Beiträge von knusperfl0cke

    Also ich sehs auch ziemlich genau wie Cowboy Pete. Das war in der Tat seit der Auftaktfolge die erste Episode, die mir wirklich ziemlich gut gefallen hat. Mir ging es eher in den Wochen 2 bis 6 so, dass ich mich immer mehr gefragt hab, warum ich eigentlich noch schaue, weil da der Nervfaktor ob der unendlich gezogenen Handlung, der Ungereimtheiten und Unlogik, dem teilweise unglaublich dämlichen Verhalten der (besonders der neuen) Torchwoodies und generell der Tatsache, dass die Story und die Charaktere so dermaßen flach und klischeehaft vermittelt werden, für mich immer größer geworden ist. Und es hat sich ENDLICH nach TW angefühlt, für mich jedenfalls.


    Vielleicht wird man auch einfach bescheiden nach der bisherigen Vorstellung :D , aber ich war mit der Folge tatsächlich ziemlich zufrieden. Mir ist aber auch klar, dass diese Episode geradedazu prädestiniert war, seeeehr auseinandergehende Reaktionen hervorzurufen.

    Wir können voraussetzen, dass es vor der KZ- und Verbrennungsentscheidung Diskussionen darüber gegeben haben muss. Dass ich dann glauben soll, dass kein einziger Entscheidungsträger dagegen gewesen sein und an die Öffentlichkeit gegangen sein soll, ist einfach hanebüchener Unsinn.


    Oder dass sich niemand gewundert haben soll, wie es sein kann, dass pünktlich zum Einsetzen des Miracles eine Firma auf den Plan tritt, die bestens auf die Situation vorbereitet ist, mit riesigen Vorräten an Painkillern, Notfallplänen, Verbrennungsmodulen... Was doch mal ein echt guter Anfangspunkt für Ermittlungen hätte sein können, und zwar bevor man hergeht und untote Menschen verbrennt. Wie schon gesagt wurde, Platz, Ressourcen usw. kann doch nach der kurzen Zeit noch kein derart dringliches Problem sein.





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    Aber alleine die Tatsache, dass sich hier nicht die Köpfe darüber eingeschlagen wird, ob das ganze moralisch, ethisch, geschäftlich oder sonst etwas vertretbar wäre, macht doch deutlich, dass irgendetwas bei Torchwood gerade schiefläuft.


    Zum Beispiel, dass man versucht, dem Zuschauer eine nicht schlüssig aufgebaute Moral mit dem Holzhammer einzuprügeln, als ob er des Denkens nicht fähig ist.

    Und dann das Wunder als Ergebnis von Zickenterror, weil ein verflossener Liebhaber von Jack es nicht ertragen konnte, daß Jack nicht älter wird.



    Glaube ich nicht, dass es das ist. Sicher war Angelo irgendwie bei der Initiierung des Miracles involviert, und vermutlich sogar aus romantischen Motiven (igitt :D ), aber ich bin ziemlich sicher, dass zum einen die 3 Dreieck-Anzugtypen nicht menschlich sind und zum anderen, dass die die Hauptdrahtzieher sind.

    So wirkt es nur rangeklatscht, damit man sich aus einer story-technischen Sackgasse herausmanövriert, und macht die Folgen davor sinnloser.

    Weil sie das in nicht unwesentlichen Teilen halt auch sind, aber nicht erst seit und schon gar nicht wegen dem Ende der letzten Episode IMO. Womit wir wieder bei dem Punkt wären, was für eine schöne Doppelfolge das hätte werden können, wenn man sich das meiste von dem Tamtam zuvor gespart und sich aufs Wesentliche beschränkt hätte. ;)

    Und ich muss jetzt die Episode gut finden, nur weil am Ende gesagt wurde dass Angelo was davon weiss/damit was zu tun hat?

    Hab ich mit keiner Silbe behauptet. :07: Meine Aussage war lediglich, dass man der Episode kaum ihre Relevanz für die Haupthandlung, sprich die Aufklärung des Miracles absprechen kann.


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    Sorry, aber aus meiner Sicht hätte es da ein einfaches, schockiertes Gesicht von Jack gereicht und dazu eine kurze Erklärung von Jack in der nächsten Folge wer denn dieser Angelo sei.

