Irgendwie haben sie doch alle was.
Der alte kitschige Errol Flynn Schinken im Sonntagnachmittagsprogramm. Zack Bumm hau die Bösen und trage immer frisch gewaschene Strumpfhosen.
Der Disneyfuchs, mein erster Kinobesuch in meinem sehr jungen Leben. Hoodelally oder so ähnlich. Als Kind hat mich aber die dauernde Singerei in den Disneyfilmen gestört.
Die 80er-Serie. Herne protect us. Interessanter Versuch, Robin als von einem höheren Wesen Berufenen darzustellen. Typisch genial mal wieder die Synchro in der "the hooded man" zum "Behüteten" entartet und keiner versteht was das soll. Auch eine nette Erklärung dafür, warum sich die Legende nicht einig ist, ob Robin Hood nicht doch mal ein Earl of Huntington war.
Der Costner-Film. Naja, Costner spielt sich eigentlich immer selbst. Aber ich habe Rickman bisher in keiner Rolle gesehen, in der er nicht genial war. So auch hier. Die Langfassung kann man aber nur im Original schauen, die deutsche Fassung halte ich nicht aus.
"Helden in Strumpfhosen" war ganz nett, "Ein Leben für Richard Löwenherz" zum Einschlafen.
Die 2006er Serie mit Thorin Eichenschild und dem Enkel vom 2. Doctor fand ich eine Zeit lang ziemlich gut. Dass man dann mal eben Marian tötet schon weniger. Und als man in der letzten Staffel langatmig vorbereitet hat, Robin durch einen "Archer" zu ersetzen, hat man es zum Glück am Ende doch nicht durchgezogen. Sonst wäre die Serie nur noch eine Kopie der 80er gewesen.
Ein Favorit am Rande: "Der Hofnarr". Robin Hood wird nicht erwähnt, aber es ist wohl klar, wer der "Fuchs" ist. Nicht mal der Gesang stört, obwohl es keine Untertitel gab und meine Schulzeit noch weit entfernt lag.
Auch ein nettes Nebengeräusch: Bei "Ivanhoe" gab es einen Geächteten "Locksley".
Wie soll man da einen eindeutigen Favoriten finden?
Aber ist doch eigentlich egal. Ist sowieso alles frei erfunden. Zumindest solange mir keiner einen Pfeil in die Tardis jagt.