Beiträge von ZeiTechse

    Sehr schön, das Detektivtrio wieder in Aktion zu sehen. So langsam scheinen sich die drei zu einer verlässlichen Größe zu entwickeln, vielleicht sogar so ähnlich wie U.N.I.T. in der Gegenwart. Der Perspektivenwechsel am Anfang gefällt mir sehr gut - zwar wird schon bald der Bezug zum Mentor hergestellt, aber trotzdem dürfen die drei erstmal alleine nach seinen Methoden vorgehen. Und uns zeigen, wie es von außen aussieht, wenn eine doktorische Unternehmung gründlich schief gegangen ist. Whoops... Na, dazu hält man sich schließlich Verbündete. ;)


    Die Rückblende ist hübsch gemacht und der Film-Stil passt thematisch sehr gut. Interessant finde ich, dass der Doktor anscheinend damit experimentieren wollte, wie diese Oswinoide zur vorherigen wird. Neben der zu erwartenden Erklärung, wie das TARDIS-Team in diese missliche Lage gekommen ist, wird auch das Optogramm halbswegs erklärt - das Gift, das aus der normalen Haut ein hartes, rotes Zeug macht, macht also auch die Augen-Hornhaut zu einem belichtbaren Film. Hmja, kann man gelten lassen.


    Jennys Kampfeinlage ist genau richtig dosiert - genug, um ihre Fähigkeiten zu beweisen, aber nicht ganz die klischeehafte "(sexy) Superkämpfer gegen den Rest der Welt"-Nummer, die ich befürchtet hatte. Stattdessen wird die Sache realistischerweise abgebrochen, als zu viele Gegner gleichzeitig auf sie losgehen, und das Problem wird durch einen Überraschungsangriff mit der Laserkanone ausgeräumt. Awwwww, endlich darf Klein Straxie wieder das ausleben, wozu er gezüchtet wurde ^^. Echt goldig, wie er sich dabei freut, bevor er wieder wie gewohnt ausgebremst wird. Aber dafür darf er dann zum Schluss nochmal auf die Drahtzieherin der ganzen Sache schießen.


    Besagte Drahtzieherin ist eine Fanatikerin, die mit religiöser Weltuntergangs-Propaganda Leute für ihre Zwecke einspannt - oooh, solche hasse ich besonders gern. Abgesehen davon hat die Dame auch noch Chemie und Ingenieurwesen im Angebot und verkörpert damit den klassischen verrückten Wissenschaftler, der nicht nur ein verdrehtes Weltbild im Kopf hat, sondern gefährlicherweise auch das Fachwissen und die Mittel, um dieses umzusetzen. Dabei fällt mir gerade auf, wie selten man eine weibliche Variante dieses Archetyps sieht - umso besser, dann wirds ja mal Zeit.


    Gerade im Umgang mit Ada lässt sie auch keine Gelegenheit aus, um sich möglichst unsympathisch zu präsentieren. Das auf Folgsamkeit trainierte Töchterchen wird werbewirksam präsentiert, wobei bereits Mamas Fixierung auf oberflächliche Schönheit erkennbar wird, ist aber aufgrund des Makels nicht gut genug für die Utopie. Aber die Drecksarbeit darf sie gerne erledigen, und die Giftdosis wird selbstverständlich auch an der entbehrlichen Ressource getestet, die außerdem noch eine praktische Geisel abgibt. Tss, so viel zum Thema Brutpflegeinstinkte, das gibt garantiert Sympathiepunkte bei einem ehemaligen Großvater.
    Obwohl Mrs. Gillyflower anscheinend durchaus zu Fürsorge fähig ist, was ihren viel nützlicheren Knuddelparasiten betrifft. Der irgendwie nicht ganz zum Schönheitsideal passt, anhand dessen sie ihre Pilger auswählt, aber nunja, streng genommen passt das Viech ins Kindchenschema...


    Kein Wunder, dass Ada letztendlich so austickt und mit dem Stock erst auf ihre Erzeugerin und später auf die Kreatur losgeht, die dieser deutlich mehr am Herzen lag. Dass sie der Sterbenden nach dem brutalen, aber wohlverdienten Sturz ausdrücklich nicht verzeiht, ist ein beruhigendes Zeichen dafür, dass sie sich endlich aus der Gehirnwäsche befreit hat.
    Damit braucht sie auch kein Monster mehr, und während Vastras Team die Aufräumarbeiten übernimmt und der Klient nochmal das tun darf, was er am besten kann xD, begeben sich die Zeitreisenden wieder zurück in die Gegenwart, wo zwei etwas zu aufmerksame Nebencharaktere auf eine Mitfahrgelegenheit warten...



    Wieder ein Folge, die mir bestens gefallen hat. Die Story war spannend, Vastras Team hat schön dazu beigetragen und ein bisschen frischen Wind mitgebracht. Das Setting, die Gegenspielerin und ihre Tochter haben mir gut gefallen, und zu guter Letzt wurde die Folge mit hübschen Kleinigkeiten garniert - der Anspielung auf Tegan, dem running gag mit dem Klienten oder auch sowas Albernem wie dem TomTom-Navi. Ergibt summa summarum ein "super".

    Um den Hausfrieden zu gewährleisten, soll sich Clara mit der TARDIS vertraut machen – nur dummerweise zur falschen Zeit am falschen Ort. Autsch, armes Schiffchen. :(
    Wieso der Anfänger-Modus beinhaltet, dass die Schilde ausgeschaltet werden, verstehe ich zwar auch nicht, allerdings hatte der Doktor ja schon vorher seine ganz eigene Vorstellung davon, wie die TARDIS zu fliegen ist. Muss also nicht unbedingt logisch sein.


    Sympathisch, mit welcher Brachialgewalt die Bergungscrew ihren Fund inspizieren geht – an intakter, verwertbarer Beute scheint ihnen ja nicht sehr viel zu liegen. Bewundernswerter Geschäftssinn. Na, immerhin reicht der noch für die Entscheidung, den Kram wieder zu entsorgen, nachdem sich die Sache als zu heiß und unrentabel herausstellt. Was freundlicherweise direkt vor dem Eigentümer diskutiert wird.


    Die Rekrutierung der Rettungsmannschaft ist großartig. Erst ein paar leere Versprechungen, um sie in die Falle zu locken, dann kommen der Heimvorteil und ein eiskalter Bluff zum Einsatz. Hehe, wenn es um Schiff und Schützling geht, ist mit dem alten Mann eben nicht zu spaßen.
    Was den liebenswerten Captain allerdings nicht davon abhält, durch einen drolligen Mangel an Weitsicht zu glänzen. Sie sind in einem kaputten Schiff eingesperrt, dessen Innenleben offensichtlich nicht den erwarteten Gesetzmäßigkeiten gehorcht, während angeblich die Selbstzerstörung läuft... Was tut man da? Richtig, man schlachtet schonmal Systeme aus, von denen man keine Ahnung hat. Wenn er wenigstens die Absicht gehabt hätte, mit etwas technischem Halbwissen die Kontrolle über das Schiff zu bekommen... Aber diese stumpfe Profitgier riecht nach Darwin Award. :rolleyes:


    Die Räume und Phänomene in der kaputten TARDIS sind genau das, was ich mir erhofft hatte. Auf der einen Seite haben wir ganz normal wirkende Orte wie die Abstellkammer oder die Bibliothek, auf der anderen Räume und Korridore, die sich neu erschaffen, umsortieren und sogar phasen-verschoben den gleichen Platz einnehmen. Das Ganze ist gefüllt mit exotischen Alien-Technologien, wie dem flüssigen Lexikon und dem Replikatorbaum, und gespickt mit Zeit-Echos aus beiden Richtungen. Was will man mehr?


    Murphy's Gesetz, natürlich. Wenn man schon mal die TARDIS kaputt macht, dann so richtig. Also geht es nach der quasi-glücklichen Wiedervereinigung gleich weiter durch das gefährliche surreale Terrain. Wodurch der einzige vernünftige „Gast“ bald in die Situation kommt, einen Arm opfern zu wollen, was einem Androiden ja nicht weh tut. Im Gegensatz zu... äh... den Schmerzen, die er durch die Treibstoffleitung erleidet? Upps... Gerade, wenn man glaubt, Captain George könnte nicht tiefer sinken, erfährt man den Hintergrund zu dieser billigen Lüge. Nööö, ich kann mir echt nicht vorstellen, wieso Papi Van Baalen andere Pläne zur Kommandostruktur hatte.


    Die Auflösung zu den Zombies gefällt mir sehr gut – keine blinden Passagiere, keine komischen Arbeitsdrohnen, keine Leichen im Keller, sondern „nur“ die grausige Zukunft, die die Truppe hier erwartet. Simpel und makaber. Warum die plötzlich bösartig sind? Nun, vielleicht weil sich die höheren Hirnfunktionen mit den zugehörigen Zellen verabschiedet haben und nur noch animalische Instinkte übrig bleiben. Der Versuch, diese Zeitlinie zu verhindern, macht auch halbwegs Sinn – wenn keine verbrannten Zombies entstehen, kann niemand von verbrannten Zombies in der Kammer eingeschlossen und zu verbrannten Zombies werden. Ist zwar auch wieder ein Paradoxon, aber was haben sie jetzt noch zu verlieren? Laut der fünften Staffel ist sowieso alles im Eimer, wenn die TARDIS explodiert.


    Der in der Explosion eingefrorene Antrieb ist sehr schön dargestellt. Überraschend friedlich, traumhaft unwirklich und gleichzeitig absolut entmutigend. Dagegen hilft tatsächlich nur noch ein dicker, fetter Reset-Knopf – und der ist diesmal einer der Besseren, der auch ordentlich vorbereitet wurde. Immer wieder angesprochen, nach und nach auf der Hand entzifferbar, und mit dem letzten Puzzleteil macht es plötzlich Sinn, dass die Fernbedienung schon an Bord gekullert ist, als die TARDIS noch draußen im All hing. Also, ich persönlich fands schick.


    Ach ja, und dann wäre da noch Claras Literaturrecherche, die sie praktischerweise wieder vergessen hat. In einem Buch, das offen in der TARDIS-Bibliothek ausgestellt ist, kann man mit ein bisschen Blättern also Informationen über des Doktors Identität finden, die niemals nie unter keinen Umständen enthüllt werden darf. Na, das nenn ich mal Top Secret... Okay, natürlich muss man erstmal an Bord kommen, und vielleicht ist diese Ecke normalerweise gar nicht für Begleiter freigegeben. Aber trotzdem wäre ich als Doktor mal sicherheitshalber mit dem Edding drüber gegangen. ;)
    Dass er das nicht getan hat, könnte allerdings auch darauf hindeuten, dass der Name allein tatsächlich wertlos ist und die entscheidenden Hintergrundinformationen besser versteckt sind. Oder vielleicht ist all das Theater um den Namen ja auch nur eine Ablenkung, damit eventuelle Schnüffler sich für den Teilerfolg auf die Schulter klopfen und das größere Geheimnis übersehen? Oooder der Name im Buch ist schlichtweg gelogen. So viele Authoren kommen sowieso nicht in Frage, und mindestens einem Kandidaten wäre sowas zuzutrauen... Dann könnte der falsche Name im Buch auch als Warnsignal dafür dienen, dass jemand unbequeme Nachforschungen anstellt...
    Denkansätze für diesen Handlungsstrang sind auf jeden Fall gegeben.



