweder schon in den 70er Jahren bewußt vernichtet worden oder sie sind inzwischen in einem Zustand, dass sie kaum noch abspielbar sind.


    BBC Enterprise als Vorläufer von BBC WorldWide ließ jedoch von jeder BBC-Sendung drei bis sechs Kopien auf 16mm-Film herstellen, für den Export. Die Anzahl der Kopien hing davon ab, wieviel Nachfrage von BBC Enterprise erwartet wurde. Die Kopien wurden an ausländische Sender auf Zeit vermietet. Einige dieser Kopien kehrten nach einiger Zeit zurück und wurden vom BBC Archiv vernichtet, andere gingen schon auf der Reise von Sender zu Sender verloren. Manche davon tauchten später wieder auf. Vom Wie handelt Richard Molesworths Buch.


    Was aus den Negativen der 16mm-Filme wurde, weiß Richard Molesworth nicht. Es ist allerdings sehr wahrscheinlich, dass sie nicht mehr existieren. Die ersten "Schatzsucher" begnügten sich damit, die Akten der BBC durchzugehen, die leider sehr unvollständig sind und die Sender, welche mal Kopien gemietet hatten, zu fragen, ob diese Kopien vielleicht noch in ihrem Besitz sind. Phil Morris soll der erste "Schatzsucher" sein, der auf die Idee kam, auch mal vor Ort nachzusehen. Was manchmal nicht ganz ungefährlich ist.


    Es gibt noch drei weitere Quellen, wo Kopien auf 16mm auftauchen könnten. Die erste Variante wäre, dass ein sehr gut situierter privater Sammler sich private Kopien von der BBC hat herstellen lassen. Dazu findet sich verständlicher Weise nichts in den Akten von BBC Enterprise und es war extrem teuer. Kein solch ein Fall ist bisher im Zusammenhang mit Doctor Who belegt. Die zweite Variante ist, das sich Mitarbeiter Kopien von BBC Enterprise ähm organisiert haben und in ihrem privaten Archiv auf dem Dachboden aufbewahrten. So war es wohl bei den beiden 2011 aufgetauchten Folgen. Drittens lieferte die BBC auf Nachfrage auch Kopien an große Non-Profit-Organisationen wie Kirchen, Universitäten und das britische Militärfernsehen. Ian Levine folgte 2012 als erster einer solchen Spur und fand einige Kopien im privaten Besitz, die ursprüglich für das Militärfernsehn der britischen Soldaten in Fernost erstellt wurden.

    Mir hat das Treffen am Samstag auch wieder viel Freude bereitet,


    und trotz der Absagen und der schwierigen Bahnverbindungen waren wir ein Dutzend Leute. Wovon wenige als die Hälfe aus Hamburg kam. Radioactivman hatte nicht einmal die längste Anreise, sondern Chirocco plus Begleitung. Wobei die allerdings nicht allein wegen dem Stammtisch in Hamburg waren.


    Doctor Who spielte diesmal meinen Eindruck nach eine überraschend kleine Rolle in den Gesprächen. Einzige mir in Erinnerung gebliebene These: Die Nethersphere beruht auf Time Lord-Technologie und ist damit entweder eine Kopie der Matrix aus "The Deadly Assassin"/"Trial of the Time Lord" oder gar diese selbst. Wenn der Doctor seit dem TV-Movie mit dem Eye of Harmony in seiner TARDIS unterwegs ist, warum soll dann der Master in seiner TARDIS nicht die Matrix verstaut haben? Nur was wären die Konsequenzen...

    Ich kann eh nicht kommen, habe ich gerade festgestellt, frühstens wäre ich erst nach vier Uhr da, weil ich die einzige vernünftige Zugverbienung wegen meiner Arbeit verpassen werde.

    Also Pünktlichkeit ist eine Zier, notfalls gehts jedoch auch ohne ihr. Das Treffen geht länger als eine Stunde ... Wer sich etwas später dem Stammtisch anschließen möchte, darf dies gern. :)