    So gehen halt die Meinungen darüber, was gutes Storytelling ist, auseinander - was vermutlich auch einfach an unterschiedlichen Erwartungshaltungen an die Serie liegt. Ich bin um so froher, dass die Autoren in diesem Fall meinen Geschmack einigermaßen getroffen haben. ;) Kommt in dieser Staffel selten genug vor. Ich hätte es aufgrund seiner hohen Bedeutung für die Handlung ziemlich grauslig gefunden, wenn man diesen Teil der Geschichte wie von dir beschrieben umgesetzt hätte. Nochmal mehr im Hinblick darauf, wie unglaublich viel Zeit man zuvor mit unglaublich wenig/irrelevanter Handlung verschwendet hat. Aber unterschiedliche Geschmäcker sind ja völlig legitim.


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    Wenn ich Torchwood einschalte, dann möcht ich eigentlich hauptsächlich Scifi erwarten dürfen

    Aber ja doch, wenn ich TW einschalte, erwarte ich auch SciFi. Ich hab bestimmt mit am lautesten geschrien, weil es in der aktuellen Staffel bisher keine Aliens gab. ;) Neben SciFi erwarte ich aber auch Charakterstudie, denn das ist auch, vielleicht sogar vor allem, was für mich persönlich eine Story interessant macht, ganz unabghängig vom Genre. Darüber hinaus muss man, glaube ich, auch sehen, dass TW schon immer als SciFi/Drama angelegt war. Und sich die Serie im Laufe der Staffeln immer mehr von SciFi mit Drama-Bezug zu Drama mit SciFi-Bezug gewandelt hat. Damit geht zwangsläufig einher, dass das Augenmerk verstärkt auf den Charakteren liegt.


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    Und was Angelo angeht - ich hoffe nicht dass er der 'Schlüssel' zum Miracle Day ist, denn dann wärs aus meiner Sicht ziemlich grottig geschrieben. Wenn erst nach 7 Folgen der Schlüssel in eine Story eingeschrieben wird ohne jegliche Hinweise darauf in den bisherigen Folgen, dann hätten sie jetzt grade so gut die Zahnfee einführen können, die alle länger überleben lassen will um darauf zu warten, dass Ihnen auch das zweite Set Zähne ausfällt, wobei diese Figur dann sogar noch mehr Bezug gehabt hätte, weil sie bereits bekannt ist bei den Zuschauern.

    DER Schlüssel - vermutlich nein. EIN Schlüssel - sicher.
    Und klar ist die Serie teilweise ziemlich grottig geschrieben, meiner Meinung aber eben unter anderem aus genau dem Grund, den du sagst: dass sie sich 6 teilweise gefühlt sehr lange Episoden abgekarpft haben, ohne wirklich viel zu erzählen, geschweige denn, dem Zuschauer mal den einen oder anderen konkreten Anhaltspunkt auf die Hintergründe oder Verursacher des Miracles zu liefern. Und unter anderem aus genau dem Grund war für mich die letzte Folge eine recht gute - weil sich das nun geändert hat.


    Ganz ehrlich? So als Doctor Who Fan hätte ich die Story um Roosevelt und den Trickster viel interessanter gefunden. :D

    Anscheinend haben sich durchaus einige Fans über den Bezug gefreut, den Meinungen nach zu schließen, die ich bisher gelesen habe. Aber auch hier: unterschiedliche Geschmäcker => gerne doch! ;)

    Den Mordbefehl im Flugzeug hat der CIA-Typ ja eindeutig von den "drei Familien". Die Entführung von Gwens Angehörigen kann ich allerdings nicht so recht einordnen: Sie müssen ja von Angelos Leuten gefangen genommen sein. Aber woher weiß Angelo von Gwens Familie?

    Natürlich! Das Dreieck, das hatte ich ganz verdrängt. In den vorhergehenden Folgen ist so wenig passiert, man wusste gar nicht, was man sich nicht merken sollte.
    Angelo scheint ja ohnehin recht viel Insiderwissen zu haben, Kontaktlinsen usw...... Vermutlich läuft es darauf hinaus, dass er die finanziellen Mittel, die Zeit und die persönliche Motivation hatte, sich alle möglichen Informationen zu beschaffen. Ich glaube übrigens, dass Angelo hier alles andere als ein Bösewicht ist. Ich denke, seine Intention war eine positive, wahrscheinlich einfach nur, mit Jack zusammensein zu wollen (aww!). Vermutlich ist das nur aufgrund dieser Triade aus dem Ruder gelaufen.



    Is ja nicht so, dass mich Jacks Backgroundstory überhaupt nicht interessieren würde - er hat ja schliesslich bestimmt auch einiges Interessantes erlebt in der ganzen Zeit in der er schon rumgeistert, aber wie er mit irgendeinem Italiener rumpoppt und den "gefährlichen" Hirnwurm jagt (der sich erst mal ein halbes Jahrhundert betrachten lässt bevor er auf die Idee kommt zu attackieren) und wie man mit Jack die etwas makaberere Art von Piñata spielt, gehört definitiv nicht zu den Stories die mich interessieren würden.

