Beiträge von Scharfschütze

    Wo kam jemals bei den Time Lords Sexualität vor? Ihre Darstellung erinnerte immer eher an eine asexuelle Gemeinschaft.

    Romana gibt sich betont weiblich und der Doctor oft genug deutlich männlich. Das schließt Bisexualität natürlich nicht im Mindesten aus, aber eindeutig passen sie in die klassischen Verhaltensweisen von Männern und Frauen des 20. Jahrhunderts.


    Wären alle Timelords bi, dann hätten wir das längst erfahren.

    Ja, es wäre egal. Würde man die Timelords heute in die Serie einführen und sie so schreiben, würde sich niemand aufregen. Wäre dann halt so.
    Nachdem wir die Timelords allerdings von Anfang an als eine Gesellschaft mit aus unserer Sicht "klassischer" Sexualität kennengelernt haben, sollte man das nicht mehr umschreiben. Es gibt dafür keinen Grund, außer Fangruppen zu befriedigen. Und das ist ein schlechter Grund.

    m Forum wurde vermutlich der Gruselgedanken (passend zu Halloween) noch gar nicht angesprochen: Angenommen, der Master konnte wirklich sämtliche menschlichen "Seelen" auf der Erde einfangen, haben wir dann auch Adric als Cyberzombie gehabt? ;) Oder grenzt die Afterlife-Glaubenssache das abschließend ein? ;)

    Es gibt Dinge, die würde auch der Master nicht tun. Dass Adric tot zu bleiben hat, da sind sich alle im Whoniversum einig.

    Wenn Danny tot bleibt, dann kriegt diese Folge von mir ein merkwürdiges "gut".
    Ich bete wirklich zum allmächtigen Moffat, dass er im Special dahingehend keinen Scheiß macht.


    Storytechnisch war das hier natürlich ein bisschen dünn. Eine Erklärung, wo das ganze Metall für die Kybermänner herkam, muss ich überhört haben. Ansonsten wäre das wirlich sehr dumm geschrieben.
    Auch ansonsten war das jetzt keine überragende Geschichte.


    Aber die Charaktere und einige alleinstehende Szenen waren absolut fantastisch.
    Die Szene zwischen der Mistress und Osgood war mit das großartigste, was es an einzelnen Momenten in der Serie je gegeben hat. So perfekt geplant, einfach witzig und genial gespielt von Michelle Gomez.


    Ähnliches glt für die letzte Szene von Clara und dem Doctor. Ich hoffe ja immer noch, dass das mit den beiden weitergeht. Perfektes Tardisteam, hab ich das schon mal erwähnt seit letzter Woche?

    Life of Brian ist ja nun mal auch wirklich harmlos, ich verstehe die Aufregung absolut nicht.


    Wir hatten das Fach "Philosophieren mit Kindern", bzw. später "Philosophie" für die, die wie ich nicht am Religionsunterricht teilnahmen. Das war echt sehr in Ordnung, wir haben da echte Texte aus der Weltgeschichte gelesen und drüber gesprochen. Ich betrachte das im Nachhinein als sinnvoller als ich es damals tat, während ich das ganze über mich ergehen ließ.
    [Bei Quizduell weiß ich zumindest, wer John Stuart Mill war. :D]


    Und um beide Themen zusammenzubringen:
    The Philosopher's Drinking Song

    Scharfschütze: Das der Master sich einen Tarnnamen gibt, der aber irgendwie von "Master" abstammt, ist aber schon seit Delgado Tradition.

    Na klar! Er wollte dort aber auch immer seine Identität verschleiern. Begründet werden konnte dies, insbesondere bei der Master-Pertwee-Staffel, indem der Doctor ihn sonst sofort erkannt hätte.
    Hier ist es aber sinnlos, weil die Mistress ja an sich schon Verschleierung genug ist. Der Doctor hat es bis zum Ende nicht auf dem Schirm gehabt.


    Ist jetzt kein großer Punkt, aber mir wäre eine Benennung des Charakters als Mistress von Anfang an ehrlicher vorgekommen von produktionstechnischer Seite aus.