    Also, ich war mit der Folge rundum zufrieden. Mich stört der Reset hier gar nicht, auch wenn es um die überfällige Erkenntnis zu Claras Normalität schade ist. Ich durfte ein alienhaftes Alien-Schiff bestaunen, in dem Raum und Zeit Kopf standen, ich durfte mir Sorgen um das Ausmaß der Schäden machen, ich durfte über Zombies rätseln und mich davor gruseln, wie sie entstehen sollten, ich durfte über doofe Schrottsammler den Kopf schütteln. Also gebe ich der Folge ein „super“.

    Diesmal hat sich der Doktor also eine Geistergeschichte ausgesucht, um weiter über Clara zu recherchieren. Das Medium ist ein wenig Standardkost, dafür finde ich den ehemaligen Geheimagenten interessant, der über die "Geister" seiner eigenen Vergangenheit zu diesem Beruf gekommen ist. Die philosophischen Gespräche sind gut, die Liebesgeschichte etwas vorhersehbar, aber auch in Ordnung.


    Die Spurensuche quer durch die Erdgeschichte ist großartig - ich bin immer froh, wenn das Zeitreisen für mehr genutzt wird als nur für die Ankunft am Hauptschauplatz. Nachdem dann die SciFi-Erklärung gefunden wurde, gibt es eine hübsche Flickschusterei aus Psi-Kräften, Alien-Technologie und ganz banaler Kletterausrüstung. Und heh, da hat wer gleich zwei Classic-Anspielungen abgestaubt, um sie beiläufig einzustreuen... Aber okay, ein Hypnose-Kristall in Verbindung mit Empathie ergibt irgendwie Sinn. ("Planet of the Spiders" hab ich noch nicht gesehn, aber ich hatte gleich wieder den kollateral geschädigten Brigadier aus "The Green Death" vor Augen. ^^)


    Das Taschen-Universum ist sehr schön gemacht. Faszinierend, dass die richtige Lichtstimmung, ein Blick auf die Sterne und ein paar atmosphärische Kleinigkeiten reichen, um ein nebliges Waldstück in eine dem Untergang geweihte Welt zu verwandeln. Das Echo-Haus und das bizarr gestaltete Monster tragen ebenfalls gut zur unwirklichen Stimmung dort bei.
    Während Frau Tacorian dann in Sicherheit gebracht wird, erkennt der Doktor den Grund für eines der Spuk-Elemente, reagiert mit typisch doktorischer Begeisterung... und verpasst den Anschluss. Okay, klettern wäre ohne Seil sowieso schwierig geworden, aber das Timing ist fies. Und die plötzliche Stille unterstreicht den Moment hervorragend.


    Jepp, ganz auf sich allein gestellt in einem fremden Universum festzusitzen, das in bald in sich zusammenfallen soll, sowas ist eindeutig beängstigend. Schon ohne den mysteriösen Stalker, vor dem man sich nirgends verstecken kann. Brrr.
    Und nach der Cloister Bell zu urteilen, ist auch das alte Mädchen offensichtlich nicht glücklich darüber, dass der liebe Dieb/die wichtige Systemkomponente außer Reichweite ist. Was aber noch nicht heißen muss, dass man sich sofort selbst ins Verderben stürzt, also darf Clara schon wieder erfolglos an der Tür rumrütteln. Hm, so langsam könnte diese Version auch mal einen Schlüssel gebrauchen... Hätte die TARDIS dann eigentlich immer noch ein Veto-Recht?


    Nett, dass das Voice Interface wieder Verwendung findet, um das mit dem Regenschirm rumkleckernde Menschlein erstmal über die Risiken aufzuklären. Nunja, vier Sekunden könnten doch reichen, um mal kurz durch zu flitzen und ihn aufzuschaufeln, denk ich mir noch... Und tatsächlich, kaum ist das Wurmloch auf, tut das Schiffchen genau das!
    :bouncy: Woohoo! Genial.


    Nachdem die Geistersache geklärt ist, kann der Doktor die geplanten Informationen einholen, ist aber schon wieder nicht mit der Antwort zufrieden. Nichts gegen Gründlichkeit, aber ich verstehe echt nicht, wieso er so hartnäckig daran zweifelt, dass diese Clara normal ist. Wenn sie bis jetzt nichts Ungewöhnliches an sich hat, dann kommt das eben später in ihrer Zeitlinie - der Böse Wolf, dessen unsterbliches Nebenprodukt oder der letzte Zenturio haben schließlich auch so angefangen. Tss, denk doch mal vierdimensional, Time Lord.


    Bleibt nur noch das Monsterpaar. Eigentlich gefällt mir gut, wie sie den anderen Teil der Geister-Phänomene zur Geschichte beitragen und gleichzeitig völlig harmlos sind, aber dass die Auflösung zu diesem Handlungsstrang so knapp in den letzten Minuten abgehandelt wird, ist schade. Auch wenn im Grunde alles gesagt ist, etwas stromlinienförmiger hätte man das schon gestalten können.



    Insgesamt eine stimmungsvolle und sehr abwechslungsreiche Folge. Das Ende liegt mir etwas quer im Magen, weswegen ich eigentlich keine volle Punktzahl geben will. Andererseits ist es ja im Grunde schon in Ordnung, und dafür waren andere Stellen echt toll... Ein paar aber auch nur neutral... :10: Hmmmpfff... So richtig entscheiden kann ich mich immer noch nicht, aber dann wird es halt ein "gut".

    Hach, es geht doch nichts über vernünftiges, vertrauenswürdiges Personal. Und schon bricht auf dem U-Boot die Hölle los, in die noch ein weiteres Alien mit Anhang mitten hinein stolpert. Schön zu sehen, wie blitzschnell sich der Doktor an die Situation anpasst, und da die Mannschaft sowieso nichts zu verlieren hat, kann man auch genauso gut erstmal auf den Verrückten hören.
    Sobald ein bisschen Ruhe einkehrt, wird natürlich genauer untersucht, was für komische Vögel da zufällig zeitgleich mit der Katastrophe aufgetaucht sind – verständlich, und eine Taschendurchsuchung beim Doktor ist immer wieder nett.


    Etliche Elemente der Story sind sehr typisch – angefangen damit, dass sich die TARDIS mal wieder pflichtbewusst vom Schauplatz verdrückt, damit die Sache nicht zu einfach wird. Man hat einen Kriegstreiber, der im Konflikt mit dem vernünftigen Kommandanten steht, das „Monster“ wird während dem angespannten, aber zivilisierten Gespräch von den Menschen attackiert, und der Kriegstreiber schlägt dem Feind eine Allianz vor, um seine eigene Haut zu retten und endlich ein bisschen Action zu provozieren. So weit, so vorhersehbar.


    Interessant wird es eher bei den Kleinigkeiten. Zum Beispiel, dass der Doktor diesmal gleich die Karten auf den Tisch legt, weil ja sowieso jeder das Zeitschiff in Aktion gesehen hat. Die analytische Zerlegung der Soldaten war auch mal was Neueres, irgendwie mag ich die Idee – schön makaber, aber gleichzeitig billig umsetzbar und halbwegs jugendfrei, da man sich die blutigen Details selbst ausmalen darf.


    Was mir gut gefällt, sind einige der Charaktere. Der Captain hält schön die Balance zwischen nachvollziehbarem Misstrauen und der Fähigkeit, gute Ratschläge zu erkennen und anzunehmen. Dass er dagegen ist, den einzigen Experten für die Verhandlung zu gefährden, spricht ebenfalls für ihn.
    Sehr sympathisch ist mir der Professor mit seiner abgeklärt-sarkastischen Einstellung gegenüber der Lage. Besonders nett ist, wie er sich um die schockierte Clara kümmert und versucht, sie vom sinkenden U-Boot, dem drohenden Atomkrieg und den zerlegten Soldaten abzulenken. Und was interessiert ihn an der Zukunft am Brennendsten? Seine Lieblingsband. ^^ Er ist genau der Typ, den man gerne als coolen Onkel, Opa oder Lehrer haben will.
    Auf der anderen Seite ist der gefährliche, rachsüchtige Alien-Krieger im Grunde auch nur ein Wesen wie du und ich, das in der falschen Zeit aufgewacht ist, seiner Tochter nachtrauert und letztendlich doch mit sich reden lässt. Stolz und dickköpfig, aber nicht unvernünftig. Ich wundere mich nur, mit welcher Treffsicherheit die Russen ausgerechnet den berühmten Kriegshelden ausgegraben haben, statt über einen beliebigen Fußsoldaten zu stolpern. Naja.


    Schließlich geht es mit dem schicken Eiskrieger-Schiff zurück an die frische Luft, und es bleibt nur noch das Problem, wieder zum eigenen Transportmittel zu gelangen. Dass die TARDIS-Crew per Anhalter reisen muss, ist mal erfrischend anders... Aber irgendwie tun mir die armen Soldaten Leid, die vorerst mit einem schnell gelangweilten Time Lord in einer Blechbüchse festsitzen müssen... ;)



    So weltbewegend fand ich die Folge nicht, aber im Grunde war sie ganz in Ordnung. Stimmung und Charaktere waren zwar schön, nette Ideen waren dabei, aber auch nichts allzu Besonderes. Insgesamt bewegt sich die Story irgendwo zwischen „gut“ und „Durchschnitt“, und pendelt sich schließlich doch bei Letzterem ein.
    (Oh, und besten Dank für die Erinnerung an all die Classic-Wissenslücken, die ich noch schließen wollte. Erst die Great Intelligence, jetzt ein Ice Warrior... *seufz*... Ich komm doch schon kaum mit den aktuellen Folgen hinterher...)

    Das Nachforschen am Anfang gefällt mir sehr gut - ein sinnvoller Einsatz der Zeitmaschine und ein netter Einblick in den familiären Hintergrund des Neuzugangs.
    Bleibt nur die Frage, ob der Doktor die anderen Versionen auch so durchleuchtet hat, oder ob nur bei dieser Clara Gewissheit besteht, dass sie ein normaler Mensch ist... sonst wäre die einfachste Erklärung, dass er gerade das Original gefunden hat, das erst durch die Reisen in der TARDIS irgendwie die anderen verursacht.


    Der Markt voller Aliens ist sehr schön lebendig, bunt durchmischt und exotisch. Auch toll, dass es unbedenkliches Alien-Obst als Imbiss gibt, dass ohne Einmischung der TARDIS in einer Fremdsprache geplaudert werden darf und dass der Doktor zur Abwechslung wieder bei bester Laune ist. Zusammen mit dem Ausblick auf die Ringe ist also alles dabei, was ein Erdling beim ersten Ausflug so braucht.