    Naja - Ich hoffe dass die Folge einfach dazu diente, dass das ganze noch etwas gestreckt wurde und hoffe dass es nächstes Mal wieder spannender wird.

    :07:


    Also über Spannung kann man sicherlich geteilter Auffassung sein, aber in Anbetracht dessen, dass uns in diesem Fall Jacks Backgroundstory direkt, also wirklich DIREKT zum Ursprung des Miracles geführt hat und wir zum allerersten Mal überhaupt auch nur einen Anhaltspunkt über den Anfang/Grund des Wunders erhalten haben, kann man die Folge wohl kaum als Filler betrachten. Im Gegenteil, nach der unglaublichen Zahl von 6!! Episoden, in denen nicht wirklich viel passiert ist, war das für die Fortführung des Haupthandlungsstrangs die wohl bisher wichtigste Folge.


    Mir persönlich hat es sehr gut gefallen, dass man hier den Figuren und der Handlung den Raum gegeben hat. Ich finde, das war sowohl der Bedeutung der Episode als auch der Charakterentwicklung, die man hier vorgenommen hat, angemessen. Jack, der Angelo liebt und von ihm verraten wird - Jack, der einsam ist und sich einen Gefährten wünscht als Doctor-Analogie - Jack, der sich dennoch entscheidet, alleine durchs Leben zu gehen, weil das im Endeffekt weniger Schmerz birgt als immer wieder sein Herz an Menschen zu binden, die er verlieren wird. Und Angelo als komplexe, interessante Figur - auch absolut angemessen der Tatsache, dass er offensichtlich ein Schlüssel zum Miracle ist.


    Währenddessen hätte man meiner Meinung nach die vorhergehenden Folgen locker auf 3, wenn ich sehr großzügig bin 4 Episoden zusammenschreiben können, für mehr haben die weder im Hinblick auf die Fortführung der Handlung noch auf die Entwicklung der Charaktere beigetragen.


    Die Alienjagd fand ich jetzt auch nicht so sinnfrei, erstens hat es durchaus zum Aufbau der Beziehung Jack/Angelo beitragen mit dem Doctor/Companion-Bezug, und außerdem wars doch ein nettes Gimmick für Doctor Who-Fans (btw, der Alien hat glaub ich deshalb so lange für die Attacke gebraucht, weil er auf Eis lag und daher wohl etwas paralysiert war ;) ).


    Ich fand überhaupt die Darstellung der Beziehung Jack/Gwen interessant. Ich hatte zuvor Interviews gesehen, die mich hatten befürchten lassen, dass die Autoren das alte leidige Thema wieder aufgreifen, wo Jack und Gwen umeinander herumtänzeln, so nach dem Motto 'ist da was, ist da nichts, oder vielleicht doch, oder doch nicht'. Ich war wirklich froh, dass man nun klargestellt hat, wo jeweils die Prioritäten liegen. Jack hängt an seinem Leben (das war ja vorher auch nicht immer so ganz klar) und Gwen wird wirklich um JEDEN Preis ihre Familie schützen. Ich war nie ein Fan von dem Jack/Gwen Thema und ich bin der Meinung, dass es die Story in keinster Weise vorwärts gebracht hätte, von daher kommt mir das nur entgegen.


    Was Angelo angeht...


    Auf jeden Fall ist das das erste Mal, dass ich die nächste Folge am liebsten sofort sehen würde. Hat ja auch nur 7 Episoden gedauert........................

    Und ich hätte auch nichts dagegen gehabt wenn's eine Angelina statt eines Angelos gewesen wäre... aber seit der vollständigen Homosexualisierung des Harkness-Characters ist das wohl nicht mehr drin. Schade eigentlich.

    Wobei man fairerweise sagen muss, dass insofern auch das alte TW konsequent war: zur Sache gings nur mit Männern (Capt. John, Ianto). Nur geflirtet hat Jack halt mit allem, was nicht bei 3 auf den Bäumen war. Ich finds auch schade, dass das jetzt nicht mehr so ist, das hat den Charakter halt nochmal vielschichtiger gemacht. Und lustig wars auch, ich denke da nur an die Szene mit der Bürokraft in Rhys's Firma. Meiner Meinung nach ist das eine Begleiterscheinung davon, dass die 4. Staffel ohnehin recht viele Klischees bedient. Fürs Schubladendenken ist halt ein schwuler Captain Jack einfacher als ein omnisexueller Captain Jack.