    Zur Folge:
    Gut, aber nicht überragend. Bin auf den zweiten Teil gespannt. Hoffe, wir sehen keinen Kitsch und keine Daleks. Und auch auf die Gefahr hin, mich wie eine Dauerschleife anzuhören: Clara und der Doctor sind das perfekte Tardis-Team.



    Zu den Diskussionen:


    1 Verständnisprobleme bei einigen Zuschauern


    1.1 St. Pauls ist St. Pauls und nicht irgendein Gebäude, als das sich die Mistress-Tardis verkleidet. Ihre Tardis haben wir noch nicht gesehen, wobei aus den Setfotos zu entnehmen ist, dass eine gute Chance besteht, dass es sich um eine der roten Telefonzellen handelt. Da hat Radioactiveman Recht.


    1.2 "3W" steht für "Three Words" und nicht "Three words starting with W". Die drei Worte wurden eindeutig als "Don't cremate me" benannt.



    2 Master, Mistress, Missy


    2.1 Moffat hat das Überraschungsmoment über eine konsequente Benennung der Figur als "Mistress" gewählt. Das finde ich schade und schlecht. Durch das Mysterium um den Charakter konnten im Verlauf der Staffel weniger eindeutig typische Verhaltensweisen der klassischen Master gezeigt werden, was ich als wertvoller als die Überraschung in dieser Folge empfunden hätte.


    2.2 Was die Fanfick-Spacken machen, bleibt abzuwarten. Solange die mir nicht auf den Sack gehen und ihren Dreck da veröffentlichen, wo ich mich aufhalte, soll es mir egal sein. Allerdings bin ich der Meinung, dass solche Überlegungen keine sein sollten, die sich ein Showrunner zu machen hat. Der hat eine vernünftige Geschichte zu erzählen und nicht auf solche Dinge zu achten.


    2.3 Dass der Master hier als weibliche Reinkarnation auftaucht, stinkt für mich etwas zu sehr nach genau dem Eingehen auf Fangruppenwünsche, das ich gerade eben abgelehnt habe. Die Folge wäre nicht im mindesten anders gelaufen, wenn es sich um die Rani oder eine andere böse Timelady gehandelt hätte. Ich hoffe stark, da kommt nächste Woche noch was, was die Verwendung spezifisch des Masters rechtfertigt.


    2.4 Die Darstellerin ist richtig gut. Ihre Interaktion mit dem Doctor und dem Doktor war richtig schön und passt zu einem klugen, berechnenden und stilvollen Bösewicht. Da fällt auch die Kussszene rein.


    2.5 Wie sich das alles entwickelt? Time will tell, it always does.

    Lieblingszitat?
    “The world is indeed comic, but the joke is on mankind.”
    ―H. P. Lovecraft


    Großartig. Da denkt man, man kennt inzwischen das meiste von ihm und dann liest man doch wieder was neues.


    Herzlich willkommen! :)

    Ich finde es schrecklich, wie das wichtige Thema der Frauenrechte von einigen sehr lauten, sehr dummen und fanatischen Menschen völlig diskreditiert wird. "Rape Culture", "Gamer Gate" und ähnliches sind absolut lächerlich und sollten eigentlich nicht ernst genommen werden.


    Gibt es im Alltag viele Männer, die absolut gruselig, plump und aufdringlich gegenüber (attraktiven) Frauen sind?
    Ja.
    Sollte man denen zeigen, dass sie gruselig und dumm sind?
    Ja.
    Soll man daher sexistische Gesetze erlassen und zum Beispiel bei Vergewaltigungs-Verfahren vor Gericht die Beweislast umkehren, wie es oft zumindest indirekt gefordert wird?
    Nein. Und wer das will, ist dumm.


    Um die Probleme westlicher Frauen mit Sexualisierung etc. kann und soll man sich kümmern. Solange aber in einigen Ländern der Erde und einigen Parallelgesellschaften hier bei uns Frauen institutionell unterdrückt werden und Männer über sie verfügen wie über Vieh, sollte das Hauptaugenmerk des modernen Feminismus darauf liegen, diese Zustände mit allen Mitteln zu beseitigen.

