Beiträge von Nikioko

    Das Lied ist ein kompletter Reinfall. Langweilige Grütze und die Göre singt als wäre sie schon 70. Das ist bezeichnet, denn der Trailer verspricht selbige Langweile. Für Bond 25 hätte ich was anderes erwartet.

    Naja, nicht so gut wie Tom Jones oder Shirley Bassey oder a-ha, aber doch deutlich besser als bei Bond 20. Irgendwo knapp hinter Carly Simon und vor Sheena Easton, würde ich sagen.

    Der Titelsong ist draußen. Gesungen von Billie Eilish - und auch von ihr geschrieben, zusammen mit ihrem Bruder Finneas, wie eigentlich alle ihre Songs. Der Song ist ein wenig anders als der typische Bond-Song, aber mir gefällt es. Und nachdem, was wir aus den Trailern wissen, glaube ich, passt die Atmosphäre des Songs.

    Der letzte Titelsong, der "etwas anders" war, war der von Madonna, und der war genauso schlecht wie der Film. Bei dieser Aussage bekomme ich also eher Panikattacken.

    das tempo ist okay , aber es fehlt mir massiv an intensität und raffinesse und ist kein bisschen aussergewöhnlich . ist alles sehr , sehr durchschnittlich , und da haben wir doch alle mehr erwartet , oder ? ja , in den 70ern wär das okay gewesen , aber heute ? da hängt die messlatte höher .

    Wieso sollte heute "die Messlatte höher" hängen als damals? Und was erwartet man denn "mehr"? Ich finde die Messlatte absolut in Ordnung.


    Ohne jetzt groß über deine Messlatte zu spekulieren ... Ich finde die Serie bisher hervorragend, das Erzähltempo ist genau richtig. Die Hauptcharaktere stimmen, mit kleinen Abstrichen bei dem Raumschiffkapitän, der ist mir ein bisschen zu klischeemäßig, aber vielleicht entwickelt der sich noch. Raffi bräuchte vielleicht noch einen Strohhut;)

    Die einen nennen es klischeemäßig, die anderen nennen es markant. Fakt ist dass Rios in der kurzen Sendezeit, die es bisher hatte, am wenigsten blass wirkte. Ein Typ, der sich mit lauter holographischen Notfallprogrammen nach seinem eigenen Vorbild (naja, bis auf den "Protokolldroiden") umgibt und mit dieser kompletten Mannschaft auf Spanisch redet - wieviel mehr Desperado soll denn da noch drin sein?


    Vielleicht haben sich aber auch einfach die Sehgewohnheiten verändert. Oder besser: die Aufmerksamkeitsspanne verkürzt. Man sieht es ja an fast allen Serien, dass da schneller erzählt wird als noch vor 20,30 Jahren. Ich hatte "damals" mal bei einer Tom-Baker-Folge geschrieben, dass die übertriiiieben langsam erzählt wird... und ich das toll fand, weil man sich da eben die Zeit genommen hat, die Story sauber zu entwickeln.

    Mir gefällt es besser, wenn ich Stück für Stück erfahre, wer sich warum wie verhält, als dass ich eine Folge 2x gucken muss, um alles mitzukriegen. Man stelle sich mal vor, Kurtzman und Co. hätten die Vorstellung von Jurati, Rios, Elnor und Dahj/Soji alle in die erste Folge gequetscht <X

    Ja, die Sehgewohnheiten. Früher hatten wir drei Programme und haben gesehen was kam. Oder die Glotze blieb aus und wir haben ein Buch gelesen. Heutzutage sind wir viel zu abgelenkt: alle 5 Minuten wird aufs Telefon geschaut. Bei Online-Artikeln von Zeitungen wird ja mittlerweile die Lesezeit angegeben, weil bei vielen Menschen die Aufmerksamkeitsspanne keine 2 Minuten mehr reicht.

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    Anderes Thema: Geht euch das auch so auf den Sack, dass sowohl bei DW, als auch bei Star Wars und jetzt Trek sich ein Haufen Vollpfosten melden und sich beschweren, die SJWs hätten ihre Kindheit zerstört?

    Wäre ja auch gar nicht so schlimm, wenn es wenigstens wahr wäre. Aber bei Picard regen sich die Leute doch tatsächlich darüber auf, dass die Föderation nicht perfekt ist und dadurch Roddenberrys Vision mit Füßen getreten würde. Ist ja nicht so als gäbe es dutzendweise Beispiele im "alten" Star Trek, wo die Föderation bzw. die Sternenflotte diesem Ideal schon nicht entsprochen hat...