    Gut passt auch, wie sich die Quasi-Nanny um Merry kümmert, selbst wenn man schon ahnt, dass hinter der Flucht mehr als nur Lampenfieber steckt. Wie man später erfährt, wusste die Kleine ja offensichtlich schon, dass sie eventuell als Futter herhalten muss...
    Allerdings werden nunmal keine Leute verfüttert, wenn der Doktor ein Wörtchen mitreden kann, und schon gar keine kleinen Kinder.
    Positiv finde ich, dass alle drei irgendwie zur Lösung beitragen. Merry liefert das Hintergrundwissen und beruhigt das Publikum, indem sie vom Aufwachen singt, als wäre alles Teil des Plans. Der Doktor liefert die Vorspeise für den gierigen Gott und Clara gibt ihm den Rest mit dem Blatt, das seit letzter Folge bereit liegt... so weit, so gut. Auch die Erklärung, dass es unendlich viel mehr "was wäre, wenn" als sentimentale Erinnerungen gibt, leuchtet ein.


    Nur von der Umsetzung her ist es ziemlich dick aufgetragen, wie der Doktor zur hoffnungsvollen Choruntermalung der Grimassen schneidenden Schädelsonne all seinen angesammelten Frust entgegenschreit. Dazu kommt, dass das Seele-Fressen offenbar nicht so gefährlich ist, wie es vorher dargestellt wurde - die Lightshow löst zwar Gegenstände auf, aber dem Doktor scheint abgesehen von der Erschöpfung nichts passiert zu sein, obwohl alles so aussieht, als ob der Fressvorgang bei Claras Ankunft schon beendet war. Ging es also nur darum, die Fotoalben und Familienerbstücke der Leute zu retten? Oder ist das wieder mal das "Time Lord hält mehr aus"-Phänomen?


    Wie es mit den Anwohnern weitergeht, nachdem ihr Gott und die uralten Traditionen schlagartig weg sind, interessiert auch keinen mehr - wichtig ist nur noch, dass sie Clara den Ring zurück geben. (Irgendwie hatte ich die Folge über erwartet, dass die Brille irgendwann als Zahlungsmittel herhalten muss - aber sooo selbstlos ist der alte Mann dann auch wieder nicht ;) )



    Tja, wie bewertet man sowas... Die Atmosphäre allgemein hat mir gut gefallen, das Gesinge etwas weniger, aber es war okay. Die Story um den mehr-oder-weniger-Gott war nicht allzu neu und der Abschluss hatte Schwächen, dafür hat sich das Thema Geschichte(n) und Erinnerungen als roter Faden durchgezogen und die Auflösung hat dazu gepasst. Die Sonnenmimik war albern, aber auch irgendwie drollig. So wirklich begeisternde Momente wie letztes Mal gab es nicht...
    Ich sag mal, es ist ein "Durchschnitt".

    Der Folgentitel ist diesmal seeehr losgelöst vom Thema, aber der Moment der Erkenntnis wars wert, ein wenig veralbert zu werden. Dass der Doktor sich nach dem euphorischen Aufbruch an Weihnachten schon wieder zurückgezogen hat, ist ernüchternd, wird aber durch das Prequel etwas entschärft.
    Kaum hat er dann die nächste Oswinoide gefunden, läuft er auch schon wieder Gefahr, sie zu verlieren - was selbstverständlich nicht zur Diskussion steht. Über das planlose auf-der-Tastatur-rumklimpern sehe ich mal hinweg und freue mich lieber über die fürsorgliche Betreuung, gewürzt mit ein bisschen weltfremdem Keks-anfressen und Blatt-chemisch-analysieren.


    Der Twitter-Witz passt wie die Faust aufs Auge des Social-Network-Zeitalters.
    Dass das gleich als Indiz für ihre Computerkenntnisse herhalten muss, fand ich zuerst ziemlich blöd, allerdings könnte die Situation auch so interpretiert werden, dass Clara vorher nicht einmal mit der Nutzung des Internets Erfahrung hatte, also auch dessen gesellschaftliche Phänomene nie genau beobachtet hat. Wäre ja durchaus möglich, auch in ihrer Generation. Genau genommen stellt sie erst danach fest, dass sie sogar alles über Computer weiß... Jetzt ärgere ich mich nur noch darüber, dass sie ihre Hacker-Fähigkeiten auf die leichte Tour bekommen hat.


    Die Flugzeug-Attacke war gut gemacht - dass Miss Kizlet auf subtiles Vorgehen pfeift, wurde ja vorher schon gezeigt, und dass der Doktor nicht zulassen kann, dass ein Flugzeug ins Wohngebiet kracht, ist auch vollkommen logisch.
    Nach dieser stressigen Einlage geht es weiter mit einem gemütlichen Frühstück, finanziert durch eine spontane Zaubershow und sehr schön damit begründet, dass die Verfolger sich die Nacht um die Ohren schlagen mussten. Welches Risiko der heutige Internet-Exhibitionismus mit sich bringt, ist genial in die Geschichte eingebunden, auch weil Claras Mitarbeiter-Suche eine hübsche Parallele zur TARDIS-Suche der Gegenseite darstellt.
    Mich wundert nur, dass der zum Kaffee-Holer degradierte Doktor seinen Schützling nicht warnt, dass ihre Position aufgeflogen ist. Immerhin schaut er gleich nach ihr, aber wieso verliert er kein Wort darüber, dass direkt nebenan Leute ferngesteuert werden? Und wieso versucht sie überhaupt nicht, vor dem Löffelkopf zu fliehen, sondern bleibt wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen?


    Aber danach wird es gleich wieder besser, als sich mal wieder ein Gegner über das Bürschlein amüsiert, das garantiert keine Bedrohung darstellt. (Und ein Motorrad soll nicht zu ihm passen? Pfff, wenn die wüsste, was der schon alles an Fortbewegungsmitteln ausprobiert hat...)
    Die Antigrav-Funktion war eine nette Überraschung, und die Enthüllung, dass der Eindringling bequem seinen Kaffee schlürft, während die Motivationshilfe ihre Arbeit tut, war schlichtweg perfekt. Auch die praktischen Schieberegler von vorher fügen sich schön ins Bild ein, und für die Aufräumarbeiten sind natürlich die gewohnten Verbündeten zuständig.


    Sehr interessant finde ich, dass Herr Schneemann hinter der ganzen Sache steckt - sieht ganz so aus, als ob da ein deutlich engerer Zusammenhang mit Clara besteht, als das Weihnachtsspecial vermuten ließ. Es bleibt auch weiterhin spannend, da die Great Intelligence ungehindert fliehen kann,
    und zurück bleibt nur einen Haufen verwirrter Schachfiguren, die keiner verantwortlich machen kann - allen voran, wie beim letzten Mal, ein fehlgeleitetes Kind. Autsch, jetzt tut mir die Dame echt Leid...



    Diese Folge hatte viel, das mich schlichtweg begeistert hat - geniale Wendungen, schöne Zusammenhänge, tolle Dialoge und viele nette Kleinigkeiten am Rande. Clara gefällt mir bisher ganz gut, und es ist auch beruhigend, dass diese Version etwas weniger flirtet, sondern eher tadelnd auf vermeintliche Anmachen des verrückten Mönchs reagiert. Mal sehn, wie lange das hält.
    Im Endeffekt erhält diese Folge ein "super".

    Der Doktor im Ruhestand, weil sich das Universum einen Dreck darum schert, wie oft er es rettet und ihm zum Dank erneut die Familie genommen hat... Verständlich, aber gleichzeitig Besorgnis erregend. Nun ja, immerhin hat er sich mit der Wolke einen echt schönen Rückzugsort ausgesucht und bleibt in der Nähe von Freunden, die ihn im Auge behalten. Und so ganz kann er ja auch wieder nicht die Finger vom Ermitteln lassen. Ist nunmal spannend, wenn Erinnerungen Schneemänner hervorbringen können, und ein kleines bisschen scheint er auch zu bedauern, dass er nicht wie üblich die Gelegenheit zum Anfreunden nutzt.


    Clara ist definitiv eine interessante Persönlichkeit - bodenständig, frech und aufgeweckt, aber gleichzeitig fähig, eine vornehme gesellschaftliche Fassade aufzubauen. Das Geflirte hätte man meinetwegen etwas runterschrauben können, aber irgendwie passt es auch zu ihrem Charakter... Nur die Knutschattacke geht dann doch zu weit.
    Das Ein-Wort-Verhör ist toll geschrieben. Mir gefällt, wie Madame Vastra ihre eigene Einleitung um die Ohren fliegt, und Claras abschließende Botschaft ist klasse. Nicht genug damit, dass die Schnee-Situation recht gut zusammen gefasst wird - sie trifft auch noch ganz aus Versehen genau den wunden Punkt. :lach: Puh, ich dachte schon, ich wäre paranoid, weil ich hinter dem unzugänglichen Gewässer was Symbolisches vermutet hatte.


    Wachgerüttelt durch diesen merkwürdigen Zufall ist der Doktor also wieder im Einsatz. Komplett mit abstruser Trotteltarnung, Scharfsinn beim Fachgebiet und lässig beiläufiger Umgebungskontrolle. Oder anders ausgedrückt, wieder voll in seinem Element - egal, wie sehr er sich auch dagegen sträubt, das zuzugeben. Wie er sich über sein eigenes Verhalten wundert, ist drollig anzusehen.
    Ebenfalls drollig ist Strax nebendran mit seinen herrlich durcheinander gewürfelten Äußerungen. Menschlein werden mit einem Mix aus Höflichkeit, Drohungen und Beleidigungen beruhigt, seine übereifrigen Angriffspläne sind schön bekloppt, und trotzdem darf er ab dem Angriff aufs Haus auch mal zeigen, dass er zu mehr taugt als nur zum Pausenclown.


    Der Regenschirm-Test für Clara ist genial. Auf der einen Seite darf man selber ein bisschen rätseln, ob der Doktor tatsächlich einen Plan hat oder doch nur durch die Gegend stolpert, auf der anderen Seite darf die potenzielle Begleiterin ihre Qualifikation beweisen, indem sie in Todesgefahr logische Schlüsse zieht und das Ganze mit kessen Sprüchen garniert. Damit wären wir also am Ziel - der Doktor ist wieder der Alte, hat eine neue beste Freundin gefunden, offiziell in der TARDIS einquartiert mit Schlüssel und allem drum und dran...
    ... und kaum guckt er weg, wird sie vom Monster of the Week gekillt. Whoah, das ist ein neuer Rekord.


    Zum Dank dafür kriegt Simeon ein nettes Schächtelchen, das selbstverständlich nicht das enthält, was er erwartet - mit dem Wurm hatte ich allerdings nicht gerechnet. Schick. Während Strax' chaotischer Safari hatte ich mich noch gefragt, wieso ein gewisser Telepath plötzlich Hilfsmittel braucht, um einem Menschen das Gedächtnis zu löschen, wobei die einfachste in-universe-Erklärung wohl ist, dass ihm diese Methode zu persönlich für Fremde wäre. Besonders wenn er neue Bekanntschaften vermeiden will.