    Am Ende der Folge dachte ich nur: Wenn man mit dieser Folge begonnen hätte und den "MiracleDay" nicht so groß zelebriert hätte, dann hätte es eine wundervolle Torchwood-Doppelfolge werden können.

    Den gleichen Gedanken hatte ich auch. Das war die erste Folge, die mir wirklich gut gefallen hat. Die Flashbacks in Verbindung mit den paar Szenen aus den aktuellen Geschehnissen haben ihr sehr sehr gutgetan, schöne Tempowechsel und Charakterentwicklung, viel Vertrautes mit Jack, Vortex Manipulator, Aliens, Bezug auf den Doctor... Ich hab mich in der Folge mehr zu Hause gefühlt als in jeder der bisherigen. Die Hinrichtungen fand ich toll inszeniert, mit einigermaßen Pathos zwar (Jesus, much?), aber mitreißend, ich hab zumindest sehr mitgelitten. Die Sexszenen stören mich persönlich nicht, das mag aber auch daran liegen, dass es sich um Captain Jack handelt und mich an Captain Jack so ziemlich nichts stören kann (ich kanns nicht ändern, ich bin ein Mädchen ;-)). Und kaum gibt man Rex keine screentime, nervt er mich auch schon nicht mehr. Die Rettungsaktion fand ich tatsächlich recht cool und auch überraschend.


    So richtig kann ich die vielen losen Fäden zwar immer noch nicht verbinden. Angelo und dieser extreme Katholizismus-Bezug, diese 3 Alien-im-Anzug-Typen, PhiCorp, Oswald, was auch immer dieser Typ in Shanghai gesehen hat.............. nun ja, wir nähern uns zumindest der Aufklärung. Jacks Blut wird wohl der Ausgangspunkt sein, nachdem sich die Leute während seiner multiplen Hinrichtung offensichtlich was abgezapft haben und in dem Zusammenhang die Begriffe Wunder und Segen gefallen sind.


    Womit ich allerdings gerade große Probleme hab, wie passt das 1927/28 Geschehene in Jacks Timeline? Der dort gezeigte Jack kann doch nicht der Jack sein, der 'regulär' in diesem Zeitstrahl lebt, sprich der, der unsterblich geworden und ins 19. Jahrhundert zurück ist und da für TW arbeitet. Oder? Zum einen erzählt er Angelo, dass er ein fixer Punkt ist, was er doch erst im 21. Jahrhundert vom Doctor erfährt. Zum anderen wusste er, dass jemand den Ausgang des 2. Weltkrieges ändern will, der da noch nicht mal angefangen hatte. Und er hatte sein Captain Future Jack Outfit an, WWII Mantel usw., das er noch nicht hatte, als er vom Doctor zurückgelassen wurde. Heißt das, er hat während seiner späteren (unseren) TW-Zeit nochmal Zeitreisen (von denen mit dem Doctor abgesehen) unternommen? Wenn ja, wie? Sein Vortex Manipulator hat doch nicht mehr funktioniert? Und heißt das, dass 1927 und 1928 zeitweise 3 Jacks existiert haben (der für das damalige TW gearbeitet hat, der für unser TW gearbeitet hat und der im Hub eingefroren war, nachdem Gray ihn verbuddelt und die 1901er TWs ihn gefunden haben, ich nehme ja nicht an, dass sie den zwischenzeitlich nochmal defrosted hatten)? Really?? Mind-boggling! Kann mich da jemand aufklären? Zeitreisegeschichten verwirren mich bisweilen enorm.


    Was ich mich auch noch gefragt hab: wo ist Papa Cooper? (Wenns auch unwichtig ist.)


    Und: Mir kommen nach dieser Folge die Kill Jack-Aktionen vom Anfang noch komischer vor. Als ob er, wie am Ende treffend gesagt, nicht ohnehin mitkommen würde, wenn er hört, dass sein Ex-Lover etwas über das Miracle weiß bzw. vermutlich involviert ist. Warum dann das ganze Drama mit der Entführung von Gwens Familie? Oder steckt hinter den Mordversuchen nochmal jemand anders?


    Außerdem fand ich die Schlussmach-Rede von Jack ein bisschen zusammenhanglos. Ich persönlich hätte es dem anderen ja übel genommen, dass ich seinetwegen gerade ein paar Dutzend Mal getötet wurde, ein recht guter Grund, Schluss zu machen, wie ich finde. Stattdessen kommt die 'Du wirst irgendwann sterben und deshalb können wir nicht zusammensein'-Nummer. Kam mir irgendwie folgewidrig vor.


    Trotzdem sehr schöne Folge alles in allem.