    Teilweise. Teilweise haben sie auch recht. Mich regt z.B. auf, wenn der Unterhaltungswert in der Prioritätenliste hinter die politische Agenda zurückgestellt wird, so wie es bei Doctor Who derziet der Fall ist. Ziehe bei Letts die politischen Botschaften ab und du hast noch exzellente Unterhaltung. Ziehe bei Chibnall das "Telekolleg Political Correctness" ab, und es bleibt nichts übrig, was der Erwähnung wert wäre. Mir ist es egal, ob der Doctor ein Mann, eine Frau oder ein kleines pelziges Wesen aus dem Krebsnebel ist, solange die Story stimmt. Solange es aber nur darum geht, smarte Frauen darzustellen, die ihren idiotischen männlichen Kollegen meilenweit voraus sind, ist mir das storytechnisch zu dünn. Aber wie gesagt, die politishce Botschaft ist heute wichtiger, als sich an Kontinuität und Kanon zu halten oder Unterhaltung zu bieten. Übrigens ist auch Picard nicht frei davon: ich sage nur die Vulkanierin mit der Sonnenbrille... Die "schmutzige" Föderation hatten wir indes schon bei DS9, wobei die anderen Völker natürlich als deutlich schmutziger dargestellt wurden. Aber am Ende wurde die Primärdirektive immer als der ultimative Verhaltenskodex dargestellt, ser schön in der Voyager-Doppelfolge Equinox.

    Ich habe die Serie noch nicht selbst geschaut - warte bis die Staffel durch ist, um es dann mal an einem langen Wochenende durchzugucken (so viel zu veränderten Sehgewohnheiten ;)) - aber ich finde das auch nicht gut. Das liegt bei mir gerade daran, dass ich Star Trek als Utopie sehen - und zwar nicht als eine rein technokratische, in der durch technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt alleine eine humanistische Gesellschaft entstanden ist. Der hat ja zunächst einmal zu den Eugenischen Kriegen und den dritten Weltkrieg geführt, und dann wären da noch die Borg, die eindeutig eine Warnung darstellen, sich einfach nur auf den technischen Fortschritt zu verlassen. Selbst in der Originalserie gab es Episoden wie The Ultimate Computer, die vor den Gefahren des blinden Technikeifers gewarnt haben.

    Immer diese Binge-Watcher. ;-)

    Ich denke, bei Picard sieht man eher anschaulich, wie fragil diese bessere Gesellschaft ist und wie leicht sie menschlichen Urtrieben zum Opfer fallen kann. Wenn das Ende vom Lied ist, dass die Utopie ins Wanken geraten ist und mit der Energieleistung der Protagonisten wieder zurechtgerückt wird, dann ist das für mich in Ordnung. Perfekte Harmonie ist langweilig, erst eine Bedrohung macht die Sache interessant, siehe Keeper of Traken.

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    Diese Utopie jetzt zu entfernen, um eine Geschichte zu erzählen, die einzig und allein dazu dienen soll, ein politisches Statement abzugeben, finde ich erst einmal auch nicht gut. Genauso wenig wie ich das Casting eines weiblichen Doctors aus reinen politischen PR-Gründen abgelehnt habe und bis heute ablehne. Und Whittaker hat sich ja durchaus als die falsche Wahl herausgestellt, zumindest hat sie es in ihrer ersten Staffel nicht geschaft, mich wirklich davon zu überzeugen, dass sie der Doctor ist. Die Umsetzung ist also gescheitert. Bei Picard scheint diese ja durchaus gelungen zu sein, zumindest laut dem, was ich darüber bisher gehört habe. Und bei DS9 hat es ja auch funktioniert.

    Und über diese Idioten, die sich darüber aufregen, dass die Macher nun Picard (und Star Trek an sich) dafür verwenden würden, um ihre Politik durchzudrücken - als ob Star Trek noch nie dazu benutzt wurde, um ein politisches Statement abzugeben - habe ich mich bereits auf vorherigen Seiten hier im Thread ausgelassen.