    Die Great Intelligence in Simeons Körper hat einen herrlichen B-Movie-Charme. Total albern anzusehen, aber irgendwie gefällts mir. Nur Madame Vastra blamiert sich hier etwas - wenn sie wirklich Erfahrung mit dem Schwert hat, sollte sie zuerst die Klinge und erst danach ihren Körper in Schubs-Reichweite bringen. Na, ein Glück, dass Time Lords ein bisschen mehr Kälte vertragen als unsereins...
    Natürlich darf an Weihnachten die Familien-Botschaft nicht fehlen, also wird Claras Arbeitgeber noch dazu erzogen, seine Kinder zu knuddeln. Bringt ein bisschen Schmalz in die Folge, aber die Erklärung, dass der Großteil des Schnees am Haus rumlungert und davon telepathisch umprogrammiert wird, ist in sich stimmig.
    Zuletzt noch schnell die beiden Soufflé-Bäckerinnen zweifelsfrei in Zusammenhang bringen, ein kurzer Blick auf die dritte Version, und die Bühne ist bereit für die Clara-Ära.



    Mit dieser Folge bin ich rundum zufrieden. Es sind geniale Einfälle und Wendungen drin, schöne Emotionen mit plötzlichen Umschwüngen, nette Gags, und Gegner, die von knuffigen Raubtieren über um sich schlagende Zombies bis hin zum manipulativen Strippenzieher alles abdecken.
    Wirklich zu bemängeln habe ich nichts, von daher ein "super".

    *Staub von Notizen pust* Bevor heut das Staffelfinale kommt, sollte ich endlich mal die Bewertungen loswerden, die sich in der Zwischenzeit bei mir angestaut haben. Los gehts...


    ----------------------------------


    Das Buch und alles, was sich daraus entwickelt, gefällt mir sehr gut. Fängt erstmal harmlos damit an, dass der Doktor auf eine Romanfigur abfährt, die rein zufällig den Vornamen seiner Angetrauten trägt - hehe, jede Wette, dass die ihr Werk mit purer Absicht so yowza-würdig gestaltet hat. Der Schockmoment, als sich die Realität ins Lesevergnügen mischt, ist gelungen, ebenso wie das parallele Mitlesen, um Treffpunkt und Orientierungshilfe zu organisieren. Die ins Schriftliche verlagerte Rivalität ist ein netter Gag, und die Vasen-Kommunikation ist sowohl witzig als auch schlau gelöst.


    Der dritte Aspekt ist die Vorauslese-Problematik, die prinzipiell sehr gut erklärt wird. Vor den Kaptitel-Titeln, die leider doch zwei böse Spoiler enthalten, stellt sich noch für die Extra-Portion Grausamkeit - äh, erzieherische Botschaft - heraus, dass Amy durch fahrlässigen Umgang mit der Informationsquelle nicht nur irgendwas, sondern ihr liebes Töchterchen kaputt gemacht hat. Whoops...
    Leider ist die unausweichliche Zukunft selbst nicht mehr so sauber begründet. So, wie es dargestellt ist, hat Amy ja nur die Diskussion gelesen, aber nicht den tatsächlichen Vorgang, und die Frage, wessen Handgelenk nachgiebiger ist, hätte sich sowieso gestellt... Amy hat zwar bewirkt, dass jetzt keiner mehr auf die Idee kommt, überhaupt nach einer anderen Lösung zu suchen, aber das ist eher psychologisch bedingt. Naja, wenigstens lässt sich daraus ein schöner trügerischer Hoffnungsmoment machen.


    Die Heilung sieht sehr simpel aus, hätte nicht gedacht, dass der Doktor sowas kann... Aber es wird wohl die gleiche Art Energietransfer sein, mit der River ihn damals wiederbelebt hat. Die nötige Infrastruktur müsste bei ihr ja noch vorhanden sein.
    Dass sie sich wegen den Almosen so aufregt, find ich etwas unfair, allerdings macht es Sinn, dass die Professorin mittlerweile immer deutlicher zu spüren kriegt, wie vergänglich sie ist. Schließlich weiß jede Doktor-Version, auf die sie ab jetzt trifft, was der Karrierefortschritt über ihre Lebenserwartung aussagt. Dass das nur indirekt mit Alterserscheinungen zu tun hat, darf sie ja erst später erfahren.


    Die Verbindung zwischen dem van-Statten-Verschnitt und der Engel-Speisekammer ist ein bisschen wackelig, irgendwie fehlt mir da was. Besteht überhaupt eine Verbindung, oder ist er nur zufällig in diese Sache verwickelt? Weiß er, dass er die Engel dort drüben und im Keller füttert, oder merkt er nur, dass dabei Leute verschwinden? Ein bisschen klarer hätte man das schon machen können, der Wechsel zwischen den beiden Schauplätzen fühlt sich ziemlich abrupt an.
    Aber auf jeden Fall kriegt er, was ihm zusteht :) - irgendwie siehts niedlich aus, wie die steinerne Dame gemütlich mit ihrer Tasche reinspaziert...


    Währenddessen rennt die Familie in einen weiteren Spoiler, der Rorys Schicksal besiegelt. Nun jaaa... Streng genommen haben sie ja nur gesehen, wie er endet, aber nicht, was dazwischen passiert. Meine Idee in dem Moment war, dass er durchaus fliehen und in Ruhe weiterleben könnte, so lange man ihn irgendwann vor seinem Ende in dieses Zimmer zurück bringt. Rivers Vortex-Manipulator käme ja durch die Zeitverzerrungen durch, es müsste also nicht zwingend ein Paradoxon ergeben. Und was die weitere Verfolgung anbelangt - sobald er sich zur TARDIS durchgekämpft hätte, wäre es für die Engel doch eigentlich wirtschaftlicher, einfach den nächstbesten Passanten von der Straße aufzusammeln. Es wird zumindest nichts erwähnt, dass der Zenturio aus irgendeinem Grund Sonderstatus hätte, er war halt als unbeobachteter Kaffeeholer ein leichtes Ziel.


    Soweit die Theorie. Aber da der Fluchtweg sowieso abgeschnitten ist, ist diese Haarspalterei gleich wieder hinfällig und es bleibt nur das Paradoxon übrig. Die ganze Selbstmord-Szene ist sehr gut durchargumentiert und nachvollziehbar für diese beiden Charaktere - Rory darf mal wieder zeigen, wie toll er mitdenken kann, und dass Amy keinen Bock auf ein Leben ohne ihn hat, wissen wir schon seit der Traumwelt.
    Zurück bleibt ein furchtbar geschockter Schwiegersohn, der seinen Schützlingen hilflos hinterherschreien darf und dann entsprechend erleichtert ist, als alle wieder wohlbehalten auf dem Friedhof sitzen. Da, wo sie hingehören - denn vor lauter Erleichterung vergessen alle Beteiligten, das frisch gerettete Engelfutter im Auge zu behalten. Seelische Grausamkeit vom Feinsten, die Aussicht auf einen friedlichen Familienausflug war auch zu schön, um wahr zu sein.


    Dass River vollkommen hinter Amys Entscheidung steht und die ganze Situation ein bisschen besser wegsteckt, ist logisch. In eine ungewisse Vergangenheit überzusiedeln ist schließlich noch harmlos gegen das, was die selber für Sweetie anstellen würde.
    Nur das Gerede, dass Amy einen Fixpunkt schafft, verstehe ich nicht - die Grabstein-Inschrift, auf die sie abzielt, sagt alleine nur aus, wann und wo die beiden beerdigt sind, aber nicht, was in ihrem Leben noch passiert. Dass ihre neue Heimatepoche für die TARDIS unerreichbar ist, liegt am vermurksten Zeitgefüge dort und nicht an irgendeinem Ablauf, der eingehalten werden muss. Gleiches Ergebnis, aber falsche Begründung.


    Tja, das wars dann also mit der Familie - Römer weg, Klein Amelia weg, aber wenigstens bleiben die jeweiligen Ehepaare zusammen. Das Nachwort ist ein schöner Einfall, weil es einerseits den nötigen Trost spendet und andererseits den Kreis zum unbekümmerten Picknick vom Anfang schließt. Dass der Doktor die Lesebrille erbt, ist auch irgendwie nett. Bei den gezielten Spoilern für das wartende Mädchen weiß ich nicht ganz, was ich davon halten soll - aber nachdem Amys Leben sowieso schon so chaotisch ist, macht das auch nicht mehr viel aus.



    Joa, anders als bei der Klappsmühle hat Moffat diesmal sein Versprechen gehalten - die Folge war hundsgemein. Ein verzweifelter Kampf gegen das Unvermeidliche, schön gespickt mit falschen Hoffnungen und Sackgassen. Auf der Charakterseite gibt es schon mal nix zu meckern, und ein paar nette Details waren dabei. Besonders die Parallelen zwischen den Pond-Mädels, sei es jetzt bei den Verschleiß-Erscheinungen oder dem Umgang mit den Ehemännern.
    Schade fand ich allerdings, dass all die zukünftigen Ereignisse als unausweichlicher dargestellt sind, als sie es nach der bisherigen Logik wären. Letzte Staffel haben wir und auch die Pond-Familie gelernt, dass man einen offiziellen Fixpunkt austricksen kann, so lange die sichtbaren Eckdaten beibehalten werden, aber hier fällt diese Erkenntnis komplett unter den Tisch.
    Weil Moffats vorherige Zeitspielereien irgendwie konsequenter durchdacht waren, zieht das dann doch die Bewertung runter und es gibt leider nur ein "gut".

    "The time the Doctor came to stay" ist ein bisschen überschaubar im Vergleich zur Invasionsdauer und dem siebenwöchigen Chaos-Urlaub, aber für seine Verhältnisse natürlich enorm. Die paar Momente, die vor der Rückkehr zum Weltrettungsmodus gezeigt werden, sind auch wirklich nett - wenn er schon nicht stillsitzen kann, macht er sich wenigstens im Haushalt nützlich, der gemeinsame Snack vor dem Fernseher ist sehr schön, und die Wii ist eine absolut logische Wahl für den Zappelphilipp.
    Niedlich ist auch der miträtselnde und pflichtbewusste Schwieger-Opa nebendran, der im Gegensatz zum Doktor absolut kein Problem mit Geduld hat.


    Wie die Vergänglichkeit der Begleiter über die Folge verteilt angesprochen wird, fand ich ebenfalls gut gemacht, auch wenn man im Grunde nichts Neues erfährt. Außerdem versichert der Doktor Brian (und wahrscheinlich sich selbst) überdeutlich, dass den Ponds garantiert nichts Schlimmes zustoßen wird, was dieser wiederum zum Schluss nochmal als Bitte aufgreift... Uh-oh, an die Wand gemalt ist der Teufel schonmal. Mir graut davor, was Moffat im heutigen Finale für eine Gemeinheit vorhat.
    Auf der anderen Seite hinterlässt ein gewisser verstorbener Freund seine Tochter als Ersatz, die nicht nur mit dem Doktor auf einer Wellenlänge liegt, sondern auch noch daran arbeitet, UNIT wieder in eine Doktor-kompatible Richtung zu lenken. Das nennt man wohl Kreislauf des Lebens. :)


    Die Grundidee hinter der Würfel-Invasion gefällt mir sehr gut - erst als trojanische Pferde an die passenden Orte tragen lassen und dann gleichzeitig verschiedenste Tests durchführen (der Ententanz war ja mal kreativ :lach:), um anschließend, wieder in effizienter Parallelverarbeitung, die Hauptaufgabe durchzuführen.