    Ok, zu der Folge kann ich nur wenig sagen:


    Ein Vergleich mit Fear Her ist für mich schwierig, weil ich mich an die glücklicherweise inzwischen nicht mehr wirklich erinnere. Das hier war aber nicht schmerzhaft.


    Über die wissenschaftlichen Aussagen sollte man nicht nachdenken, da passt diese Geschichte sehr gut zur Mond-Folge. Allerdings hatten wir hier bessere Dialoge.


    Die Auflösung, an der der Doctor praktisch nicht beteiligt ist und diesen Umstand sogar zur Kenntnis nimmt, fand ich ganz ok. Die Kinder waren verhältnismäßig auch ganz ok. Kann ich aber drauf verzichten.


    Und wenn nächste Woche keine Erklärung für die wieder auftauchende Schwester am Ende kommt, wird das schwache "gut" zu einem sehr schwachen "Durchschnitt".

    Und wieder eine verdammt gute Episode. Nach letzter Woche war ja zu erwarten, dass es kein Reinfall wird, aber meine Erwartungen sind allermindestens übererfüllt. Auf inhaltliche Details will ich nicht eingehen, sondern mich etwas auf unsere Hauptcharaktere beschränken.


    Clara ist der mit großem Abstand beste Companion in NewWho und braucht sich auch vor den besten Classic- Companions nicht zu verstecken. Selten wurde eine Person in dieser Serie so vielschichtig in verschiedene Richtungen charakterisiert wie sie. Und sie macht tatsächlich echte Entwicklungen über mehrere Folgen durch, wie dies bei Amy und Rory nur in den besten Zeiten und bei den Begleitern davor seit 2005 überhaupt nicht zu beobachten war.
    Die immer mehr zum Vorschein kommende Harmonie mit dem Capaldi-Doctor verstärkt den positiven Eindruck, den ich von allen beiden habe.


    Der Doctor selbst hat sich inzwischen voll gefunden. Ganz klar zeigt sich, dass er ähnlich wie ein Hartnell oder Colin Baker seinen Charakter teils kalt und für den Zuschauer unverständlich agieren lässt, was aber am Ende nur großartigen Tiefgang und eine Aufrechterhaltung der Spannung verursacht.


    Angesichts diesen Traums von einem Tardis-Team ist es nicht verwunderlich, dass einige die anderen Charaktere in der Folge als blass empfinden. Der U-Bahn-Fahrer und die Arbeiter waren genau solche Leute, wie sie immer in dieser Serie herumlaufen. Man erfährt vielleicht ein bisschen was über sie, aber sie sind halt Mittel zum Zweck für die Handlung.
    Neben dem Doctor und Clara kann sowas zur Zeit kaum bestehen, wenn man sich nicht, wie letzte Woche geschehen, explizit die Aufgabe stellt, diese Nebencharaktere massiv auszubauen.

    Jägerschnitzel sowohl als auch. Ein gutes Stück Fleisch mit Pilzen ziehe ich der frittierten Wurst zwar vor, aber auch diese kann, besonders kombiniert mit Nudeln und Tomatensauce ganz lecker sein.
    Besagte Tomatensauce ist dann aber nicht unter Verwendung von tatsächlichen Tomaten, sondern mittels Tomatenmark, Wasser und Saucenbinder zu fabrizieren. Passt besonders, wenn abendlich schon einige Biere konsumiert wurden.


    Und ich kenne Sachsen, die anders könn(t)en. Schrecklich ist es trotzdem. Wobei Schweizerdeutsch mir mehr weh tut und Schwäbisch für mich nicht besser zu verstehen ist als jede beliebige asiatische Fremdsprache.

    Ooooder aber sie hatten tatsächlich eine göttliche Eingebung. Das wird nicht in allen Fällen so gewesen sein, aber in dem ein oderen anderen möglicherweise schon. Das musst du natürlich nicht glauben. Aber können könnte es.