    Ich finde die Idee, dass Timelords auf einmal ihr Geschlecht wechseln können, so überflüssig wie ein zweites Arschloch. Als ob es in der Vergangenheit der Serie nicht interessante Frauenfiguren gegeben hätte wie Romana, die dem Doktor ja intellektuell überlegen war, nur noch etwas grün hinter den Ohren. Warum nicht die Rückkehr einer nicht ganz so nervigen Rani als Gegenspielerin? Es fehlt doch nur noch, dass der Doktor das nächste Mal als Dalek regeneriert - haben diese Tentakelviecher eigentlich verschiedene Geschlechter?

    Star Trek und aktuelle Politik haben immer schon zusammengehört. TOS ist nichts anderes als eine politische Botschaft zum Kalten Krieg und eine Kritik an der rassistischen amerikanischen Gesellschaft von damals. Aber eben auch gute Unterhaltung.


    ja , es stimmt alles soweit , es ist einfach ein bisschen ... gewöhnlich , mittlerweile . in den letzten 20 jahren hatten wir ganz aussergewöhnliche serien , es fing an mit lost und erreichte mit den leftovers einen absoluten höhepunkt . da wirkt picard halt etwas zurückgeblieben , und zwar im negatives sinn .

    Lost eine außergewöhnliche Serie? Die ersten drei Staffeln waren super, aber dann war es nicht möglich, die hohen Erwartungen zu erfüllen und das Ende war einfach nur enttäuschend. Von daher finde ich den Ansatz von Picard, ein nicht ganz so großes Fass aufzumachen, genau richtig. Lieber etwas Bodenständiges, das die Erwartungen gut erfüllt und auch zu einem zufriedenstellenden Ende führt als etwas Episches, das den Erwartungen immer hinterher hinkt. Ich habe Game of THrones noch nciht gesehen, aber das scheint auch da wieder genau das Problem zu sein.

    Eigentlich finde ich das Erzähltempo bei den ganzen actionüberladenen Sachen von heute voll in Ordnung. Schau dir mal klassische Doctor-Who-Folgen an, da geht es auch eher gemächlich zu. Ich habe gestern erst wie in The Sea Devils reingeschaut - was passiert denn in der ersten Folge, außer dass der Doctor den Master besucht und man erfährt, dass dieser wieder was ausheckt?

    Ist die vierte FOlge von Picard schon raus? Ich dachte, die kommt heute nacht.

    Eben das finde ich ja nun so erschütternd, dass du so was - nur weil's halt nun zufällig der 1. ist - auch nur im Entferntesten für möglich hältst...

    Wie gesagt, ich gehe nicht davon aus, aber die Lebenserfahrung lehrt mich, mit allem zu rechnen. ;-)



    PS: Ich habe die Folgen / die Staffel (23) schon 3 Mal. Erst die Englische DVD-Box, dan die Deutsche DVD-Box und dann die Englische Blu-Ray-Box. Trotzdem möchte ich auch noch die Deutsche Blu-Ray Box-haben.

    Ich habe die Sachen auch mehrmals. Die englische BD-Box ist ein Sammlerstück, die deutsche DVD-Box kann ich immer noch weiterverschenken (und damit evtl. einen neuen Fan gewinnen), wenn ich die deutsche BD-Box habe.

    Eventuell geht die Strategie auch nicht auf alles nochmal im neuen Format anzubieten. Pandastorm hätte noch einige Jährchen warten und sich stattdessen auf völlig neue Stories konzentrieren sollen. Aber nun ist es so und ich habe meine Bestellung getätigt.

    Zweifelsfrei. Aber nun ist es eben so. Und bloß weil ich die DVD-Box schon habe, ist das kein Grund, die BD-Box nicht zu kaufen. Die alte Box kann man weiter verschenken. Habe ich mit den McCoy-Boxen gemacht, als das Coffeetable raus kam. Und Castrovalva und Earthshock habe ich mir, obschon ich das Mediabook besitze, auch noch mal in der BD-Version geholt.

    Ah verstehe. Dann freue ich mich auf eine der nächsten Folgen, wo die Doctreuse nach Fukushima reist um dann wie ein aufgescheuchtes Huhn 2 Minuten durchs Bild zu rennen und dann einfach der Handlung ins Weltall folgt

    Fukoshima? Ich glaube kaum, dass man von der historischen Bedeutung her Aleppo und Fukoshima nicht im Geringsten vergleichen kann:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Aleppo

    Vor allem die Zahl der Sehenswürdigkeiten dürfte in Aleppo deutlich größer sein als in Fukoshima, und die historische Bedeutung.

    Und außerdem rennt die Doctorin wie eine Ente, nicht wie ein Huhn.