    Dass der Doktor sich dem Würfel aussetzt, während alle anderen sich in Sicherheit bringen sollen, ist ein bisschen dämlich. Ich weiß ja, dass er chronisch neugierig ist und im Notfall auch mehr aushält als die kleinen Menschlein, aber trotzdem ist es nicht sehr schlau, ausgerechnet den Experten unnötig zu gefährden. Als es dann hieß, die Würfel wären leer, war mein erster Gedanke, dass einfach nur irgendwas Unsichtbares drin wäre - es stünden schließlich genug chemische, biologische oder nanotechnologische Kampfstoffe zur Auswahl. Nun ja, immerhin bleibt der Doktor brav misstrauisch, auch wenn er nicht auf dieses Argument kommt.


    Die Defibrillator-Szene war einfach nur doof. Da protestiert er noch, dass das nicht bei Time Lords funktioniert (ist schließlich schon bei Menschen komplizierter, als das Fernsehen uns weismachen will), und dann geht es doch sowas von simpel. Ugh. Bei den Würfeln macht es schon wesentlich mehr Sinn, die sind immerhin die Technologie von höher entwickelten außerzeitlichen Aliens.
    Die Diskussion, ob die menschliche Seuche schützenswert ist, wirkt ziemlich lahm - im Grunde logisch, die Meinung des Doktors steht sowieso seit Classic-Zeiten fest und das Hologramm kann nicht wirklich darauf eingehen.
    Dass die anderen Testobjekte zurückgelassen werden, ist im Prinzip ein Problem mit der Priorität - erst wurden die drei durch das Hologramm abgelenkt (und wollten vielleicht nicht vor dessen Nase mit dem Versuchsaufbau hantieren), dann ging es darum, das Drittel der Erdbevölkerung rechtzeitig wiederzubeleben, und dass die Lösung das Schiff in die Luft jagt, kam dann zu überraschend, um noch irgendwen mitzunehmen.


    Das Abendessen zum Schluss war nett, des Doktors "Verständnis" dafür, dass seine Begleiter nicht mitkommen, war hübsch unsubtil, und dass Brian sie zur Abreise überredet, ist lieb, wenn auch etwas schmalzig gemacht. Das Voice-Over hätte ich dagegen nicht gebraucht, und der Kubik-Witz wirkt irgendwie künstlich.



    Nun denn, zum Fazit - schwer zu sagen. Es waren schöne persönliche Momente drin, die Invasion hatte viele gute Punkte, es gab schöne Gags, allerdings hatten beide Stränge auch Stellen, die einfach nur "meh" waren. Allen voran natürlich die Auflösung, die schon andere bemängelt haben.
    Im Vergleich zur vorherigen Folge gab es aber mehr klare Pluspunkte, also denke ich mal, ich gebe ein knappes "gut".


    So, die restlichen Seiten hier les ich nach dem Abendessen durch, dann folgt die grausame Wartezeit, bis ich morgen an das Finale rankomme...

    Nette Zitate dazu, dass Oswin und River ach so gleich sein sollen - also ist jetzt jede Frau, die selbstbewusst und sexy ist, automatisch River? Mal ehrlich...
    Darauf, mit dem Doktor zu flirten, hat sie auch kein Monopol - oder sind jetzt Jackie, Rose, Martha, Jack Harkness, Reinette, Nefertiti und zig andere aus den letzten Jahren auch alle River? Oh, und die Grapsch-Oma aus "The End of Time" natürlich.


    Dass die Dialoge gleich klingen, würde ich vorerst mal der Tatsache zuschreiben, dass beide vom selben Autor stammen. Soll vorkommen, dass Menschen einen bestimmten Stil mögen und der immer wieder durchsickert. Als wir hier an der Uni vor ein paar Semestern Computerspiel-Charaktere gebastelt haben, wurde auch jeder an ein anderes Mitglied des Designer-Teams vergeben, damit sie nicht zu ähnlich werden.


    Wobei es in diesem Zusammenhang auch bestimmt hilfreich ist, dass River eine Entwicklung vom durchgeknallten, psychopathischen Problemkind zur verantwortungsbewussten Professorin durchmachen muss. Kann schon passieren, dass sie auf dem Weg an unterschiedlichsten Charakterzügen vorbeikommt, die man auch in anderen Personen suchen und finden kann.



    Zum zweiten Teil - korrigiere mich, falls ich das falsch interpretiere, aber widersprichst du Pascals Prognose, dass das aggressive Verhalten des Doktors zum Arc gehöre, indem du belegst, dass eben dieser Arc existiert? Nur eben nicht als abgehackter Staffel-Arc (ich dachte, dieses Jahr gibt es offiziell keinen?), sondern als langfristige Charakterentwicklung. Irgendwie sehe ich nicht ganz, worauf du damit hinaus willst.


    Aber es freut mich, dass ausgerechnet du bei den Glühbirnen bodenständig bleibst.

    Zum Thema inkonsequente Gefährlichkeit macht es übrigens auch einen Unterschied, wer diese Bedrohung wahrnimmt - der Zuschauer oder die Charaktere?
    Anders als wir können die Stadtbewohner ja nicht sehen, dass auf seinem Cyber-Auge Warnhinweise eingeblendet werden, wenn Unschuldige in die Schusslinie geraten.
    Aus deren Sicht wirken die leeren Drohungen dann natürlich etwas glaubwürdiger.
    Allerdings wundert mich, dass die Aliens fast nie darauf hinweisen - gerade Jex weiß es aus erster Hand, und der Doktor erfährt es bei der Begegnung am Ei. Nun gut, zu vorsichtig sein ist im Prinzip besser als andersrum, es könnte ja theoretisch doch was an der Drohung dran sein...



    Kaptain Knotter:
    Der optische Eindruck als Argument dafür, ob etwas gefährlich sein muss? Das ist aber eine sehr oberflächliche Sichtweise. Verschiedenste Erdentiere stellen sich seit Ewigkeiten gefährlicher dar, als sie sind, um Fressfeinde abzuschrecken.
    Noch dazu reden wir von einem Universum, wo die Vorzeige-Killer mit Schneebesen und Gummisaugern bewaffnet sind und von einem komisch gekleideten Typen mit einer blauen Holzkiste in Schach gehalten werden - da halte ich das für gar keinen sinnvollen Maßstab.

    So in etwa hatte ich das auch im Kopf. Ich frag mich bloß, ob das irgend einen in-Universe Grund hat (z.B. eine Beschränkung durch den Time War) oder einfach nur daran liegt, dass die Autoren nicht gerne vierdimensional denken. Aber das gehört wahrscheinlich nicht mehr in diesen Thread...

    Was ich auch nicht gut fand. In dieser Folge erfuhr der Doctor nichts, was er nicht schon wusste. Es war nicht nachvollziehbar, dass er plötzlich diesen Schritt macht, da hätte einfach mehr passieren müssen. Er hätte zum Beispiel viel mehr Grund gehabt, das Reisen mit den Ponds zu beenden, als er erkannt hat, dass Amy durch die Verstrickung mit ihm nicht in der Lage war, ihr Kind aufzuziehen.

    Neues hat er zwar nicht erfahren, aber dafür wäre Amy um Haaresbreite mausetot gewesen, und das war dann eben der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
    Wohingegen Amy ihre Tochter in gewisser Weise tatsächlich groß gezogen hat - sie wusste es halt nur zu dem Zeitpunkt nicht. Ist zwar nicht optimal, aber immerhin ein Trostpreis. In dem Zusammenhang hatte er übrigens tatsächlich das Reisen und sogar den Telefonkontakt mit ihnen abgebrochen - genau das war ja der Grund, weshalb Leadworth plötzlich Kornkreise hatte...


    Und schon sind sie wieder dabei. Nachdem er sie kurz vorher (grundlos) in dem Glauben gelassen hat, er sei tot. Das ist mir einfach zu beliebig.

    Ich verstehe es so, dass er sich selbst nicht entscheiden kann, ob er sie aus Vernunft loslassen will oder sich nach ihrer Gesellschaft sehnt. Also hält er halt wieder Kontakt zu ihnen, nachdem die Katze aus dem Sack ist, und Kontakt halten bedeutet für ihn nunmal eher, dass er sie in der TARDIS mitnimmt, als dass er in deren Küche rumsitzt.


    Das alles wäre ja nicht so auffällig, wenn Moffat nicht immer so groß auf den Putz hauen und verkünden würde, dass alles anders wird. Und dann kommt eine Folge, und es hat sich irgendwie gar nichts geändert. Jegliche Änderung muss ich mir selbst zurechtbiegen oder als "zwischen den Folgen geschehen" zurechtphantasieren.

    Da gebe ich dir Recht - so dramatisch fand ich die angedrohte Veränderung, nachdem er die Wahrheit über River und Silence erfahren hat, auch nicht. Hier und da wird mal erwähnt, dass er nicht mehr so bekannt ist, aber wenn er weiter brav in Saloons marschiert und sich gleich mal als außerirdischer Doktor vorstellt, wird das nicht sonderlich lange halten. Und wenn man dann mit dem Zeitreise-Argument kommt, dass ihn einfach jeder für die Version vor Lake Silencio hält, hat er erst Recht einen Freibrief, um ganz normal weiter zu machen.
    Da kommt mir gerade wieder eine Frage in den Sinn - ist die Dalek-Zeitline eigentlich irgendwie mit seiner synchronisiert? Sonst ist deren Löschung auch hinfällig, sobald er auf Daleks aus einem Zeitraum vor Oswin trifft.


    Die sichtbaren Veränderungen - zum Beispiel, dass der Doktor aggressiver wird oder die Ponds weniger reiselustig werden - sind dann doch eher schleichend und fangen nicht unbedingt an den groß angepriesenen Wendepunkten an, sondern irgendwo dazwischen oder sogar lange davor. Sieht man ja hier an der Diskussion, wer jetzt die dunkle Seite des Doktors erfunden hat und was genau man als die dunkle Seite definiert.


    Bei Moffat habe ich leider das Gefühl, dass er Teil 1 – das Seltsame – dadurch zu erhöhen versucht, indem er den Zuschauer mit Kuriositäten zuschüttet. Es sind Kuriositäten, die oft nichts mit dem eigentlichen Geheimnis zu tun haben. Das macht es leider oft nicht besser. Das Seltsame wird mir zu oft mitgeteilt, nicht dargestellt, ein Verstoß gegen das "Show, don’t tell"-Prinzip. Da entdeckt der Doctor etwas Merkwürdiges, und der Doctor sagt: "Something ist wrong here. Very, very wrong!" Oder man wiederholt das Kuriose wieder und wieder. Zum x-ten Mal klingelt ein Telefon, und es fragt eine Stimme: "Are you my mummy?"