    Es könnte alles sein. Es könnte sein, dass hinter dir momentan ein Einhorn ist, welches in dem Moment verschwindet, wo irgendjemand es wahrnehmen würde. Ist dieses Einhorn plausibel? Sind die Wahrscheinlichkeit für seine Existenz bei 0,5?


    Wer die Existenz eines Gottes postuliert, sollte dies evidenzbasiert begründen können. Und das gilt besonders, wenn man die Gesellschaft auf Basis dieses Glaubens formen möchte.


    Und immer noch finde ich es super, dass praktisch jeder religiöse Mensch absolut kein Problem damit hat, dass gerade er das Glück hatte, in die richtige unter allen Religionen hineingeboren worden zu sein.

    ... und jeder Christ/ Jude/ Moslem, der gegen das Steinigen von Homosexuellen ist, hat damit ganz klar bewiesen, dass seine Moralvorstellungen eben nicht aus dem alten Testament kommen. So wie es sein sollte, habt ihr eure eigenen Vorstellungen und euren eigenen Gerechtigkeitssinn, für den ihr kein Wort Gottes braucht. Und das ist auch gut so. :)

    Nur ganz kurz, weil manche Begriffe zu oft falsch verwendet werden. Danach jeweils ein paar Sätze zu den wichtigstens Punkten in dieser Diskussion.


    Agnostizismus sagt etwas über den tatsächlichen Wissenstand aus. Demnach sind wir, was die Existenz Gottes angeht, alle agnostisch, da ein zweifelsfreier Nachweis der (Nicht-)Existenz desselben nicht möglich ist.
    Atheismus ist das Fehlen eines Glaubens an einen Gott. Atheismus ist nicht die Überzeugung, dass es keinen Gott gibt.


    Ich sehe mich als Atheisten, weil es keinen Grund gibt, die Existenz eines Gottes anzunehmen. Dazu kommt, dass nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft dieses Universum genau jene Eigenschaften besitzt, die man von einem Universum erwarten würde, das nicht für uns geschaffen ist und keinen Erschaffer benötigt.


    Darüber hinaus ist der Wunsch nach der Existenz eines (persönlichen) Gottes für mich weitestgehend nicht nachvollziehbar. "Es ist der Wunsch, dass es eine unanfechtbare und unveränderliche Autorität gibt, die einen für Gedankenverbechen verurteilen kann, während man schläft. Ein himmlisches Nordkorea." (Frei übersetzt nach Christopher Hitchens)
    Jeder Gott, der diese Eigenschaften prinzipiell nicht besitzt, wie er zum Beispiel von "Deisten" postuliert wird, hat keinen Einfluss und ist im Endeffekt für alle wichtigen Belange mit der Nichtexistenz Gottes gleichzusetzen.


    Viele Menschen setzen den Glauben an einen Gott mit dem Glauben an ein Leben nach dem Tod gleich. Ob dieses überhaupt erstrebenswert ist, will ich gar nicht diskutieren.
    Bewusst machen sollte man sich aber, dass es sehr wohl keinen Gott geben könnte und trotzdem ein Leben nach dem Tod, ebenso wie einen Gott und keines. Ein existierender Gott könnte auch einen guten Sinn für Humor haben, und einfach alle Bösen in sein Paradies lassen und die guten verbrennen.


    Die Religion ist eine Macht für Böses in der Welt. Dabei rede ich von heutigen Verbrechen und heutigem Hass, da die Verfehlungen beispielsweise des Mittelalters niemandem heute angerechnet werden können.
    Und wer mir erzählen will, dass wir ohne göttliche Offenbarung Gut von Böse nicht unterscheiden könnten, beleidigt sich selbst und sollte sich schämen.


    Zuletzt möchte ich jedem religiösen Menschen, der derselben Religion angehört wie seine Eltern, herzlich gratulieren. So viel unverschämtes Glück, gerade in die eine von tausenden Religionen geboren werden zu sein, die richtig liegt, ist schon bemerkenswert.