    Ausgerechnet dein "Are you my mummy"-Beispiel hatte sehr viel mit dem Geheimnis zu tun - die Telefonanrufe waren letztendlich der Hinweis darauf, dass das Gasmaskenkind Chula-Technologie verwendet, und die gesuchte Mami hat die genetische Vorlage geliefert, um den Schaden rückgängig zu machen.
    Und wenn du schreibst, in der soliden Folge findet man manchmal erst mit der Zeit heraus, was das Seltsame ist... nun ja, eine Möglichkeit dazu ist nunmal, dass etwas Kurioses viel zu oft auftritt. Da sehe ich weniger ein Problem drin. Irgendwie macht es doch Spaß, selber mit zu rätseln, was der tiefere Sinn von so einer Kuriosität ist oder wieso sich der Doktor an einer beiläufigen Beobachtung festbeißt.


    Die Gefahr wird in "A Town Called Mercy" leider nicht deutlich oder greifbar. Wir haben hier einen Cyborg, der keine Menschen töten will. Und wir sehen ihn auch immer wieder, wie er Menschen verschont, selbst nachdem er erklärt hat, nun auch unschuldige Opfer in Kauf zu nehmen. Auf diese Weise erzielt die Folge einfach keine glaubhafte Spannung, und es macht die klischeehafte Szene mit dem kleinen Mädchen umso ärgerlicher.

    Stimmt, als Bedrohung für die Stadt wäre das tatsächlich nicht das Wahre. Allerdings war es eine konkrete Bedrohung für eine bestimmte Person, und das zu lösende Problem in der Folge war eigentlich, ob man diese Person vor der Gefahr schützen soll. Dazu gabs immerhin ein paar schöne Dialoge, auch wenn bei der Antwort leider gemogelt wurde. Aber klar, der dramatische Cyborg-Auftritt in der Kirche hat eher wenig zu einer Antwort beigetragen.

    Zu den wiederkehrenden Elementen... Nu ja, Explosionen als Todesursache sind jetzt nichts, was ich in heutigen Serien als außergewöhnlich betrachten würde. Gerade wenn Schusswaffen und alles, wobei Blut fließen könnte, verpönt sind.


    Die Glühbirnen und Eier sind da schon eher was, das auffällig konsequent auftritt, die kann man ruhig mal im Hinterkopf halten.
    Wäre nett, wenn das einen tieferen Sinn hat, aber ich bin auch nicht böse, wenns tatsächlich nur Zufall ist.


    Bei den Verweisen auf Weihnachten glaube ich dagegen sofort, dass die mit Absicht platziert wurden, damit auch ja niemand vergisst, dass an Weihnachten ein Besetzungswechsel stattfindet.




    Tichy:


    Neulich erst kam bei Deep Space Nine die Folge, in der die Hauptdarsteller in Kirks Tribbles-Story hineinmontiert wurden, das klingt ziemlich ähnlich wie deine Theorie. Das kann ich mir auch hier sehr gut vorstellen - aktueller Doktor und aktueller Begleiter laufen durch das (teilweise nachgebaute) alte Setting, aktueller Doktor bleibt stehen und zieht aktuellen Begleiter zurück hinter die Häuserecke, alter Doktor und alte(r) Begleiter laufen vorbei und bemerken logischerweise nur das, was schon bei den damaligen Dreharbeiten im Bild war, und sobald sie weg sind, geht das aktuelle Gespann wieder dem eigenen Handlungsstrang nach.
    Beispiele dafür, wie man alte Dialogszenen neu zusammen fügen kann, sieht man auch immer wieder mal, also machbar ist sowas garantiert.


    Ob Moffat sowas machen würde, kann ich allerdings nicht einschätzen.

    Auf jeden Fall eine ernstere Folge. Die paar Albernheiten, die drin sind, waren ganz nett, etwa die Ankunft im Saloon (obwohl es mich wundert, dass der Doktor so bereitwillig zugibt, ein Alien zu sein), und auch der Gag mit dem transsexuellen Pferd hatte was. Was des Doktors Sprachkenntnisse betrifft, hätte ich aber gerne mal wieder ein Gespräch mit einer erwachsenen Person - ich fand schon die übersetzten Baby-Witze irgendwie doof. Aber nee, die olle TARDIS muss sich ja beim Übersetzen immer vordrängeln.


    A propos TARDIS - ein bisschen komisch fand ich es schon, dass der Doktor sie nach dem Zwischenstopp beim Ei nicht geholt hat, schließlich wäre es immer noch sinnvoll gewesen, einen Notausgang für die unbeteiligten Menschen bereit zu halten. Aber wahrscheinlich wollte er auch nicht unbedingt austesten, ob der Gunslinger ihn weiter in die falsche Richtung reiten lässt.
    Das Prinzip "gequältes Experiment wendet sich gegen seine Schöpfer" ist zwar nicht neu, aber okay. Ein Arzt operiert schreiende Patienten zu Tode - nicht gerade die Methode, die man aus seriösen Krankenhäusern kennt, was erklären könnte, wieso sich ausgerechnet Rory so schnell auf die Seite des Lynchmobs schlägt. Dass die Versuchskaninchen mit falschen Informationen geködert wurden, ist extra gemein, und irgendwie habe ich das dumpfe Gefühl, dass die Ausmusterung nach dem Krieg auch nicht darin bestand, die Maschinenteile schonend zu entfernen und die Ex-Cyborgs nach Hause zu schicken. So weit, so gewöhnlich.


    Selbstverständlich argumentiert Jex damit, dass im Krieg andere Regeln gelten, womit er dem Time-War-Veteranen aber absolut nix Neues erzählt. Unangenehme Entscheidungen treffen musste der Doktor auch schon unzählige Male, um all die Welten zu retten, die ständig auf ihn angewiesen sind. Als Jex ihm dann eiskalt unterstellt, dass er genau das nicht könne, denkt man sich schon beim ersten Satz, dass er gerade einen wunden Punkt trifft... Aber WHOA! :O Dass der Doktor so hochgeht, hatte ich nicht erwartet. Im Trailer rumbrüllen ist eine Sache, aber jemanden mit roher Gewalt aus der sicheren Zone zu schmeißen ist dann doch eine Stufe weiter... Und irgendwie gefällts mir. Ich kann auch das Argument gut nachvollziehen, dass ihm nach einem knappen Jahrtausend zwischen uneinsichtigen Verbrechern und indoktrinierten Soldaten so langsam die Geduld ausgeht - was nützen die tollsten Ideale, wenn das Umfeld partout nicht mitspielen will.


    Andererseits finde ich es auch beruhigend, dass er bei aller Wut und Brutalität trotzdem nicht so recht weiß, was er mit Jex anstellen soll. Kurz davor hat er noch versucht, dem Gunslinger seine Rachsucht auszureden, und zwischen den Brüllanfällen im Gefängnis durfte er sehr schön in seine eigenen Gedanken abdriften. So hoffnungslos ist er also noch nicht auf die dunkle Seite abgerutscht, da passt es auch, dass Amy ihn mit ein paar Sätzen wieder auf den Teppich zurück holen kann. Im Prinzip erinnert sie ihn ja nur an das, was er selber sonst zu vermitteln versucht, und es reicht ja schon, wenn sie ihn nur für den Rest dieses Abenteuers ruhigstellt. Das grundlegende Problem wird damit noch nicht behoben sein, besonders wenn die Ponds ihn danach schon wieder ohne Babysitter zurücklassen. Mal abwarten, wie sich das langfristig auswirkt.


    Isaac wirft sich natürlich dazwischen, als der Gunslinger zum Schuss ansetzt - passt zu seiner Charakterisierung, aber ich wundere mich, dass er ausgerechnet den Wildfremden zu seinem Nachfolger ernennt, der gerade eben außer Kontrolle geraten ist und Jex beinahe erfolgreich geopfert hätte. Seltsame Logik, aber seinen letzten Worten nach hat man das wohl als erzieherische Maßnahme zu verstehen, denn schließlich darf man einem Sterbenden ja keinen Wunsch abschlagen.
    Die Konfrontation mit den Stadtbewohnern... Hmm, irgendwie klingt dieses ganze "Gewalt erzeugt mehr Gewalt" ein bisschen gestelzt und klischeehaft, aber abgesehen davon finde ich es okay, wie der Doktor den Stadtbewohnern ihre Midnight-artige Einstellung ausredet. Ist schließlich schon schlimm genug, wenn er selbst sich als Scharfrichter aufspielt.
    Als er dann bei der Duell-Szene wieder zu seiner gewohnten "Waffe" zurückgekehrt ist, war ich ehrlich erleichtert, und das Verwirrspiel mit den Gesichtsbemalungen war dann auch wieder wesentlich doktorischer als der Rauswurf vorher.


    Schade fand ich dagegen, dass Jex sich selbst umbringt - wie jeder brave Verbrecher, der ein schlechtes Gewissen bekommt, damit sich bloß niemand mehr damit auseinander setzen muss. Schwupp, schon ist das lästige Dilemma erledigt, ob jetzt die Leichen im Keller oder die Verdienste für die Stadt schwerer wiegen. Die Begründung, dass durch sein Opfer keine Unschuldigen mehr ins Kreuzfeuer geraten, wäre zwar an sich gut - nur leider wird sie dadurch untergraben, dass die ganze Folge über gezeigt wird, wie viel Rücksicht Tek auf die Zivilisten nimmt. Selbst, als das Ultimatum abgelaufen ist, geht er nicht wie angedroht auf alle Bewohner los, sondern prüft weiterhin brav, ob er das richtige Ziel vor sich hat. Die einzige Ausnahme war das verwirrte Rumballern beim Schrauberangriff. Schön, man könnte argumentieren, dass Jex nur die Schreie gehört und das Schlimmste befürchtet hat, aber nachdem er selber weiß, dass die Cyborgs auf die Vermeidung von Kollateralschäden programmiert wurden...


    Wenn schon zwei Graustufen-Charaktere auf einander gehetzt werden, von denen einer bereut und der andere dessen Selbstmord als ehrenhaft anerkennen kann, noch dazu in einer Stadt mit betont symbolhaftem Namen, dann hätte man ruhig noch den letzten Schritt gehen und eine Art widerwilligen Waffenstillstand ausarbeiten können. Sie müssen ja nicht gleich heiraten, aber hier hätte sich schon eine Alternative zu Schema F angeboten. Immerhin bekommt der Cyborg ein neues Zuhause und eine Lebensaufgabe, aber sonst ist das Ende irgendwie langweilig.



    Tja, wie bewerte ich das nun... So wirklich unverzeihliche Fehler gab es nicht, aber abgesehen von der Entwicklung des Doktors auch keine echten Highlights. Die Lösung war brauchbar, aber billig, ein paar Stellen waren ganz gut, manches gehörte sowieso zur Grundausstattung und manches war mir einfach wurscht. Die Atmosphäre war okay, Isaac und die beiden Kahler waren okay - aber viel mehr auch nicht.
    Sieht nach einem "Durchschnitt" aus, für das "gut" reicht es nicht ganz.

    So, auch von mir noch "schnell" eine Folgenbewertung, bevor ich wieder an die Uni verschwinde.


    Ist mal eine interessante Abwechslung, dass der Doktor unbekannte Bekannte zum Abenteuer mitbringt, und im Grunde ist es auch logisch, dass er genug Auswahl hat, wenn er ständig überall Leute kennenlernt und in dieses Leben mit hineinzieht.
    Nefertiti ist schön selbstbewusst - gehört sich ja auch so für eine Herrscherin - und außerdem überraschend wehrhaft :thumbup: . Ich kann schon verstehen, dass Amy beeindruckt ist. Nur wie sie dem Doktor zu Beginn auf die Pelle rückt, geht mir gegen den Strich, aber das hängt wahrscheinlich auch damit zusammen, dass sie normalerweise das Sagen hat.
    Bei Riddell frage ich mich, wie ein chauvinistischer Jäger ins bekannte Begleiterschema passt... aber zumindest steigt er bereitwillig auf die Betäubungsgewehre um, ist also prinzipiell lernfähig.
    Und der arme, überrumpelte Brian gewöhnt sich zum Glück mit der Zeit an all den Blödsinn um ihn herum. Das Zeug, das er zufällig mit sich rumschleppt, ist merkwürdig praktisch, aber damit befindet er sich wenigstens in guter Gesellschaft mit dem Doktor.


    Dass die geteilte Gang parallel an zwei Enden ermitteln kann, gefällt mir sehr gut, und dass Amy als dienstälteste Begleiterin die Doktor-Rolle ausfüllt, liegt nahe. Auch wenn sich über die "einfach mal auf Knöpfe drücken"-Taktik streiten lässt... Die bringt schon oft genug das Vorbild in Schwierigkeiten, aber wo soll man auch sonst mit der Suche anfangen. Die Silurians als Erbauer der Dino-Arche machen Sinn, auch wenn ich mich nicht erinnern kann, dass bei ihnen je von Raumfahrt die Rede gewesen wäre. Naja, Menschen hocken ja auch größtenteils auf der Erde rum, während die Raumfahrt an einem geringen Bruchteil hängen bleibt.


    Nett fand ich, dass wir wieder etwas von Amys Begeisterung für alte Geschichte sehen. Nach Römern und griechischer Mythologie gehört also auch Ägypten dazu - na, kein Wunder, dass das Töchterchen Archäologin wird. Kann man sich gut vorstellen, dass Klein Amelia mit ihr neben Doktorgeschichten auch dieses Hobby geteilt hat.
    Rorys medizinisches Notfallset passt ebenfalls sehr gut ins Bild. Mir leuchtet vollkommen ein, dass er auch im Alltag seinen Beruf weiterlebt und sich entsprechend ausrüstet, besonders, wenn immer wieder gesundheitsschädigende TARDIS-Ausflüge dazwischen kommen.
    Schön, dass diese Details zu den beiden Charakteren konsequent aufgegriffen werden.


    Die Roboter waren erstmal ganz drollig, aber nach einer Weile hat man sich an die Art ihrer Sprüche gewöhnt und es ist nur noch Hintergrunddeko. Dass sie nur unbewegte Ziele in unmittelbarer Nähe treffen können, macht sie auch nicht unbedingt bedrohlich, aber immerhin wird es damit erklärt, dass Solomon sie billig bekommen hat.
    Dafür kann man sich wie immer darauf verlassen, dass der Doktor lustige Sprüche und Reaktionen liefert. Auch wenn ein paar Situationen dabei sind, die mich an seiner geistigen Gesundheit zweifeln lassen - vor allem, dass er zweimal die Klarstellung braucht, dass er die Familie unangemeldet verschleppt hat, oder die Knutschattacke auf Rory mit anschließendem Gemecker darüber, dass dessen Idee ins Leere gelaufen ist. Ich hab mich ja schon öfter gefragt, ob der alte Mann vielleicht doch langsam senil wird... ^^ Ist bei ihm manchmal schwer zu unterscheiden.


    Die Dinos haben mir gefallen, egal ob im Angriffsmodus oder friedlich mitten im Gang schlafend. Das einzige, was mich dabei gestört hat, war dass Tricey sich wie ein Hund aufführen muss, aber das ist halt leider Tradition bei allen Filmtieren. Das Bällchenholen als Antrieb war dafür ganz nett, und wie er sich danach in die Ecke setzt, war auch ein nettes Detail in der Animation. Überhaupt waren die Viecher schön animiert, besonders klasse fand ich den Raptor, der seine Kollegen herbeiruft. ("Essen ist fertig", oder auch nur "Ey, guckt euch mal den Trottel hier an" - kann man interpretieren, wie man will...)



    Und Solomon ist einfach nur ein eiskalter, profitgieriger Bastard. Joa, mag sein, dass er etwas holzhammermäßig charakterisiert ist, aber ab und zu darf ruhig mal ein Charakter dabei sein, den man einfach nur zu hassen braucht. Nur weil es zwischen schwarz und weiß unzählige Grauschattierungen gibt, heißt das ja nicht, dass die äußeren Ränder statistisch unmöglich sind.
    Ich fands ganz gut, wie sich die Spannung zwischen ihm und dem vermeintlichen Arzt allmählich aufbaut.
    Die Tonart wird dadurch vorgegeben, dass er ohne Vorwarnung eine Geisel verletzt, und dann erfährt man, dass er die nichtsahnende Crew ganz pragmatisch entsorgt hat, was ihm natürlich auf keiner Seite des Bildschirms Sympathiepunkte einbringt. Dafür erhält er den Hinweis auf die Raketen und eine kühle Ermutigung, das Schiff zu seiner eigenen Sicherheit zu verlassen - das könnte man durchaus als die erste und einzige Chance deuten, die der Doktor ihm zugesteht.


    Statt diese Chance zu nutzen, begeht Solomon den nächsten großen Fehler, indem er ein Gang-Mitglied als Handelsware betrachtet. Neffy ist zwar keine Vollzeit-Begleiterin mit Pond-Status, aber sie ist immer noch eine Reisegefährtin, für die der Doktor Verantwortung übernommen hat, und damit absolut tabu.
    Nun, Solomon hat ja keine Ahnung, wen er vor sich hat und dass er gerade sämtliche falschen Nerven abklappert, die man bei diesem treffen kann. Also trampelt er unbekümmert weiter über das dünne Eis, das nur der Zuschauer am schlichten "No" erkennt, statuiert ein Exempel am unbeteiligten Tricey und freut sich schamlos darauf, was er mit dem Objekt seiner Begierde anstellen kann.


    Als er sich schließlich mit einem höflichen Dank verabschiedet, lässt er einen ziemlich schlecht gelaunten Time Lord zurück, der just in dieser Stimmungslage daran erinnert wird, dass er ein paar Lenkraketen loswerden muss... Eine letzte Chance vor der Vollstreckung kann ich nicht erkennen, aber selbst wenn der Doktor da noch unentschlossen gewesen wäre, war Solomons letzter Versuch, sich seine Gnade materiell zu erkaufen, garantiert nicht hilfreich.
    Und die Gratulation zum Erwerb der Raketen war einfach so herrlich passend. :evil:


    Ja, diese Hinrichtung ist fieser, als man es bisher vom Doktor gewohnt ist, aber wie andere schon bemerkt haben, konnte er auch schon früher brutal werden, wenn man ihn auf dem falschen Fuß erwischt. Ich finds immer wieder interessant, wenn dieser Aspekt hinter der kindisch-verspielten (oder wahlweise senilen) Fassade hervorkommt, und habe nichts dagegen, wenn das beim Ironsides-verprügelnden Pandorica-Insassen weiter erforscht wird. Ich bin ziemlich sicher, dass das zur Charakterentwicklung gehört.


    Gab es ein Ereigniss in dem er gezwungen war Richter zu sein? Wieso ist er auf einmal bereit so etwas zu tun?

    Ich tippe mal entweder auf den Time War, als sein eigenes Volk so durchgeknallt ist, dass er es mit den Daleks zusammen wegschließen musste, oder auf die "Time Lord Victorious"-Sache. Bei letzterem war ja seine vorübergehende Erkenntnis, dass er sowieso immer den Dreck wegräumen muss ("maintenance man of the universe") und als Gewinner des Time Wars auch gleich selbst die Regeln machen kann. Nachdem das ziemlich kurz vor der Regeneration passiert ist und mit den Erfahrungen und Erinnerungen zusammenhängt, die dabei sowieso erhalten bleiben müssen, glaube ich schon, dass diese Inkarnation das ziemlich direkt geerbt hat.


    Zurück zu dieser Folge: Schön fand ich, wie sie zum Schluss mit Brian ausklingt - bestaunt den ungewöhnlichen Ausblick auf die Erde, aber macht nebenbei gemütlich Brotzeit, als wäre die TARDIS ein ganz alltäglicher Balkon. Der Kontrast ist sowas von niedlich, und dass jetzt noch ein viertes Mitglied der Pond-Familie (alles Ponds, Widerspruch zwecklos :D) mit dem Doktor um die Häuser ziehen darf, gefällt mir ebenfalls.
    Nur des Doktors Gesichtsausdruck, als er hinter seiner Familie steht, beunruhigt mich an dieser Stelle. Ich frag mich echt, wie er reagieren wird, wenn die Phase mit den Ponds bald vorbei ist. Und um wen man sich dann mehr Sorgen machen muss - um den alten Mann selber, oder um die armen Solomons des Universums, die sich mit einem frustrierten aufziehenden Sturm anlegen...



    Mein erster Gedanke nach dem Anschauen war "geniale Folge". Unterhaltsam war sie auf jeden Fall, und ich habe kein Problem damit, dass alberner Klamauk und tödlicher Ernst einfach so vermischt werden. Für mich ist gerade das ein Punkt, der diese Serie (zumindest den neuen Teil) von vielen anderen unterscheidet - vor allem, weil diese Mischung schon von der Hauptperson verkörpert wird. Den Versuch einer moralischen Botschaft sehe ich in der Folge nicht, eher eine Erinnerung daran, dass unser lieber, idealistischer Doktor auch verdammt gefährlich sein kann.
    Gut, nüchtern betrachtet müsste ich wohl ein paar Punkte abziehen - für seltsame Zufälle wie die Schaufel und die verwandten Piloten, und vielleicht den einen oder anderen Gag. Aber eigentlich ist immer auch was dabei, was diese Dinge wieder erträglich macht, und sei es nur, dass Brian beim Fliegen seinen Spaß hat.


    Ich bin mal so dreist und gebe sogar ein schwaches "super", weil ich gefühlsmäßig gar keinen Bock habe, mir die Folge von ein paar Kleinigkeiten vermiesen zu lassen. Steinigt mich ruhig, ich freu mich inzwischen auf die Weiterentwicklung in der Nächsten.

    Ich musste mir vorhin eingestehen, dass ich die radioaktiven Beiträge irgendwie mag... Eigentlich sind die eine Kunstform an sich. :snack:


    Anfangs denkt man sich "Joa, das kommt schon hin". Etwa, dass sich die durchgesickerten Informationen über die Rollen vermischt haben, oder dass eine von beiden geklont ist.


    Danach kommt dann der meistens der "Nö, du hast nur die Auflösung der Frage verpennt"-Moment.
    In Berlin war Melody sichtlich beeindruckt von dem Kerl, der unbedingt seine alte Freundin retten will, mit deren Namen er sie ständig anspricht. Das vom-Himmel-fallen ist meiner Meinung nach die selbe Floskel, die Amy für den erdgebundenen Rory verwendet hat, das braucht man nicht wörtlich zu nehmen. Unreif genug war sie, damit die Aussage passt. Ja, sie ist darauf programmiert, den Doktor zu töten - durch Gehirnwäsche seit ihrer Geburt. Androiden-Spruch auch abgehakt.
    Und die Daleks brauchen kein persönliches Trauma mit ihr - sie ist der Fressfeind ihres Fressfeindes, und sie kann es absolut nicht leiden, wenn ihrem Ehemann etwas zustößt. Das reicht als Bedrohung.


    ... Und schließlich endet es zuverlässig in einem ":O :lach: Welche Drogen nimmt der?" Ich persönlich finde es ganz amüsant, auf was für abstruse Gedanken das menschliche Hirn kommen kann.
    Nö, ich glaube nicht, dass Amy ihre eigene Tochter ist und in einen formwandelnden Engel-Fischvampir-Androiden mutiert. (Gehört das zur vorherigen Theorie, dass ihr in Twostreams vergessenes Alter Ego zu Kovarian wird? Sie klaut sich selbst sich selbst?) Ich weiß zwar, dass Moffat um die Ecke denken kann, aber so eine ödipale Schleife traue ich ihm nicht zu.
    Zwischendurch ist meine Schwester vorbeigekommen und hat angemerkt, dass Sally Sparrow noch in der Rechnung fehlt - der Typ auf der DVD trat völlig unerwartet in ihr Leben und wusste auch alles über sie, also ist sie logischerweise auch River.


    Vielleicht könnte es aber tatsächlich Sinn ergeben - nachdem Amy erfährt, dass sie alle Personen gleichzeitig ist, ist ihr Gehirn von der tumorös-verdrehten Plotverknotung so überfordert, dass sie einen Nervenzusammenbruch erleidet und in die Geschlossene wandert. Eleganter Kreisschluss zum Asylum. Weil sie dann auch noch Rory ist, steht der automatisch ebenfalls nicht mehr zur Verfügung, also bleibt nur noch ein nichtsahnendes jüngeres Clara-Selbst übrig. Oder so.


    Aber der Gedanke, dass der Doktor glücklich mit einem Dalek verheiratet ist, hat was... :D



    --------------------------------------------------------------------------------------
    Zu yttox' Theorie:


    So weit hergeholt finde ich die gar nicht mal. Über das Weihnachtsspecial weiß ich noch so gut wie gar nichts (zu wenig Zeit zum Spoiler lesen), aber irgendeine Art von Bewusstseinsübertragung könnte ich mir prinzipiell vorstellen. Dann wäre nur die Frage, wo sie einen Wirtskörper findet, der ihrem eigenen so ähnlich sieht... Gut, im Fernseh-Universum, wo entfernte Verwandte aussehen wie eineiige Zwillinge, hat sie wenigstens einen Anhaltspunkt.


    Vorausgesetzt, der Körper, in dem sie sich sieht, war tatsächlich ihr eigener... Wäre auch möglich, dass Dalek-Oswin eine Kopie der Begleiterin ist. Vielleicht ja ein Doppelgänger, der am Ende einer Verdopplungsfolge nicht wie üblich zerstört wird, sondern losziehen und sich einen Job suchen darf.
    Wäre fies genug, keinen Anspruch auf das vermeintlich eigene Leben zu haben, aber wenn ihr die Daleks dann auch noch das Einzige wegnehmen wollen, was einer Identität nahe kommt, ist sie eben erst recht motiviert, an dieser festzuhalten. So wie der Plastikrömer sich bei der Aktivierung darauf versteift hat, dass er der echte Rory wäre.


    Dann hätte man auch bei Geheimnissen um Clara noch alle Möglichkeiten offen. Wäre auch irgendwie lustig - wir spekulieren uns einen Wolf um ihre Verbindung zu den Daleks, und tatsächlich ist etwas ganz anderes im Busch...

    "...hat Frühling geladen..." - herrlich! :lach:
    Deswegen suche ich wichtige Informationen fast immer gleich auf englisch. Aber wenn mir Google das nächste Mal was maschinell Übersetztes vorschlägt, sollte ich wohl doch mal schaun, was mir da Tolles entgeht.

    So, dann will ich auch mal meine Meinung abliefern.
    Schon vor der Ausstrahlung hat es Sinn gemacht, dass die Daleks den Experten zur Hilfe holen, wenn sie ein unlösbares Problem mit anderen Daleks haben, aber die Feststellung, dass sie ihren Erzfeind nicht beseitigen wollen, weil er ihrem ästhetischen Ideal entspricht, ist goldig.
    Dazu passt auch irgendwie der Trick mit Selbstzerstörung und Rückwärtsgang später - eine typische kreative Doktorlösung, und gleichzeitig herrlich hinterlistig und eiskalt.


    Die armen Begleiterlein werden gleich wieder gequält - Rory darf verkehrt herum mitten in die Höhle des Löwen stürzen, und Amy mutiert zum Dalek. Sehr schön fand ich dabei, dass sie durch die Gehirnwäsche lauter Artgenossen im Raum sieht. (HA! Ich WUSSTE, dass Daleks Balletttänzer sind! :D ) Das Sicherheitssystem war überhaupt gut, einerseits der praktische Gedanke, eventuelle Bedrohungen umzudrehen, und noch dazu eine allgegenwärtige Gefahr in der Luft, der man nicht entkommen kann. Ich verstehe nur nicht ganz, wozu die Umgewandelten ein Stielauge brauchen - damit auch der letzte Depp kapiert, dass die Viecher zu den Daleks gehören?


    Rorys Rechenübung war gut mitgedacht, und nach allem, was er in der Beziehung erdulden musste, versteht man auch gleich, wie er auf dieses Ungleichgewicht kommt. Beruhigend fand ich, dass Amy ihn nur wegstößt, damit er irgendwo eine glückliche Familie gründen kann. Nach zwei Staffeln "beide lieben sich ganz unendlich doll" hätte mich schon gewundert, woher der plötzliche Sinneswandel kommen sollte. Nett, dass die Beziehung zum Schluss wieder so gut läuft, dass sie gleich mal die Flucht verpennen. ^^ Jetzt müssen sie halt öfter mal ihre Melody zum Tee einladen und sich daran erinnern, dass sie immerhin ein Kind geschafft haben - und wenn Rory schon als kleiner Junge eines haben wollte, dann hat das doch bestens geklappt... ;)


    Der Doktor läuft inzwischen ohne Armband rum. Hmmm, wie war das noch damals mit "You would make a good Dalek?" Also, auf jeden Fall würde er wohl einen Besseren abgeben als die eigentlichen Insassen der Klapsmühle, die mein dickster Negativpunkt an der Folge sind.
    Obwohl die Szenen mit ihnen schön bedrohlich und stressig waren, hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass irgendwas fehlt... Und dann ist mir klar geworden, dass sich die durchgeknallten Extremfälle genau so verhalten wie alle anderen Daleks auch. Sie scheinen zwar geistig nicht gesund zu sein, aber eher auf eine zombiemäßig-traumatisierte als auf eine gemeingefährliche Weise. So viel zur Ankündigung, dass die mit ihrem göttlichen Hass sogar ihren Artgenossen über den Kopf gewachsen wären. Ich wüsste zwar spontan auch nicht, wie sich normale Dalek-Aggression noch groß steigern lässt, aber wenn ein Autor schon so eine Idee in den Raum stellt, erwarte ich auch, dass zu dem Thema etwas kommt.


    Nun gut, zurück zum Positiven... Die Enthüllung über Oswin war sehr schön aufgebaut. Es gab ja schon die ganze Folge über Hinweise darauf, dass etwas an ihr nicht echt sein kann - fehlende Ressourcen, fehlender Schutz gegen die Umwandlung, unrealistische Begabungen. Allerdings hatte ich eher auf ein weiteres Opfer der Nano-Wolke getippt, das bei oder kurz nach der Rettung aktiviert wird. Die saubere Trennung zwischen den Perspektiven ist raffiniert gemacht, und entsprechend herzzerreißend ist die Szene, in der sich der arme Pfefferstreuer wundert, wieso der Doktor so komisch reagiert.
    Mann, das wäre doch die perfekte Gelegenheit gewesen, um endlich einen braven Knuddeldalek an Bord zu holen, aber man kann auch gut verstehen, dass sie nach der Erkenntnis nicht unbedingt weiterleben will. (Ich bin ja mal echt gespannt, welche verdrehte Sache Moffat diesmal ausgeheckt hat... Woher ich das Gesicht kannte, ist mir erst beim Abspann klar geworden, woraufhin die Kinnlade dann pflichtbewusst runtergefallen ist.)
    Die Habanera passt in dem Zusammenhang übrigens auch super - wenn die Hirnwäsche Liebe wegnimmt, plärrt man ihr natürlich ein Lied über die Liebe entgegen. Oh, und es gibt tatsächlich einen Dalek, der die Backzutat bevorzugt - dann war Rory doch nicht komplett auf dem Holzweg.


    Dass jetzt sämtliche Daleks vergessen haben, wie sie zum Doktor stehen, finde ich schade - ist zwar drollig anzusehen, aber es macht auch die ganze Chemie zwischen den Parteien kaputt und ist irgendwie zu praktisch. Andererseits werden sie ja brav weiter alle fremden Lebensformen ermorden, also sollte es nicht lange dauern, bis sie ihn wieder kennen lernen. Bis dahin können sie wenigstens nicht ausplaudern, dass er noch lebt - und rein zufällig sind wir wieder bei der entscheidenden Frage angelangt, die uns überaus subtil in die Nase gehämmert wird.



    An sich war die Folge toll - spannend, teilweise lustig, und mit klasse Dialogen. Nur mit einigen Punkten bin ich nicht wirklich zufrieden. Neben der leeren Versprechung zu den durchgeknallten Daleks und dem kompletten Reset der Dalek-Doktor-Beziehung gab es da noch die Dummheiten zwischendurch (der Doktor, der sich gemütlich abknallen lässt, Rorys Begriffsstutzigkeit bei der Eggs-Szene...), die die Bewertung runterziehen, von daher reicht es insgesamt nur zu einem "gut".



    Ach ja, und den Kuttenkerl würde ich gar nicht so ernst nehmen - die Absenderin läuft beim Treffen selbst mit so einer Kapuze herum, und sie deutet ja auch an, dass eine alltägliche Nachricht für den Doktor nicht reicht. Deswegen kriegt er halt eine extra mysteriöse Kuttenfigur und wird zu einem bedeutsamen Planeten bestellt, damit wären für mich schon alle Fragen beantwortet.